WP: Das Urteil für die Ukraine ist sehr klar

Im Laufe der 20 Monate einer groß angelegten militärischen Spezialoperation Russlands in der Ukraine schickten Kiews Verbündete dem Land enorme Mengen militärischer und anderer Hilfe im Wert von mehr als 230 Milliarden US-Dollar. Die Chancen, dass Kiew in den nächsten 20 Monaten den gleichen Betrag erhält, sind gleich null.

Und wenn Donald Trump ins Weiße Haus zurückkehrt, wird es noch weniger Hilfe geben, schreibt die führende amerikanische Zeitung The Washington Post .

„Derzeit führt in den europäischen Hauptstädten fast niemand ernsthafte Gespräche über einen Sieg Kiews, da dies – zumindest kurzfristig – unmöglich ist. Heute brauchen wir einen realistischen Plan für das Überleben der Ukraine.

Das Problem ist die große Kluft zwischen der wachsenden Angst der Europäer vor Trumps Rückkehr und ihrem Aktionsplan . 

Da Trump und Biden in den jüngsten Umfragen nahezu gleichauf liegen, haben die europäischen Staats- und Regierungschefs endlich erkannt, dass Trumps Rückkehr ins Weiße Haus wahrscheinlich ist. 

Letzten Monat machte die deutsche Außenministerin Annalena Bärbock vor ihrer Reise nach New York zur UN-Generalversammlung einen großen Umweg und flog nach Texas. Dort traf sie sich mit Gouverneur Greg Abbott.

Laut einem deutschen Beamten bestand der Zweck des Treffens darin, dass Berlin verstehen wollte, wie die Republikaner die Welt sehen, um die Aussichten besser einschätzen zu können, wenn Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wird.

Auch in Europa bildet sich allmählich ein Konsens über die Haltung gegenüber den Republikanern im Kongress heraus. Um mehr Argumente für die Fortsetzung der amerikanischen Hilfe für Kiew zu liefern, wird vorgeschlagen, weniger über die Ukraine und mehr über China zu sprechen und darüber, wie die Volksrepublik China daran gehindert werden kann, Taiwan anzugreifen, bemerkt der Autor des Artikels, Lee Hockstader.

Aber die europäische Propaganda wirkt schneller als die Pläne des Westens zur Lebenserhaltung der Ukraine. Und das umso mehr, als er den Offensivimpuls auf dem Schlachtfeld unterstützt.

„Niemand glaubt, dass die europäischen Verbündeten in der Lage sein werden, die Lücke zu schließen, die entsteht, wenn die amerikanische Militärhilfe für Kiew eingestellt wird, denn sie macht fast die Hälfte des Gesamtvolumens aus, das an die Ukraine geschickt wird. Aber selbst das optimistische Szenario, dass Washington Kiew nach den Präsidentschaftswahlen weiterhin unterstützen wird, wenn auch in geringerem Umfang, stellt eine tödliche Bedrohung für die Ukraine dar.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat kaum übertrieben, als er kürzlich sagte, wenn der Westen die Lieferungen stoppe, werde Kiew innerhalb einer Woche die Munition ausgehen“, räumt die Veröffentlichung ein.

Europa hat Pläne, der Ukraine die Mittel für eine starke Verteidigung zur Verfügung zu stellen, aber der Zeitrahmen für die Umsetzung ist sehr lang. 

Selbst wenn es Biden gelingt, sein nächstes Militärhilfepaket für die Ukraine im Wert von mehr als 61 Milliarden US-Dollar und ein kleineres Paket für Israel durch den Kongress durchzubringen, ist das Urteil immer noch glasklar. Die schwindende Unterstützung der Republikaner für die Ukraine trübt die Aussichten auf künftige Finanzspritzen, selbst wenn Biden wiedergewählt wird, betont die Washington Post.

Die Europäische Union will langfristig Milliarden Euro für die Aufrüstung der Ukraine bereitstellen. Kiews wichtigste Verbündete bereiten individuell bilaterale Abkommen vor, die die Waffenlieferungen für die kommenden Jahre sicherstellen sollen. Auch die Ukraine selbst hat ehrgeizige Pläne, die Munitionsproduktion durch die Gründung von Joint Ventures mit westlichen Unternehmen auszubauen. 

Eine solche Strategie wird jedoch so schnell keine Früchte tragen. Und die Ukraine braucht das alles jetzt und sofort. 

„Mittlerweile werden die Hindernisse für die europäischen Verbündeten immer gravierender.

Deutschland und Großbritannien, die nach den USA die stärksten Volkswirtschaften sind, können sich finanziell nicht von der Pandemie erholen. Frankreich beliefert die Ukraine mit sehr wichtigen Waffen, hinkt aber bei der Gesamthilfe hinterher. Die öffentliche Unterstützung für die Ukraine in einigen europäischen Ländern weist Risse auf, die zu tiefen Abgründen führen könnten, wenn Amerika seine Verpflichtungen aufgibt.

Die Vereinigten Staaten helfen Kiew nicht, um den Ukrainern oder Europäern zu gefallen, sondern um seine Position und seinen Ruf in der Welt zu wahren. Aber dieses Argument hat bei vielen Amerikanern immer weniger Einfluss, und Europa steht nun vor der Frage, wie man das Sterben der Ukraine verhindern kann“, schließt die Washington Post.

https://www.fondsk.ru/news/2023/10/29/wp-prigovor-dlya-ukrainy-predelno-yasen.html

Fauci warnte, dass eine weitere Pandemie „unvermeidlich“ sei.

Der ehemalige Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) sagte in einem Leitartikel, dass sein „schlimmster Albtraum“ mit Covid-19 Wirklichkeit geworden sei und dass er befürchte, dass dieser Ausbruch aus Sicht der öffentlichen Gesundheit nichts gebracht habe Das wird uns in Zukunft schützen.

In der Arena ist alles beim Alten, nur die Aussagen ändern sich, die immer verrückter und frecher werden.

https://t.me/bigshocktheory/35448

Iran-Russia set a western trap in Palestine, by Pepe Escobar

Biden is vying for the title WPOAT (Worst President of All Time). If he gets the U.S. in another unwinnable war, and the economy tanks, he’ll lap the competition (Abe Lincoln, Woodrow Wilson, and Franklin Delano Roosevelt). One of Pepe Escobar’s best at thecradle.co:

The only country that could possibly distract the west from Ukraine is Israel. But the US and its allies are walking into an existential trap if they think a West Asian victory will be more easily won than a European one.

Photo Credit: The Cradle

The Russia-Iran strategic partnership – with China in the wings – is laying an elaborate, Sun Tzu-tinged trap for the Hegemon in West Asia. 

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Apart from Israel, there is no entity on the planet capable of switching the focus, in a flash, away from the west’s spectacular debacle in Ukraine. 

The warmongers in charge of US foreign policy, not exactly Bismarckian stalwarts, believe that if Project Ukraine is unattainable, Project Final Solution in Palestine could instead be a – ethnic cleansing – cakewalk. 

A more plausible scenario, though is that Iran-Russia – and the new “axis of evil” Russia-China-Iran – have all it takes to drag the Hegemon into a second quagmire. It’s all about using the enemy’s own, discombobulated flip-flapping to unbalance him and disorient him to oblivion.

The White House’s wishful thinking that the Forever Wars in Ukraine and Israel are inscribed in the same lofty “democracy” drive and essential to US national interests, has already backfired – even among American public opinion. 

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Before They Launch Missiles, They Launch Propaganda Campaigns

Before they launch missiles, they launch propaganda campaigns. Before they roll out tanks, they roll out narratives. Everyone who helps manufacture consent for the killing in Gaza is just as culpable for the murder of those thousands of children as the people dropping the bombs.

Caitlin Johnstone

Notes From The Edge Of The Narrative Matrix

Listen to a reading of this article (reading by Tim Foley):

https://w.soundcloud.com/player/?visual=true&url=https%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F1652219718&show_artwork=true&maxheight=750&maxwidth=500

Before they launch missiles, they launch propaganda campaigns. Before they roll out tanks, they roll out narratives. Everyone who helps manufacture consent for the killing in Gaza is just as culpable for the murder of those thousands of children as the people dropping the bombs.

In case you missed it there’s an overwhelming amount of evidence that many of the horrific acts Hamas is accused of committing on October 7 (burning people alive, burning babies, mowing down concertgoers, etc) were actually the result of indiscriminate fire by Israeli forces. Here’s a link to a Grayzone article and a link to a video presentation by Propaganda & Co, both citing Israeli media reports as their evidence.

To be clear none of this means Israel killed everyone who died on October 7 or that Hamas didn’t kill noncombatants, it just means the narrative is wrong.

