
Das sind keine Friedenstauben. Das sind Geier.

Das sind keine Friedenstauben. Das sind Geier.

Ein Artikel von Alexander Neu
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine läuft nun seit nahezu 20 Monaten. Die Weisheiten des preußischen Kriegsphilosophen Carl von Clausewitz (1780 – 1831) dürften sich auch im unmittelbaren Krieg Russlands gegen die Ukraine bewahrheiten – konkret hier: „So stimmt sich im Kriege durch den Einfluß unzähliger kleiner Umstände, die auf dem Papier nie gehörig in Betracht kommen können, alles herab, und man bleibt weit hinter dem Ziel.“ Kurzum: Es kam anders als geplant. 20 Monate Krieg und ohne absehbares Ende war sicherlich nicht in der Planung des Kremls. Die Widerstandskraft in der Ukraine war größer als erwartet. Wie auch die US-Amerikaner im Irak 2003 und anderswo nirgends mit Blumensträußen empfangen wurden, so wurden auch die russischen Truppen nicht mit Derartigem empfangen. Des Weiteren wurde das massive westliche Engagement für die Ukraine von den Strategen im Kreml wohl falsch prognostiziert. Sie hätten es besser wissen müssen, zumal auch im Kreml die Perzeption vorherrschte, dass es sich um einen doppelten Krieg handeln würde: Einen unmittelbaren gegen die Ukraine als dessen westlicher Vorposten und einen mittelbaren gegen den Westen im Kampf um die neue Weltordnung. Von Alexander Neu.
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Die Fronten sind seit letztem Winter relativ festgefahren. Die großverkündete Frühjahrs-, dann zur Sommeroffensive umdeklarierte Offensive endete als Flop mit vielen 10.000 toten ukrainischen Soldaten. Die westlichen Wunderwaffen – als „Game-Changer“ gefeiert – haben ihre Wunderkraft bis dato nicht entfaltet. Der Westen liefert immer modernere Waffensysteme mit immer größerer Reichweite. Im Gespräch stehen derweil das deutsche Marschflugkörpersystem „Taurus“ und die US-amerikanische ballistische Kurzstreckenrakete „ATACMS“. Mit einer Reichweite, die das russische Staatsgebiet erreichen kann. Hinzukommen soll das Kampfflugzeug F-16, von dem die Russen behaupten, es könne auch als Träger taktischer Atomwaffen dienen, weswegen die Unruhe in Russlands Sicherheitskreisen wachse. Russische Sicherheitskreise fordern ein Vorgehen gegen die westlichen Unterstützer der Ukraine – also den Westen – sowie gegen die Ukraine selbst, der es immer wieder gelingt, der größten nuklearen Supermacht schmähliche Schläge zu versetzen. Auch in der russischen Öffentlichkeit macht sich der Unmut über die ausbleibenden Erfolge breit.
Putin unter Erfolgsdruck
Die russische Propaganda hat sich, wie es bei Kriegspropaganda auf allen Seiten typisch ist, mit ihren formulierten Kriegszielen in eine Sackgasse begeben. Die Gesellschaft ist auf Kurs und erwartet nun den Sieg. In der Ukraine und im Westen ist es geradezu spiegelbildlich. Diese Unzufriedenheit sowohl in der Gesellschaft als auch die Furcht vor einem 3. Weltkrieg hat nun Sergej Karaganov, Ehrenvorsitzender des Präsidiums des Rates für Auswärtige und Verteidigungspolitik, jüngst in einem Beitrag mit dem Titel: „How to prevent a Third World War“ („Wie ein dritter Weltkrieg zu vermeiden ist“) thematisiert.
Karaganov nimmt beide Ebenen ins Visier – den Krieg gegen die Ukraine als auch den übergeordneten Krieg um die Neuvermessung der Welt, mithin die neue multipolare Weltordnung. In dieser spiele Russland im Nicht-Westen („Global Majority“) eine zentrale Rolle. Denn der Krieg um die Ukraine sei auch der Krieg um die neue Weltordnung. Im Kampf um die Ukraine sowie um den russischen Gestaltungsanspruch bei der Formierung der neuen multipolaren Weltordnung bestünde die Gefahr des Abgleitens in den 3. Weltkrieg. Der Westen habe seit über 500 Jahren seine Interessen der Welt aufgedrückt und die Welt beherrscht. Nun jedoch müsse der Westen gezwungen werden, die neue multipolare Realität anzuerkennen. Aber genau hier liege das Problem: Der Druck auf den Westen berge die immense Gefahr, in den 3. Weltkrieg zu führen, wenn dieser nicht nachgebe.
„escalate to de-escalate“
Um diese Katastrophe abzuwenden, greift Karaganov zur desaströsen Strategie der „Eskalation zur De-Eskalation“ („escalate to de-escalate“). Diese Strategie besagt vereinfacht, dass in diesem Falle Russland mit dem Nuklearwaffeneinsatz offensiv drohen müsse. Wenn dies nicht zum gewünschten Erfolg führe, müsse ein umfassender, aber auf Europa begrenzter Nuklearschlag erfolgen, um dem Westen klar zu machen, dass Russland es sehr ernst meine und bereit sei, weiterzugehen. („Therefor, if nuclear weapons will have to be used (God forbid), the strike should be of a sufficiently large proportion. […] Fear would be restored if it were to be used in Europe, still it plays the key role in the global media agenda.“)
Die dahinterstehende Prognose: Der Westen werde dann zur Einsicht gebracht und ziehe sich zurück bzw. würde russische Interessen respektieren. Die bisherigen, formulierten Roten Linien Moskaus seien durch den Westen angesichts russischem Nichthandelns stets überschritten worden. Der Westen habe die Eskalationsdominanz an sich gerissen, weil Russland es zugelassen habe. Damit habe Russland sich selbst als Atommacht entwertet. Mit der Anwendung der desaströsen „escalate to de-escalate“-Strategie soll die Eskalationsdominanz wieder an Russland fallen.
Das Problem dieser Strategie angewandt auf Europa ist jedoch zweierlei: Erstens, was ist, wenn die russische Drohung nicht fruchtet? Dann müsste der Logik dieser Strategie folgend ein umfassender Nuklearschlag gegen Europa folgen. Und damit ergibt sich die zweite Problematik: Der eigentliche politische Adressat, die westliche Führungsnation USA, bliebe außen vor. Europa würde nuklear zerstört – die USA hingegen nicht. Denn sie liegen weit hinter dem großen Teich. Und ob die USA trotz Artikel 5 des NATO-Vertrages tatsächlich bereit wären, nach einem solchen russischen Nuklearschlag auch ihren Kontinent für das dann bereits zerstörte Europa zu opfern oder eher dem Vietnam- und Afghanistan-Paradigma folgen würden, d.h., die Europäer sich selbst überließen, darüber spekulieren europäische Sicherheitsexperten seit den 1960er Jahren.
Kritische Stimmen und Falken in Deutschland
Das Abrutschen in einen unmittelbaren militärischen Schlagabtausch zwischen dem Westen und Russland sehen nicht nur russische, sondern auch hiesige Experten wie der ehemalige Generalinspekteur a.D. H. Kujat, der damalige Sicherheitsberater Helmut Kohls, Horst Teltschik, und der Sohn des ehemaligen Vaters der Ostpolitik, Peter Brandt, die dies kürzlich in einem Appell in dem Schweizer Medium Zeitgeschehen im Fokus mit dem Titel „Den Krieg mit einem Verhandlungsfrieden beenden“ ausführten. Auch andere, wie der emeritierte Politikwissenschaftler August Pradetto von der Bundeswehr-Universität Hamburg und der Politikwissenschaftler Johannes Varwick, warnen vor der Entgrenzung des Krieges angesichts immer weiterer Waffenlieferungen mit immer besseren Leistungsmerkmalen wie Reichweite und Zerstörungskraft. Die Kritiker dieses fatalen Eskalationskurses werden medial ausgegrenzt und bisweilen diffamiert. Ein Harald Kujat muss seit geraumer Zeit über das EMMA-Magazin und das Schweizer Medium Zeitgeschehen im Fokus seine Kritik äußern, da ihm der mainstreammediale Zugang versperrt wird.
Auf der anderen Seite stehen unsere Falken, die sich der mainstreammedialen Unterstützung sicher sein können, egal wie absurd ihre Aussagen sein mögen. Als besonders hofierte „Experten“ gelten Roderich Kiesewetter sowie wie die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann. So übt sich Strack-Zimmermann voller Selbstbewusstsein in Küchenpsychologie, „Putin ist zu ängstlich für die Atombombe“, und unterstreicht damit nicht nur ihre Ahnungslosigkeit im Verstehen anderer kulturell geprägter Mentalitäten, sondern setzt unser Land massiven Gefahren aus. Denn auch solche Aussagen werden von Moskau durchaus wahrgenommen und bewertet. Ihre psychologischen „Kompetenzen“ unterstellen schlichtweg, egal was die Russen als Rote Linien ausgeben und der Westen diese in Form von Waffenlieferungen überschreitet, die Russen werden nicht entsprechend reagieren. Damit befinden sich unsere Hardliner in bester Gesellschaft. So publizierte die Washington Post Anfang Juni einen Beitrag unter dem Titel „Biden shows growing appetite to cross Putins’s red lines“ mit Zitaten aus dem Umfeld der US-Regierung, die darauf verweisen, die US-Regierung teste die Roten Linien Russlands immer neu durch Übertreten derselben aus. Unter den zitierten Aussagen beispielsweise diese: „Russland hat seine Roten Linien so häufig selbst entwertet, indem es sagt, bestimmte Maßnahmen (des Westens, A. Neu) würden als inakzeptabel betrachtet, und handelt dann doch nicht, wenn sie geschehen.“
Roten Linien – nicht ganz so rot?
Und tatsächlich hat Russland seinen Drohungen hinsichtlich des Überschreitens Roter Linien bislang keine Taten folgen lassen. Ein besonderer Hardliner im folgenlosen Rausposaunen russischer Entschlossenheit ist Dmitri Medwedew, früherer russischer Präsident und jetziger stellvertretender Vorsitzender des Sicherheitsrates der Russischen Föderation sowie Putin-Vertrauter. Mehrfach hat er sich zum Einsatz nuklearer Waffensysteme gegen den Westen und die Ukraine geäußert. Doch seinen dezidierten Verlautbarungen sind bislang keine Taten gefolgt – zum Glück. Noch scheint der russische Präsident, der Letztentscheider, tatsächlich vor Vergeltungsschlägen gegen die westlichen Unterstützer der Ukraine zurückzuschrecken.
Die Gründe für das Zaudern können vielfältig sein: Angefangen von der Furcht, die Kontrolle über die mögliche Eigendynamik des Krieges zu verlieren bis hin zu einem ausgewachsenen Nuklearkrieg – auch unter Einsatz strategischer Nuklearwaffen, die die USA und umgekehrt der nukleare Zweitschlag der USA die Russische Föderation auslöschen würden. Aber wie lange kann Wladimir Putin dem Druck seines Sicherheitsapparates und auch Teilen der öffentlichen Meinung widerstehen, ohne sein Gesicht oder gar seinen Posten als Staatspräsident zu verlieren? Auch hier wieder wirkt die selbstgestellte Propagandafalle. Diese Frage ist nicht nur offen, sondern diese Problematik wird in der westlichen Debatte nicht einmal zur Diskussion gestellt. Man geht davon aus, dass die Russen nur bluffen. Kurzum: Keine Panik – der Westen hat alles unter Kontrolle und die Russen bluffen nur.
Wann ist die Rote Linie wirklich rot?
Die westlichen Waffenlieferungen gehen währenddessen unverdrossen weiter. Nun steht, wie bereits oben erwähnt, die Entsendung von F-16-Kampfflugzeugen an. Und Deutschland: Deutschlands zunehmendes Hineinschlittern in den Krieg begann mit der Lieferung von Schutzhelmen zu Anfang des Krieges über die Haubitze 2000, den Schützenpanzern Marder und den Kampfpanzern Leopard 1 und 2. Jetzt wird auf eine Entscheidung über die Lieferung des luftgestützten Marschflugkörpers „Taurus“ mit einer Reichweite von rund 500 Kilometern gedrängt. Hardliner wie Strack-Zimmermann und Kiesewetter vertrauen der Ukraine, dass diese mit deutschen Taurus-Marschflugkörpern keine militärischen Schläge gegen Ziele auf russischem Staatsgebiet ausüben würde.
Tatsächlich ist es völkerrechtlich konform, wenn die Ukraine als angegriffenes Land entsprechend militärisch zurückschlüge und -schlägt. Auch mit Waffensystemen, die von Drittländern geliefert werden. Aber ob es sicherheitspolitisch klug ist, daran kann man mehr als zweifeln. Die Russische Föderation ist die größte Nuklearmacht der Welt. Die Gefahr, dass sie tatsächlich auf die nukleare Komponente gegen die Ukraine oder sogar gegen den Westen setzt, wächst mit jeder Lieferung. Die rechtliche Grauzone von einer reinen Unterstützung der Ukraine durch den Westen und auch durch Deutschland bis hin zur tatsächlichen Kriegsbeteiligung ist das, was sie ist: Grau! Und die Entscheidung, ab wann Russland den Westen oder einzelne westliche Staaten als Kriegspartei bewertet, liegt nicht bei Kiesewetter, Strack-Zimmermann und nicht einmal bei der Bundesregierung oder der US-Regierung – sie liegt in Moskau und nur dort.
Beim Pokern verzockt
Ein weiteres Verzocken wäre womöglich tödlich für Europa. Wer hat denn in der politischen Klasse des Westens und der Medien den jahrelangen Kritiken und Drohungen der russischen Seite, auch die Sicherheitsinteressen Russlands zu respektieren, ernst genommen? Auch die letzte Aufforderung Russlands – in einem Vertragsentwurf gegossen -, die NATO-Erweiterung zu stoppen und die räumliche Ausdehnung der militärischen Infrastruktur und der Truppen der NATO auf das Jahr 1997 zurückzufahren[*], wurde abgelehnt. Russland habe kein Vetorecht bei den Erweiterungsfragen der NATO, war stets der Tenor. Zuletzt eben in dem Antwortschreiben der NATO im Januar 2022 auf die Forderungen Russlands an die NATO und die USA.
Und dann kam, für viele überraschend, der 24. Februar 2022. Der Westen hat sich beim Pokern mit Russland um die Ukraine verzockt. Zugegeben, auch für mich war der Angriff überraschend – nicht so sehr, weil ich die dunklen Wolken am Himmel nicht sah, sondern weil ich es nicht wahrhaben wollte. Hier ein Auszug aus meinem Artikel in Russland kontrovers vom 22. Dezember 2021, also zwei Monate vor dem russischen Angriff:
„(…) Sollte (..) die westliche Außen- und Sicherheitspolitik nicht (…) zu seriösen Verhandlungen im Sinn und Geiste gemeinsamer und ungeteilter Sicherheit übergehen, gibt es hinreichend Gründe für eine sehr pessimistische Entwicklung. Europa träte sehr düsteren Zeiten entgegen – und das nicht erst in zehn Jahren.
Wenn selbst zutiefst überzeugte Transatlantiker mit hoher außen- und sicherheitspolitischer Expertise einen Aufruf „Raus aus der Eskalationsspirale! Für einen Neuanfang im Verhältnis zu Russland“ am 5. Dezember 2021 veröffentlichen, zeigt das, wie weit die Eskalation vorangeschritten und Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung real geworden ist.“
Woher nehmen also „unsere Hardliner“ den Optimismus, dass die russische Führung nicht zum äußersten Mittel greifen wird? Es ist reine Spekulation, die jedoch gefährlich für Europa werden kann. Ob und wie lange Putin blufft, weiß nur er.
Titelbild: Bordovski Yauheni/shutterstock.com
[«*] „Article 4 The Russian Federation and all the Parties that were member States of the North Atlantic Treaty Organization as of 27 May 1997, respectively, shall not deploy military forces and weaponry on the territory of any of the other States in Europe in addition to the forces stationed on that territory as of 27 May 1997. With the consent of all the Parties such deployments can take place in exceptional cases to eliminate a threat to security of one or more Parties.“
Quelle mid.ru
Posted on October 12, 2023 byyalensis
Dear Readers:
Today we re-encounter an old friend, military-historical-intelligence analyst Evgeny Krutikov, to get his take on the Avdeevka situation. Here is his lead paragraph:
One of the key fortified regions of the Ukrainian Armed Forces (UAF), the Avdeevka Industrial Conglomeration near Donetsk suddenly found itself in danger of encirclement by Russian troops. Judging by a whole series of indications, the successful Russian attack in this area, came as a complete surprise to the UAF. How were the Russians able to achieve such a result, and what further surprises do they have in store?

