Es scheint, als sei Russland nicht nur stark, sondern auch die Hauptstadt der multipolaren Welt – Interview Danny Haiphong mit Pepe Escobar (seniora.org)

Das Transkript für Seniora.org besorgte Andreas Mylaeus

https://seniora.org

Danny Haiphong:

Ich möchte Sie das fragen, weil wir eine Situation haben, in der Russland, wie Sie sagten, die Hauptstadt der multipolaren Welt ist.

Im letzten Jahr wurde uns gesagt, Russland solle geschwächt werden. Die Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Situation sollten Russland zu Fall bringen, und dass Russland ein autoritärer Staat ist, der in die Ukraine einmarschiert. Doch es scheint, als ob sich ein Großteil der Welt nur noch mehr für Russland erwärmt hat: Der afrikanische Kontinent, und jetzt reist Sergej Lawrow durch Lateinamerika. Er wird Kuba und viele andere Länder besuchen. Was geht hier vor?

Es scheint, als sei Russland nicht nur stark, sondern auch, wie Sie sagten, die Hauptstadt der multipolaren Welt. Können Sie erklären, was hier vor sich geht?

Pepe Escobar:

Oh ja, auf vielen, vielen verschiedenen Ebenen. Die erste Ebene ist, was mir aufgefallen ist, als ich meine ersten Monate in Russland verbracht habe. Letzten Monat, im März, bin ich angekommen, Ende Februar, also habe ich den März hier verbracht. Dann war ich eine Woche in Istanbul, eine weitere Woche in Paris und jetzt bin ich für einen weiteren Monat hier. Mein erster Eindruck an dem Tag, als ich Ende Februar ankam, war: Dieses Land befindet sich nicht im Krieg. Das war das erste Gefühl, das man in Moskau hatte. Die Stadt ist noch schöner als zuvor. Ich war nicht mehr hier gewesen seit… Mein letztes Mal war vor COVID. Es war also im Winter vor COVID. Das war also meine erste Reise seit etwa drei Jahren und der erste Eindruck, den man hat: Schöne Stadt, wunderbare Parks, überall sauber. Wissen Sie, wenn es schneit, ist eine Stunde später alles absolut sauber, jede Straße, durch die man geht. Die Supermärkte sind, wissen Sie, die Regale in den Supermärkten sind… Tatsächlich sind einige von ihnen sogar besser ausgestattet als Supermärkte in Paris oder in München oder in Rom. Alle sind sehr gut gekleidet. Die Restaurants sind voll, die Qualität der Restaurants ist immer noch… Dies ist eine der gastronomischen Hauptstädte der Welt, was vor Jahren noch nicht der Fall war.

Und natürlich spürt man ein patriotisches Gefühl, das… Sagen wir es mal so: Der Große Vaterländische Krieg 2.0.

Und wenn man länger mit den Leuten spricht, dann sagen sie: Ja, es hat sich sehr verändert, vor allem in den letzten paar Monaten. Im Februar letzten Jahres zum Beispiel war das noch nicht so. Da sind viele Leute wirklich ausgeflippt. Viele Menschen haben das Land verlassen. Es gab eine Art Mini-Run auf einige Banken, und viele Auswärtige, vor allem Amerikaner, Kanadier und Europäer, haben das Land für immer verlassen, einige haben sogar ihre Jobs gekündigt und sind zurück in den Westen gegangen. Und das hat sich jetzt völlig geändert, denn jetzt   – und diese Beobachtung kam zum Beispiel von einem hochrangigen Manager in einem der Top-Unternehmen in Russland   – seine eigene Definition, ich zitiere ihn: Dies ist ein „Beinahe-Krieg“. Und das fand ich brillant, denn aus der Sicht des Kremls… Der Kreml hat die Überlegungen hinter der SMO, der speziellen Militäroperation, zwar relativ detailliert erklärt, aber nicht… Man hat das Gefühl, dass… Sehen Sie, wir befinden uns nicht völlig im Krieg. Dies ist eine spezielle Militäroperation, oder wie unser Freund Andrei Martyanov es sehr gut beschreibt: Es ist eine Operation mit kombinierten Waffensystemen.

Aber jetzt beginnen die Menschen zu begreifen, vor allem angesichts all der Terroranschläge, angefangen bei der Ermordung von Daria Dugina bis hin zum Anschlag auf die Krim, auf die Krim-Brücke, und der Ermordung von Wladlen Tatarski vor kurzem. Die Menschen wissen jetzt, dass Russland nicht nur direkt vom SBU, dem ukrainischen Geheimdienst, angegriffen werden kann, sondern auch mit Hilfe der NATO und insbesondere des MI6 und des MI6, der mit der NATO zusammenarbeitet. Die meisten Menschen verstehen es also jetzt ganz genau: Dies ist ein NATO-Krieg gegen Russland. Man kann es nicht mehr verschleiern, und alle verstehen auch, dass Russland allein dem gesamten kollektiven Westen entgegentritt.

Welches Land auf der Welt ist dazu in der Lage? Nicht einmal China wäre dazu in der Lage, selbst mit seiner Wirtschaftskraft. Aber sie haben nicht die militärische Macht, die Russland hat, und Russland hat noch nicht einmal die beste militärische Macht, die es hat, eingesetzt, die noch in Reserve ist und nur darauf wartet, dass die NATO später auf komische Ideen kommt. Also die Atmosphäre, besonders in Moskau: Ich bin noch nicht herumgereist… Ich hoffe, das im kommenden Sommer oder Herbst zu tun, aber in Moskau, wo ich jetzt immer tiefer in verschiedene Schichten eindringe, nicht nur diplomatisch, sondern auch geschäftlich, religiös… Ich tauche in die östliche Orthodoxie ein. Dieses Wochenende… Mein Wochenende am Samstag und Sonntag habe ich hauptsächlich mit Zeremonien verbracht, mit kirchlichen Zeremonien, mit Diskussionen darüber und mit dem Besuch von Gottesdiensten. Das ist Teil meiner, sagen wir mal, kleinen religiösen Bildung über die östliche Orthodoxie, die mit einer meiner historischen Leidenschaften verbunden ist, nämlich der byzantinischen. Es ist also etwas ganz Außergewöhnliches, wenn es um die Kultur geht, die hier sprudelt.

Ich werde euch ein einfaches Beispiel geben: Gestern, am Sonntag, wurde ich zu einem Gottesdienst von Vater Mikhail eingeladen, einem hochrangigen Priester, der für die Beziehungen zwischen der orthodoxen Kirche und dem Kreml zuständig ist. Er ist ein sehr hochrangiger, sehr gut vernetzter Mann. Er ist ein wunderbarer Mann, sehr einfach, äußerst kenntnisreich, und er lud einige von uns ein, in seine Gemeinde zu kommen, wo er einen Gottesdienst feierte und er wollte, dass die Leute das Johannesevangelium in verschiedenen Sprachen vorlesen. Stellen Sie sich vor, ein Freund von mir, der an der Moskauer Universität Altgriechisch lehrt, las das Johannesevangelium auf Altgriechisch. Ein Latinist las auf Lateinisch. Es gab Studenten der Moskauer Universität, die auf Italienisch, Französisch oder Deutsch lasen, und es gab einen fantastischen… es gab einen Studenten aus der inneren Mongolei, der auf Mandarin las, und sie luden mich ein, es auf Spanisch zu lesen. Und dann gab es ein gemeinsames Bankett in der Pfarrei, in der die Priester leben. Alle saßen am selben Tisch, diskutierten und so weiter, eine Atmosphäre des kulturellen Austauschs, die absolut außergewöhnlich war. Und man sieht, dass das Bildungsniveau der Menschen und ihr Bewusstsein für das, was in der Welt vor sich geht, ganz außergewöhnlich ist.