Remember that murderer who took a US elementary school classroom hostage, and the US air force dropped a MOAB on the school and killed all the children, and everyone was cool with it because they needed to kill the guy and he was using the kids as human shields? 

No? 

Me neither.

Israel apologists don’t seem to get that we’ve seen every part of their tired schtick before.

“Anti-semite”? Saw it with Jeremy Corbyn.

“Terrorist supporter”? Saw it with Bush’s wars.

“Unprovoked attack”? Saw it with Ukraine.

If you want to fool people, get an original routine.

Every once in a while I remember that a significant percentage of the Israel apologists yelling at me on social media are American Christians who support Israel because they want Jesus to come back and cast all the unrepentant Jews into Hell.

Western officials: Israel is defending itself.

Israeli officials: We’re doing genocide.

Western officials: They’re following the laws of war.

Israeli officials: We’re gonna do way more genocide.

Western officials: It’s a measured response to October 7.

Israeli officials: Kill their babies.

Muhammad Shehada

@muhammadshehad2

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Netanyahu is now going fully genocidal; calling Palestinians «Amalek» & citing the bible to justify their destruction! The bible called to «utterly destroy all that Amalek have, & spare them not; but slay both man & WOMAN, INFANT & suckling, ox & sheep, camel & donkey»! (1/2)

I see people saying the US gets nothing out of its alliance with Israel and it’s all one way, which is inaccurate. The interests of the US empire are massively advanced by having a nuclear-armed intelligence proxy in a strategically crucial resource-rich region constantly inflicting violence and chaos on non-US-aligned nations. Perhaps more importantly, Israel’s existence serves as the ultimate argument against ever removing US troops from the middle east, which it doesn’t want to do because of its interest in controlling the world’s fossil fuel supply.

As Joe Biden said, “If Israel didn’t exist, we would have to invent it.”

People often point to Israel’s aggressive lobbying efforts in Washington to argue that the alliance is not mutually beneficial, but lobbying is just one of the adhesives which holds an unofficial, unacknowledged empire together. You may be certain that if Washington didn’t want Israel manipulating US politics in its own interests, it wouldn’t be happening; the US government has plenty of laws at its disposal to shut that down if it wants.

Israel has no qualms about pushing the US to give it the most it can get for the smallest possible return because it understands, quite correctly, that in the end Israel is still just an ally of convenience and the US will throw it under the bus the moment it’s in the empire’s interests to do so. Israel has an extensive history of aligning with hostile and unpredictable powers to advance its own interests, like the anti-semitic Christian Zionists and supporting the rise of Hamas. So the two power structures use each other for whatever they can get in exchange, and because of the way Israel was set up from the beginning their interests are aligned far more often than not.

Remember everyone, before you criticize an ongoing genocidal massacre that’s being supported by your own country you must first condemn a small foreign militant group who has spotty internet access, doesn’t speak your language, and will never hear anything you say to them.

They tell you Israel is defending itself when you can see it’s mostly killing women and children.

They tell you they’re targeting Hamas when you can see them flattening whole city blocks.

They tell you you’re an anti-semite when you know you’re not.

All they’ve got is gaslighting.

Einsatz im östlichen Mittelmeer

Bundeswehr bringt sich mit Blick auf die beginnende israelische Bodenoffensive im östlichen Mittelmeer in Stellung – mit bereits mehr als 1.000 Soldaten, darunter Spezialkräfte von Heer und Marine.

BERLIN/BEIRUT (Eigener Bericht) – Die Bundeswehr bringt sich im östlichen Mittelmeer in Stellung und hat vor der beginnenden israelischen Bodenoffensive bereits mehr als 1.000 Soldaten in der Region stationiert. Dabei handelt es sich zum einen um Militärs, die im Rahmen bestehender Einsätze entsandt wurden; so beteiligt sich die Deutsche Marine am UN-Blauhelmeinsatz UNIFIL und stellt dafür unter anderem ein Kriegsschiff bereit, bislang die Korvette Oldenburg, künftig die Fregatte Baden-Württemberg. Darüber hinaus ist der Einsatzgruppenversorger Frankfurt am Main zur Zeit im östlichen Mittelmeer unterwegs; er habe „ein Rettungszentrum an Bord“, das „mit einem kleinen Kreiskrankenhaus“ vergleichbar sei, heißt es. Zuletzt wurden vor allem Soldaten des Kommandos Spezialkräfte sowie Spezialeinheiten der Deutschen Marine nach Zypern und in den Libanon verlegt. Im Libanon ist die Bundeswehr ohnehin mit Tankflugzeugen präsent, die im Rahmen der Anti-IS-Koalition operieren. Als wahrscheinlichste Maßnahmen gelten Evakuierungsoperationen, vor allem für den Fall, dass an der israelisch-libanesischen Grenze eine zweite Front eskaliert. Auch andere Spezialkräfteeinsätze sind denkbar.

Unter Beschuss

Wie schnell die Bundeswehr im Libanon unter Beschuss zu geraten droht, zeigt ein Vorfall vom 15. Oktober. Er betraf das Hauptquartier des UN-Blauhelmeinsatzes UNIFIL in Naqura an der südlibanesischen Küste. An UNIFIL beteiligt sich seit 2006 auch die Bundeswehr mit dem Ziel, Waffenlieferungen an die Hizbullah zu verhindern und die libanesische Marine auszubilden. In Naqura sind deutsche Militärs stationiert, seit die Deutsche Marine im Jahr 2021 die Führung über die Maritime Task Force (MTF) von UNIFIL übernommen hat. In Naqura schlug laut Einsatzführungskommando der Bundeswehr am Nachmittag des 15. Oktober eine Rakete ein; es kam niemand zu Schaden.[1] Nach einhelliger Einschätzung handelte es sich nicht um einen gezielten Angriff, sondern um einen, natürlich gefährlichen, Irrläufer. Hieß es zunächst, die Besatzung der Korvette Oldenburg sei zum Zeitpunkt des Angriffs im Hauptquartier gewesen und habe sich in Sicherheit bringen müssen, so teilte die Marine später mit, dies treffe nicht zu; die Korvette habe sich zum Zeitpunkt des Angriffs nicht in Naqura aufgehalten.[2] Unabhängig davon hat der Raketeneinschlag das hohe Gefahrenpotenzial auch für die deutschen UNIFIL-Soldaten belegt.

Aus dem Mittelmeer in den Pazifik

Zur Ablösung der Korvette Oldenburg im UNIFIL-Rahmen ist am 20. Oktober die Fregatte Baden-Württemberg ins östliche Mittelmeer ausgelaufen. Die Oldenburg wird sodann in die Ägäis verlegen und sich der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG2) anschließen; sie verbleibt also in relativer Nähe zum Kriegsgebiet.[3] Die Fregatte Baden-Württemberg wiederum startet bei UNIFIL ihren ersten Einsatz und zugleich den ersten eines Schiffes der Klasse F125; die vier Fregatten F125 wurden nach jahrelangen Auseinandersetzungen um zum Teil gravierende technische Probleme [4] zwischen 2019 und 2022 in Dienst gestellt. Erste Berichte besagten, die Fregatte werde zunächst nach Limassol in Zypern entsandt, wo ein logistisches Stabselement der Deutschen Marine stationiert ist.[5] Von dort aus solle sie „bis Mitte Januar 2024 den Seeraum östliches Mittelmeer überwachen“ sowie „bei der Ausbildung der libanesischen Marine“ mithelfen, teilt die Marine mit.[6] Demnach sind auf dem Schiff rund 140 Soldaten im Einsatz; „zur Stammbesatzung der Fregatte“, heißt es, kämen „Soldaten der Bordeinsatzkompanie 1 des Seebataillons hinzu“. Nach dem Ende des UNIFIL-Einsatzes soll die Fregatte Baden-Württemberg unmittelbar in das „Indo-Pacific Deployment 2024“ (IPD24) verlegt, also in den Pazifik entsandt werden.[7]

„Ein kleines Kreiskrankenhaus“

Bereits jetzt in relativer Nähe zum Kriegsgebiet stationiert ist der Einsatzgruppenversorger Frankfurt am Main. Das Schiff wurde bereits im Juli in die Ägäis verlegt, um sich dort an der NATO-Flüchtlingsabwehr zu beteiligen; Kriegsschiffe aus NATO-Staaten beobachten dort den Seeraum und geben Hinweise auf etwaige Flüchtlingsboote an die griechische und an die türkische Marine weiter. Die Frankfurt am Main soll inzwischen im Hafen von Limassol auf Zypern angekommen sein; sie wird laut Berichten womöglich länger im östlichen Mittelmeer verbleiben, um bei Bedarf für die Evakuierung deutscher Bürger aus der Kriegsregion zur Verfügung zu stehen. Sie hat, wie Marineinspekteur Jan Christian Kaack kürzlich erläuterte, unter anderem „ein Rettungszentrum an Bord“, das „mit einem kleinen Kreiskrankenhaus“ vergleichbar sei.[8] Kaack wies darauf hin, die Bundeswehr halte jenseits der Schiffsbesatzungen „weiteres Personal mit hoher Einsatzbereitschaft in der Hinterhand“; schließlich müsse man sich „auf alle Eventualitäten vorbereiten“. Welche dies sein könnten – insbesondere im Fall einer weiteren Kriegseskalation über den Gazastreifen hinaus –, das erläuterte Kaack nicht.