Ever since 2014 the UAF have been digging kilometers of tunnels at the coke and chemical producing plant. They have placed mines and built underground bunkers with reinforced cement. All of this effort transformed the Avdeevka fortified region into the most defended object of all, even greater than the Mariupol tunnel system.
The Russians were never able to take this fortified region, and Avdeevka was considered a poor prospect for a successful offensive operation.
And then everything changed. At 5:00 AM on the morning of October 10, 2023, the Russians opened fire on Ukrainian positions, using over 200 artillery barrels and TOS Flamethrowers. Even more importantly, Russian aviation launched heavy bombs of the type FAB-500 and FAB-1500 equipped with Unified Model of Planning and Correction (UMPC) – Russian acronym is УМПК.
The latter weapon having a monstrous destructive force, and is intended, among other things, for destroying underground communications. Prior to this latest assault, Russian aviation was hardly used at all, on this front.
For several days (prior to this) Avdeevka had been covered in a thick black smoke. Nothing was able to move on the surface, nothing was visible. And then suddenly, as dawn arrived on October 10, Ukrainian units were seen to be retreating from the center of the city. In the area of the 9th microregion — that’s the one closest to the Donetsk Airport and the village of Opytnoe, the one with the high-rise apartment buildings — a panic began among the ranks of the UAF.
Russian storm units (including Storm Z and other units formed on the basis of the First Donetsk Army Korpus, including “Somali”) in the heat of the moment were able to seize the first two out of the three lines of Ukrainian trenches, along with several fortified areas.

To the Northwest of Avdeevka, The Russians took the main coal slag heap (Russian “terrikon“), its importance being that it is of the same height as the Coke Plant. From this position, the Russians can control not only the plant, but also the central part of the city. Even more importantly, this is the single road by which the Ukrainian Avdeevka garrison is supplied.
A little bit later, forward units of scouts arrived at the outskirts of the tiny village of Berdychi, which is several kilometers to the Northwest of the coke plant. The scouts were able to cross the railroad tracks. By thus doing, they have blocked the Ukrainians from using the railroad tracks as a defense perimeter. Although the Russians did not bother to actually occupy tiny Berdychi (which is a one-horse town consisting of just a couple of streets), nonetheless, this action effectively entails the operative encirclement of Avdeevka. By evening of 10 October, the terrikon was mostly cleared out. It is remarkable that this terrikon was never able to be captured, not for years and years. And then suddenly it fell, literally in the course of a couple of hours.
[to be continued]
Nazism and fascism must be destroyed. This is not the first time Russia has entered into the fight against the fascists. It liberated Europe, and Europe again fell under the fascist boot of the Anglo-Saxons.
Humanitarian Situation in Gaza ‘Beyond the Imagination
’HUMANITARIAN SITUATION IN GAZA ‘BEYOND THE IMAGINATION’ | HUMAN WRONGS WATCH
Humanitarian Situation in Gaza ‘Beyond the Imagination’
Human Wrongs Watch 11 October 2023 (UN News)* — The humanitarian situation in Gaza is “indescribable” and “unprecedented” as the battle between extremist Palestinian armed groups and Israeli forces escalates. Download Video Interview That’s according to a senior UN official with humanitarian office OCHA inside the enclave, speaking to UN News on Wednesday [11 October … Continue readingHumanitarian Situation in Gaza ‘Beyond the Imagination’

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In my last article I wrote about the history and aim of the Club of Rome. I mentioned that they now are one of the leading advocates for declaring a “Planetary Emergency”. This will most likely be the trigger for the setup of a scientific dictatorship.
The idea of declaring an emergency was first proposed to Club of Rome by British consultant and psychotherapist David Wasdell in 2005.
Wasdell, with training from Tavistock Institute, had written a paper called Global Warning that was circulated during the G8 summit in Gleneagles in 2005, with the mission of getting the climate issue higher up on the political agenda.
We have a narrow remaining window to engage global strategic planning and mobilisation, followed by a maximum of fifty years to achieve the transition, to scale down resource usage, to terminate inequitable capital accumulation, and to stabilise and begin the long term reduction of global population.
Wasdell was then invited by the Club of Rome president Prince El Hassan bin Talal to make a speech at their annual conference in Norfolk, Virginia.
In order to achieve the desired impact, Wasdell advised them to:
Wasdell, who became an adviser to Al Gore, was also working closely with the Potsdam Institute of Climate Impact Research (PIK) and its director and Club of Rome-member Hans Joachim Schellnhuber to develop the concept of Tipping Points in the climate system.[1]
This concept was incorporated into the Planetary Boundaries framework, which was developed under the leadership of Johan Rockström at the Stockholm Resilience Centre and introduced in the article “A safe operating space for humanity” in 2009. This was done in cooperation with Schellnhuber and PIK.[2]
Planetary Boundaries is a framework to “describe limits to the impacts of human activities on the Earth system”. If left unchecked, it is said to trigger cascading tipping points leading to “large-scale abrupt or irreversible environmental changes”. To prevent this potential scenario, a top-down population control is considered necessary.

Rockström, a Swedish agronomist, had in 2004 been headhunted by the first IPCC chairman Bert Bolin to serve as director of Stockholm Environment Institute and became the first director of Stockholm Resilience Centre.
The latter institute, located at Stockholm University, had been set up by the Swedish foundation for strategic environmental research (MISTRA) with the task of developing strategies for sustainable governance and stewardship of ecological and social systems. Rockström later succeeded Hans Joachim Schellnhuber as joint director of PIK in 2018.
The Planetary Boundaries framework was presented by Rockström at Club of Rome’s Global Assembly in Amsterdam in October 2009, with attendance from their royal patron Queen Beatrix of the Netherlands and honorary member Mikhail Gorbachev. Sponsors were Philips, Royal Dutch Shell and KLM.[3]
The framework was included in the Club of Rome-report Bankrupting Nature, authored by Johan Rockström and former Club of Rome-president Anders Wijkman, and became a part of Club of Rome’s and PIK’s The Planetary Emergency Plan in 2019. One year later their Planetary Emergency Partnership was launched with over 300 partners all over the world.

