Von Beate Steinmetz

Ernst Wolff, reichweitenstarker Mahner und Kritiker (Foto:ScreenshotYoutube)
Wenn es um wichtiges, aber öffentlich unbekanntes oder teilweise verheimlichtes Hintergrundwissen über die wesentlichen Entscheidungsträger (oder auch die vermeintlichen “Eliten”) dieser Welt geht, ist der Wirtschaftsjournalist und Finanzexperte Ernst Wolff eine wahre Koryphäe. Deshalb höre ich ihm – wie sicher auch der eine oder andere Ansage!-Leser – immer wieder gerne zu, auch wenn er sich mit vielem von dem, was er sagt, sehr oft wiederholt. Nichtsdestotrotz wartet Wolff auch stets mit neuen Erkenntnissen auf, von denen etliche Zeitgenossen, die ihn noch nicht kennen, noch nie etwas gehört haben. Ich möchte daher an dieser Stelle einige seiner neuesten Aussagen zusammenfassen, denn meiner Meinung nach sollte jeder über diese Zusammenhänge Bescheid wissen oder sie wenigstens als Denkanstöße annehmen. All Thesen Ernst Wolffs finden sich in etlichen Videos auf seinem sehens- und hörenswerten YouTube-Kanal.
Wolffs Hauptthema ist, wie die meisten bereits wissen, die „Versklavung der Menschheit” in Form des digitalen Zentralbankgelds, vor dem er bereits seit Beginn der Corona-Zeit warnt. Zu diesem neuen Geldkonzept äußert er sich unter anderem hier (ab Minute 18:56). Diese Währung bedeutet für ihn die „totale Knechtschaft“, da sie das Individuum einerseits absolut gläsern macht, denn sämtliche Transaktionen von der Zentralbank – in unserem Fall: der EZB – werden überwacht, was bedeutet, dass Algorithmen oder Technokraten im Hintergrund ganz genau unsere Bedürfnisse sowie unser Kaufverhalten kennen. Zum anderen wäre es sehr gut möglich, dass das digitale Zentralbank an ein Ablaufdatum gekoppelt sein wird. Im Extremfall heißt das, dass man sein Guthaben binnen weniger Monate oder gar Tage ausgeben muss, andernfalls verfällt es. Darüber hinaus kann diese Art von Währung natürlich auch mit allerhand Restriktionen einhergehen, so dass man beispielsweise ungesunde oder „klimaschädliche” Produkte wie etwa Zigaretten, Alkohol, Fleisch oder Lederwaren gar nicht erst kaufen darf. Das große Problem sieht Wolff hier in der Unwissenheit der meisten Menschen. Tatsächlich haben die wenigsten je etwas vom digitalen Zentralbankgeld, geschweige denn dessen Gefahren, gehört oder die Tragweite des Konzepts dahinter nicht begriffen, so dass viele darin erst einmal nichts Negatives sähen.
Auch die BRICS-Länder sind Teil des Systems
Aufgrund ihrer allzu lockeren und sogar oftmals positiven Haltung zu dieser absolut gläsern machenden Währung sieht Wolff auch in den gegenüber dem Westen antithetisch aufgestellten BRICS-Staaten (unter denen ja teilweise dezidiert antidemokratische Regime sind) keine wirklichen “Freiheitsverfechter”. Auch diese Länder – vor allem die für das Akronym “BRICS” namensgebenden Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und, Südafrika – begrüßten ebenfalls digitale Zentralbankwährungen. In Russland gibt es den digitalen Rubel sogar bereits (wobei das Land, zumindest bislang, noch keine bargeldfeindliche Agenda verfolgt). Auch seien die BRICS-Staaten Klaus Schwab und seinem WEF sehr wohlgesonnen , weshalb Wolff diese Länder ebenfalls kritisch wahrnimmt.
