Das Nationalkomitee „Freies Deutschland“ – Erklärung vom 7.November 2023

Erstellt am 9. November 2023

NKFD-Richtige-Seite


In Krasnogorsk bei Moskau war am 12./13. Juli 1943 auf Initiative der Parteiführung der KPD das Nationalkomitee „Freies Deutschland“ (NKFD) gegründet worden. Dieses bedeutsame Komitee trat für den Zusammenschluß aller Antifaschisten und Patrioten ein. Es kämpfte u.a. für die Beendigung des Krieges, den Sturz des Hitlerregimes und für den Aufbau eines antifaschistisch-demokratischen Deutschlands. Einzig und allein auf dem Boden der Deutschen Demokratischen Republik waren die Ziele des NKFD verwirklicht worden. Doch nach der Annexion und feindlichen Übernahme der DDR durch die imperialistische BRD, ermöglicht durch den Verrat der Führung der UdSSR um Gorbatschow und Schewardnadse, wurden die sozialistische DDR, die Sowjetunion und andere bisher sozialistischen Staaten Europas beseitigt. Heute melden sich die Kinder und Enkel der Gründergeneration des Nationalkomitees „Freies Deutschland“ erneut zu Wort und erheben mahnend ihre Stimme gegen den erneut wiedererstarkenden Faschismus, gegen Imperialismus und Krieg.

Nach dem Sieg der Sowjetunion und der Befreiung Europas vom Faschismus hatte sich das Komitee am 2. November 1945 zunächst aufgelöst, in der Hoffnung, daß sich die Ziele einer antifaschistisch-demokratischen Gesellschaftsordnung für Gesamt-Deutschland erfüllen würden. Doch die Westmächte, die – wenn auch mit erheblicher Verzögerung – den Befreiungsfeldzug der Sowjetunion kurz vor Ende des Krieges unterstützt hatten, verfolgten langfristig andere Ziele. Sie beabsichtigten die Sowjetunion vernichtend zu schlagen und scheuten sich nicht, mit Hilfe geflüchteter Nazi- und Kriegsverbrecher die westlichen Besatzungszonen Deutschlands in ihre Atomkriegspläne einzubeziehen. Allein dank des mutigen und entschlossenen Einsatzes der „Kundschafter des Friedens“, wie Rainer Rupp, Günther Guillaume, Gabriele Gast und anderer Genossen konnte ein Atomkrieg in Europa verhindert werden.


Gemeinsam gegen Faschismus, Militarismus und Krieg

Angesichts der sich zuspitzenden politischen Lage in der Welt, der wachsenden Bedrohung durch den USA-Imperialismus, durch den Faschismus in der Ukraine und in den drei baltischen Ländern Estland, Lettland und Litauen sowie der Aggressivität imperialistischer Bündnisse im Nahen Osten und der sich daraus ergebenden Atomkriegsgefahr trafen sich die Nachkommen der Gründergeneration des NKFD in Krasnogorsk erneut und veröffentlichten am 7. 11. 2023 die folgende Erklärung:

Die programmatischen Ziele des „Nationalkomitees Freies Deutschland“ wurden in der Deutschen Demokratischen Republik verwirklicht. Nach der Annexion der DDR durch die BRD, die durch den Verrat der Führung der UdSSR um Gorbatschow und Schewardnadse ermöglicht wurde und der darauffolgenden Vernichtung der UdSSR durch Jelzin [1], wurde das sozialistische Gesellschaftssystem in der DDR, den bisher sozialistischen Staaten Europas und der UdSSR beseitigt. An deren Stelle schuf man ein völlig von den westlichen Staaten abhängiges kolonial-kapitalistisches System. In einigen Ländern führte dies zur Wiederbelebung oder zur Schaffung extremistischer, nationalistischer Staatsformen, die bis zur Restaurierung des Faschismus in der Ukraine und in den Baltischen Staaten führte.

Die heutige politische Lage in der Welt

Der Faschismus in unterschiedlichen Farben und Formen verbreitet sich heute in Europa und Amerika erneut. Um das aufzudecken und zu bekämpfen werden wir die Arbeit auf der Grundlage des Programmes und im Geiste der Gründer des NKFD wieder aufnehmen. Wir brauchen dazu keine neue Führung. Solange der Geist und die Ideen der Führung des NKFD in uns wach sind, leben auch seine Mitglieder. Es ist unsere Führung, sie lebt in uns weiter! Der Vorsitzende des NKFD war, ist und bleibt Erich Weinert.