These plans have now come into fruition. A few weeks ago, a statement was made by The Climate Governance Commission.[4]

The Future of “Global Governance” and The “Earth Congress”. Transform the United Nations
The commission, which includes the current president of the Club of Rome, Sandrine Dixson-Declève, and Johan Rockström, paints a bleak picture of the future – unless we take decisive action.
The world faces a deepening planetary emergency – and is on a reckless path toward catastrophic climate change – having already over-stepped six of nine scientifically-identified planetary boundaries. A continued failure to address the underlying causes of this emergency – such as fossil fuel-based economies, resource waste/overconsumption and the destruction of nature – will have further devastating effects for all of humanity, triggering potentially irreversible tipping points, with dangerous consequences for planetary stability, both social and ecological. A system-wide approach to solving the climate crisis is required now, ensuring reliable climate and planetary boundary governance for the Earth as a whole.
Due to these alleged crises, the commission recommends “bold and concrete steps to catalyze a shift in global governance” in their forthcoming report Governing Our Planetary Emergency, which will be released in conjunction with the climate summit in Dubai (COP28) in November 2023.
The Climate Governance Commission was founded by the Swedish Global Challenges Foundation at the UN75 Global Governance Forum, September 16 & 17 2020, and is led by former Irish President Mary Robinson from The Elders and Club of Madrid with Johan Rockström and the former President of the UN General Assembly María Fernanda Espinosa as co-chairs. Supporters include Club of Madrid, Stimson Center and TheRockefeller Foundation.

The former president of Club of Rome that intervened trying to prevent my dissertation from being approved is a “contributing expert”.
They CGC state that the “global governance system is ill-equipped to deal with our planetary emergency, which now encompasses the “polycrisis” including, for example, international conflict, financial instability, global inequality, and pandemic risk and recovery.” The new term “polycrisis” was frequently used in discussions at the World Economic Forum in Davos in January 2023.[5]

To handle this “polycrisis”, CGC calls for “competent” crisis leadership.
Empowered with new authorities, current and new international governance institutions must exert competent crisis leadership, developing and deploying emergency plans and a new generation of effective policies while pursuing a more equitable allocation of resources. Further, scientific boundaries are not negotiable, but must drive and fundamentally inform our collective action and management systems.
To set these “new authorities and capabilities” in motion the commission proposes that the UN General Assembly declares a planetary emergency at the Summit of the Future in September 22-23 next year.
The UN General Assembly should declare a global planetary emergency at the 2024 Summit of the Future, reinforced in similar statements by UN Agencies, regional bodies, and national and local governments.
The commission then suggests to elaborate on the UN Secretary-General’s proposed Emergency Platform “to design and convene an inter-agency, intergovernmental Planetary Emergency Platform to bring together fragmented international institutional structures, and to develop a Planetary Emergency Plan for urgent, coordinated action, with linked national emergency plans.”
I describe the Emergency Platform here.
This Platform, consisting of intergovernmental, State and non-State actors, would “plan for and cooperate on urgent action at all levels of governance, including a global decarbonizing package”.
The commission point out that over-stepping the planetary boundaries has to come with consequences.
Global security norms should be broadened to reflect the grave implications of over-stepping climate/planetary boundaries, including UN Security Council practices to better reflect the climate policy challenges and priorities of the Global South and of all peoples.
They are because of this calling for “courageous “top down” leadership within all levels of government, combined with generalized “bottom up” citizen pressure and engagement, to catalyze fundamental transformations.”
Some of the other suggestions in the statement includes:
Rockefeller Philanthropy Advisors Global Commons Alliance

In the background, another closely related initiative has been developed to execute the prescribed transformation. In 2019 the Global Commons Alliance was launched in Singapore by Rockefeller Philanthropy Advisors with the mission “to mobilize citizens, companies, cities and countries to accelerate systems change, and become better guardians of the global commons”.[6]
Their strategic priorities are to change minds, actions and systems in order to safeguard the global commons and “regaining planetary stability”. They are ready to act swiftly when an emergency is declared.
By 2025, the true magnitude of the multifaceted transformations we need to safeguard the global commons will be well understood. Key actors will know what they need to do, where things are most urgent, and be taking action that sparks and sustains transformational change in order to protect the global commons.
Their philosophy is all based on Rockström’s Planetary Boundaries Framework.
The 70+ partners include Club of Rome, PIK, WEF, and WRI, with support from an “Investor Collaborative” consisting of among others Swiss MAVA Foundation, Dutch foundation Porticus and United Nations Global Environment Facility.
Rockström is a member of the steering committee of the Global Commons Alliance and leads the “Alliance Component” The Earth Commission with the mission to define “safe and just boundaries for people and the planet”.
This is a graph from my book The Digital World Brain (under translation to English), illustrating their formula for “systems transformation”.

It is a recipe for a Scientific Dictatorship. To quote the “tenth commandment” on the now demolished Georgia Guidestones:
Be not a cancer on the Earth – Leave room for nature – Leave room for nature.
It also reminds me of a document from the Secretariat of World Order that George Hunt uncovered during a “UNA Environment and Development Conference to provide broad public debate and support for United Nations Earth Summit” in Des Moines, September 22 1991.[7]
The security council of the UN, led by the Anglo-Saxon Major Nation Powers, will decree that henceforth, the Security Council will inform all nations that its suffrance on population has ended, that all nations have quotas for REDUCTION on a yearly basis, which will be enforced by the Security Council’ by selective or total embargo of credit, items of trade including food and medicine, or by military force, when required.
This has now been rebranded as carbon footprint reduction.
I will delve more into the Global Commons Alliance in a coming article. I also mention their influence in my presentation “Shaping the Future Agenda – The Digital World Brain” from Stavanger.
*
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Notes
[1] http://www.apollo-gaia.org/A-GProjectDevelopment.pdf
[2] Rockström, J., Steffen, W., Noone, K. et al. A safe operating space for humanity. Nature 461, 472–475 (2009). https://doi.org/10.1038/461472a
[3] www.slideshare.net/Eurotopia/assembly-programme
[4] globalgovernanceforum.org/wp-content/uploads/2023/09/Governing-our-Planetary-Emergency-CGC-Statement-UNGA-v2.pdf
[5] www.weforum.org/agenda/2023/01/polycrisis-global-risks-report-cost-of-living/
[6] globalcommonsalliance.org/about/
[7] archive.org/details/GeorgeHuntUncedEarthSummit1992cobdenClubsPapersaldousHuxleythe_125/2-1-unUncedEarthSummit1992ByGeorgeHunt..mp4
Featured image is from SHTFplan.com
The original source of this article is The Pharos Chronicle – Jacob Nordangård, PhD
Copyright © Jacob Nordangard, The Pharos Chronicle – Jacob Nordangård, PhD, 2023
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The population of the earth is being exterminated by wars, viruses and vaccinations, as well as deindustrialization and famine. The earth is already poisoned with chemicals, the water is the same.
Veröffentlicht am: 12. Oktober 2023 |

Ein Reisebericht von Wolfgang Effenberger.
Teil 2: Jekaterinburg (1924-1991 Swerdlowsk)
Am 13. September 2023 ging es dann nach 15 Uhr mit einem Airbus in Richtung Jekaterinburg – die größte Stadt im Ural und zugleich pulsierende 1,5 Millionen-Metropole der Region Swerdlowsk. Inoffiziell wird Jekaterinburg auch die “dritte Hauptstadt Russlands” genannt. Dort kamen wir nach 22 Uhr an und überflogen dabei drei Zeitzonen.

Freunde von dort erwarteten uns bereits und brachten uns über einen kleinen Umweg in ein originelles Lokal sowie in ein neues Hotel mit überbordenden Holzschnitzereien.
Am nächsten Tag standen eine Stadtbesichtigung und am Abend ein Essen mit dem deutschen Generalkonsul am Programm. Jekaterinburg, mit der Transsibirischen Eisenbahn verbunden, liegt 1667 Kilometer östlich von Moskau – als Tor nach Asien am Rand des Uralgebirges. Hier befinden sich die größten Öl- und Gasfelder sowie zahlreiche andere Bodenschätze: Eine wahre Schatzkammer Russlands.
Jekaterinburg wurde im November 1723 vom Historiker und Staatsmann Vasily Tatishchev zusammen mit dem deutschstämmigen Offizier, Bergbauexperten und Ingenieur in russischen Diensten Georg Wilhelm de Gennin/Henning (1676–1750) gegründet.
Am Prospekt Lenina befinden sich auf der einen Seite der neugotische Märchenpalast des Bergbaubeamten Sewastjanow und gegenüber das Denkmal für die Stadtgründer Als Namensgeberinnen der heute wichtigen Industrie- und Universitätsstadt am Uralgebirge gelten Zarin Katharina I. (1684–1727) und die Schutzheilige der Bergarbeiter, die heilige Katharina.
Jekaterinburg war eine der ersten festungsmäßig gesicherten russischen Fabrikstädte; von dort aus erfolgte die weitere Erschließung des Urals. Im Lauf der Zeit wurde Jekaterinburg eines der weltweit wichtigsten Zentren für die Edelstahlverarbeitung. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg war die Stadt ein wichtiges Produktionszentrum des militärisch-industriellen Komplexes und scheint es immer noch zu sein.
Dort wurden Panzer, Atomraketen und andere Waffen produziert. Bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 war die Stadt für Ausländer unzugänglich. Sowjetbürger konnten nur mit behördlicher Genehmigung einreisen.
Heute säumen moderne Hochhäuser die großzügigen Straßen, eingesprenkelt alte Bausubstanz, inmitten weitläufiger, gepflegter Parkanlagen mit beeindruckender Blumenpracht. Die Verkehrsdichte erinnert an München. Es dominieren große und teure Autos, wobei Parkplätze Mangelware sind. 15 Universitäten werden durch 140.000 Studierende belebt. Deren Erscheinungsbild ist zurückhaltend dezent. Beim Theaterbesuch fielen die vielen gutgekleideten kulturaffinen Jugendlichen auf.

14. September Stadtbesichtigung und Abendessen mit deutschem Generalkonsul
Auf dem Damm des angestauten Flusses Isset – links und rechts jeweils von einem Pavillon begrenzt – haben wir zunächst das Panorama genossen.



Der Blick über die Staumauer vom Isset (Iset).
Das hohe Gebäude im Hintergrund (Mitte) gehört zum Komplex des ‘Boris Yeltsin Presidential Centre’. Rechts die Residenz (Sewastjanow-Haus)
Hier tagten erstmals 2009 die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China (Südafrika kam erst 2010 dazu). 2011 trafen sich hier die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Staatspräsident Dmitri A. Medwedew.
In der Mitte des Damms befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Ausfluss, der mit dem Wahrzeichen von Sverdlovsk-Jekaterinburg dekoriert ist: Ein rosa Rhodonit-Klumpen aus dem Ural. Er wiegt mehrere Tonnen.

