
(Red.) Dieses Interview ist nichts für schwache Nerven: eine schonungslose Darstellung der Korruption und des Verfalls der Vereinigten Staaten von Amerika und des gesamten Westens. Klar wird, daß die Wahl eines neuen Präsidenten in den USA die grundlegenden Probleme nicht wird lösen können (auch wenn dann vielleicht dieser unsäglich tragische Krieg beendet wird). Das gilt auch für Deutschland: wenn die katastrophale „Ampel“ abgewählt wird, wird eine genauso korrupte Koalition von Blackrock und German Marshall Fund und Atlantik Brücke gewählt… Offenbar gehen in den USA einige davon aus, daß die Verelendung eine politische Wende bringen könnte – oh je! Trauriges Abendland! Aber den beschriebenen Zustand sollte man schon zur Kenntnis nehmen.(am)
Stephen Gardner und Col. McGegor sprechen über den Rußland-Ukraine-Krieg und was das Weiße Haus unternimmt, um zu versuchen, den nächsten Präsidenten in den von Biden gewünschten Krieg gegen Wladimir Putin einzubinden.
Stephen Gardner: Bei mir ist heute Colonel Douglas McGregor. Wir werden über den Rußland-Ukraine-Krieg sprechen. Wir werden darüber sprechen, was das Weiße Haus unternimmt, um zu versuchen, den nächsten Präsidenten in den von Biden gewünschten Krieg gegen Wladimir Putin einzubinden. Colonel McGregor, vielen Dank, daß Sie heute bei uns sind.
Douglas McGregor: Gerne.
Stephen Gardner: Sie haben wahrscheinlich die Berichte in den Nachrichten gesehen, daß das Weiße Haus nach Möglichkeiten sucht, den Ausstieg aus dem Rußland-Ukraine-Krieg extrem zu erschweren. Wie will die Biden-Administration es einem künftigen Präsidenten erschweren, aus langfristigen militärischen Unterstützungsabkommen mit der Ukraine auszusteigen, wie wir im Wall Street Journal?
Douglas McGregor: Nun, ich denke, das ist ein wirklich wichtiges Thema, denn es geht in einem breiteren Sinne darum, wie wir diese Katastrophe beenden können. Und was effektiv… Es ist übrigens nicht nur Präsident Biden. Es handelt sich um eine parteiübergreifende Anstrengung der, wie ich es nenne, Einheitspartei, denn er hat die Unterstützung von Republikanern und Demokraten in großer Zahl, um diesen zerstörerischen und sinnlosen Stellvertreterkrieg gegen Rußland so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.
Er ist letztlich daran interessiert, oder zumindest seine Unterstützer oder seine Manager oder Betreuer, wie auch immer man es nennen will, diese Sache auf Dauer am Laufen zu halten. Ich meine, das ist leider ein Goldesel für viele der falschen Leute in Washington. Ein Freund von mir wies mich neulich darauf hin – er sagte: „Doug, wenn du eine Runde um Washington DC gedreht hast, fahre durch Potomac Maryland und dann rüber nach Great Falls und McLean und so weiter und sieh dir die riesigen Anwesen, Villen, wie auch immer du sie nennen willst, an, die in diesen Gegenden vor allem als Folge dieser nicht enden wollenden Serie von Interventionen und Kriegen entstanden sind.“ Das sind Leute, die im größeren Rahmen des militärisch-industriellen Komplexes agiert haben und sich riesige Mengen an Geld in die Taschen gestopft haben.
Die Ukraine verspricht, einen großen Teil davon am Laufen zu halten. Aber nur so nebenbei: Falls die Cashcow Ukraine aus irgendeinem Grund aufhört zu produzieren, haben wir immer noch China und die drohende Gefahr für Taiwan, was natürlich Unsinn ist. Diese Dinge sind also alle Teil derselben Sache: Wie erhalten wir diese 28 Milliarden Dollar hier, 30 Milliarden Dollar dort, mit denen die Leute im Verteidigungsministerium, im Pentagon, in der Rüstungsindustrie usw. sehr, sehr gut bezahlt werden. Das rechtfertigt eine Menge sinnloser Hauptquartiere und Vier-Sterne-Generäle und so weiter.
Vor allem: Es ist egal, was er [Biden] tut, denn man kann Executive Arrangements [Exekutivvereinbarungen] über Nacht rückgängig machen. Sie wissen, daß es sich hier nicht um einen Vertrag handelt, der vom Senat gebilligt wurde und der dann zum Gesetz wird. Was immer er also zu tun gedenkt, wenn er etwas als Executive Arrangement unterzeichnet: Diese Dinge können von einem neuen Präsidenten innerhalb von 24 Stunden wieder rückgängig gemacht werden. Ich sehe das also nicht als so bedrohlich an, wie andere es sehen würden.
Ich denke, es geht um dieses Thema: Washington will diesen Konflikt nicht beenden. Das ist sehr töricht und sehr gefährlich. Die nächste Frage ist also: Wie wird er enden? Nun, ich denke, es gibt drei Möglichkeiten für ein Ende:
Erste Möglichkeit: Zunächst einmal sind die Russen, die sehr bedächtig und sehr vorsichtig gegen die Ukrainer vorgegangen sind, in der Hoffnung, daß sich jemand mit gesundem Menschenverstand meldet und ein Ende in dieser Sache aushandelt, endlich zu dem Schluß gekommen: Nun, das ist hoffnungslos! Sie werden also bis zum Dnjepr-Fluss vordringen. Sie drängen bis nach Kiew und überqueren den Fluß im Süden und nehmen Odessa ein, weil sie keine andere Möglichkeit sehen. Und selbst dann, wenn es keine Bereitschaft gibt, sich zu arrangieren, dann rufen sie weitere vier- oder fünfhunderttausend Soldaten zusammen und gehen bis zur polnischen und rumänischen Grenze vor. Das ist also eine Möglichkeit, wie das Ganze enden könnte.
Die zweite Möglichkeit, wie das endet, ist die Finanzkrise. Wir haben eine Menge… Es ist interessant, heute Morgen die Nachrichten zu sehen und die üblichen Verdächtigen in den verschiedenen Kabelnachrichtensendern sagen: „Oh, was für eine großartige Woche am Aktienmarkt!“ Nun, ich bin sicher, es war eine sehr gute Woche. Aber was sie niemandem sagen, ist, daß wir so nahe an einer Katastrophe wie 1929 sind, wie noch nie in unserer Geschichte. Und plötzlich werden all diese großen Gewinne an den so genannten Aktienmärkten innerhalb weniger Minuten wieder zunichte gemacht. Und warum? Jeder wird mit einer anderen Theorie kommen. Aber die Anleiherenditen sind gestiegen. Die Kurse [der Anleihen] sind gesunken. Und irgendwann werden sich viele Banken in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt all diese Staatsanleihen ansehen, in die sie vor 20 Jahren investiert haben, als die Zinsen noch sehr, sehr niedrig waren, und feststellen: „Meine Güte! Sie sind wertlos! Wie kann ich diese verdammten Dinger loswerden?“ Und wenn das passiert, wird es zu einem Ausverkauf kommen, wie ihn noch niemand erlebt hat, und das wird zu einer Implosion des Finanzsystems führen.
