
Keine verirrte Rentnerin, sondern Deutschlands Verteidigungsministerin: Christiane Lambrecht (l.) (Foto:Imago)
Wie Deutschlands Soldaten über ihre Oberkommandierende Christiane Lambrecht – die fraglos peinlichste Verteidigungsministerin, die Deutschland je hatte – denken, lässt sich aus dem Verdikt aus dem Dienst ausgeschiedener Offiziere heraushören, die ihre Meinung ohne dienstrechtliche Konsequenzen frei sagen dürfen. Sicherheitshalber bleiben sie dennoch anonym. So wie ein Bundeswehr-Ex-Oberst, den „Focus“ heute mit den Worten zitiert: „Im Krieg können wir uns Dilettanten an der Spitze der Bundeswehr nicht leisten.” Anzumerken wäre hierbei, dass Deutschland sich zum einen natürlich nicht „im Krieg“ befindet – auch wenn sich die Regierung dieses infantilen grünen Micky-Mouse-Landes mit einer Art debilen Kindlichen Kaiserin als Außenministerin gerne selbst so stilisiert -, und dass sich Deutschland natürlich auch in Friedenszeiten keine Dilettanten an der Spitze seiner Streitkräfte leisten dürfte. Letzteres fällt allerdings in dem Maße nicht mehr ins Gewicht, wie nach und nach auch alle anderen Regierungsressorts mit erwiesenen fach- und bildungsfremden Flachzangen und Vollpfosten besetzt wurden, die kein normaler Mensch auch nur zum Kartoffenholen in den Keller schicken oder ans Steuer eines Dreirads lassen würde. Mit der Führung eines (noch) führenden Industriestaates jedoch kann man sie anscheinend problemlos betrauen.
Das „Puma”-Debakel, um das es beim Zorn der Bundeswehr auf ihre Dienstvorgesetzte aktuell geht, handelt es sich gleichwohl nur um die jüngste einer ganzen Reihe von Pannen, und dass Lambrechts SPD-Parteifreund und Vorgesetzter Olaf Scholz bis heute noch nicht die Reißleine gezogen und sie aus dem Amt entfernt hat, können sich selbst wohlmeinende Beobachter inzwischen nur noch damit erklären, dass der Kanzler tatsächlich an Demenz oder zumindest partieller Amnesie zu leiden scheint; vermutlich hat er schlicht vergessen, was Lambrecht in ihrer gerade gut einjährigen Amtszeit alles verbockt hat. Der Hubschrauberflug mit ihrem Sohn nach Sylt; ihr hochnotpeinliches „Pumps-Gate” beim Truppenbesuch in Mali; ausgeplauderte interne Absprachen zur Lieferung deutscher Patriot-Flugabwehrsysteme an Polen, womit sie die NATO-Partner brüskierte; das Hickhack um den Kauf von F35-Tarnkappen-Bombern für knapp 10 Milliarden Euro. Fast wöchentlich erweist sich Lambrecht als heillos überfordert und blamiert Deutschland mehr.
Ahnungslos ins Blaue hineinregieren
Die Inkompetenz der Ministerin wurde jedoch durch nichts deutlicher als in der aktuellen Puma-Affäre – als Lambrecht dem Haushalts- sowie der Verteidigungsausschuss des Bundestages empfahl, 850 Millionen Euro für die Nachrüstung von 143 Fahrzeugen bereitzustellen und dieser Empfehlung ausgerechnet einen Tag stattgegeben wurde, nachdem bei einer Truppenübung alle 18 Puma-Schützenpanzer ausgefallen waren. Der Ausschuss verließ sich natürlich auf Lambrechts Empfehlung – die diese gegeben hatte, obwohl der Bundesrechnungshof schon am 2. September (!) der Regierung dringend nahegelegt hatte, entsprechende Vertragsverhandlungen sofort abzubrechen, weil das System nicht die dafür notwendige technische Reife aufweise. Dass es solche Vorbehalte und grundsätzlichen Probleme mit dem Puma hab, hatten die Abgeordneten erst aus der Presse erfahren. Wie „Focus“ schreibt, trägt die Hauptverantwortung für die „andauernde Misere” nach Einschätzung des zitierten Bundeswehr-Waffenexperten und Ex-Obersten, der über „detaillierte Einblicke in die Gesamtstruktur der Bundeswehr” verfüge, allein, die Bundesverteidigungsministerin.
Das Hauptproblem unter Lambrecht sind offenbar chaotische Informations- und Nachrichtenwege innerhalb des Ministeriums selbst, vor allem aber auch zum parlamentarischen Verteidigungsausschuss. Die völlig ahnungslos ins Blaue hineinregierende Ministerin bringt mehr Unruhe in die Abläufe, als sie zu harmonisieren, und sabotiert so effiziente Sachentscheidungen. Der von „Focus“ befragte Experte erklärt,
das Problem liege „am Zusammenspiel der Top-Positionen im Verteidigungsapparat, zu denen auch der Generalinspekteur der Bundeswehr sowie der Staatssekretär” zählten. Die oberste Pflicht des Generalinspekteurs sei ist, „überall dort den Minister täglich zu briefen, wo etwas Wichtiges beim Heer, der Luftwaffe oder der Marine nicht funktioniert.. Lambrecht hat durch Nichtstun dafür gesorgt, dass sie hingegen nicht so zeitnah informiert wird, wie es ihr Job erfordert.” Für die Besetzung dieser hochrangigen Positionen sei jedoch die Bundesverteidigungsministerin zuständig – und die habe sich mit Generalinspekteur Eberhard Zorn und Staatssekretär Benedikt Zimmer zwei Männer ausgesucht, die „zwar gut reden können, aber eben nur elegante, leise Mitmacher sind, die der Ministerin selbst durch zu viele eigene Forderungen nicht gefährlich werden können”, so der Offizier. Der Fisch stinkt auch in diesem Schlüsselressort der Ampel also wieder einmal vom Kopf.




Matthew Ehret