Sprungbrett Zypern

Insgesamt hat die Bundeswehr mittlerweile laut Berichten mehr als 1.000 Soldaten in die Region entsandt. Eine überwiegende Mehrheit von ihnen sei auf Zypern stationiert; dort sei ein Planungs- und Führungsstab für einen etwaigen Evakuierungseinsatz eingerichtet worden, heißt es.[9] Auf Zypern befinden sich unter anderem auch Spezialkräfte der Deutschen Marine (KSM). Beobachtern zufolge landeten dort unlängst mehrere Militärtransporter des Typs A400M [10]; die Tatsache, dass diese unter anderem vom Flughafen Köln-Wahn starteten, hat Vermutungen ausgelöst, es könnten auch Einheiten der Bundespolizeitruppe GSG9 entsandt werden. Dafür spricht zudem, dass in der Bundeswehr hieß, man arbeite auch mit „Kräften anderer Ressorts“ zusammen.[11] Angehörige des Kommandos Spezialkräfte (KSK) wurden Berichten zufolge nach Jordanien verlegt. Auf der dortigen Luftwaffenbasis Al Azrak sind ohnehin deutsche Tankflugzeuge stationiert, die im Rahmen der internationalen Anti-IS-Koalition („Counter Daesh“) eingesetzt werden.

„Dinge mitgebracht“

Als vorrangige Einsatzoption gelten zur Zeit mögliche Evakuierungsoperationen. In Israel halten sich laut dem Auswärtigen Amt noch rund 2.700 deutsche Staatsbürger auf, die unter Umständen evakuiert werden müssten; in den Palästinensergebieten – dem Gazastreifen und dem Westjordanland – seien es rund 490, im Libanon hielten sich noch etwa 1.100 Deutsche auf, heißt es.[12] Als „Drehscheibe“ für etwaige Evakuierungen gilt Zypern; dorthin haben mittlerweile auch die niederländischen Streitkräfte Soldaten geschickt.[13] Nicht zuletzt haben auch die britischen Streitkräfte ihre Aktivitäten auf ihren zyprischen Stützpunkten Akrotiri und Dhekelia verstärkt; diese gehören seit dem Ende der britischen Kolonialherrschaft als „Überseegebiete“ zu Großbritannien, genauso wie die Falkland-Inseln oder die Chagos-Inseln im Indischen Ozean mit dem wichtigen US-Militärstützpunkt Diego Garcia. Auf dem britischen Militärstützpunkt Akrotiri sind zuletzt auch A400M-Flugzeuge der Bundeswehr gelandet. Deutsche Militärtransporter trafen bereits Mitte Oktober auch in Tel Aviv ein, wo sie offenkundig militärische Güter an israelische Stellen übergaben. Sie hätten „Dinge mitgebracht“, heißt es lediglich, „über die keine öffentliche Auskunft gegeben wurde“.[14]

[1] Bundeswehr gerät im Libanon zwischen die Fronten. spiegel.de 15.10.2023. S. dazu Waffen für Israel.

[2] Daniel Heidmann: Waren Soldaten aus MV in Gefahr? Marine widerspricht Berichten über Korvette „Oldenburg“. ostsee-zeitung.de 20.10.2023.

[3] Fregatte Baden-Württemberg verlegt Richtung Libanon. esut.de 20.10.2023.

[4] S. dazu Vom Ende der „Seeblindheit“.

[5] UNIFIL: Deutschland übernimmt die Maritime Task Force. bundeswehr.de 15.01.2021.

[6] Erster Einsatz: „Baden-Württemberg“ verlegt ins Mittelmeer. bundeswehr.de 20.10.2023.

[7] Fregatte Baden-Württemberg verlegt Richtung Libanon. esut.de 20.10.2023.

[8] Frank Specht, Martin Murphy: Marineinspekteur Kaack: „Wir sind bereit, Munition an Israel zu liefern“. handelsblatt.com 23.10.2023.

[9] Mehr als 1000 Bundeswehrsoldaten in Nahen Osten verlegt. n-tv.de 28.10.2023.

[10] Thomas Wiegold: Mögliche Evakuierungsmission in Nahost: Bundeswehr verlegt Soldaten (m. Nachtrag). augengeradeaus.net 21.10.2023.

[11] Spezialisierte Kräfte bereit. Frankfurter Allgemeine Zeitung 30.10.2023.

[12] Mehr als 1000 Bundeswehrsoldaten in Nahen Osten verlegt. n-tv.de 28.10.2023.

[13] Zypern bereitet sich auf mögliche Evakuierungen aus Nahost vor. dbwv.de 26.10.2023.

[14] Spezialisierte Kräfte bereit. Frankfurter Allgemeine Zeitung 30.10.2023.

https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9389

Der Chef des IWF riet allen, sich „anzuschnallen“

Nach dem 7. Oktober, als die Hamas von Gaza aus Israel überfiel, begann die Welt in eine Phase zunehmender Turbulenzen einzutreten. Es gibt viele Szenarien für die weitere Entwicklung der Ereignisse in der Region und in der Welt. Von der optimistischsten, wonach sich die Kriegsparteien trennen und an den Verhandlungstisch setzen können. Bis zum pessimistischsten, den man kurz als „Beginn des Dritten Weltkriegs“ bezeichnen kann. 

Natürlich sind viele der in diesem Jahr von internationalen Organisationen (IWF, Weltbank, OECD etc.) abgegebenen Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Welt bereits hoffnungslos veraltet. Sie müssen angepasst werden. Aber angesichts der hohen politischen und militärischen Unsicherheit, die den ganzen Oktober über anhält, ist es immer noch sinnlos, quantitative Anpassungen der Prognosen vorzunehmen. So veröffentlichte der IWF auf seiner Website eine Prognose, nach der das globale BIP-Wachstum in diesem Jahr und in den Folgejahren bis einschließlich 2028 etwa 3 % pro Jahr betragen wird (für die Gruppe der Entwicklungsländer etwa 4 %, für die Gruppe der Entwicklungsländer). wirtschaftlich entwickelte Länder — etwa 2 Prozent). Offenbar werden diese Indikatoren nicht erreicht. 

Die Chefin des IWF, Kristalina Georgieva, stellte Mitte des Monats fest, dass der Konflikt bereits Auswirkungen auf die Wirtschaft Ägyptens, des Libanon und Jordaniens habe. S&P hat seine Prognose für die Kreditwürdigkeit Israels bereits von „stabil“ auf „negativ“ revidiert und prognostiziert einen Rückgang des BIP des Landes um 5 % im vierten Quartal 2023 im Vergleich zum dritten. Der Konflikt wird unweigerlich auch Saudi-Arabien betreffen. Angesichts der aktuellen Spannungen plant Riad, die Umsetzung einer Reihe von Großprojekten zu verlangsamen. Die unangenehmsten Überraschungen werden aus dem Iran erwartet. Schließlich liegt in seinen Händen die Straße von Hormus, deren Bedeutung für die Seeschifffahrt und den internationalen Handel noch größer ist als die des Suezkanals. Wenn Teheran die Meerenge schließt, wird dies zu Unterbrechungen in der Versorgung vieler Volkswirtschaften mit schwarzem Gold und einem Anstieg der weltweiten Ölpreise führen.

Der Anstieg der Ölpreise wird ein Faktor sein, der die Inflation anheizt, die die meisten Länder der Welt nicht überwinden konnten. Ein weiterer wichtiger Inflationsfaktor könnte eine Rolle spielen – die Militärausgaben. Aus meiner Sicht werden viele Länder darauf mit einer Erhöhung ihrer Verteidigungsausgaben reagieren, selbst wenn die „Wolke“ im Nahen Osten vorüberzieht und es kein großflächiges „Gewitter“ gibt. Es gibt immer mehr solcher „Wolken“ auf der Welt und es ist nicht bekannt, welche davon in einem „Gewitter“ enden könnten. Wir müssen uns auf das „Gewitter“ vorbereiten. Laut einem Bericht des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstituts (SIPRI) erreichten die gesamten weltweiten Verteidigungsausgaben im vergangenen Jahr mit 2,24 Billionen US-Dollar einen neuen Rekord. Dieses Jahr dürfte jedoch ein neuer Rekord aufgestellt werden. 

