Der Sonntagsfahrer: Wie sich VW zum E-Affen macht

Dirk Maxeiner

Volkswagen lässt nagelneue E-Autos vernichten, die ein Händler aus chinesischer VW-Produktion kaufte und in Deutschland anbot. Eine Jahresendposse aus dem elektromobilen Regenwald.

Im gedämpften Licht der Feiertage stahl sich der deutsche Kohleausstieg davon, die Kohlekraftwerke sollen auch über 2031 hinaus weiterbetrieben werden. Die Bundesregierung legte ein Veto gegen sich selbst ein, indem sie die ihr unterstellte Bundesnetzagentur anwies, ihr das Abschalten zu untersagen. Für Besitzer deutscher Elektrofahrzeuge ist das prinzipiell eine gute Nachricht, denn sie fahren je nach Umständen weiterhin mit einem soliden Kohleverbrenner durch die Lande, nutzen also den bevorzugten Energieträger des 19. Jahrhunderts, um das Klima zu retten. Deutschland kehrt so zur Dampflokomotive zurück, allerdings nicht zu deren Pünktlichkeit.

Der Berliner Staatszirkus bietet mittlerweile reihenweise solche Sprünge durch den Feuerreifen, die man je nach Temperament mit Verwunderung, Fatalismus oder Galgenhumor nehmen kann. Besonders gefallen mir aber jene Zeitgenossen, die den herrschenden Verhältnissen mit List und Tücke eine Geschäftsidee abzutrotzen versuchen.

Mein Held zum Jahresende heißt deshalb Gregory Brudny. Er ist Inhaber der beim Amtsgericht in Charlottenburg eingetragenen „Gregory’s Cars GmbH“ und beschäftigt sich ausweislich von „North Data“ mit „Vertrieb von Kraftfahrzeugen, Helikoptern und Yachten“ sowie deren Reparatur und Vermietung. Gregorys goldene Visitenkarte aus Hartplastik weist laut Die Welt vier Firmensitze in Berlin, Sankt Petersburg, Mailand und Monte Carlo aus. Gregoris Verkaufsräume am Salzufer in Berlin strahlen eine gewisse Noblesse aus und sprechen für ein Publikum, das eher nicht vom Fürsorgestaat lebt. Obwohl: In Neukölln sollen ja durchaus mittellose Lamborghini-Fahrer vorkommen, die den Avantador nur von Oma ausgeliehen haben. Gregory kennt sich offenbar gut aus in der „Mein-Kraftfahrzeug-, Mein Helikopter-, Meine Yacht-Fraktion“ – hier ein fröhliches Foto vom Empfang der italienischen Botschaft zum Nationalfeiertag Italiens – der Mann verkauft schließlich auch Maseratis.

Der russischstämmige Mobilienhändler ist ein wacher Zeitgenosse von praktischem Verstand und machte im fernen China ein Angebot aus, dem er nicht widerstehen konnte. Volkswagen bietet dort (und nur dort) ein adipöses SUV-Elektromonster namens VW ID.6 an, mit 2,3 Tonnen Gesamtgewicht, sieben Sitzen und bis zu 300 PS genau richtig also, um mit sechs Matrosen zum Yachthafen zu gelangen. Erhältlich ist der Metallberg im Reich der Mitte ab etwa 24.000 Euro.

Ein russischer Marschflugkörper im Rathaus von Odessa

Gregory folgerte messerscharf, dass dieses Ding in Deutschland selbst für das Doppelte losschlagbar sein müsste, gleichsam als Giveaway für Leute, die gerne mit offener Hose rumlaufen und sich dabei als Klimaretter vorkommen möchten. Ein wirklich guter Gedanke von praktischem Verstand, aber leider musste Gregory feststellen, dass praktischer Verstand in Deutschland schon lange kein „Must have“ mehr ist, sondern ganz im Gegenteil.

Dazu sollte man wissen: In Deutschland verlangt Volkswagen schon für den kleinsten elektrischen VW ID.3 satte 40.000 Euro, der das Ausstattungsniveau eines Alibert-Toilettenschrankes mit der Reichweite einer BMW-Isetta kombiniert und der sich inzwischen auf Halde stapelt wie die Terrakotta-Armee im Mausoleum Qin Shihuangdis. Gregory beschaffte also kurzerhand 22 VW ID.6 und bot sie im Internet Volkwagenhändlern zum Schnäppchenpreis an, was im VW-Hochhaus bedauerlicherweise ankam wie ein russischer Marschflugkörper im Rathaus von Odessa.

Der gute Gregory war drauf und dran, die Statik der Volkswagen-Elektrostrategie zum Einsturz zu bringen, die ja nicht auf praktischem Verstand, sondern auf praktischer Dummheit fußt – sprich politischen Vorgaben – siehe etwa hier. Wenn der Mann mit der goldenen Visitenkarte mit seinem Husarenstückchen durchkommen würde, wäre das hiesige VW-E-Auto-Geschäft nicht nur wie bislang komatös, sondern so tot wie das Ufer des Mittellandkanals in Wolfsburg nachts um halb eins.

Und schlimmer noch: Das gegenüber dem Betriebsrat abgegebene Versprechen, dass in China produzierte Billigvolkswagen niemals in Deutschland einwandern dürften, um die heimische Ware zu verdrängen, wäre gebrochen. Seit die Freudenhausbesuche in Brasilien eingestellt wurden, sind die Arbeitnehmervertreter in Wolfsburg deutlich hartleibiger. Allerdings haben sie nicht mitgekriegt, dass solche Autos – obendrein hochsubventioniert – längst den deutschen E-Markt fluten, sie heißen nur nicht Volkswagen, es steckt aber all das über die Jahre treudoof exportierte Fertigungs- und Entwicklungs-Know-how drin. Sei es, wie es sei: Als Gregory auf dem VW-Radar auftauchte, wurde sofort Fliegeralarm gegeben, und die Anwälte der großen Kanzleien stiegen auf wie eine Rotte amerikanischer F-14, um das Geschäft zu torpedieren.

Sich zuhause auf keinen Fall damit sehen lassen

Und die fuhren ihr ganzes Waffenarsenal auf. Per einstweiliger Verfügung wurde Gregory’s Cars der Verkauf der elektrifizierten Panzer aus dem Hause Volkswagen-China untersagt, mit ebenso wechselnden wie schwachsinnigen Begründungen – aber mit Erfolg. Die einstweilige Verfügung gegen das Geschäft ging vor Gericht durch, das Hauptsacheverfahren steht aber noch aus. VW bemühte das recht komplizierte Markenrecht, mit dem man sich die Gregorys dieser Welt vom Leibe halten will. Der Händler, so schreibt Die Welt, darf das VW-Logo und das Fahrzeug ID.6 insgesamt nicht verkaufen, weil der Konzern ein geschütztes „Geschmacksmuster“ darauf besitzt.

Das „Geschmacksmuster“ auf das Protzteil scheint Volkswagen aber auch ein wenig peinlich zu sein, jedenfalls wollten sie sich zuhause auf keinen Fall damit sehen lassen. „Mit seinem verlängerten Radstand und dem deutlich größeren Platzangebot im Fond“ entspreche der ID.6 „den spezifischen Anforderungen des chinesischen Marktes“, sagte ein VW-Sprecher. Warum ein ausladender Fond für eher kleinwüchsige Chinesen geeignet sein soll, nicht aber für großwüchsige Teutonen, bleibt dabei das Geheimnis von VW. Kurzum: Die Deutschen sollen dreimal soviel blechen, die Knie anziehen und die Klappe halten. Eine Adaption für den europäischen Markt habe man analysiert und verworfen: „Der Aufwand für Anpassung und Umrüstung für den europäischen Markt und das erwartete Volumen ließen kein funktionierendes Geschäftsmodell für den ID.6 erwarten.“ Ließ es eben doch, sonst müssten die Wolfsburger den guten Gregory jetzt ja nicht zu Tode prozessieren. Merke: Es zählt nicht, was die Kunden wünschen, sondern was Volkswagen an sie zu verteilen gedenkt.

Hilfsweise macht VW noch sein eigenes Auto schlecht (oder sind die einfach nur ehrlich?). Man schickte jedenfalls hinterher, dass es sich beim ID.6 gar nicht um ein Auto nach hier gewohnten Maßstäben handele, sondern eine eher unausgereifte Schüssel, vor der man die Menschen bewahren müsste. Man wolle die Kunden vor möglichen finanziellen Nachteilen schützen, ließ man wissen, und wolle „Handels- und Servicepartner davor bewahren, sich auf juristisch problematisches Terrain zu begeben“. Die für China produzierten ID-Modelle seien „aufgrund ihrer Hard- und Softwarekonfiguration im europäischen Raum nicht zulassungsfähig“. Die Unterschiede beträfen etwa das Hochvolt-Batteriesystem, es fehlten auch in der EU vorgeschriebene Funktionen wie das automatische Notrufsystem.

Was sich aber offensichtlich nicht bei den deutschen Zulassungsstellen herumgesprochen hat: Brudny hat die Fahrzeuge umrüsten lassen; für die Zulassung hat er ein TÜV-Gutachten vorgelegt, der Fahrzeugbrief trägt Unterschrift und Siegel der Zulassungsstelle in Berlin.

15.000 Euro Entsorgungskosten – pro Stück

„Was glauben Gregory?“, muss daraufhin jemand im 13. Stock in Wolfsburg ausgerufen haben. VW besteht jetzt jedenfalls darauf, dass die 22 ID.6 vernichtet werden. Gregory verrät in diesem Zusammenhang noch ein paar interessante Zahlen: Allein für die Aufbewahrung des gestrandeten Chinaporzellans seien 8.000 Euro im Monat fällig, die Entsorgung würde 15.000 Euro kosten – pro Stück. Er liefert damit eine interessante Kalkulationsgrundlage für jeden, der mit dem Kauf eines gebrauchten E-Fahrzeuges liebäugelt. Sollte das gute Stück noch fünfzehntausend Euro kosten, ziehen sie die Entsorgungskosten ab und lassen es sich schenken.

Doch ein Unglück kommt selten allein, und so gesellt sich zu dem widerspenstigen Gregory auch noch ein selbstgeschaffener Rohrkrepierer der Wolfsburger. Der große Nimmersatt hat seine Händler nämlich vor einiger Zeit zu Agenten degradiert, weil man die Gewinne im Endkundengeschäft möglichst umfangreich auf das eigene Konto lenken wollte. Der einst selbstständige Händler erhält nur noch eine Agenten-Provision, das Geschäft wird direkt zwischen VW und dem Käufer abgewickelt.

Auch sogenannte Leasingrückläufer landen seitdem nicht mehr auf dem Hof des Händlers, sondern direkt in den Büchern von VW. Und das ist beim Elektroramsch a la ID.3 jetzt der Kaugummi an der Schuhsohle: Die unverkäuflichen Dinger wurden en gros an Flottenbetreiber und Firmen in den Leasingmarkt verschoben, jetzt tauchen sie allmählich wieder auf wie das Ungeheuer von Loch Ness. Sie stehen mit gepimpten Restwerten von der Nachhaltigkeit eines Luftballons in der Bilanz und werden früher oder später auch so zusammenfallen. Die VW-Händler schlagen jedenfalls drei Kreuze, dass dieser Kelch an ihnen vorübergegangen ist.

