WIRD JETZT AUCH DIE LUFTHANSA ABGEWICKELT?

Historisches Lufthansa-Logo aus besseren Zeiten (Repro:privat)

Bei der Lufthansa kneift es an allen Ecken und Enden. Es fehlt Personal und Material. Zahllose Flüge werden deswegen gestrichen. Auf den Fernoststrecken ist man im Nachteil gegenüber nicht-europäischen Fluglinien, weil die Sibirienroute nicht beflogen werden darf. Sind das nur Managementfehler oder soll das „System Ruhnau“ wiederholt werden? Die Luftfahrtbranche ist für Kaufleute ein rotes Tuch. Es ist die einzige Branche, wo produktiv Tätige – die Flugkapitäne – ein höheres Gehalt beziehen als die meisten Kaufleute oder Manager. In deren Augen ist das ein nicht akzeptabler Zustand, da ich der Meinung bin, dies müsste überall so sein. Kaufleute können nichts verkaufen, wenn kein gutes Produkt hergestellt wird. Aber die Dominanz der Kaufleute hat eine lange Tradition. Man findet in den alten Städten viele Prachtbauten von Banken und Kaufleuten, aber keines, das von Handwerksmeistern errichtet worden ist. Diese wurden von den Kaufleuten immer klein gehalten. Und dann kam die Luftfahrt. Ein Flugkapitän muss über eine Fülle an Fähigkeiten verfügen, um diesen anspruchsvollen Beruf ausüben zu können und das schränkt den Kreis der Personen ein, die diesen Beruf ausüben können. Nicht nur deswegen müssen Flugkapitäne gut bezahlt werden. Flugkapitäne müssen in Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen können, die über Leben und Tod entscheiden. Ähnliches gibt es nur noch bei Chirurgen.

1982 wurde ein gewisser Herr Ruhnau Vorstandsvorsitzender der Lufthansa. Der hatte die Qualifikation mitgebracht, als SPD- und Gewerkschaftsmitglied den gewerkschaftseigenen Lebensmittelkonzern COOP innerhalb eines Jahres in die Insolvenz und Liquidierung zu treiben. Warum also ist er Vorstand bei der Lufthansa geworden? Die Antwort darauf kam acht Jahre später, nach 1990, dem Jahr, das den großen Bruch in der Wirtschaftspolitik markiert. Der Kapitalismus konnte sich jetzt ungeniert ausleben, weil der Kommunismus „besiegt“ war. Als Folge dessen hat Ruhnau gleich mal die Gehaltstabelle für Stewardessen um zwei Stufen nach unten erweitert. Bei Aldi an der Kasse wurde jetzt besser bezahlt als eine Stewardess im ersten Jahr verdiente. Es begann auch das „Outsourcing“, zunächst mit „Lufthansa Express“, die noch schlechter bezahlten.

Insolvenz, um Kapitänsgehälter zu drücken

Um 1990 bekannte Ruhnau auf einer Versammlung ganz offen, er wolle jetzt so viele Piloten ausbilden, dass es einen Überfluss gibt und so wegen der Konkurrenz die Gehälter der Piloten gedrückt werden können. Die steigende Nachfrage hat diesen hässlichen Plan verhindert. Aber Ruhnau hat auf andere Weise versucht, sein Ziel zu erreichen. Er hat alles getan, die Lufthansa zu ruinieren, abzuwickeln. Er ließ Strecken bedienen, die keinen Gewinn bringen konnten. So flogen B 737 mit 130 Sitzplätzen auf Strecken wie Berlin-Göteborg, die regelmäßig nur mit weniger als zehn Passagieren besetzt waren. 1991 griff dann der Aufsichtsrat ein und ersetzte Ruhnau durch Jürgen Weber, der sich aber ebenfalls nicht durch wirklich gutes Management auszeichnen konnte. Immerhin schaffte er es aber, als Krisenmanagement die Piloten zu veranlassen, auf einen erheblichen Teil ihrer Bezahlung zu verzichten. Das war als “vorübergehende Maßnahme” deklariert – und dieses Versprechen wurde gebrochen.

Die Lufthansa-Piloten schrieben später dann Geschichte, indem sie für die Einhaltung des Versprechens streikten. Es war das erste mal, dass die Abstimmung für einen Streik mehr als 90 Prozent Zustimmung erhielt. Man beachte, dass solche Ergebnisse heutzutage zur Normalität geworden sind. Der Zerstörer Ruhnau wurde dann Aufsichtsrat der Berlin Brandenburg Flughafen Holding GmbH und hat damit den Grundstein gelegt für das totale Versagen des Berliner Flughafens. Selbst danach ist Ruhnau ein hofiertes Mitglied der „oberen Zehntausend“ geblieben, bis zu seinem Tod 2020 im Alter von 91 Jahren.

Personal-Jojo

Doch nun zur aktuellen Situation der Lufthansa: Schon immer waren Schulung und Akquise von Flugpersonal bei der Lufthansa ein ewiges Auf und Ab. So hat die Lufthansa während der Corona-Politik die Schulungen fast vollständig eingestellt. Um aber einen Pilot so weit fortzubilden, dass er als Copilot eigesetzt werden kann, benötigt man mehr als zwei Jahre. Die Luftfahrt erholte sich schnell, nachdem der Corona-Wahnsinn zu Ende gegangen war – doch jetzt fehlt es überall an Personal. Auch in der Technikabteilung. Es kneift an allen Ecken und Enden. Mal steht keine Crew zur Verfügung, mal kein Flugzeug. Die Einsatzleitung rotiert andauernd. Vor allem die Langstrecke ist von der Streichung ganzer Flugpaare betroffen. Da müssen Crews als Passagiere transportiert werden, um Einsatztage einzusparen. Passagiere müssen auf andere Flüge umgebucht werden, teilweise auf andere Fluggesellschaften. Die Passagier fluchen zu Recht.