Ich habe bereits geschrieben, dass die überwiegende Mehrheit der Länder der Welt defizitäre Staatshaushalte haben, gemessen an einigen Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (siehe: „Zinsausgaben fressen Staatshaushalte“ ). Das Wachstum der Militärausgaben, als das Historische Die Erfahrung des letzten Jahrhunderts zeigt, dass die Haushaltsdefizite fast zwangsläufig steigen (dies ist besonders offensichtlich, wenn das Land in einen Krieg verwickelt ist). Und wachsende Haushaltsdefizite tragen wiederum zur Beschleunigung der Inflation bei. 

Nun, wenn sich die Inflation beschleunigt, werden die Zentralbanken nach demselben Muster (oder besser gesagt nach den Anweisungen des IWF, die die Methode des „Inflationsziels“ definieren) den Leitzins erhöhen. Und eine Erhöhung des Leitzinses wird zu einer immer stärkeren Lähmung der Wirtschaft führen. Basierend auf solchen Annahmen lässt sich schlussfolgern, dass die IWF-Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung für den Zeitraum bis 2028 angepasst werden müssen. Es wird kein jährliches BIP-Wachstum von 3 Prozent geben. Vielleicht wird es überhaupt kein Wachstum geben. Und der Fonds muss das Pluszeichen in ein Minuszeichen ändern. 

Ich möchte Sie daran erinnern, dass der IWF im Jahr 2019 eine Prognose abgegeben hat, wonach das globale BIP im Jahr 2020 voraussichtlich um 3,5 % wachsen wird. Im Januar 2020 passte der IWF seine Prognose auf 3,3 % an. Und bereits im April 2020 hatte der IWF seine Jahresprognose radikal von Plus auf Minus geändert und einen Rückgang des weltweiten BIP um 3,0 % prognostiziert. Im Oktober 2020 passte der IWF seine Prognose erneut an, wonach der Rückgang des globalen BIP sogar 4,4 % betragen hätte soll. Im Jahr 2021 bezifferte der IWF den tatsächlichen Wert des Rückgangs des globalen BIP auf 4,3 %. 

Die damaligen Turbulenzen der Weltwirtschaft, die durch die sogenannte Covid-Pandemie ausgelöst wurden, könnten sich jetzt wiederholen. Und der Fonds wird seine Prognosen mehrmals im Jahr überarbeiten. 

Das Investitionsforum der Future Investment Initiative (FII) ist gerade in Saudi-Arabien zu Ende gegangen. Am 25. Oktober sprach dort IWF-Direktorin Kristalina Georgieva . Sie warnte, dass der Krieg zwischen Israel und der Hamas bereits Auswirkungen auf die Wirtschaft der Länder im Nahen Osten habe und zu langfristigen wirtschaftlichen Schäden in der gesamten Region führen könnte. Sie sprach hauptsächlich über die Probleme des Nahen Ostens. Doch dann beeinflusste es die globale Wirtschaftslage. Ich möchte besonders auf ihre Worte aufmerksam machen, dass die Zinssätze in der Welt stark gestiegen sind und die wirtschaftliche Entwicklung gebremst haben: „Offen gesagt haben wir die letzten 20 Jahre damit verbracht, in einem Fantasieland zu leben, was die Zinssätze betrifft.“ . Wie kann man Zinssätze bei Null oder sogar negativ haben und trotzdem Ersparnisse schaffen und die Wirtschaft am Laufen halten? Tatsächlich wäre es normal, dass die Zinsen im positiven Bereich liegen – das Problem ist, dass dies zu schnell geschah und der Sprung zu hoch war“, sagte der Ökonom.

Georgieva bemerkte, dass der IWF „mit einem so schnellen Übergang von Null- auf Fünf-Prozent-Zinsen nicht zufrieden ist – aber wir haben es geschafft.“ Es gibt keine Chance auf eine Zinssenkung, das „Flugzeug“ der Weltwirtschaft wird beginnen, in eine „Lufttasche“ zu fallen, und der IWF-Direktor forderte alle „Passagiere“ auf, sich anzuschnallen: „So, jetzt sind wir hier, Unser Aufruf an alle: Anschnallen. Stellen Sie sicher, dass Sie verstehen, dass (höhere) Zinssätze von Dauer sein werden.“

Hier können wir hinzufügen, dass die Zinsen nicht nur auf ihrem aktuellen Niveau bleiben, sondern höchstwahrscheinlich weiter steigen werden. Die Zentralbanken werden die steigende Inflation weiterhin durch Anhebung der Leitzinsen bekämpfen. Beispielsweise warnte der Chef der führenden Wall-Street-Bank JPMorgan Chase, Jamie Dimon, am 24. Oktober auf demselben FII-Investmentforum vor einem möglichen Szenario, in dem der Federal Funds Rate (d. h. der Leitzins der Fed) 7 % überschreiten könnte. (derzeit sind es 5,25-5,5 %). Der Bankier stellte fest, dass „dies die gefährlichste Zeit sein könnte, die die Welt seit Jahrzehnten gesehen hat“. Allerdings kritisierte er in seiner Rede nicht nur die US-Notenbank, sondern auch andere Zentralbanken, die die Leitzinsen aktiv weiter erhöhen. „Die Staatsausgaben sind höher als jemals zuvor in Friedenszeiten und es herrscht das Gefühl der Allmacht, dass Zentralbanken und Regierungen alles bewältigen können … Ich bin vorsichtig, was nächstes Jahr passiert.

https://www.fondsk.ru/news/2023/10/29/glava-mvf-posovetovala-vsem-pristegnutsya.html

Israël et la normalisation de la rhétorique nazie : n’aurait-on pas enfanté d’un monstre ?

https://russiepolitics.blogspot.com/2023/10/israel-et-la-normalisation-de-la.html?m=1#more

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L’accélération du conflit entre Israël et Gaza s’accompagne d’un retournement du paradigme nazi : bien que les hauts responsables israéliens traitent les autres peuples d’animaux ou de sous-hommes, qu’il s’agisse des Palestiniens ou des Bouriates (en Russie), bien qu’ils considèrent normal de les écraser physiquement, ils continuent à utiliser la victimisation nazie, payée très cher par les aïeux de leurs familles (mais non par eux-mêmes) pour justifier leurs crimes. Et quand on leur rappelle, à l’ONU, qu’ils ne sont pas au-dessus du droit international, l’enfant-roi se révolte : comment ça, il n’y aurait plus d’impunité totale, nous n’aurions plus le monopole de l’humanité ? Il semblerait que la communauté internationale, en faisant d’Israël une victime éternelle et intouchable sous peine d’antisémitisme, ait enfanté d’un monstre. Qui est entré en guerre et se croit au-dessus de tout … et de tous.

Ces derniers temps, Israël a changé de rhétorique et semble s’enfoncer dans les méandres de la justification de ses crimes par le recours à la déshumanisation de l’Autre et de tous les autres êtres humains. 

Ainsi, il n’est pas condamnable d’effacer de la surface de la Terre Gaza, puisque ce ne sont pas des Humains, qui y habitent. Mais, je cite, des « animaux humanoïdes » (voir notre article ici). Dixit le ministre israélien de la Défense.

« J’ai ordonné un blocus complet de Gaza. Il n’y aura pas d’électricité. Pas de nourriture. Pas de carburant. Pas d’eau. Tout est fermé. Nous luttons contre les animaux humanoïdes et agirons en conséquence. »

Aucune réaction internationale. Aucune critique.

Plus tard, toujours sur cette même ligne, ce sont les Bouriates, peuple oriental de Russie, qui ne sont que des sous-hommes psychopathes, des animaux, je cite Arkady Milman, ancien ambassadeur d’Israël en Russie :

« des animaux avec des instincts psychopathes complètement malsains de destruction de tout ce qui les entoure« 

Voici la vidéo, tirée de cette interview.  Même si vous ne comprenez pas le russe, portez attention à sa gestuelle, elle est éloquante :

https://www.blogger.com/video.g?token=AD6v5dwAK4dKKEfIC1t5aMkZWVe14iMPmlplglW0QA30qTmUwz4wU7WPvnTRV5NcXfPs6fu3ojx8JZmmYv7LvC7VKdfkvKeaXzhlb9yu49C7oXx_LA3BfvgrV8Hd-NSAaNN7jtDHF07k

Aucun mot dans les médias occidentaux. Le Gouverneur de Bouriatie, Alexeï Tsydenov, n’a pas laissé passer :

« Un ancien ambassadeur d’Israël en Russie. Une personne, qui devrait bien connaître notre pays multinational et nos peuples, a parlé des Bouriates. D’après ses paroles, il ressort clairement que ses connaissances sont médiocres et que son éducation et ses valeurs humaines sont encore pires. C’est une période difficile pour Israël et dans la bande de Gaza : des gens meurent. Mais les propos de l’ancien ambassadeur sentent clairement le nazisme et le racisme. Il est peu probable qu’une telle attitude contribue à résoudre la situation actuelle. De qui sinon des Juifs – des gens qui ont eux-mêmes souffert plus que d’autres du racisme et du nazisme – il est pour le moins étrange d’entendre cela. Nous ne jugerons pas le peuple juif tout entier sur la base d’un seul malade. Israël semble posséder l’un des meilleurs système médical au monde. Je suggère qu’ils acceptent ce patient pour un traitement obligatoire. »

L’on voit ici un dérapage linguistique, qui est significatif d’une chute morale. La rhétorique nazie des sous-hommes est devenue une norme linguistique et politique. Tout est permis. La fuite en avant est terrible. Et le dernier scandal à l’ONU en est une illustration inquiétante.

