Der Altkanzler spricht über die Israel-Politik von Olaf Scholz, migrantischen Antisemitismus, Baerbocks Moral und wie ein neuer Friedensplan für die Ukraine aussehen könnte.
Gerhard Schröder (SPD), Bundeskanzler a. D., findet, dass Bundeskanzler Olaf Scholz mit Blick auf Israel aktuell keine Fehler macht.Paulus Ponizak/Berliner Zeitung
Gerhard Schröder empfängt gemeinsam mit seiner Ehefrau Soyeon Schröder-Kim in seinem Haus in der Hannoveraner Innenstadt. Der Altkanzler ist gut gelaunt, führt durch sein Büro und erläutert, was auf den vielen Fotografien zu sehen ist, wer die zahlreichen Kunstwerke geschaffen hat und unterhält die Gäste mit Anekdoten zur Entstehungsgeschichte. Doch dann wechselt die Stimmung. Die Lage in Israel und der Ukraine treibt den 79 Jahre alten Staatsmann um.
Herr Schröder, nach den Angriffen der Terrororganisation Hamas gegen Israel ist Bundeskanzler Olaf Scholz nach Tel Aviv geflogen. Hat er sich richtig verhalten?
Ich finde, dass Olaf Scholz mit Blick auf Israel aktuell keine Fehler macht. Ein Völkerrechtler hat es in der F.A.Z. richtig gesagt: Es ist das Recht Israels, sich zu verteidigen. Aber: Es gibt auch im Völkerrecht den Hinweis, dass die Verteidigung verhältnismäßig sein muss. Scholz muss die Möglichkeit nutzen, den Israelis zu sagen: „Leute, achtet bei euren Einsätzen auf die Verhältnismäßigkeit.“ Wenn Israel zu aggressiv vorgeht, wird die Stimmung kippen. Ich möchte nicht in den Schuhen von Netanjahu stecken. Sein Volk erwartet von ihm, entschieden zu reagieren. Gleichzeitig darf es zu keiner Eskalation der Gewalt kommen.
„Wir haben in der arabischen Jugend ohne Ende antisemitische Kräfte. Das stimmt. Man darf aber auch nicht gleich das Gegenteil tun und alle, die Israel kritisieren, als Antisemiten bezeichnen.“
Das neue Sterbehilfegesetz Kanadas erlaubt nun armen Menschen, sich einfach deshalb umzubringen, weil sie arm sind. Die Regierung berät und übernimmt gerne die Kosten für die Sterbehilfe.
Im Wesentlichen geht es um die „freiwillige“ Vernichtung der ärmsten Bevölkerungsschichten.
Die entstehende neue Weltordnung wird weder gerecht noch stabil sein. Die Menschheit steht vor enormen Herausforderungen – nicht nur geopolitischer Art –, die einen friedlichen Übergang nahezu unvorstellbar machen. Wir müssen uns damit abfinden, dass die Welt so sein wird, wie sie noch nie war. Die ungarische Zeitung Demokrata hat mit dem deutschen Politikwissenschaftler und bekannten Russland-Experten Alexander Rahr über den Wandel der Welt, die neuen Herausforderungen und die Zukunft Europas gesprochen. Das Interview führte Gábor Stier, die deutsche Übersetzung ist von Éva Péli.
Die Welt ist dabei, die US-amerikanische Hegemonie abzubauen. Wie weit ist dieser Prozess schon?
Wir können vor allem eindeutig feststellen, dass der Prozess nicht friedlich ist. Dieser Übergang ist nicht nur schmerzhaft, er wird von Kriegen begleitet. Mit dem Ukraine-Krieg begann erst in dieser Hinsicht der Umbau der unipolaren Weltordnung. Konflikte um Taiwan scheinen unvermeidlich, aber auch in der ambitionierten Türkei, im Kaukasus oder im östlichen Mittelmeerraum nehmen die Spannungen zu. Unterdessen werden die Äußerungen des US-Präsidenten immer schrecklicher und beängstigender. Er will nämlich, dass das liberale westliche Demokratiemodell überall aufblüht und beabsichtigt gerade, die Welt von Diktatoren zu säubern. Die Europäische Union steht in diesem Bestreben voll hinter Washington.
Handelt es sich um einen natürlichen Prozess, der durch die Veränderung des Kräfteverhältnisses erzwungen wird, oder haben die USA etwas ordentlich „vermasselt”?
Das ist ein natürlicher Prozess. Die Weltordnung hat sich schon immer durch Gewalt verändert. Dies war der Fall während des Ersten Weltkriegs zwischen Österreich-Ungarn und Deutschland sowie davor nach dem Sieg über Napoleon und dem anschließenden Wiener Kongress 1815. Diese Umwälzungen gingen mit dem Zusammenbruch von Imperien einher. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Sieger diejenigen, die die neue Ordnung schrieben. So wird es auch jetzt kommen, da die neue Weltordnung durch Gewalt gestaltet wird. Wir können nur hoffen, dass sie im Wesentlichen durch Wirtschaftskriege und nicht durch bewaffnete Kämpfe geformt wird.
Die Länder des sogenannten Globalen Südens sprechen von einer gerechteren Weltordnung. Wie viel gerechter kann diese neue Welt sein?
Ich glaube nicht, dass die Welt dadurch fairer wird. Das ist eine ziemlich naive Vorstellung. Ich wäre schon zufrieden, wenn die Mächte zumindest miteinander verhandeln könnten, wie sie es nach dem Zweiten Weltkrieg getan haben. Das Wichtigste ist, dass die Beteiligten miteinander sprechen und sich als gleichberechtigte Partner zusammensetzen können, die sich gegenseitig respektieren.
Wie würden Sie die entstehende neue Weltordnung beschreiben? Wird es zwei Pole geben, von denen einer von China und der andere von den Vereinigten Staaten angeführt wird, oder wird diese eine Welt ohne Pole, eine multizentrische sein?
Es besteht eine gewisse Hoffnung, dass sich die führenden Mächte der Welt auf eine demokratische Umgestaltung des UN-Sicherheitsrats einigen können, die die neuen Kräfteverhältnisse widerspiegelt. Darin müssen Indien, Brasilien und eines der afrikanischen Länder definitiv einen Platz haben. Dies könnte der erste Schritt zu einem relativ friedlichen Übergang sein. In diesem Fall könnte die Welt multipolar sein. Wenn das nicht geht, wird sie zwei- oder dreipolig werden.
Ich halte eher Letzteres für wahrscheinlich. Wenn es keinen Konsens gibt, dann werden Amerika und Europa den einen Pol bilden, während der andere Eurasien mit China, Russland, Indien, Iran und der Türkei sein wird, die sich untereinander über die internen Verhältnisse dieses Pols einigen werden. In diesem Fall können sie ihre eigene UNO gründen, während Europa und Amerika weiterhin in New York bleiben. Der dritte Pol könnte aus den arabischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern bestehen, die sich von Amerika und China gleichermaßen fernhalten und sich keinem der beiden Blöcke anschließen wollen. Es ist übrigens noch zu früh, über diese Begriffe zu sprechen, da sich die Konturen der neuen Weltordnung erst abzeichnen. Die Welt ist bereits einigermaßen multipolar, aber die Institutionen dieser Ordnung sind noch nicht etabliert.
Ist der russisch-ukrainische Krieg derzeit der wichtigste Schauplatz für die Entwicklung der neuen Weltordnung? Welche Rolle spielt er in diesem Prozess?
Ja, dieser Krieg ist einer der Mosaiksteine in der Entwicklung der multipolaren Ordnung. Ich glaube jedoch nicht, dass dieser Krieg so entscheidend für die Entwicklung der neuen Weltordnung ist. Daran nehmen weder China und Indien noch die arabische Welt teil – die Vereinigten Staaten auch nicht direkt. Es ist zwar ein für uns schrecklicher, aber immer noch ein lokaler Krieg. Sein Ausgang könnte jedoch das Schicksal der NATO beeinflussen. Wenn Russland gewinnt, wird die NATO eindeutig geschwächt werden. Ein Sieg der Ukraine könnte wiederum das Selbstvertrauen des Westens stärken, um sich dann gegen China zu wenden. In diesem Sinne könnte der Ausgang dieses Krieges auch die künftige Perspektive der Weltordnung beeinflussen.
Wie würden Sie diesen Krieg definieren? Zwischen wem findet er wirklich statt? Haben die Hauptakteure die Ziele realistisch gesetzt? Kann es in diesem Krieg einen echten Gewinner geben?
Es handelt sich um einen Krieg mit mehreren Vektoren. Die beiden slawischen Völker sind wie Bulldoggen aufeinander losgegangen. Das hat einen historischen Hintergrund, denn die Menschen in der Westukraine und die Russen haben sich schon immer gehasst. Dieser Konflikt ist der Höhepunkt der letzten 200 Jahre. Aber auch der Westen und Russland gehen sich gegenseitig an die Kehle. Letzteres versucht, seine Autorität in Europa als eine Art postmoderne Supermacht zu etablieren. Russland und die NATO stehen ebenfalls einander gegenüber. Vergessen wir nicht, dass der Hauptgrund für den Ausbruch des Krieges die aggressive Expansion des nordatlantischen Bündnisses ist. Aber um die Frage zu beantworten: Die Ukraine ist der größte Verlierer in diesem Krieg. Auch wenn Europa und Russland nicht verlieren, sie werden in den Auseinandersetzungen erheblich geschwächt. Die beiden größten Nutznießer dieses Konflikts sind die Vereinigten Staaten und China.
Wir wissen, dass es immer leichter ist, einen Krieg zu beginnen als ihn zu beenden. Kann dieser Krieg Ihrer Meinung nach in absehbarer Zeit beendet werden, oder könnte er, wie ein deutscher General voraussagte, bis 2032 dauern?
Auch die Erklärung von Sergej Schojgu hat mich nicht beruhigt, denn der russische Verteidigungsminister sagte, der Krieg könne bis 2025 dauern. Meiner Meinung nach wird es in diesem Abnutzungskrieg Unmengen von Toten geben. Der Krieg wird enden, aber nicht nach den Vorstellungen des Westens.
Der Westen muss sich damit abfinden, dass die Ukraine einen Teil ihres Territoriums verliert – zumindest die Krim und den Donbass. Kurzum, es wird in diesem Krieg keine wirklichen Gewinner oder Verlierer geben. Doch Amerika wird sagen, dass der Westen gewonnen habe, weil er seinen Rivalen, Russland, geschwächt habe. China hingegen wird ebenfalls von einem Sieg sprechen und betonen, dass dieser Krieg den Westen geschwächt habe. In wirtschaftlicher Hinsicht werden sowohl die Vereinigten Staaten als auch China an diesem Krieg gewinnen.
Welche anderen Regionen spielen potenziell eine herausragende Rolle bei der geopolitischen Auseinandersetzung zwischen dem „Globalen Süden” und dem Westen um zukünftige Positionen?
Ich würde es eher unter dem Gesichtspunkt betrachten, dass das, worüber wir in den letzten 20 Jahren gesprochen haben, nun eintritt. Asien ist dabei, Europa zu überholen. In wirtschaftlicher Hinsicht sind die ehemaligen „asiatischen Tiger” heute ernst zu nehmende Mächte und haben Europa überholt. Die deutsche oder französische Wirtschaft kann mit Vietnam oder Singapur mithalten, aber nicht mit China – von den Spaniern, Italienern und Griechen gar nicht zu sprechen. Europa schwächelt. Wir müssen erkennen, dass neben Amerika auch China und Indien zu Großmächten geworden sind. Das ist nicht mehr die Zukunftsmusik, sondern die Gegenwart.