Jetzt werden einige Leute auftreten und sagen: „Nun, sehen Sie, das ist den Briten vor nicht allzu langer Zeit passiert – ich glaube, im Frühjahr, im März – und die Bank von England sagte: Nein, nein, nein, nein. Wir werden aufkaufen, was immer nötig ist, und sie haben es geschafft, die Krise zu überwinden.“ Nun, die gleichen Bedingungen, die vor einigen Monaten für Großbritannien galten, gelten dort immer noch und sie gelten auch hier, und sie werden nicht in der Lage sein, das zu überwinden. Und wir können nicht einfach all diese Anleihen aufkaufen. Das ist einfach nicht möglich.
Wenn man nun noch die toxischen Schulden hinzufügt, die bereits in den Tabellen und Bilanzen der Federal Reserve stehen, geht es sogar noch weiter. Schauen Sie sich die Banken im ganzen Land an. Die Silicon Valley Bank war nur der Anfang. Es sind noch mehr Banken zusammengebrochen. Wir hören immer wieder, daß noch mehr Banken scheitern werden. Irgendwann scheitert alles. Wenn Sie nun jemanden wie Nasim Talib fragen – das ist der Mann, der das Konzept des Schwarzen Schwans erfunden hat – wann wird das alles passieren? Und er wird Sie ansehen und sagen: „Nun, Armageddon ist in Sicht. Aber ich kann Ihnen nicht sagen, wann es eintreten wird.“ Ich kann es auch nicht. Aber es ist ganz sicher da.
Und dann gibt es noch diese anderen exogenen Kräfte, Dinge außerhalb der Vereinigten Staaten, wie der Krieg in der Ukraine. Was in der Ukraine passiert, scheint den meisten Amerikanern nicht sehr wichtig zu sein. Aber lassen Sie mich Ihnen etwas sagen: Wenn die Russen weitermachen und alles zerstören und sich dann nach Westen bewegen, wird das große Auswirkungen in Europa haben, und diese Auswirkungen werden auch hier zu spüren sein.
Und die Europäer sind schließlich in wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht anfälliger als wir, wie Sie wissen. Deutschland und Frankreich sind wirklich die wichtigsten Staaten in Europa. Deutschland befindet sich bereits in einer tiefen Rezession, aus der es keinen einfachen Ausweg gibt. Seitdem sie beschlossen haben, sich an diesem antirussischen Stellvertreterkrieg zu beteiligen, befinden sie sich auf einem Pfad des nationalen Selbstmords. Ich sehe keinen einfachen Weg für sie, da herauszukommen. Frankreich ist offensichtlich. In Frankreich brodelt es vor Wut und Feindseligkeit, weil Millionen von Nichteuropäern in das Land geströmt sind und die Existenz Frankreichs bedrohen – nicht nur die französische nationale Identität, die französische Geschichte und Kultur, sondern Frankreich, den Nationalstaat selbst. Das übrige Europa schaut zu, und Sie wissen ja, was man über Paris immer sagt: Wenn Paris hustet, erkältet sich der Rest von Europa. Und ich glaube, daß wir etwas sehr Ähnliches erleben werden.
Um es also kurz zusammenzufassen: Das ist eine andere Art, den Krieg zu beenden: Alle gehen über Nacht pleite, reduzieren ihre Verluste und steigen aus. Und die Europäer ziehen sich bereits zurück. Wir nicht, denn ehrlich gesagt sind 28 Milliarden Dollar für uns nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man 34 Billionen Dollar Schulden hat und das Verhältnis von Schulden zu BIP fast bei 120 Prozent liegt. Was machen da weitere 28 Milliarden aus? Und genau da stehen wir jetzt.
Das ist also eine Möglichkeit, und dann gibt es noch eine andere Möglichkeit, die jeder will, für die aber niemand Beweise finden kann. Und zwar, daß, wenn jemand entweder in Europa oder sogar hier in den Vereinigten Staaten vortritt und sagt: „Wir wollen einen Ausweg. Wir wollen das beenden.“ Nun, ich sehe nicht, daß das in Washington passiert. Die einzige andere Möglichkeit ist also, daß die Europäer sich von uns lösen. Und das würde natürlich im Grunde das Ende der NATO bedeuten. Die EU hängt bereits am Tropf. Jeder haßt die EU. Man kann in jedem Land andere Gründe finden. Die Deutschen mögen sie nicht, weil sie es leid sind, die Melkkuh für Europa zu sein. Aber alle anderen in Europa schieben die Schuld für ihre Probleme gerne auf die Deutschen, so daß dies eine bizarre Konstellation ist. Aber alle haben die Nase voll von der EU.
Und das ist der Grund, warum niemand in Washington und erst recht keine der derzeitigen Regierungen in Europa bereit sind, vorzutreten und Frieden zu schließen, denn das wäre eine existenzielle Bedrohung für sie. Sie [die Regierungen] befinden sich im Krieg mit dem russischen Staat und dem russischen Volk. Der Rest von uns [das Volk] nicht.
Sie befinden sich im Krieg, weil sie beschlossen haben, daß Rußland, dieser letzte verbliebene Nationalstaat in Europa, seine Grenzen nicht für Millionen von Nichteuropäern und Nichtchristen öffnen wird. Es gibt zwar 20, 25 Prozent Muslime. Aber diese Muslime sind überwiegend sehr zufrieden damit, in Rußland zu leben. Und das ist übrigens nichts Neues. Im Jahr 1915 dachten die Türken, sie würden einen islamistischen Kreuzzug starten und alle Muslime aus dem zaristischen Rußland befreien. Sie durchquerten den Kaukasus und stellten fest, daß niemand an einer Befreiung interessiert war, denn die Menschen waren mit dem Leben unter dem Zaren zufrieden. Eine ähnliche Situation haben wir heute in Moskau.
Aber der Punkt ist, daß Rußland sich nicht unterkriegen lassen wird. Es wird sich unserer finanziellen Hegemonie nicht beugen. Es wird unsere militärische Vorherrschaft nicht dulden. Es wird sich nicht mit unserer politischen Vorherrschaft abfinden. Die einzige [die dritte] Möglichkeit, dies zu beenden, besteht also darin, daß die Europäer vortreten und sagen: „Genug ist genug!“ Und das ist natürlich etwas, das wir [die amerikanische Regierung] nicht wollen. Aber ehrlich gesagt, ich denke, wir tun alles, was in unserer Macht steht, um das zu erreichen.