Wahrzeichen von Jekaterinburg: Ein rosa Rhodonit-Klumpen aus dem Ural
Von hier aus führen roten Linien Touristen an die wichtigsten aktuellen wie auch historischen Orte.

Entlang der roten Linie – im Vordergrund das Hochhaus von Norman Foster

Denkmal für den westorientierten Zar Peter samt Technikausstellung

Hammerwerk zur Bearbeitung von Stahl
(viele ausgestellte Maschinen kamen von renommierten deutschen Firmen)
Ebenfalls am Ufer des Isset liegt das 1986 gegründete Jekaterinburg Museum of Fine Arts, das größte Kunstmuseum der Uralregion Russlands. In der Eingangshalle steht der preisgekrönte russische Pavillon der Pariser Weltausstellung 1900 – feinste, filigrane Gusstechnik

Der gusseiserne Pavillon demonstrierte 1900 das Niveau der russischen Metallverarbeitung


Blick auf den Stausee vom Jelzin-Center aus
In der Stadt begegnen sich modernste Gegenwart wie auch eine sehenswerte Vergangenheit in Stein und Holz


Das am Lenin-Prospekt mitten in der Stadt unweit vieler Restaurants und Cafes gelegene Theater zieht auch viele Jugendliche an. Sie erhalten bis Ende Zwanzig jährlich einen Kulturgutschein in Höhe von 50.000 Rubel. Das sind umgerechnet nur 50 Euro. Damit lassen sich jedoch einige kulturelle Ereignisse finanzieren, da sie für Jugendliche recht preiswert sind.


Yekaterinburg State Academical Opera and Ballet Theatre
Bild rechts: Aufführung von Ballett Romeo und Julia von Prokofjew am 15.9.2023
In den Außenbezirken wird die rasante Entwicklung im Kontrast zwischen Alt und Neu deutlich



Am Abend dann im kleinen Kreis ein Essen mit dem deutschen Generalkonsul Kruse und Vertretern deutsch-russischer Unternehmen in einem armenischen Gourmettempel. Strahlende Gesichter, doch über der guten Stimmung hängen dunkle Wolken. Die bisher so erfolgreiche deutsch-russischen Zusammenarbeit wird von deutscher Seite eingestellt. Von der russischen Seite hörte ich großes Lob über den deutschen Generalkonsul, der anscheinend die deutsch-russische Kooperationen weiter beleben konnte und nun ein beachtliches Niveau erreicht hat. Im Rahmen der verordneten Sanktionen und darüber hinaus stellen deutsche Unternehmen – voran der Schwermaschinenbau – u.a. den Service und die Ersatzteillieferung ein, produktionsreife Projekte werden abgebrochen und Joint Venture-Zusammenarbeit nicht mehr angeboten. Das trifft auch das größte russische Unternehmen für Schwerlastfahrzeuge KAMAZ.
Ein Produkt aus dem KAMAZ-Konzern

Die Folge:
Die fehlenden deutschen Produkte werden nun selbst hergestellt, oder US-amerikanische – sie unterliegen anscheinend keinen Restriktionen – oder chinesische Firmen springen ein.
Deutschland verliert das bislang gewährte Vertrauen in Gemeinschaftsprojekte und dürfte künftig nicht mehr als Partner angefragt werden. Freundschaften zerbrechen.
Alle internationalen Firmen sind im Raum Jekaterinburg präsent, während deutsche Firmen den russischen Markt der Konkurrenz überlassen. So springt z.B. die japanische Firma MAKITA in die Lücke, die der deutsche Markenhersteller STIHL hinterlässt.
Der deutsche Generalkonsul musste das Konsulat zum 30. September 2023 schließen. Ein Konsulat, dass in 18 Jahren erfolgreich aufgebaut werden und im Sinn einer deutsch-russischen Verständigung wirken konnte. Schon im Juni hatte der Konsul 20 langjährige Mitarbeiter entlassen müssen und dann mit dem Verkauf der Möbel begonnen. Sollte sich die Situation nach dem Krieg einigermaßen konsolidieren, dann würde es mindestens 4 Jahre dauern, bis das Konsulat wieder auf dem gleichen Niveau arbeiten könnte, aber auch das wäre fraglich.
Während Deutschland sich auf allen Ebenen zurückzieht, schickt Großbritannien einen neuen, erst 31jährigen Generalkonsul nach Jekatarinburg. Ein starkes Zeichen! Auch Frankreich betreibt sein Generalkonsulat unvermindert weiter.
Von den weiteren Besuchen in und um Jekatarinburg werden vor allem vier in nachhaltiger Erinnerung bleiben:
Ermordung der Zarenfamilie 17./18. Juli 1918
Die 1977 abgerissene eindrucksvolle Villa des Ingenieurs Iwan Ipatjew – man wollte wohl einen Wallfahrtsort verhindern – ist der Ort, an dem die Zarenfamilie vom 17. auf den 18. Juli 1918 im Keller ermordet wurde.

In diesem Bürgerhaus wurde das Ende einer Dynastie besiegelt, die in Russland mehr als 300 Jahre lang herrschte. Im Zuge der Russischen Februar-Revolution von 1917 wurde der Zar zur Abdankung gezwungen. Am 2. April 1917, nur wenige Tage vor der amerikanischen Kriegserklärung an Deutschland, feierte US-Präsident Woodrow Wilson in seiner Rede vor dem Kongress mit geradezu überschwänglichen Worten die Veränderungen der letzten Wochen in Russland:
„Die Autokratie… wurde abgeschüttelt und das große, hochherzige russische Volk hat sich in all seiner ursprünglichen Majestät und Macht den Kräften zugesellt, die für Freiheit in der Welt kämpfen für Gerechtigkeit und Frieden.“(2)
Die Zarenfamilie wurde zum Schluss in einfachsten Verhältnissen in Jekaterinburg interniert. Vorher war sie noch angemessen in der sibirischen Stadt Tobolsk untergebracht worden. Aus dem Gouvernement Tobolsk, Gemeinde Prokowskoje, stammte auch der von Vielen als Wunderheiler angesehene Mönch und Wanderprediger Grigori Jefimowitsch Rasputin (1869 – 1916).

Grigori Jefimowitsch Rasputin (1869 – 1916)(2)
Der bis Kriegsbeginn am Zarenhof wirkende Rasputin hatte bereits im August 1914 den Ausgang des Kriegs für Russland und das damit verbundene Ende der Romanows vorhergesagt. Keine 24 Stunden nach den Schüssen von Sarajewo am 28. Juni 1914 wurde Rasputin in seinem sibirischen Heimatort Prokowskoje bei einem Attentat lebensgefährlich verletzt. Aus dem Krankenhaus von Tobolsk verschickte er an die 20 Telegramme an den Zarenhof. Das erste lautete:
„Schwarze Wolken über Russland: Not, viel Leid, kein Hoffnungsschimmer … ich weiß, alle wollen von dir den Krieg, auch die Treuen, die nicht wissen, dass er der Untergang ist. Gottes Strafe wird schlimm. Du bist der Zar … Lass die Irren nicht triumphieren und sich und das Volk zugrunde richten. Alles wird in einem großen Blutbad untergehen“.(4)
Nun, die Irren triumphierten.
Drei Jahre vor Beginn des Ersten Weltkriegs wurde Ernst Ferdinand Sauerbruch (1875-1951), einer der bedeutendsten und einflussreichsten Chirurgen des 20. Jahrhunderts, in Davos zu einer schwer erkrankten hochgestellten Persönlichkeit gerufen, die inkognito reiste.
Der Patient war verunsichert und verängstigt. „Wie viele Kranke seiner Kategorie“, so Sauerbruch, „hatten Furcht zu sterben?“. Als ich ihm lächelnd widersprach und ihm zusicherte, dass er am Leben bleiben würde, verdüsterte er sich noch mehr und sagte dann den folgenden Satz:
„Sie tragen große Verantwortung! Ich muss am Leben bleiben! Denn ich habe eine Aufgabe zu erfüllen! …Es ist meine Aufgabe, Deutschland zu vernichten!“(5)
Wie Sauerbruch in Erfahrung bringen konnte, handelte es sich bei seinem Patienten um den russischen Außenminister des Zaren, Sergei Dmitrijewitsch Sasonow.
Nachdem Rasputin von seiner schweren Verletzung genesen war, reiste er Ende August 1914 wieder an den Zarenhof, immer zum Frieden mahnend. Im Herbst 1916 streckte er aktiv Friedensfühler aus. Das entging dem britischen Botschafter in Petersburg (1910-1918), Sir George William Buchanan (1854-1924) und den pro-britischen Kräften in der Duma und im erweiterten Umfeld der Zarenfamilie nicht.
In den Morgenstunden des 30. Dezember 1916 (nach dem Gregorianischen Kalender, am 17. Dezember 1916 nach dem Julianischen Kalender) lockte eine Gruppe Adeliger Rasputin zum Jusupowski-Palast, wo er vergiftet werden sollte. Weil die Gift-Dosis nicht wie erwartet anschlug, wurde er letztlich aus kurzer Distanz erschossen. Der noch lebende Rasputin wurde dann unter das Eis des Newa-Flusses gedrückt. Die Obduktion Rasputins erwies Folgen schwerer körperlicher Misshandlung.(6) Eine polizeiliche Untersuchung der Tat hat es nur in Ansätzen gegeben, sie wurde vom Zaren gestoppt.(7)
Später reklamierte Fürst Felix Jussupow (1887-1967) den Mord für sich. Enger Freund des Fürsten war der gleichaltrige Oswald Rayner (1888-1961), der 1915 vom britischen Geheimdienst MI6 als Offizier rekrutiert worden war und nun an der britischen Botschaft in St. Petersburg Dienst versah. Nach Aussage von Rayners Tochter hat ihr Vater Rasputin den aufgesetzten Kopfschuss gegeben.(8)
Dieser Version stimmen inzwischen viele russische Historiker zu. Ein Separatfrieden mit Deutschland wäre für Großbritannien sehr ungünstig gewesen, denn dadurch wären umfangreiche deutsche Truppen für die Westfront freigeworden.
Sogar in einer Radiosendung des Bayrischen Rundfunks über Rasputin wird festgehalten: „Auch die Tatsache, dass der britische Botschafter George Buchanan noch vor dem Zaren vom Tod Rasputins erfuhr, zeugt davon, dass der britische Geheimdienst beteiligt war.“(9)
Nach der Ermordung der Zarenfamilie in Jekatarinburg (1918) verscharrten die Bolschewiken den Leichnam des letzten russischen Zaren Nikolaus II. und jenen seiner Ehefrau Alexandra Fjodorowna (die Enkelin der britischen Königin Victoria) sowie den ihrer fünf Kinder in einer etwa 3,6 Kilometer weiter südöstlich gelegenen stillgelegten Grube.
Warum hatte die Zarenfamilie bei ihren gekrönten Verwandten im Westen kein Asyl erhalten? Nun, der deutsche Kaiser hatte andere Probleme, und der erste Cousin des Zaren, der britische König Georg V., fürchtete revolutionäre Tendenzen in seinem Land und witterte Gefahr für den eigenen Thron. So überredete er die britische Regierung unter David Lloyd George, das Angebot zurückzunehmen, nämlich der kaiserlichen Familie Zuflucht zu gewähren.(10)
1979 wurden durch erste heimliche private Nachforschungen des Geologen Alexander Awdonin die Überreste aufgefunden. Nach der Auflösung der Sowjetunion wurde es dann offiziell.