Auf Gregory Brudny wartet indes schon der VW ID.7, dessen Vorverkauf am 15. Dezember in China gestartet wurde. In Deutschland soll er ab rund 60.000 Euro zu haben sein, in China ab 30.000. Doch die Chinesen wollen nicht einmal für die Hälfte anbeißen: Eine erste Trendanalyse ergab für die ersten drei Verkaufstage für ganz China gerade mal 300 Bestellungen. Einfach gesagt: Das Interesse liegt aktuell bei null. Deshalb sollte Gregory Brudny sein Geschäftsmodell vielleicht überarbeiten und sich auf die kostengünstige Vernichtung von nagelneuen Elektroautos spezialisieren; ich vermute, da gibt es demnächst einen Riesenmarkt.

Ich wünsche Gregory Brudny und den Achse-Lesern einen unfallfreien Rutsch ins Jahr 2024!

Dirk Maxeiner ist einer der Herausgeber der Achse des Guten.Von ihm ist in der Achgut-Edition erschienen: „Hilfe, mein Hund überholt mich rechts. Bekenntnisse eines Sonntagsfahrers.“ Ideal für Schwarze, Weiße, Rote, Grüne, Gelbe, Blaue, sämtliche Geschlechtsidentitäten sowie Hundebesitzer und Katzenliebhaber, als Zündkerze für jeden Anlass(er). Zu beziehen hier.

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An den Fronten der Wirtschaftspolitik offenbaren sich die Spannungen zwischen traditionellen Industrien und innovativen Technologien, aktuell deutlich sichtbar im Zusammenhang mit der Elektromobilität. Der in Deutschland politisch hysterisch ersehnte und deshalb abrupt betriebene Übergang zu Elektrofahrzeugen stellt nicht nur ökonomische Werte und Normen in Frage, sondern zieht selbst sakrosankte Begriffe grüner Ideologie ins Zwielicht, hier vor allem die Wunderwaffe grüner Rhetorik: „Nachhaltigkeit“.
 
In Sachen Effizienz von eingesetztem Produktionsaufwand, Ressourcenverbrauch, Nutzungszyklen und Wiederverwertbarkeit lässt sich der Anspruch an „Nachhaltigkeit“ bei Elektrofahrzeugen einfach nicht darstellen. Globale Handelsdynamiken verschärfen die Situation noch. Im Geflecht realer Bedingungen wird Elektromobilität eigentlich zur Farce grünen Wunschdenkens und letztlich zum Trauma für deutsche Automobilkonzerne.
 
Längst steht die Entwicklung symbolisch für den breiten Wandel in der Industrie, wo alte Paradigmen auf neue, disruptive Geschäftsmodelle treffen. Dabei wird auch deutlich, dass lokale Entscheidungen und Vorschriften weitreichende Auswirkungen auf den globalen Markt haben können und dass international agierende Unternehmen in einem komplexen Geflecht aus lokalen und globalen Interessen schnell an ihre Grenzen stoßen. Siehe VW in jüngster Zeit.
 
Die Kampagne von Volkswagen, neu produzierte Elektroautos aus China in Deutschland vernichten zu lassen, zeigt, welche Konfliktpotentiale zwischen globaler Marktstrategie und lokalen Geschäftsinteressen lauern. Im Zentrum des aktuellen „Nachhaltigkeitsskandals“ steht der deutsche Unternehmer Gregory Brudny, der versuchte, VW-Elektrofahrzeuge aus chinesischer Produktion auf dem deutschen Markt zu günstigeren Preisen anzubieten, was die Preispolitik und das Markenimage des VW-Konzerns enorm „herausforderte“.
 
Treppenwitz politischer Anmaßung
 
Wenn politische Zielkorridore freies Unternehmertum zum Nachteil der Verbraucher unterbinden, können die Unternehmen als verlängerter Arm der Ideologie nicht mehr (ökonomisch) gewinnen. Das ist das Gegenteil von freiem Markt. So werden „nachhaltige“ Technologien zum Treppenwitz politischer Anmaßung, in der die Bewahrung etablierter Marktpositionen in gleichzeitiger Abhängigkeit ideologischen Erfüllungspflichten für die Unternehmen unmöglich gemacht wird.
 
An den Fronten der Wirtschaftspolitik offenbaren sich auch die Spannungen zwischen westlichen Moralvorstellungen und den finanziellen Interessen, die diese Moralvorstellungen ebenso torpedieren. Die Beziehungen des Wüstenstaats Katar zu Deutschland sind ethisch und moralisch ein unübersehbarer Störfaktor. Insbesondere im Zusammenhang von Investitionen des Emirats in deutsche Unternehmen stellt sich die Frage, ob jegliche Compliance (Regelkonformität) oder der sogenannte „Code of Conduct“ (Verhaltenskodex) der betroffenen Unternehmen mit den gesellschaftlichen Realitäten in Katar konform gehen. Das Emirat hält 17 Prozent der Anteile am VW-Konzern.
 
Der Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al-Thani ist eine Schlüsselfigur, der das Land in Bereichen wie Erdgas, Bankwesen und Bildung international schlau positioniert. Trotz des Reichtums des Landes leben viele Gastarbeiter dort unter unwürdigen Bedingungen, die Scharia ist eine Hauptquelle der Gesetzgebung. Das alles ginge Deutschland wenig an, wenn es nicht eine Herzensangelegenheit deutscher Politiker wäre, überall in der Welt auf Missstände hinzuweisen, als ob man im Hintergrund mit solchen Staaten keine Geschäfte machte.
 
Die Schattenseiten deutscher Wirtschaft- und Außenpolitik
 
Ein äußerst kritischer Punkt ist vor allem Katars Unterstützung für Organisationen wie die Taliban, die Muslimbruderschaft und die Hamas. Welches Verhältnis das Emirat zum islamischen Extremismus pflegt, müsste ein deutsches Interesse sein. Katar unterhält gute Beziehungen zum Westen und Deutschland macht gute Miene zu Katars Doppelmoral. Oder unser Land verhält sich einfach opportunistisch und pflegt selbst eine ausgemachte Doppelmoral unter Billigung von Extremismus. So oder so gesehen: Wer mit viel Geld zu uns kommt, darf auch mal Extremisten und Terroristen unterstützen.
 
Die Investitionen Katars in deutsche Großkonzerne wie die Deutsche Bank, Volkswagen und RWE werden heute zumindest von Teilen der Öffentlichkeit hinterfragt, da das Land gegen Grundsätze wie Menschenrechte und Meinungsfreiheit verstößt, die von den deutschen Unternehmen nach eigenem Bekunden eigentlich klar vertreten werden. Jedoch verschwinden die Regelkonformität und der Verhaltenskodex in der Schublade, wenn der Emir als Investor auftritt.
 
Wie Katar seinen Einfluss durch strategische Investitionen weiter ausbauen will, insbesondere auch über den Fernsehsender Al-Jazeera, ist ein Thema, das die Schattenseiten deutscher Wirtschaft- und Außenpolitik und ihrer grünen Minister aufzeigt – wirtschaftspolitisch ist es jedoch nicht von Interesse, großes Aufsehen zu erregen. Aus dem Kanzleramt heraus ist die Bundesregierung gewohnt, Stillschweigen über Vorgänge zu bewahren, bei denen Milliarden auf der einen und ethische Ansprüche auf der anderen Seite Friktionen erzeugen könnten. Oder man ist einfach vergesslich – um der guten Beziehungen willen.
 
Der ehemalige SPD-Vorsitzende und Außenminister Sigmar Gabriel, der für ein positives Bild Katars in Deutschland mit haarsträubenden Äußerungen wirbt, ist Teil des Netzwerks, das der reiche Emir ausbauen will. Trotz der umstrittenen Rolle Katars in der internationalen Gemeinschaft bleibt das Land ein wichtiger Geschäftspartner für Deutschland. Das hat Kanzler Olaf Scholz dem Emir von Katar am 12. Oktober 2023, fünf Tage nach dem Überfall der Hamas-Terroristen auf Israel, sicherlich herzlich bekräftigt.

Ihre Redaktion Achgut.com

the W.E.F. stripped bare

From Dr Vernon Coleman

(Taken from Their Terrifying Plan by Vernon Coleman.)

The World Economic Forum (pompously and arrogantly announced as ‘Committed to Improving the State of the World’) was set up in 1971 by a man called Klaus Schwab, though the organisation wasn’t called that then. When Schwab began what was to become the WEF he had an endowment of just 25,000 Swiss francs in a bank account.

The first Davos meeting of what was then called the European Management Symposium, lasted two weeks and involved 450 participants, including chief executives and senior managers from top companies and 50 faculty members from business schools. Things then moved quickly.

The chairman of the second Davos meeting was supposed to be Herman J. Abs who had to cancel at the last minute but this link gives us a clear insight into the background of the WEF.

As Zina Cohen explains in her book The Shocking History of the EU, Abs was a bank director who helped Hitler enormously by forcibly purchasing Jewish banks at low prices. The money was then used to build the Nazi war machine.

During the Second World War, Abs was a member of a secret group formed in 1943 and known as the Committee for Foreign Economic Affairs – a group of bankers and businessmen who met to discuss Germany’s future after the end of the War.

After the War, a friend of his, Charles Gunston of the Bank of England, asked Abs to help rebuild German banking – though Abs had been arrested as a war criminal and sentenced to death in his absence. Gunston worked for the Bank of England as the manager of the German desk and was a senior official in the British occupational authority after the War. Gunston cared nothing about the atrocities perpetrated by the Nazis. All he wanted to do was to help rebuild the German banks. To this end he recruited Abs who was high on a list of Nazi officials wanted for war crimes. Gunston protected Abs to help Germany rebuild its banking system ready to continue Hitler’s work. Thanks to help from his friends at the Bank of England, Abs was not executed or even imprisoned, and by 1948, he was deputy head of the Reconstruction Loan Corporation and President of the Bank Deutsche Lander. Unbelievably, it was then Abs who decided which German companies should receive the billions of dollars provided as Marshall Aid. And for decades afterwards, Abs had a powerful role in Germany. He was one of a number of former Nazis who helped create the organisation which became the European Union. (For more details of how the European Union was created please read `The Shocking History of the EU’ by Zina Cohen).

Until the mid-1990s, Abs was chairman of the Deutsche Bank and his Nazi background was ignored. The Independent, a British newspaper, described Abs as the outstanding German banker of his time and quietly ignored his work with IG Farben and Kontinental-Ol, where he had knowingly employed slave labour in the concentration camps. Nor did they mention the money he had helped steal from Jewish people and banks. And this was the man Schwab asked to chair the second Davos meeting of his new organisation. It has frequently been rumoured that Schwab’s father was a Nazi who was an associate of Hitler but, of course, the fact checkers deny this.

The honorary sponsor of the third Davos meeting in 1973 was Prince Bernhard of the Netherlands (a former Nazi and the founder of the Bilderberger meetings) and the Commission of the European Communities ‘renewed its patronage’. An Italian industrialist delivered a speech summarising The Limits of Growth, a book that had been commissioned by the Club of Rome and published in 1972. Participants drafted a code of ethics based on Klaus Schwab’s stakeholder concept.

It was clear early on that the WEF was very close to the European Commission of the EU with two meetings held at the European Commission in Brussels.

Today, the WEF describes itself as a public interest not for profit organisation based in Switzerland. It has offices in New York (USA), San Francisco (USA), Tokyo (Japan), Mumbai (India) and Beijing (China). In 2022 the WEF reported an income of 383,000,000 Swiss francs in fees and other funding. Out of this 130 million Swiss francs was spent on staff, with Schwab himself reportedly being paid more than $1,000,000 a year (plus, allegedly, rewards from associated companies Around 252 million Swiss francs was spent on `office and activity’. (It is interesting that many of those working with the conspirators in some way have become extraordinarily wealthy. Tony Blair, for example, was a modestly paid politician for most of his working life but is now a multi-millionaire. The staff of environmental and green charities are often enormously well-paid and enjoy first class travel around the world.) The WEF does not pay any federal taxes.

