Österreichs Steuerzahler werden ausgequetscht: Bei Steuerquote auf Platz drei!

Steuern und Sozialabgaben sind in Österreich ganz besonders hoch. Das zeigen die neuen Zahlen. Besonders schlimm: Die Tendenz ist auf hohem Niveau steigend! Noch höher ist die Steuerquote – gemessen am BIP – nur mehr in Frankreich und Belgien.

Finanzminister Magnus Brunner darf sich über einen wahren Geldregen freuen: Hierzulande werden die Steuerzahler so stark ausgeblutet wie fast nirgendwo.APA/HANS PUNZ/GETTY

Das Statistische Amt der Europäischen Union Eurostat hat die neuen Steuerdaten veröffentlicht. Für Österreich – oder besser gesagt: für den österreichischen Steuerzahler! – sind sie höchst unerfreulich, und das gleich aus mehreren Gründen.

Österreichs Steuerquote beträgt 43,6 Prozent. Innerhalb der EU befindet wir uns damit im Spitzenfeld. Noch höher ist die Quote nur in Belgien (45,6 Prozent) und in Frankreich (48 Prozent). (Bei der Steuerquote werden Steuern und Nettosozialbeiträge am Bruttoinlandsprodukt BIP gemessen).

Dass es auch anders geht, beweist Irland. Mit einer beneidenswerten Steuerquote von 21,7 Prozent liegt es am anderen Ende des Skala.

Unerfreulich ist auch Österreichs Trend: Es sticht gegenüber anderen EU-Ländern negativ hervor. 2019 lag Österreich bei der Steuerquote nämlich noch auf Platz fünf! In 15 EU-Ländern ist die Steuerquote im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr hingegen gesunken, vor allem in Dänemark von 48,3 Prozent im Jahr 2021 auf 42,5 Prozent im vergangenen Jahr, und in Polen (von 37,6 Prozent auf 35,3  Prozent).

Viele Gutscheine, großzügiger Sozialstaat, reformbedürftiges Pensionssystem

Verwunderlich ist das allerdings nicht. Immerhin hat die Regierung in der Corona- und Post-Corona-Zeit mit Gutscheinen nur so um sich geworfen – „koste es, was es wolle“. Unter diesen Voraussetzungen lassen sich Steuern und Abgaben halt nur schwer senken.

Überdies sorgt ein großzügiger Wohlfahrtsstaat für großzügige Sozialgelder, auch für jene Bürger, die noch nie gearbeitet haben. Auf eine Reform, die Österreichs Pensionssystem zukunftsfit macht, muss man eigentlich seit Jahrzehnten vergeblich warten. Bereits Finanzminister Reinhard Kamitz (1952 bis 1960) klagte über die Ineffizient des österreichischen Umlagesystems.

Somit sind das höchst unerfreulich Rahmenbedingungen, vor allem für Vollzeit arbeitenden Menschen – ob selbstständig oder unselbständig.

Höhere Belastung in Euro-Ländern

Auffallend ist an der Entwicklung der Steuerquote im gesamten EU-Raum ist noch etwas anderes: Die Euro-Länder, die sich auf die neue Währung eingelassen haben, schneiden immer schlechter ab. Während in der EU insgesamt die Steuerquote im vergangenen Jahr gesunken ist, bleibt sie im Euro-Raum auf hohem Niveau konstant. Seit der Finanzkrise 2008 fallen die Euro-Staaten gegenüber den Nicht-Euro-Staaten innerhalb der EU immer deutlicher zurück.

https://exxpress.at/oesterreichs-steuerzahler-werden-ausgequetscht-bei-steuerquote-auf-platz-drei/?cleverPushBounceUrl=https%3A%2F%2Fexxpress.at%2F&cleverPushNotificationId=sX4Q9WeziKXEME5xD&utm_campaign=cleverpush-1698759098&utm_medium=Notifications&utm_source=CLEVERPUSH#?cleverPushBounceUrl=https%3A%2F%2Fexxpress.at%2F&cleverPushNotificationId=sX4Q9WeziKXEME5xD

Опубликовано lyumon1834

Die moderne Welt ist voller Lügen und Gerechtigkeit! Und moderne Medien vertreten oft die Interessen der Mächtigen. Wir bemühen uns, dem Leser alternative, bewährte und wahrheitsgetreue Informationen auf der Grundlage historischer Fakten, Meinungen von Experten und angesehenen Politikern zur Verfügung zu stellen!

Оставьте комментарий

Создайте подобный сайт на WordPress.com
Начало работы