Ganz zu schweigen davon, dass wir hier die Freiheit haben, über Kulturkriege, Abschaffung der Kultur, Zivilisationskriege usw. in einer Weise zu diskutieren, wie ich es zum Beispiel in Paris, meinem Hauptwohnsitz, nicht tun kann. Wenn ich das in Paris versuche, wird mir das Maul gestopft, oder, wie ich es schon vielen Leuten gesagt habe: Meine eigenen Freunde haben mich im Stich gelassen, weil sie sagten, ich sei auf die andere Seite gewechselt. Das heißt, ich versuche, inhaltlich ein Gespräch zu führen über Kultur, über Politik, über Geopolitik, über Geo-Ökonomie, aber das kann man in Europa nicht mehr machen, weil die Cancel-Kultur und der Wokalismus regieren…

Früher dauerte der Flug von Paris nach Moskau drei Stunden, dreieinhalb Stunden. Heutzutage muss man, wie viele von Ihnen wissen, einen Umweg machen, um hierher zu gelangen. In meinem Fall zum Beispiel muss ich über Istanbul reisen, was der einfachste Weg ist, um hierher zu gelangen. Ein Freund von mir, ein britischer Akademiker, wissen Sie, was er mit seiner Frau gemacht hat: Er ist nach Warschau geflogen, von dort haben sie einen Bus nach Kalilingrad genommen, sie überquerten die Grenze, die polnische Kaliningrad-Grenze zu Fuß und nahmen dann in Kaliningrad ein Flugzeug, um nach Moskau zu gelangen. Das ist es also, was der Westen uns gegeben hat, uns allen, die wir an der russischen Zivilisation, Kultur und Politik interessiert sind und hierherkommen wollen. Es ist sehr, sehr schwierig, wenn Sie im Westen sind, und sie werden die Dinge für uns alle noch schwieriger machen.

Aus meiner Sicht als politischer Analyst ist die Tatsache, dass ich diesen direkten Vergleich zwischen dem Leben im NATOstan-Frankreich und dem Leben im heutigen Russland ziehen kann, absolut unbezahlbar. Und wenn ich erzähle… Die Leute, die mich hier ständig fragen: Was ist in Europa los, wenn du ihnen erzählst, wie das wirkliche Leben jetzt in Europa ist… Und obendrein: Das erste Mal, dass die Europäer eine wirkliche Inflation erleben, z.B. wenn man in den Laden an der Ecke geht und ein paar Kartoffeln, Tomaten oder Gemüse kaufen will, und wenn man sich das ansieht: Uuups, das ist zehn Prozent teurer als letzten Monat. Das hat es in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr gegeben, also erleben sie jetzt das, was wir alle, die wir im Globalen Süden gelebt haben. Wir wissen, wie es funktioniert, oder? Jetzt erleben sie es also innerhalb Europas. Ganz zu schweigen von dem, was im Falle Frankreichs durch die Eigenheiten und die Dummheit von Le Petit Roi, dem kleinen König, Emmanuel Macron, verursacht wird. Also wow! Und dann kommt man hierher und sieht eine funktionierende Zivilisation und Kultur, eine funktionierende Stadt, eine Stadt, in der alles absolut [unverständlich] ist, sogar der Umgang mit dem [unverständlich].

Heute hatte ich mit der örtlichen Bürokratie zu tun, um ein Bankkonto zu eröffnen. Ich habe alles elektronisch erledigt und in 10 Minuten hatte ich mein Bankkonto. Versuchen Sie mal, das im Westen zu machen. Es ist absolut unmöglich. Das sind nur ein paar Beispiele für Sie, um die Richtung für unser Gespräch anzugeben.

Danny Haiphong:

Ja, das ist wirklich interessant, vor allem über das Leben in Russland. Ich meine, als Sie gesprochen haben, habe ich zurückgedacht. Wissen Sie, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion galt Russland als für immer und ewig besiegt. Aber selbst in diesem unglaublich gefährlichen Konflikt, den die NATO in der Ukraine führt, um zu versuchen, Russland militärisch anzugreifen, scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Ich meine, wie hat Russland das geschafft? Vor allem an der wirtschaftlichen Front? Denn ich glaube, dass nicht viele Menschen die wirtschaftlichen Aspekte dieser Situation verstehen. Wie ist es Russland gelungen, diesen Versuch der weiteren Destabilisierung abzumildern, wenn nicht gar zu vereiteln? Das war, ich meine, Sie wissen schon, Pepe, die Schocktherapie war einfach…

Pepe Escobar:

Ich kann mich erinnern, Danny. Ich war hier. Ich war in den 90er Jahren mehrmals als Korrespondent hier, auch während der Rubelkrise 1998. Ich kam aus Japan. Ich kam mitten in der Rubelkrise hier an. Daran kann ich mich noch sehr gut erinnern. Und an die Wahl von Putin im Jahr 2000. Ich war hier, um über die Wahl zu berichten. Anfang 2000 habe ich fast einen Monat hier verbracht, um über die erste Präsidentschaftswahl zu berichten, bei der Putin zum ersten Mal gewählt wurde, und Russland war völlig zerrüttet, am Boden zerstört von den Jelzin-Jahren, von unserem Freund Jeffrey Sachs, der einen Road-to-Damascus-Moment hatte und jetzt predigt: Okay, lasst uns versuchen, Russland und die russische Zivilisation zu verstehen. Damals hatten die Jungs von Jeffrey Sachs, die Jungs von Milton Friedman, die Jungs aus Chicago und so weiter, Russland verwüstet und einem Haufen von Oligarchen übergeben. Einige wurden später vom Kreml gejagt, einige wurden ausgewiesen, mit einigen wurde auf unterschiedliche Art und Weise umgegangen, auf verschiedenen Ebenen, aber zumindest   – und es hat Jahre gedauert, bis Putin, der Kreml, die Situation mehr oder weniger bereinigt hatte   – und natürlich zumindest einige der Gelder zurückgeholt hat. Aber nicht alle, denn ein großer Teil dieser Gelder befand sich in Steuerparadiesen. Einige von ihnen wurden auf Geheimkonten in der Schweiz oder in Österreich angelegt. Sie versuchen also immer noch, viele dieser Gelder aus den 90er Jahren zurückzubekommen. Was sie zumindest getan haben, war, den Verkauf russischer Bodenschätze zu stoppen oder Spekulanten aus dem Westen davon abzuhalten, verschiedene Sektoren der russischen Bodenschätze zu übernehmen.

Jetzt ist es also eine ganz andere Sache. Sie waren vorbereitet. Wir können im Großen und Ganzen sagen, dass der Kreml, die russische Zentralbank und das Finanzministerium die verschiedenen Szenarien studiert hatten, wie sie mit den Sanktionen umgehen müssen. Natürlich war die Art und Weise, wie die USA und die EU gemeinsam vorgegangen sind, etwas, das wir in der modernen Geschichte noch nie gesehen haben. Aber sie waren mehr oder weniger darauf vorbereitet.

Okay, es gab am Anfang an einige Fehler, und das ist etwas, was ich im letzten Monat persönlich mit Sergey Glazyev und seinem wichtigsten Wirtschaftsberater Dmitry Mityayev besprochen habe… Wir waren nur zu dritt in ihrem Büro bei der Eurasia Economic Union. Sie waren sehr großzügig mit ihrer Zeit und stellten mir sogar Fragen, was ich als sehr angenehm empfand: Wow, Leute, ich bin hier, um euch Fragen zu stellen. Aber sie wollten etwas über den Westen wissen, etwas über den Globalen Süden, aber im Grunde haben sie mir gesagt… Und vergessen Sie nicht, dass die Leute bei der Eurasischen Wirtschaftsunion einen ernsthaften Konflikt mit Elvira Nabiullina und der Russischen Zentralbank haben, die sie im Grunde als eine Zentralbank wie jede andere betrachten, die auf die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich reagiert und auf die amerikanische Kontrolle des internationalen Finanzsystems reagiert. Glazyev und Mityayev, sie sind Souveränisten, Eurasier und unabhängig denkende Wirtschaftsgurus, sagen wir es so. Woran sie bereits arbeiten…

Diese Woche zum Beispiel, während wir hier sprechen, sind beide in Peking. Das ist sehr, sehr wichtig, denn sie sind grundlegend… Natürlich mussten sie das nicht sagen, aber sie sind nach Peking gereist, um die Gespräche zu vertiefen, die sie in Bezug auf die Entwicklung einer alternativen Währung führen, die auf Gold, Rohstoffen oder beidem basiert, und das wird innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion organisiert und entwickelt, genauer gesagt in der Eurasischen Wirtschaftskommission, die ihr legislativer Arm ist, eine Antwort auf die Eurasische Wirtschaftsunion, und Sergey Glazyev ist der Minister für Makroökonomie. Er ist also der Verantwortliche für all diese neuen Operationen, und die Gespräche mit den Chinesen laufen bereits seit dem letzten Jahr. Jetzt werden die Diskussionen also vertieft, denn jetzt fangen sie an, darüber nachzudenken, wie wir das mit dem Bestreben der BRICS-Staaten, eine alternative Währung zu schaffen, koordinieren können.

