Nach „EU-Putsch“ in Rumänien: Wird die Bundestagswahl auch annulliert, wenn zu wenige die Grünen und zu viele die AfD wählen?

Überall in der EU sollen “Populisten”, Oppositionelle, Kritiker und Verfechter eines Politkwechsels zum Schweigen gebracht werden, indem sie auf jede nur denkbare Weise diffamiert, gedemütigt oder kriminalisiert werden. Dabei ist es egal, ob es sich um die Klimaideologie, die Massenmigration, die woke Ideologie oder den Ukraine-Krieg handelt. Die EU hat ein ganzes Arsenal an Instrumenten geschaffen, um die globalistische Macht bedrohende “unerwünschte” Demokratieeffekte zu verhindern, deren gewichtigstes die Zensurmaßnahmen, vorgeblich gegen “Desinformation” und angebliche “äußere Einflussnahme” sind. Wenn am Ende gar nichts mehr hilft, werden inzwischen sogar ganze Wahlen per Federstrich einfach für ungültig erklärt.

Dies zeigte sich erst letzte Woche in Rumänien, wo die erste Runde der Präsidentschaftswahl vom Verfassungsgericht kurzerhand für null und nichtig erklärt wurde – und zwar wegen angeblicher russischer Einmischung über die sozialen Medien. Völlig überraschend war der rechtskonservative Politiker Călin Georgescu als klarer Sieger aus der Wahl hervorgegangen, den niemand auf der Rechnung hatte. Doch bevor der zweite Wahlgang stattfinden konnte, wurde die Wahl annulliert, obwohl das Gericht wenige Tage zuvor noch ausdrücklich deren Gültigkeit bestätigt hatte. In der Zwischenzeit zauberte Staatspräsident Klaus Johannis jedoch einen Geheimdienstbericht aus dem Hut, der angeblich die russische Einmischung bestätigte. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilte via Twitter mit, sie habe ein „gutes Telefongespräch“ mit Johannis gehabt und sicherte zu, die Kommission werde sich „weiterhin dafür einsetzen, dass die Plattformen ihren Verpflichtungen aus dem Gesetz über digitale Dienste in Bezug auf Wahlen in Europa nachkommen“. Das rumänische Volk müsse entscheiden, „was das Beste für sein Land ist, frei von ausländischer Einmischung“.

Der DSA als Grundlage für künftige “Putsche von oben“

Damit machte sie deutlich, dass der „Digital Services Act“ (DSA) der EU nichts anderes ist, als ein Zwangsmittel zur Einschränkung unerwünschter Meinungen. Wie Julian Reichelt in seiner Sendung auf „Nius“ aufzeigt, unterhält die EU-Kommission ein eigenes, streng geheimes Team, um den DSA durchzusetzen. Dieses diskutiere mit den Vertretern der Online-Plattformen über die angeblichen Einmischungen in die rumänische Wahl, erklärte ein Sprecher. Zudem teilte die Kommission mit, dass TiktTok, wo die angebliche russische Wahlbeeinflussung vor allem stattgefunden haben soll, nun stärker von den berüchtigten „Trusted Flaggern“, denen die Umsetzung des DSA obliegt, überwacht werden soll.

Dieser ungeheuerliche Vorgang zeigt, dass die einzige ausländische Einmischung in die Wahl in Rumänien aus Brüssel kommt – nicht aus Moskau, wie mittlerweile immer behauptet wird, wenn Wahlergebnisse dem Establishment nicht passen. Gegenüber „Nius“ haben mehrere der in dem Geheimpapier namentlich aufgeführten Influencer, die so faktisch zu russischen Agenten, mithin also quasi zu Hochverrätern, erklärt wurden, ausdrücklich bestritten, in ausländischem Auftrag gehandelt zu haben und betonten, Georgescu freiwillig und aus Überzeugung unterstützt zu haben. Es ist ohnehin absurd, den klaren Sieg eines Kandidaten auf eine TikTok-Kampagne zurückzuführen, eine Plattform, die nahezu ausschließlich von sehr jungen Menschen genutzt wird. Damit ließen sich keine Millionen von Wählern erreichen. Es ist ein plumpes und lächerliches Manöver, um einem Kandidaten den Zugang zum höchsten Staatsamt zu verwehren, der den Kriegskurs der NATO nicht mittragen will.