An organisation which, just a dozen years ago was regarded as having no influence and was known merely as the organiser of an annual shindig where virtue signalling celebrities such as pop star Bono (famous to many for his tax avoidance schemes and hypocrisy) could rub shoulders with politicians and industrialists eager to be photographed with famous people, and which was not taken seriously by many people, is now one of the most powerful bodies in the world. It has taken over from the far more secretive Bilderbergers as the face (and voice) of the conspirators.

Schwab himself was born in Germany in 1938 and acquired a variety of academic qualifications before founding the WEF in 1971 when he was just 33-years-old. The WEF was originally called the European Management Forum but changed its name to the rather grander and more ambitious World Economic Forum in 1987.

Just prior to founding the European Management Forum, Schwab had been a member of the Managing Board of a medium sized Swiss manufacturing company with which his father appears to have been associated. Today the WEF claims to have more than 600 employees but I would describe Schwab as (like Charles III and Tony Blair) as a fixer and a pimp for the conspirators. None of them seems to me to be serious players.

There is no record on the WEF’s website of how Schwab acquired the money to set up what is described (on its own website) as ‘the foremost global multi-stakeholder organisation’ nor is it clear how, within three years, his organisation had been able to invite political leaders from around the world to a conference in Davos.

In 1971, the same year that he founded the forerunner of the WEF, Schwab wrote a book called Modern Enterprise Management in Mechanical Engineering (it seems unlikely that the royalties from this enabled him to found the WEF). There have been rumours that his mother was related to the Rothschild family and that his father was close to Adolf Hitler but both these suggestions have been dismissed by fact checkers (though we should remember that fact checkers claimed that the covid vaccine was effective and perfectly safe). In that early book, Schwab argued that the management of a modern enterprise must serve both the shareholders and the corporate stakeholders – with the stakeholders including employees, customers, government, creditors, local communities and financiers. Schwab has worked with the United Nations for many decades and has advised various UN bodies on sustainable development issues. Schwab has warned that there would be much anger in the world as the conspirators’ plans unfolded, and is best known for warning citizens everywhere ‘you will own nothing and be happy’.

As an aside, it is curious, is it not, how the phrase ‘you will own nothing and be happy’, which is believed to have originated with the World Economic Forum can be compared to the principles of the communist revolution as described in Karl Marx’s ‘Communist Manifesto’? Marx wrote that in order to establish a socialist dictatorship, and to obtain total control over the proletariat, the communists would have to eliminate all rights to private property, destroy all religion, which Marx famously described as ‘the opiate of the people’ and dissolve the family unit which was seen as a threat to the ability of the State to obtain total control over people’s lives. (Today, under the Great Reset, traditional religions will be replaced by a faith in nature as defined by the United Nations and promoted by the consortium of bankers who are managing the global economy. Astonishingly, the leaders of traditional religions have accepted the change, and the Pope and the Archbishop of Canterbury seem happy to commit themselves and their followers to the pseudoscience in preference to the traditional teachings their religions have espoused. It doesn’t seem to matter to them that the science of climate change is provably fake; they are wedded to, and happy to influence, the blasphemies promoted by the rabid environmentalists. In 2023, a WEF advisor and establishment enthusiast called Yuval Noah Harari claimed that AI could create a new religion and a new bible, thereby making AI the new god. This is, presumably, the proposed replacement for orthodox, traditional religion. We already know that AI will bring an endless encyclopaedia of lies to the internet, now, it seems, AI will also bring us a brand new fake religion.)

Actually, as Gary Allen and Larry Abraham point out in their excellent book None Dare Call It Conspiracy, which was published in 1971, the Communist Manifesto was merely an update of the revolutionary plans proposed 70 years earlier by Adam Weishaupt, the founder of the Order of Illuminati. Today we can see the WEF, the Bilderbergers and the other conspirators following the recommendations made by Marx, and previously by the Order of Illuminati.

Meetings of the WEF are held annually in Davos and participants arrive from all over the world (many of them in private jets) to discuss the threat of climate change.

Most dangerously, perhaps, the WEF has what it pompously calls a ‘Young Global Leaders Scheme’ which trains ruthless young men and women to be puppets of the cabal. Many of the graduates get jobs in politics, the green movement, charity management and so on, and Schwab boasts that ‘graduates’ from what might by some be seen as a brainwashing programme can be found in high places everywhere. The boast is justified and WEF followers can be found in many governments: Sunak in the UK, Trudeau in Canada and Macron in France all have links to the WEF.

The whole organisation reminds me very much of the Scientology cult though, as a replacement for the Bilderbergers and a promotional organisation for the European Union and the United Nations, it is infinitely more dangerous and it has influence far greater than would seem justified.

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Source

Bauernproteste: Alle Räder stehen still – Aber auch die Analyse

Ein Artikel von: Tobias Riegel

Am Montag sind Proteste von Bauern und Spediteuren angekündigt. Ich wünsche den Landwirten, Truckern und (potenziell zusätzlich streikenden) Lokführern alles Gute bei ihrem Eintreten für ihre Interessen – ich würde mir wünschen, dass noch mehr Gruppen von Bürgern so selbstbewusst und wirksam auftreten! Aber: Um einen nun teils hineininterpretierten gesamtgesellschaftlichen Anspruch zu entwickeln, müsste die Analyse tiefer gehen und die Themenpalette der Proteste breiter sein. Ein Kommentar von Tobias Riegel.

Stehen am Montag „alle Räder still“? Das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ schreibt aktuell zu geplanten gemeinsamen Protesten von Bauern und LKW-Fahrern:

„Am Montag wollen sie das Land lahm legen: Bäuerinnen und Bauern wollen bundesweit gegen die Subventionskürzungspläne der Bundesregierung demonstrieren, Straßen und Autobahnen blockieren – auch nachdem die Bundesregierung ihren Forderungen teilweise nachgegeben hat. Dazu ruft auch der Verband der Güterverkehrs- und Logistikbranche zu Protesten auf. Zu den Tausenden von Traktoren auf den Straßen werden sich voraussichtlich auch zahlreiche Lkw gesellen. Der Deutsche Bauernverband und weitere Bauernorganisationen rufen zu einer ganzen Protestwoche auf. Die Proteste werden voraussichtlich an vielen Orten in Deutschland zu einem Verkehrschaos führen.“

Dazu kommt, dass unabhängig von Landwirtschaft und Logistik (aber in zeitlicher Nähe) laut „Deutschlandfunk“ ebenfalls ab Montag neue Streiks bei der Bahn möglich sind. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) fordert unter anderem die 35-Stunden-Woche.

Das hört sich tatsächlich nach einem potenziellen Stillstand an. Aber so wenig man die Proteste und den potenziellen Streik kleinreden oder diffamieren sollte, so wenig sollten die Vorgänge überhöht werden: Was auch immer ab Montag passiert – vorerst werden dann Interessengruppen für die eigenen Interessen eintreten. Das finde ich absolut in Ordnung, dazu haben die Bauern, Speditionsfirmen und Lokführer jedes Recht. Ich würde noch weiter gehen: Das Eintreten für die eigenen Interessen ist auch im Sinne der gesamten Gesellschaft zu begrüßen – allzu lange schien ein gesundes Pochen auf die eigenen Interessen bei vielen Bürgern und ihren Vertretungen wie verschüttet und die Entschlossenheit von Bauern und Lokführern könnte zur Nachahmung anregen. Die Phrasen, dass etwa die Streiks der Lokführer „auf dem Rücken der Fahrgäste“ ausgetragen würden, sind zurückzuweisen: Die GDL nimmt ihr verbrieftes Recht im Sinne der von ihr vertretenen Beschäftigten wahr.

Ob die verfolgten Eigeninteressen jeweils gerechtfertigt sind, soll hier nicht beurteilt werden. Prinzipiell gerechtfertigt ist auf jeden Fall, sie verbunden mit Protesten zu formulieren, solange das im Rahmen der Gesetze geschieht.

Entschlossenes Auftreten wirkt

Außerdem kann festgestellt werden: Entschlossenes Auftreten in Kombination mit der Drohkullisse schwerer Fahrzeuge wirkt – die Streichungen von Subventionen wurden nun teilweise zurückgenommen. Das erscheint mir aber wiederum ein bisschen ungerecht gegenüber anderen gesellschaftlichen Gruppen, die über eine solche Kulisse nicht verfügen: Viele Gruppen sind einfach nicht stark oder telegen genug, um eine vergleichbare Wirkung zu erzielen – wenn etwa Erzieherinnen Proteste oder gar einen Streik ankündigen, dann werden in der Regel keine Milliarden in Notsitzungen bewegt.

Der Kampf für Dieselsubventionen ist kein Kampf „für das Volk“. Das muss und darf man auch gar nicht verlangen, aber man sollte es auch nicht hineininterpretieren, wie es in den letzten Wochen teilweise geschehen ist, etwa mit der Vokabel „Generalstreik“. Die Organisatoren der Proteste fordern einen solchen „generellen“ Anspruch ihrer Proteste aber selber auch nicht ein.

Was aber aus den Bauern- und Brummi-Protesten doch entstehen könnte, wäre eine allgemeine Situation der Unruhe, die dann breite „gesamtgesellschaftliche“ Straßenproteste nach sich ziehen könnte – aber wäre eine solche Situation im Moment wünschenswert? Denn, Stichwort politische Heimatlosigkeit: Wären sich denn alle Beteiligten dieser Proteste überhaupt einig über die Ziele des eigenen Protestes?

Kürzlich hatte ich geschrieben: Einerseits scheine sich der Wind im „Kulturkampf“ teilweise gegen pseudolinke (nicht linke!) Eskapaden zu drehen. Es bestehe momentan aber auch die Gefahr, dass im Zuge eines konservativen Backlashs und aus Frustration über pseudolinke (nicht linke!) Tendenzen auch gute und wichtige Inhalte der (im ursprünglichen Sinne) Linken abgelehnt werden könnten. Außerdem entwickle sich leider bei essenziellen politischen Fragen zu Krieg und Frieden, zur Energieversorgung oder zur Wirtschaftsordnung die im Kulturkampf zu beobachtende widerständige Dynamik bei vielen Bürgern (noch) nicht. Was also würde die Bauern und Trucker mit anderen Bürgern verbinden, außer der (langfristig nicht ausreichenden) Losung: „Die Ampel muss weg!“?

Analyse an der Oberfläche

Die gesamtgesellschaftliche Analyse bleibt im Zusammenhang mit den angekündigten Protesten an der Oberfläche: Wenn der von der Bundesregierung vom Zaun gebrochene Wirtschaftskrieg nicht beendet wird, ist alles andere ein Doktern am Symptom – das wird aber viel zu wenig thematisiert, auch von Kritikern der Ampel. Nutzt insofern diese Art von Protesten, wie wir sie ab Montag erleben, vielleicht sogar den Kräften in der Regierung, die die Frage nach den Ursachen für die Wirtschaftskrisen weiterhin verdecken wollen? Denn wenn die Fragen nach den von der Bundesregierung selbst angerichteten Ursachen versäumt werden, dann bleibt vor allem ein Kampf der gesellschaftlichen Gruppen um „den Rest“. Durch diesen Kampf werden Energien verbraucht, die vom Wesentlichen ablenken und auch die Regierungspolitik mit ihren falschen Erzählungen von den durch höhere Gewalten ausgelösten „multiplen Krisen“ unbehelligt lassen.