Stephen Gardner: Ja. Ein gemeinsamer Freund von uns, Max Blumenthal von der Grayzone, hatte in einem Interview mit mir erwähnt, daß, wenn er in Washington DC herumfährt, überall diese großen Villen auftauchen. Und wenn man genauer recherchiert, sind sie fast alle mit dem militärisch-industriellen Komplex verbunden. Er sagt also, einerseits hissen sie die ukrainische Flagge, andererseits können sie ihre Hypotheken nicht mehr bezahlen, wenn der Krieg aufhört. Sie haben also einen größeren Anreiz, die Sache am Laufen zu halten.
Die andere Sache, die mir in der letzten Woche aufgefallen ist, war, daß ich Ray McGovern zu Gast hatte und er sagte, ob es nun stimmt oder nicht, Rußland muß Amerikas Buhmann sein, sonst kann man einen 800 Milliarden Dollar schweren Militärhaushalt nicht rechtfertigen. Was denken Sie über die Bemerkung von Herrn McGovern?
Douglas McGregor: Nun, wissen Sie, Ray ist ein großartiger Mensch. Er hat gute Argumente. Aber er hat Unrecht. Wenn man Rußland aus der Gleichung herausnimmt, hat man China.
Stephen Gardner: Okay, sie bekommen einfach einen neuen Buhmann.
Douglas McGregor: Ja, ich meine, das ist es. Und, wissen Sie, die Leute sagen immer: „Oh, du verstehst China einfach nicht!“ Und ich sage immer: „Wie oft warst du schon in Nordostasien? Wie viele Menschen kennst du in der Region? Was weißt Du über die chinesische Geschichte, Kultur und Zivilisation? Die Chinesen sind wahrscheinlich die älteste kontinuierliche Zivilisation auf dem Planeten. Wo sind die Beweise für all die finsteren Motive und Pläne, die du ihnen unterstellst? Ich sehe sie nicht!“ Wenn man sich die Grenzen des heutigen China genau ansieht, ist es so ziemlich da, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts war. Es hat sich bis an die Grenzen seiner Möglichkeiten ausgedehnt. Es kann nicht mehr weiter expandieren. Das Land hat 1,4 Milliarden Menschen. Xi wacht nicht jeden Morgen auf und denkt darüber nach, wie er Amerika angreifen kann. Xi wacht jeden Morgen auf und überlegt, wie er China zusammenhalten kann. Ich glaube nicht, daß die Menschen das verstehen.
Und sie wollen die Chinesen für das Fentanyl verantwortlich machen. Nun, die Chinesen stellen es her und verkaufen es. In vielen Fällen ist es das chinesische organisierte Verbrechen. Und in einem Land mit 1,4 Milliarden Einwohnern gibt es eine lange, lange Geschichte der Kriminalität und der, wie ich es nennen würde, Schwarzmarktgeschäfte. Es ist ziemlich schwierig, gegen all das vorzugehen und es zusammenzuhalten. Aber im Falle Chinas kommt das Zeug über die Drogenkartelle aus Mexiko und dem Karibischen Becken in die Vereinigten Staaten. Diese sind Ihr Problem, nicht China.
Also schließen Sie die Grenze, sichern Sie die Grenze und stellen Sie die Rechtsstaatlichkeit innerhalb der Vereinigten Staaten wieder her. Hören Sie auf mit diesem Unsinn, Kriminelle freizulassen und Menschen auf die Finger zu klopfen, die ehrlicherweise wahrscheinlich hingerichtet werden sollten, und installieren Sie stattdessen eine Regierung, die das Volk schützt. Denken Sie daran: Die Regierung muß drei Dinge tun: Sie muß die Bevölkerung schützen, sie muß die Bevölkerung beherbergen und sie muß die Bevölkerung ernähren.
Xi tut das. Putin tut das. Unsere Regierung tut das nicht. Sie beschützt uns nicht im Geringsten. Sie brauchen nur die Zeitungen aufzuschlagen und das Kabelfernsehen zu sehen: Sie bekommen nur einen Bruchteil dessen mit, was tatsächlich passiert. Aber die Kriminalität in unserem Land ist epidemisch. Ich meine, wenn man in Philadelphia an eine Tankstelle geht, kann man von Glück sagen, daß man nicht auf der Stelle erschossen wird, wissen Sie. Wenn Sie einkaufen wollen, können Sie das nicht. Der Laden wurde geplündert. Alle großen Geschäfte ziehen weg. Sehen Sie sich San Francisco, Los Angeles, Chicago, Philadelphia an! Es ist schrecklich! Aber niemand will, daß man sich das ansieht. Es ist fast so, als würde man sagen: „Kümmert euch nicht darum! Seht euch die Bedrohung aus Rußland an! Seht euch die Bedrohung aus China an!“
Aber die Wahrheit ist, daß die Ukraine für uns nicht von strategischem vitalem Interesse ist. Das war sie nie. Und das Regime, das in Kiew sitzt, ist wohl kaum der Inbegriff einer liberalen Demokratie. Es ist das Gegenteil. Es ist schlimmer als das. Es ist schon fast stalinistisch. Es ist ein Staat des organisierten Verbrechens. Das war er schon, als der Krieg begann. Das ist also alles Blödsinn.
Aber weißt du, Max hat Recht, daß die Leute enorm davon profitieren und nicht glauben, daß es ihnen schadet.
Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit, und die ist, daß wir dumm sind. Wir machen dumme Sachen und versuchen, in letzter Minute in der Westukraine zu intervenieren, um unsere Glaubwürdigkeit zu retten, die ja ohnehin schon bei den meisten Menschen in der Welt in der Gosse liegt, und wir lösen einen großen Krieg mit den Russen aus.
Was wir im Moment nicht verstehen, ist, daß wir die Chinesen jahrelang bedroht und schikaniert haben, bis zu dem Punkt, an dem die Chinesen überzeugt sind, daß sie sich darauf vorbereiten müssen, sich gegen uns und unsere Angriffe zu verteidigen. Was werden sie also tun? Nun, sie werden sich mit den Russen zusammenschließen. Sie befinden sich also in einem Krieg, in den nicht nur der russische Staat und seine Streitkräfte verwickelt sind – die übrigens besser und fähiger sind als die chinesischen –, aber trotzdem. Die chinesische wissenschaftliche und industrielle Macht und deren Arbeitskräfte verbinden sich mit Rußland.
