Droht ein weiteres Mariupol? Über 90.000 Zivilisten dienen als lebende Schutzschilde für ukrainische Truppen im Ballungsgebiet Kramatorsk-Slawjansk in der Region Donezk
Ukrainische Streitkräfte haben im Ballungsgebiet Kramatorsk-Slawjansk in der Region Donezk ein befestigtes Gebiet, das mehr als 170 Quadratkilometer umspannt, eingerichtet und für den Wehrbetrieb eines klassischen befestigten Raums notwendigen Reserven dort angelegt. Diese Information gab Generaloberst Michail Misinzew, Leiter des russischen Nationalen Verteidigungskontrollzentrums, am Mittwoch bekannt:
„In der Agglomeration Kramatorsk-Slawjansk haben Einheiten der ukrainischen Streitkräfte wie zuvor in Mariupol eine zusammenhängende Befestigungsanlage mit einer Gesamtfläche von über 170 Quadratkilometern eingerichtet und die notwendigen Reserven an Waffen, Munition, Treib- und Schmierstoffen, Lebensmitteln und Medikamenten angelegt.“
Misinzew, der auch das russische Hauptquartier für die Koordinierung humanitärer Maßnahmen in der Ukraine leitet, berichtete von der grausamen Taktik, die die Besatzer dieses improvisierten befestigten Raumes anwenden:
Aufklärungsdaten zufolge haben die Kämpfer wie zuvor in Mariupol schwere Waffen und Kampffahrzeuge in dicht besiedelten Gebieten disloziert und Feuerstellungen in Häusern eingerichtet. Ebenso wie in Mariupol werden Stadtbewohner unter dem Vorwand ihrer eigenen Sicherheit in Kellern festgehalten. An den Wänden von Gebäuden wurden Aufschriften von der Art „Achtung! Kinder!“ oder „Hier sind Kinder! Nicht schießen!“ angebracht.
Nach Angaben des Generals haben ukrainische rechtsextreme Milizen insgesamt mehr als 90.000 Zivilisten in Wohngebieten und auf den Geländen von mehr als 10 großen Industrieunternehmen in Kramatorsk und Slawjansk eingesperrt und missbrauchen sie als menschliche Schutzschilde:
„Um seine verbrecherischen Ziele zu erreichen, ist das Kiewer Regime bereit, die Leben von Tausenden eigener Bürger zu opfern. Dies entspricht den Methoden, die die Nazis während des Großen Vaterländischen Krieges zur Schaffung von ‚Festungsstädten‘ anwandten.“
Misinzew betonte, dass solcher Umgang der ukrainischen Faschisten mit der Zivilbevölkerung allen allgemein anerkannten Normen der Moral und den Prinzipien des humanitären Völkerrechts widerspricht. Bei solchen Aktionen handele es sich um Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Terrorismus, was die Vertreter des Kiewer Regimes ebenso zu Kriegsverbrechern und Terroristen macht wie die unmittelbaren Täter selbst.
Der Generaloberst rief die Weltgemeinschaft, die Vereinten Nationen, die OSZE sowie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und weitere internationale Organisationen auf, unverzüglich alle verfügbaren Maßnahmen zu ergreifen, um die Zivilbevölkerung aus diesen von den ukrainischen Streitkräften kontrollierten Städten so schnell wie möglich zu evakuieren.