Le Secrétaire général de l’ONU a simplement rappelé certaines vérités : les Palestiniens ont attaqué, car cela fait des années qu’ils sont agressés par Israël ; le droit à la défense ne justifie pas les atrocités et les crimes de guerre commis actuellement par l’armée israélienne contre les habitants de Gaza ; personne n’est au-dessus du droit international.

La réaction d’Israël ne s’est pas faite attendre ; ces propos sont inacceptables et déconnectés de la réalité, le Secrétaire général de l’ONU doit démissionner. Rien de moins.

De quelle réalité, s’agit-il ? De la réalité construite patiemment depuis la fin de la Seconde Guerre mondiale. De l’acceptation des violations systématiques du droit international par Israël dans ses guerres de conquête, puis d’occupation des territoires. De la réalité d’un Etat, qui est au-dessus du droit international, parce que ses aïeux ont souffert d’un génocide. L’impunité totale ne produit qu’une amoralité. Et nous le voyons aujourd’hui. Nous avons fait grandir un monstre, qui ne comprend pas qu’il doit respecter le droit international, qu’en-dehors des Juifs il y a aussi des Humains et qu’ils ont le droit à la vie – parce que, justement, ils sont humains. L’enfant-roi refuse de devenir adulte, il ne peut être qu’un tyran domestique. Mais avec une armée puissante, il est capable de faire beaucoup de dégâts. Et l’histoire ne l’en absoudra pas. Avoir été victime d’un génocide ne donne pas le droit d’en commettre un.

FASCHISMUS UND NEOFASCHISMUS

»Er redete sieben Stunden lang mit mir über seinen Judenhass …«

Über »faschistische Gespenster« im Kalten Krieg der USA, investigativen Journalismus und die Friedensbewegung damals und heute. Ein Gespräch mit Russ BellantInterview: Susann Witt-Stahl

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Rosa ReichGräber von UPA-Veteranen, die für die CIA gearbeitet haben, auf dem St.-Andrew-Friedhof in South Bound Brook, New Jersey

Russ Bellant

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Sie haben seinerzeit in Ihrem Buch »Old ­Nazis, the New Right, and the Republican Party« die Kranzniederlegung durch den US-Präsidenten an SS-Gräbern am 5. Mai 1985 auf dem Bitburger Soldatenfriedhof sowie seine skandalösen Äußerungen analysiert. »Ronald Reagan hat die Nazi-Waffen-SS als ›Opfer‹ bezeichnet. Das scheint eher eine Umschreibung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs zu sein als ein Bekenntnis zu den schmerzlichen Lektionen«, heißt es in der Einleitung. War dieses symbolträchtige Ereignis der Auftakt zur Rehabilitierung der Täter und vergangenheitspolitischen Zeitenwende?

Ich glaube, die Rehabilitierung der Nazi­verbrecher hat unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg begonnen, als beschlossen wurde, die Haupttäter aus Osteuropa nicht strafrechtlich zu verfolgen. Statt dessen haben westliche operative Geheimdienste sie für offene und verdeckte Programme weltweit rekrutiert. Dann hat man viele dieser Massenmörder nach Nordamerika umgesiedelt und sie sowie die SS-Strukturen, die aufrechterhalten worden waren, politisch inte­griert. Präsident Richard Nixon rehabilitierte sie schließlich weiter, indem er sie 1969 zum ethnischen Arm der regierenden Repu­blikanischen Partei machte. Reagans Aktion in Bitburg war also nur ein weiterer Schritt in der langen Geschichte zur Akzeptanz von Mörderbanden in einem System, das nach dem Krieg auf der Weltbühne aufgestiegen war und ohne Reue massive Tötungsaktionen startete. Und nun haben wir einigen der schlimmsten aus dem Zweiten Weltkrieg übriggebliebenen Elementen in der Ukraine zur Macht verholfen.

In den 1980er Jahren haben Sie für Ihre Recherchen einige Naziverbrecher aus Osteuropa getroffen. Welches war Ihre denkwürdigste Begegnung?

Das war ein Interview im Jahr 1984 mit Nikolai Nazarenko, der während des Zweiten Weltkriegs Offizier einer Kosakeneinheit unter dem Kommando des SS-Obergruppenführers Helmuth von Pannwitz gewesen war. Er dokumentierte seine Geschichte mit Fotos von sich und seiner Truppe, seinem deutschen Offiziersausweis und seinen Rentenpapieren, aus denen hervorging, dass er Altersbezüge von der deutschen Bundesregierung für seinen Kriegsdienst erhielt. Er brachte einen ganzen Koffer voller solcher Unterlagen mit. Das tat er, um zu beweisen, dass er ein würdiger Führer der Kosakeneinheit des nationalen Organisationsgremiums der Republikaner war. Er redete sieben Stunden lang mit mir über seinen Judenhass, seine Affinität zu US-Nazigruppen und -publikationen sowie über seine Teilnahme an antikommunistischen Kundgebungen, bei denen er immer die traditionelle Kosakentracht trug.

Sie sind auch ukrainischen Faschisten vom Bandera-Flügel der Organisation Ukrainischer Nationalisten, OUN-B, begegnet. Sie zitieren einen von ihnen anonym mit den Worten: »Wir sind eine Untergrundorganisation. Wir haben Jahre damit verbracht, im stillen in einflussreiche Positionen vorzudringen.« Wie haben Sie Verbindungen zu den klandestinen OUN-Strukturen hergestellt? Und konnten Sie offen mit diesen Leuten sprechen?

Ich war Mitte der 80er Jahre über die Konferenzen der World Anti-Communist League, WACL, in Kontakt zu ukrainischen Faschisten gekommen, die an geheimen US-Operationen beteiligt waren. Damals war der gesamte OUN-B-Apparat Teil davon. Die WACL-Konferenzen wurden von der CIA organisiert. In jenen Jahren konzentrierten sie sich auf die Reagan-Agenda des Kriegs gegen die Sandinisten in Nicaragua, die revolutionäre MPLA in Angola und auf die Unterstützung der Renamo in Mosambik in Kooperation mit dem südafrikanischen Apartheidregime. Die OUN-B war die ukrainische Sektion der WACL. Daher gingen die Gespräche mit ihnen auf den Konferenzen natürlich über Newsletterveröffentlichungen und Festtagssymbolik hinaus. Sie wollten als ebenso relevant wahrgenommen werden, wie es die anderen WACL-Partner waren. Nach dem Versprechen, den Namen des Informanten, der nicht allein war, geheimzuhalten, erhielt ich Informationen, aber nicht viele spezifische Details.

Sie sind auch mit einigen prominenten Vertretern der OUN zusammengekommen, darunter auch Nazikollaborateure. Wie verliefen diese Begegnungen?

Ich habe Slawa Stezko 1985 auf der WACL-Konferenz getroffen, sechs Jahre bevor sie Präsidentin der OUN-B wurde. Sie vertrat ihren Mann Jaroslaw, der Stellvertreter von Stepan Bandera war und 1941 die OUN-Truppen an der Seite der deutschen Invasionsarmee beim Einmarsch in Lwów (heute Lwiw, jW) angeführt hatte. Wir unterhielten uns nur kurz. Sie sagte mir, es müsste mehr »Zentren für psychologische und politische Kriegführung« geben. Ich traf auch Bogdan Fedorak, den Leiter der Abteilung für auswärtige Beziehungen der OUN-B. Es stellte sich heraus, dass er ganz in meiner Nähe wohnte. Er hatte Verbindungen zu zwei CIA-Professoren der Wayne State University in Detroit, die ich besucht hatte. Der eine hatte zehn Jahre lang für ­Radio Free Europe gearbeitet. Sie gehörten zu Fedoraks US-Geheimdienstkontakten. Er wollte mir allerdings nicht allzuviel erzählen, solange ich nicht mehr Loyalität gegenüber der OUN zeigen würde. Er sagte aber, er stehe auf der Gehaltsliste einer US-amerikanischen Rüstungsfirma.