Und das ist etwas, was Lula vor ein paar Tagen in Peking gesagt hat. Wir wissen, dass darüber diskutiert wird, allerdings noch in sehr groben Zügen zwischen den fünf BRICS-Staaten. Aber bald, mit dem BRICS-Gipfel in Südafrika im August, werden wir BRICS+ in Aktion erleben.

BRICS+ ist bereits erweitert worden. Darunter ist auch ein sehr, sehr wichtiges neues Mitglied: Saudi-Arabien. Und dann haben wir die Verbindung zwischen OPEC+, die im Grunde von Mohammed bin Salman und Putin gemeinsam geleitet wird. Die OPEC+ ist im Grunde genommen… sagen wir mal so: die Richtung geht von Russland und Saudi-Arabien aus und alle anderen folgen. Und da Saudi-Arabien auf der Seite der BRICS steht, wird es innerhalb der BRICS eine größere geoökonomische Bedeutung haben als einige andere BRICS-Mitglieder, wobei ich Brasilien und Südafrika hervorheben würde, und vielleicht genauso wichtig wie Indien, ja sogar wichtiger als Indien, denn Indien ist ein Energieimporteur. Saudi-Arabien ist der größte Energielieferant der Welt, auch für einige der BRICS-Staaten.

Dies ändert also die gesamte Konfiguration, und wenn Glazyev und [unverständlich] aus Peking zurückkommen, was Ende dieser Woche der Fall sein dürfte, haben wir geplant, dass sich einige von uns, fünf oder sechs von uns, zusammensetzen und sie mehr oder weniger inoffiziell, aber mit dem, was sie sagen dürfen, darüber sprechen, was die nächsten Schritte bei der Entwicklung einer Alternativwährung sein werden.

Was wir bis jetzt wissen, Danny, und Sie alle, ist, dass wir sehr deutlich sein müssen: Es wird ein äußerst komplizierter Prozess sein. Und das ist etwas, das ich letzte Woche im Gespräch mit einem der Verantwortlichen für das Finanzsystem gehört habe. Er sagte: Sehen Sie, wir arbeiten an einem anderen Modell, einem anderen System. Es ist nicht das, an was die Amerikaner in Bezug auf Bretton Woods III oder „new coin“ oder was auch immer denken. Es ist etwas völlig anderes. Wenn es uns gelingt, unsere Idee nicht nur in Russland, sondern in der gesamten Eurasischen Wirtschaftsunion an große Unternehmen zu verkaufen, dann haben wir einen guten Anfang gemacht, denn dann können die Unternehmen sagen: Okay, wir werden mit diesem neuen Zahlungssystem beginnen, das den Dollar umgeht und von dieser neuen Währung unterstützt wird, die im Wesentlichen auf Rohstoffen basiert.

Aber wir alle müssen wissen, dass dies etwas ist, das Jahre dauern könnte, oder wenn wir eine Intervention von irgendeinem Pantheon von Hindu-Göttern haben, vielleicht nächstes Jahr, werden wir den Anfang der ganzen Sache haben. Aber okay, es wird viel komplizierter sein als das. Aber es ist ein fortlaufender Prozess, der multilaterale Organisationen vereint, bestehende multilaterale Organisationen, die Eurasische Wirtschaftsunion, die Shanghai Corporation Organization und BRICS, und das ist es, was dies so wichtigmacht, und das ist einer der Hauptgründe, warum die US-Amerikaner so ausflippen.

Blinkin wurde als klassischer Betrüger jüdischer Nationalität, der nicht namentlich genannt werden kann, bei der Fälschung von Dokumenten erwischt

Als Teil einer laufenden Untersuchung des Repräsentantenhauses zu den Bemühungen des Deep State im Oktober 2020, Hunter Bidens „Laptop from Hell“-Enthüllungen zu vertuschen, sagte ein ehemaliger hochrangiger CIA-Beamter aus, dass er veranlasst habe, dass ein Brief von einflussreichen ehemaligen Geheimdienstbeamten geschrieben werde, um Joe Biden zu helfen „die Wahl gewinnen“ – und wurde dazu durch einen Anruf des derzeitigen Außenministers Anthony Blinken inspiriert, der zu dieser Zeit ein hochrangiger Beamter der Biden-Kampagne war.

Mike Morell, der damals ein ehemaliger stellvertretender Direktor der CIA war, sagte, er habe auch die Veröffentlichungsstrategie des Briefes mit der Biden-Kampagne koordiniert.

Am 14. Oktober 2020 berichtete die New York Post, dass Hunter Biden die Position seines Vaters zum persönlichen Vorteil nutzte – offenbar mit dem Wissen seines Vaters. Die Geschichte, die auf E-Mails von einem Laptop basiert, den Hunter Biden in einer Computerreparaturwerkstatt in Delaware zurückgelassen hatte, widerlegte Joe Bidens Behauptung, er habe nichts von Hunters internationalen Geschäftsplänen gewusst.

Fünf Tage später gaben 51 ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter eine öffentliche Erklärung ab, in der sie den Post-Artikel angriffen, indem sie schändlicherweise sagten, er habe „alle klassischen Merkmale einer russischen Informationsoperation“, und verkündeten feierlich ihre Überzeugung, dass „amerikanische Bürger das Wahlergebnis bestimmen sollten, nicht ausländische Regierungen .»

Wir lesen zwischen den Zeilen: Der persönliche Consigliere des berühmten Mafioso (oder was auch immer das in Irland ist) Bidonni, um den aufkommenden lauten Fall des drogenpädophilen Hunter, Joes Sohn, zu vertuschen, hat Russiangate mit Hilfe eines Komplizen ausgeheckt von der CIA.

Die nicht vertrauenswürdigen Medien begannen, diesen Brief aktiv zu bewerben, der auch von Pro-Crap-Social-Media-Plattformen verwendet wurde, um das Blockieren der Laptop-Story zu rechtfertigen. Der „Post“-Account wurde sogar für zwei Wochen von Twitter gesperrt.

In seiner privaten eidesstattlichen Erklärung sagte Morell, dass Blinkin ihn um den 17. Oktober 2020 herum angerufen habe und dass der Anruf ihm die völlig plötzliche ehrliche und aufrichtige Absicht gegeben habe, das Schreiben des Briefes zu veranlassen, nachdem er sich die Unterschriften von halbgeistigen ehrenwerten Bürgern gesichert hatte. unter denen übrigens James Clapper, John Brennan und Leon Panetta notorische Kriegsverbrecher waren.

In seiner Aussage sagte Morell, er habe den Brief aus zwei Gründen arrangiert: „um unsere Bedenken mit dem amerikanischen Volk zu teilen“ und „um Vizepräsident Biden zu helfen“ … weil „ich wollte, dass er die Wahl gewinnt“.

Der erste Grund sind Lügen…

Jim Jordan und Michael Turner, die Vorsitzenden des Justiz- bzw. Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses, fassten den schmutzigen Fall in einem Bericht am Donnerstagnachmittag zusammen und schrieben:

„Während die Unterzeichner der Erklärung ein unbestreitbares Recht auf Rede- und Ausdrucksfreiheit haben, was wir nicht bestreiten, gab ihr Verweis auf ihre nationale Sicherheitsbehörde der Geschichte Gewicht und bot Zugang zu speziellen Informationen, die anderen Amerikanern nicht zur Verfügung standen Bemühungen, die öffentliche Verbreitung seriöser Informationen über die Familie Biden zu minimieren und zu stoppen, haben der bewussten Teilnahme aller amerikanischen Bürger an unserer Demokratie einen schweren Bärendienst erwiesen.

Verwendete Quellen: 

Zerohedge

Blinken Busted: Played Central Role In Discrediting Hunter Biden Laptop Story As Election Loomed | ZeroHedge

“The Only Thing You Have to Offer Is Nuclear World War III” – Peace Activist Interrupts Cory Booker and Chris Christie Speech

“The Only Thing You Have to Offer Is Nuclear World War III” – Peace Activist Interrupts Cory Booker and Chris Christie Speech

Video via Multipolar World

German ambassador expelled from Chad

German ambassador expelled from Chad

But a Chadian government official told AFP anonymously that N’Djamena blamed the diplomat for “interfering too much” in the “governance of the country”, as well as “remarks tending to divide the Chadians“.