Doch nicht nur BRICS, auch andere Entwicklungs- oder Schwellenländer wie beispielsweise Thailand stehen diesem neuen Geld sehr offen gegenüber, wie in diesem Video (ab Minute 2:19) erläutert wird. Weiter führt Wolff aus, dass es in Nigeria bereits seit fast zwei Jahren digitales Zentralbankgeld – den “eNaira” – gibt, welcher bei den Bürgern allerdings auf sehr wenig Gegenliebe stieß und weiterhin stößt. Infolgedessen kam es zu dort bereits zu Bargeldbeschränkungen; man darf also immer weniger Geld am Bankschalter abheben, was teilweise zu Ausschreitungen führte. Darauf geht der Finanzexperte hier (ab Minute 29) genauer ein.
Das neue Geldsystem ist unausweichlich – doch es gibt Hoffnung
Des Weiteren ist Wolff der Meinung, dass unser Geldsystem aufgrund der horrenden Schulden längst „tot” ist. Dieses System werde „nach allen Regeln der Kunst geplündert“, solange bis das digitale Zentralbank, dessen Vorbereitung auf Hochtouren laufe, bereit zur Einführung sei. Aus dem Grund benötige man in den USA neuerdings auch keinerlei Schuldenobergrenze mehr, denn wenn es soweit ist, gebe es das alte Geldsystem ohnehin nicht mehr. Das neue Geldsystem wird laut Wolff das „perfekte Herrschaftsinstrument” sein. Wann dieses neue Geld in der westlichen Welt eingeführt wird, vermag Wolff nicht genau zu sagen – aber vermutlich werde es innerhalb der nächsten drei Jahre so soweit sein .
Trotz allem ist Ernst Wolff auf lange Sicht sehr zuversichtlich, dass das digitale Zentralbank auf Dauer keinen Bestand haben wird, schon gar nicht wenn es, wie er vermutet, allen ärmeren Bürgern in Form des „bedingungslosen Grundeinkommens” aufgezwungen wird, denn schließlich hat man es hier mit einer künstlich erzeugten Währung zu tun, welche keinerlei Gegenwert besitzt und quasi „aus dem Nichts” erschaffen wird. Früher oder später würden die meisten Menschen auch die damit einhergehende Knechtschaft realisieren und dieses „Geld”, genau wie bereits in Nigeria, meiden wie der Teufel das Weihwasser.
Iris-Scans und Laborfleisch
Darüber hinaus Wolff ein neues Projekt namens „World Coin“, das aus der Feder von Sam Altman (dem Erfinder von ChatPTG) stammt, große Sorgen: Hierbei handelt es sich um eine Kryptowährung, zu der man nur Zugang erhält, wenn man seine Iris (diese ist, wie Fingerabdrücke, bei jedem Menschen einzigartig) scannen lässt. Weltweit hätten davon gegen Bezahlung in Höhe von 50 US-Dollar, welche in “World Coin” ausgezahlt wurden, bereits rund zwei Millionen Menschen Gebrauch gemacht, besonders in der dritten Welt, da die Menschen dort jeden Cent zweimal umdrehen müssen und somit jede geldbringende Schikane erdulden müssen. Diese Verzweiflungstat ist für Wolff ferner ein Beleg für die immer krasser werdende soziale Ungleichheit, die eines der größten Probleme der Welt sei. Mittellose Menschen würden schamlos ausgenutzt und gläsern gemacht. Natürlich wäre es auch sehr gut möglich, dass man auf das digitale Zentralbank auch nur nach einem vorherigen Iris-Scan Zugriff hat.
Eine weitere Planung, vor der Wolff warnt, ist Laborfleisch. Bauern würden wegen immer strikterer Düngevorschriften mehr und mehr gegängelt und sogar enteignet. Laut der grünen Agenda und ihrer Promotoren – dazu zählt Wolff Milliardäre wie Bill Gates, Richard Branson und sogar Elon Musk – sei künstliches Fleisch, das aus dem 3D-Drucker komme, angeblich viel “gesünder” und “klimafreundlicher”, denn schließlich gebe es hier keinen Methanausstoß, keine Massentierhaltung, kein benötigtes Futter sowie Logistik. Die größten Geldgeber dieser Projekte seien die amerikanischen Fleischkonzerne selbst, da diesen klar geworden sei, dass die Zeit des herkömmlichen Fleischs in Zukunft vorbei sei und sie aufgrund nicht mehr erforderlicher kostspieliger Tierhaltung durch synthetisches Ersatzfleisch noch mehr verdienen könnten. Es bedürfte dann lediglich noch 3D-Druckern, die sich überall auf der Welt befinden könnten.