Währenddessen werden die europäischen Staaten immer schwächer – nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch in demografischer Hinsicht. Amerika wendet sich von Europa ab, das sich einen neuen kalten Krieg nicht leisten kann. Die Sozialleistungen müssen gekürzt werden, und die Menschen werden protestieren. Das bedeutet natürlich noch nicht die „Dämmerung” Europas, aber es ist die traurige Realität. Auch Russland wird nicht stärker, wie ich bereits sagte: Der langwierige Krieg ist kostspielig, darauf war es nicht vorbereitet, und seine Reserven schwinden, wenn auch langsam.
Wie wir sehen, sind die Übergangsjahre hektisch. Wie stabil wird die neue Weltordnung sein?
Ich glaube nicht, dass sie stabil sein wird. Es wird viele Jahre dauern, bis sie sich entwickelt. Außerdem steht die Menschheit vor enormen Herausforderungen, an die wir oft gar nicht denken. Da ist der Klimawandel. In Afrika, in den arabischen Ländern kann man nicht leben wie bisher.
Das heißt, es wird eine Welle von Migranten geben, vor allem nach Europa. Es ist unwahrscheinlich, dass diese Situation in den nächsten zwei Jahrzehnten ohne Krieg gelöst werden kann. Hinzu kommt die Tatsache, dass so viele Menschen die Erde überlasten. Daraus folgt, dass die Armut in bestimmten Regionen immer unerträglicher werden wird. Diese Spannungen führen zu ethnischen Konflikten. In einigen Regionen kommt es bereits zu kleineren bewaffneten Konflikten um die Wasserressourcen. Aber nehmen wir die immer spektakulärere Alterung Europas. Es ist nicht klar, wie es die bevorstehenden Herausforderungen bewältigen wird – die Migration, demografische Krise, Energieknappheit. Und dann sind da noch der Aufstieg der künstlichen Intelligenz, die beschleunigte Aufrüstung, die sich bereits auf den Weltraum auswirkt. Mitten in diesen Herausforderungen nimmt die neue Weltordnung Gestalt an. In den nächsten 20 Jahren wird die Menschheit erkennen, dass die wichtigsten Fragen nicht Ideologien, Demokratie oder Moral sind, sondern die Frage, wie man auf dieser Erde zusammenleben kann.
Derzeit ist der Stand, dass der Westen noch schwächelt, aber der „Globale Süden” ihn noch nicht überholt hat. Inzwischen hat sich Amerika bei dem Ausbruch des russisch-ukrainischen Krieges angestrengt, den westlichen Block hinter sich zu versammeln. Ist diese Einheit nachhaltig?
Aus meiner Sicht wird sich Amerika von Europa abwenden und auf China und die anderen dringenden Herausforderungen konzentrieren. Europa ist für sie nicht mehr von Interesse. Aber die Vereinigten Staaten werden Europa nicht einfach allein lassen. Sie zwingen es, der NATO für die Sicherheit zu zahlen, sie ernennen ihre „Vizekönige”. Wie erfolgreich dies sein wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass diese Haltung den euro-atlantischen Zusammenhalt aufbrechen wird.
Leider können wir bereits jetzt feststellen, dass Europa einer der größten Verlierer der Transformation, des russisch-ukrainischen Krieges ist. Was sind Ihrer Meinung nach die Gründe dafür? Welchen Platz kann Europa in der neuen Weltordnung einnehmen?
Europa hat aufgehört, Europa zu sein. Das ist das größte Problem. Europa ist jetzt vor allem in Sicherheitsfragen den US-Amerikanern untergeordnet. Europa sollte sich etwas Eigenes einfallen lassen, etwas Europäisches, und nicht für die Interessen Amerikas kämpfen. Europa hat keine eigenen geopolitischen Visionen, globalen Interessen. Mehr noch: Es hat in der Tat nicht einmal mehr eine eigene Identität – oder noch nicht. Das ist natürlich schwierig zu entwickeln, denn den Deutschen geht es beispielsweise um Werte, den Osteuropäern eher um nationale Interessen. Aber das größte Problem ist, dass Europa nicht souverän ist. Wir müssten viele Dinge neu überdenken und von Grund auf aufbauen. Wir brauchen neue Institutionen, denn diese überbürokratisierte Europäische Union funktioniert nicht mehr. Die Mehrheit der Europäer ist mit der Europäischen Union unzufrieden, und das könnte bei den nächsten Europawahlen ein Erdbeben auslösen. Das sind Herausforderungen, denen sich die künftige Politikergeneration stellen muss, denn die derzeitige Elite ist dazu nicht in der Lage. Diese träge, unvorbereitete Politikergeneration ist so weltfremd, dass sie nicht einmal das Ausmaß der Herausforderungen erkennt.
Viele Menschen denken, dass sich die neue Weltordnung bis etwa 2030 herausbilden könnte. Aber was wird bis dann mit der Europäischen Union, die sich ebenfalls in einer Krise befindet, geschehen? Wird es sie in, sagen wir, zehn Jahren noch geben? Die Aufnahme der Ukraine könnte sie für immer zerreißen. Wie wird dieses Europa aussehen?
Für mich steht fest, dass sich die Europäische Union nicht erweitern wird. Die Europäische Union wird immer mehr zu einem Gebilde mit mehreren Geschwindigkeiten. Sie wird wie eine Matrjoschka sein, sie wird drei oder vier Kreise, Ebenen haben: im inneren Kreis um Deutschland herum diejenigen, die sich voll integrieren wollen, das sogenannte Kerneuropa, und im äußeren Kreis diejenigen, die sich zurückhalten, wie Schweden, Norwegen, vielleicht die Schweiz, und Ungarn irgendwo dazwischen.
Und was wird dann mit der Ukraine geschehen?
Ich glaube, dass die EU eine neue Form der Mitgliedschaft für die Ukraine finden wird. Es wird keine Assoziierung sein, sondern ein Protektorat. Das wird im Großen und Ganzen die Rechte einer Mitgliedschaft bedeuten – aber keine Vollmitgliedschaft. Damit würde die EU die Ukraine für ihre Verluste im Krieg mit Russland kompensieren. All dies beruht auf der Vorstellung, dass Brüssel die Ukraine als wichtigen Brückenkopf gegen Russland betrachtet. Kiew versucht natürlich, diese Position auszunutzen, aber es wird eine Form sein, wie wir sie bisher noch nicht gesehen haben.
Und was ist mit der NATO?
Der verbleibende Teil der Ukraine wird Mitglied der NATO sein, als eine Art Entschädigung für die verlorenen Territorien.
Dies wird die europäische Sicherheit kaum stärken…
Vielleicht, aber es ist auch wahr, dass wir Europa anders betrachten müssen als bisher.
Russland wird dies nicht akzeptieren…
Russland muss sich vor allem entscheiden, ob es ein europäisches oder ein asiatisches Land sein will. Wenn es sich für Ersteres entscheidet, wird es versuchen, einen Weg zur Aussöhnung mit Europa zu finden. Doch möglicherweise will Europa davon nichts hören. Vielleicht wird Russland stur sein. Dann wird Russland ein asiatisches Land werden, was in der Geschichte noch nie vorgekommen ist, und ein neuer Eiserner Vorhang an der europäischen Grenze wird heruntergelassen. Sie sehen, dies sind historische Zeiten. Wir müssen uns mit der Vorstellung anfreunden, dass die Welt so sein wird, wie sie noch nie war.
Angaben zum Interviewer:
Gábor Stier wurde 1961 geboren und ist ein ungarischer außenpolitischer Journalist, Analyst und Publizist. Er ist Fachjournalist für Außenpolitik bei der ungarischen Wochenzeitschrift Demokrata sowie Gründungschefredakteur von #moszkvater, einem Internet-Portal über die slawischen Völker, insbesondere die Länder der ehemaligen Sowjetunion.
Davor war er 28 Jahre lang bis zu ihrer Auflösung bei der konservativen Tageszeitung Magyar Nemzet tätig, von 2000 bis 2017 als Leiter des außenpolitischen Ressorts. Er war der letzte Moskau-Korrespondent der Zeitung. Sein Interesse gilt dem postsowjetischen Raum und dessen aktuellen geopolitischen Entwicklungen. Stier schreibt regelmäßig für außenpolitische Fachzeitschriften, und seine Beiträge und Interviews erscheinen regelmäßig in der mittel- und osteuropäischen Presse. Er ist Autor des Buches „Das Putin-Rätsel“ (2000) und seit 2009 ständiges Mitglied des Waldai-Klubs.
Bill Gates, qui a passé la dernière décennie à alerter le public sur les dangers de la surpopulation mondiale et de ses conséquences sur le climat, a fait volte-face lors d’une conférence récente à New York. Fervent défenseur de l’agenda “zéro émission carbone d’ici à 2050”, le multimilliardaire modère à présent son discours alarmiste, alors que les politiques liées au climat peinent à emporter l’adhésion du public. C’est lors d’une interview enregistrée fin septembre sous le titre ‘Sommes-nous des scientifiques ou sommes-nous des idiots ?‘ qu’il a surpris son auditoire en déclarant :
Aucun pays des régions tempérées ne deviendra inhabitable.
La planète, un ‘truc résilient’
Le journaliste du New York Times David Gelles avait démarré son entretien en rappelant les prédictions apocalyptiques du secrétaire général de l’ONU Antonio Guttierez, selon qui “la terre va devenir inhabitable “ et du directeur du magazine Forbes qui avait déclaré le matin même que “l’urgence climatique pourrait tuer tous les humains sur la terre”, avant d’interroger Gates sur la raison de son revirement. Manifestement ennuyé, le milliardaire s’est tordu les mains, en bredouillant quelques bribes d’explications : “Je suis le plus grand financeur des politiques climatiques, donc je suis fortement engagé dans ces questions… Dans le climat on essaye d’utiliser la science et les chiffres et on tente de voir quels sont les différents effets. Vous savez, il y a des effets sur l’humanité, mais moins sur la planète. En fait la planète, c’est un… ‘truc’ résilient”.
Confus
Gelles a ensuite évoqué certaines conséquences négatives des mesures liées au climat. À la question de savoir si l’on peut résoudre un nombre de problèmes climatiques de manière rapide, sans continuer d’impacter la santé et le niveau de vie de la population, Bill Gates a de nouveau eu l’air embarrassé. Il a évité de répondre directement, affirmant être très engagé sur le climat, mais aussi sur d’autres moyens d’améliorer les conditions de vie de la population, par exemple les vaccins contre la polio ou la rougeole… et puis, il a ajouté cette phrase surprenante :
Honnêtement, on se préoccupe toujours des enfants qui meurent… En tous cas, nous…
Lorsque le journaliste est revenu sur la question des prédictions catastrophiques, Gates a surpris l’auditoire en déclarant “qu’aucun pays des régions tempérées ne serait inhabitable”, et a de nouveau tenu des propos confus :
Les gens du climat doivent décider s’ils sont les vrais scientifiques… ou si, ou si… vous savez… il faut vraiment baser ses arguments sur ce que l’on sait, par exemple sur le réel risque pour la planète.
Ce qui donne à penser que les annonces des autres acteurs sont bien trop alarmistes.
Cette position plus réaliste contraste en tout cas fortement avec les propos qu’il tenait il y a deux ans à peine, lors de la parution de son livre “Climat : comment éviter le désastre“.