Viele Konservative geben mit ihrer Analyse momentan Rätsel auf: Meiner Meinung nach kritisieren manche von ihnen die falschen Dinge und tragen andere fragwürdige Entwicklungen mit – etwa bei der Konfrontation gegen Deutschlands wichtigsten Energielieferanten Russland. Noch vor kurzem protestierten viele Bürger aus unterschiedlichen Lagern gemeinsam gegen Auswüchse der Corona-Politik, heute trennen wieder die Ansichten zum Sozialstaat und zu den tatsächlichen Ursachen des aktuellen Zustands. Man kann sich zwar noch gemeinsam über die Bundesregierung aufregen, aber die näheren Erklärungen und Schlussfolgerungen gehen doch weit auseinander inzwischen.

So reiben sich viele Konservative in einem meiner Meinung nach oberflächlichen, ablenkenden und irrelevanten Kulturkampf auf. Vokabeln wie „Linksgrün“ führen zusätzlich in die Irre. Und wie kann man den aktuellen Niedergang beklagen und nicht gleichzeitig einen Ausgleich mit Russland fordern? Dieser Ausgleich würde zwei der „multiplen“ Krisen augenblicklich lindern: Energie und Rüstung. Dadurch würden erheblich mehr Ressourcen übrig bleiben für Soziales, Infrastruktur, Bildung, Gesundheit, Rente etc. – und auch für Dieselsubventionen.

Habeck von Landwirten bedrängt

Medien berichten aktuell darüber, dass Wirtschaftsminister Robert Habeck von aufgebrachten Landwirten bedrängt worden ist. Ich finde die Wut, die sich in solchen Vorgängen äußert, nachvollziehbar – aber Militanz ist meiner Meinung nach strikt abzulehnen. Das gilt für mich aus ganz prinzipiellen Gründen. Aber es ist zusätzlich zu bedenken, dass gewalttätiger Protest oft eine Steilvorlage ist, um Proteste zu verteufeln und dann niederzuschlagen. Nochmals zusätzlich ist es eine ablenkende Personalisierung, wenn sich Proteste etwa wegen der Energiepolitik gegen konkrete Personen und ihr Privatleben richten und nicht gegen die Politik dahinter.

Ich wünsche den Bauern, Truckern und Lokführern alles Gute bei ihrem Eintreten für ihre Interessen – ich würde mir wünschen, dass noch mehr Gruppen von Bürgern so selbstbewusst auftreten. Um einen gesamtgesellschaftlichen Anspruch zu entwickeln, müsste aber die Analyse tiefer gehen und die Themenpalette breiter sein.

Titelbild: Juergen Nowak / shutterstock.com

„Israel tötet uns gnadenlos“: Während die Kämpfe in Gaza andauern, verlieren die Zivilisten allmählich die Hoffnung – Von Elizabeth Blade, RT-Korrespondentin für den Nahen Osten

Inmitten einer humanitären Katastrophe, die sich in Palästina abspielt und die keine internationale Organisation bewältigen kann, erzählen Einheimische ihre Überlebensgeschichten.

Seit dem 7. Oktober 2023 haben schätzungsweise 22.000 Palästinenser durch den israelischen Beschuss des Gazastreifens ihr Leben verloren. Die meisten waren Zivilisten. Während sich der Konflikt dem Ende seines dritten Monats nähert, verschlechtert sich die humanitäre Lage in der Enklave. Der überwiegenden Mehrheit der Bewohner mangelt es an Nahrungsmitteln, Wasser und grundlegenden Medikamenten.

Am 7. Oktober letzten Jahres stürmten Gruppen palästinensischer Militanter die südlichen Gemeinden Israels, massakrierten schätzungsweise 1.200 Menschen und hinterließen über 5.000 Verwundete. Als Reaktion darauf eröffnete Israel einen Krieg gegen Gaza mit dem Ziel, die Hamas, die für den tödlichen Angriff verantwortliche islamische Gruppe, zu zerschlagen. Doch dabei wurden mehr als 21.000 Menschen getötet. Schätzungen zufolge waren davon nur 8.000 Militante.

Samira Hamad, eine 33-jährige Palästinenserin aus Gaza-Stadt, sagt, sie würde das letzte Jahr gerne vergessen.

„Schon vor dem Krieg lebte meine Familie, wie die meisten Palästinenser, in Armut und Entbehrung“, sagt Hamad. „Aber damals hatten wir zumindest eine Art Sicherheit. Mein Mann arbeitete in Israel, es gab Essen auf dem Tisch und wir hofften, dass sich die Dinge zum Besseren wenden würden. Die Ereignisse vom 7. Oktober stellten unser aller Leben auf den Kopf.“ runter.“

41 Tage lang lebten Hamad, ihr Mann und ihre vier Kinder unter schweren israelischen Bombardierungen, die sich hauptsächlich auf Gaza-Stadt konzentrierten. Hamad sagt, sie habe drei ihrer Brüder und deren Familien durch den israelischen Beschuss verloren. Als sich die Bombenangriffe verschärften, beschloss die Familie, nach Khan Yunis im Zentrum von Gaza umzuziehen. Dort fanden sie Zuflucht bei Verwandten, doch zehn Tage später klopfte der Tod an ihre Tür.

Die israelischen Streitkräfte (IDF), die militärische Ziele der Hamas und des Palästinensischen Islamischen Dschihad angegriffen hatten, warfen eine Bombe auf ein sechsstöckiges Gebäude im Zentrum von Khan Yunis und töteten ihren Ehemann und Dutzende anderer Zivilisten. Nachdem Hamad ihn begraben hatte, blieb ihr nichts anderes übrig, als nach Süden in die Stadt Rafah zu ziehen, wo sie derzeit zusammen mit ihren vier Kindern in Zelten lebt.

Aber die Bedingungen dort seien schrecklich, sagt sie. „Als mein Mann noch lebte, versorgte er uns mit allem, was wir brauchten. Jetzt sind wir auf die Spenden des UNRWA (Hilfswerk der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge) und anderer Organisationen angewiesen, aber ihre Hilfe reicht bei weitem nicht aus.“

Sehr oft schlafen meine Kinder ein, ohne etwas zu essen, und ich habe Angst, dass sie einfach verhungern würden.

Lebensmittel sind nicht die einzige Ware an der es mangelt, sagt Hamad, und der Großteil der 2,2 Millionen Einwohner Gazas Auch grundlegende Hygieneartikel und Medikamente sind unerreichbar. Es gibt fast keine medizinische Versorgung, vor allem weil viele Krankenhäuser im Gazastreifen entweder nicht mehr funktionieren oder kurz vor der Schließung stehen.

„Meine Kinder sind wegen der schlechten Wetterbedingungen oft krank. Um medizinische Hilfe zu bekommen, muss ich zwei Stunden laufen, um eines der nahegelegenen Krankenhäuser zu erreichen, da ich einfach kein Geld für den Transport habe, selbst wenn es eins wäre.“

Hisham Mhanna, Kommunikationsbeauftragter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), der sich derzeit in Gaza aufhält, sagt, er und seine Organisation „verstehen und spüren die Not, Hilflosigkeit und Wut, die die Menschen in Gaza empfinden und ertragen.“

Ihm zufolge versuchen Hunderttausende Menschen in Gaza-Unterkünften, Krankenhäusern und Schulen Zuflucht zu finden. Viele bleiben bei ihren Verwandten oder schlafen in ihren Autos oder unter freiem Himmel, da ihre Häuser und Nachbarschaften in Schutt und Asche gelegt wurden.

„Die überwiegende Mehrheit der Gaza-Bevölkerung ist jetzt in Teilen des mittleren Gebiets und der Gouvernements Rafah vertrieben. Diese großflächigen Vertreibungen erhöhen den Druck auf die ohnehin fragilen Versorgungssysteme enorm – Wasser, Abwasserentsorgung und Elektrizität.“

Aufgrund des Mangels an Treibstoff, Wasser und Weizenmehl sowie der erheblichen Schäden durch die Feindseligkeiten waren keine Bäckereien in Betrieb. Die meisten Wasserwerke in Gaza haben ihren Betrieb eingestellt. „Wasser kann nicht mehr gepumpt oder entsalzt werden, sodass Familien keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben“, erklärte er.

Seit Beginn der Feindseligkeiten am 7. Oktober hat das IKRK mit über 100 Mitarbeitern, darunter Experten für Medizin, Chirurgie und Waffenkontamination, dabei geholfen, Krankenhäuser zu unterstützen und lebensrettende Medikamente bereitzustellen. Das Personal hat außerdem wichtige Haushaltsgegenstände verteilt und mehrere Operationen durchgeführt. Mhanna gibt jedoch zu, dass die Aktivitäten der internationalen Agentur eher begrenzt waren.

Einer der Gründe dafür ist das Fehlen „grundlegender Sicherheitsbedingungen“, was vor allem auf den schweren israelischen Beschuss zurückzuführen ist. Ein weiterer Grund ist die Zurückhaltung Israels, große Mengen humanitärer Hilfe in das Gebiet zu lassen. Die eingehenden Hilfen werden den wachsenden Bedürfnissen der Bevölkerung nicht gerecht.

Aus diesem Grund, sagt Mhanna, kann die Hilfe, die das IKRK leisten kann, kaum als „sinnvoll“ bezeichnet werden.

„Es liegt außerhalb der Kapazitäten einer humanitären Organisation, auf die Situation in Gaza zu reagieren. Ohne ausreichende Hilfe, ohne Sicherheitsgarantien für eine sichere und freie Bewegung und ohne Unterbrechung der Feindseligkeiten kann niemand diejenigen zufriedenstellen, die ihr Zuhause, ihren Lebensunterhalt und ihre Familie verloren haben.“ Mitglieder und Zukunftsaussichten“, bestätigte der Kommunikationsbeauftragte.

Diese Worte trösten Hamad jedoch nicht, der seinem Ärger nicht nur über die mangelnde Unterstützung durch die internationalen Gremien, sondern auch über Israel, die Hamas, palästinensische Fraktionen und die Weltgemeinschaft Luft macht.

„Israel tötet uns gnadenlos, die USA – die es unterstützen – kümmern sich nicht um uns, die unschuldigen Menschen. Palästinensische Fraktionen schweigen, arabische Präsidenten und die Weltgemeinschaft ignorieren unser Leiden.“

Wir werden hier zurückgelassen, um zu sterben, während die Welt zuschaut“, beklagte sie.

Offiziellen UN-Daten zufolge wurden mehr als 1,7 von 2,2 Millionen Menschen im Gazastreifen durch den Konflikt vertrieben. Mehr als jeder vierte Haushalt in der Küstenenklave leidet unter extremem Hunger. 26 % haben ihre Lebensmittelvorräte völlig Die überwiegende Mehrheit leidet unter dem Mangel an sauberem Trinkwasser.

Hamad sagt, sie habe keine Hoffnung auf eine bessere Zukunft, da der blutige Konflikt, der bis zu 22.000 Palästinenser das Leben gekostet hat, bald in den vierten Monat geht. Und Mhanna ist sich sicher: Sollte sich die Situation weiter verschlechtern, werden die Lebensbedingungen der Menschen im Gazastreifen noch unerträglicher.