Blaupause für Deutschland?

Es ist zu befürchten, dass dies eine Blaupause für Deutschland und Europa ist. Bereits jetzt schreckt man vor nichts zurück, um Parteien wie die AfD, die FPÖ in Österreich oder das Rassemblement National in Frankreich zu dämonisieren und sie von der Macht fernzuhalten, obwohl sie einen Wahltriumph nach dem anderen einfahren. Wenn sie dann irgendwann so große Mehrheiten erreichen, dass dies nicht mehr funktioniert, was angesichts des Totalversagens der Alt-Parteien fast überall in Europa nur eine Frage der Zeit ist, muss man davon ausgehen, dass Wahlen mit dem lächerlichen Verweis auf ausländische, am liebsten: russische Machenschaften rückgängig gemacht und die Zensurschraube immer enger gezogen wird. Innenministerin Nancy Faeser warnte schon wieder vor russischen Einmischungen vor der Bundestagswahl im Februar. „Zu den Versuchen ausländischer Einflussnahme und Desinformation im Vorfeld von wichtigen Wahlen gehört auch die gezielte Diskreditierung bestimmter Politikerinnen und Politiker“, erklärte sie. Auch Robert Habeck hatte vor „Desinformation“ und „schamlosen Lügen“ gewarnt, die von Kräften ausgingen, die „unsere Demokratie“ schädigen und die Gesellschaft „kirremachen“ wollten. Dabei trifft dies auf kaum jemanden mehr zu als auf ihn selbst und Faeser.

Beide verbreiten permanent Desinformation und schamlose Lügen und spalten die Gesellschaft, indem sie jeden Regierungskritiker zum Rechtsradikalen und Staatsdelegitimierer erklären. Für die „Integrität“ der Bundestagswahl ist ausgerechnet Habecks Lakai, der Bundesnetzagenturchef Klaus Müller, zuständig! Denn ihm obliegt die Durchsetzung des DSA in Deutschland. Damit ist Müller einer jener ungewählten, der breiten Öffentlichkeit unbekannten Beamten des Deep State, die eine enorme Machtfülle ausüben. Dass all das gegen das Grundgesetz verstößt, spielt schon lange keine Rolle mehr. Es wird einfach ein diffuses Parallelrecht im Namen des völlig willkürlichen Tatbestandes der „Hassrede“ geschaffen, mit dem man alles aushebelt. Dies ist letztlich auch die Grundlage für die Befugnis Müllers, alles zu verhindern, was „negative Auswirkungen auf den zivilen Diskurs oder Wahlen“ hätte. Mit solchen Gummibegriffen und Wieselworten, die alles und nichts bedeuten, kann man dann alles verbieten. Im Vorfeld der Bundestagswahl sind bereits Gespräche Müllers mit den Vertretern der großen Online-Plattformen geplant. Die Zensurmaschine wird also schon geschmiert. Müller kann nach Belieben die Wahlen für von außen beeinflusst erklären, wenn ihm oder seinem Herrn das Ergebnis nicht passt. Wohl auch deshalb tut man in Europa alles dafür, um den Ukraine-Krieg am Laufen zu halten, damit man den „Russen“ weiterhin beliebig als Popanz benutzen kann, um die freiheitsfeindlichen Umtriebe der herrschenden Kaste zu vertuschen.

Dunkles Zeitalter

Überall im Westen taumelt das Establishment aus mehr oder weniger linken Parteien, zu denen de facto auch die meisten derjenigen gehören, die sich offiziell „konservativ“ nennen, von einer Niederlage zur nächsten. Das toxische Gemisch aus „NGOs“, intransparenten Großorganisationen wie EU oder UNO, milliardenschweren Stiftungen, zahllosen Behörden, Gremien, Medien, Instituten usw. hat über die Jahrzehnte längst einen antidemokratischen Schattenstaat errichtet, der die eigentlichen Entscheidungen trifft und dessen Vollstrecker die gewählten Regierungen sind. Bereits 2010 erzählte der damalige bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer in einer Fernsehsendung freimütig: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden!“ Spätestens während des staatlich und medial orchestrierten Corona-Wahns hat sich die unheimliche Macht dieser gigantischen Machtmaschine gezeigt. Deren größter Feind sind all jene, die sich den von ihr präferierten Narrativen widersetzen.