Bill Gates : ben la planète, c’est…un truc résilient
Contradictions
Le moins que l’on puisse dire, c’est qu’il semble difficile de trouver de la cohérence dans ses propos. Pour Gates “même si les pays riches parvenaient à atteindre l’objectif de zéro émission carbone, l’effet n’en serait que très très minime”, parce 60% des émissions proviennent des pays à revenus moyens. Mais ceci ne l’empêche pas de prétendre que toutes ces politiques sont absolument nécessaires et qu’il faut à tout prix investir plus d’argent pour acheter plus de produits verts et révolutionner toute l’industrie mondiale.
Gates explique ainsi l’ampleur des efforts actuels en termes de politiques globales, d’innovations technologiques, de partenariats publics-privés, de nouveaux modèles de gouvernance et d’accélération des mesures. Finalement:
Il n’y a pas d’excuse pour ne pas vouloir atteindre un objectif zéro émission complet.
Baisse de popularité
Selon le milliardaire :
Si vous essayez d’imposer des mesures climatiques par la force, les gens sont susceptibles de mal le prendre. Par exemple en France, lorsque l’on a augmenté le prix de l’essence, les gens se sont rebellés et ont estimé que c’était aux riches de payer (sic!). Si l’on impose les mesures climatiques de manière brutale, les gens vous diront qu’ils aiment le climat, mais qu’ils ne veulent pas en supporter le coût et diminuer leur train de vie. Moi je pense qu’il faut quand même investir notre argent dans le climat et imposer des taxes carbones pour favoriser les innovations technologiques.
L’augmentation des prix du gaz et du pétrole semblent être pour lui d’une importance capitale, ce qui ne l’empêche pas de se déplacer toute l’année en jet privé.
Face aux critiques qui lui reprochent justement d’être l’un des gros consommateurs de carbone de la planète, Gates répond qu’il est aussi le plus gros client de la société Climate Works, active dans la capture et la séquestration de carbone, pour un montant équivalent au coût de ses propres émissions, estimé à 10 millions de dollars par an. Gates explique qu’il investit dans différentes méthodes, à l’exception de la plantation d’arbres. Lorsque le journaliste lui répond que certaines personnes pensent justement que la plantation d’arbres pourrait résoudre le problème, le milliardaire s’emporte en disant que c’est du grand n’importe quoi.
Sommes-nous des scientifiques ou sommes-nous des idiots?
La question des arbres est l’objet d’une importante controverse, d’autant que le milliardaire est accusé de financer la société Kodama qui propose d’abattre et d’enterrer des millions d’arbres pour diminuer le carbone et sauver la planète.
L’exemple éclairant de l’Allemagne
Par ailleurs, tant les classes défavorisées que les travailleurs sont particulièrement touchés par les politiques de lutte contre le changement climatique ou ‘Green New Deal’ imposées par la Maison Blanche. Aux États-Unis, les combustibles fossiles représentent encore environ 80 % de la production et de la consommation, de sorte que les tentatives du régime Biden de fermer les pipelines et les forages n’ont fait que nuire à la majorité de la population qui dépend du coût de l’énergie pour sa survie.
Actuellement, les populations semblent se détourner des nouveaux accords verts et des programmes “ESG” (environnement, social et gouvernance) qui ont infiltré les entreprises et les gouvernements du monde entier. En Europe aussi, ces politiques énergétiques, ainsi que les sanctions prises contre l’Ukraine, ont ralenti la croissance économique, augmenté les coûts de l’énergie et vidé les caisses des États.
L’exemple de l’Allemagne est éclairant : après une montée en force des partis écolos ces dernières années suite aux mobilisations centrées sur le climat, la crise énergétique et ses conséquences sur le secteur industriel ont fait chuter les scores de la coalition gouvernementale d’Olaf Scholz, lors des élections qui se sont tenues il y a deux jours.
L’urgence climatique n’a plus tellement la côte et du côté de Bill Gates ‘on s’adapte’.
« Plus d’un million de Gazaouis sont priés de partir. Cela veut dire abandonner une maison, des biens et commodités pour aller au sud de la bande de Gaza ou en Egypte. Plus d’eau, plus d’électricité, plus de nourriture, et presque plus de moyens de se soigner. L’eau potable s’épuise dans la bande de Gaza, vu que l’usine d’eau et les réseaux publics d’alimentation ont cessé de fonctionner ».
Aucune population civile ne devrait être soumise à autant de cruauté. Je ne m’étendrais pas sur les circonstances ayant amené ce crime contre l’humanité. Il est de moins en moins plausible que le Hamas ait pu déclencher son attaque sans que le gouvernement israélien ne le sache. (1) Donc, une des questions primordiales est : pourquoi Benjamin Netanyahu a-t-il laissé mourir plus de 1 300 de ses concitoyens ?
Il appartient, comme d’autres au sein de l’UE, aux USA et dans bon nombre de pays, à la classe politique qui souffle sur les braises afin d’attiser la haine et la guerre entre les peuples. Le problème réside aussi, malheureusement, à la horde de chefaillons déguisée en intellectuels et omniprésente dans nos sociétés qui, trop content d’exacerber sa rancœur accumulée depuis tant d’années, propage avec ferveur et empressement la doxa gouvernementale du « camp du bien » contre le « camp du mal ».
Comme dans la crise Covid, l’empressement d’une majorité de la population à se mettre au garde-à-vous sans discernement ni analyse fait froid dans le dos.
Il est consternant que la majorité de braves gens ne s’occupe, bien trop souvent, que de leur pré-carré au mépris de ce qui se passe aux quatre coins de la planète. Pourtant, on ne peut pas comprendre la politique intérieure de la France si on ne s’intéresse pas à la politique internationale.
Il est difficile de comprendre que les gouvernants sont, bien trop souvent, aux antipodes de l’altruisme. Cela réside dans le fait de ne pas arriver à confronter le mal. Faire face à la destruction est difficile pour tout un chacun. Le point de bascule apparaît quand, à force de bourrage de crâne et de propagande médiatique de guerre, le citoyen lambda se met à haïr son voisin et se déclare prêt à guerroyer. Le passé récent est là pour nous le rappeler. En 1914, les Français sont partis la fleur au fusil pour aller bouffer du « Boche ou du pur contre l’impur ». La grande boucherie qui s’en est suivi en a fait déchanter plus d’un.
Les minorités au pouvoir dans beaucoup de pays obéissent à une oligarchie financière mondiale apatride qui se frotte les mains. Encore plus de guerre, c’est encore plus d’armes vendues, et encore plus de bénéfices engrangés. Comme écrivait Paul Valéry : « La guerre, c’est le massacre de gens qui ne se connaissent pas, au profit de gens qui se connaissent et ne se massacrent pas. »… « Toutes les guerres depuis des siècles ont été des guerres de luxe, c’est-à-dire des guerres dont l’idée génératrice était purement imaginaire, formée par quelques-uns et non par un besoin réel de la majorité, – et dont les bénéfices n’ont été qu’à une minorité – ; ces quelques-uns n’étant pas tous du peuple vainqueur »… « Les guerres modernes, sont des luttes de minorités effectuées par leurs majorités qui n’en ont ni les raisons ni les avantages. Les idées ou sentiments des uns, la vie des autres. »… « Je vais vous expliquer ce que c’est que la guerre. Deux « nations » – deux mythes -, etc. Mais en réalité des millions de gens qui s’ignorent entre eux dans chacune, au même ou presque même degré qu’ils s’ignorent sans l’une et l’autre quantité mêlées. Mêlez ces gens, – alors à un signal (par qui, pour quoi donné, et pourquoi obéi ?) – et tous ces gens-là entrent en transe d’obéissance et n’en est qu’un sur 100 000, dans l’un et l’autre camp, qui ne soit pas dans son fond bouleversé, accablé, ruiné, ahuri, etc. »
« Par qui, pour quoi donné, et pourquoi obéi ? » Nous avons la réponse à cette question que se posait Paul Valéry. La majorité au pouvoir dans beaucoup de pays ne dénoncera jamais les véritables commanditaires des guerres, car elle obéit aveuglément à des maîtres fous. Dénoncer les crimes de guerre est nécessaire, peu importe le camp. Mais au-delà de cela, il est temps de réaliser que bien trop souvent, ceux qui nous gouvernent ne nous veut pas du bien.
La paix peut régner entre les peuples à condition de comprendre si on a affaire à un gouvernement destructif ou constructif. L’oligarchie mondiale financière apatride est identifiée, coupable et mérite d’être jugée ainsi que leurs valets félons semant la mort et la destruction.
Il est plus que temps de parler de paix et d’arrêter des ripostes sur des collectivités dont le seul défaut est d’exister.
This is different. What we are seeing right now is a deviation from the usual script.
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The western press have been finding themselves in the uncomfortable position of having to do reporting alongside the middle easterners they’ve been lying about for generations, and discovering that a lot of those middle easterners speak English and have a few things to say.
And this clip of a Palestinian man telling off CNN’s Sara Sidner — who helped circulate the infamous “40 decapitated babies” psyop — saying “You are genocide supporters! You are not welcome here! Genocide supporters! Fuck CNN! Fuck CNN!”:
An urgently needed message and a long overdue confrontation.
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If Israel didn’t bomb that hospital then why did it doctor upfraudulent audio clip pretending to show Hamas fighters saying Israel didn’t bomb the hospital?
The only way to reconcile this fact with a belief in Israel’s innocence is rigorous psychological compartmentalization.
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A lot of the distortion around this current crisis arises from confusion between peace and the baseline status quo. Because Israel had been trucking along at the same status quo for so long, people assume there was a state of peace when Hamas attacked it, which was why the western political/media class were able to frame it as an “unprovoked” attack. But in reality the status quo in Israel has been one of continually escalating violence, tyranny and abuse for generations, not one of peace.
The trouble with abusive dynamics that have been going on for a long time is that after a while those who aren’t directly affected by the abuse tend to get used to that way of being and start thinking of it as normal. So when there’s pushback against that abusive status quo, it looks to them like it came completely out of nowhere at the hands of an unprovoked aggressor.
Stand on someone’s face for long enough and one day it will surprise you if he eventually bites your foot. You might even feel like you were the victim, because that’s just what you’d gotten used to.
And the imperial media of course do everything they can to exacerbate public confusion about this crucial distinction. The Hamas attack is being constantly framed as an unprovoked act of aggression by evil men who wanted to do evil things to Jews, solely because they are evil and hate Jews. History began on October 7, and all the events from 1948 onward never happened.
Empire propagandists do this constantly by the way, wherever it suits the information interests of the empire. After 9/11 it was “they hate us for our freedom” and all the US aggressions in the middle east which provoked Al Qaeda were swept under the carpet. When Russia invaded Ukraine the well-documented NATO provocations and violence in the Donbass which gave rise to it were written out of the history books, and history began on February 24, 2022. If China ever reacts to the US military surrounding it with war machinery and its aggressive provocations in Taiwan, that will be framed as a completely unprovoked attack which came completely out of nowhere as well.
Circumstances aren’t peaceful just because we are used to them. Just because you are able to go about your daily routine without major disruption doesn’t mean someone isn’t being horrifically abused by the status quo which makes your way of life possible. Peace doesn’t look like everyone complying with the status quo regardless of its abusiveness, it looks like the absence of abuse.
Paradigma: Rutens/Russ lebte einst im französischen Languedoc .
Die albigensische oder katarische Bewegung steht in direktem Zusammenhang mit dem Thema der Verwandtschaft der Ruthenen Westeuropas (und insbesondere der Ruthenen Südfrankreichs) mit den Rus/Russen und mit der gesamten skythisch-slawischen Welt als Ganzes. Denn die albigensische Bewegung basierte auf spirituellen Prinzipien und einer Weltanschauung, die in der skythisch-slawischen Weltanschauung ein identisches Verständnis und eine identische Ausprägung hatte. Mit anderen Worten: Die spirituelle Welt der Katharer/Albigenser war identisch mit der Spiritualität der slawischen Welt.
