Von Jens Woitas

Die Krise ist da – und bleibt (Symbolbild:Imago)
Der politische Stimmungswandel, wie er sich etwa durch die jüngsten Meinungsumfragen, den AfD-Erfolg bei der Landratswahl im Kreis Sonneberg und die Demonstration gegen das Heizungsgesetz in Erding zeigt, bestätigt eine ihrem Ursprung nach eher „linke“ These: Es sind letzten Endes doch ökonomische Themen, die ein wirkliches Ausgreifen der Opposition in die politische Mitte erst möglich machen. Der Kampf für Demokratie und Freiheit gegen die Corona-Politik hat diese Wirkung leider genauso wenig erzielen können wie das Eintreten für Frieden angesichts der zunehmenden Bedrohung Deutschlands durch den Ukraine-Krieg oder die Bedrohung der kulturellen Substanz des deutschen Volkes durch Masseneinwanderung und Bildungsmisere.
Es ist nicht meine Absicht, sich mit dieser Feststellung moralisch über einen „Materialismus“ zu erheben. Es liegt in der Natur des Menschen, nach Wohlstand zu streben und diesen auch zu genießen. In diesem Artikel will ich aber vor aus meiner Sicht gefährlichen Illusionen warnen. Diese entspringen aus der Vorstellung, man könnte auf einfache Weise in das Zeitalter des „Wirtschaftswunders“ zurückspringen, wenn nur die Politiker nicht so dumm und böse wären. Teilweise sind sie das auch wirklich. Trotzdem ist die ökonomische Krise des heutigen Deutschland hauptsächlich die Folge teils jahrzehntelanger Fehlentwicklungen, deren Korrektur nur unter großen Schmerzen möglich sein wird.
Absehbare Folgen schlimmer Entwicklungen
Die Analyse beginnt mit einem eigenartigen Merkmal der gegenwärtigen Demonstrationen. Es sind nicht die in der „Internationale“ besungenen „Verdammten dieser Erde“, die auf die Straße gehen oder anderweitig protestieren, sondern vielmehr Menschen, denen es (noch) relativ gut geht: Hausbesitzer, Selbständige und Arbeitnehmer in mittleren bis gehobenen Positionen. Es sind also die Sieger der Wettbewerbsgesellschaft der letzten Jahrzehnte, die heute um die Früchte ihres hart umkämpften Erfolges bangen. Diese seien ihnen selbstverständlich vergönnt. Sozialneid will ich hier nicht erzeugen. Wenn diese Sieger aber die vielen Verlierer der von ihnen gewonnenen Wettbewerbe nicht aus dem Blick verloren hätten, dann wären ihnen sehr viel früher schlimme Entwicklungen aufgefallen, deren Folgen jetzt sie selbst einholen.
Schon während meiner Gymnasialzeit in den 1980er Jahren herrschte ein vergiftetes Klima, weil Schule zunehmend nicht mehr unter dem Gesichtspunkt der Bildung gesehen wurde, sondern als Ort der Konkurrenz um knappe Lebenschancen. Klassische „Brotstudien“ wie Medizin, Jura, Theologie oder Lehramtsstudiengänge waren plötzlich mit einem Numerus clausus belegt und führten nicht mehr automatisch in sichere Akademikerberufe. Diese Misere setzte sich jahrzehntelang fort. Heute beklagt man gerade auf diesen Feldern einen unerklärlichen Arbeitskräftemangel. Eine noch schlimmere Problematik nahm ebenfalls schon in jener Zeit ihren Anfang. Der bis dahin fast selbstverständliche Bildungsweg, der von einem Haupt- oder Realschulabschluss direkt in eine Berufsausbildung und dann zu einer sozial akzeptierten und keineswegs schlecht bezahlten Berufspraxis als Handwerker, Facharbeiter oder Angestellter führte, wurde zunehmend holprig. In der weiteren Entwicklung wurde daraus ein endloses Kreisen in staatlichen Berufsförderungsmaßnahmen – und schließlich ein Zustand, der durch Begriffe wie „Niedriglohnsektor“ und „Unterschicht“ beschrieben wird. Beides gab es in den 1980er Jahren nicht einmal dem Namen nach, und zwar weder in der Bundesrepublik noch in der DDR.