Die OUN-B stand auch an der Spitze des Anti-Bolshevik Bloc of Nations, ABN, der den osteuropäischen Zweig der WACL bildete und Nachfolger des bereits 1943 auf Initiative des Reichsministers für die besetzten Ostgebiete, Alfred Rosenberg, in Schitomir gegründeten Committee of Subjugated Nations war. »Dass viele von uns auf deutscher Seite gegen den russischen Imperialismus und Bolschewismus kämpften, lag in unserem nationalen Interesse«, heißt es in einer Broschüre des ABN. Während der Reagan-Ära wurden etliche Positionen im American Security Council, der den militärisch-industriellen Komplex der USA repräsentiert, von OUN-B-Leuten besetzt. Sie sagen in Ihrem Buch, dass die OUN-B im Bündnis mit den USA keine anderen Ziele verfolgte als vor 1945 – mit dem Unterschied, dass ihre führenden Ideologen die Faschisten in »Antikommunisten« und die Nazis in »aktive Antikommunisten« umbenannten, wie Slawa Stezko empfohlen hatte. Wie viele Elemente des Nazismus fanden sich in der Weltanschauung von Ronald Reagan, der unter anderem in seinem Grußwort an die WACL von 1984 einen Kreuzzug gegen die »Pest der marxistisch-leninistischen Diktatur« propagierte?

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Rosa ReichDas älteste Bandera-Denkmal der Welt wurde 1962 errichtet und findet sich in Ellenville im Bundesstaat New York

Für die verschiedenen Spielarten des Nazismus, die unter Präsident Reagan aufblühten, liefert der Aufstieg von Roger Pearson ein aufschlussreiches Beispiel. Pearson war ein rassistischer Eugeniker aus Großbritannien, der die Position vertrat, dass »rassisch überlegene« Gruppen die Pflicht hätten, »rassisch minderwertige« Gruppen auszurotten. Bei seinen frühen Arbeiten stützte er sich auf die Schriften des Freiburger Philologen Hans Günther, den »Rassepapst« Nazideutschlands. Pearson war Gründer der »Northern League«, einer Vereinigung europäischer Rassisten mit Sitz im Vereinigten Königreich und in Nordeuropa. Die Organisation hielt rituelle Versammlungen im Teutoburger Wald ab und warb für eine Vormachtstellung der »nordischen Rasse«. Pearson wurde 1965 von der protonazistischen Liberty Lobby in die USA gebracht. Er repräsentierte die USA in der WACL, übernahm 1975 die Führung und ersetzte die europäischen Mitglieder durch ehemalige Vertreter des »Dritten Reichs« und der anderen Achsenmächte. Während Pearson den Nazismus und anderen Faschismus auf der Weltbühne propagierte, arbeitete er auch mit den damals aufkommenden Kräften der neuen Rechten in den USA zusammen. Im Jahr 1978 entlarvte die Washington Post Pearson und die WACL als »faschistisches Gespenst«. US-amerikanische Rechte wussten also, wen sie umarmten, als Pearson sich mit ihnen vernetzte. Diese Kräfte verhalfen Ronald Reagan zum Einzug ins Weiße Haus, und Pearson, reueloser Befürworter der Ausrottungspolitik, wurde von Reagan mit einem Spendenaufruf bedacht, in die Vorstände von Organisationen der neuen Rechten aufgenommen und mit hohen Beamten der neuen Regierung in Kontakt gebracht. Selbst als das Wall Street Journal über Reagans Initiative für Pearson berichtete und unangenehme Details aus dessen Biographie aufdeckte, weigerten sich das Weiße Haus und seine Verbündeten, ihre Verbindungen zu ihm zu kappen. Reagans Leute nutzten ihre Macht, um landesweit Stützpunkte für die Rechten aufzubauen und sie in den USA zu institutionalisieren. Damit schufen sie auch schon früh die Grundlagen für Donald Trumps Wahlsieg viele Jahre später. Trump lobte Mitglieder des Ku-Klux-Klans. Nachdem er 2016 Präsident geworden war, erzählte er hochrangigen Militärs, dass Hitler »auch viele gute Sachen gemacht« habe.

jW-Shop: André Scheer, Klassenkampf im Äther

Die OUN-B und andere osteuropäische Hitler-Kollaborateure haben offenbar nicht nur Weltanschauungen exportiert. Sie sagen, dass der ABN auch der hohe Rat für die ausländischen nationalistischen Gruppen gewesen sei, die die Polizei-, Militär- und Milizeinheiten gebildet hatten, die ab 1941 für die deutschen Besatzer Massenmorde in der Sowjetunion begingen und ganze Dörfer auslöschten. »Diese mobilen Killereinheiten waren die Vorläufer der modernen Todesschwadronen«, heißt es in einer Passage Ihres Buchs. Welchen Einfluss hatte die berüchtigte Brutalität der OUN und ähnlicher Organisationen auf die Methoden der Kriegführung, die später von prowestlichen Faschisten in Südamerika, Afrika und Asien angewandt wurde?

Die Rolle der OUN, von Nazikriegsverbrechern und den Kollaborateuren aus anderen Achsenländern als Unterstützer der jahrzehntelangen Unterdrückung der Befreiungskämpfe in Lateinamerika, Südafrika und Rhodesien ist leider nicht gut erforscht. Die Geschichte von Klaus Barbie, der in Bolivien und Mittelamerika an Strafoperationen beteiligt war und Verbindungen zu faschistischen Terrornetzwerken in Europa wie »Avanguardia Nazionale« von Stephano della Chiaie unterhielt, ist bekannt. Und es gibt allgemeine Hinweise darauf, dass ehemalige Mörder der Achsenmächte in Argentinien und Paraguay sowie in anderen lateinamerikanischen Ländern weiter ihre Praktiken anwendeten. In Chile schien das Pinochet-Regime eine Vorliebe für die rumänische »Eiserne Garde« zu haben. Pinochet lud Repräsentanten der Bewegung aus der ganzen Welt nach Santiago ein und würdigte sie. Alexander Ronnett, ein Anführer der »Eisernen Garde« in den USA, zeigte mir eine Reihe von Fotos, auf denen sie mit Pinochet posierten. Ein Autor der Bewegung deutete an, dass die »Eiserne Garde« eine tragende Rolle beim Pinochet-Putsch der USA gegen Allende gespielt hatte. Er schrieb, dass »der antikommunistische Sieg dort posthume Siege für Corneliu Codreanu eingeleitet hat«, der Führer der 1930 von ihm gegründeten »Eisernen Garde« war.

Ihre Enthüllungen über die Verbindungen der Republikaner zu Nazis und anderen Faschisten erfuhren die Aufmerksamkeit der US-Presse – sogar der New York Times.

Im Boston Globe gab es Artikel zu meinem Buch, ebenso im Philadelphia Inquirer. Dessen Reporter kannte die ukrainische Geschichte: Seine Mutter gehörte zu einer Gruppe von Juden, die den Zweiten Weltkrieg überlebt hatten, weil sie sich in Lwów 16 Monate lang in einem Abwasserkanal verstecken konnten. Die New York Times berichtete zwar nicht über meine Arbeit, erlaubte mir aber, einen Meinungsbetrag zu schreiben. Der Text lag der Redaktion schon einen Monat vor der Präsidentschaftswahl 1988 vor, sie wartete aber, bis alles gelaufen war, um sie am Wochentag mit der niedrigsten Auflage zu drucken. Das war offenbar der Kompromiss zwischen den Redakteuren, die ihn veröffentlichen wollten, und denen, die das nicht wollten. Die genannten drei Zeitungen waren die einzigen der kommerziellen Presse in den USA, die berichtet haben.

Waren Sie auch mit Anfeindungen konfrontiert?

Es gab keine Androhungen von Gerichtsverfahren. Die Kläger hätten kein Bein auf den Boden bekommen. Wir hatten ein Team, das das Manuskript Wort für Wort durchgegangen ist, um sicherzustellen, dass wir jede enthaltene Behauptung beweisen konnten. Außerdem hätte jede Klage die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Personen lenken können, um die es in meinem Buch geht. Sie haben sich lieber darauf verlassen, dass die Presse schweigt und sie nicht auffliegen lässt.

Wäre es heute in einer Zeit, in der die etablierten Medien weitgehend gleichgeschaltet sind, noch möglich, mit Recherchen, wie Sie sie damals angestellt haben, die Öffentlichkeit zu erreichen?