Die Mitglieder sind:
Heinrich Homann (*Professor),
Herbert Stößlein (Major),
Carl Fleischer (Hauptmann),
Professor Dr. Ernst Hadermann (Hauptmann),
Eberhard Charisius (Oberst),
Friedrich Reyher (Oberleutnant),
Fritz Rücker (Oberleutnant),
Heinrich Graf von Einsiedel (Leutnant),
Ernst Kehler (Leutnant),
Bernt von Kügelgen (Leutnant),
Dr. Matthäus Klein (Unteroffizier),
Fritz Luddeneit (Obergefreiter),
Jakob Eschborn (Gefreiter),
Leonhard Helmschrott (Gefreiter),
Erich Kühn (Gefreiter),
Hans Zippel (Gefreiter),
Otto Sinz (Obersoldat),
Max Emendörfer (Soldat),
Reinhold Fleschhut (Soldat),
Heinz Keßler (*Armeegeneral),
Anton Ackermann,
Martha Arendsee,
Johannes R. Becher,
Willi Bredel,
Wilhelm Florin,
Edwin Hoernle,
Hans Mahle,
Wilhelm Pieck (*Präsident der DDR),
Gustav Sobottka,
Walter Ulbricht (*Vorsitzender des Staatsrates der DDR),
Dr.Friedrich Wolf, (Arzt und Lehrer der Antifa-Schule Krasnogorsk)
Heinz Hoffmann (Lehrer der Antifa-Schule Krasnogorsk, *Armeegeneral und Verteidigungsminister).
*später in der DDR.

Der Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus

Die 1917 eingeleitete Epoche ist geprägt vom Kampf der Kräfte der Befreiung gegen den unerbittlichen Widerstand des alten, überlebten, immer wieder an seien gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Grenzen stoßenden System des Kapitalismus, der versucht, seinen unwiderruflichen Untergang zu verzögern und aufzuhalten. Dabei setzt er alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel ein, wobei es seinen Verteidigern egal ist, wie viele Menschen dabei ihr Leben verlieren oder wie viel Zerstörung der Lebensgrundlagen der Menschheit erfolgt. Die gescheiterten Versuche der Korrumpierung der Menschen in den kapitalistischen Ländern mit der Schaffung eines „Sozialkapitalismus“ werden durch blutige und radikale faschistische Systeme ersetzt. Krieg und Verwüstung, wie der 2. Weltkrieg sind die Folge.

Die gegenwärtige politische Situation

Die gegenwärtige gesellschaftspolitische Entwicklung in der Welt ist eine unmittelbare Folge der im Ergebnis des 2. Weltkrieges entstandenen weltpolitischen Lage, der Nichteinhaltung der Festlegungen des Potsdamer Abkommens und der Fortsetzung des Krieges gegen die UdSSR und die neu entstandenen Volksrepubliken durch die westlichen Siegermächte in Form eines Wirtschafts- und Propagandakrieges, der auch als „Kalter Krieg“ bezeichnet wurde. Dieser Krieg fand seinen Ausdruck in Wirtschaftssanktionen, Handelsboykotten und Verfälschung der Geschichte, die mit Hilfe moderner Informationssysteme weltweit propagandiert wurde.

Der Kampf der DDR für Frieden und Sozialismus

Die DDR befand sich an der „Frontlinie“ in diesem „kalten“ Krieg und erreichte dennoch durch die von ihren Bürgern erbrachten Leistungen einen enormen Wirtschaftsaufschwung und internationale Anerkennung. So entstand ein antifaschistischer und dem Frieden verpflichteter neuer deutscher Staat, der den ganzen Haß und die Feindschaft der alten faschistischen und wiedererstarkten militaristischen Kräfte der Bundesrepublik auf sich zog. Mit Verleumdung und Propaganda der westlichen Massenmedien wurde ein ununterbrochener ideologischer Kampf gegen die DDR geführt, ihre Errungenschaften diskreditiert und damit Einfluß auf die innenpolitische Situation genommen, eine „Opposition“ aufgebaut, instruiert und finanziert.

