Polizeiaufmarsch zum 8. Mai: Berlin: 1.500 Polizisten an sowjetischen Ehrenmälern zum Tag der Befreiung.

Mit dem Aufmarsch von mehr als 1.500 Polizisten zur Besucherüberwachung an den Gedenkstätten der Roten Armee beging Berlin den 78. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Das Aufgebot dürfte wie 2022 bundes- und weltweit einmalig gewesen sein. Kurz vor 16 Uhr lautete die Bilanz der Polizei: störungsfrei. Die Berliner Zeitung berichtete um 12.45 Uhr im Internet vom Tiergarten-Monument: »Derzeit übersteigt das Polizeiaufgebot die Besucherzahlen des Ehrenmals um ein Vielfaches.« Dazu gab es weitere passende Meldungen: Auf dem Gelände eines sowjetischen Ehrenmals im brandenburgischen Lübbenau wurden am Wochenende zwölf Grabsteine umgestoßen. Aber die Brandenburger Polizei hat die russische Hauptgefahr im Blick. Eine Sprecherin teilte am Montag mit, die Rockergruppe »Nachtwölfe« sei mit etwa 50 Personen im Anmarsch und werde amtlich begleitet. Die Gruppe wurde am Montag in der Gedenkstätte Sachsenhausen nördlich von Berlin erwartet. Das ideologische i-Tüpfelchen setzte am selben Tag Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen), die in einer Presseerklärung politischen Geschichtsumbau ankündigte: »Zehn Jahre nach der Eröffnung der Dauerausstellung im Museum Berlin-Karlshorst wird nun eine Überarbeitung angestoßen, um neueste Forschungsergebnisse sowie die aktuellen Entwicklungen einzubeziehen.« Zudem sollen der Trägerverein und der wissenschaftliche Beirat des Museums neu aufgestellt werden. Auf einer Kundgebung des Bunds der Antifaschistinnen und Antifaschisten in Berlin rief Gregor Gysi (Die Linke) am Montag dazu auf, den 8. Mai zum Feiertag zu machen. Er erklärte, Wladimir Putin hätte seine »Sicherheitsinteressen« anders verteidigen müssen, und kritisierte zugleich die westlichen Sanktionen gegen Russland als »falsch«: »Warum verarmen wir die russische Bevölkerung, die diesen Krieg nicht beschlossen hat.« Der einzige Weg zum Frieden seien Abrüstung und »Interessenausgleich«. Gysi bedankte sich bei den Befreiern sowie den Widerstandskämpfern in Deutschland und allen besetzten Ländern. Vertreter der Bundesregierung tauchten wie üblich zum Gedenken an diesem Tag nicht auf. (…) In Frankreich, wo der 8. Mai gesetzlicher Feiertag ist, nahm Staatspräsident Emmanuel Macron in Paris einen Truppenvorbeimarsch ab und besuchte am Nachmittag in Lyon das frühere Gestapogefängnis, in dem der Résistance-Kämpfer Jean Moulin 1943 zu Tode gefoltert worden war.
Quelle: Arnold Schölzel in junge Welt

Опубликовано lyumon1834

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