Kritik an der AfD
Die AfD sieht Ernst Wolff, wie alle anderen Parteien und Politiker auch, übrigens sehr kritisch (siehe dieses Interview, ab Minute 5:55) In seinen Augen sind sie alle nichts anderes als Systemmarionetten, die sich dem digital-finanziellen Komplex – dazu zählen etwa Microsoft, Amazon, Meta, Firmen von Elon Musk oder auch Apple – unterwerfen. Die AfD warne zwar vor Masseneinwanderung und wirtschaftlichem Niedergang, äußere sich jedoch nie zu all den von ihm erwähnten Gefahren der Welt, insbesondere natürlich dem digitalen Zentralbankgeld. Auch der angebliche “Nazi-Skandal” um Hubert Aiwanger ist für ihn nur eine riesige Ablenkung vor den wirklich wichtigen Ereignissen im Hintergrund.
Die vorstehende Zusammenfassung einzelner Ansichten Ernst Wolff kann natürlich nur einen unvollständigen und groben Überblick über die meiner Meinung nach wichtigsten Themen bieten, derer sich Wolff in seiner publizistischen Arbeit annimmt. Natürlich gibt es noch viele weitere bedeutende Aspekte, über die er in seinen vielen Interviews spricht, etwa die konkreten Auswirkungen der voranschreitenden Bargeldabschaffung, den Ausbau der Künstlichen Intelligenz (KI), den Klima-Wahn und auch Tipps, wie man sich vor all diesen gefährlichen Entwicklungen schützen kann. Demnächst kann man den Krisenwarner sogar live sehen, da er auf Vortragstour geht (alle Infos zu Terminen und Preisen gibt es hier).
Auch die AfD muss vor diesen Gefahren warnen
Bereits seit zweieinhalb Jahren, also seit der Corona-Zeit, verfolge ich Ernst Wolffs Beiträge regelmäßig, da er viele Themen anschneidet, die man sonst nirgends oder kaum hört. Und auch wenn Wolff kein Freund der AfD ist, so weiß ich, dass ein Großteil seiner Anhänger trotzdem AfD-nah ist. Viele Anhänger dieser Partei fragen sich nämlich zu Recht, warum ihre glorreiche “Lieblingspartei” nicht ebenfalls vor all diesen Entwicklungen warnt. Natürlich tut dies auch kein Mainstreammedium (im Gegenteil traktieren uns diese stattdessen bis zum Erbrechen mit dem angeblich viel zu heißen, nun zu Ende gehenden Sommer oder dem angeblich rechtsradikalen Gebaren eines Politikers, der, zumindest laut Wolff, auch nur eine Marionette des Parteimsystems ist); doch die AfD als Opposition müsste hier deutlicher werden und tut es nicht. Die Frage ist, warum.
Insofern bleibt uns nichts weiter übrig, als weiterhin klugen Insidern wie Ernst Wolff, aber auch Dominik Kettner oder Markus Krall zuzuhören – und an die AfD zu appellieren, als Realopposition doch auch einmal derartige die Menschen umtreibende Hintergrundthemen aufzugreifen, statt immer „nur” über überbordende Zuwanderung, Ausländerkriminalität oder den demografischen Wandel zu reden. Denn die größeren Zusammenhänge sind zweifelsohne ebenfalls von großem Belang. Tatsächlich gibt global betrachtet noch andere wichtige Gegenwarts- und Zukunftsfragen, denen man sich widmen sollte.