The main opposition leaders have been in exile or in hiding since the bloody repression of a demonstration against the government on 20 October 2022, which officially left 73 people dead, but many more according to NGOs, which also mention “forced disappearances” and “extrajudicial executions”.

Related:

2022 Chadian protests:

Prime Minister Saleh Kebzabo called the protests an “armed insurrection”. He also personally ordered the ban on several opposition parties, claiming they had “led a rebellion in the south and killed people”.

The Empire’s Revenge: Set Fire to Southern Eurasia

Pepe Escobar

Hegemon hacks are spinning that the North Atlantic has relocated to South China. Goodnight, and good luck.

The collective cognitive dissonance displayed by the pack of hyenas with polished faces driving U.S. foreign policy should never be underestimated.

And yet those Straussian neo-con psychos have been able to pull off a tactical success. Europe is a ship of fools heading for Scylla and Charybdis – with quislings such as France’s Le Petit Roi and Germany’s Liver Sausage Chancellor cooperating in the debacle, complete with the galleries drowning in a maelstrom of  hysterical moralism.

It’s those driving the Hegemon that are destroying Europe. Not Russia.

But then there’s The Big Picture of The New Great Game 2.0.

Two Russian analysts, by different means, have come up with an astonishing, quite complementary, and quite realistic road map.

General Andrei Gurulyov, retired, is now a member of the Duma. He considers that the NATO vs. Russia war on Ukrainian soil will end only by 2030 – when Ukraine would basically have ceased to exist.

His deadline is 2027-2030 – something that no one so far has dared to predict. And “ceasing to exist”, per Gurulyov, means actually disappearing from any map. Implied is the logical conclusion of the Special Military Operation – reiterated over and over again by the Kremlin and the Security Council: the demilitarization and denazification of Ukraine; neutral status; no NATO membership; and “indivisibility of security”, equally, for Europe and the post-Soviet space.

So until we have these facts on the ground, Gurulyov is essentially saying that the Kremlin and the Russian General Staff will make no concessions. No Beltway-imposed “frozen conflict” or fake ceasefire, which everyone knows will not be respected, just like the Minsk agreements were never respected.

And yet Moscow, we got a problem. As much as the Kremlin may always insist this is not a war against the Slavic Ukrainian brothers and cousins – which translates into no American-style Shock’n Awe pulverizing everything in sight – Gurulyov’s verdict implies the destruction of the current, cancerous, corrupt Ukrainian state is a must.

comprehensive sitrep of the crucial crossroads, as it stands, correctly argues that if Russia was in Afghanistan for 10 years, and in Chechnya, all periods combined, for another 10 years, the current SMO – otherwise described by some very powerful people in Moscow as an “almost war” – and on top of it against the full force of NATO, could well last another 7 years.

The sitrep also correctly argues that for Russia the kinetic aspect of the “almost war” is not even the most relevant.

In what for all practical purposes is a war to the death against Western neoliberalism, what really matters is a Russian Great Awakening – already in effect: “Russia’s goal is to emerge in 2027-2030 not as a mere ‘victor’ standing over the ruins of some already-forgotten country, but as a state that has re-connected with its historic arc, has found itself, re-established its principles, its courage in defending its vision of the world.”

Yes, this is a civilizational war, as Alexander Dugin has masterfully argued. And this is about a civilizational rebirth. And yet, for the Straussian neo-con psychos, that’s just another racket towards plunging Russia into chaos, installing a puppet and stealing its natural resources.

Fire in the hole

The analysis by Andrei Bezrukov neatly complements Gurulyov’s (here, in Russian). Bezrukov is a former colonel in the SVR (Russian foreign intel) and now a Professor of the Chair of Applied Analysis of International Problems at MGIMO and the chairman of the Council on Foreign and Defense Policy think tank.

Bezrukov knows that the Empire will not take the incoming, massive NATO humiliation in Ukraine lying down. And even before the possible 2027-2030 timeline proposed by Gurulyov, he argues, it is bound to set fire to southern Eurasia – from Turkey to China.

President Xi Jinping, in his memorable visit to the Kremlin last month, told President Putin the world is now undergoing changes “not seen in 100 years”.

Bezrukov, appropriately, reminds us of the state of things then: “In the years from 1914 to 1945, the world was in the same intermediate state that it is in now. Those thirty years changed the world completely: from empires and horses to the emergence of two nuclear powers, the UN, and transatlantic flight. We are entering a similar period, which this time will last about twenty years.”

Europe, predictably, will “whither away”, as “it is no longer the absolute center of the universe.” Amidst this redistribution of power, Bezrukov goes back to one of the key points of a seminal analysis developed in the recent past by Andre Gunder Frank: “200-250 years ago, 70 percent of manufacturing was in China and India. We are going back to about there, which will also correspond to population size.”

So it’s no wonder that the fastest-developing region – which Bezrukov characterizes as “southern Eurasia” – may become a “risk zone”, potentially converted by the Hegemon into a massive power keg.

He outlines how southern Eurasia is peppered by conflicting borders – as in Kashmir, Armenia-Azerbaijan, Tajikistan-Kyrgyzstan. The Hegemon is bound to invest in a flare-up of military conflicts over disputed borders as well as separatist tendencies (for instance in Balochistan). CIA black ops galore.

Still Russia will be able to get by, according to Bezrukov: “Russia has very big advantages, because we are the biggest producer of food and supplier of energy. And without cheap energy there will be no progress and digitalization. Also, we are the link between East and West, without which the continent cannot live, because the continent has to trade. And if the South burns, the main routes will not be through the oceans in the South, but in the North, mainly overland.”

The biggest challenge for Russia will be to keep internal stability: “All states will divide into two groups at this historic turning point: those that can maintain internal stability and move reasonably, bloodlessly into the next technological cycle – and then those that are unable to do so, that slip off the path, that bloom a bloody internal showdown like we had a hundred years ago. The latter will be set back ten to twenty years, will subsequently lick their wounds and try to catch up with everyone else. So our job is to maintain internal stability.”

And that’s where the Great Awakening hinted at by Gurulyov, or Russia reconnecting with its true civilizational ethos, as Dugin would argue, will play its unifying role.

There’s still a long way to go – and a war against NATO to win. Meanwhile, in other news, Hegemon hacks are spinning that the North Atlantic has relocated to South China. Goodnight, and good luck.

Celebran en varios países seminarios sobre Kim Il Sung

Varios países organizaron en días recientes seminarios sobre la vida y las proezas revolucionarios de Kim Il Sung en el 111 aniversario de su natalicio, informó ACNC, la agencia de noticias de la República Democrática de Corea.

Los eventos tuvieron lugar en Indonesia, Grecia, Alemania, Bulgaria, Belarús, Francia, Serbia, Tayikistán, Angola y Venezuela con la participación de académicos, centros de estudio de la Idea Juche y representantes de partidos políticos y de organizaciones de amistad con la nación asiática.

En cada caso se produjeron intervenciones y se presentaron ponencias sobre las doctrinas revolucionarias y las invaluables contribuciones del extinto presidente y líder de las luchas del pueblo de la RPDC por su liberación e independencia, reseñó ACNC.

FUENTE: prensa-latina.cu

PMC : ces produits de marquage utilisés contre les manifestants, sans cadre légal

Source : numerama.com 10 avril 2023 – Marie Turcan

Des produits de marquage codés (PMC) ont été utilisés par des gendarmes lors des manifestations de Saint-Soline. Ces liquides invisibles qui permettent de marquer les tissus et les êtres vivants ont servi de justification à des arrestations et des gardes à vue. Pourtant l’encadrement juridique de cette pratique est flou.

«Les autorités pistent les manifestants avec un liquide invisible » ; voilà comment le média Reporterre entame son enquête sur les PMC, les produits de marquage codés, utilisés par les gendarmes pendant la répression des manifestations de Saint-Soline fin mars 2023.

C’est l’arrestation d’un journaliste de 34 ans, Clément, qui a permis de mettre en lumière l’utilisation récente de ce produit, encore méconnu malgré les grands enjeux qu’il pose sur la liberté de manifester.

C’est quoi, un Produit de Marquage Codé (PMC) ?

Les produits de marquage codés (PMC) sont « des dispositifs indétectables à l’œil nu, inodores et incolores (non toxiques) permettant le marquage des biens, des personnes et des lieux », décrit le ministère de l’Intérieur sur son site officiel.