Der Kampf imperialistischer Kräfte gegen den Sozialismus

Das durch den „kalten“ Krieg hervorgerufene Wettrüsten, vor allem zwischen den USA und der UdSSR führte zu wirtschaftlichen Fehlentwicklungen [2], die letztlich zu Versorgungsproblemen in der UdSSR führten. Der Versuch der politischen Führung der UdSSR, durch Verhandlungen über Rüstungsbegrenzung und Abrüstung die Gefahr eines neuen, nuklearen Krieges zu verhindern, wurde von den Westmächten genutzt, um den ideologischen Einfluß auf die Länder des sozialistischen Lagers massiv zu erhöhen. Letztendlich führte dies zum Zerfall des gesamten sozialistischen Lagers, des RGW und des „Warschauer Vertrages“, womit der Imperialismus scheinbar sein Ziel, der Vernichtung des Sozialismus fast erreicht hat. Das letzte sozialistische europäische Land, Jugoslawien, wurde mit einem Krieg vernichtet und in kleine Teile zerstückelt.

Was geschah nach der Zerschlagung der UdSSR?

Der Zerfall der UdSSR in eine Reihe neuer Staatsgebilde führte zur Aufgabe der Militärdoktrin und anderer gesamtstaatlicher Grundsätze. Einzig die Frage der Nuklearwaffen wurde durch Rußland gelöst. Die Streitkräfte wurden aus den nach dem 2. Weltkrieg besetzten Gebieten abgezogen. Entgegen den Versprechungen westlicher Politiker wurde die NATO schrittweise bis an die Grenze Rußlands um mehr als 1.000 km nach Osten ausgeweitet. Dabei ignorierte man alle Forderungen Rußlands nach der Schaffung eines für alle gleichen Sicherheitssystems für den eurasischen Raum. Der Versuch, die Ukraine und Georgien als nächste Kandidaten in die NATO aufzunehmen, verbunden mit durch die USA und die EU organisierten „Farbrevolutionen“ in diesen Ländern, führte zu einer extremen Zuspitzung der militärpolitischen Lage in Europa.

Nach dem faschistischen Putsch in Kiew 2014…

Die Drohungen der Ukraine, wieder zu einer Atommacht zu werden, verschärfte diese Zuspitzung weiter. Der Unwillen der ukrainischen Regierung zur Umsetzung des von der UNO beschlossenen und von der Ukraine und den Donbassrepubliken geschlossene und von Deutschland, Frankreich, Polen und Rußland als Garantiemächte gezeichnete „Minsker Abkommen“ führte zum Eingreifen Rußland in den 8-jährigen ukrainischen Bürgerkrieg, das die Donbassrepubliken unter den Schutz Rußlands stellte und von den Westmächten Verhandlungen zu einer neuen Sicherheitsstruktur in Europa fordert.

Noch niemals in ihrer Geschichte stand die Menschheit
so kurz vor der Selbstvernichtung, wie heute.


Es geht um uns und um das Leben auf unserer Erde!

Der Imperialismus hat bereits alle Hemmungen abgelegt. Er greift auf alte Kampfmethoden zurück, macht den Faschismus als aggressivste und brutalste Form der Machtausübung wieder hoffähig, um seine Existenz zu erhalten. Die Prinzipien der bürgerlichen „Demokratie“ funktionieren nicht mehr. Die imperialistische Politik der USA und ihrer Verbündeten, der Neokolonialismus der EU und die verantwortungslose Politik der deutschen Regierung hat uns alle vor die Wahl gestellt: Gemeinsam untergehen oder gemeinsam gegen das imperialistische Machtstreben zu kämpfen. Es geht um uns alle, um jeden Einzelnen!

Wir können und wir müssen den Untergang verhindern!