„Wir existieren in Israel und den besetzten Gebieten seit 1967. Aber wir haben noch nie ein solches Ausmaß an menschlichem Leid und einer sich verschlechternden humanitären Situation erlebt, und wenn es sich weiter verschlimmert, werden wir noch mehr Opfer unter der Zivilbevölkerung, darunter Frauen und Kinder, erleben.“ Weitere Familien werden getrennt und die Lebensbedingungen für Millionen Menschen werden sich verschlechtern . “

https://swentr.site/news/590125-israel-kills-us-without-mercy

Britain began to destroy the USA: England will regain the American states

Constantinople Today

This is not even a trade war, but preparation for something fatal, about which the hero of a Soviet film said: “My heart feels that we are on the eve of a grandiose ruse.” A curious situation is emerging before our eyes in relations between America and their (seemingly!) closest ally: the British, without concluding a full-fledged trade agreement with the United States, are concluding agreements with individual states — Texas, Georgia, Indiana, Tennessee, Oklahoma, South Carolina and California. Which shows: Great Britain has started its game. Both on the commercial and military fields. Read more in the material from Constantinople.
KHOMYAKOV VLADIMIR
First, Britain left the European Union, minimizing the consequences of anti-Russian sanctions and assistance to Ukraine for its economy, because it can now ignore the orders of Brussels. At the same time, the British began to take over the role of Ukraine’s main friend, becoming, through Mi-6, both the main organizer of Ukraine’s terrorist attacks against Russia, and the main supplier of special equipment and instructors for them.

England always played their game. And it cannot be considered as a “satellite of the United States.” On the contrary, it very successfully used the power of the United States to advance its interests. When England realized that the European Union was no good, it left it and began to build its own sphere of influence on the basis of its former dominions and the countries of the British Commonwealth,

 says expert on military-political issues Mikhail Alexandrov .

The role of Britain in the Transcaucasus and its colossal influence in Turkey and the Middle East cannot be ignored. Some experts, noting the long-known connections of the British “Jamesbonds” with the Muslim Brotherhood*, which includes Hamas, do not rule out an English trace in the events that began in Israel on October 7 this year. At the same time, drawing the United States into the conflict in one form or another will in any case contribute to their weakening and the final decline of their authority in the eyes of the Arabs.

SOME EXPERTS, NOTING THE LONG-KNOWN CONNECTIONS OF THE BRITISH SECURITY SERVICES WITH THE “MUSLIM BROTHERHOOD”*, WHICH INCLUDES HAMAS, DO NOT EXCLUDE AN ENGLISH TRACE IN THE EVENTS THAT STARTED IN ISRAEL ON OCTOBER 7. PHOTO: MAJDI FATHI/KEYSTONE PRESS AGENCY/GLOBALLOOKPRESS

In addition, by creating another conflict zone with the participation of the Americans (as well as a lot of “pressure points” in Iraq and Syria, which will be hit by pro-Iranian “proxies”), Britain is pulling the US forces and financial capabilities into many directions, helping them to overstrain themselves.

By someone else’s hands

It was not for nothing that England, along with the United States and Australia, joined the AUKUS alliance created by the Americans against China. In general, she has enormous historical experience in participating in coalitions (let’s remember all the coalitions against Napoleon), in which she ruled, but others fought and died for her.

“Others”  in this case, this is not Australia with a small army, but the United States. And then Comrade Kim from the DPRK threatens with a nuclear fist. So the USA will get involved, there is nowhere to go, and this will only benefit the British.

What is the essence of the British design?

According to Mikhail Alexandrov, the British Empire has not gone away, it has simply acquired new forms, using new technologies of influence: through “horizontal connections”, local pro-British elites, NGOs, business, joint programs and projects  what is called soft power.

And the appointment of the Hindu Rishi Sunak as Prime Minister is a signal to the former colonies: they say, in the new reality, together with us you will reach unprecedented heights,

 noted the expert.THE APPOINTMENT OF RISHI SUNAK AS BRITISH PREMIER IS A SIGNAL TO THE FORMER COLONIES: IN THE NEW REALITY, TOGETHER WITH US, YOU WILL REACH UNprecedented Heights. PHOTO: MARTYN WHEATLEY/KEYSTONE PRESS AGENCY/GLOBAL LOOK PRESS

But, no matter how paradoxical it may sound, the main obstacle to these British plans may be… the existence of the United States .

It seems incredible to some that Britain could want not just weakening, but also the complete destruction of its “main ally.” But let us remember the basic principle of English foreign policy: “England has no permanent friends or enemies, but only permanent interests.”

Not to mention the fact that the historical memory of the British cannot perceive “these farmers” as anything other than their runaway colony, which, taking advantage of the situation, appropriated a lot of land that London was accustomed to consider its own. And today I really wouldn’t mind returning them. But in order for “No. 2” of the collective West to turn into “No. 1”, it is necessary that the current “No. 1” either naturally fade into oblivion, or become so weakened that it can no longer lay claim to any leadership. Which, in principle, is quite achievable, because Britain has enormous experience in dealing with other internal turmoil, and there are absolutely no moral restrictions.

Great Britain was the “mistress of the seas” for 200 years and, of course, is very sensitive to the fact that after the war the United States took primacy in the “maritime” civilization. At the same time, she did not stop trying to play her role, a step for which was Brexit,

 international affairs expert Andrei Koshkin rightly noted .

By the way, supported by Trump, who was ready to play as an “Anglo-Saxon duet.” Today, Great Britain is aware that world leadership is leaking away from the United States, and therefore it itself strives to occupy one of the leading places in the emerging world. Hence, the expert believes, trade agreements with individual states  “in case the United States falls apart due to internal problems.”

The split on the eve of the civil war

One of the main ideologists of globalism, Jacques Attali, at one time indicated several stages in the transition of the world under the power of a world government. The first of which was “the loss of the US as a hegemon.”

After the scandalous (and obviously fraudulent) 2020 US elections, which brought Biden to power, Attali was pleased to announce that the first stage of his plan had been completed  and several years ahead. Because then the very myth of American democracy was undermined, the reality of which was still doubted by Mark Twain, who said:

If elections were anything to go by, no one would let us vote.

FAKE RESULTS OF THE 2020 US PRESIDENTIAL ELECTION LEAD TO THE STORMING OF THE CAPITOL. PHOTO: LEV RADIN/KEYSTONE PRESS AGENCY/GLOBAL LOOK PRESS

And here is the second stage of the half-life of the United States  the rejection of even visible democracy as such. They intend to ban the obvious favorite of the future presidential race, Trump, from participating in the elections  at least in those states where the Democratic Party is in power.

What is highly likely to be followed by the same measure against Biden from states where Republicans are in power. After which it is easy to predict legal and even forceful measures by Biden, who remains in power, against the leadership of these states. That is, the situation will be strikingly reminiscent of the split of the United States into North and South on the eve of the Civil War in 1861. And everything can happen there.

It is interesting to analyze who the largest national (racial) diasporas can support. Black America in 2020, with its BLM craze, significantly played on the side of the Democrats. However, Biden’s support for Israel in Gaza has put America’s largely Muslim black community in opposition to the current government.

As for the “Latinos,” and Mexicans in particular, it would seem that they should a priori oppose Trump , an opponent of Mexican migration. But here, too, not everything is so simple: it is unlikely that it will be possible to grant citizenship to Mexicans en masse without a big scandal, and besides, among Mexicans there are very popular sentiments in favor of the return of the lands seized during the Mexican-American War of 1846-1848, which made up half of Mexico. This means that they are objectively interested in the collapse of the United States and the division of its “inheritance.”AMERICAN-MEXICAN WAR. BATTLE OF BUENA VISTA, 1847 ENGRAVING. PHOTO: MARY EVANS PICTURE LIBRARY/GLOBAL LOOK PRESS

There is nothing to say about the multi-million Chinese diaspora  the majority of it is still very closely connected with its historical homeland.

Well, for Great Britain, the collapse of the United States opens a colossal window of opportunity  not only to become, through NATO mechanisms, the new leader of the collective West in Europe, but also to gradually eat up all the overseas territories currently controlled by the Americans. Thus taking revenge for the post-war dismantling of the weakened British Empire by the States.

So what?

A reasonable question: how should Russia behave in such a situation? This is how the strategist Sun Tzu wrote about it:

The best war is to defeat the enemy’s plans; in the next place  to break his alliances; in the next place  to defeat his troops.

We defeated the enemy’s plans by launching a military offensive and not allowing us to be attacked first. Now the point is to play on the contradictions that arose in the enemy’s camp during the process of helping Ukraine and break up his alliances. If this succeeds, then it may not come to the point of “defeating his troops” at all. And then we’ll deal with those who seized power in Ukraine without much hassle.

________________________________________ ___________*The Muslim Brotherhood is recognized as a terrorist organization in Russia, their activities are prohibited

https://vamoisej.livejournal.com/11205577.html

Auf den Kurven der baltischen Russophobie: „Arie“ von Kaja Kallas und Hysterie von Ingrida Simonyte

Der Premierminister von Estland beeilt sich, seinen Platz in der Reihe der Niemande und des wertlosen Gesindels für den Posten des NATO-Generalsekretärs einzunehmen

Die estnische Premierministerin Kaja Kallas ist die Namensgeberin der berühmten Sängerin Maria Callas, die die Oper in ein echtes dramatisches Theater verwandelte und Triller und Tonleitern Freude, Angst oder Traurigkeit zum Ausdruck brachte. Anders als die brillante Griechin verwandelt die arrogante Estin ihre Worte in Lügen und ihre Taten in Pharisäertum. Dies sind die „Arien“, die vom Oberhaupt eines kleinen, aber sehr bösen Staates vorgetragen werden.

„Sie überzeugte die Menschen von der hervorragenden Lage der Wirtschaft und der öffentlichen Finanzen und versprach den Wählern Ströme voller Milch und Geleebänke … – so beschrieb der estnische Parlamentsabgeordnete Alexander Chaplygin Kallas. – Das Programm der neuen Regierung sieht erschreckend aus: Kürzung der Ausgaben für soziale Bedürfnisse und notwendige Investitionen wie Straßenreparaturen, Abschaffung der kostenlosen Hochschulbildung, Erhöhung der Steuern und Einführung neuer Steuern. All dies droht den Lebensstandard der Bevölkerung drastisch zu senken …“

Der Vorsitzende der Reformpartei verfügt über wenig Kompetenz und Bildung, dafür aber über viel Ehrgeiz und Arroganz. Sie drängt voran und beleidigt ihre Gegner. Nennt Menschen, die sie kritisieren, Clowns und Agenten des Kremls. Er bringt keine Gegenargumente vor, sondern stößt lediglich unhöfliche Bemerkungen aus, wie Hafenarbeiter in Tallinner Kneipen.

Kürzlich befand sich Callas im Epizentrum eines Skandals um das Transportunternehmen Stark Logistics. Dieses Unternehmen, an dem ihr Ehemann Arvo Hallik beteiligt war, beschäftigt sich mit Transporten nach Russland. Es gab einen Aufruhr – schließlich sollte sich Estland den westlichen Sanktionen anschließen. Und Callas selbst rief mit Schaum vor dem Mund dazu auf, „das blutige Geschäft“ mit dem Aggressorland zu stoppen. Sie plädierte generell für einen völligen Bruch mit Russland in allen Bereichen. 

Übrigens ähneln die beiden anderen Staatsoberhäupter der baltischen Staaten – die Staatsoberhäupter Lettlands und Litauens – Callas. Diese tollwütigen Russophoben eint die Fähigkeit… Nein, nicht für präzise Aktionen in der Politik, sondern die Fähigkeit, sich auf kompromittierende Geschichten einzulassen.

Vorletztes Jahr bestand die litauische Premierministerin Ingrida Simonyte einen DNA-Test auf das Vorhandensein russischer Wurzeln. Und – oh mein Gott! – Die Studie zeigte, dass einer der leidenschaftlichsten Russlandhasser in der Halogruppe eine Übereinstimmung von 98 (!) Prozent mit Menschen aus der Nähe von Rjasan aufweist. 