Und was ist mit dem Rest der Welt? Man muß sich nur die BRICS ansehen. Schauen Sie sich die jüngste Aufnahme von Saudi-Arabien in die BRICS an, deren Bedeutung für uns nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, weil es um den Petrodollar geht. Saudi-Arabien hat gerade angekündigt, daß es der BRICS beitreten wird. Sie planen, dieser neuen goldgedeckten Währung beizutreten. Was passiert mit unserer finanziellen Hegemonie? Sie wird ausgehöhlt, während wir hier sitzen und reden. Die Welt wird sich de-dollarisieren. Das wird nicht über Nacht geschehen. Es wird nicht in sechs Monaten passieren. Es wird in einem Jahr, in zwei Jahren oder in drei Jahren geschehen. Aber die Handschrift ist an der Wand zu erkennen. Und warum? Alle haben die Nase voll von uns!
Max hat also recht. Aber es ist noch schlimmer, als Max meint. Wir haben diese ganze herrschende politische Klasse geschaffen, die vollständig von staatlichen Zuwendungen abhängig ist. Es ist in ihrem Interesse, diese Dinge zu tun. Und deshalb habe ich in meinen Gesprächen mit den Leuten immer gesagt: „Wie erklären Sie sich die offenen Grenzen? Ich meine, was zum Teufel ist hier los? Warum sollten wir so etwas tun? Warum sollten wir Millionen von Menschen aus allen möglichen Ländern in dieses Land einladen? Es geht nicht mehr nur um Lateinamerika. Ein Drittel der mexikanischen Bevölkerung oder mehr lebt ohnehin in unserem Land. Aber jetzt geht es darüber hinaus. Sie nehmen Menschen aus Afrika, dem Nahen Osten, dem indischen Subkontinent und Asien auf. Warum, warum, warum?“
Nun, es schafft eher die Illusion oder zumindest die Möglichkeit, daß Sie und ich und andere Amerikaner wie wir nie wieder eine Wahl gewinnen könnten. Daß unsere Bevölkerung durch all diese Nicht-Amerikaner, die in unserem Land willkommen geheißen wurden, so verwässert ist, daß wir keine Chance haben, uns jemals wieder selbst zu regieren. Wir werden von dieser politischen Klasse regiert werden, die sich bequem auf dem Fundament all dieser Ausländer ausruht. Das ist eine sehr gefährliche Sache, die für die Zukunft der Vereinigten Staaten nichts Gutes verheißt, denn irgendwann, wenn es hart auf hart kommt und die Leute nichts mehr zu essen haben, unterscheiden sich die Amerikaner nicht von Franzosen oder Deutschen oder sonst jemandem. Sie fangen an, sich umzusehen und zu sagen: „Moment mal, warum kann ich nichts zu essen finden? Weil dieser Mensch da drüben, der nicht einmal Amerikaner ist, um dieselbe Sache konkurriert wie ich. Warum ist er hier? Warum genießt er Rechte?“
Deshalb habe ich die Tatsache angesprochen, daß all diese so genannten Migranten, die Illegalen, wie immer man sie nennen will, „Asylbewerber“ – was ein großer Unsinn ist –, die ins Land gelassen werden, 2.200 Dollar im Monat bekommen. Dann wird ihnen gesagt: „Hier ist ein Ticket dorthin, wo immer ihr in den Vereinigten Staaten hinwollt. Wir schicken euch hin.“ Aber wir zahlen dem durchschnittlichen amerikanischen Arbeiter, der sein ganzes Leben lang arbeitet und in die Sozialversicherung einzahlt, nicht mehr als etwa 1.400 Dollar im Monat oder können es nicht. Was ist an diesem Bild falsch? Das ist doch Wahnsinn!
Diese herrschende Klasse in Washington muß also verschwinden! Das Problem ist, wie wird man sie los? Wie entsorgt man sie? Wie vertreibt man sie von der Macht? Das ist es, was geschehen muß. Wir müssen das tun, und die Amerikaner müssen aufwachen und verstehen, daß dieses Zweiparteiensystem eine Illusion ist. Sie stecken alle unter einer Decke. Ich meine, für jeden Chip Roy oder Andy Biggs gibt es 10 oder 20 andere im Repräsentantenhaus, die Teil des Problems sind. Wissen Sie, für jeden Rand Paul oder Mike Lee gibt es 10 oder 20 weitere Senatoren, die Teil des Problems sind, und sie verstehen nicht, warum Mike Lee und Rand Paul und Chip Roy und Andy Biggs nicht mit ausgestreckten Händen in der Schlange stehen, um zu kassieren. Sie verstehen es nicht.
Das ist also im Moment ein unlösbares Problem. Aber es wird gelöst werden, weil andere Dinge, die wir nicht vorhersagen können – dieses Armageddon, von dem Nasim Talib im Finanzsektor spricht, die Tatsache, daß… Wissen Sie, wir sagen, uns geht es wirtschaftlich wirklich gut. Wozu sind dann all diese Zeltstädte voller Obdachloser da? Wissen Sie, was dort passiert? Was ist mit den Gehältern und den Löhnen? Wie sieht es mit Wohnraum aus? Wissen Sie, ich habe RFK Jr. zugehört. Er erwähnte, daß wir einen Punkt erreichen, an dem sich der Durchschnittsamerikaner kein Haus mehr leisten kann. Ich meine, die Zinssätze steigen und steigen und steigen, und er kann unmöglich das Geld aufbringen. Aber es gibt einen Retter im Hintergrund, die Banker. Sie haben jede Menge Bargeld. Sie kaufen die Häuser auf. Und schon bald, denke ich, erwarten sie, daß wir alle zu glücklichen Leibeigenen auf ihren Plantagen werden und in Häusern leben, die ihnen gehören und für die wir sie bezahlen. Ich meine, das ist eine schlechte Nachricht. So kann es nicht weitergehen. Das ist unamerikanisch.
All diese Dinge werden zum Ende dieser Katastrophe in der Ukraine beitragen. Und wenn sie endet, wird sie aus all diesen Gründen enden. Nicht nur wegen der Geschehnisse vor Ort. Denn der Krieg ist eindeutig vorbei. Die Menschen sagen jetzt endlich: „Weißt du, McGregor, du hattest recht. Du hast die Wahrheit gesagt.“ 400.000 tote Ukrainer. Die Ukrainer selbst hatten das versehentlich zugegeben, als sie sagten, daß wir die großartigen Leistungen all dieser patriotischen Helden feiern müssen und 400.000 Tote erwähnten. Das sind mehr Tote, als wir in den drei Jahren des Zweiten Weltkriegs zu beklagen hatten. Denken Sie darüber nach. Und die meisten unserer Verluste waren gegen die Deutschen – eine Armee, die keine taktische Luftabwehr hatte und bereits zwischen mehreren Fronten hin- und hergerissen war und versuchte, die sowjetische Militärmaschinerie daran zu hindern, das zu zerstören, was von der westlichen Zivilisation noch übrig war. Wem machen wir also etwas vor? Das wird nicht von Dauer sein. So kann es nicht weitergehen. Alles wird sich ändern.