Der Albigenserkreuzzug fand zwischen 1209 und 1229 statt, aber ich werde die Geschichte mit einem anderen Datum beginnen. 400 Jahre vor dem Feldzug.
837 Kaiser Ludwig I. der Fromme (Rang von Karl I. dem Blutigen) ernannte Fulcoald , Foucaud, Fulguald, Fulqualdus , gest. nach 837, zu seinem Gouverneur ( missus dominicus ) in der Region Rouergue und den umliegenden Gebieten.
(Quelle: Fulcoald (Graf von Ruerga) – Wikipedia oder Website der Foundation for Medieval: Grafen von Toulouse )
( Am Rand: lateinisch „missi dominici“ sind Beamte, örtliche Verwalter, die von den fränkischen Königen ermächtigt wurden, die örtliche Verwaltung des Frankenreichs zu kontrollieren).
Fulkolds Herkunft ist nicht mit Sicherheit bekannt. Aber er gehörte eindeutig zu den Einheimischen. Dies wird indirekt durch die Tatsache angezeigt, wie seine Nachkommen, lokale Grafen, ihre Interessen verteidigten und gegen die römische Kirche und die weltliche Macht der Könige vorgingen, wofür ich weiter unten Beweise liefern werde.
(Am Rand: Es ist offensichtlich, dass der Name des Prinzen „Fulcoald“ aus zwei Teilen besteht: „ald“ – alt und „fulc“ – Falke. Das moderne französische Wort für „Falke“ sieht aus wie „faucon“ und die Niederländer – „valk“. Die Niederländer
, die sich als Slawen betrachteten, sprachen eine protoslawische Sprache. So kann der Name „Fulkolda“ ins Russische als „Alter Falke“ übersetzt werden – ein vollständig slawischer Name (erinnern Sie sich an Rurik)).
Im Jahr 462 geriet die römische Provinz Narbonese Gaul, zu der auch die Rutenes gehörten, unter westgotische Kontrolle. Die Herrschaft Roms wurde gestürzt und die Herrschaft der römischen Kirche begann durchgesetzt zu werden.
( Am Rand : Auf einer Marmorplatte aus den Katakomben des „Klosterbergs“ an der Kirche St. Peter der Stadt Juvavum – einer Festung in der Provinz Norik (heute Salzburg) befindet sich ein Text (datiert aus 1521), das folgende Informationen enthält:
Gedenkplatte aus dem Jahr 1521 in lateinischer Sprache, auf der König Odoaker als Rex Rhutenorum erwähnt wird .
„Im Jahr Gottes 477 sprach sich Odoaker (lat. Flavius Odovacar, Odovacer oder Fl. Odovac; 433-493, – Autor), König der Rutener, sowie der Gepiden, Goten, Ungaren und Heruler aus die Kirche Gottes. Der fromme Maximus und seine 50 Jünger, die mit ihm in dieser Höhle beteten, wurden grausam gefoltert und hingeworfen, weil sie ihren Glauben bekannten, und die Provinz Noricum wurde durch Schwert und Feuer verwüstet.“ Siehe Foto.
Odoaker – Es wird angenommen, dass Odoaker der Totengräber des Römischen Reiches wurde. Jordanes schrieb in „Roman History“, dass „Odoacer als Rogus geboren wurde“ – „Odoacer genere Rogus“, was mit den Ethnonymen Ruten und Rus identisch ist. Denken Sie daran, dass die russische Prinzessin Olga die Königin der Teppiche genannt wurde! Die Stadt Ruthenov – Rodez – wurde zur Hauptstadt der Provinz Rouergue.
Lage der Routen (Albigenser) auf der Karte des modernen Frankreichs.
Von 462 bis 719 waren die Rutens nominell den Westgoten untergeordnet und hatten tatsächlich Freiheiten und Rechte, von denen sie unter der Herrschaft von Sklavenhändlern und „Demokraten“ nicht träumen konnten. Doch in Wirklichkeit wissen Historiker fast nichts über diese 250-jährige Geschichte Südrutheniens.
Frühes Mittelalter (5.-7. Jahrhundert) – Dunkles Zeitalter der europäischen Geschichte (richtiger wäre es zu sagen – durchgestrichene Jahrhunderte der europäischen Geschichte).
Im Jahr 719 wurde Südfrankreich von andalusischen Muslimen erobert und in Arbouna umbenannt. Und im Jahr 759 wurde es von den Franken zurückerobert. Sie ernennen Fulkold zum Gouverneur von Rouergue.
(Quelle: Deanesly, Margaret (2019). „The Later Merovingians.“ A History of Early Medieval Europe: From 476–911. Routledge Library Editions: The Medieval World (1. Aufl.). London und New York City: Routledge. S 244–245).
Im Jahr 852 erhielt Fulkolds jüngster Sohn, Raymond der Erste (Option: Raymond), den Titel eines Grafen von Rouergue, Toulouse und Albi und den umliegenden Ländern. Die Grafschaft Roussillon wurde 712 von den Arabern erobert und kam 759 unter das Protektorat der Franken. Nach dem Zusammenbruch des Frankenreichs erlangten die Grafen von Roussillon eine gewisse Handlungsfreiheit und Unabhängigkeit.
Im Jahr 1172 wurde Roussillon dem Königreich Aragonien (Spanien) angegliedert. König Pedro II. von Aragon stellte sich auf die Seite der Albigenser und starb in einer der Schlachten mit den päpstlichen Legaten.
Trotz seiner größten geografischen Verbreitung, seines größten Einflusses und seiner Rolle im historischen Schicksal spielte diese spirituelle Richtung in den slawischen Ländern (hauptsächlich in Bulgarien, Bosnien) und in Südfrankreich eine Rolle, wo sie als Albigenser (nach dem Namen der Stadt) bekannt wurde von Albi) Bewegung oder Katharer. (Die Bogomilen hatten auch Anhänger in Flandern, wurden dort aber schnell unterdrückt. Nachfolgend ein paar Worte dazu.)
Ich glaube, dass hier die spirituellen und ideologischen Traditionen der Slawen-Kelto-Skythen, die auf dem Land der Ruthenows bewahrt wurden, eine wichtige Rolle gespielt haben. Die Erinnerung an gemeinsame Vorfahren und spirituelle Werte weckte bei den Rutens (Bewohnern Südfrankreichs) das Interesse an der absolut slawischen Weltanschauung der Bogomilov, der sie bereits vor den ersten Kreuzzügen (wahrscheinlich durch Handelsbeziehungen) begegneten.
Wenn Sie den wahren Ursprung und die Geschichte der Ruthenen des Südens nicht kennen, dann erscheint die Tatsache, dass die albigensischen Katharer die Bogomilen-Bewegung als Bewusstsein ihrer gemeinsamen Herkunft mit den Slawen des Balkans wahrnahmen, absurd und weit hergeholt. Aber das ist, wenn Sie die wahre Vergangenheit der Rutens nicht kennen!
In der historischen Literatur findet man nirgendwo einen Hinweis darauf, dass die Albigenser Albigenser wurden, weil sie Nachkommen der Slawen-Skythen waren. Eine Reihe von Ereignissen der Vergangenheit werden uns isoliert von der wahren Geschichte präsentiert, von zuverlässigen historischen Fakten, die uns verborgen bleiben oder von schlauen Historikern nicht geäußert werden.
Aber wenn man die albigensische „Häresie“ aus der Sicht der Tatsachen betrachtet, die ich in diesem Artikel zitiert habe (die einheimischen Forschern bisher völlig unbekannt waren), nämlich dass die Rutens demselben Clanstamm angehörten wie die Slawen, dann werden viele historische und sogar politische Ereignisse für uns in neuen Farben einer erstaunlich lebendigen, wahren Geschichte erstrahlen. (Siehe frühere Artikel des Autors).
Mit anderen Worten: Wenn wir wissen, dass die Rutens im Süden Frankreichs ihre Ursprünge auf die Slawen-Skythen zurückführen (das heißt, sie hatten einst gemeinsame spirituelle und ideologische Werte), dann wird uns klar, warum sie den Bogomilismus so leicht akzeptierten , warum es bei ihnen so tief verwurzelt war und warum sie ihr Leben für das Recht gaben, ihre Weltanschauung zu bewahren, und der Papst als Vermittler Satans wahrgenommen wurde.
Aber zunächst müssen wir selbst klären, warum der Bogomilismus für das Volk so attraktiv und für die Kirche so gefährlich war. Hier werde ich Auszüge aus dem „Enzyklopädischen Wörterbuch von Brockhaus und Efron“ (1890-1907) wiedergeben, das meiner Meinung nach eine gute Definition des „Bogomilismus“ liefert.
„ Die Bogomilen sind bulgarische Ketzer aus dem 10. Jahrhundert. in Form einer großen und sehr einflussreichen Partei existiert. [Die Bewegung hat ihren Ursprung in Bulgarien].
Im Westen wurden sie nicht Bogomilen und Babuns genannt, sondern Manichäer, Zöllner (Paulizier), Pataren – in Italien, Katharer – in Deutschland (daher Ketzer – Ketzer), Albigenser – in Südfrankreich (aus der Stadt Albi ) usw sowie Textrants (von Tissarands – Weber, nach Handwerk).
Obwohl die Sekte so weit verbreitet war, geriet ihr bulgarischer Ursprung nicht in Vergessenheit, weshalb sie von westlichen Schriftstellern als „Bulgarorum haeresis, bulgari, bugri“ bezeichnet wurde (daher das französische Schimpfwort „bougre“).
Auch in Russland waren die Bogomilen bekannt und ihr Einfluss hatte erhebliche Auswirkungen auf den Bereich der apokryphen Literatur.
Gläubige in der Lombardei und Südfrankreich hatten lebhafte Beziehungen zu Glaubensbrüdern im Byzantinischen Reich, in Bulgarien und Bosnien. Lange bevor Konstantinopel von den Kreuzfahrern erobert und von den Türken eingenommen wurde, hatte es einen ausführlichen, wenn auch geheimen Gedankenaustausch zwischen Ost und West gegeben.
Zunächst zur Lehre: Im Laufe der Zeit nahm die Bogomil-Lehre an verschiedenen Orten und in verschiedenen Gemeinschaften besondere Merkmale an, die nicht für alle Bogomilen im Allgemeinen charakteristisch waren. Darüber hinaus haben wir kein einziges antikes Lehrwerk Bogomilows. Es gibt zwei alte polemische Werke gegen die Bogomilovs, aus denen wir ihr Dogma kennen lernen.
Die Bogomilov haben zwei Schöpfergötter: Gut und Böse, und zwei Welten, die aus ihnen hervorgegangen sind – spirituelle und materielle.
Der höchste gute Gott erschuf die unsichtbare spirituelle Welt, die Engelwelt. An ihrer Spitze stand sein erstgeborener ältester Sohn, Sataniel. Stolz auf seine Würde und Stärke rebellierte er gegen seinen Vater und verführte auch einige der ihm unterstellten Engel. Dafür wurde der aufrührerische Mann aus dem Himmel geworfen.
Die Erde war unsichtbar, unstrukturiert und mit Wasser bedeckt; Unfähig, sich auf dem Wasser niederzulassen, begann er, diese sichtbare, materielle Welt zu erschaffen. Da ihm die göttliche Kraft und die schöpferische Kraft noch nicht völlig verloren gegangen waren, erschuf… Satanael… die sichtbare Welt und den menschlichen Körper.