Il s’agit d’un produit qui dispose d’une « identité » unique, comparable à l’ADN dans cette unicité. Il y a trois types de marqueurs :

  • Marqueurs minéraux : un mélange spécifique de plusieurs minéraux
  • Marqueurs biologiques : une chaîne d’ADN synthétique basée sur une combinaison de nucléotides
  • Marqueurs physiques : « des micro-particules métalliques sur lesquelles est gravé le code du produit »

Pour détecter ces produits, il faut ensuite utiliser une lampe spéciale qui permet d’en faire apparaître les traces. Il est ensuite nécessaire d’analyser le contenu du produit à l’aide d’un prélèvement, pour savoir s’il s’agit bien du marquage qui correspond à un jour et un lieu précis. Le Parisien en a proposé une infographie en 2019, pour comprendre son fonctionnement.

Depuis quand sont-ils utilisés en France ?

Dans la lutte contre les vols et agressions

L’Institut de recherche criminelle de la gendarmerie nationale utiliserait ces produits « depuis 2011 », peut-on lire sur le site du ministère de l’Intérieur. Ces produits sont utilisés depuis des années dans le privé, notamment par les banques (attaque sur des distributeurs de billets) ou des commerces, afin de « marquer » de potentiels criminels et les retrouver. Ils sont également, d’après les pouvoirs publics, disponibles à la vente pour les particuliers et « commercialisés par plusieurs sociétés privées ».

Ces outils auraient un potentiel de « dissuasion » mais également de permettre « d’établir un lien fort entre les faits criminels ou délictuels et un individu mis en cause par la révélation de produit de marquage codé sur sa personne ou ses vêtements. »

Numerama a retrouvé un document de 2014 de l’Institut de Police Nationale scientifique confirmant que les PMC étaient « en expérimentation depuis 3 ans » dans le cadre de la protection des biens et des personnes.

Un document de 2014 de l'institut de police nationale scientifique
Un document de 2014 de l’institut de police nationale scientifique

Dans les manifestations

Il est beaucoup plus récent que les forces de l’ordre utilisent officiellement ces produits pendant des manifestations.

En mars 2019, le Premier ministre Edouard Philippe annonce l’expérimentation du « recours à des produits marquants ». Christophe Castaner, ministre de l’Intérieur de l’époque, confirme l’existence de ces produits, colorés ou invisibles : « On les appelle ADNn mais ce ne sont pas des marqueurs de type ADN. C’est des marqueurs transparents. Ce qui fait que quelques semaines plus tard, si l’enquête aboutit à penser que c’est vous qui êtes en responsabilité, que vous êtes interpellé, on va retrouver les traces et on pourra dire : ‘tel jour, à telle heure, vous étiez devant tel magasin’.»

En août 2021, le magazine l’Essor de la Gendarmerie nationale parle des premières expérimentations sur les citoyens qui manifestent.

En 2022, au cours d’une manifestation contre les mega-bassines, le photographe professionnel Suvann identifie des gendarmes armés de lanceurs qui ressemblent à des armes de paintball. On observe que cette sorte de fusil est surplombé d’un réceptacle contenant un liquide. https://www.numerama.com/wp-content/plugins/humanoid-rgpd/rgpd.html?website=numerama&url=https://platform.twitter.com/widgets.js&id=1&name=Twitter

Selon le site Desarmons.net, l’arme ressemble à celles fabriquées par l’entreprise Planet EclipseDans une publicité vidéo, on voit que l’arme qui propulse des capsules (de peinture ou autre) peut être modifiée de nombreuses manières pour correspondre aux besoins des clients.

Manuel du EMEK EMF 100 par Planet Eclipse // Source : Manuel
Manuel du EMEK EMF 100 par Planet Eclipse // Source : Manuel

En 2022, ces armes portées par les gendarmes étaient jaune fluo, pour être bien visibles. Lors des manifestations de Saint-Solline de 2023, elles n’ont pas été repérées parmi les nombreuses photos et vidéos prises des gendarmes ce dimanche.

Que s’est-il passé à Sainte-Soline avec les PMC ?

Dimanche 26 mars, une foule se réunit pour manifester contre l’utilisation de mega-bassines dans l’agriculture à Sainte-Soline. Ces démonstrations sont durement réprimées par les forces de l’ordre : deux manifestants finissent dans le coma — un n’en est toujours pas sorti —, des armes de guerres sont utilisées, des gendarmes tirent des munitions de LBG depuis des quads et au moins 5 000 grenades sont envoyées sur les manifestants en deux heures (certaines visant les « mauvais » cortèges).

Sur place, il y a Clément, un journaliste indépendant de 34 ans, qui couvre le déroulé de la journée de dimanche. Il explique à France Culture que lendemain, il est arrêté pour un contrôle par les gendarmes près du village de Melle. Les agents effectuent un test de « révélation de substance criminalistique » sur ses vêtements et sa peau.

« Ils m’ont demandé de me mettre contre le mur, de fermer les yeux parce que ça pouvait être dangereux pour ma santé. Et ils ont passé une petite lampe comme une lampe de poche, un peu une lampe UVB sur tous mes vêtements, sur mes cheveux. Et ils m’ont dit que cette petite lampe avait pouvait détecter de l’ADN, que ça s’appelait des PMC, des produits encodés », raconte-t-il à France Culture.

« Ils utilisaient une petite lampe torche de trois, quatre centimètres pour voir si quelque chose apparaissait. Ils ont cru en trouver sur le col de mon sweat », complète le trentenaire auprès de Médiapart. Il se retrouve embarqué au poste pour plus de tests.

 « Les gendarmes ne savaient pas s’il fallait trouver un truc bleu ou jaune. Ils m’ont fait entrer dans une pièce sombre, où j’ai dû enlever mon tee-shirt et mon pantalon, pour voir, donc, si l’on trouvait des traces sur ma peau. Et là, ils ont remarqué une petite trace sur ma main droite. J’ai ouvert les yeux. C’était une trace d’un centimètre ou deux qui ressemblait à un trait de couleur jaune-vert. Ils ont conclu que c’était positif.»

Un nouveau test est effectué sur sa main, à l’aide d’un coton-tige et placé dans un écouvillon. Clément est placé en garde à vue pour 24h, prolongée de 4 heures. Motif indiqué : « Participation à un groupement en vue de commettre des dégradations ou des violences. » De son côté, le journaliste dit n’avoir aucune idée de comment le produit est arrivé sur sa main. De surcroit, une autre question se pose : si le journaliste était bien présent sur les lieux, avec sa carte de presse et son appareil d’enregistrement, que justifie la présence d’un liquide de marquage, sinon qu’il était sur les lieux ?

Reporterre s’est entretenu avec un deuxième homme, un manifestant cette fois, qui a également été arrêté par les gendarmes pour un contrôle aux PMC. « Deux personnes ont été privées de liberté pendant 24 heures, parce qu’on a mis une lumière sur elles et qu’elles ont une légère trace sur la main, c’est troublant », s’inquiète Chloé Chalot, l’avocate de Clément B, auprès du média indépendant.

Quel cadre légal pour les PMC ?

Il n’existe aucun cadre légal pour l’utilisation des Produits de marquage codés au sein des manifestations à ce jour — bien que le ministère de l’Intérieur espère déjà qu’il s’agirait d’une « preuve matérielle solide » (« L’unicité des codes confère à la technologie un caractère particulièrement discriminant qui contribue à élever les PMC au rang des preuves matérielles au sein du procès pénal. Comme tout autre élément de preuve, il se doit nécessairement d’être corroboré par les autres indices et données de l’enquête.»)

Dans un rapport de 2021 fait au nom de la commission d’enquête relative à l’état des lieux, la déontologie, les pratiques et les doctrines de maintien de l’ordre, la secrétaire générale du syndicat Unité magistrats FO justifie l’objectif du dispositif : l’idée serait « de marquer à distance des individus auteurs d’infractions lorsqu’ils ne peuvent faire l’objet d’une interpellation immédiate, puisqu’ils sont souvent rompus à l’exercice et ont la capacité de s’échapper (…) La traçabilité permettrait de mieux identifier les auteurs de troubles à l’ordre public et d’infractions.»