Aber es wird sich nicht ändern, nur weil jemand aufsteht und sagt: Stopp! Stopp! Ich meine, ich wünschte, jemand würde die Wahrheit sagen: „Nun, wissen Sie, wir müssen unsere Schulden umstrukturieren.“ Oh nein, nein, nein! Das würde Zahlungsunfähigkeit bedeuten! Nun, man nennt es auch Umstrukturierung. FDR hat das zweimal gemacht, als er Präsident war. Wir müssen es tun. Wir können nicht mehr so weitermachen, weil die Zinssätze nicht mehr wirklich unter der Kontrolle von Jerome Powell stehen. Wissen Sie, er hat in Wyoming eine lächerliche Erklärung abgegeben, in der er sagte: „Nun, es gibt immer Ungewißheit, wenn man versucht, Ereignisse vorherzusagen, und heute ist ein wolkiger Tag…“ Häh? Sie sind der Vorsitzende der FED, und das ist es, was Sie uns sagen wollen?
Stephen Gardner: Der Wetterbericht!
Douglas McGregor: Ja, ich meine, diese ganze Sache ist eine Fassade! Es wird alles auseinanderfallen. Aber wir wissen nicht genau, wann, und bis dahin wird Ihnen Ihre Regierung sagen: „Oh, macht euch keine Sorgen! Seid glücklich! Geht einkaufen! Gebt Geld aus!“
Nun, wissen Sie, ich glaube, es gibt eine Aussage aus einem meiner Lieblingsfilme – wie hieß er noch gleich – Dodgeball – „die alte Strategie, Baumwolle, mal sehen, wie das klappt“. Ich denke, das ist die Richtung, in die wir gehen werden.
Stephen Gardner: Okay. Wie würde jemand wie Donald Trump oder Robert F. Kennedy Jr. an die Beendigung des Krieges herangehen und die Kommunikation mit Putin angehen – im Vergleich zu Joe Biden, der lieber im Urlaub ist, als zu versuchen, mit einem anderen globalen Führer zu kommunizieren – was können Sie sich vorstellen, wie sie an die Beendigung dieses Krieges herangehen würden?
Douglas McGregor: Das erste, was einer von ihnen tun muß, ohne Moskau oder irgendjemand anderen anzurufen, ist, Kiew anzurufen und einfach zu sagen: „Meine Herren – wenn Sie diesen Begriff verwenden wollen, würde ich das nicht tun –, wir stellen die Hilfe für Sie sofort ein und wir ziehen das gesamte US-Militärpersonal, das Unterstützungspersonal und die Söldner in und ohne Uniform sofort ab.“ Wenn Sie diese beiden Dinge tun, werden die Russen mit Ihnen reden.
Dann können Sie sagen: „Ich rufe Moskau an und sage: ‚Sehen Sie, das sind die Entscheidungen, die ich getroffen habe. Laßt uns zwei Wochen warten und ihr werdet sehen, daß das, was wir im Wesentlichen angeordnet haben, auch tatsächlich passiert.‘“ Denn die Russen werden das nicht ernst nehmen, bevor sie nicht echte Taten sehen. Das sind nicht nur Signale. Das sind dramatische Aktionen, die sagen: „Wir wollen diesen Konflikt beenden.“ Dann werden die Russen mit Ihnen reden. Und wenn man mit den Russen spricht, muß man sich hinsetzen, einen Kaffee oder Tee trinken oder was auch immer sie einem geben wollen, und dann den Russen zuhören.
All dies ist geschehen, weil wir uns seit Jahrzehnten weigern, auf jemanden in Moskau zu hören. Das war natürlich das Argument von George F. Kennan: „Hört auf die Russen! Man wird sie vielleicht nicht immer verstehen, aber wenn man ihnen aufmerksam zuhört, werden sie ihren Standpunkt und die Gründe dafür erklären.“ Nun, man kann das akzeptieren oder nicht. Aber an diesem Punkt, denke ich, gibt es eine Chance, ein Ende dieser schrecklichen, schrecklichen, schrecklichen Tragödie auszuhandeln. Aber wir können da nicht reingehen und Bedingungen stellen. Wir können keine Forderungen stellen, denn dieser Krieg ist vorbei. Er ist verloren.
Werden wir nun hergehen und versuchen, diese Sache mit militärischer Gewalt zu retten? Ich glaube, das wäre eine große Katastrophe für uns. Ich sehe darin nichts Gutes für uns und ich sehe auch nicht, daß das für Europa etwas Gutes wäre.
Stephen Gardner: Ja, das ist meine Sorge, wie Sie bereits erwähnt haben: Wenn wir versuchen, die Westukraine zu retten, werden wir in etwas hineingezogen, an dem wir nicht beteiligt sein wollen, anstatt es der Westukraine zu sagen: „Wir sind fertig. Ihr könnt alleine weiter kämpfen, aber wir wollen, daß diese andere nukleare Supermacht sieht, daß wir uns zurückziehen. Wir schaffen Raum, und dann werden wir mit offenen Händen kommen: Keine Waffen und wir werden eine Diskussion führen und diesen Krieg beenden.“
Ich glaube nicht, daß Biden das tun will. Er zeigt keinerlei solche Signale. Aber inzwischen sagen Donald Trump und RFK Jr. Dinge wie: „Das ist genau das, was ich zuerst tun würde.“ RFK Jr. sagte: „Ich würde sofort versuchen, Putin ans Telefon zu bekommen. Jeder, den ich jemals vor Gericht verklagen mußte, war ein Feind. Aber wir waren immer in der Lage zu kommunizieren. Wir waren immer in der Lage, die Seite des anderen zu sehen, während wir ein Problem gelöst haben. Und das scheint die Art von Führung zu sein, die sich die Amerikaner wünschen. Und doch haben wir diesen Mann am Hals, der einfach nicht von der Bühne herunterkommt. Es ist schon peinlich.