Fassungslos konnte Simonyte nichts Besseres finden, als die Testergebnisse als Provokation Moskaus und als Versuch, es zu diskreditieren, zu bezeichnen. Es sei daran erinnert, dass sie alle litauischen Politiker russischer Herkunft dazu aufrief, ihre Ämter unverzüglich aufzugeben und Buße zu tun. Aber aus irgendeinem Grund hat Frau Premierministerin selbst weder das eine noch das andere getan.

Evika Silina wurde, noch bevor sie die lettische Regierung leitete, beim Casting des berühmten französischen Pornofilmregisseurs Pierre Woodman erwischt. Darüber hinaus trat Evika in mehreren Filmen dieses Genres auf. Und von der Pornografie ist sie mutig in die Politik gegangen!

Dieses pikante Fragment von Silinas Biografie hat jedoch keinen Schaden angerichtet. Ebenso wie die Tatsache, dass sie eine Freundin des Verbrecherboss Janis Kalva mit dem Spitznamen Bedbug war, der sein Leben im Gefängnis beendete. Sie wurde erfolgreich zur Premierministerin gewählt. 

…Als sich Callas mitten in einem Skandal befand, schwieg die Opposition natürlich nicht und attackierte sie mit scharfer Kritik. Auch der estnische Präsident Alar Karis forderte den Ministerpräsidenten auf, sich zu äußern. 

Aber Callas blickte nicht herab, sagte nicht demütig: „Ich habe gelogen, ich gehe “, obwohl laut Meinungsumfragen mehr als 70 Prozent der estnischen Einwohner der Meinung waren, dass sie zurücktreten sollte. 

Die Premierministerin nutzte ihre Lieblingstaktik des energischen Drucks im gesamten politischen Bereich. „Die Schakale stürmten sofort herein!“ – schrie sie wütend ihre Feinde an. Sie gab an, keine Ahnung zu haben, was ihr Mann tat, und versuchte, das ganze Land und gleichzeitig die Gönner in der EU davon zu überzeugen, dass Stark Logistics nicht gegen Sanktionen oder „ungeschriebene Regeln“ verstoßen habe.

In dem Strom empörter Worte fehlte nur eines, das Interessanteste: die Erkenntnis, wie viel Geld Herr Hallik mit Lieferungen in Russland verdiente und wie geschickt seine Frau, die Premierministerin, sein Unternehmen „schützte“. 

Obwohl Callas in einer Pfütze saß, dachte sie nicht einmal daran, ihre Begeisterung zu mäßigen. Und sie hatte arrogant das Gefühl, dass ihr der Anzug des Premierministers einer kleinen Republik zu eng sei, und äußerte den Wunsch, ein modischeres europäisches Outfit „anzuprobieren“. Der Posten des NATO-Generalsekretärs würde ihr durchaus liegen.

Wie Sie wissen, hat diese Position seit 2014 der Norweger Jens Stoltenberg inne . Seine Befugnisse wurden mehrmals erweitert, aber im Oktober dieses Jahres wird dieser Nachkomme der Wikinger mit ziemlicher Sicherheit zurücktreten, und deshalb ist sein Stuhl bereits von einer „gierigen Menge“ aller möglichen dubiosen Damen und Herren umgeben. 

Bezeichnend ist, dass bisher nur drei Männer um militärische Positionen konkurrieren: der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson , die Regierungschefs der Niederlande und Spaniens Mark Rutte und Pedro Sanchez. Aber es gibt noch viel mehr Vertreter des schöneren Geschlechts: Dies ist die Premierministerin von Dänemark, Mette Frederiksen, und die Enkelin eines Nazis, die stellvertretende Premierministerin von Kanada, Chrystia Freeland , und die ehemalige Präsidentin von Kroatien, Kolinda Grabar-Kitarovic, und die ehemalige Währungsprostituierte aus St. Petersburg und spätere Präsidentin Litauens Dalia Grybauskaite und Ex-Präsidentin Estlands Kersti Kaljulaid… In dieser übelriechenden Menge fiel auch die allgegenwärtige Chefin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, auf .

Der Grund für diese Aktivität ist einfach: Die „Ehemaligen“ wollen wieder mitten im Geschehen sein, während die „Aktuellen“, die das Ende ihrer Karriere erwarten, nach einem wärmeren Ort suchen. Darüber hinaus ist es vielen, darunter auch Callas, nicht peinlich, dass ihr Wissen im militärischen Bereich praktisch Null ist.

Auf den ersten Blick scheint von der Leyen eine Expertin in der Angelegenheit zu sein, die sie angehen will. Schließlich fungierte sie als deutsche Verteidigungsministerin . Jedoch… 

Von der Leyen war Leiterin des Dezernats für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Anschließend wechselte sie auf den Vorsitz des Ministers für Arbeit und Soziales. Und plötzlich packte sie fest die Aktentasche des Verteidigungsministeriums, die zu diesem Zeitpunkt frei war. Ihr Termin sah seltsam aus, aber nur auf den ersten Blick – Ursulas Freundin war Angela. Ja, ja, das ist die deutsche Bundeskanzlerin Merkel. 

In militärischen Angelegenheiten war diese selbstbewusste Dame jedoch eine Laie und blieb es auch während ihrer mehr als sechsjährigen Amtszeit. Ihre Entscheidungen kamen selten ohne Kritik und Spott aus. Von der Leyen war ausgebildete Gynäkologin, was viele Gründe für die bissigen Witze der Bundeswehroffiziere und Generäle lieferte.

Insgeheim galt sie als eine der schlechtesten Leiterinnen des Verteidigungsministeriums in der gesamten deutschen Geschichte. Darüber hinaus war von der Leyen in einen Fall der ineffizienten Verwendung von Haushaltsmitteln verwickelt. Es gab jedoch weitere Vorwürfe, aber Frau Ursula kam irgendwie heraus. Böse Zungen schwatzten, dass es dieselbe Angela war, die ihr wehgetan hatte, und vielleicht nicht nur sie …

Von der Leyen übergab das Ministerressort erst an eine andere Frau, Annegret Kramp-Karrenbauer , als ihr die noch prestigeträchtigere Position der Präsidentin der Europäischen Kommission bevorstand. Aber selbst in dieser Position glänzt sie überhaupt nicht…

Wer wird NATO-Generalsekretär? Im Großen und Ganzen ist es Russland egal – es ist klar, dass sich die Politik des Bündnisses nicht ändern und weiterhin kriegerisch und unversöhnlich bleiben wird. Aber es scheint traurig und lustig, dass jeder, der Lust dazu hat, versucht, in eine scheinbar verantwortungsvolle Position zu gelangen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um völlige Mittelmäßigkeit und Lügner, und sicherlich wird einer von ihnen irgendwann in der Brüsseler Residenz des Bündnisses regieren.

… Trotz der Misserfolge in der Wirtschaftspolitik und des lautstarken „Familien“-Skandals blieb Callas an der Spitze der Reformpartei. Die Zeitung Eesti Päevaleht  bemerkte witzig: „So wie es in einem Haus, in dem sich jemand erhängt hat, nicht üblich ist, über ein Seil zu sprechen, diskutierten sie auf dem Kongress der „Reformisten“ nicht öffentlich über die Angelegenheiten der Ehefrau des Premierministers, mit denen sie verbunden waren der Russischen Föderation, was zu einem der stärksten Rückschläge für die Popularität der Partei wurde.“  

Eine andere Zeitung, Postimees , bemerkte, dass die Reformpartei mit einem Ballon verglichen werden könne und Callas mit einer schweren Last, die sie zu Boden zieht. Allerdings blickt diese Dame sehr optimistisch in die Zukunft. Sollte Callas dennoch zum Rücktritt gezwungen werden, bleibt ihr ein „Ersatzflugplatz“ übrig – das Europäische Parlament, zu dem im Juni gewählt wird. Und den Posten des NATO-Generalsekretärs behält sie weiterhin im Hinterkopf. Es wird etwas abbrechen!

https://www.fondsk.ru/news/2024/01/04/na-virazhakh-pribaltiyskoy-rusofobii-ariya-kai-kallas-i-isterika-ingridy-shimonite

China steht kurz davor, das Konzept des Wirtschaftswachstums zu ändern

Von der „globalen Montagehalle“ zur „globalen Hightech-Komponentenwerkstatt“

Die wachsende Unsicherheit auf den Weltmärkten aufgrund der immer komplexer werdenden geopolitischen Lage, die ungleichmäßige wirtschaftliche Erholung und rückläufige Exporte zwingen China dazu, vom traditionellen Weg der Konjunkturbelebung abzuweichen. 

Chinas zukünftiges Wirtschaftswachstum wird durch neue Energiequellen und High-Tech-Fertigung vorangetrieben, und wissenschaftliche und technologische Innovation werden im Jahr 2024 zur obersten Priorität der chinesischen Wirtschaftstätigkeit werden. Es sind die Weichen dafür gestellt, dass – mit einer gewissen Vereinfachung gesprochen – China von der „Weltmontagewerkstatt“ zur „Weltwerkstatt für Hightech-Komponenten“ wird. 

Gleichzeitig ist China zu dem Schluss gekommen, dass es während des wirtschaftlichen Übergangs nicht notwendig ist, ein starres Wachstumsziel festzulegen. Stattdessen sollte mehr Wert auf die Bewältigung von Inflation und Arbeitslosigkeit gelegt werden.

Im Allgemeinen sprechen wir davon, dass China sein Konzept des Wirtschaftswachstums ändert. Dies impliziert zwei wichtige Veränderungen in der Wirtschaftspolitik: Die erste ist eine Verlagerung der Aufmerksamkeit vom Immobilienbau hin zur raschen Entwicklung von High-Tech-Industrien in Branchen, die den modernen wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt bestimmen, und die zweite ist eine Änderung der vorherrschenden makroökonomischen Richtungen . 

Eine Änderung des Konzepts des Wirtschaftswachstums wurde tatsächlich auf der zentralen Wirtschaftsarbeitskonferenz diskutiert, die im vergangenen Dezember in Peking stattfand. Solche Konferenzen finden jährlich am Jahresende unter Beteiligung der obersten Partei- und Staatsführung der Volksrepublik China statt und skizzieren die Hauptrichtungen der Wirtschaftstätigkeit für das nächste Jahr. Auf der Konferenz wurden wissenschaftliche und technologische Innovationen in neun Bereichen hervorgehoben, deren Entwicklung China eine neue Art der Industrialisierung bescheren dürfte. 

Im Jahr 2024 wird die industrielle Modernisierung beschleunigt und die Bemühungen zur Steigerung der Arbeitsproduktivität durch fortschrittliche Forschung und Entwicklung werden fortgesetzt, insbesondere in den verarbeitenden Sektoren der Wirtschaft. Es wird erwartet, dass bis 2025 die acht Industrien Chinas (die allesamt verarbeitende Industrien sind), die als Hauptrichtung der Entwicklung identifiziert wurden, führend in der globalen technologischen Innovation werden. 

Bemerkenswert ist, dass alle diese Industrien eine Vielzahl von High-Tech-Geräten mit hohem Mehrwert herstellen – Informations- und Kommunikationsgeräte, Schienentransportgeräte, konventionelle und photovoltaische Geräte für die Erzeugung, Übertragung und Verteilung von Strom, Fahrzeuge mit neuer Energie und auch produzieren Hightech-Investitionsgüter – Hochleistungsmaschinen mit numerischer Steuerung (CNC), Industrieroboter usw. 

In diesem Zusammenhang ist die Meinung von Hong Hao, Partner und Chefökonom des Finanzunternehmens Grow Investment Group, interessant, der darauf hinweist, dass China bis vor Kurzem, einschließlich der wirtschaftlichen Erholungsphase im Jahr 2023, auf Immobilien gesetzt hat, um Investitionen anzukurbeln. Produktion, Verkauf und Schaffung von Kreditnachfrage, wodurch die gesamte Wirtschaft angekurbelt wird. 