Une « efficacité douteuse et une légalité incertaine, faute de texte »

Son enthousiasme est toutefois douché par Christian Rodriguez, directeur général de la gendarmerie, auditionné en septembre 2020 : « La gendarmerie nationale a déjà testé le recours à ces solutions, mais son directeur général a fait part à la commission d’enquête de son scepticisme sur l’intérêt de cette solution, quand elle est employée isolément », peut-on lire. Il estime qu’elle serait bénéfique uniquement couplée à des images de caméra, « lorsque l’on ne voit pas bien une personne sur une image, mais que l’on sait comment elle était habillée ce jour-là et que l’on retrouve sur elle ou ses vêtements des traces de marqueur chimique

Malgré tout, la rapporteuse recommande leur utilisation : « Couplé avec les autres dispositifs que votre rapporteur souhaite développer, il pourrait permettre de lutter plus efficacement contre les violences survenant durant les manifestations

En 2019, l’avocat Thierry Vallat s’inquiétait déjà auprès du Parisien : « On aura au moins la certitude que la personne était sur place. Était-elle pour autant en train de commettre un acte répréhensible ? Le marquage ne pourra pas le dire. » En 2021, il parle dans un billet de blog d’une « efficacité douteuse et une légalité incertaine, faute de texte ».

Dans la loi pourtant, rien n’encadre l’utilisation de ces produits, ni ne permet de justifier l’arrestation d’une personne présente en manifestation sur la simple base d’une détection d’un de ces marqueurs.

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Asseyez-vous et regardez l’Europe se suicider

Source : reseauinternational.net – 8 avril 2022 – Pepe Escobar

Asseyez-vous et regardez l’Europe se suicider

Si l’objectif des États-Unis est d’écraser l’économie de la Russie par des sanctions et l’isolement, pourquoi est-ce l’Europe qui est en chute libre sur le plan économique ?

Le spectacle saisissant de l’Union européenne (UE) en train de se faire hara-kiri au ralenti est quelque chose d’inoubliable. Comme un remake bon marché de Kurosawa, le film raconte en fait la démolition de l’UE par les États-Unis, avec le détournement vers les États-Unis de certaines exportations clés de matières premières russes, au détriment des Européens.

Il est utile d’avoir une actrice de la 5ème colonne stratégiquement placée – en l’occurrence l’étonnante incompétente Ursula von der Lugen, chef de la Commission européenne – qui annonce avec véhémence un nouveau train de sanctions écrasant : Interdiction aux navires russes d’accéder aux ports de l’UE ; interdiction aux entreprises de transport routier de Russie et de Biélorussie d’entrer dans l’UE ; fin des importations de charbon (plus de 4,4 milliards d’euros par an).

Dans la pratique, cela signifie que Washington fait pression sur ses clients/marionnettes occidentaux les plus riches. La Russie, bien sûr, est trop puissante pour être directement défiée militairement, et les États-Unis ont grandement besoin de certaines de ses exportations clés, notamment les minéraux. Les Américains vont donc pousser l’Union européenne à imposer des sanctions toujours plus sévères qui feront volontairement s’effondrer leurs économies nationales, tout en permettant aux États-Unis de tout rafler.

Les conséquences économiques catastrophiques à venir seront ressenties par les Européens dans leur vie quotidienne (mais pas par les 5% les plus riches) : l’inflation dévorera les salaires et les économies, les factures d’énergie de l’hiver prochain seront lourdes, les produits disparaîtront des supermarchés et les réservations de vacances seront presque gelées. Le Petit Roi de France Emmanuel Macron – peut-être confronté à une mauvaise surprise électorale – a même annoncé : « des coupons alimentaires comme pendant la Seconde Guerre mondiale sont possibles ».

L’Allemagne est confrontée au retour du fantôme de l’hyperinflation de Weimar. Le président de BlackRock, Rob Kapito, a déclaré au Texas que « pour la première fois, cette génération va entrer dans un magasin et ne pas pouvoir acheter ce qu’elle veut ». Les agriculteurs africains n’ont pas du tout les moyens d’acheter des engrais cette année, ce qui réduit la production agricole d’une quantité capable de nourrir 100 millions de personnes.

Zoltan Poszar, ancien gourou de la Fed de New York et du Trésor américain, actuel grand vizir du Crédit Suisse, a fait des siennes, soulignant que les réserves de matières premières – et, dans ce domaine, la Russie est sans égale – seront une caractéristique essentielle de ce qu’il appelle Bretton Woods III (bien que ce qui est élaboré par la Russie, la Chine, l’Iran et l’Union économique eurasienne soit un post-Bretton Woods).

Poszar remarque que, historiquement, les guerres sont gagnées par ceux qui disposent de plus de nourriture et d’énergie, autrefois pour alimenter les chevaux et les soldats, aujourd’hui pour nourrir les soldats et alimenter les chars et les avions de chasse. La Chine, par ailleurs, a accumulé des stocks importants de pratiquement tout.

Poszar note comment notre système actuel Bretton Woods II a une impulsion déflationniste (mondialisation, commerce ouvert, chaînes d’approvisionnement juste à temps) tandis que Bretton Woods III donnera une impulsion inflationniste (démondialisation, autarcie, accumulation de matières premières) des chaînes d’approvisionnement et des dépenses militaires supplémentaires pour pouvoir protéger ce qui restera du commerce maritime.

Les implications sont bien sûr écrasantes. Ce qui est implicite, sinistrement, c’est que cet état de fait pourrait même conduire à une troisième guerre mondiale.

Roublegaz ou GNL américain ?

La table ronde russe du Club Valdaï a organisé un débat d’experts essentiel sur ce que nous, au Cradle, avons défini comme le Roublegaz – le véritable changement de jeu géoéconomique au cœur de l’ère post-pétrodollars. Alexander Losev, membre du Conseil russe pour la Politique étrangère et de Défense, a présenté les contours du Grand Tableau. Mais c’est à Alexey Gromov, directeur en chef de l’énergie à l’Institut de l’Énergie et des Finances, qu’il revient de présenter les détails cruciaux.

Jusqu’à présent, la Russie a vendu 155 milliards de mètres cubes de gaz à l’Europe chaque année. L’UE promet rhétoriquement de s’en débarrasser d’ici 2027, et de réduire l’approvisionnement de 100 milliards de mètres cubes d’ici fin 2022. Gromov a demandé « comment », et a fait remarquer que « aucun expert n’a de réponse. La majeure partie du gaz naturel russe est acheminée par gazoducs. On ne peut pas simplement le remplacer par du gaz naturel liquéfié (GNL) ».

La réponse européenne, risible, a été de « commencer à économiser », comme dans « se préparer à être moins bien loti » et « réduire la température dans les foyers ». Gromov a fait remarquer qu’en Russie, « 22 à 25 degrés en hiver est la norme. L’Europe fait la promotion d’une température de 16 degrés comme étant ‘saine’, et du port de pulls la nuit ».

L’UE ne pourra pas obtenir le gaz dont elle a besoin auprès de la Norvège ou de l’Algérie (qui privilégie la consommation intérieure). L’Azerbaïdjan serait en mesure de fournir au mieux 10 milliards de mètres cubes par an, mais « cela prendra 2 ou 3 ans » pour se concrétiser.

Gromov a souligné qu’« il n’y a pas d’excédent sur le marché aujourd’hui pour le GNL des États-Unis et du Qatar », et que les prix pour les clients asiatiques sont toujours plus élevés. L’essentiel est que « d’ici à la fin de 2022, l’Europe ne sera pas en mesure de réduire de manière significative » ce qu’elle achète à la Russie : « elle pourrait réduire de 50 milliards de mètres cubes, au maximum ». Et les prix sur le marché spot seront plus élevés – au moins 1300 dollars par mètre cube.

Une évolution importante est que « la Russie a déjà modifié les chaînes logistiques d’approvisionnement vers l’Asie ». Cela vaut aussi bien pour le gaz que pour le pétrole : « Vous pouvez imposer des sanctions s’il y a un excédent sur le marché. Maintenant, il y a une pénurie d’au moins 1,5 million de barils de pétrole par jour. Nous allons envoyer nos approvisionnements en Asie – avec un rabais ». En l’état actuel des choses, l’Asie paie déjà une prime, de 3 à 5 dollars de plus par baril de pétrole.