Schleichende Auszehrung industrieller Substanz
Nach 1990 kam es im Zuge der Globalisierung zu einem bis dahin in Deutschland für unmöglich gehaltenen industriellen Kahlschlag, besonders im Osten. Die eigentlich fast selbstverständliche Erwartung, dass der gewaltige Nachholbedarf, den das Scheitern der DDR-Wirtschaft hinterlassen hatte, durch Produktion im Beitrittsgebiet selbst befriedigt werden und so zu einem sich selbst tragenden Wirtschaftsaufschwung führen würde, erwies sich als falsch. Stattdessen kam es auch im Westen zu einer schleichenden Auszehrung der industriellen Substanz und Arbeitskraft durch Verlagerung der Produktion in die Billiglohnländer Asiens und Osteuropas. Ehrliche, auf einer soliden Berufsausbildung aufbauende Arbeit war immer weniger gefragt und wurde sogar für volks- und betriebswirtschaftlich schädlich erklärt. Um das Jahr 2005 herum bot etwa die Volkswagen AG jedem Tarifbeschäftigten eine Ablösesumme von 250.000 € für eine Kündigung an.
Um die letzten Arbeitsplätze entwickelte sich ein irrsinniger Wettbewerb. Noch in meiner Schulzeit glaubte man allgemein, dass Gymnasiasten gar nicht lernen müssten, Bewerbungen zu schreiben, weil sie nach einem Studienabschluss von potentiellen Arbeitgebern umworben werden würden. Einige Jahre später musste fast jeder Arbeitsplatz in einer Konkurrenz mit Dutzenden Mitbewerbern errungen werden. Auf die Einstellung folgte meistens ein jahrelanger Ausleseprozess mittels Befristungen und unterbezahlter Zeitarbeit. Die wenigen Sieger hatten weder Zeit noch Interesse sich um das Schicksal der Verlierer zu sorgen.
“Bullshit Jobs”
Eine Zeitlang schien noch ein Ausweg in sinnlosen und unproduktiven Bullshit Jobs im mittleren und unteren Management zu bestehen. Noch heute stürzen sich Millionen junge Menschen mit diesem Ziel in schmalspurige Bachelor-Studiengänge. Das Ende davon sind vielfach massive psychische Krankheiten und Frühverrentung, was mich übrigens auch selbst betrifft. David Graeber stellte in seinem Buch „Bullshit Jobs“ die These auf, dass Inhaber solcher Arbeitsplätze unvermeidlich Hass auf Menschen entwickeln, die sinnvollen Tätigkeiten nachgehen, und deshalb mit allen Mitteln versuchen, deren Arbeitsplätze zu vernichten. Völlig unrealistisch ist dies höchstwahrscheinlich nicht.
Die unvermeidlichen Folgen dieser jahrzehntelangen Unkultur der Arbeitslosigkeit zeigen sich heute in katastrophaler Weise. Allenthalben herrscht ein „Fachkräftemangel“. Dieser verschärft sich noch einmal dramatisch dadurch, dass eine ganze Generation hauptsächlich aufgrund prekärer Lebensverhältnisse viel zu wenig Kinder in die Welt setzte. Diese wenigen Kinder haben aus dem oftmals vergeblichen Kampf ihrer Eltern um sichere und gut bezahlte Arbeit schon früh gelernt, dass es besser ist, diesen Kampf gar nicht erst aufzunehmen. Dadurch entstand jene heute viel kritisierte „Generation Z“ mit ihren Defiziten an Fleiß und Bildungsehrgeiz. Übelnehmen können wir Älteren ihr dies angesichts der Vorgeschichte dieser Entwicklung kaum. Dass Einwanderung dieses Problem nicht lösen kann, muss hier kaum noch erwähnt werden. Wirkliche Fachkräfte müssten sehr viel besser bezahlt werden, um aus dem Ausland in ein ungemütlich gewordenes Deutschland zu ziehen. Die heute dominierenden Herkunftsländer sind – gelinde gesagt – nicht unbedingt für ein gutes Bildungs- und Ausbildungswesen bekannt.