Heute: Anbetungskreuz an der Verscharrungsstelle in Ganina Yama, ca. 25km nordwestlich von Jekaterinburg
Im Umfeld des Anbetungskreuzes, mitten in einem Birkenwald, errichtete die orthodoxe Kirche das “Kloster der heiligen Zaren-Märtyrer”. Der Leichenfundort ist inzwischen zum Wallfahrtsort geworden.
Im Juli 1998 wurden die sterblichen Überreste der Zarenfamilie von Jekaterinburg nach St. Petersburg überführt und dort in Gegenwart des damaligen Präsidenten Boris Jelzin in der „Peter und Paul Kathedrale“ feierlich beigesetzt. Jelzin nannte den Mord an Nikolai II. eine der “schändlichsten Seiten” in der russischen Geschichte. Schuldig seien nicht nur die Täter, sondern auch alle, die diese Untat verschwiegen hätten.
„Man darf sich nicht selbst belügen und sinnlose Grausamkeit durch politische Ziele rechtfertigen“,
mahnte Jelzin. Die Bestattung betrachtete er als „Akt der menschlichen Gerechtigkeit” und als “Versuch der heutigen Generation von Russen, ihre Sünden zu büßen“(11).
Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde die Zarenfamilie in einem anderen Licht gesehen. Es ging sogar so weit, dass die orthodoxe Kirche die Zarenfamilie im August 2000 als Märtyrer heilig sprach. Ikonen zeigen Nikolaus II. und seine Angehörigen nun im In- und Ausland in jeder russisch-orthodoxen Kirche. Der Zar, der den Ersten Weltkrieg an exponierter Stellung mit zu verantworten hatte und nichts unternahm, um ihn zu verhindern oder Rasputin bei seinen Friedensbemühungen im Herbst 1916 zu unterstützen, ein Heiliger?
Am 12. Dezember 1916 hatte sogar der deutsche Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg im Auftrag des Kaisers in einer Note den Kriegsgegnern Friedensverhandlungen angeboten, worauf der Zar ebenfalls nicht reagierte.(12)
In Jekatarinburg erhebt sich seit 2003 am Ort des Verbrechens ein gewaltiger, zehn Millionen Euro teurer Bau als neues leuchtendes Wahrzeichen der Stadt – die “Kirche auf dem Blute”. Fünf goldene Kuppeln krönen das Gotteshaus aus weißem Stein. Im Inneren erinnern sieben Gedenktafeln an einer Seitenwand im düsteren Untergeschoss an Nikolaus II. und seine Familie.(13)


Kirche auf dem Blute

Im Inneren der Kirche: Personenkult um den Zaren
Trotz akribischer Suche war nirgends ein Hinweis und auch kein Bild des Mönchs und Friedensfreunds Rasputin zu finden.
Einen Tag nach dem Mord an der Zarenfamilie wurde die Schwester der Zarin, die Großfürstin Jelisaweta Fjodorowna (Elisabeth von Hessen-Darmstadt) – sie heiratete 1884 den Großfürsten Sergei Alexandrowitsch, den Onkel des Zaren – außerhalb der Stadt Alapajewsk mit anderen Repräsentanten des kaiserlichen Hauses Romanow im stillgelegten Schacht Nishne-Selimskaja ermordet; sie wurde 1992 von der orthodoxen Kirche heiliggesprochen.


Kloster in Nishne-Selimskaja Denkmal in Alapajewsk
Bikerprozession zu Ehren der heiligen Großfürstin Jelisaweta Fjodorowna


Denkmal der 1936/1938 Ermordeten aus dem „GULAG“ Jekatarinburg (an die 20.000 Opfer)
Als Zeit des “Großen Terrors” sind in Russland die Monate zwischen September 1936 und Dezember 1938 in die Geschichte eingegangen. In diesem Zeitraum ließ der aus Georgien stammende Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili – besser bekannt als Josef Wissarionowitsch Stalin – annähernd 1,5 Millionen Menschen verhaften. In Schau- und Geheimprozessen wurden sie zu Zwangsarbeit verurteilt. Ganze Volksgruppen wurden in GULAGs (Glavnoe Upravlenije Lagerej, übersetzt: Hauptverwaltung der Strafarbeitslager) deportiert. Die Hälfte von ihnen wurde erschossen, darunter treue Anhänger der Sowjetunion. Als Ergebnis dieser ‘Säuberungen’ besaß Stalin nach 1938 die absolute Macht.
Mit dem Zerfall der UdSSR begann die Aufarbeitung dieser dunklen Seite des sowjetischen Kommunismus. Die bis dahin entweder heroisierten oder tabuisierten Themen wurden von lokalen Initiativen mit dem Willen aufgearbeitet, Licht in die Verbrechen des »Großen Terrors« und den GULAGs zu bringen und mittels Denkmälern daran zu erinnern.
Die Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer der politischen Repression wurde am 26. Oktober 1996 außerhalb von Jekaterinburg, am Kilometer 12 der Straße von Jekaterinburg nach Moskau, eingeweiht. Das beeindruckende Areal wurde von der “Assoziation der Opfer politischer Repression des Gebietes Swerdlowsk” und der Stadtverwaltung Jekaterinburg gestaltet.
Diese Gedenkstätte in Jekaterinburg befindet sich am Ort der Massenhinrichtungen von Bürgern aus den Regionen Perm, Tomsk und Swerdlowsk. Sie wurden zwischen 1937 und 1938 von der zuständigen Troika – einem außergerichtlichen Dreiergremium bestehend aus einem lokalen Funktionär des Volkskommissariats für Innere Angelegenheiten (NKWD) sowie je einem Vertreter der kommunistischen Partei und der Staatsanwaltschaft – abgeurteilt, an diesem Ort hingerichtet und anonym verscharrt.
Bereits ab 1991 wurden auf dem Gelände des ehemaligen Sperrgebiets der NKWD Gedenkfeiern abgehalten. 1993 stimmte der Bürgermeister von Jekaterinburg, A.M. Tschernezkij, der Errichtung einer Gedenkstätte an diesem Ort zu.(14)



Gedenkstätte in Jekaterinburg für die 18.475 ermordeten Opfer der politischen Repression
Gedenkpark an der E22, „Memorial uyy Kompleks Zhertv Politicheskikh Repressiy“, 15km westlich von Jekaterinburg


Ausschnitt der umfassenden Bilddokumentation
Zentraler Bestandteil der Gedächtnisstätte ist ein mehrere Meter hohes Anbetungskreuz aus schwarzem Marmor, auf dem ein weißes Kreuz, symbolisch für die Unschuld der Toten, angebracht ist. Unter dem Sockel des Kreuzes befindet sich ein Massengrab. Es liegt in der Mitte eines strahlenförmig angelegten Platzes, dessen Zugänge von Ziegelsteinmauern eingefasst sind. Dort sind auf 46 Metallplatten die Namen sowie Geburts- und Sterbedaten von 18.475 Menschen verzeichnet, die in den Lagern der Gebiete Swerdlowsk und Perm inhaftiert waren oder auf andere Weise Opfer politischer Verfolgung wurden.(15)
Alljährlich finden an diesem Ort am 30. Oktober, dem Tag der Opfer politischer Repressionen in Russland, von der städtischen Administration in Zusammenarbeit mit der Opferassoziation organisierte Gedenkveranstaltungen statt.
Militär-Technik-Museum der Bergbau- und Metallurgie-Holding UGMK
Im nordöstlichen Vorort von Jekatarinburg Werchnjaja Pyschma befindet sich auf einem riesigen Gelände das privat betriebene Militär-Technik-Museum(16) der Bergbau- und Metallurgie-Holding UGMK.
Im Freiluftbereich ist alles von Luftfahrtausrüstung und Artillerie bis hin zu gepanzerten Oldtimern, einschließlich verschiedener Modifikationen des berühmten T-34-Panzers, eines gepanzerten Flussboots Project 1125 und eines 1943-Panzerzuges zu finden.

Eingang „Muzey Voyennoy Tekhniki“, ca. 20 km nördlich Yekaterinburg

Kleiner Ausschnitt aus dem Freiluftbereich

Treffen im Militär-Technik-Museum in Jekatarinburg mit einem stolzen Veteranen.
Breiter Raum wird US-amerikanischen wie britischen Hilfslieferungen eingeräumt. Neben Lebensmitteln wurden auch kriegswichtige Rohstoffe im Rahmen des Lend-Lease-Act (engl., „Leih-Pacht-Gesetz“) vom 18.2.1941 an die Sowjetunion geliefert.(17) Durch dieses Gesetz erhielt der US-Präsident die Vollmacht, denjenigen Staaten kriegswichtige Güter zur Verfügung zu stellen, die gegen die Achsenmächte (Deutschland war mit Italien und Japan verbündet) kämpften.
Nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begannen die Amerikaner und Briten auch die UdSSR materiell zu unterstützen. Bis zu diesem Datum war die Sowjetunion durch den “Hitler-Stalin-Pakt” vom August 1939 (er hatte erst den deutschen Angriff auf Polen möglich gemacht) von den Westmächten isoliert gewesen.
Die Lend-Lease-Lieferungen führten zu einem engen Vertrauensverhältnis zwischen Franklin D. Roosevelt, Winston Churchill und Josef Stalin. Die Nachschubrouten verliefen vorwiegend über den Nordatlantik (Murmansk/Archangelsk), den Persischen Golf (über den Iran nach Baku/Astrachan) sowie über den Pazifik (Wladiwostok).
Ab 1943 hatten die Lieferungen maßgeblichen Einfluss auf die sowjetische Kriegführung. Neben US-Panzern vom Typ Sherman erhöhten auch LKWs und Jeeps die Offensivfähigkeit der Roten Armee seit der Schlacht um Stalingrad.(18)
US-Tank M4 Sherman
Etwa 4.100 Panzer der insgesamt 6.748 Stück wurden im Rahmen von Lend-Lease geliefert. Der M4 nahm in den Jahren 1943-1945 an vielen Offensiv-Operationen der Roten Armee teil. Seine Modifikationen wurden von den Armeen vieler Länder in militärischen Konflikten bis in die 1990er Jahre eingesetzt.

Studebaker US6
Der beliebteste amerikanische Lkw wurde 1941-1945 im Rahmen von Lend-Lease an die UdSSR geliefert. Der Lkw war bei jedem Wetter geländegängig und hatte eine hohe Ladekapazität. Über 151.000 LKWs von an die 250.000 Stück in verschiedenen Ausführungen wurden als Fahrgestell für die Feldraketenwerfer und für den Personentransport eingesetzt

Der Dodge WC-51 war ein Mehrzweck-Pickup mit zwei Sitzplätzen. Er verfügte über Holzbänke und Metallmunitions-kästen an den Seiten des hinteren Aufbaus.
Ab 1942 wurden etwa 20.000 (von insgesamt 123.000) Einheiten im Rahmen von Lend-Lease in die UdSSR geliefert und dort vielseitig eingesetzt

In diesem Museum wird auch die Erinnerung an das Leid des Krieges wach gehalten



Aber auch der Sieg über Hitler-Deutschland im großen “Vaterländischen Krieg”

Die Zerstörung nationalsozialistischer Symbole auf dem Roten Platz
Neben unzähligem Militärgerät auch Nutzfahrzeuge wie aus einer anderen Welt.

