Faschismus – das Gefühl der totalen Ohnmacht…

SA BraunschweigWenn ein Wissenschaftler, der sich mit Politik nur am Rande befaßt, der sein Fachgebiet liebt und eine gesicherte Stellung innehat, plötzlich mit Umständen konfrontiert wird, die sein Weltbild gehörig durcheinanderbringen, dann stimmt irgendetwas nicht – entweder das Weltbild oder die Wirklichkeit. Manchmal stimmt sogar beides nicht. Nun können wir von Glück reden, daß unsere heutigen und die jüngeren Generationen die Zeit des Hitlerfaschismus (1933-1945) nicht miterlebt haben. Wir – in der DDR – haben gewußt, wie es dazu kommen konnte, daß allmählich sämtliche Grundrechte aufgehört hatten zu existieren. Wir wußten, was man unter Faschismus versteht. Als Jugendliche besuchten wir die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald. Wir lasen in der Schule das Buch von Bruno Apitz „Nackt unter Wölfen“, und wir hörten in den Jugendstunden, was die alten Genossen über diese finstere Zeit zu berichten wußten.

Die Kommunisten waren die ersten, die von den Nazis verfolgt und abgeschlachtet wurden. Wir verehrten den Genossen Ernst Thälmann, den Reichstagsabgeordneten der KPD, der von den Nazis in Buchenwald ermordet wurde. Im Geschichtsbuch der 9. Klasse konnten wir lesen:

„Ernst Thälmann appellierte auf dem 9. Parteitag der KPD im April 1924 an alle Kommunisten, sich an die Spitze der Massenkämpfe gegen die Festigung der Macht der Monopole, gegen die Vorstöße der Miltaristen und gegen den Raub der Arbeiterrechte zu stellen. Und um die Partei fest in den Betrieben zu verwurzeln, forderten die revolutionären Kräfte den organisatorischen Aufbau der KPD auf der Basis von Betriebszellen, das heißt Grundeinheiten in den Betrieben…“

Da aber in der Führung der KPD nach 1923 zeitweilig eine kleinbürgerliche Gruppe um Ruth Fischer und Arkadi Maslow Oberhand gewonnen hatte, vermochte die Paertei weder die eben genannte Organisationsfrage rasch und konsequent zu lösen noch die sozialen, demokratischen und nationalen Forderungen in den Vordergrund der Politik der KPD zu rücken. Die Gruppe Fischer-Maslow unterschätzte nicht nur die Bedeutung dieser Forderungen, sondern verband sie obendrein direkt mit solchen Zielen, wie die Bewaffnung der Arbeiterklasse und Errichtung der Diktatur des Proletariats, die in der grundlegend veränderten Klassenkampfsituation nicht mehr unmittelbar auf der Tagesordnung standen.

Unterstützt von der Kommunistischen Internationale gelang es Ernst Thälmann, Wilhelm Pieck, Walter Ulbricht, Clara Zetkin und anderen, die Mehrheit der Parteimitgliedschaft  von der Unrichtigkeit und Schädlichkeit der Generallinie der Fischer-Maslow-Gruppe zu überzeugen.

Im Januar 1926 einigten sich die Arbeiterorganisationen darüber, einen Volksentscheid über die Fürstenabfindung zu erzwingen. Wenn nämlich – so bestimmte es die Weimarer Verfassung – zehn  Prozent aller Wähler in einem Volksbegehren die Entscheidung einer wichtigen Frage durch die Wähler selbst forderten, dann mußte die Regierung eine geheime Abstimmung darüber ansetzen.

Kaum war bekannt geworden, daß sich die Arbeiterorgansiationen darüber verständigt hatten der Fürstenabfindung entgegenzutreten, da vereinigte sich  die Reaktion unter der Losung: „Verteidigung des Privateigentums“. Alle Mittel der Massenbeeinflussung wurden eingesetzt, um kleinbürgerliche Schichten mit der Lüge zu schrecken, daß die Kommunisten und Sozialisten erst die Fürsten  und dann alle Besitzenden zu enteignen beabsichtigten…

Bischof Passau

Doch kommen wir zurück auf jenen Wissenschaftler, dessen Weltbild plötzlich nicht mehr zu stimmen scheint… Er schreibt: „Das kannte ich bisher nur aus Geschichtsbüchern (…)“ – doch aus welchen? Hier geht es um die Durchsetzung der staatlichen Zwangsmaßnahmen während der angeblichen „Pandemie“ im Jahre 2021.

Der Medizinhistoriker am Institut für Geschichte der Medizin der Robert-Bosch-Stiftung in Stuttgart, Prof. Dr. Florian Mildenberger, schreibt im Dezember 2021 – während 2G – über den Frust und seine Ohnmacht in einem deutschen Zug:

Mildenberger

Опубликовано lyumon1834

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