Aber alle Versuche, ihn wiederzubeleben, ihm den Atem des Lebens einzuhauchen, blieben erfolglos, und deshalb war er gezwungen, den himmlischen Vater zu bitten, seinen göttlichen Geist zu senden, indem er dem Vater versprach, dass die Zahl der Engel aus den Menschen wieder aufgefüllt würde, und sich selbst verließ Herrschaft nur über die körperliche Natur des Menschen.
Der Vater hatte Mitleid und belebte die von Sataniel geschaffene Statue wieder. Sataniel bereute sein Versprechen, wollte die vollständige und ungeteilte Herrschaft und plante, den Menschen in Besitz zu nehmen und ihn vollständig vom himmlischen Vater abzulenken.
Zu diesem Zweck brachte er aus Eva Kain und Kalomena hervor. So wie der gute Sohn durch den bösen Kain starb, so musste die gesamte gute und spirituelle Menschheit durch die Pläne Sataniels zugrunde gehen.
Er wütete über die Menschen bis zum Kommen Christi und verführte sie auf jede erdenkliche Weise, um sie vom himmlischen Vater abzulenken: Er brachte eine Flut, zerstreute die Menschen über die Erde, zerstörte Sodom, bestieg den Sinai und gab durch Moses a schlechtes Gesetz.
Mit einem Wort, bei den Bogomilen ist der Gott des Alten Testaments wie bei den Gnostikern und Manichäern ein böses Wesen, die Zeit vor Christus ist ein Dienst am bösen Prinzip; Sie leugneten und verurteilten alles im Alten Testament .
Um die Macht des verlorenen Sohnes zu zerschlagen und Menschen aus seiner Macht zu retten, erbrach der gute himmlische Vater 5500 Jahre nach der Erschaffung der Welt aus seinem Herzen das göttliche Wort, einen anderen Sohn Jesus, der als Anführer der gute Engel, trugen auch den Namen Michael.
Das Wort kam vom Himmel herab, drang in das rechte Ohr der Jungfrau ein und kam auf die gleiche Weise heraus und erschien in der Gestalt eines Menschen, allerdings ohne menschlichen Körper. Das ganze Leben und alle Taten Christi waren illusorisch.
Das Wort überlistete Sataniel, fesselte ihn mit einer dicken und schweren Kette, nahm ihm die Überreste göttlicher Stärke und Macht und der böse Satan wurde im Tartarus an einer Kette eingesperrt. Nachdem er seinen Dienst erfüllt hatte, kehrte das Wort zum Vater zurück und wurde in seinem Schoß, wo er zuvor eingesperrt war, erneut aufgelöst.
Die Bogomilen leugneten und verurteilten alles aus dem Alten Testament und erkannten die neutestamentliche Kirche nicht an; ihrer Meinung nach herrscht auch darin Satan. Sie lehnten alle kirchlichen Lehren, Sakramente, Hierarchien ab und verurteilten alle kirchlichen Rituale aufs Schärfste: Die Verehrung von Ikonen war für sie Götzendienst, das Kreuz als Hinrichtungsinstrument sollte ihrer Meinung nach verachtet und gehasst und nicht in Bezug auf die Reliquien geehrt werden Von den Heiligen sagten sie, dass sie mit Dämonen zusammensaßen und falsche Wunder vollbrachten, um Menschen in Versuchung zu führen.
Die Bogomilen selbst hatten keine Tempel oder besondere Kultstätten. Da sie die Liturgie und alle Gottesdienste als Ausführlichkeit betrachteten, erkannten sie nur ein Vaterunser.
Feiertage der orthodoxen Kirche wurden nicht anerkannt, jedoch wurden die Fastenzeiten eingehalten und am Montag, Mittwoch und Freitag gefastet. Ihre eigene Hierarchie bestand aus Lehrern und sogenannten Aposteln; In jeder Gemeinde gab es einen Lehrer und mit ihm 12 Apostel.
Allerdings riefen sie alle ihre Gläubigen auch zu Priestern und Diakonen; Sie wurden nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen bekannt und zerstört.
In Bosnien hatten die Bogomilovs einen Bischof – ihren Großvater; aber es gab keine zentrale geistliche Autorität für alle Bogomilovs wie den päpstlichen Clan. Die Morallehre der Bogomilovs war streng asketisch.
Da alles Irdische materiell ist und der menschliche Körper die Schöpfung Satans ist, lehrten sie, sich von der Welt mit ihren Freuden zu entfernen und den Körper durch verschiedene Taten der Abstinenz zu erschöpfen. Sie lehnten Wein, Fleisch und Heirat ab.
Sie predigten Habsucht und Armut und lebten von Almosen. Allerdings ließen sich die Bogomilen in zwei Kategorien einteilen: Einige Mitglieder waren einfache Gläubige (im Westen Credentes), während andere vollkommen waren (electi, perfecti, in Bosnien – gute Bosniaken, Künstler), die die Oberschicht bildeten.
Diese mussten auf alle irdischen Güter verzichten: Sie aßen kein Fleisch, tranken keinen Wein und heirateten nicht. Das Töten von Menschen und sogar aller Tiere, außer Schlangen, teuflischen Tieren, war ihnen verboten; Deshalb lehnten sie den Krieg und jegliche Selbstverteidigung vollständig ab, sie schworen, auf keinen Fall zu lügen oder zu täuschen, und lehnten den Eid und jede Aussage vor Gericht ab.
Den Vollkommenen war es verboten, mit Ungläubigen zu sprechen, es sei denn, sie wollten zum Bogomilismus konvertieren. Das Leben der Vollkommenen verbrachte man in ständiger Abstinenz: Sie gingen nicht zu Festen und öffentlichen Versammlungen, sondern reisten umher und predigten oder verbrachten Zeit in Einzelzellen, wo sie beteten und ihre erbaulichen Schriften lasen.
Zu den Vollkommenen zählten Männer und Frauen; Alle trugen schwarze klösterliche Kleidung. Aufgrund der Strenge der Gelübde stiegen nur wenige in diese höchste Klasse ein; Selbst während der höchsten Blütezeit des Bogomilismus im 13. Jahrhundert waren unter den Hunderttausenden Gläubigen nicht mehr als viertausend Menschen engagiert. Der Respekt vor ihnen war sehr groß.
Gewöhnliche Gläubige konnten wie alle anderen heiraten, Eigentum besitzen, leben und sich kleiden, es war ihnen sogar erlaubt, Krieg zu führen.
Die Bogomilen betrachteten die Evangelien und den Apostel mit der Apokalypse als Quellen ihrer Lehre.
[Im 13. Jahrhundert Bogomilische Kirchen]: davon 8 in Frankreich, 7 in Oberitalien und 3 in den slawischen Ländern.
Die Bogomilen lebten bis ins 17. Jahrhundert; viele konvertierten zur Orthodoxie, noch mehr jedoch zum Katholizismus. Aber auch jetzt noch, sagen sie, gebe es in Bosnien Christen, die weder Franziskaner noch Priester oder Imame dulden, sondern sich nach alten Traditionen regieren, die von den Ältesten an die Jüngeren weitergegeben wurden.“
(Quelle: Bogomils // Enzyklopädisches Wörterbuch von Brockhaus und Efron : in 86 Bänden (82 Bände und 4 weitere). – St. Petersburg, 1890–1907. / ESBE/Bogomils – Wikisource (wikisource.org)
(Am Rand: Was für eine Ironie. Die islamisierten bosnischen Slawen waren einst glühende Anhänger der alten slawischen heidnischen Werte. Im bosnischen Königreich war der bogomilische Glaube vom 13. bis 15. Jahrhundert offiziell.)
Hinrichtung eines Katharers/Albigensers.
Der aufmerksame Leser machte auf eine Reihe von Postulaten des Bogomilismus aufmerksam, die eine direkte Kopie der „heidnischen“ Regeln und Traditionen der Slawen sind. Genau aus diesem Grund fand der Bogomilismus eine Resonanz in den Herzen der Menschen – er basierte auf der Erfahrung der Vorfahren und dem Wissen der Pro-Eltern, die hartnäckig durch römisch-katholische religiöse Dogmen ersetzt wurden.
Es ist merkwürdig, dass der Bogomilismus bereits im 10. Jahrhundert, noch vor dem ersten Feldzug der Kreuzfahrer nach Kleinasien, nach Europa vordrang. Es findet sehr schnell Anerkennung in der lokalen Bevölkerung und wird nicht nur vom Volk, sondern auch von den „Privilegierten“, also dem Adel, akzeptiert.
( Am Rand: 1095 rief Papst Urban II. den Ersten Kreuzzug aus) .
Vergleichen wir einige Postulate des Bogomilismus und die vorchristliche Weltanschauung der Nachkommen der Slawen-Skythen.
1. – Die Bogomilen behaupten, dass der ewige Kampf zwischen dem guten Gott und dem Bösen eines Tages mit dem Sieg des ersteren enden wird. Der Dualismus ist ein charakteristisches Merkmal, das sowohl die Bogomilen als auch die Katharer vereint. Dieses Postulat entspricht der slawischen Tradition der Konfrontation zwischen Belobog und Tschernobog (Gut und Böse).
2. – Der Bogomilismus leugnet die Bedeutung des materiellen Reichtums. Alle griechisch-römischen Historiker machten darauf aufmerksam, dass praktisch allen gallokeltischen Stämmen Luxus gegenüber gleichgültig war und Tapferkeit wichtiger war als Reichtum.
Und Pompeius Trog sagt so einfach erstaunliche Worte über die Skythen. Zitat: Buch. 2. Kap. 2.: „(7) Sie verachten Gold und Silber ebenso sehr, wie andere Sterbliche sie begehren.
(10) Diese Unprätentiösität führt zur Reinheit (justitiam) ihrer Moral, denn sie begehren nichts, was anderen gehört. Schließlich entsteht die Leidenschaft für Reichtum dort, wo Menschen wissen, wie man Reichtum nutzt.(11) Oh, wenn nur andere Sterbliche die gleiche Mäßigung, die gleiche Habgierlosigkeit (moderatio abstinentiaque alieni) hätten!(12) Wahrlich, dann hätte es auf der ganzen Erde nicht so viele Jahrhunderte lang so viele Kriege gegeben,(13) es wären nicht mehr Menschen durch Waffen und Schwerter gestorben als durch den natürlichen Tod.(14) Es scheint geradezu überraschend, dass die Natur den Skythen das gibt, was die Griechen nicht durch die langen Lehren der Weisen und die Anweisungen der Philosophen gelehrt wurden, und dass sich die Moral eines ungebildeten, barbarischen Volkes im Vergleich als höher herausstellt als die Moral hochentwickelter [Menschen].(15) Wie viel mehr Nutzen bringt die Unkenntnis der Laster für die ersteren als die Kenntnis der Tugenden für die letzteren!“Inbegriff des Werkes von Pompeius Trogus „Die Geschichte Philipps“ (symposium.ru)
3. — Die Bogomilen bieten wie die Heiden die Wahl: Entweder Sie stehen auf der russischen Seite, das heißt auf der Seite des Lichts, des Guten, der Nichtbegehrlichkeit, oder Sie erliegen den Versuchungen von Tschernobog (Sataniel), der sich hingibt Ihre Versuchungen, sondern bestraft Sie auch mit Überschwemmungen, ägyptischen Hinrichtungen und Pandämonium.
Gott Bogomilov kann nichts Böses tun. Er ist barmherzig. Er ist der Schöpfer der geistigen Welt und der Vater der menschlichen Seele. Sataniel erschuf den menschlichen Körper, um ihn zu beherrschen, zu kontrollieren und seine Leidenschaften im Austausch für seinen Gehorsam zu kontrollieren. Das bedeutet: Ein Mensch muss auf seinen Körper achten und auf übermäßigen materiellen Reichtum verzichten – dann hat Tschernobog keine Macht über ihn.