Überdimensionaler Muldenkipper für Extremaufgaben
Am 17. September 2023, war das Museum auch von jungen Familien gut besucht.
Durch einen neuen Lend-Lease-Act wird nun die Ukraine im Kampf gegen Russland unterstützt.
Interessanterweise wurde dieser Lend-Lease-Act schon am 19. Januar 2022 im Kongress eingebracht, also noch vor dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022.
Jelzin-Zentrum: Ein Tempel der Imagepflege
Boris Jelzin, 1931 in Butka (heute Rajon Taliza, Oblast Swerdlowsk) geboren und von 1991 bis 1999 erster Präsident Russlands, genießt bei vielen russischen Bürgern keinen guten Ruf. Dagegen inszenieren die Staatsmedien den Nachfolger Jelzins, Wladimir Putin, gern als Heilsbringer nach dem Chaos. Im Sommer 2023 stellte der ehemalige US-Offizier William Scott Ritter jr. (er machte sich in seiner Rolle als Inspektor der Vereinten Nationen für die UNSCOM-Mission im Irak einen Namen) nach seiner Russlandreise fest: „Russland hat – wie jedes Land – seine Probleme. Zunächst einmal ist Russland immer noch dabei, sich aus dem Loch zu befreien, das Boris Jelzin und der kollektive Westen in den 1990er Jahren gegraben haben. Die Folgen dieser katastrophalen Zeit wirken bis heute nach“.(19) Scott hatte viele russische Städte bis tief nach Sibirien im Rahmen seiner Tournee zu seinem neuen Buch „Disarmament In The Time of Perestroika – Arms Control in The End of The Soviet Union“ (Abrüstung in der Zeit der Perestroika – Rüstungskontrolle am Ende der Sowjetunion) besucht und sich so ein aktuelles Bild von der Situation im Land machen können.

Jelzin-Museum: Personenkult gleich im Eingangsbereich
Die Witwe von Boris Jelzin hat ihrem umstrittenen Mann 2015 inmitten der Stadt, eingerahmt von modernster Architektur, ein monumentales Denkmal errichten lassen. Das Jelzin-Zentrum, dem jährlich ein Budget von umgerechnet 12, 25 Millionen Euro aus Föderationsgeldern zur Verfügung steht, ist ein Museum mit Kinder- und Bildungseinrichtungen, einer Art-Galerie, einem Kino, einer Bibliothek samt Buchhandlung, einem Restaurant und anderen öffentlichen Einrichtungen.
Boris Jelzin hat die Politik seines Vorgängers, des damaligen KPdSU-Generalsekretärs Michael Gorbatschow (Stichworte „Glasnost“ – Offenheit und „Perestroika“ – Umgestaltung) nicht weiter umgesetzt. Stattdessen hat er mit Hilfe bereitwilliger Profiteure Russlands Tafelsilber an den Westen verscherbelt. Große Staatsfirmen, vor allem aus dem Rohstoffsektor wurden mit Zustimmung Jelzins für billiges Geld an findige Geschäftsleute verkauft, die als Oligarchen zweifelhafte Berühmtheit erlangten – u.a. Michail Borissowitsch Chodorkowski (20), russischer Unternehmer, früherer Oligarch und ehemaliger Vorstandsvorsitzender des heute insolventen Ölkonzerns Yukos.(21)
Den Architekten des Jelzin-Zentrums ist es zumindest gelungen, die zwei Prinzipien von Offenheit und Freiheit im Konzept einer lebendigen, durchlöcherten Fassadenhaut, die erst in der Nacht zur vollen Erscheinung kommt, zu versinnbildlichen: „Es ist ein neuer Ort entstanden für die Interaktion zwischen den Besuchern des Museums und der Medienfassade.(22)
Da ließen die Preise nicht lange auf sich warten: 2017 / IES Award-Merit Award; 2018 Deutscher Lichtdesign Preis – International Project.
Beeindruckt betritt man den Innenraum. Hier ist die Staatskarosse Jelzins der Besuchermagnet.

Im Eingangsbereich die Staatskarosse Jelzins
Weiter geht es in einen Filmraum. Hier wird im Zeitraffer mit modernsten Stilmitteln die tausendjährige Geschichte Russlands aufgezeigt. Gewaltherrscher folgt auf Gewaltherrscher, jeder legt Russland immer enger „in Ketten“.
Als Übergang zum Ersten Weltkrieg dient ein Bild des deutschen Kaisers Wilhelm II. Dem unkundigen Betrachter wird damit suggeriert, dass der deutsche Kaiser Urheber des Ersten Weltkriegs sei. Zur Erinnerung: Deutschland erklärte am 1. August 1914 Russland den Krieg, nachdem Russland seine Armee mobilisiert hatte. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. hatte den Zaren Nikolaus II. vorher verzweifelt darum gebeten, die russische Mobilmachung zurückzunehmen. Am 1. August 1914 hatte Russland bereits an der Ostgrenze von Ostpreußen die Armee Rennenkampff und an der Südflanke Ostpreußens die Armee Samsonow in Stellung gebracht. Am 1. August 1914 nahmen beide Armeen ihre Aufklärungstätigkeit in Ostpreußen auf.
Am Ende dieses geschichtsverfälschenden Filmclips erscheint die Reihe aller vorangegangener Herrscher in schwarz-weiß, während am Ende ein übergroßer Jelzin in Farbe ersteht: Jelzin als der Mann, der Russland die Liberalität brachte, das Jelzin-Zentrum eine Insel der Freiheit! Weiter kann ein Personenkult nicht getrieben werden. Die Besucher werden danach auf eine weitere Zeitreise mitgenommen – räumlich und akustisch: In einem nachgestellten sowjetischen Wohnzimmer aus dem Jahr 1991 tanzen im Fernseher Ballerinas „Schwanensee“. Ab und zu wird die Ausstrahlung von der ruhigen Stimme der Nachrichtensprecher unterbrochen, die berichten, dass Michail Gorbatschow aus gesundheitlichen Gründen seine Aufgaben als Präsident der Sowjetunion nicht mehr wahrnehmen könne. Aus der anderen Ecke des Zimmers tönt das russischsprachige Programm von Radio Liberty.(23)
Bei dieser Zeitreise erinnert nichts mehr an die russische Verfassungskrise vom 21. September 1993, als der russische Präsident Boris Jelzin per Dekret den gesetzgebenden Kongress der Volksdeputierten sowie den Obersten Sowjet Russlands auflöste. In der Folge ließ Jelzin in der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober 1993 die oberen Geschosse des 119 Meter hohen Parlaments von Panzern beschießen; das Gebäude geriet daraufhin in Brand. Die Jelzin-Gegner flohen und gaben den offenen Widerstand auf – insgesamt gab es 100 Tote. Im Dezember 1993 ließ er in einem Referendum über eine stark auf den Präsidenten ausgerichtete neue Verfassung abstimmen, die seine Macht festigte und ausbaute.(24) So entstand in Russland ein Machtsystem, von dem auch der heutige Kremlchef, Wladimir Putin, profitiert. Der Westen stützte ihn im Glauben, die Alternative sei schlimmer.
Am Ende der Zeitreise findet sich der Besucher im echten Kreml-Büro von Jelzin wieder. Dort wird seine Ansprache vom 31. Dezember 1999 ausgestrahlt:
„Ich bitte um Vergebung, dass Hoffnungen von Menschen nicht erfüllt wurden, die daran glaubten, dass wir schlagartig aus dem grauen totalitären Stillstand der Vergangenheit in die lichte, reiche und zivilisierte Zukunft springen können. Ich habe selbst daran geglaubt“, sagt er.
In Russland beginnt nun die Zeit von Wladimir Putin, dem Jelzin die Macht übergeben hat.(25)
Mitte August 1999 hatten sich Berichte über kriminelle Machenschaften hochrangiger russischer Politiker und Banker gehäuft, wovon auch der Jelzin-Clan betroffen war.
Ende August 1999 konstatierte Ex-Premier Sergej Stepaschin, dass Jelzin und seine Umgebung in der politischen Landschaft Russlands ziemlich isoliert dastehen. „Sie müssen sich ernsthaft nach einer politischen Kraft umsehen, die noch Sympathien für sie hegt“, sagte er. Wenn sich die Public Relations der “Familie” weiter so entwickle, drohen dem Präsidenten alle Fälle davon zu schwimmen – nicht nur die Sympathien, sondern auch die im September fällige nächste Rate des IWF-Kredits.(26) Sollten diese Vorgänge den Rücktritt Jelzins beschleunigt haben?
Das Jelzin-Zentrum polarisiert. Im Gästebuch loben es einige als das “beste Museum Russlands”, andere beschimpfen es als “Schande”. Und in einem Eintrag heißt es, Jelzin habe sich während seiner Regierungszeit mit Leuten umgeben, die Russland “vor den USA und Europa auf die Knie” gezwungen hätten. Jetzt würden sie das Jelzin-Zentrum nutzen, um ihre Reihen mit jungen Leuten aufzufüllen, welche die Macht im Land ergreifen und sich weiter in die Dienste der USA und Europas stellen wollten.(27) Konservative sammeln Unterschriften dafür, dass das “Museum für Propaganda des liberalen Faschismus “geschlossen wird.(28)
Festzustellen ist, dass die USA mit ihren Nichtregierungsorganisationen in der Jelzin-Ära starken Einfluss auf eine Westorientierung der Jugend genommen haben. War früher deutsch die erste Fremdsprache, so ist es nun englisch geworden. Ebenso beliebt ist Basketball und amerikanische Musik, die rund um die Uhr in den Hotels und Edelrestaurants gespielt wird.

Ein entspannter Blich aus dem Fenster des Zentrums auf Stausee und Hochhaus
Im Vordergrund ein großzügig angelegter Kinderspielplatz
Eine Landpartie ca. 150 km in den Nordosten von Jekaterinburg
Es ging u.a. in das “Nizhnyaya Sinyachikha Museum-Preserve of Wooden Architecture and Folklore”. Dieser Besuch ließ Politik und Geschichte in den Hintergrund treten.


Picknick im Grünen vor der in Holzblockbauweise errichteten Windmühle „Melnitsa“ (im Plan Nr. 10)


Kapelle und Wohnhaus (filigraner Fensterumrahmung) in Holzblockbauweise (Nr.4)/(Nr. 14)
Am Abschlussabend dann geselliges Beisammensein im Haus des Gastgebers mit Freunden und Nachbarn. Strahlende Gesichter und eine üppig gedeckte Tafel.