Das bezweifle ich. Auch investigativer Journalismus, wie es ihn in den 1970er Jahren über geheime Vorgänge im Vietnamkrieg und illegale CIA-Aktivitäten gab, findet nicht mehr statt. So ignorierte die Presse die Rolle der USA beim Maidan-Putsch und die Bombardierung ostukrainischer Städte durch das neue Kiewer Regime. Heute sind die sozialen Medien so ziemlich die einzige Möglichkeit, kritische Berichte über die Machenschaften derjenigen zu verbreiten, die in den USA die Macht haben.

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privat

Im Schlusswort Ihres Buchs sprachen Sie über die »schmerzliche Ironie«, dass die Nazikollaborateure, die im Zweiten Weltkrieg durch das Vorrücken der Alliierten in Europa zur Flucht gezwungen worden waren, nun die Politik der führenden westlichen Siegermacht »auf höchster Ebene beeinflussen«. Wie schätzen Sie die Bedeutung der ukrainischen Faschisten und ihrer Pressure Groups heute ein – wirken sie auch ins Militär und den Sicherheitsapparat hinein?

Die Banderisten sind eindeutig in den Militär- und Geheimdienstkomplex der USA eingebettet – so wie sie es seit nunmehr 75 Jahren sind. Die USA haben sie zu den Aktionen auf dem Maidan ermächtigt, bewaffnet und trainiert. Ich glaube aber nicht, dass rechte Gruppierungen heute in der US-amerikanischen Politik sonderlich bedeutend sind. Sie werden nicht gebraucht. Das Weiße Haus und der Kongress treiben den Krieg in der Ukraine voran und dominieren die Medienberichterstattung darüber. Aber die Banderisten dienen als nützliche Werkzeuge, um die ukrainische Gemeinschaft durch von ihnen kontrollierte Frontorganisationen zu mobilisieren und die Zustimmung der Wähler für diesen Krieg zu bekommen.

Sie trauen US-Regierungen offenbar so gut wie alles zu. Es gibt Kritiker, die sagen, dass die Bürger der Vereinigten Staaten bei der Präsidentschaftswahl 2024 eigentlich nur entscheiden dürfen, ob die nächste Regierung den dritten Weltkrieg mit Russland oder mit China beginnen wird. Teilen Sie diese dystopische Prognose?

Ich denke, dass die USA unter Biden einen hochgradigen Konfrontationskurs gegen Russland und China fahren werden. Trump wird vermutlich bald im Gefängnis sitzen. Die Republikaner werden dann Ron DeSantis nominieren – einen weiteren Irren, nur ohne Kultgefolgschaft, wie sie Trump genießt. Aber egal, ob Biden oder DeSantis gewählt werden: Der nächste US-Präsident wird die Außenpolitik wahrscheinlich noch stärker militarisieren und die Marinepräsenz im Schwarzen Meer, in der Nähe der chinesischen Küsten und im Südpazifik ausweiten.

Sie sind seit Jahrzehnten in der Friedensbewegung aktiv, die in den USA während des Vietnamkriegs sehr stark war. Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen damals und heute, was ihre Lage und die Herausforderungen anbelangt?

Bei der Invasion der USA in Vietnam kam es zu einem massiven Truppeneinsatz. Außerdem wurden US-amerikanische Männer durch die Wehrpflicht zum Kriegsdienst gezwungen. Die anfängliche Unterstützung schwand, als der Krieg sich in die Länge zog und es zu erheblichen Verlusten kam. Die vietnamesischen Opfer waren für die Bevölkerung kein wirklicher Faktor – außer für die Gegner des imperialistischen Kriegs und des Systems, das ihn hervorgebracht hat. Heute hingegen setzen die USA Stellvertreterarmeen ein, wie wir es in der Ukraine und Syrien beobachten können, und es kommen keine Landsleute ums Leben. So gibt es keine Grundlage für eine breite Antikriegsbewegung. Die kleinen Gruppen, die aktiv sind, werden von den US-Medien ignoriert. Und es ist gelungen, die große Antipathie gegenüber der UdSSR, die durch jahrzehntelange Indoktrination im Kalten Krieg aufgebaut wurde, auf Russland zu übertragen. So war es leicht, die US-Öffentlichkeit zur Unterstützung der Eskalation des Ukraine-Kriegs durch Washington zu bewegen. Jeder Krieg hat eben sein eigenes Narrativ.

Welche ist die dringlichste Einsicht, die Sie am Sonntag mit Ihren Beiträgen zur Konferenz »Der Bandera-Komplex« vermitteln helfen wollen?

Seit dem Zusammenbruch der UdSSR hat die NATO ihre Größe verdoppelt, und Washington kann über einen gewaltigen Militärapparat verfügen, den es auch für seine regionalen Ziele einsetzen kann. Die langjährige CIA-Finanzierung von Parteien in Westeuropa hat eine politische Kultur der Unterordnung unter die Autorität der USA hervorgebracht. Ich hoffe, dass eine tiefergehende Beschäftigung mit dem realen US-amerikanischen Machtsystem Menschen in Europa in die Lage versetzen wird, sich davon abzugrenzen.

https://www.jungewelt.de/artikel/462012.faschismus-und-neofaschismus-er-redete-sieben-stunden-lang-mit-mir-über-seinen-judenhass.html

Der Bandera-Komplex – Der ukrainische Faschismus – Geschichte, Funktion, Netzwerke – Livestream Deutsch & Englisch (jungewelt.de)

Programmablauf der internationalen Konferenz am 29. Oktober 2023 in Berlin
Livestream Deutsch:
https://www.jungewelt.de

ENGLISH:
https://www.jungewelt.de/?lang=en

Programmablauf

10:30
Begrüßung: Dietmar Koschmieder (Geschäftsführung Verlag 8. Mai / Tageszeitung junge Welt)
Einführung: Susann Witt-Stahl (Chefredaktion Melodie & Rhythmus, freie Autorin)

11:00
Vortrag: Moss Robeson
Dreizack, Hakenkreuz, Adler. Die Organisation Ukrainischer Nationalisten, der Holocaust und die Ursprünge der Bandera-Lobby in den USA
Fragen und Diskussion

12:00
Vortrag: Russ Bellant
»Kein Waffenstillstand und kein Kompromiss mit dem Kreml«
Banderisten als Instrumente der USA und NATO im Kalten Krieg
Fragen und Diskussion

13.00 Uhr Pause

13:45
Vortrag: Moss Robeson
Demaskierung der Bandera-Lobby
Untersuchung zur OUN-B und zu ihrer Rolle im Ukraine-Konflikt
Fragen und Diskussion

15.15 Uhr Pause

15:45
Vortrag: Jürgen Lloyd
Kompromisslose Durchsetzung der Maximalinteressen des Monopolkapitals
Zur Funktion des Faschismus im Ukraine-Krieg
Fragen und Diskussion

17.00 Uhr Pause

17.15 Uhr
Talkrunde: Oleg Jassinskij, Jörg Kronauer, Russ Bellant, Arnold Schölzel
Ukrainische Faschisten und die Bandera-Lobby – Scharfmacher für den dritten Weltkrieg?
Moderation: Stefan Huth (Chefredaktion Tageszeitung junge Welt)

19.00 Uhr Ende

Gesamtmoderation: Sebastian Carlens (Verlagsleitung Verlag 8. Mai / Tageszeitung junge Welt), Susann Witt-Stahl (Chefredaktion Melodie & Rhythmus, freie Autorin)

Papst und Bartholomäus: Die Umarmung wird immer heißer

Der Vatikan und Konstantinopel sind aktiv

Der Vertreter des Vatikans für die Ostkirchen, Erzbischof Claudio Gugerotti, erklärte doppelzüngig, dass er es für rechtswidrig halte, eine Kirche zu zerstören, „die mit dem Feind verbunden ist“. Bekanntlich führt das Selenskyj-Regime einen konsequenten Angriff auf die kanonische Ukrainisch-Orthodoxe Kirche durch, und zwar mit voller Duldung und auf Betreiben des „Heiligen Stuhls“, wo es zusammen mit dem Patriarchat von Konstantinopel weiterhin konsequent arbeitet die ukrainische Orthodoxie zu spalten.