Nun könnte man annehmen, all das wäre nur den äußeren Umständen geschuldet und die Lufthansa würde quasi an „Long Covid“ leiden. Aber man könnte ebenfalls vermuten, dass auch die Lufthansa gezielt in den Strudel der Entindustrialisierung hineingezogen werden soll. Denken wir nochmals an Herrn Ruhnau; offensichtlich hat der lediglich seine Aufträge erfüllt: Erst den Coop-Konzern, dann die Lufthansa (das hat nicht richtig funktioniert), und dann den Berliner Flughafen. Wenn er nicht auftragsgemäß gehandelt hätte, warum sonst hätte man ihn, einen ausgewiesenen “Plattmacher”, nach Berlin geschickt? Oder, ein anderes Beispiel: Warum wurde Habeck zum Wirtschaftszerstörungsminister gekürt? Und über die Catherine Zeta-Jones für ganz Arme, Annalena Baerbock, muss man da gar nicht spekulieren. Führen alle diese Laienspieler nicht genau aus, was ihre Aufgabe ist? Wird nicht daran gearbeitet, das Fliegen mit diversen Abgaben für alles Mögliche immer teurer und unattraktiver zu machen? Ja, es wird sogar schon ventiliert, man wolle Fliegen nur noch nach Kontingenten erlauben. Wie passt die Lufthansa da noch rein? Ausgerechnet eine deutsche Fluggesellschaft soll von der allgemeinen Zerstörungsorgie ausgenommen sein?

Impfschäden und Personalnot

Vergessen wir nicht: Die Lufthansa war ganz vorne dabei mit der Impfnötigung – und hat jetzt in der Folge einen enormen Krankenstand noch obendrauf auszubaden, so wie die gesamte deutsche Industrie. “Long Covid”? Eher “Long Spritzennebenwirkungen”! Die Lufthanseaten leiden sehr unter den aktuellen Umständen. Die Pläne sind nicht mehr stabil und der Unmut ist groß. Auch das Personal ist gespalten zwischen den Jüngern Covids und denjenigen, die ihr Gehirn noch benutzen. So ist die Lufthansa letztlich ein Abbild des Zustands des ganzen Landes – und das wird bekanntlich mit Vorsatz an die Wand gefahren. Das große Pfund der Lufthansa waren immer ihre Zuverlässigkeit und ihre Pünktlichkeit gewesen; davon ist jedoch kaum noch etwas übrig (wenn auch nicht in dem Ausmaß wie bei der Deutschen Bahn), und die Passagiere maulen und wandern ab. Nach Fernost sowieso, denn ohne die Sibirienroute sind die Flugzeiten der Lufthansa mindestens vier Stunden länger als zum Beispiel bei Air China. Das gilt im Übrigen für alle europäischen Airlines. Und wer ist davon nicht betroffen? Alle außereuropäischen Airlines und schon gar nicht die US-Airlines.

Diese überlangen Flugzeiten nach Fernost verschärfen auch den Crewmangel. Schließlich müssen auch die Besatzen länger Dienst machen auf diesen Flügen und erreichen so schneller ihre maximale Dienstzeit pro Monat. Einmal Shanghai und zurück sind acht Stunden mehr und das entspricht schon einem Flug nach New York. Ebenfalls müssen durch diese überlangen Flugzeiten die Flugzeuge selbst früher als geplant gewartet werden. Dies ist einer der Gründe, warum die Wartung die Flugzeuge nicht schnell genug wieder in den Linienbetrieb einreihen kann. Dazu kommen die Kerosinpreise, die mit CO2-Steuern künstlich in die Höhe getrieben werden.

Absicht oder Unfähigkeit?

Fakt ist: Sämtliche dieser Probleme sind hausgemacht. Sie sind die Folgen der Hass-Politik und der Sanktionen gegen Russland. So lasse ich die Frage offen, ob der Niedergang der Lufthansa nach Plan abläuft, dem „Masterplan“ der rot-grünen Zerstörer folgt oder ebenfalls der allgemeinen Entindustrialisierungspolitik geschuldet ist. Aber eines sollte klar sein: Geht die Lufthansa pleite, wird es in einer Folgegesellschaft andere, schlechtere Tarifverträge geben. Dann wird das Ziel der Kaufleute endlich erreichbar sein, die Bezahlung der Kapitäne unter das Niveau der Manager zu drücken. Dann ist die Welt für die Kaufleute wieder in Ordnung. Für die Bürohengste, die niemals Entscheidungen über Leben und Tod in Sekundenbruchteilen treffen müssen und das auch nicht können.

Ob das die Luftfahrt sichererer machen wird? Eines ist sicher: Mit der Lufthansa wird Deutschland eines seiner letzten Prestigeobjekte verlieren. Auch das werden die grünen Vaterlandsverräter freudig feiern.

Опубликовано lyumon1834

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