DER BAERBOCK IST LOS!

Von Mirjam Lübke

Das alberne Kind amüsiert sich über sein eigenes Spiegelbild (Foto:Imago)

Schockschwerenot! Was für ein Affront gegen eine der ehrenwertesten Respektspersonen der Republik: Es hat ein ruchloser Plagiatsangriff auf den Twitter-Account von Annalena Baerbock stattgefunden! Dabei sollte man eigentlich annehmen, es sei besonders schwierig, einen Beitrag Annalena Baerbocks in den sozialen Medien zu fälschen. Schließlich hatten wir schon lange keinen Politiker in Deutschland, der mit so viel Wortgewandtheit und Originalität gesegnet ist wie sie! Ein Fälscher müsste schon enorme Kreativität aufbringen, um auch nur annähernd die Qualität eines Baerbock-Tweets zu erreichen. Und dennoch ist es einem kriminellen Genie gelungen, sich ihrer sprachlichen Fähigkeiten zu bemächtigen und bei Twitter einen Account in ihrem Namen zu eröffnen. Möge ihn der Fluch des Internet-Gottes treffen – das ist purer Frevel!

Das Auswärtige Amt sah sich bereits genötigt, einen Warnhinweis herauszugeben, denn in den ersten Tagen hielt sich der Spaßvogel noch relativ bedeckt. Die Tweets zur feministischen Außenpolitik, die den saudischen Scheichs nahegebracht werden sollte, lasen sich durchaus überzeugend. Schließlich wissen wir um das selbstbewusste Auftreten der Ministerin – böse Zungen könnten es auch Selbstüberschätzung nennen. Deshalb lag es durchaus im Bereich des Möglichen, dass sie etwa über Quotenregeln bei der Auswahl von Kameljockeys oder weibliche Imame sprechen wollte. So kam es auch zu empörten Leserreaktionen – die Nerven liegen blank in Deutschland und es wird tatsächlich immer schwieriger, zwischen Satire und ernstgemeinten Äußerungen zu unterscheiden. Oft fragt man sich, ob jemand die von ihm verbreiteten Paulanergarten-Geschichten wirklich glaubt oder einfach die Leser ein wenig aufmischen möchte. Und so wird auch mancher Honigtopf für Konservative aufgestellt, um sie zu Ausfälligkeiten zu veranlassen. Es empfiehlt sich also, vor dem Kommentieren einmal tief durchzuatmen.

(Screenshot:Twitter/X)

Ein Zufall ist es kaum, wenn ausgerechnet jetzt das “Verächtlichmachen von Politikern” zur verfassungsfeindlichen Tat erklärt wird: Das ist nicht nur das Todesurteil für jede echte Satire und ein Armutszeugnis für die Demokratie, sondern auch ein Akt der Verzweiflung, denn das Führungspersonal unserer Republik bietet offenbar zu viele Ansatzpunkte für Ironie und Sarkasmus, um noch ohne besonderen Schutz auskommen zu können; also ohne denjenigen, der den Betroffenen wie jedem Staatsbürger ohnehin zusteht. Wären Baerbock, Habeck und Lang überhaupt noch nervlich in der Lage, klassische Satiresendungen wie “Hallo Deutschland” oder die “Gerd-Show” ohne bleibende Schäden zu überstehen? Dabei wäre es gewiss spannend, sie alle als Handpuppen aus Latex auf dem Bildschirm zu erleben. Ich erinnere mich an eine Szene mit Gerhard Schröder, in welcher dieser ein metallenes Nudelsieb als zerschossenen Stahlhelm ausgab – das wäre doch auch etwas für die kriegsbegeisterte Frau Baerbock!

Der Baerbock-Fake-Account flog schließlich als solcher auf, als er deren schlechtes Englisch allzu sehr parodierte. Dasselbe musste sich einst auch schon Helmut Kohl gefallen lassen (“Chicken, Mr. Chancelor?” – “Nein, hier essen!“) – aber der hatte auch nicht behauptet, in London studiert zu haben. Vieles von dem, was heute in Deutschland passiert, ist einerseits Realsatire, aber man weiß längst nicht mehr, ob man lachen oder weinen soll.

Was ist heute noch lustig in den Medien?

Elektroautos, die auf einem Frachter zu Verbrennen mutieren; LNG-Terminals auf Rügen, die um des Klimaschutzes willen die Umwelt zerstören. Ein Hitzeschutzgesetz bei strömendem Regen und herbstlicher Kühle in der gesamten Republik. Vor allem bei letzterem ist es allerdings durchaus komisch, wie ernst es von den Medien genommen wird – so als habe Karl Lauterbach den Warp-Antrieb für Lastenfahrräder erfunden. Wenn das mal keinen Applaus wert ist!

Lustig ist in den Medien allenfalls noch klassische, unpolitische Comedy über Zwischenmenschliches oder Tücken des Alltags. Ist es da ein Wunder, dass die Bürger eigene Satire machen? “heute-Show” & Co. geben schließlich nichts Lustiges mehr her, bei Böhmermann darf man sich gar als normale Frau als “Turd” (“Scheißhaufen“) beschimpfen lassen. Beim Einschalten dieser Sendungen fühlt man sich wie beim Öffnen eines Kühlschranks, in dem gerade eine abgelaufene Packung Eiersalat explodiert ist; eine Erfahrung, die man sich nicht gern antun möchte. Also greifen wir zur Selbsthilfe. Befände ich mich an Baerbocks Stelle, wäre es mir jedenfalls mordspeinlich, wenn mir mein Ministerium diesbezüglich aus der Klemme helfen müsste. Zum einen sollten die Beiträge einer fähigen Ministerin deutlich von Satire zu unterscheiden sein – auch von unbedarften Lesern! – und zum anderen könnte man durchaus ein wenig mehr Souveränität von ihr erwarten. Zumal die Fake-Tweets bislang stets recht harmlos ausfielen; echte Böswilligkeit konnte man dort nicht finden. Baerbock wäre besser beraten, diese harmlose Veräppelung zum Anlass zu nehmen, in ihren Verlautbarungen weniger dick aufzutragen und an der eigenen Kompetenz zu arbeiten… doch eher wird vermutlich die “heute-Show” wieder lustig, bevor wir das erleben.

P.S. Empfang des deutschen Außenministers in Niedersachsen

Video
„Ihre Hände sind voller Blut, wo bleibt Ihre Diplomatie, anstatt Waffen auszuliefern, wie Sie es den Wählern versprochen haben?“, fragen die Leute.

Aber Burbock lächelte nur und ging weiter. Hier ist sie, die europäische „Diplomatie“.

https://t.me/c/1199665592/32137

Опубликовано lyumon1834

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