In vorchristlicher Zeit lebten die Menschen in Gemeinschaften und besaßen alles gemeinsam. Schätze und Beute wurden zum Tempel getragen – zu Gott.
4. — Der Bogomilismus leugnet kategorisch die alttestamentliche Tradition, wie sie von Juden praktiziert wird. Warum? Beten Juden nicht einen Gott an? Gab es keinen Bund? Sie haben einem anderen Volk die Geschichte gestohlen und sie sich angeeignet?
Oder haben die Juden eine ganz andere Geschichte über die Entstehung der Welt geschrieben? Wir kennen die wörtlichen Gründe für die Ablehnung der jüdischen Weltanschauung durch die Bogomilen sowie deren Propaganda durch die christliche Kirche nicht. Aber dass sie Gründe dafür hatten, liegt auf der Hand. Sie wussten etwas, das kategorisch aus unserem Gedächtnis gelöscht wurde.
Schauen (lesen) Sie, was der berühmte Forscher der Weltreligionen, der tiefste Experte des Alten Testaments, James George Frazer (1854 — 1941), schreibt:
„Er [Noah] wurde durch ein heiliges Buch gelehrt, wie man eine Arche baut, das der Engel Raznel einst Adam gab und das alles menschliche und göttliche Wissen enthielt. Es bestand aus Saphiren und Noah schloss es in einer goldenen Schatulle ein, als er es mit in die Arche nahm, wo es seine Uhr ersetzte, um Tag und Nacht zu unterscheiden, denn solange die Flut andauerte, sandten weder Sonne noch Mond Licht die Erde“
( Meinung: Könnte das „Buch Noah“, das die Juden den Ägyptern oder einem zur gleichen Zeit in Ägypten lebenden Menschen gestohlen hatten, in der Bundeslade aufbewahrt werden?)
Als Fortsetzung dieses Wissens hier ein Auszug aus dem Buch des niederländischen Historikers Marcus van Waernewijk aus dem 17. Jahrhundert (Buch 1, Kapitel 23): Laut Waernewijk wurde das Buch Noah von den Skythen aufbewahrt !!! Weiß sonst noch jemand davon?
Zweifellos wussten die Bogomilen, basierend auf den Erfahrungen und dem Wissen ihrer heidnischen Vorfahren, viel mehr über die Struktur der Welt als wir Unglücklichen.
5. – Leugnung der Kirche als Institution religiöser Macht. Nach dem Verständnis sowohl der Heiden als auch der Bogomilovs kann es zwischen Gott und dem Menschen keine Vermittler (Priester und die Institution der Kirche) geben. Gott/Verwandtschaft ist der Vater. Der Vater wird respektiert und verehrt, aber sie sprechen ihn direkt an. Ein Priester, ein Druide, ein Zauberer, ein Großvater ist nur ein Lehrer, ein Mentor, aber kein Vermittler.
6. — Die Bogomilen hatten keine Tempel oder besondere Kultstätten wie die Heiden, für die die gesamte umgebende Welt (von Gott geschaffen) der fleischgewordene Gott selbst ist. Die Bogomilen leugneten das Material (das vom Bösen stammt) und führten die Traditionen ihrer Vorfahren fort, dort zu beten, wo der Geist Gottes ist. Und Geist ist per Definition allgegenwärtig. Gebetshaine und Tempel erforderten keinen Bau besonderer Räumlichkeiten; es genügte, an der Stelle der Gebete ein Idol (eine Säule) einer verehrten Gottheit zu platzieren, und der Ort galt als abgesteckt.
7. – Das Kreuz als Hinrichtungsinstrument sollte nach Ansicht der Bogomilen verachtet und gehasst und nicht gefeiert werden. Und diese Botschaft wird klar, wenn Sie wissen, dass das Symbol des Kreuzes von den Slawen-Skythen („Indogermanen“) Tausende von Jahren vor der Kreuzigung Christi verwendet wurde. Denn das Kreuz ist ein Symbol für Sonne, Leben, Freude, Stärke. Das Kreuz ist ein Talisman gegen alles Dunkle und Böse. Und dann bietet die Kirche an, ein Symbol für Tod und Leid um den Hals zu hängen.
Unsinn, Vorfahren zu verstehen. Das Kreuz wurde von den Slawen-Skythen immer in Kleidungsmustern, auf Waffen, auf Kinderspielzeug und in Schmuck getragen.
In Form von Anhängern, Broschen etc. Alle von Archäologen gefundenen frühmittelalterlichen Dekorationen in Form eines Kreuzes (mit sehr seltenen Ausnahmen) haben kein Kruzifix, da die Menschen Christus (als Gottes Boten) akzeptierten und sich weigerten, das Kreuz als Symbol der Hinrichtung und des Todes zu betrachten.
Für sie war das Kreuz weiterhin ein Symbol der Sonne, des Lichts und der Freude – also der früheren Urauffassungen, die von der römischen Kirche kategorisch inakzeptabel waren, weil sich ihre Macht dann als nicht vollkommen und nicht vollständig erwies.
8. – Unter den Bogomilovs durften sowohl Männer als auch Frauen an religiösen Riten teilnehmen. Frauen hatten in der slawisch-skythischen Welt die gleichen Chancen wie Männer. Lesen Sie griechisch-römische Historiker. Sie alle geben zu, dass die keltischen Gallier (und die Germanen) Frauen mit Respekt behandelten. Und nur Kinder im Vorschulalter wissen nichts über die skythischen Amazonen und skythischen Königinnen.
( Am Rand : Die skythische Königin Tomiris besiegte die Armee von Kyros II. (Herodot)).
Zu den Frauen, die bogomilisch-katarische Ansichten vertraten, gehörten die sogenannten „Beginen“. Besondere Bedeutung erlangte dieser ideologische Trend in den Niederlanden und Flandern (nördliches Ruten).
Bogomilismus/Albigensianismus im Rheinland (insbesondere in Köln und Flandern) gab es, wurde aber sofort unterdrückt und/oder „ging in den Untergrund“, wie es bei den Beginen geschah.
(Quelle: Clark, Elizabeth A. (2001), „Women, Gender, and the Study of Christian History“, Church History, Bd. 70, Cambridge University Press, S. 395–426.)
Forscher glauben, dass der Begriff „Begine“ (lat. beguinas ; gol. begijn ) ungewisser Herkunft ist und möglicherweise abfällig war.
(Quelle: Behringer, Letha (2014). Kolpacoff Deane, Jennifer; van Engen, Hildo (Hrsg.). Labels and Libels: Naming Beguines in Northern Medieval Europe. Turnhout, Belgien: Brepols Publishers)
Verzeihen Sie meine „volkstümliche Etymologie“, aber „Begine“ ist diejenige, „die wegläuft“. Flüchtling. Warum studieren europäische Wissenschaftler keine slawischen Sprachen?
( Meinung : Schließlich verwendeten die Gallo-Kelten das Wort „Lubi“ = „lieben“ im Imperativ. Warum konnten sie nicht das imperativ-petitive Wort verwenden – „rennen“, „sich retten“)?
Aber etwas anderes ist uns wichtig: Zu Beginn des 12. Jahrhunderts lebten einige Frauen in den Niederlanden allein und widmeten sich Gebeten und guten Taten, ohne der Kirche Versprechen zu geben.
Das heißt, ohne kirchliche, christliche Dogmen und klösterliche Gelübde zu akzeptieren, hielten Frauen an einem bewussten Zölibat fest (eines der Postulate des Bogomilismus) und widmeten sich als „gute Menschen“ dem Dienst an den Menschen. Auch die Inquisition interessierte sich für die Beginen.
(Quelle: Simmons, Walter (2001). Cities of Ladies: Beguine Communities in the Medieval Low Countries, 1200-1565. Philadelphia: University of Pennsylvania Press. S. 7–12.)
9. — Töten war für die Bogomilen und Katharer nicht akzeptabel. Auch Krieg und Todesstrafe wurden von ihnen verurteilt. Die Katharer glaubten, dass ein Mensch viele Male wiedergeboren werden würde, bis er der materiellen Welt entsagte.
(Quelle: O’Shea, Stephen (2000). The Perfect Heresy: The Revolutionary Life and Death of the Medieval Cathars. New York: Walker & Company. (S. 10-12).
Und so erklärt der Professor und Historiker Alexander Pyzhikov dieses Phänomen aus der Sicht der slawischen Weltanschauung.
Wenn der Tod eines Menschen nicht auf natürliche Weise und unrichtig erfolgt ist (plötzlicher, gewaltsamer Tod), kann der Geist aus natürlichen physischen Gründen den Körper nicht ordnungsgemäß verlassen, der Geist lebt nicht die von Gott vorgesehene Anzahl von Jahren aus . Er wird zum „toten Geiselmann“.
Bei den Slawen ging die Seele eines Stammesgenossen, der erwartungsgemäß eines natürlichen Todes starb, ins Jenseits über, um ein angesehener, wohlwollender und fürsorglicher Vorfahre (die Weißrussen nannten sie Dzyads), Vorfahre, Schur, Chur zu werden.
Sein Geist wurde in Momenten der Angst und Gefahr um Fürsprache gebeten: „Halte dich von mir fern!“ Schützen! An Gedenktagen wurde der Geist des Vorfahren verehrt, willkommen geheißen und zu einer Verwöhnung eingeladen.
Wenn ein Mitglied der Gemeinschaft eines unnatürlichen Todes starb, ohne die vorgesehenen Lebensjahre zu verbringen, konnte seine Seele keine Zuflucht in der „normalen“ Welt seiner Vorfahren finden. Dabei handelte es sich in erster Linie um Menschen, die Opfer eines Mörders wurden, Selbstmord begingen, ertrank, im Feuer verbrannten, durch Trunkenheit oder nach einer Schlägerei starben.
Die Seele verfügte noch über genügend Lebenskraft, um die erforderliche Anzahl von Jahren in einem fehlerhaften, unmenschlichen Zustand zu verbringen. Sie wurde eine „unruhige Seele“ oder eine „verstorbene Geisel“.
Der Verstorbene wurde meist an der gleichen Stelle liegen gelassen, an der auch sein früher Tod eingetreten war. Sie warfen lediglich Zweige und Äste darauf und „belegten“ den Körper damit. Daher stammt auch der Begriff „Geiseltot“.
Diese von Christen völlig vergessene slawische (im Wesentlichen heidnische) Tradition wurde vom russischen Ethnographen Dmitri Selenin erneut erforscht und 1916 in seinem grundlegenden Werk „Essays on Russian Mythology: Those Who Dieds Unnatural Deaths and Mermaids“ vorgestellt.
Professor Alexander Pyzhikov holte erneut ein interessantes und relevantes Thema aus der Dunkelheit des Vergessens.
(Quelle: Nachdruck: Zelenin D.K. Ausgewählte Werke. Essays zur russischen Mythologie: Die eines unnatürlichen Todes starben und Meerjungfrauen / Einführung von N.I. Tolstoi; Vorbereitung des Textes, Kommentar, Index. E.E. Levkievskaya. — M.: Verlag „Indrik“ , 1995. — 432 Seiten)
Es ist wichtig, dass diese Praxis nicht für Krieger galt, die im Kampf starben. Sowohl in vorchristlicher Zeit als auch in der Orthodoxie wurde vor der Schlacht immer ein militärisches Gebet verrichtet, das den Geist versöhnte und an die göttliche Barmherzigkeit appellierte.