Douglas McGregor: Nun, ich glaube nicht, daß er für irgendetwas verantwortlich ist. Ich glaube, daß auf der Linken mächtige Kräfte hinter ihm stehen. Ich bezeichne sie manchmal als linke Oligarchen. Ich habe mir sagen lassen, daß George Soros von Anfang an quasi der nationale Sicherheitsberater im Schatten war. Das ist also das schlimmste Gift, das man jemandem im Weißen Haus ins Ohr flüstern kann. Aber ich würde nicht das Wort „Rückzug“ verwenden, wenn Sie das tun. Jeder bekommt einen Herzinfarkt: „Oh, wir haben verloren!“
Nun, ich habe Neuigkeiten für Sie: Wir haben in Vietnam verloren und wir haben dort verloren, weil es eine sehr dumme Idee war. Wir waren sechs-, sieben-, acht-, neuntausend Meilen von zu Hause entfernt. Wir haben in einem Krieg gekämpft, den wir nicht einmal verstanden haben. Das Gleiche machen wir jetzt. Das hier ist sechs-, sieben-, achttausend Meilen entfernt. Wir verstehen nicht, worum es hier wirklich geht. Wir haben es nie verstanden. Es interessiert uns nicht. Unser Interesse war dieses absurde Ziel, Putin aus dem Amt zu entfernen, den russischen Staat zu zerstören und ihn dann seiner Ressourcen zu berauben und ihn dank des Globalismus zu einem Teil unserer utopischen westlichen Welt zu machen. Nein danke! Das wird nicht passieren. Es hat in Westeuropa nicht funktioniert. Es funktioniert auch hier nicht sehr gut.
Sie können also zum Telefon greifen und sie [die Russen] anrufen. Sie werden nicht darauf achten, was du sagst. Sie werden darauf achten, was Du tust, und deshalb sage ich, das Erste, was getan werden muß, ist: Stellt die Hilfe ein, zieht alle eure uniformierten oder zivilen Söldner, Militärberater, was auch immer, ab und schafft sie aus dem Land. Dann, denke ich, wären die Russen gerne bereit, sich hinzusetzen und zu reden. Aber man muß sich anhören, was sie sagen. Es geht nicht darum, daß RFK Jr. oder Donald Trump mit der Lösung daherkommen. Sie können es versuchen. Aber man muß die Russen wirklich ihre Position und ihre Mindestanforderungen darlegen lassen, denn man wird sie wahrscheinlich akzeptieren müssen, wenn man ihnen nicht den Krieg erklären und diese Tragödie unnötig ausweiten will.
Stephen Gardner: Gut. Noch zwei Fragen, dann lasse ich Sie gehen. Ich weiß Ihre Zeit zu schätzen. Die letzten beiden Fragen sind ein bißchen politisch, also werde ich versuchen, es militärisch zu halten. Aber wir haben einen amtierenden Präsidenten, der als Vizepräsident mehrere gefälschte E-Mail-Konten hatte. Gestern stand auf der Titelseite der Daily News, daß man 5.400 E-Mails zwischen ihm und seinem Sohn Hunter und anderen ausländischen Führern gefunden hat. Heute wurden 1.000 E-Mails zwischen der E-Mail-Adresse von Präsident oder Vizepräsident Biden und der Anwaltskanzlei von Hunter Biden gefunden, in denen um Gefallen, Bedürfnisse und bevorstehende Ereignisse gebeten wird. Warum um alles in der Welt sollte ein Vizepräsident inkognito unter falschem Namen und mit falschen E-Mails arbeiten? Das ist völlig unlogisch.
Douglas McGregor: Nun, er muß es tun, denn sein Handeln ist illegal. Das ist die einfache Antwort auf diese Frage. Er vergrößert seinen und seiner Familie Reichtum mit Hilfe von Regierungseinfluß und -instrumenten. Das ist im Grunde genommen illegal und inakzeptabel.
Aber bedenken Sie, daß Washington ein stagnierender Sumpf der Korruption ist. Ich meine, es wäre ein Witz, wenn irgendjemand mit Ausnahme von Leuten wie Rand Paul oder Mike Lee oder, wie ich sagte, Chip Roy oder Andy Biggs aufstehen und sagen würde: „Das ist eine Schande“, denn diese Leute wären Heuchler. Wissen Sie, haben Sie schon einmal etwas von „Insiderhandel“ gehört? Wie kommt es, daß Leute mit ein paar Hunderttausend oder vielleicht einer Million Dollar auftauchen und Jahre später mit 10, 15, 20 Millionen wieder gehen? Nun ja, durch Insiderhandel. Die Leute kommen und geben ihnen Tipps oder sie rufen an und sagen: „Hey, was meint ihr, Oscar, Otto, Max, was soll ich… Wo soll ich mein Geld anlegen?“ – „Nun, wenn du das machst, wirst du eine Menge Geld verdienen!“ Okay, und dann sagt jemand: „Bist du daran beteiligt?“ – „Auf keinen Fall! Das würde ich nie tun!“ Wir wissen nicht, wie viele Leute auf dem Capitol Hill auch mit Biden zu tun haben. Es ist wahrscheinlich eine Schlangengrube, in der sich viele Schlangen tummeln.
Genau das ist das Problem des Systems. Irgendwann bricht jede staatliche Struktur zusammen. Irgendwann versagt das System. Wir sind am Versagen. Die Amerikaner haben es nicht bemerkt, denn die Schecks kommen weiterhin an. Solange die Schecks ausgestellt und die Lebensmittelmarken ausgegeben werden, sagen alle: „Na ja, dann muß ja alles in Ordnung sein.“ Nein! Es ist nicht in Ordnung!
Wir denken, daß wir uns von den Problemen, die wir mit den Lebensmittelketten, den Lieferketten und den Versorgungsketten hatten, erholt haben. Vergessen Sie es! Die sind immer noch da.
Und unsere Position in Übersee ist anfälliger als je zuvor. Sehen Sie sich den Energiesektor an. Diese Regierung hat so ziemlich alles getan, was sie tun konnte, um ihn zu zerstören. Und genau das ist das Problem für einen RFK Jr. oder einen Donald J. Trump. Sie kommen rein. Sie gewinnen. Und dann?
Es wird ein Jahrzehnt dauern, bis wir uns von dem Schaden erholt haben, den wir uns selbst zugefügt haben. Zugegebenermaßen hat sich ein großer Teil dieses Schadens über 30 Jahre hinweg angesammelt. Ich könnte Sie in die Clinton-Ära zurückversetzen und Ihnen zeigen, wo der Schaden wirklich losging. Wir können sogar bis in die Reagan-Ära zurückgehen, wo der plötzliche Export von Arbeitsplätzen und Produktionsstätten ins Ausland richtig losging. Es war Reagan, der die Amnestie unter der Prämisse verkündete: „Gut, wir machen diese einmalige Amnestie und dann wird alles besser werden.“ [Immigration Reform and Control Act of 1986 (IRCA), der Bestimmungen zur Amnestie enthielt. Amnestie bezeichnete in diesem Zusammenhang ein Programm, das bestimmten Einwanderern ohne Papiere, die sich über einen längeren Zeitraum in den Vereinigten Staaten aufhielten, einen legalen Status und einen Weg zur Staatsbürgerschaft gewährte.] Nun, die einmalige Amnestie war eine Einladung an weitere Millionen, in die Vereinigten Staaten zu kommen. Das heißt also, daß es sich um alte Probleme handelt.