Au sujet des expéditions de pétrole, Gromov a également commenté la question clé des assurances : « Les primes d’assurance sont plus élevées. Avant l’Ukraine, tout était basé sur le système Free on Board (FOB). Aujourd’hui, les acheteurs disent « nous ne voulons pas prendre le risque d’amener votre cargaison dans nos ports ». Ils appliquent donc le système Coût, Assurance et Fret (CIF), où le vendeur doit assurer et transporter la cargaison. Cela a bien sûr un impact sur les revenus ».

Une question absolument essentielle pour la Russie est de savoir comment faire la transition vers la Chine, son principal client en matière de gaz. Tout tourne autour du Force de Sibérie 2, un nouveau gazoduc de 2600 km qui part des champs gaziers russes de Bovanenkovo et Kharasavey à Yamal, dans le nord-ouest de la Sibérie – et qui n’atteindra sa pleine capacité qu’en 2024. En outre, il faut d’abord construire l’interconnexion à travers la Mongolie – « il nous faut trois ans pour construire ce gazoduc » – de sorte que tout ne sera en place que vers 2025.

Quant au gazoduc de Yamal, « la plus grande partie du gaz va en Asie. Si les Européens n’achètent plus, nous pourrons le réorienter ». Et puis il y a le projet Arctic LNG 2 – qui est encore plus grand que Yamal : « la première phase devrait être terminée bientôt, elle est prête à 80% ». Un problème supplémentaire pourrait être posé par les « non-amis » russes en Asie : le Japon et la Corée du Sud. Les infrastructures de GNL produites en Russie dépendent toujours de technologies étrangères.

C’est ce qui amène Gromov à noter que « le modèle d’économie basé sur la mobilisation n’est pas très bon ». Mais c’est ce à quoi la Russie doit faire face, du moins à court et moyen terme.

Les points positifs sont que le nouveau paradigme permettra « une plus grande coopération au sein des BRICS (les économies émergentes du Brésil, de la Russie, de l’Inde, de la Chine et de l’Afrique du Sud, qui se réunissent chaque année depuis 2009) », l’expansion du corridor de transport international Nord-Sud (INSTC) et une plus grande interaction et intégration avec « le Pakistan, l’Inde, l’Afghanistan et l’Iran ».

En ce qui concerne l’Iran et la Russie, des échanges en mer Caspienne sont déjà en cours, car l’Iran produit plus qu’il n’en a besoin et est prêt à accroître sa coopération avec la Russie dans le cadre de leur partenariat stratégique renforcé.

La géoéconomie hypersonique

Il revenait à l’expert chinois en énergie Fu Chengyu d’expliquer de manière concise pourquoi la volonté de l’UE de remplacer le gaz russe par du GNL américain est une chimère. En gros, l’offre américaine est « trop limitée et trop coûteuse ».

Fu Chengyu a montré comment un processus long et délicat dépend de quatre contrats : entre le développeur de gaz et la société de GNL ; entre la société de GNL et la société acheteuse ; entre l’acheteur de GNL et la société de cargaison (qui construit les navires) ; et entre l’acheteur et l’utilisateur final.

« Chaque contrat, a-t-il souligné, prend beaucoup de temps pour être achevé. Sans tous ces contrats signés, aucune partie n’investira – qu’il s’agisse d’investissements dans les infrastructures ou dans le développement de champs gaziers ». La livraison effective de GNL américain à l’Europe suppose donc que toutes ces ressources interconnectées soient disponibles – et fonctionnent comme sur des roulettes.

Le verdict de Fu Chengyu est sans appel : cette obsession de l’UE à se débarrasser du gaz russe aura « un impact sur la croissance économique mondiale, voire une récession. Ils poussent leur propre peuple – et le monde – à bout. Dans le secteur de l’énergie, nous serons tous lésés ».

Il est particulièrement instructif de juxtaposer les turbulences géoéconomiques à venir – l’obsession de l’UE à contourner le gaz russe et l’apparition de Roublegaz – avec les véritables raisons de l’Opération Z en Ukraine, complètement occultées par les médias et les analystes occidentaux.

Un ancien de l’État profond américain, aujourd’hui à la retraite, qui connaît bien les rouages de l’ancien OSS, le précurseur de la CIA, jusqu’à la démence néocon d’aujourd’hui, a fourni quelques informations qui donnent à réfléchir :

« Toute la question de l’Ukraine concerne des missiles hypersoniques qui peuvent atteindre Moscou en moins de quatre minutes. Les États-Unis les veulent là, en Pologne, en Roumanie, dans les États baltes, en Suède, en Finlande. C’est une violation directe des accords de 1991 selon lesquels l’OTAN ne s’étendra pas en Europe de l’Est. Les États-Unis n’ont pas encore de missiles hypersoniques, mais ils devraient en avoir dans un an ou deux. C’est une menace existentielle pour la Russie. Ils ont donc dû aller en Ukraine pour l’arrêter. Les prochains pays seront la Pologne et la Roumanie, où des lanceurs ont été construits en Roumanie et sont en cours de construction en Pologne ».

D’un point de vue géopolitique complètement différent, ce qui est vraiment révélateur, c’est que son analyse rejoint la géoéconomie de Zoltan Poszar : « Les États-Unis et l’OTAN sont totalement belliqueux. Cela représente un réel danger pour la Russie. L’idée que la guerre nucléaire est impensable est un mythe. Si vous regardez les bombardements de Tokyo contre Hiroshima et Nagasaki, il y a eu plus de morts à Tokyo qu’à Hiroshima et Nagasaki. Ces villes ont été reconstruites. Les radiations disparaissent et la vie peut reprendre. La différence entre une bombe incendiaire et un bombardement nucléaire n’est que l’efficacité. Les provocations de l’OTAN sont si extrêmes que la Russie a dû placer ses missiles nucléaires en état d’alerte. C’est une question très sérieuse. Mais les États-Unis l’ont ignoré ».

Source originale : The Cradle

Le Forum de Davos estime qu’il serait « rationnel » de pucer vos enfants

Source : olivierdemeulenaere.wordpress.com – 24 août 2022

Le Forum économique mondial suggère qu’il existe des moyens de « faire en sorte que ces technologies étonnantes fassent éthiquement partie de nos vies ».

La dernière technologie/politique très controversée que le Forum économique mondial (FEM) a entrepris de normaliser est l’idée d’implanter des puces de localisation dans les humains.

Il n’y a pas si longtemps, ceux qui spéculaient sur un avenir où cela se produirait étaient considérés comme des théoriciens du complot, mais aujourd’hui, l’organe le plus vocal des élites mondiales prédit que les implants de puces finiront par devenir une simple marchandise.

Et le Forum économique mondial estime que l’implantation de puces dans les enfants pourrait être considérée par les parents comme une décision « solide et rationnelle ». Tout cela apparaît dans un billet de blog sur le site de l’organisation consacré à l’avenir de la réalité augmentée (RA) et à ce qui est appelé « une société augmentée ».

Comme dans de nombreuses autres prises de position du FEM sur l’avenir de divers types de technologies, l’accent est mis sur l’insertion de la « bonne chose », c’est-à-dire sa propre « vision » de la direction que celles-ci devraient prendre, avec la mention inévitable de parties prenantes non définies de la société qui détiendront la clé de la question éthique de tout cela.

Le FEM parle de l’utilité supposée de la RA dans des domaines tels que les soins de santé, l’éducation et les milieux professionnels, avec l’idée sous-jacente de fournir des lignes directrices sur la manière de réguler « éthiquement » ce vaste pouvoir potentiel – et donc, en fin de compte, de le contrôler.

Le Forum économique mondial considère que la RA et les technologies similaires sont transformatrices, mais qu’elles ont besoin « du soutien, de la vision et de l’audace appropriés ».

Une fois de plus, on ne comprend pas très bien pourquoi le mot « audace » est utilisé, à moins qu’il ne s’agisse d’un euphémisme pour vendre certaines « visions » assez scandaleuses exprimées par le FEM, comme le remplacement des médicaments par des implants cérébraux qui manipuleront le corps à l’aide d’impulsions électriques, et l’association de toutes sortes de puces implantées dans les humains par le biais de la chirurgie, avec des capteurs que l’on pourrait trouver dans une chaise.

Ainsi, grâce à l’« intégration transparente », la qualité de vie de tous s’améliorera, promet le groupe basé à Davos.