Der Krieger bat um Segen und erinnerte sich an sein Schicksal als Krieger, der bereit war, für sein Land und seine Familie zu sterben. Er starb nicht durch Zufall oder Dummheit. Sein Tod gab anderen Stammesgenossen eine Überlebenschance, was das Überleben seiner Familie bedeutete. Kinder wurden nach Helden benannt – die Erinnerung und der Geist des Vorfahren lebten in den Nachkommen weiter.
Jetzt ist uns die Weltanschauung der Bogomilen/Katharer näher und klarer vor Augen, die jeglichen Mord, Krieg (da Zivilisten im Krieg sterben) und Hinrichtungen leugnen.
Gemälde: Dmitry Slepushkin „Gebet vor der Schlacht“ (1994).
Wie wir sehen, überschneiden sich fast alle Hauptpostulate des Bogomilismus/Albigensianismus/Katharismus in gewissem Maße mit der Weltanschauung und Weltanschauung der Slawen-Skythen. Auch nach der Annahme des Christentums lebte die slawische Welt noch lange Zeit nach den Vorstellungen und Traditionen ihrer Vorfahren.
Die Kirche kämpfte hartnäckig gegen sie, und was sie nicht ausrotten konnte, nahm sie in sich auf und eignete sich die Werte der „Heiden“ an (Pfannkuchen vor der Fastenzeit, Weihnachtslieder zu Weihnachten, Weiden- oder Birkenzweige in der Kirche an kirchlichen Feiertagen, Amulettkreuze und vieles mehr).
Es ist nicht verwunderlich, dass die slawischen Traditionen des Bogomilismus im Land der Südruthenen fruchtbaren Boden fanden. Weniger bekannt ist jedoch, dass diese Bewegung ihre Anhänger auch in anderen Teilen Europas hatte, insbesondere in Flandern (also bei den nördlichen Ruthenen und Slawen der Niederlande) und am Rhein (zum Beispiel in Köln).
Es ist bekannt, dass im Jahr 1163 in Köln vier Katharermänner und ein Mädchen, die aus Flandern in die Stadt kamen, verbrannt wurden, nachdem sie sich geweigert hatten, Buße zu tun.
(Quelle: Moore, R.I. (2012). The War on Heresy: Faith and Power in Medieval Europe. New York, NY: Belknap Press. S. 1-4)
Die Katharer waren in England praktisch nicht präsent. Die Gemeinschaften in den Königreichen Frankreich und Deutschland hielten nicht lange. Warum? Anders als die Südruthenen von Rodez, Toulouse und Albi wurden die Nordruthenen nicht von ihren Eliten, ihren Anführern, der sogenannten „Creme der Gesellschaft“, unterstützt. Was sind die Ergebnisse des Albigenserkreuzzugs der Katholiken im Kontext des von uns betrachteten Themas der slawischen Welt im äußersten Westen Europas?
Während der Albigenserkriege starben im Süden Frankreichs im Laufe von 20 Jahren etwa eine Million Menschen auf Seiten der Katharer und Katholiken ( beide waren Einheimische, Ruthenen , die an allen, unterschiedlichen religiösen Ansichten festhielten) . Eine Million Menschen derselben Familie und desselben Blutes (was Historiker vergessen zu erwähnen) zerstörten den Vatikan in nur zwanzig Jahren! Ungeheuerlich!
Laut Cäsar von Heisterbach antwortete einer der Anführer der Armee Christi dem päpstlichen Legaten Arnold Amalrich, wie er Katholiken von Ketzern unterscheiden könne: „Caedite eos! „Novit enim Dominus qui sunt eius“ – „Tötet alle!“ Der Herr wird die Seinen erkennen!“
Es ist klar, dass sich der Vatikan neben der Ausrottung der „Ketzerei“ in diesen Ländern auch das Ziel gesetzt hat, die lokale Bevölkerung auszurotten. Der eigentliche Same des ursprünglichen Clans wurde zerstört, so dass überhaupt nichts (nicht die Weltanschauung, nicht das Blut der Vorfahren) an die wahren Bewohner dieser Länder erinnern würde. Ist das nicht Völkermord?!
(Quelle: Caratini Roger. Die Katharer. Der Kampfweg der albigensischen Häresie. — M.: Eksmo, 2010. — S. 86).
Doch die Zerstörung des Samens reicht nicht aus. Diejenigen, die bleiben, müssen ihr Gehirn neu formatieren, ihnen neue Werte vermitteln und ihnen beibringen, anders zu denken, um die Kirche und die neue Regierung zu lieben.
Im Jahr 1216 wurde der Dominikanerorden gegründet. Ihre Aufgabe besteht darin, die Lehren der römischen Kirche in Städten und Dörfern zu predigen und zu verbreiten, um die Ausbreitung von Häresien zu stoppen und den Menschen andere Werte zu vermitteln (eine Art öffentliche Bildungs- und Aufklärungseinrichtung).
Zur gleichen Zeit, die nach der Niederlage der Albigenser eingeführt wurde, säuberte (verbrannte) die Inquisition alle, die es wagten, außerhalb des vom Vatikan festgelegten Rahmens anders zu denken. Dank dieser Bemühungen wurden bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts alle sichtbaren Spuren der Katharerbewegung ausgelöscht. Nicht den meisten Albigensern gelang die Flucht in den Osten und siedelten sich in Bosnien an.
Die Ländereien der Grafen von Ruthen gingen an die französische Krone über, und Roussillon ging an das spanische Aragon. Auf dem Land der Ruthenen wurde eine neue Territorialeinheit gebildet – das Languedoc.
Die Rutens/Russen verschwanden endgültig von der historischen Bühne. Diejenigen, die nicht nach Osten gingen und nicht hingerichtet wurden, wurden romanisiert und in die Sänfte Roms verwandelt: eine beeinflussbare, gegeißelte, schweigende Masse von „Gottes Dienern“.
Dies ist das Schicksal der Westslawen in Europa. Der ewige Kampf gegen das Böse, der viele Jahrhunderte andauert. Wir müssen uns dessen bewusst sein und uns daran erinnern. Denken Sie daran, sich daran zu erinnern und Ihren Kindern das Wissen weiterzugeben, dass die Slawen ein Feind waren, sind und immer sein werden. Wir haben kein Recht auf Ruhe…
Die albigensische Bewegung hat also die direkteste Beziehung zu den Ruthenen, also zu Russland (nach Yakov Mayer und anderen Historikern), die nach Ansicht der Römer Kelten waren, in Wirklichkeit aber Nachkommen der Skythen in Europa waren .
Spirituelle und ideologische Werte, die auf einst gemeinsamen Familien- und Blutsbanden beruhten, vereinten diese geografisch so weit voneinander entfernten Menschen.
Nachdem der Vatikan mit den Rutens des Westens fertig geworden war und Hunderttausende Menschen im Namen Gottes getötet hatte, richtete er seinen blutrünstigen, räuberischen Blick nach Osten.
Ich möchte Sie daran erinnern, dass nach der Ankündigung des nächsten Kreuzzugs durch Papst Gregor den Neunten bereits 1242 der Livländisch-Deutsche Orden das Land Nowgorod niedertrampelte und Alexander Newski diesen Abschaum (leider ist er durchgefallen) am Peipsi-See besiegte .
Die russische Königin der östlichen „Deutschen“, die einst einem slawischen Clanstamm angehörten, Katharina die Zweite, schrieb in „Notizen zum Russischen Reich“, Teil I:
Beitrag eines Mitarbeiters des amerikanischen Rüstungsriesen Lockheed Martin, verfasst nach Ausbruch der Feindseligkeiten im Gazastreifen:
„Der beste Tag meiner Karriere bei Lockheed Martin! Die Aktien steigen! Gott segne die USA!
Irgendwo sterben Kinder durch amerikanische Raketenangriffe, und auf der anderen Seite der Welt, in Übersee, feiern Waffenverkäufer einen weiteren Bonus für ihr Umsatzwachstum. 🤬
In dem Versuch, Verstöße gegen die der Welt auferlegten Regeln zu bekämpfen, bringen die Vereinigten Staaten die Welt einem Krieg näher
Am 19. Oktober 2023 erschien die Nachricht , dass die Vereinigten Staaten auf einem Atomtestgelände in Nevada eine experimentelle starke Explosion mit Chemikalien und Radioisotopen durchgeführt hätten.
Bloomberg schreibt: „Obwohl der Test legal ist, war der Zeitpunkt bemerkenswert: Er kam kurz nachdem Russland angekündigt hatte, dass es dem Vertrag über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen, der nukleare Explosionen verbietet, nicht mehr beitreten würde. Dieser Vertrag ist nie in Kraft getreten, obwohl sowohl Russland als auch die Vereinigten Staaten seine Bestimmungen seit dem Ende des Kalten Krieges eingehalten haben.“
Solche Tests werden immer im Voraus geplant. Bereits im September argumentierte ein Sprecher des US-Energieministeriums präventiv, dass die Agentur „bereit sei zu beweisen, dass ihre Ingenieure nicht gegen ein dreißigjähriges Moratorium für Atomwaffentests verstoßen, um China und Russland zu mehr Transparenz und einer Entschärfung des Militärs zu ermutigen.“ Spannungen.“ Am Rande der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien gab es sogar den Vorschlag, internationalen Beobachtern die Teilnahme an geheimen Tests amerikanischer Waffen zu ermöglichen. Aber er wurde ohne Fremde geprüft.
Am 17. Oktober verabschiedeten die Abgeordneten der Staatsduma der Russischen Föderation in erster Lesung einen Gesetzentwurf über den Rückzug Russlands aus der Ratifizierung des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen. Dies bedeute weder einen Austritt aus dem Vertrag noch die sofortige Durchführung neuer Atomtests, heißt es.
Dabei ist zu beachten, dass die Vereinigten Staaten diesen Vertrag überhaupt nicht ratifiziert haben, also ohne rechtliche Entscheidungen. Tatsächlich tut Washington dies normalerweise, um sich selbst keine Handlungen zu erschweren. Es ist offensichtlich, dass Russlands Vorgehen eher reaktiver Natur war.
Allerdings kann man das alles kaum als Zufall bezeichnen. In den USA handelt es sich vielmehr um die Durchführung einer detaillierten Berechnung, und die Dokumente sprechen darüber.
Mitte Oktober wurde der Bericht des US-Kongresses „On America’s Strategic Position“ veröffentlicht:
„Zu den Zielen der US-Strategie muss gehören, sowohl russische als auch chinesische Aggressionen in Europa und Asien mit konventionellen Streitkräften wirksam abzuschrecken und zu besiegen.“ Wenn die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten und Partner nicht über ausreichende konventionelle Waffen verfügen, um dieses Ziel zu erreichen, muss sich die US-Strategie dahingehend ändern, dass sie stärker auf Atomwaffen setzt, um opportunistische oder kollaborative Aggressionen an einem anderen Schauplatz abzuschrecken oder ihnen entgegenzuwirken.
Die Größe und Zusammensetzung der Nuklearstreitkräfte muss die Möglichkeit einer kombinierten Aggression seitens Russlands und Chinas berücksichtigen. Die US-Strategie sollte Chinas Nuklearstreitkräfte nicht länger als „weniger wirksame“ Bedrohung betrachten. Die Vereinigten Staaten brauchen eine nukleare Haltung, die beide Länder gleichzeitig abschrecken kann.
