Gerade hat der Bundespräsident wieder einmal die “Verrohung der Gesellschaft” beklagt, die in seiner engstirningen Weltsicht natürlich ein Ergebnis von Rechtsextremismus ist. Indes, wer sich eingehend mit der Frage beschäftigt, wo der derzeit in voller Blüte stehende Anti-Humanismus, die in bestimmten Kreisen “schicke” Menschenfeindlichkeit, ihren Ursprung nehmen, der kommt nicht bei Rechtsextremisten, sondern an Hochschulen und speziell in Fächern an, die ihre eigene Existenz dem Humanismus zu verdanken haben.
Im folgenden Text wird spekulativ, aber u.E. plausibel, eine Zusammenhangskette zwischen einer Reihe von derzeit weit – und weit über Hochschulen hinaus in die Politik hinein – verbreiteten Phänomenen, nämlich Weltflucht, Anti-Humanismus, Dekonstruktion, Willkür und Macht dargestellt, die in der systematischen Durchsetzung von Falschem und Unvernünftigem gipfelt.