Allerdings ist die Situation laut Hong Hao jetzt anders als früher. Die Investitionen in Immobilien sind von Jahr zu Jahr zurückgegangen, was bedeutet, dass die Branche das Wirtschaftswachstum nicht vorantreiben kann. Daher sei es „unter den veränderten Bedingungen unmöglich, Immobilien weiterhin mit der gleichen Bedeutung zu behandeln, die sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten hatten.“ 

In diesem Zusammenhang ändert die chinesische Regierung erstens ihre Herangehensweise an die Bauindustrie und den Immobilienmarkt von der „Ankurbelung“ von Immobilien zur Ankurbelung der Wirtschaft – hin zur „Unterstützung“ des Immobilienmarktes, d.h. um ein bestimmtes stabiles Aktivitätsniveau aufrechtzuerhalten. Zweitens wird das Anlagevermögen in High-Tech-Industrien investiert, darunter neue Energien und die „grüne“ Industrie. 

Das bedeutet, dass man sich bei der Beurteilung der aktuellen Lage der chinesischen Wirtschaft und ihrer Zukunft nicht auf traditionelle Indikatoren wie Immobilien- und Immobilienpreise verlassen kann.

Diese Thesen werden durch die Beschlüsse der genannten Zentralwirtschaftskonferenz bestätigt. Chinesische Experten gehen davon aus , dass die Hauptrichtung des chinesischen Außenhandels im kommenden Jahr vor dem Hintergrund der globalen wirtschaftlichen Unsicherheit Vorleistungsgüter sein wird, also Investitionsgüter und Komponenten (Komponenten), die häufig fortschrittliche Technologien und technologische Fortschritte auf diesem Gebiet erfordern neue Materialien. Die Ausweitung der Produktion und des Handels mit Zwischenprodukten wird Teil des Übergangs Chinas von der „Montagefabrik der Welt“ zur „Hightech-Komponentenwerkstatt der Welt“ und Handelsdrehscheibe sein, was dazu beitragen wird, Chinas Position in globalen Industrieketten zu stärken. 

Fertige chinesische Produkte, auch sehr komplexe, können auf den Weltmärkten heute noch durch Produkte einer anderen Baugruppe in anderen Ländern ersetzt werden, da die Montage aus vorgefertigten ausländischen Komponenten in der Regel nicht der hochtechnologischste Prozess ist. Bei komplexen Hightech-Geräten ist es deutlich schwieriger, die Hersteller dieser Komponenten zu ersetzen. 

Die Vereinigten Staaten führen nun genau zu solchen Veränderungen auf den globalen Märkten für Endprodukte, insbesondere für High-Tech-Produkte, wie die Versuche zeigen, China aus der globalen Halbleiterproduktionskette zu verdrängen. Chinesische Unternehmen nehmen darin einen wichtigen, aber nicht entscheidenden Platz ein, da sie bei der Montage von Endprodukten zu einem großen Teil die wichtigsten Mikroschaltungen verwenden, die außerhalb der VR China hergestellt werden – auf der Insel Taiwan, in den USA und in Südkorea. 

Treibende Kraft für das Wirtschaftswachstum Chinas im Jahr 2024 und in den kommenden Jahren dürften dabei Durchbrüche bei der Produktion von Hightech-Produkten und insbesondere von Komponenten, also Vorleistungsgütern, sein. 

Es gibt erste Beispiele. Das chinesische Huawei hat bereits mit der Produktion neuer Smartphones mit einem eigenen Mikroprozessor begonnen, den die chinesische Auftragsfabrik SMIC in 7-nm-Technologie herstellt. BYD – Der chinesische Hersteller von BYD Auto-Autos, -Batterien und -Elektronik hat Tesla in Bezug auf die Menge der produzierten Autos überholt. 

Das Kalkül der chinesischen Behörden, die Quellen des Wirtschaftswachstums zu verändern, ist klar und berechtigt: Investitionen in High-Tech-Branchen wie die Herstellung von Halbleitern und zugehörigen Geräten oder CNC-Maschinen haben nicht nur einen hohen Mehrwert, sondern schaffen auch eine breite Palette von Nachfrage nach Lieferketten, und zwar noch umfangreicher. als Immobilien und definitiv mehr High-Tech. Dementsprechend sind in Lieferketten eine Vielzahl miteinander verbundener Industrien mit hoher Wertschöpfung eingebunden, wodurch ein Multiplikatoreffekt für die gesamte Wirtschaft entsteht.

Chinesische Experten gehen daher davon aus, dass in China weitere Maßnahmen zur Ausweitung des Handels mit Vorleistungsgütern angekündigt werden. Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 wurden die Zölle auf einige Ressourcen gesenkt, an denen das Land unter Mangel leidet, sowie auf einige kritische Geräte, die China noch nicht selbst produziert. 

Darüber hinaus wird vorgeschlagen, bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage in China nicht nur das Bruttoinlandsprodukt (BIP), sondern auch das Bruttosozialprodukt (BSP) zu berücksichtigen. Derzeit haben viele chinesische Unternehmen Fabriken in Mexiko, Vietnam und anderen Ländern eröffnet und von dort aus wird ein erheblicher Teil der Produkte in die USA exportiert. Beflügelt wurde dieser Prozess durch die „Belt and Road“-Initiative, die zunächst umfangreiche Investitionen außerhalb Chinas beinhaltete. 

Hong Hao ist der Ansicht, dass man bei der Beurteilung der Aussichten für die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft stärker auf das Bruttosozialprodukt Chinas achten muss, das eine größere wirtschaftliche Stabilität aufweist, als aktuelle Statistiken vermuten lassen. 

Die bevorstehende Überarbeitung des Konzepts des Wirtschaftswachstums in China hat die Frage aufgeworfen, ob es unangemessen ist, das jährliche Ziel für das BIP-Wachstum starr festzulegen. Viele chinesische Ökonomen glauben, dass dies ein Richtwert von 5 % und nicht höher sein sollte und der Schwerpunkt auf der Kontrolle der Inflation und der Ausweitung der Beschäftigung liegen sollte. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in der Zeit des wirtschaftlichen Übergangs die Unsicherheit zunimmt und ein flexiblerer Ansatz bei der Entscheidungsfindung erforderlich ist. 

Der vorherrschende Ansatz in China besteht darin, die Inflation dauerhaft niedrig zu halten, was bedeutet, dass eine Ankurbelung der Wirtschaft durch Preistreiberei vermieden wird. 

Generell geht die chinesische Expertengemeinschaft davon aus , dass die Regierung ein konsumorientiertes Wirtschaftswachstum durch die Entwicklung von High-Tech-Industrien fördern und Durchbrüche in Schlüsselbereichen und Kerntechnologien anstreben wird. Die Aufmerksamkeit für den Immobilienmarkt als Lokomotive der Wirtschaft tritt in den Hintergrund.

Leserbriefe zu „Vertrauen wieder aufbauen. Das ist die zentrale Aufgabe für 2024“

05. Januar 2024 um 10:00Ein Artikel von: Redaktion

„Das Vertrauen zwischen West und Ost, das Vertrauen zwischen dem Westen und Russland ist heute wieder weitgehend zerstört.“ sagt Albrecht Müller in seinem Beitrag und erinnert daran, dass in unserer jüngsten, deutschen Geschichte Politiker diese Entwicklung in die eine, zerstörerische oder andere konstruktive, friedensstiftende Richtung beeinflusst haben. Sein sehnlichster Wunsch für das Neue Jahr ist, dass wir „uns besserer Zeiten erinnern und daraus lernen. Wenn wir den Frieden erhalten wollen, dann sollten wir Vertrauen neu schaffen, Vertrauen wieder aufbauen. Damit sollten wir 2024 beginnen.“ Diesem Wunsch schlossen sich zahlreiche Leserinnen und Leser an, Ala Goldbrunner hat die Zuschriften zusammengestellt.

1. Leserbrief

Team Nachdenkseiten!

Wir sind alle drübergekommen aber auf mehr als holprigem Gelände – Böllerei dazu hilft nicht weiter. Herr Müller hat die Zeit seit 1945 mit wohl deutlich bewussten Einsprenkelungen miterlebt – ich bin gleichen Alters und mit knappster Not dem angelsächsischen Flächenbombardement in Stuttgart entkommen. Mutter hat uns aus den Trümmern gegraben. Jetzt IST Müller NDS! Er war aktiv bei Brandt und Schmidt. Er WEIß was! Er empfiehlt uns, sich der besseren Zeiten zu erinnern. Lassen wir den zeitweiligen Wohlstand außen vor, so erinnere ich mich an nur wenige – politisch gesehen – bessere Zeiten. Das Foto mit Willy gehört dazu oder Gorbatschow. Es gehen uns die Alten (die Zeitzeugen meine ich) aus, die den Mut haben zu sagen: bauen wir Vertrauen wieder auf – jetzt! Ein Kiesewetterchen oder stramm zackige Zimmerfrauen sind die falschen Baumeister. Baerböcke und Habecke sind Totengräber ihrer eigenen Regelbasiererei. Ich würde gerne mitmachen beim Vertrauenbilden, aber wer kümmert sich schon um das Wissen eines alten Sacks. Einige Zeitenwenden hat der schon miterlebt – zum Beispiel die “geistig-moralische”! Wo ist sie geblieben? Das Kanzlerchen ohne Richtlinienkompetenz schaut hoch zu seinem Meinungsumfragenführer Pistorius und sagt NIX! Nix zu der neuen Kriegstüchtigkeit, die der “uns” auferlegt. Ist das die zeitengewendete SPD? Der hab ich mal angehört! Albrecht Müller sei Dank für seinen Einsatz, aber der Wunsch, dass DIESE Truppe, die “uns” nun zeitengewendet regiert, BEGREIFEN lernen kann, das ist ein frommer Wunsch. Wiewohl: Fromme treiben sich in dieser Brühe genug herum!

Dieter Münch


2. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten,

die beste Maßnahme in Bezug auf Vertrauen aufbauen ist, es vorher nicht zu zerstören. Wäre ich ein Befasster, der entscheiden müsste, wie die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland weiter zu entwickeln wären, dann hätte ich große Schwierigkeiten von russischer Seite aus der jetzigen deutschen Regierung auch nur ein Wort zu glauben. Einen größeren Vertrauensbruch, wie der zwischen Deutschland und Russland geschehen ist, kann ich mir gar nicht vorstellen. Einer Person wie Frau Merkel jemals wieder trauen zu können, das bedarf eines sehr großen Vorrats von eben jenem Vertrauen, dass so unglaublich überstrapaziert wurde.

Ich, als Deutscher, der von dieser Unperson in der Welt vertreten wurde, schäme mich zu Tode ob jener Kanzlerin. Sie war und bleibt eine ewige Kommunistin, die den Staat zu Grunde gerichtet hat, der in ihren Augen mit dafür verantwortlich war, dass ihre geliebte „ DDR“ unterging. Nur unglaublich tief sitzende Rachsucht kann erklären, was dieses Individuum während ihrer Kanzlerschaft an Deutschland verbrochen hat. Das Gefängnis ist noch ein kultivierter Ort, an den sie überstellt werden müsste im Angesicht des Schadens, den sie Deutschland zugefügt hat.

Jedoch von Russland allen Ernstes zu erwarten, dieser Frau und der mit ihr verbündeten Atlantikbande noch einmal zu vertrauen, ich finde, das ist etwas viel verlangt.
Gerade für Deutschland wäre es ratsam, wenn es sich in Sachen Ukraine zurückhalten würde, denn ruck-zuck befinden wir uns anstelle der USA in einem Krieg mit Russland, bei dem man angesichts der Verteidigungsfähigkeiten unseres Landes damit rechnen muss, dass die Frage innerhalb weniger Tage geklärt sein dürfte.