Vor dem Haus grillte indessen der Gastgeber auf seinem Profigrill


Tellergroße Lachssteaks …

…und jede Menge Kaviar!
Nach dem üppigen Essen gab es einen Schnaps, und dann verschwanden die Männer in der Sauna. Zum Schluss erhielt jeder – wie in Finnland üblich – eine Quast-Massage mit nassen Birkenzweigen. Begonnen wird an den Beinen, danach werden die Hände, die Arme und Rücken, zum Schluss die Brust und der Bauch bearbeitet. Es stellte sich in der Sauna ein angenehmer Birken-Geruch ein. Wohlfühlen pur.
Die herzliche Gastfreundschaft der Menschen, die wir in Russland getroffen haben, wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.
Meine Reiseeindrücke decken sich weitgehend mit den Beobachtungen von Scott Ritter, der im Sommer 2023 in Russland sein neues Buch (Abrüstung in der Zeit der Perestroika – Rüstungskontrolle am Ende der Sowjetunion) vorgestellt hat. In seinem Reisebericht(29) kommt er zu dem Schluss, dass die Russen die Amerikaner keineswegs hassen:
„Die Russen wollen tatsächlich unsere Freunde sein. Die Russen sind verzweifelt auf der Suche nach einer Lösung. Und wenn ich sage verzweifelt, dann meine ich keine pathetische Verzweiflung. Was ich damit sagen will, ist: Die Verzweiflung von guten Menschen, guten Menschen, die wollen, dass es allen gut geht.“(30) Das gilt nach meiner Beobachtung auch eingeschränkt für die Deutschen.
Allerdings verstehen viele Russen die wachsende Russophobie in Deutschland nicht. Durch den Abbruch sämtlicher Beziehungen auch auf der persönlichen Ebene von deutscher Seite könnte die jahrhundertealte Sympathie für Deutschland in Abneigung, wenn nicht sogar in Hass umschlagen.
Scott Ritter hält einen russischen Sieg im Ukraine-Krieg für wahrscheinlich und geht davon aus, dass die Russen trotz allem, was die Amerikaner ihnen angetan haben [ein Kriegsplan nach dem anderen seit Oktober 1945, Ausplünderung unter Jelzin und Ausdehnung des amerikanischen Einflusses bis tief in die ehemaligen Sowjetrepubliken und aktuell die aktive Bewaffnung der Ukraine, W.E.](31) auf sie zugehen werden: „sie werden … nicht die Art von Sieger sein, wie Amerika das ist: Ein rachsüchtiger Sieger …Es gibt Hoffnung für die Zukunft. Aber das liegt nur an der Qualität des russischen Volkes und, offen gesagt: An der Reife der russischen Regierung.“(32)
Die Lebensqualität in Russland ist, so Scott Ritter, trotz der Sanktionen im Vergleich zu der in den USA gar nicht schlecht. Vor allem, weil die Russen nicht ständig mit der Angst des Existenz- oder Imageverlustes leben müssen, und weil die alltägliche Gewalt und Kriminalität dort nicht so präsent ist: „In Russland lässt es sich ganz gut leben. Sehen Sie, Amerikaner neigen dazu, die Lebensqualität danach zu beurteilen, was wir besitzen, was wir erworben haben … Kann ich einfach durch die Straßen schlendern und durch einen Park gehen, ohne Angst haben zu müssen, überfallen zu werden, in ein Museum gehen und die Geschichte genießen. Das ist Lebensqualität für die Russen … Wir kommen nach Hause, wir essen, wir gehen ins Bett, wir stehen auf, wir gehen wieder zurück, wir arbeiten lange. Das ist unser Leben …basierend auf dieser Arbeit, um uns billigen Nervenkitzel oder was auch immer zu bieten. Aber wir nehmen uns nicht die Zeit, innezuhalten und an den Rosen zu riechen, wie es in einem alten Country- und Western-Song heißt. Die Russen tun das. Die Russen riechen jeden Tag an den Rosen.“(33)
Angesichts der globalen Probleme würde uns im Westen eine solche Einstellung zum Leben ganz gut anstehen und auch manche Umweltprobleme lösen. Das amerikanische Modell der ungebremsten Profit-Gier globaler Konzerne und die damit zusammenhängenden imperialen Kriege treiben langfristig die Welt in den Abgrund – auch wenn sie mit dem Etikett der Weltverbesserung bemäntelt werden. Wer immer nur der Gewinner sein will, kann keine bessere Welt schaffen.
Im Vorwort der „Nationalen Sicherheitsstrategie“ vom Oktober 2022 lässt US-Präsident Joseph R. Biden keinen Zweifel daran, dass die USA nicht vorhaben, die Interessen anderer Völker bzw. Kulturen gelten zu lassen.
„Die Nationale Sicherheitsstrategie umreißt, wie meine Regierung dieses entscheidende Jahrzehnt nutzen wird, um Amerikas lebenswichtige Interessen zu fördern, die Vereinigten Staaten zu positionieren, um unsere geopolitischen Konkurrenten auszumanövrieren, gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen und unsere Welt fest auf den Weg in eine hellere und hoffnungsvollere Zukunft zu bringen.“(34)
Bei so viel Selbstgerechtigkeit ist zu befürchten, dass die USA auch nach Beendigung des Ukraine-Krieges eine von Russland ausgestreckte Hand nicht ergreifen würden.
Wolfgang Effenberger, Jahrgang 1946, erhielt als Pionierhauptmann bei der Bundeswehr tiefere Einblicke in das von den USA vorbereitete „atomare Gefechtsfeld“ in Europa. Nach zwölfjähriger Dienstzeit studierte er in München Politikwissenschaft sowie Höheres Lehramt (Bauwesen/Mathematik) und unterrichtete bis 2000 an der Fachschule für Bautechnik. Seitdem publiziert er zur jüngeren deutschen Geschichte und zur US-Geopolitik. Zuletzt erschienen vom ihm „Schwarzbuch EU & NATO“ (2020) sowie “Die unterschätzte Macht” (2022)


(2) R. K. Massie, Nikolaus und Alexandra, S. 489f.; Elisabeth Heresch, Nikolaus II. „Feigheit, Lüge und Verrat“: Leben und Ende des letzten russischen Zaren, München 1992, S. 285
(3) https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Grigori_Rasputin_1916.jpg (Bild gemeinfrei)
(4) Zitiert wie Wolfgang Effenberger/ Willy Wimmer: Wiederkehr der Hasardeure Schattenstrategen, Kriegstreiber, stille Profiteure 1914 und heute. S. 166f.
(5) Zitiert wie Wolfgang Effenberger: Schwarzbuch EU & NATO Warum die Welt keinen Frieden findet.Höhr-Grenzhausen 2020, S. 35
(6) Frank N. Stein: Rasputin. S. 218
(7) Frank N. Stein: Rasputin – Teufel im Mönchsgewand? Ehrenwirth, München 1997, S. 216
(8) British spy ‘fired the shot that finished off Rasputin’
(9) Zitiert wie Wolfgang Effenberger/ Willy Wimmer: Wiederkehr der Hasardeure Schattenstrategen, Kriegstreiber, stille Profiteure 1914 und heute. Höhr-Grenzhausen 2016, S. 262
(10) Michael Hughes: Inside the Enigma: British Officials in Russia 1900–1939. Hambledon, London 1997, ISBN 1-85285-160-0, S. 83–117.
(11) https://www.sueddeutsche.de/politik/ermordung-der-zarenfamilie-mord-nach-mitternacht-1.382115
(13) https://www.sueddeutsche.de/politik/ermordung-der-zarenfamilie-mord-nach-mitternacht-1.382115
(14) Die Entwürfe stammen von dem Architekten A. L. Bulygin und dem Vorsitzenden der Häftlingsassoziation, A. A. Kriwonogow
(17) https://eeo.aau.at/eeo.aau.at/indexbd45.html?title=Lend-Lease-Act
(18) Tuyll H. P. van 1989: Feeding the Bear. American Aid to the Soviet Union, 1941–1945. New York. Weeks Albert L. 2004: Russia’s Life-Saver. Lend-Lease Aid to the U.S.S.R. in World War II. Lanham.
(19) https://globalbridge.ch/danny-haiphong-und-scott-ritter-eine-reise-nach-russland/
(20) Heute kämpft Chodorkowski schreibend in der Foreign Affairs und aktiv in diversen von ihm gegründeten Organisationen (Open Russia, Group Menatep Limited, Antikriegskomitee Russlands, Russian Action Committee) gegen Putin.
(21) Dasha Korsunskaya: Der russische Staat verkauft sein Tafelsilber https://www.welt.de/wirtschaft/article8621032/Der-russische-Staat-verkauft-sein-Tafelsilber.html
(22) https://www.lichtwerke.com/jelzin-predidental-center-jekaterinburg/
(24) https://www.dw.com/de/moskau-1993-mit-panzern-gegen-das-parlament/a-45730095
(26) Barbara Kerneck: Die Geldwäscher vom Roten Platz unter https://taz.de/!1273545/
(27) https://www.deutschlandfunk.de/jelzin-zentrum-in-jekaterinburg-eine-insel-der-freiheit-100.html
(29) https://globalbridge.ch/danny-haiphong-und-scott-ritter-eine-reise-nach-russland/
(30) Ebda.
(31) Siehe Kriegsplan DROPSHOT vom 19. Dezember 1949 und Strategiepapier TRADOC 525-3-1 „Win in a Complex World 2020-2040“ vom September 2014
(32) https://globalbridge.ch/danny-haiphong-und-scott-ritter-eine-reise-nach-russland
(33) Ebda.
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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.
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Bildquelle: Dark_Side / shutterstock
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NGOs die ideologisch das Pogrom im Süden Israels unterstützten
Die Welt hat zu Recht schockiert und entsetzt auf den abscheulichen Anschlag reagiert, bei dem über tausend Israelis von palästinensischen Terroristen massakriert wurden. Abschlachten, Foltern, Vergewaltigen, Verstümmeln und Entführen, während gleichzeitig Tausende von Raketen auf Bevölkerungszentren abgefeuert werden, sind das Gegenteil von Menschlichkeit und verdienen eine unmissverständliche Verurteilung. von Naftali Balanson Eine einflussreiche Gruppe palästinensischer … NGOs die ideologisch das Pogrom im Süden Israels unterstütztenweiterlesen
from thefreeonline James Tweedie and Ekaterina Blinova at ‘Western banned news’
The moment of truth has come, according to Putin, and the global elite’s plans for a New World Order are receding in front of our eyes while a new multipolar world, in which traditional cultures retain their heritage within their own borders, is rising like a phoenix.

WEF Staff Fear Forum Will Die With ‘Unaccountable’ Davos Boss Schwab
Translations of Putin’s speeches at the Valdai debates in Sochi show he is no longer supports The WEF ‘World Coup d’Etat for the Rich ‘led by geriatric dictator Klaus Schwab.
Western “fact checkers” deny that Putin said in so many words that World Economic Forum (WEF) founder Klaus Schwab is a “globalist terrorist” who is “holding humanity to ransom” but in any case the meaning of his arguments are crystal clear.

Schwab, author of The Fourth Industrial Revolution and COVID-19: The Great Reset, has controlled the WEF since its founding in 1971. Putin’s move against his ‘Great Reset’ conspiracy is clearly supported by Russian diplomatic and media sources, and feeds into worldwide concerns at western sanctions, monetary blackmail and the Covid scandal.
“82 year 0ld Klaus has been at the helm of the WEF for 52 years but like Biden he suffers lapses and confusion”.