Produktivität und Qualität im Sinkflug
Die bisher beschriebene Problematik ist zentral für unsere heutige Wirtschaftsmisere, vor allem weil gut ausgebildete und leistungsfähige Menschen schon immer der „Rohstoff“ waren, aus dem Deutschland seinen wirtschaftlichen Erfolg produzierte. Es gibt aber noch weitere Ursachen, die einen ähnlich tiefgreifenden Charakter besitzen. Eine davon ist, dass sich die Terms of trade des Welthandels, die lange Zeit sehr günstig für uns waren, in unserer Gegenwart unaufhaltsam gegen uns wenden. Wir haben uns an einen Zustand gewöhnt, in dem gleichsam die ganze Welt als Beute vor uns lag. Jeder Supermarkt war voll mit preisgünstigen Produkten aus der ganzen Welt, und Rohstoffe erschienen als unbegrenzt verfügbar. Dass in diesem Zustand jeder Deutsche indirekt eine Vielzahl moderner Sklaven in Billiglohnländern beschäftigte, wurde genauso erfolgreich verdrängt wie der globale Raubbau an natürlichen Ressourcen, der mit dieser Wirtschaftsweise einherging. Ökonomisch war das Ganze nur solange möglich, wie unsere Volkswirtschaft das Geld für diese Importe mit dem Export hochwertiger Güter verdienen konnte. Heute sind die einstigen Schwellenländer Ost- und Südasiens schon vielfach in einer Situation, in der sie diese Güter selbst herstellen können.
Gleichzeitig haben – aufgrund von Bildungsmangel, Billigmacherei und der erzwungenen Ausrichtung unserer Unternehmen auf kurzzeitige Kapitalgewinne auf Kosten von langfristigen Investitionen – bei uns Produktivität und Qualität deutlich nachgelassen. Rohstoffe und Nahrungsmittel werden angesichts einer weltweit steigenden Nachfrage bei gleichzeitiger Übernutzung von Ressourcen immer knapper und damit teurer, und dies keineswegs nur aufgrund des Ukraine-Krieges. „Stagflation“ ist kein rätselhaftes Phänomen, sondern entsteht unvermeidlich dann, wenn der Markt infolge einer unabänderlichen Knappheit eine Nachfrage nicht befriedigen kann, die sich ihrerseits nur schwer reduzieren lässt. Beispiele dafür finden sich in unserem Alltagsleben. Auf dem Wochenmarkt in meiner Heimatstadt Wolfsburg fällt mir immer wieder auf, dass das wenige Obst, das dort noch zu Mondpreisen verkauft wird, schon mehrere Stunden vor Ende der Marktzeit vergriffen ist. Die knappste – und auch wichtigste – aller natürlicher Ressourcen ist schon heute vielerorts Wasser. Anstatt mit verfehlten politischen Maßnahmen das Wetter selbst bestimmen zu wollen, müsste eine verantwortliche Politik angesichts einer unübersehbaren Tendenz zur Dürre heute mit hoher Dringlichkeit Konzepte für einen sparsameren Umgang mit diesem Lebenselixier ausarbeiten.