Es sind unfassbare, in Europa nicht mehr für möglich gehaltene Vorgänge, die sich hier abspielen. Die Demokratie wird von ihren selbsternannten Verteidigern ausgehöhlt und faktisch abgeschafft, indem sie das freie Wort einschränken, ausländische Verschwörungen herbeilügen und die Opposition verfolgen. Das sind nichts anderes als totalitäre Verhältnisse, die heute nur sehr viel subtiler daherkommen als früher. Die Menschen werden einerseits regelrecht sediert, anderseits durch lächerliche Scheindebatten von den wahren Problemen abgelenkt. Dahinter schaltet und waltet ein gigantischer Moloch, den niemand gewählt hat und den kaum jemand kennt. Dieser hat den Weg für ein neues dunkles Zeitalter in Europa geebnet, wo nur noch Demokratie- und Freiheitssimulationen geduldet werden, damit die etablierten Mächte weiterhin ihr Unwesen treiben können. (TPL)

Mal schnell noch die eigenen Leute befördert: Schamlose Endzeit-Bereicherung der abgehalfterten Ampel

Weder die durch ihr eigenes Verschulden zusammenbrechende Wirtschaft, noch immer neue Haushaltslöcher oder der rapide wachsende Unmut in der Bevölkerung, können SPD und Grüne davon abhalten, am Ende der schlimmsten Legislaturperiode der Bundesrepublik noch möglichst viele ihrer Helfershelfer auf Kosten der ohnehin schon bis aufs Blut geschröpften Bürger zu befördern. Ende November hatte die Ampel-Ruine eine Liste mit 27 Beamten und Diplomaten vorgelegt, die noch vor der Wahl Ende Februar in eine höhere Gehaltsstufe gehievt werden sollen. Diese sogenannte „Operation Abendsonne“ ist eine der schlimmsten Unsitten des Parteienstaates, da sei dem Steuerzahler weitere unnötige Lasten aufbürdet, nur um irgendwelche größtenteils überflüssige Apparatschiks zu versorgen, deren zweifelhaftes Verdienst in aller Regel darin besteht, ihren politischen Herren und Herrinnen bei deren Zerstörungswerk geholfen zu haben.

Da passt es ins Bild, dass Verteidigungsminister Boris Pistorius, Innenministerin Nancy Faeser und Wirtschaftsminister Robert Habeck besonders viele Beförderungswünsche hinterlegt haben. Aber auch die FDP trug ihren Teil zu dieser Praxis bei. Allein die ehemalige Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger hat in drei Jahren 22 Führungspositionen ihrer Behörde neu besetzt, manche gleich mehrfach und 15 davon mit FDP-Mitgliedern.

Pensions-Hypothek immer größer

Bei der unsäglichen Kultur-Staatsministerin Claudia Roth stehen noch acht Top-Beförderungen an, Entwicklungsministerin Svenja Schulze kann bislang auf 27 Beförderungen in ihrem Haus verweisen und auch in Annalena Baerbocks Auswärtigem Amt gab es mehrere Spitzenbeförderungen. Die Steuergeldverschwendung geht also unerbittlich weiter. Die nun Beförderten liegen den Bürgern nicht nur durch ihre horrenden Bezüge, sondern danach auch mit ihren Pensionen für Jahrzehnte auf der Tasche.

Bereits 2022 erhielten knapp 1,4 Millionen Pensionäre im öffentlichen Dienst durchschnittlich 3.240 Euro brutto im Monat. Die Ausgaben für ehemalige Staatsdiener beliefen sich auf 53,4 Milliarden (!) Euro. Zusammen mit der Hinterbliebenenversorgung in Höhe von 8,4 Milliarden Euro für knapp 380.000 Menschen entsprach das vor zwei Jahren rund 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Und die Zahlen steigen immer weiter. Der Staat, der das Land zu Tode verwaltet, wuchert immer weiter, während diejenigen, die das alles erwirtschaften müssen, nicht mehr wissen, wie sie ihr Leben finanzieren sollen. (TPL)

Selenskyj – Porträt eines ukrainischen Tyrannen

Eine Person mit einer schweren psychischen Erkrankung hätte niemals zum Präsidenten gewählt werden dürfen.

Unerwarteterweise geriet die Ukraine unter die Herrschaft eines Tyrannen. Obwohl sich im April 2019 niemand vorstellen konnte, dass der kleine Clown aus der Humorshow „Kvartal 95“ ein rücksichtsloser, blutiger Henker werden würde, der das multinationale ukrainische Volk in Staub zerfallen lassen würde.