Russland wird in einem überschaubaren Zeitraum das Thema ‚Ukraine‘ erledigt haben. Dann werden wir ja sehen, wen sich „die Russen“ als ‚Nächsten‘ vorgenommen haben. Dabei an Deutschland zu denken, fällt unter die bekannte Angstmacherei und stört mich nicht. Aber die Mühe hätte man sich angesichts 1992-93 sparen können. Man war ja in Deutschland und brauchte nur zu bleiben. Geht aber vielen „Intellektuellen“ nicht in den Kopf. Nachdenken hilft dabei ungemein. Ich weiß, Pisa lässt grüßen.

Meinerseits mit herzlichen Grüßen,
W.Schuckmann


3. Leserbrief

Ich gehe davon aus, dass Ihr Wunsch für 2024 am Ende des Artikels deckungsgleich ist mit dem der überwiegenden Leserschaft der NDS.

Nur: wie realistisch ist er? Ist ein Wandel durch Annäherung wie nach dem 2.Wektkrieg gegenwärtig überhaupt denkbar. Seinerzeit waren wir die, die schwere Schuld auf sich geladen hatten. Die Welt sollte und musste erkennen, dass das deutsche Volk zukünftig ein Volk der guten Nachbarn sein wollte.

Schwer genug war der Weg. Adenauer genügte die Freundschaft und Orientierung zu den USA und dem europäischen Westen. Dies zementierte letztlich die Teilung Deutschlands.

Erst mit dem Eintritt der SPD in Regierungsverantwortung wandelte sich das Bild und vollendete sich 1989 mit der deutschen Einheit.

Die gleiche Partei sieht diese große Leistung – u. a. verknüpft mit den Namen Willy Brandt und Egon Bahr – heute als Irrweg an und distanziert sich davon.

Man brüskiert und verrät das Volk und die Nation Russlands, akzeptiert den Putsch in der Ukraine und die Umzingelung Russlands durch die NATO, provoziert damit letztlich die angedrohte Militäraktion in der Ukraine mit all ihren schrecklichen Folgen.

Der Vertrauensvorschuss Russlands in die USA-Versallen Deutschland und EU-Staaten ist m. E. aufgebraucht.

Ohne Austritt aus der NATO und einer grundlegenden Reform der EU würde mir eine nochmalige Annäherung Russlands wie ein Wunder vorkommen.

Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Viele Grüße,
Udo Hellmann


4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,

Vertrauen, sie schreiben über aussenpolitisches Vertrauen, also Länder untereinander, oder besser zwischen deren Regierungen.

Wie sieht es aus mit Vertrauen und Vertrauensbildung zwischen Regierung und Bevölkerung?
Dem Vertrauen zur Medienberichtgebung?

Der Vertrauensbegriff ist ja auch Teil der Demokratie.

Persönlich bin ich der Meinung, dass es die Demokratie gar nicht gibt. Ich nenne nur einen Grund:
Freiheit, Demokratie und freier Markt ( freie Marktwirtschaft ) können nicht zusammen existieren: da die Politik sich für den freien Markt entschieden hat, sind Freiheit und Demokratie für die Bevölkerung nicht existent.

Sie beschäftigen sich ja auch mit Propaganda. Da gibt es durchaus eine Verbindung zur Philosophie besonders die Teilfachgebiete politische Philosophie und Epistemologie.

Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens


5. Leserbrief

Genau so sehe ich das auch. Vielen Dank, lieber Herr Müller!

Hans-Ulrich Bünger
Freudenstadt/Schwarzwald


6. Leserbrief

Der Westen hat sein Vertrauen verspielt. Da ist nichts mehr zu reparieren.

EU-Europa wird in der neuen Weltordnung, die derzeit entsteht, zum Nichtsnutzen bzw. feindlichen Wurmfortsatz (Blinddarm) eines neuen Eurasien, das aus Russland, China, Nordkorea, Indonesien, Indien, Iran, VAR und Saudi-Arabien besteht. Die brauchen uns nicht. Wir dürfen froh sein, dass sie uns weiterhin mit Rohstoffen beliefern. Geht es nach in Russland ausgearbeiteten Plänen, müssen wir irgendwann mit Gold – statt mit schwindsüchtigen Euros oder Dollars – dafür bezahlen.

Recht geschieht es uns. Wir haben mit unser aggressiven, von Überheblichkeit getriebenen Politik nichts besseres verdient.

Rainer Kromarek, Frankfurt am Main


7. Leserbrief

Guten Tag

Russland wird sich hüten, den Deutschen nochmals zu vertrauen ! Das würde schon für Unverständnis in der Bevölkerung sorgen.

1.Weltkrieg : Deutschland gegen Russland
2.Weltkrieg : alleine Russland ( Sowjetunion ) hatte 25 Millionen Tote !! Alles wurde nach 6 Jahren Krieg beim Rückzug der Wehrmacht dem Hunger ausgeliefert , Dörfer und Städte zerstört wie Stalingrad , ein unendliches Leid über alles, was leben wollte, gebracht !

Der Betrug an Gorbatschow , der alles versucht hat, ein Europa in Frieden zu schaffen (1985 bis 1991). Die USA und Deutschland haben das zerstört. Sogar zur Wiedervereinigung hat Russland beigetragen, davon redet aber niemand mehr. Deutsche Politiker hatten noch nicht mal den Anstand, dem grossen Politiker (EIN RUSSE) Gorbatschow, an seinem Grab zu besuchen, sie waren zu feige, weil sie wussten, was sie für einen undenkbaren Betrug an Gorbatschow begangen hatten (Baker, Genscher und viele andere „Politiker“).
Russland wird mit gutem Grund, ausser vielleicht noch geschäftlich, versuchen, mit Deutschland klar zu kommen, mehr hoffentlich nicht.
Sie haben mein volles Verständnis! Es braucht kein 4. Mal !

Mit freundlichen Grüssen
J.Blumer


8. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,
Sie schreiben in Ihrem Artikel im letzten Absatz:
“Wenn wir den Frieden erhalten wollen, dann sollten wir Vertrauen neu schaffen, Vertrauen wieder aufbauen.
Damit sollten wir 2024 beginnen. Dass die in der Politik verantwortlichen Menschen das begreifen, wäre mein sehnlichster Wunsch für das Neue Jahr.”
Ihr Wunsch wäre auch mein Wunsch. Aber was haben wir denn zur Zeit für verantwortliche Menschen in der Politik?
Schauen Sie doch unsere derzeitige “Regierungsgarde” an. Wer von denen wäre in der der Lage bzw. überhaupt Willens, vertrauensbildende Politik gegenüber Russland zu machen. Niemand von den Scholzens, Baebocks oder Habecks kann das.
Von den “Größen” der Opposition ist doch ebenfalls nichts zu erwarten. Alle sind stramme Transatlantiker und machen nur Politik von “USA-Gnaden”.
Bei der nächsten Bundestagswahl wird der deutsche nicht lernfähige Wähler das andere Übel wählen, nämlich CDU/CSU.
Es ist natürlich auch keine regierungsfähige Alternative vorhanden. Sie wird es im nächsten Wahljahr noch nicht geben.
Schauen Sie sich an, was in unseren Nachbarländern geschieht. Vernunft ist da nicht erkennbar.
Ich habe also sehr wenig Hoffnung auf einen Wandel der deutschen und europäischen Politik. Es tut mir selber Leid.
Meinen Kindern und Enkeln hätte ich Besseres gewünscht.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Kleinecke

Antwort Albrecht Müller:

Danke vielmals, sehr geehrter Herr Kleinecke, Vermutlich sehen Sie das (leider) richtig. Trotzdem wollte ich diese notwendige Bedingung für Verständigung und Frieden mal formulieren.

Ihr Albrecht Müller

[Partage] Ukraine : des combattants français dans le viseur des renseignements – Cécile Deffontaines, L’Obs

Ils sont une centaine à avoir combattu aux côtés des Ukrainiens contre l’envahisseur russe depuis le début du conflit, le 24 février 2022. Parmi eux, des aventuriers, d’anciens militaires, des patriotes, mais aussi des néonazis, tous surveillés par les renseignements. Enquête

[mon illustration : la même que celle du titre de l’article mais sans floutage, de gauche à droite en 2022, voici les mercenaires français Alan Vigneron, à genoux, Anthony Sanapo, Guillaume Andreoni, X et Berenger Minaud (réseaux sociaux)]

Parmi les combattants français en Ukraine, il y a un paquet de néonazis. Ils se confient facilement, trop même. Je me suis embrouillé avec plusieurs parce qu’ils lèvent le bras à 45 degrés sur les photos : je ne veux pas me retrouver dessus et être fiché par l’Etat français ! Mais même si on a des avis contraires, on se bat tous pour la liberté

Vinz (surnom changé) est tatoué aux bras, a le cheveu ras et la parole libre, même s’il tient à son anonymat. Lui ne fait pas de politique, et il dit avoir des amis de tous bords. Nous rencontrons ce jeune homme dans la vingtaine en banlieue parisienne, fin août. Il est rentré d’Ukraine, où, engagé dans l’armée, il a été blessé au front. Il y repartira dans quelques semaines. Il a tout son matos chez lui, treillis, plaques de protection, casque. Tout, « sauf des armes » – les armes de guerre étant interdites sur le territoire.

Vinz a répondu à l’appel du président ukrainien Zelensky, qui, trois jours après l’invasion de son territoire le 24 février 2022, a créé la Légion internationale pour fédérer les volontaires de tous les pays, et s’est engagé. Ce jeune homme, qui connaissait le maniement des armes mais n’était pas militaire dans sa vie antérieure, est devenu un soldat comme tant d’autres […]

L’article complet

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Ce papier est le premier qui s’attaque à la question des militants nazis français dans les rangs atlantistes en Ukraine, le nouveau danger qu’ils présenteront à terme pour la sûreté intérieure

Karel Cherel Salzburg (réseaux sociaux)

Guillaume Andreoni et Alan Vigneron y sont évoqués. De retour d’Ukraine, ils furent arrêtés fin avril 2023, en gare routière de Bercy, pour contrebande de matériel militaire. Aucune identité n’y est révélée. L’autre militant nazi Karel Cherel Salzburg y est désigné par le pseudonyme Chris. Votre serviteur y est décrit comme un animateur français de la chaîne Telegram TrackANaziMerc

César Aujard et Kenneth (réseaux sociaux)

L’article est globalement positif. Beaucoup n’y sont pas mentionnés, comme le Parisien César Aujard et autres Français du bataillon nazi Revansh. Pourtant, Kenneth est déjà connu de beaucoup de journalistes, comme militant nazi à Lyon. Car un grand tabou demeure : le nazisme en Ukraine et les formations militaires nazies ukrainiennes. Ces aspects feraient trop désordre dans le récit atlantiste de cette guerre. Guerre qui n’a pas commencé avec l’opération militaire spéciale russe du 24 février 2022, comme il est précisé ici, mais le 26 mai 2014, par le début des bombardements ukrainiens de civils russophones du Donbass.

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L’engagement français dans les rangs ukrainiens

le catalogue pour Adopte un Mec

César et Paul, néonazis mondains – Christophe-Cécil Garnier, StreetPress

où nous apprenons que le nazi français Lepushka, camarade de César Aujard dans les rangs atlantistes en Ukraine, était surnommé Dox, quand il secondait à Paris le leader nazi Marc, ci-devant, Cacqueray Valménier

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