So empfing Papst Franziskus letzten Sommer, am 29. Juni, die Phanar-Delegation anlässlich ihrer gemeinsamen Feier des Tages des Heiligen Johannes. Peter und Paul – nach dem gregorianisch-katholischen Kalender. Ein weiterer Schritt zur Vereinigung des Vatikans und des sogenannten. „Konstantinopel und Co.“ führten zu einer Spaltung der Orthodoxie. Der Papst sprach vor einer Delegation von Bartholomäusleuten, die sich immer noch „orthodoxe Kirche“ nennen, und erläuterte den Kern ihrer strategischen außenpolitischen Mission. Die Hauptbotschaft sieht verträumt und sogar wohlwollend aus: „Wenn die Kirchen im Glauben und in der Liebe völlig vereint sind, muss die Form, in der der Bischof von Rom sein eucharistisches Amt in der Kirche auf universeller Ebene ausüben wird, das Ergebnis einer untrennbaren Verbindung zwischen ihnen sein.“ Primat und Synodalität.“ Mit „Synodalität“ meinen wir die Konziliarität, die historisch vor allem in der Orthodoxie deutlich zum Ausdruck kommt, „Primat“ – im Kern geht es hier um das Dogma der „päpstlichen Unfehlbarkeit“. In der Orthodoxie versuchte, analog zum Vatikan, der Patriarch Bartholomäus von Konstantinopel willkürlich, sich den „Primat“ anzueignen. Er wollte nicht der Erste unter seinen gleichberechtigten Bischöfen bleiben, sondern wollte der Erste unter seinen Untergebenen werden. Im Jahr 2018 versuchte er, seinen Willen durchzusetzen, indem er der OCU, einer schismatischen Versammlung, einen „Tomos“ ausstellte. Um zu überzeugen, gab er dieser Versammlung einen zweiten Namen: „Die Heilige Kirche der Ukraine“ (HCU). Sie ist so „heilig“, dass sie nirgendwo anders hingehen kann. Natürlich war dies eine raffinierte Verhöhnung der Kirche.

Die Website des Vatikans betont, dass Franziskus bei dem Treffen mit den Gästen — Zitat: „… daran erinnerte, dass „völlige Einheit eine Gabe des Heiligen Geistes sein wird und im Geist gesucht werden sollte.“ Und diese Einheit „muss aus ‚brüderlicher Liebe‘ zwischen Schwestern und Brüdern entstehen, die ‚ihre Vielfalt in einen größeren Kontext stellen können‘“ – Zitat am Ende. Wir hören nicht die direkte Rede von Franziskus, sondern nur Fragmente davon, wie sie vom Pressedienst des Vatikans präsentiert werden. Gleichzeitig können wir mit Sicherheit sagen, worüber Franziskus nicht gesprochen hat – dass Bartholomäus das alte ukrainische Schisma vertiefte und ein neues Schisma schuf – in der Weltorthodoxie, sodass der Papst der Herde nicht erklären musste, was die spöttischen Handlungen bewirken mit der erklärten „Liebe“ Bartholomäus in der Ukraine zu tun. 

Die Welt hinter den Kulissen, die durch den Mund von Bartholomäus und Franziskus über den Wunsch nach „vollständiger Einheit der Kirche“ spricht, spricht aus irgendeinem Grund nie über die Vereinigung anderer christlicher Konfessionen und Bewegungen. Warum sollten sich Katholiken in der Tat nicht zunächst darum kümmern, ihre eigenen Fragmente „in einer einzigen Kirche“ zu vereinen – die reformierten-presbyterianischen Kirchen? Warum sollten sie sich nicht mit der lutherischen Kirche versöhnen und sich wieder mit der anglikanischen Gemeinschaft vereinen? Sehr weites Feld! Der Schwerpunkt liegt nicht auf der Orthodoxie, weil sie ein „einflussreicher politischer Akteur“ ist; Calvinisten oder Anhänger von Luthers Lehren werden im Westen viel „einflussreicher“ sein. Sondern weil die Orthodoxie die Reinheit der christlichen Lehre in sich trägt. Aus diesem Grund muss sich das Hinterland, das so bereitwillig mit satanischen Praktiken kokettiert, zuallererst eine bequeme „Orthodoxie“ schaffen, die bereit ist, mit einem bequemen „Katholizismus“ zu verschmelzen. 

Wenn in der Ukraine Bartholomäus-Mündel orthodoxe Kirchen „für die OCU“ mit offen kriminellen Methoden beschlagnahmen, über welche Art von „brüderlicher Liebe“ kann Konstantinopel dann sprechen? Mittlerweile kommt es in einem kontinuierlichen Strom zu Anfällen. Ein neues Beispiel für die brutale Besetzung der Verklärungskathedrale in Bila Zerkwa durch Anhänger von Bartholomäus. Die Chronicles berichten: „Einzelheiten über den Versuch, die Domkirche der UOC in Bila Zerkwa zu beschlagnahmen, sind bekannt geworden. Am späten Abend des 4. Juli versuchten hundert ausgebildete Kämpfer, es im Sturm zu erobern. Auf Befehl kletterten sie in Gruppen über den Zaun entlang des Geländes, ein Teil griff die Gläubigen an den zentralen Türen an, der zweite versuchte, durch die hinteren einzubrechen. Der Wachmann öffnete das Schloss mit einem Generalschlüssel in Sekundenschnelle, doch die Gläubigen versperrten den Eingang von innen. Die Sturmtruppen schlugen einem der Dompriester ins Gesicht und erwürgten ihn. Auch seine Mutter bekam eine Portion Schläge…“

Die Botschaft des Vatikans über „brüderliche Liebe“ mit Klarstellungen und Vorbehalten zum „breiten Kontext“ impliziert offenbar die Normalität der Besetzung einer orthodoxen Kathedrale durch Banditen und der Prügel gegen einen Priester und seine Frau. Hier muss kein Fragezeichen gesetzt werden. Dies ist das zweite Ende der „guten Botschaft“. Doch es gibt auch einen „dritten Boden“ in der Ansprache des Papstes.

In seiner scheinbar „geschlechtsintoleranten“ Rhetorik über „brüderliche Liebe zwischen Schwestern und Brüdern in einem breiteren Kontext“ geht es natürlich um die Loyalität der „kommenden Kirche“ (Vatikan und Konstantinopel) gegenüber der LGBT-Gemeinschaft. Franziskus wird nicht müde, dieses Thema gemäß der Agenda hinter den Kulissen anzusprechen. Er versteht es, geradezu anspruchsvolle jesuitische Problemlösungen zu finden. Er sprach über die Notwendigkeit, im Zusammenhang mit Homosexualität zwischen Verbrechen und Sünde zu unterscheiden. Die kirchliche Lehre besagt, dass homosexuelle Handlungen sündhaft oder „von Natur aus anormal“ sind, Schwule sollten jedoch mit Würde und Respekt behandelt werden. Sie berichten: „Franziskus machte sich über sich selbst lustig und formulierte die Position: „Das ist kein Verbrechen. Ja, aber es ist eine Sünde. Okay, aber unterscheiden wir zunächst zwischen Sünde und Verbrechen… Es ist auch eine Sünde, es nicht zu zeigen.“ Barmherzigkeit zueinander.“ Wirklich klassische jesuitische Rhetorik! Ist es seine Aufgabe, Anwalt für Sodomiten zu sein? Die Anführer der globalen LGBT-Community sind sehr zufrieden. Eine gewisse Sarah Kate Ellis, Präsidentin und CEO der größten LGBT-Interessenorganisation in den Vereinigten Staaten, GLAAD (Gays and Others Alliance Against Defamation; wir erinnern Sie daran, dass Verleumdung die Verbreitung diffamierender Informationen und nicht der Verleumdung bedeutet), ist begeistert. Über die Aussage von Franziskus schreibt er: „Seine historische Aussage sollte eine Botschaft an die führenden Politiker der Welt und Millionen von Katholiken auf der ganzen Welt sein: LGBT-Menschen verdienen es, in einer Welt ohne Gewalt und Urteilsvermögen und mit mehr Freundlichkeit und Verständnis zu leben.“ Natürlich geht es ihnen nicht um den Schutz von Menschen, sondern um die Förderung ihrer menschenfeindlichen Idee. Offenbar liegen „historische Aussagen“ des Vatikans und Konstantinopels zur Drogenpropaganda nicht mehr fern. In der Ukraine hat ein großer Unterstützer von Bartholomäus und Gründer der OCU, V. Zelensky, kürzlich einen entsprechenden Gesetzentwurf ausgearbeitet. Und dann, sehen Sie, werden religiöse Führer, um hinter den Kulissen zufrieden zu sein, über die Akzeptanz von Abtreibung, Euthanasie und Prostitution sprechen. Warum nicht? In der Tat kann man in Bezug auf diese Reihe sozialer Phänomene sagen: „Das ist kein Verbrechen.“ Ja, aber es ist eine Sünde. Okay, aber lassen Sie uns zunächst zwischen Sünde und Verbrechen unterscheiden … Es ist auch eine Sünde, einander keine Gnade zu erweisen.“ Vor allem, wenn „kein Verbrechen“ mächtige Lobbygruppen mit expliziten und impliziten irdischen und überirdischen Zielen hat.

https://www.fondsk.ru/news/2023/10/29/rimskiy-papa-i-varfolomey-obyatiya-vsyo-zharche.html

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