Flächendeckende Wirtschafts-“Zombifizierung”
Eine weitere katastrophale Entwicklung betrifft die Geldwirtschaft. Die Globalisierung hat – durch Produktionsverlagerung, Einkommensverluste und Automatisierung – den Input menschlicher Leistung in den Produktionsprozess gegenüber den dadurch erzeugten Güter und Dienstleistungen systematisch abgewertet. Dadurch können Angebot und Nachfrage nicht mehr über Preise in ein Gleichgewicht kommen wie in einer funktionierenden Marktwirtschaft. Die Lücke zwischen ihnen muss durch Kredite und kreditfinanzierte staatliche Transferleistungen geschlossen werden, wodurch Privathaushalte, Unternehmen und Staaten praktisch weltweit in eine Schuldenfalle geraten sind, aus der es nach menschlichem Ermessen keinen Ausweg mehr gibt. Die verantwortlichen Politiker scheinen dies schon lange zu wissen, denn sonst hätte es weder die flächendeckende „Zombifizierung“ der Wirtschaft in der Corona-Krise gegeben noch das gegenwärtige Umherwerfen mit Geld, das der Staat in Wirklichkeit nicht besitzt. Für eine gewisse Zeit kann die Illusion von Stabilität und Wohlstand noch durch die Verteilung von Geld aufrechterhalten werden, das nicht einmal mehr als Kredit aufgenommen, sondern einfach gedruckt wird. Ein schreckliches Ende durch einen Finanzcrash oder eine Hyperinflation, vielleicht sogar eine Kombination aus beidem, erscheint als unausweichlich.
Es gibt aus dieser Problematik keine einfachen und schnellen Auswege. Man muss akzeptieren, dass die fetten Jahre vorbei sind und für sehr lange Zeit nicht wiederkehren werden. Sozialdarwinistische Antriebe der noch Wohlhabenden, radikal zur Marktwirtschaft zurückzukehren und die Empfänger von Transferleistungen einfach über Bord zu werfen, sind vielleicht verständlich, aber sie nützen letztendlich niemandem. Sobald der Staat nämlich das bereits jetzt verbreitete soziale Elend nicht mehr mit Geld zuschütten kann, müssen Konflikte offen ausbrechen, die bis jetzt noch unter der Decke bleiben. Insbesondere könnte es dann zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen einheimischer und zugewanderter Unterschicht um knappe Ressourcen kommen, an denen wohlgemerkt beide Seiten ihren Anteil hätten. Dies würde auch für die Mittelschicht das Ende von Stabilität und innerer Sicherheit bedeuten. Die Oberschicht könnte sich in abgeschottete Schutzzonen zurückziehen, deren Umgebung zunehmend sich selbst überlassen wird. Das kann man nicht guten Gewissens wollen. Andererseits scheitern linke sozialpolitische Ansätze daran, dass das Volumen der staatlichen Umverteilung offensichtlich nicht weiter gesteigert werden kann. Transferleistungen im Umfang von etwa einem Drittel des Volksvermögens gab es nicht einmal im real existierenden Sozialismus.
Effizienz statt Wachstum
Endgültig an der harten Realität des 21. Jahrhunderts gescheitert ist auch die Vorstellung von einem utopischen Kommunismus mit einer unbegrenzten Verfügbarkeit materieller Güter, und zwar sowohl in der klassisch marxistischen Variante als auch im kapitalistischen Gewand des „. Die Welt ist kein Schlaraffenland und wird auch nie ein solches sein. Sehr viel realistischer ist eine Zukunftsvision, die der rechte Sozialist Ernst Niekisch (1889-1967) in seinem während der NS-Zeit im Untergrund erschienenen Buch „“ entwickelte. Niekisch zufolge endet der Kapitalismus von selbst, „wenn es nichts mehr auszubeuten gibt“. An seine Stelle tritt nicht Karl Marx‘ Kommunismus, sondern ein Zustand, in dem Mangel gerecht verwaltet werden muss und das höchste ökonomische Gebot nicht mehr Wachstum, sondern Effizienz ist.
Daraus lässt sich zumindest ein Lösungsansatz für die ökonomischen Probleme unserer Gegenwart gewinnen. Wir müssen einen Zustand anstreben, in dem wir vorrangig von den Ressourcen unseres eigenen Landes leben, und zwar von den menschlichen wie den natürlichen. Menschliche Arbeit muss wieder den Stellenwert erhalten, der ihr zukommt. So gesehen ist es gar nicht einmal verkehrt, wenn uns die Weltpolitik heute zu einer Aufgabe der Abhängigkeiten etwa von Russland und der Volksrepublik China zwingt, denn diese Staaten haben kaum ein Eigeninteresse an Deutschland. Die Förderung inländischer Energieträger ist durchaus sinnvoll, auch wenn unser Energiebedarf natürlich nicht komplett durch Windkraft und Solarenergie gedeckt werden kann. Vielleicht werden wir eines Tages noch sehr froh über die Vorkommen an Braun- und Steinkohle in Deutschland sein.