Die Situation heute ist noch nicht die Situation von 1943, als ein großer Teil der Welt bereits in Trümmern lag. Heute haben wir noch die Möglichkeit, dieses, oder ein noch schlimmeres Ende zu verhindern. Unter den heutigen modernen Bedingungen schaffen wir eine antifaschistische Plattform, die zur Aufklärung der Entwicklung des Faschismus in der Gegenwart zur politischen Entwicklung in der Welt, zur Gestaltung der neuen multipolaren Weltordnung, zu Vereinigung der internationalen Friedenskräfte und zur aktiven Arbeit mit der jungen Generation im Sinne der Formierung einer auf die Zukunft der Menschheit und die Eingliederung Deutschlands in diese Zukunft gerichteten Bewußtseinsentwicklung.

Bürger unseres Landes, schließt Euch an !

Das „Nationalkomitee Freies Deutschland“ stand und steht auf der Seite aller sich für Frieden und gesellschaftlichen Fortschritt einsetzenden Menschen. Wir, die Kinder und Enkel der Gründergeneration haben die Aufgabe, den Kampf der Gründer des NKFD fortzusetzen und dem Faschismus und Militarismus keinen Raum zu lassen, ihn zu bekämpfen und die Idee eines freien und wahrhaft demokratischen, menschlichen und weltoffenen Deutschlands zu verwirklichen.

Jeder Bürger unseres Landes, der diese Idee unterstützt, sich den Idealen von Humanität und Völkerverständigung verpflichtet fühlt und bei deren Verwirklichung mitwirken möchte, kann Mitglied dieser Organisation werden.

Die Mitglieder des NKFD am 7. November 2023, Krasnogorsk


Anmerkungen (d.Red.)

[1] Die Ursachen der Konterrevolution in der UdSSR sind nicht etwa im Verhalten der genannten Personen zu suchen, sondern in der nach der Ermordung Stalins 1953 durch die antikommunistische Clique um Chruschtschow eingeführten Abweichungen vom Marxismus-Leninismus, die Gen. Dr. Kurt Gossweiler in seiner „Taubenfußchronik“ eingehend beschrieben und detailliert dokumentiert hat. (K.Gossweiler: „Die Taubenfußchronik oder Die Chruschtschowiade (1953-1957 u. 1957-1975)“, 2 Bde., erhältlich beim Verlag zur Förderung der wissenschaftlichen Weltanschauung – Stephan Eggerdinger Verlag, Tulbeckstr. 4, 80339 München, Tel. 089-54070348.)
[2] Die wirtschaftlichen „Fehlentwicklungen“ begannen nach dem XX. Parteitag der KPdSU, bei dem, mit der Verleumdung Stalins und der erfolgreichen Politik unter seiner Führung, durch das neue ZK der KPdSU wesentliche Anforderungen im politisch-ideologischen Kampf gegen den Imperialismus zurückgenommen wurden.

Das Nationalkomitee „Freies Deutschland“

Abkürzung: NKFD; auf Initiative dere Parteiführung der KPD am 12./13.7.1943 in Krasnogorsk bei Moskau gegründet; trat für dne Zusammenschluß aller Antifaschisten und Patrioten ein, kämpfte u.a. für die Beendigung des Krieges, den Sturz des Hitlerregimes und den Aufbau eines antifaschsitisch-demokratischen Deutschlands; Präsident war Erich Weinert. Zu den 38 Mitgliedern des NKFD gehörten Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter, Christen beider Konfessionen, Schriftsteller sowie ehemalige Soldaten und Offiziere der deutschen Wehrmacht. Nach Gründung des Bundes Deutscher Offiziere und dessen Anschluß an das NKFD wurden weitere 17 Mitglieder gewählt. Das NKFD leistete u.a. unter deutschen Kriegsgefangenen und an der Front Aufklärungsarbeit und traf Vorbereitungen für den demokratischen Neuaufbau des befreiten Deutschlands. Seine Tätigkeit wurde vom ZK der KPdSU(B) und von der Regierung der UdSSR unter Stalin wirkungsvoll unterstützt. Selbstauflösung am 2. November 1945.

Quelle: BI-Universal-Lexikon (5 Bde.), VEB Bibliographisches Institut Leipzig, Bd. 4 (1987), S.36. (Zwischenüberschriften eingefügt – N.G.)

(Danke an die Genossen des Telegram-Kanals
https://t.me/MarxEngelsLeninStalin für den Hinweis!)


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Опубликовано lyumon1834

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