Über die letzten zweieinhalb Jahre hat der Krebs metastasiert. Es hat sich von etwas, das eliminiert oder effektiv behandelt hätte werden können, zu diesem gewaltigen Krebs entwickelt, der den gesamten politischen Körper befällt, unsere Wirtschaft und das Finanzsystem. Alles ist krank. Wie heilt man es? Nun, man heilt es schnell, wenn man bereit ist, sehr harte Maßnahmen zu ergreifen. Niemand wird derzeit harte Maßnahmen akzeptieren. Aber Menschen akzeptieren harte Maßnahmen, wenn ihr Leben platzt, wenn es ihnen schlecht geht, wenn sie nicht genug zu essen haben und sich nicht um ihre Familien kümmern können. Dann ändern sich die Dinge. Davon sind wir noch entfernt, aber ich würde nicht sagen, daß wir weit davon entfernt sind. Und wieder: ich fordere die Leute auf, durch das Land zu reisen. Schauen Sie sich die Lebensmittel-Tafeln an. Wie können wir diese Lebensmittel-Tafeln in Betrieb halten? Die Nahrungsmittel-Tafeln sind lebenswichtig und unverzichtbar. Ich wohne 65 Meilen westlich von Washington DC. Die Tafeln hier draußen werden routinemäßig geleert. Wir bringen alle Nahrungsmittel hin, und es gibt so viele Leute, die sie brauchen, sie tauchen auf. Das ist gar nicht so weit von der Hauptstadt entfernt. Wie ist das 600 Meilen von hier? Es ist noch viel schlimmer. Die Washington-Blase ist eine Gefahr, wenn man darin lebt, denkt man: „Oh, alles ist gut. Es geht mir gut. Den Leuten geht es gut. Schau, wie glücklich sie sind!“ So ist es aber nicht!
Stephen Gardner: Ja. Ich erinnere mich, daß ein Milliardär, Peter Thiel, einmal sagte: „Sie halten dich mit deinem Handy abgelenkt, damit du nicht merkst, daß die Straßen und U-Bahnen seit 50 Jahren nicht repariert wurden.“ Es ist wie: „Okay, wir können diese Hardware-Updates nicht machen, aber wir lenken Sie mit Software-Updates ab.“
Douglas McGregor: Das sind die Ruinen des Imperiums hier und in Großbritannien. Als ich anfing nach Großbritannien zu reisen, war ich erstaunt über die minderwertige Infrastruktur. Die Bahnlinien und so weiter. Ich bin in North Philadelphia aufgewachsen und bin regelmäßig auf den Eisenbahnlinien von Pennsylvania und Redding gefahren. Und am Ende landete ich auf diesem Unsinn von Metro Rail. All das ist antiquiert. Man nimmt sein Handy und ist immer noch von Masten abhängig. In China ist es satellitengestützt. In Japan und Korea ist es satellitengestützt.
Warum liegen wir so zurück? Als Obama das Infrastrukturgesetz auf den Weg brachte, war eines der ersten Dinge, die in den Diskussionen in der Regierung und im Militär auftauchten: „Wir müssen die Stromleitungen begraben! Es sollten keine Stromleitungen über der Erde sichtbar sein. Es ist eine Sache der nationalen Sicherheit. Und wenn wir schon dabei sind: Wir müssen das Stromnetz reparieren.“ Was haben wir gemacht? Nichts!
Wohin ist das Geld gegangen? Unterstützer, Spender! Ich meine, das ist außer Kontrolle geraten. Es muß aufhören.
Die Römer hatten einen Begriff für diese Art von Situation. Er heißt „Ausnahmezustand“ und während eines „Ausnahmezustandes“ ernannten sie zunächst zwei Konsuln, später nur noch einen, und alle stimmten zu, daß zum Wohle des römischen Staates und seines Überlebens jeder nun tun würde, was der Anführer sagte. Mit anderen Worten: Die normalen Geschäftsansätze, die normalen Gesetze wurden alle ausgesetzt, weil es so schlecht lief, daß der römische Staat ohne Notfallmaßnahmen scheitern würde. Ich denke, wir befinden uns bereits im „Ausnahmezustand“. Wann also erklären wir ihn und wie retten wir uns aus dieser schrecklichen Situation?
Das ist der Grund, warum ich denke, die Welt von Donald Trump… Ich halte große Stücke für RFK Jr.. Das sind solide Menschen, gute Menschen. Sie wollen das Richtige tun. Sie haben einen guten Instinkt. Wie viel können sie im Rahmen des Status-quo-Systems vernünftigerweise erreichen?
Ich meine, die Leute irren sich, wenn sie denken: „Nun, wenn wir ihn wählen, wird er uns retten.“ Was wird er im Kongreß tun? Der Kongreß will nicht, daß wir gerettet werden! Der Kongreß ist sehr zufrieden mit den Bedingungen, die er gerade genießt. Das ist unser Problem. Und nicht nur der Kongreß. Schauen Sie sich das Rechtssystem an. Sehen Sie sich die Gerichte an! Wissen Sie, wer hätte je bei klarem Verstand gedacht, daß der Richter, der über den Fall Donald Trump entscheiden soll, jemand wäre, der sich schon seit langem für Marxismus und revolutionären Sozialismus engagiert? Aber das ist, was wir haben! Es gibt Leute, die alles, was amerikanisch ist, komplett hassen. Sie vernichten die Justiz. Viele von ihnen tauchten unter Obama auf, aber es gab schon früher einige. Dies hat sich in einer langen Zeit gebildet. Im Rahmen der Regierung haben wir also ernste Probleme.
Ich weiß nicht, wie man das schnell lösen kann. Also, wer gewählt wird: Gott segne ihn! Denn er steuert dieses Staatsschiff in den größten Sturm seiner Geschichte – mit Sicherheit seit dem Zweiten Weltkrieg, und einige würden argumentieren, seit dem Bürgerkrieg.
Stephen Gardner: Ja. Nun, ich weiß, Sie und andere versuchen, das Land zu verbessern, einen Tag nach dem anderen. Sie haben eine neue Organisation. Die Website ist: our country ourchoice.com. Ich werde unten einen Link einsetzen. Können Sie uns etwas darüber erzählen? Und dann kommen wir zum Ende.
Douglas McGregor: Nun, diese Organisation ist kostenlos. Das sollten die Leute wissen. Und unser langfristiger Plan ist es, daß Vertreter im ganzen Land mit gleich gesinnten Organisationen zusammenarbeiten. Organisationen, die wie wir zuallererst an Gott, Nation und Familie glauben. Das ist im Grunde unser Motto. Wir wollen uns wie ein Laser auf die wirklich großen Probleme konzentrieren, die gelöst werden müssen, um dieses Land zu retten, und wir hoffen, daß viele Menschen sich uns anschließen werden.