Stolz und Heimat
Abschließend soll noch auf einen Zusammenhang der hier beschriebenen „harten“ ökonomischen Problematik mit zwei „weichen“ Begriffen eingegangen werden, die gerade auf der rechten Seite des politischen Spektrums eine große Rolle spielen: Stolz und Heimat. Der auch aus meiner Sicht erschreckende Verlust sowohl des nationalen als auch des europäisch-westlichen Selbstbewusstseins wird oftmals entweder mit kulturpessimistischen Gründen (Spenglers „Untergang des Abendlandes“) oder mit der Re-education durch die westlichen Siegermächte des Zweiten Weltkrieges erklärt. Dies halte ich für falsch. Die Erklärung ist sehr viel einfacher: Auf den gegenwärtigen Zustand Deutschlands und Europas kann niemand stolz sein, und vor allem fehlt es an einem Selbstwertgefühl, das sich aus erfolgreicher und nützlicher Arbeit speist.
Aus solch einer politischen und ökonomischen Entfremdung resultierende Selbsthassphänomene sind völlig verständlich. An politischem und kulturellen Selbstbewusstsein hat es in der alten Bundesrepublik trotz der „Amerikanisierung“ keineswegs gefehlt, und es wurde damals auch nicht politisch unterdrückt. Es bezog sich auf den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, den dadurch erreichten Wohlstand und das Funktionieren der bundesdeutschen Staatsordnung. Dass dabei aufgrund der NS-Vergangenheit und der deutschen Teilung das Nationale nur selten politisch beschworen wurde, war eher von Vorteil als von Nachteil. Es war aber in Gestalt von Sprache, Kultur und einem Geschichtsbewusstsein, das auch die positiven Aspekte der Zeit vor 1933 sah, als etwas nahezu Selbstverständliches vorhanden. Auch die DDR konnte übrigens mit Recht stolz auf einen Wiederaufbau und einen bescheidenen Wohlstand sein, die unter sehr viel schwierigeren Bedingungen erreicht wurden als im Westen.
Rückkehr zu “Heimatstolz”
„Heimat“ beschreibt natürlich zunächst einen Lebensraum, in dem wir von geliebten und vertrauten Menschen und nicht von Fremden umgeben sind. Der Begriff bleibt aber unvollständig, solange er nur das Leben in einem Land meint und nicht auch das Leben von diesem Land in Gestalt seiner natürlichen Ressourcen. Die vielen schönen und leider in Vergessenheit geratenen Heimatlieder sind nicht „rechts“, sondern preisen vor allem den jeweiligen Lebensraum dafür, dass er – auf seine fast immer einzigartige Weise – die Lebensgrundlage der in ihm existierenden Menschen darstellt, genauso wie in den alten Kirchenliedern Gott als Quelle allen Daseins gepriesen wird. Wenn wir uns selbst wieder damit bescheiden können, was unser eigenes Land uns zur Verfügung stellt, kehren wir also quasi von selbst zu einem Heimatbegriff zurück, der nicht mehr politisch vergiftet ist. Streben wir also einen post-globalistischen Zustand an, in dem wir im besten Sinne dieser Wörter wieder stolz auf unsere Heimat sein können.
Die fetten Jahre sind zwar vorbei, und die Korrektur der jahrzehntelangen ökonomischen Fehlentwicklungen wird nur unter großen Schmerzen gelingen. Am Ende könnte aber trotzdem ein materiell wie mental sehr viel gesünderer Zustand stehen als das imaginäre Schlaraffenland falschen Wohlstandes und falscher Utopien.





























