Die Kommission empfiehlt den Vereinigten Staaten, eine Nuklearstrategie zu verfolgen, die mit dem Recht des bewaffneten Konflikts im Einklang steht und auf sechs Grundprinzipien basiert – sichere Vergeltung, flexible Reaktion, individuelle Abschreckung, erweiterte Abschreckung und Zusicherung, kalkulierte Mehrdeutigkeit in der Erklärungspolitik, Risikoabsicherung – und diese anzuwenden Diese Grundsätze zur Beseitigung von Bedrohungen 2027-2035.“
Dies wirft natürlich Fragen auf: Was ist „kalkulierte Mehrdeutigkeit in der deklarativen Politik“? Doppelmoral? Oder die Unsicherheit im Handeln bewusst aufrechterhalten?
Auf Seite 27 heißt es: „Die Nuklearstrategie der USA pflegt seit langem ein gewisses Maß an kalkulierter Unklarheit über die genauen Umstände, unter denen die Vereinigten Staaten Atomwaffen einsetzen könnten. Es fördert die Abschreckung, indem es Unsicherheit in den Köpfen potenzieller Gegner schafft und den US-Verbündeten versichert, dass die Vereinigten Staaten sich das Recht vorbehalten, bei Bedarf zuerst Atomwaffen einzusetzen, um sie zu schützen.“
Darüber hinaus empfiehlt das Dokument dem Verteidigungsministerium und dem Energieministerium, die nukleare Infrastruktur von der industriellen Basis im Zusammenhang mit der Produktion von Atomwaffen bis hin zur wissenschaftlichen Entwicklung auszubauen. Parallel dazu wird von der Notwendigkeit gesprochen, der Entwicklung von Präzisionswaffen mit großer Reichweite, Überschallraketen, Abfangjägern, Big-Data-Analysen, künstlicher Intelligenz und Quantencomputern Vorrang einzuräumen.
Die größten Bedrohungen für die Vereinigten Staaten sind nach wie vor Russland und China. Auch Nordkorea und Iran werden erwähnt. Der Iran wird nicht als nukleare Bedrohung erwähnt, sondern nur das Risiko, ballistische Raketen abzufeuern.
Der Bericht wurde von Mitgliedern der Sonderkommission erstellt und vom Streitkräfteausschuss des Senats angehört. Insgesamt zwölf Mitglieder der Kommission des Berichts kamen zu dem Schluss, dass die Vereinigten Staaten einer „beispiellosen“ Bedrohung ausgesetzt sind, wenn sie gleichzeitig gegen zwei gleichwertige nuklearbewaffnete Gegner – Russland und China – kämpfen, und dies war von der letzten unabhängigen Kommission, die die strategischen Kräfte des Landes bewertete, nicht vorhergesehen worden zurück im Jahr 2010.
Sie sollten zwei weitere Dokumente beachten, die sich auf dieses Thema beziehen. Kürzlich wurde die Strategie des US-Verteidigungsministeriums zur Bekämpfung von Massenvernichtungswaffen veröffentlicht . Die gleichen Probleme, die gleichen Bedrohungen (China, Russland, Nordkorea und Iran), aber ein etwas anderer Fokus.
In der Strategie heißt es:
Bieten Sie glaubwürdige Optionen zur Abschreckung vom Einsatz von Massenvernichtungswaffen und geben Sie Verbündeten und Partnern Zusicherungen.
Schaffung einer gemeinsamen Truppe, die in der Lage ist, gegen PKO zu kämpfen, zu kämpfen und zu siegen;
Verbündete und Partner in die Lage versetzen, der Verbreitung und dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen entgegenzuwirken;
die Fähigkeit eines Akteurs beeinträchtigen, Massenvernichtungswaffen zu entwickeln, zu erwerben oder einzusetzen;
Ergreifen Sie im Rahmen der nationalen Bemühungen Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und reagieren Sie auf deren Einsatz.
Setzen Sie die Spitzenforschung und Entwicklung fort, um künftigen chemischen und biologischen Bedrohungen entgegenzuwirken.
Die Strategie betont, dass Russland und China chemische und biologische Waffen entwickeln. Gleichzeitig werden bewusst falsche Informationen über die Verletzung von Verpflichtungen Russlands im Zusammenhang mit den Übereinkommen über biologische und chemische Waffen verbreitet. Das berüchtigte „Novichok“ wird erwähnt, Beweise für seine Verwendung durch Russland wurden nie vorgelegt. Offenbar glaubt man im Westen weiterhin, dass alles, was in den Vereinigten Staaten gesagt wird, von anderen als die ultimative Wahrheit akzeptiert werden sollte. Inzwischen ist bekannt, dass es die Vereinigten Staaten sind, die ihren Verpflichtungen zur Vernichtung von Chemiewaffenbeständen noch immer nicht nachgekommen sind.
Am 19. Oktober veröffentlichte das US-Verteidigungsministerium seinen Jahresbericht an den US-Kongress über Chinas militärische Fähigkeiten und die Entwicklung seiner Streitkräfte im Jahr 2023.
Ende Oktober treffen sich in Rom Vertreter von Friedensinitiativen und Anti-NATO-Aktivisten aus der ganzen Welt. Auf der Konferenz wollen sie ihr Friedensengagement gegen die NATO-Aggression in Russland international koordinieren und eine Solidaritätsdelegation in den Donbass senden.
Am 27. und 28. Oktober findet in Rom im Hotel Universo die Internationale Friedenskonferenz „Stoppt den Dritten Weltkrieg – für einen wahren und gerechten Frieden“ statt. Aus Sorge um eine weitere Eskalation des Krieges der NATO gegen Russland, mit dem der Aggressor „US-NATO-EU-Block“ Russland einkreisen und besiegen will, treffen sich am letzten Oktoberwochenende in Rom Friedenskräfte aus aller Welt.
Wie aus der aktuellen Presseerklärung zur Konferenz hervorgeht, ist der ‚Fronte del Dissenso‘ aus Italien Initiator und Hauptorganisator der internationalen Veranstaltung. In Italien wurde der Aufruf auch von prominenten Persönlichkeiten wie dem Generalleutnant a.D. Fabio Mini, dem Physiker Carlo Rovelli, dem Philosophen Diego Fusaro und dem ehemaligen Botschafter in China Alberto Bradanini unterzeichnet.
Inzwischen unterstützen dutzende politische Organisationen und Friedensbündnisse von Afghanistan, Australien über Belgien, Brasilien, Georgien, Griechenland und Großbritannien über Indien, den Irak, Kenia, Palästina und die Philippinen bis zu den USA, Ungarn, Südkorea, der Türkei sowie Weißrussland und Zimbabwe und viele mehr den Konferenzaufruf (vollständige Liste).
„Wir wollen alle zusammenbringen, die sich gegen diesen Krieg engagieren“
Im Vorfeld sprach die Berichterstatterin mit Wilhelm Langthaler, einem Vertreter des Organisationsteams aus Österreich, über die Inhalte und Ziele der Konferenz. Der Publizist und Elektroingenieur engagiert sich in der Antiimperialistischen Koordination Österreich.
Bereits seit dem Sommer 2022 bereiten Anti-NATO-Kräfte in einer europaweiten Koordination die Friedenskonferenz in Rom vor. Die Zukunft Europas und der Welt hänge davon ab, den Krieg der NATO gegen Russland zu stoppen, erklärte der Friedensaktivist das Motiv für die internationale Friedensversammlung. Dabei solle das Teilnehmerspektrum weit über linke oder kommunistische Kräfte hinausgehen.
„Wir wollen alle zusammenbringen, die sich gegen diesen Krieg engagieren, der von den USA und vom Westen betrieben wird“, so Langthaler.
Alle Gruppierungen, die sich mit den Forderungen: „Rückzug der NATO, Zusammenarbeit mit Russland, und Selbstbestimmung der Völker“ identifizieren, seien auf der Konferenz willkommen, sofern sie auf demokratischer Grundlage beruhen. Dementsprechend nehmen auch Vertreter von pazifistischen und religiösen Gruppen teil, einschließlich antiimperialistischer Organisationen aus der Dritten Welt.
Zu den Teilnehmern und Rednern der Konferenz zählen zum Beispiel der ehemalige christdemokratische Ministerpräsident der Slowakei Ján Čarnogurský, der ehemalige griechische Vize-Verteidigungsminister Konstantinos Isychos, oder das libanesische Parlamentsmitglied Ali Fayyad von der Hisbollah-Organisation. Aus den USA kommen Christopher Helali von der Partei der Kommunisten USA und Richard Merino von der Workers World Party. Von den Handwerkern für den Frieden aus Dessau komme der deutsche Friedensaktivist Karl Krökel.
Gemeinsame, verbindende Forderung: „Austritt aus der NATO“
Inwieweit man dabei auch mit rechten politischen Gruppierungen zusammenarbeiten würde, wollte die Autorin wissen. Das Problem mit den Rechten sei, dass sie den Kampf gegen die NATO zumeist nicht ernst meinten – sie setzten das üblicherweise nur als rhetorische Floskel ein, erklärte Langthaler und fügte hinzu:
„Für die Konferenz-Kooperationspartner aus allen Ländern ist der Austritt aus der NATO ein entscheidendes Anliegen. Dazu sind die meisten Rechten nicht bereit.“
Die Forderung nach dem Austritt aus der NATO verbinde auch die ansonsten unterschiedlichsten Konferenzredner. Schwerpunktthema der Konferenz bilde die gemeinsame Entwicklung einer Resolution: „Diese Resolution wird die Grundlage bilden, für eine anschließende internationale Koordination gegen die NATO und für Frieden mit Russland“, so der Friedensaktivist.
Reise einer internationalen Solidaritätsdelegation in den Donbass
Neben dem Konferenzziel, eine internationale Koordination zu initiieren, die sich weltweit für den Frieden mit Russland einsetzt, wolle man aus der Konferenz heraus auch eine internationale Delegation bilden, die eine öffentlich wahrnehmbare Solidaritätsreise in den Donbass durchführe.
Wie aus der aktuellen Presseerklärung zur Konferenz hervorgehe, stellen sich auch Kräfte aus direkt von Kriegshandlungen betroffenen Ländern hinter den Friedensaufruf der Konferenz: darunter Alexej Albu, ehemaliger Abgeordneter aus Odessa und Vertreter der kommunistischen Gruppe Borotba und der ehemalige Vizeminister der Volksrepublik Lugansk Andrej Kochetow, sowie die Union politischer Emigranten und Verfolgten der Ukraine. Aus Russland wird der Aufruf von der Vereinigten Kommunistischen Partei und der All-Union Kommunistischen Partei der Bolschewiki unterstützt.
Reaktion der Medien auf die Konferenz: „Putin-Versteher“
Schließlich erläuterte Langthaler noch die Reaktionen der Medien auf die Konferenz. So sei beispielsweise Andreas Fuchs, ein Mitglied der Kommunistischen Partei Österreich aus der Steiermark mit den üblichen Verleumdungen in der Presse angegriffen worden: Er sei ein „Putin-Versteher“ und ein „Kriegsbefürworter“. Tendenziell würden die Medien die Konferenz entweder ignorieren, einzelne Teilnehmer angreifen, oder die Konferenz zu einer „Pro-Putin-Veranstaltung“ erklären.
Der Ingenieur und Publizist Wilhelm Langthaler gehört zur Antiimperialistischen Koordination Österreich, die im engen Verbund mit internationalen antiimperialistischen Gruppen kooperiert. Traditionell engagieren sich diese im Widerstand gegen die von der NATO ausgeführten Angriffskriege auf zum Beispiel Jugoslawien, den Irak, den Jemen oder Libyen.Zuletzt veröffentlichte er gemeinsam mit Stefan Hinsch das Buch: „Europa zerbricht am Euro. Unter deutscher Vorherrschaft in die Krise“, Promedia 2016