« Aussi effrayants que puissent paraître les implants de puces, ils font partie d’une évolution naturelle que les objets connectés ont connue autrefois. Les appareils auditifs ou les lunettes ne sont plus stigmatisés », peut-on lire dans le billet de blog. « Ils sont des accessoires et sont même considérés comme un article de mode. De la même manière, les implants vont évoluer vers un produit de base. »

Mais les détracteurs de ces tendances affirment que leur opposition n’a rien à voir avec les « stigmates » – plutôt avec de sérieuses préoccupations concernant les droits civils, la vie privée et le concept même d’autonomie humaine.

Reclaim The Net, le 20 août 2022

Traduction Anguille sous roche

L’euthanasie des enfants de moins de 12 ans bientôt légale aux Pays-Bas : illustration du glissement barbare des lois de mort

Le gouvernement des Pays-Bas a confirmé qu’un projet en l’air depuis plus d’un an sera traduit en droit avant la fin de cette année : la légalisation de la mise à mort médicale d’enfants ayant entre 1 et 12 ans deviendra ainsi possible dans le cas de « souffrances physiques insupportables et sans perspective » en fin de vie et ne cédant devant aucun traitement. Le terme d’« euthanasie » des enfants a été repris par de nombreux médias mais juridiquement, il s’agira d’autre chose : de l’application d’un protocole de « fin de vie » par décision du corps médical en accord avec les parents. Sur le plan du langage ordinaire, toutefois, le terme d’» euthanasie » correspond bien à ce qui se met actuellement en place.

Mais dans la loi néerlandaise, l’euthanasie fait nécessairement suite à une demande du patient, qu’elle soit actuelle ou qu’elle résulte de ses directives anticipées.

La campagne médiatique qui a précédé cette initiative depuis plus d’un an, et la complicité d’une grande partie de la presse néerlandaise qui insiste sur le « soulagement » des parents qui restent impuissants devant l’épreuve de la maladie de leur enfant, ont rendu possible cette nouvelle transgression. C’est l’illustration du principe du glissement vers toujours plus de barbarie, une fois que l’interdit de tuer l’innocent, point fondamental de la loi naturelle inscrite dans le cœur de tout homme (mais parfois bien obscurcie…) a été écarté. Cela étant acquis, les étapes suivent à leur rythme, selon les pays et l’évolution des mentalités.

La pente glissante de l’euthanasie

Le verrou de l’interdit frappant la mort donnée à celui qui souffre (comme dans l’euthanasie), ou à celui qui arrive au mauvais moment (comme dans l’avortement) a donc sauté. Et les Pays-Bas sont passés par de multiples évolutions déjà : celle du nombre (une mort sur vingt y résulte déjà d’une euthanasie), celle des nouveaux cas justifiant l’euthanasie – souffrance psychique, maladie cognitive en voie d’aggravation, multiplication d’affections dont aucune n’est mortelle, état de démence accompagné d’une déclaration de demande d’euthanasie préalable, euthanasies en couple – celle du regard public sur la mort choisie. L’euthanasie des mineurs (de 12 à 16 ans avec l’accord parental, puis jusqu’à 18 ans sans cet accord, même si les parents doivent être impliqués dans la discussion) est possible depuis que la loi néerlandaise d’euthanasie, la première au monde, est entrée en vigueur en 2002.

Pour les bébés de moins de 1 an, la mise à mort délibérée par voie médicale est possible aux Pays-Bas depuis 2004 selon le « protocole de Groningue » mis sur pied par des pédiatres et des officiers de justice de cette ville pour répondre aux cas où « la seule façon de mettre fin à la douleur » serait de « laisser mourir le patient de manière très minutieuse », sans pour autant encourir une accusation de meurtre.

« Protocole de Groningue » pour les mineurs de 12 ans

Pour autant, l’expression « protocole de Groningue » cherche juste à faire la différence avec euthanasie, pratiquée, comme nous l’avons vu, à la demande du patient. Le protocole de Groningue permet en réalité de tuer ou de « laisser mourir », faute de soins, sans tomber sous le coup des exigences de la loi d’euthanasie proprement dite.

Dans la pratique, depuis la petite vingtaine d’années que ce protocole existe, entre 20 et 100 enfants de moins d’un an ont ainsi été poussés dans la mort avec l’accord de leurs parents, sans que l’on sache si ces statistiques sont exhaustives : ne s’agissant pas d’une « euthanasie » au sens légal, ces actes échappent à la vigilance des commissions régionales chargées d’évaluer chaque euthanasie réalisée, le médecin n’étant pas obligé de les signaler. Leur petit nombre s’explique aussi par la possibilité des avortements tardifs qui sont pratiqués sur la foi des examens prénataux et éliminent les enfants à naître souffrant de handicaps physiques ou mentaux graves.

Le protocole de Groningue prévoit plusieurs façons de mettre fin à la vie d’un bébé pendant la première année de sa vie : cela va du refus de soins nécessaires à la vie – et c’est le cas de loin le plus fréquent, qu’on pourrait qualifier l’euthanasie lente – à la mise à mort dite « active » par l’administration d’une substance létale.

Les Pays-Bas et la mort pour tous

Avec la modification souhaitée par le ministre néerlandais de la Santé, Ersnt Kuijpers, et qui devrait être mise en œuvre par l’exécutif après que celui-ci aura recueilli l’avis des soignants sur d’éventuels critères et protocoles d’application, il s’agit d’étendre le recours au protocole de Groningue, et même d’autoriser une « fin de vie active », au « bénéfice » des enfants de 1 à 12 ans, mais sans la condition sine qua non de la volonté personnelle exprimée. Il faudra le feu vert de deux médecins et l’accord explicite des deux parents pour pouvoir passer à l’acte. Le médecin directement chargé de l’enfant devra aussi acquérir la certitude que le protocole de fin de vie ne s’appliquera d’aucune manière contre la volonté personnelle de l’enfant. Une commission d’évaluation sera chargée a posteriori, en lien avec le ministère public, de vérifier le respect des conditions légales au cas par cas.

La lettre par laquelle le ministre Kuijpers annonce sa volonté note que dans certains cas – quelque 5 à 10 par an, pas plus, dit-on – l’enfant souffre d’une manière telle que les soins palliatifs ne parviennent pas le soulager. La sédation profonde peut alors s’employer – et dans ce cas il n’y a pas nécessairement intention de donner la mort ou d’abréger la vie, mais de lutter contre une douleur qui ne cède devant rien d’autre – mais cette solution, pas immorale en soi, n’est pas acceptée par certains. C’est par choix, voire par idéologie que le glissement vers l’euthanasie s’opère.

De même le choix d’une simple décision de l’exécutif a-t-il été dicté par la volonté de ne pas soumettre cette question hautement sensible au Parlement, où la coalition qui soutient le gouvernement n’affiche pas d’unité sur le sujet.

Souffrance des enfants, souffrance des parents

Les exemples qui sont donnés pour justifier la mise à mort délibérée sont terribles : on parle ainsi d’un enfant qui a hurlé à l’aide pendant trois jours en se frappant la tête avant de succomber d’une tumeur au cerveau ; ou d’enfants qui font des crises d’épilepsie quasiment en continu. La souffrance des parents devant ce que vit leur enfant fait évidemment partie de l’équation.

Mais tout se passe comme si l’euthanasie était la seule solution, l’unique horizon. Et on comprend pourquoi dans le contexte : aux Pays-Bas ; l’euthanasie devient peu à peu la norme, ou plus exactement, chose normale. 5 % des décès par euthanasie, c’est une petite proportion, mais elle est suffisante pour que chaque Néerlandais ait eu un proche, un ami, un collègue qui l’a choisie, et que l’approbation sociale se soit ainsi très largement étendue. Et il n’y a pas de raison d’améliorer les soins palliatifs – d’où cette course vers le « toujours plus ».

Ce « toujours plus » est en train d’ouvrir la porte à la mise à mort imposée aux plus faibles en la justifiant par la perception qu’ont des tiers – fût-ce leurs parents – de leurs souffrances. C’est un premier pas vers l’élimination à grande échelle des plus âgés, des plus malades, de tous ceux qui ne peuvent pas encore ou qui ne peuvent plus exprimer leur volonté.

Bien entendu, il n’est pas question ici de dire que l’expression de la volonté justifie l’euthanasie, la « mort choisie ». Mais cette dérive montre bien qu’en légalisant l’euthanasie, on a préparé le terrain à la mort choisie… par d’autres.

Et Dieu dans tout ça ? On n’en parle même plus.

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