Wir waren sehr froh über die überwältigenden Resonanz. Bedenken Sie: Das ist eine Plattform, der sich andere Organisationen anschließen könnten, die sie nutzen können. Wir wollen diese Plattform für andere gleich gesinnte Organisationen nutzbar machen. Wir stehen nicht mit der Demokratischen oder der Republikanischen Partei in Verbindung. Wir haben nichts mit dem RNC und dem DNC zu tun. Das ist ein rein amerikanischer Vorgang. Wir alle sind „Americans first“. Wir wollen diese Probleme als Amerikaner für Amerikaner lösen.
Alle, die das hören: Gehen bitte auf die Webseite, schauen sie an, und wenn Sie sich wohl fühlen, machen Sie mit. Und eines Tages werden wir Löhne zahlen können, damit Menschen vor Ort in unseren verschiedenen Kongreßwahlbezirken und Bundesstaaten für die richtigen Kandidaten arbeiten. Und was ich damit meine ist: Wir wollen, daß die Leute wissen, wofür diese Leute, die wir wählen, eigentlich stehen. Denn in vielen Fällen – ich weiß nicht, wie oft ich darauf stoße – wählen wir jemanden aus einem bestimmten Bezirk und der Mann ist ein Albtraum. Oder die Frau. Für was auch immer wir sie gewählt haben, sie haben nicht die Absicht, das zu tun. Ein gutes Beispiel dafür ist Bob Good und das hier im westlichen Teil von Northern Virginia und Southern Virginia in einem sehr großen Kongreßbezirk. Aber wir mußten uns von dem bisherigen republikanischen Amtsinhaber befreien, der sich wie ein Hillary-Clinton-Jünger verhielt, auf einer Plattform kandidierte und etwas Anderes tat.
Wir müssen damit aufhören. Wir werden versuchen, den Menschen die Wahrheit zu liefern. Und noch einmal: Demokraten, die uns zustimmen, die an Gott, Land und Familie glauben, sind willkommen. Wir wollen sie. Sie wissen schon, dieses Gerede von: „Nun, Sie wissen schon, die Demokraten…“ Nein! Die Demokratische Partei hat die meisten ihrer Wähler längst genauso verlassen wie die Republikanische Partei. Miteinander können wir gewinnen, wenn wir uns vereinigen und ich denke, daß das möglich ist.
Stephen Gardner: Richtig, vielen Dank an Colonel McGregor, daß er heute Zeit mit uns verbracht hat, und ich werde sicherstellen, daß ich diese Website unten eintragen werde. Danke nochmal, daß Sie hier waren.
Quelle der Transkription: https://seniora.org/politik-wirtschaft/col-macgregor-die-ukraine-wird-vernichtet
(Danke an Zygmunt Białas für den Hinweis!)
Wir übernehmen hier diesen Beitrag unkommentiert. Noch ist die politische Situation weder in den USA, noch in der Ukraine geklärt. Auch was Rußland betrifft sind noch mehrere Fragen offen. Es kann sich aus dem Script jeder ein Bild darüber machen, wie die Gesprächspartner die Situation sehen. Es ist zu erwarten, daß mit dem Zusammenbruch der faschistischen Ukraine der Krieg noch nicht beendet sein wird.
Der Hauptwiderspruch des Kapitalismus – der Widerspruch zwischen dem gesellschaftlichen Charakter der Produktion und der privaten Form der Aneignung – erreicht im Imperialismus eine unerhörte Schärfe und tritt unverhüllt zutage. Die Arbeiterklasse und die breiten Massen der Werktätigen sehen immer deutlicher und klarer, wie die Resultate ihreer gesellschaftlichen Arbeit einer Handvoll Monopolkapitalisten zugute kommen, die sich den Löwenanteil des Volkseinkommens aneignen und die Werktätigen rücksichtslos dem Hunger und Elend preisgeben. Sie scheuen nicht einmal davor zurück, die Massen mit immer neuen Maßnahmen zu betrügen und weltweit in Kriege und Krisen zu stürzen, und sie bedienen sich dabei der neuesten Erkenntnisse und Errungenschaften von Wissenschaft und Technik, um ihre Herrschaft zu zementieren. Der Massenmord der Erdbevölkerung ist dabei stets im Kalkül. Doch wo ist da der Ausweg? Er liegt einzig und allein in dem Sturz der Ausbeuterklasse und der Unschädlichmachung und Liquidierung ihrer Lakaien und Nutznießer.
Was ist Imperialismus?
Der Imperialismus ist das höchste Entwicklungsstadium der kapitalistischen Gesellschaftsformation. Der Übergang zum Imperialismus vollzog sich in den fortgeschrittensten kapitalistischen Ländern um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Die erste umfassende wissenschaftliche Analyse des Imperialismus nahm W.I. Lenin in seiner Schrift „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ (1916) vor.
Der Imperialismus unterscheidet sich von dem Stadium des Kapitalismus der freien Konkurrenz durch folgende wesentliche ökonomische Merkmale:
- Konzentration der Produktion und des Kapitals und Bildung von Monopolen, deren Herrschaft den Grundwiderspruch des Kapitalismus in bisher unbekanntem Maße verschärft;
- Verschmelzung des Industrie- und Bankkapitals zum Finanzkapital und, darauf basierend, Entstehung einer Finanzoligarchie;
- der Kapitalexport gewinnt gegenüber dem Warenexport vorrangige Bedeutung;
- Herausbildung internationaler Monopole und Monopolistenverbände, die die Welt unter sich in Einflußsphären und Märkte aufteilen;
- die territoriale Aufteilung der Welt unter den imperialistischen Großmächten ist abgeschlossen; infolge des Wirkens des Gesetzes der ungleichmäßigen ökonomischen und politischen Entwicklung im Kapitalismus führen die imperialistischen Mächte einen ständigen erbitterten Kampf um die Neuaufteilung der Welt.

Dieses Blutbad ist eine Obszönität, ein riesiges imperiales Verbrechen, ohne daß sich die USA und die europäischen Führer auch nur im Geringsten um Frieden bemüht hätten.
Nach neuen Zahlen hat die ukrainische Armee nach 500 Tagen Konflikt mindestens 400.000 Tote zu beklagen. Die tatsächliche Zahl könnte sogar bei über 500.000 liegen. Das sind weit mehr als die bisherigen Schätzungen, die schon erschreckend waren. Dennoch wird in Washington die gescheiterte Gegenoffensive bis zum „letzten Ukrainer“ inkonsequent weitergeführt. Dieses Blutbad ist eine Obszönität, ein ungeheures imperiales Verbrechen, ohne dass die USA und die europäischen Führer auch nur den geringsten Friedenswillen zeigen. Krieg ist ein Geschäft, und die Kriegstreiber verdienen gut daran.