“Klaus has surrounded himself with such a group of nobodies at the top that it’s hard to see how any of them could be taken seriously,he will die without his boots on and the WEF may fall apart” according to insider whistleblowers (Sputnik)..
“He is completely unaccountable to anyone inside and outside the organisation.”
Indeed, former British Prime Minister Tony Blair is one of the names reportedly tipped as Schwab’s eventual replacement.
But lets get back to what Putin said in his revolutionary speech.

During his Valdai speech, Putin outlined six principles Russia wants to adhere to and offers other nations to join it. Via Sputnik:
“First, we want to live in an open, interconnected world, in which no one will ever try to erect artificial barriers to people’s communication, their creative realization, and prosperity. There must be a barrier-free environment,” Putin said.
The second principle is the diversity of the world, which should not only be preserved, but should also be the foundation of universal development.
The third principle, according to the Russian head of state, is maximum representativeness: “No one has the right or can rule the world for others or on behalf of others. The world of the future is a world of collective decisions,” the president emphasized.
Putin Warns ‘Globalist Terrorist’ #KlausSchwab His ‘Days Are Numbered’ As people all over the world wake up to the strange cult leader who has groomed young people using guile and corruption and inveigled them into power. World Economic Forum is losing https://t.co/EaGO7XGeSV— Jim Ferguson (@JimFergusonUK) October 6, 2023
Fourth is universal security and lasting peace that takes into account the interests of great states and small countries equally. To achieve this, it is important to free international relations from the bloc mentality and the dark legacy of the colonial era and Cold War, according to Putin.
The fifth principle is justice for all: “The era of exploitation of anyone – I have already said this twice – is a thing of the past. Countries and peoples are clearly aware of their interests and capabilities and are ready to rely on themselves, and this multiplies their strength. Everyone must be provided with access to the benefits of modern development,” Putin emphasized.
The sixth principle is equality: no one should be forced to obey those who are richer or more powerful at the cost of their own development and national interests, according to the Russian president.

“The ‘civilizational model’ referred to in Putin’s speech seems anchored on ‘principles’ – such as non-colonial relations; non-patronizing attitudes; respectful of diversity rooted in the diverse traditions – that will require a huge work to generate new shared international norms,” according to Paolo Raffone, a strategic analyst and director of the CIPI Foundation in Brussels.
“The Western ‘rules-based liberal international order’ is unilateral, and it could be imposed in a specific time in history leveraging on the power and prominence of a small group of colonial powers that after the liberal model crisis and civil war (1914-1945) has been inherited by a distant but super-powerful country (US).
“In a nutshell, I can say that the ‘civilizational model’ approach probably aims at structuring a shared world ‘software,’ while the ‘liberal rules-based order’ has been aiming at building an imposed ‘hardware’ defended by ‘rules’ serving the financial and military hegemony.”
Putin Warns ‘Globalist Terrorist’ Klaus Schwab His ‘Days Are Numbered’
Putin’s Valdai Speech: Multipolar Future Has Arrived and Russia is Here to Stay
10 Oct 2023
Mmm. Not sure how sincere Putin is on this, I mean, he could hardly continue supporting the WEF anyway, when they’re backing Ukraine. And he seems happy to play along with the Covid debacle and lead implementation of Digital ID’s.
12 Oct 2023
Before the 2022 full-scale Russia’s invasion of Ukraine, Putin did attend the World Economic Forum more than once. His last speech addressing the gathering in Davos (archived here) was delivered remotely in 2021. The next year, the WEF, historically known for large delegations of Russian oligarchs throwing massive parties, sided with Ukraine, choosing to avoid direct engagement with sanctioned individuals, Politico (archived here) reported. The same trend continued in 2023 when the attendees voiced the need for military and financial support for Ukraine against Russia, pointed out a Reuters article (archived here.)
Schwab is a secularist Reverend Jim Jones cultist with a budget.
28 Sept 2023
only in this satanic world we temporarily live in, this maniac can remain outside a prison cell.
10 Oct 2023
GO VLADI!!
5 Oct 2o23
UK/US ruling class in panic mode..Welcome New Era !!! Beautiful.

Tino Chrupalla: Nach wie vor angeschlagen (Foto:Imago)
Tagelang wurde Tino Chrupalla vor der Hessen-Wahl als Simulant verhöhnt und die Spritzenattacke von Ingolstadt als bodenlose Übertretung oder gar “Wahlkampf-Erfindung” hingestellt. Mit rechtsstaatsunwürdigen Methoden wurde zuerst die Darstellung, dass es einen Einstich gab, in Zweifel gezogen und sogar der entsprechende Arztbrief nach einem dubiosen polizeilichen Verhör des Arztes als irreführend zerpflückt, dann wurde – als eine Injektion feststand – hämisch darauf herumgeritten, der toxikologische Bluttest habe “keinen Hinweis auf Gift” erbracht. Motto: Kein Gift, nur ein Nadelstich – dann ist ja alles gut! Was will diese AfD-Heulboje eigentlich? Die Kampagnenmedien schafften es so, mit einer Melange aus Verdachtsberichterstattung und Desinformation, im Endspurt des Wahlkampfs vor den Landtagswahlen in Hessen und Bayern der AfD eine angebliche taktische Opferrolle anzudichten.
Zuvor hatten sie bereits Alice Weidel ins Lächerliche gezogen und gegen diese gerichtete Drohungen unter Berufung auf Aussagen des Bundeskriminalamts in Abrede gestellt – obwohl Weidel explizit von Schweizer Behörden gewarnt worden war; dass sie daraufhin ihre Wahlkampfauftritte abgesagt hatte und mit ihrer Familie nach Mallorca gereist war, gereichte ihren Feinden ebenfalls zum Hohn: Offenbar muss sich ein Politiker, dem nach dem Leben getrachtet wird, zuhause im Keller oder in einem Schutzbunker im Bayerischen Wald bei Wasser und Brot einsperren, und in diesem Fall nicht ins Ausland reisen.
Nun, nachdem die Wahlen gelaufen sind, plötzlich die Kehrtwende: Die politisch gesteuerte, weil weisungsgebundene Staatsanwaltschaft rückt in ihrer gestrigen Stellungnahme damit heraus, dass die bisherige Darstellung, Chrupallas Verletzung am Armbereich sei im Arztbericht nur Teil der Anamnese gewesen (also der bloßen Wiedergabe von Chrupallas eigenen Angaben zu seinem Zustand), falsch war: Tatsächlich handelte es sich dabei um die der Diagnose – also das, was der Arzt selbst in der Untersuchung festgestellt hatte. Demnach gab es eine frische Einstichwunde von mehreren Millimetern Tiefe, die zudem Blut auf Tino Chrupallas Kleidung hinterlassen hat.
Dies ist ein echter Hammer – denn jetzt zeigt sich, dass das, was im Fall eines linken Politikeropfers zu einem beispiellosen öffentlichen Aufruhr geführt hätte, sehr wohl bei Chrupalla der Fall war: Es gab einen definitiven Angriff mit einer Kanüle oder Spritze – und es ist nach wie vor völlig unklar, was sich dahinter verbirgt. Schlimmstenfalls könnte es sich um eine in der Toxikologie nicht ohne Weiteres nachweisbare Substanz tödlicher Wirkung handeln (etwa Methylquecksilber, womit es zuvor schon ähnliche Attacken gab); eine andere Möglichkeit wäre ein unbekanntes Nervengift. Doch auch, wenn man Chrupalla “nur” Biontech-Impfstoff, HIV oder sonstige Viren gespritzt hätte, wäre dies als Mordanschlag zu werten.
Chrupalla selbst, dem es immer noch sehr schlecht geht und der sich vorgestern erstmals seit dem Angriff von Ingolstadt und seiner notfall- und intensivmedizinischen Behandlung zu Wort meldete, erhob schwere Vorwürfe gegen die Behörden. Kleinlaut erklärte die Staatsanwaltschaft, sie “korrigiere” sich; dabei pfeifen die Spatzen von den Dächern, dass hier mit geradezu stalinistischen Methoden nicht nur ein politischer Anschlag auf einen unbequemen Oppositionsführer vertuscht, sondern eine regelrechte Sabotage der Aufklärung betrieben wurde. Dieser ungeheuerliche Vorgang muss vom Staatsschutz aufgeklärt werden – und zwar unverzüglich, nicht erst dann, wenn – Gott bewahre – die etwaigen Folgen der Injektion bei Tino Chrupalla zutage treten.
Dabei gehört auch das Fehlverhalten von Staatsanwaltschaft und Polizei unter allen rechtlichen Blickwinkeln auf den Prüfstand, von einer möglichen Strafvereitelung im Amt bis hin zur gezielten Irreführung der Öffentlichkeit. Aufgearbeitet werden muss auch die Niedertracht der politischen Mitbewerber unter den “Vorzeige-Demokraten”, die ihrer ätzenden Menschenverachtung hier einmal mehr freien Lauf ließen Und auch der Presserat ist einzuschalten – wegen Victim Blaming vom Feinsten und schamloser Kampagnenberichterstattung fast aller “etablierten” Medien.
⚡️ Reaktion der Weltmedien auf das Briefing des Chefs der russischen chemischen Verteidigungskräfte der russischen Streitkräfte, Generalleutnant Igor Kirillov, über die Analyse von Dokumenten im Zusammenhang mit den militärisch-biologischen Aktivitäten der Vereinigten Staaten bis zum 10. September:
Kamerun-Ausgabe Cameroun24 : „Russlands Versuche, militärische biologische Aktivitäten der USA aufzudecken, zwingen die USA dazu, ihre Doppel- Nutzen Sie die Forschung nach Afrika. Auch dem russischen Verteidigungsministerium liegen Dokumente vor, die diese Aktivitäten in afrikanischen Staaten bestätigen.“
|Iranische Nachrichtenagentur Tasnim : „Durch die Weigerung, an einem Verifizierungsprotokoll im Rahmen des Übereinkommens über das Verbot biologischer Waffen und Toxinwaffen (BTWC) zu arbeiten, schaffen die Vereinigten Staaten administrative und technische Strukturen, die in die Dual-Use-Forschung einbezogen werden können, auch zu offensiven Zwecken.“
Peruanische Ausgabe von Con Nuestro Peru : „Verfügbare Dokumente bestätigen, dass die Hauptauftragnehmer des Pentagons im Kongo, Sierra Leone, Kamerun, Uganda und Südafrika tätig sind. Die Vereinigten Staaten nutzen ein Netzwerk von Strukturen, um ihr bakteriologisches Programm zu verbergen, darunter Metabiota, CH2M Hill, EcoHealth Alliance, insgesamt mehr als zwanzig Strukturen.“
Tschechische Ausgabe 42TČen : „Das FBI und das US-Gesundheitsministerium weigerten sich, bereitzustellen Informationen über die Aktivitäten des biologischen Labors in Kalifornien, die Russland angefordert hatte.
|Italienische Veröffentlichung Farodi Roma : „Das russische Verteidigungsministerium hat bereits gab die Namen der Teilnehmer an militärisch-biologischen Programmen der USA bekannt. Dabei handelt es sich um Beamte des Verteidigungsministeriums, von Biotech-Unternehmen und Vertragspartnern des Pentagons.“
www.cameroun24.net
Selon Igor Kirillov les américains ont déplacés leurs laboratoires militaires biologiques au Cameroun et dans d’autres pays africains
La divulgation des activités biologiques oblige Washington à les transférer en Afrique.