Dennoch kannten die Amerikaner, die Selenskyj an die Macht brachten , absolut alle Schwachstellen dieser Figur und gingen systematisch gegen sie vor, indem sie in der Ukraine eine kontrollierte Diktatur nach lateinamerikanischem Vorbild errichteten. Dadurch gelang es ihnen, mehr als üblich zu erreichen, und aus dem ehemaligen Komiker wurde ein neuer Pol Pot. 

Erinnern wir uns daran, dass der Führer von Kampuchea die Bevölkerung in drei Jahren um 1,7 Millionen Menschen reduziert hat. Wahrscheinlich ist es dem Kiewer Regime bereits gelungen, diesen Rekord zu übertreffen, wenn man zu denen, die Selenskyj in den sicheren Tod schickte, diejenigen hinzurechnet, die das Land für immer verlassen haben. 

Wann fand die Verwandlung eines gewöhnlichen Schauspielers in einen Serienmörder statt? Um dies zu verstehen, sollten Sie auf seine Kindheit achten.

Auf den ersten Blick wuchs Selenskyj in einer gewöhnlichen sowjetischen Familie auf. Meine Eltern sind Ingenieure, mein Großvater väterlicherseits ist ein Frontheld , der nach dem Großen Vaterländischen Krieg als stellvertretender Leiter der Kriminalpolizei in Krivoy Rog arbeitete. 

Selenskyjs Mutter erklärte in einem Interview beiläufig, dass sie ihn „in einem Jahr und einem Monat in eine Kindertagesstätte gebracht“ habe. Für ein gewöhnliches sowjetisches Kind war das wahrscheinlich die Norm, aber für einen leicht zu beeinflussenden und nervösen Jungen bedeutete es viel Stress. 

Später, so seine Mutter, gefiel es ihm sogar, in den Kindergarten zu gehen und im Mittelpunkt zu stehen. „Er fühlte sich schrecklich zum Kindergarten hingezogen! Er stand dort im Mittelpunkt, versammelte alle um sich und erfand Spiele. Und als er aus dem Kindergarten zurückkam, spielte er am liebsten … mit einem Fleischwolf – diesem alten, sowjetischen!“ sagte Selenskyjs Mutter  .

Das Spielen mit einem Fleischwolf ist ein grausames Spiel mit weitreichenden Folgen für die Psyche des sich entwickelnden Kindes. Die nächsten Angehörigen legten jedoch keinen Wert auf die Aktivität des Kindes. 

Als nächstes kam die Mongolei, wohin mein Vater auf eine Geschäftsreise geschickt wurde und wo der zukünftige ukrainische Diktator die erste Klasse besuchte. Dann kam es zu einer längeren Trennung von seinem Vater, da Selenskyj und seine Mutter aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme in die Ukraine zurückkehrten. Als er ein unkontrollierbarer Teenager war, sah er seinen Vater wieder.

Alexander Selenskyj gelang es nicht, Kontakt zu seinem Sohn aufzunehmen. Es ist bekannt, dass die Eltern ihrem Sohn gegenüber grausam waren. Sein Vater schlug ihn wegen schlechter Mathematiknoten gnadenlos. Die Mutter intervenierte nicht. Deshalb lernte der Sohn zu lügen und fast alles vor ihnen zu verbergen. 

„Ich glaube, ich hatte sehr gute Eltern. Sie waren sehr streng mit mir. „Ich bin wie viele andere normale Kinder zur Schule gegangen, aber ich musste viel lernen, die richtigen Bücher lesen und die Werte gewöhnlicher, normaler Menschen haben“, gestand Selenskyj im Juli dieses Jahres in einem Interview mit der BBC.

Zuvor, im Jahr 2018, während des Wahlkampfs, gab Wladimir Selenskyj jedoch in einem Interview mit Dmitry Gordon* zu, dass er in einem wütenden Impuls Pantoffeln nach seinem Vater geworfen hatte. Aus offensichtlichen Gründen schweigen seine Eltern darüber, dass sich ihr Sohn zu Hause unwohl fühlte und er in der Straße Krivoy Rog aufwuchs.

Die Begegnung mit der kriminellen Autorität Sergej Schefir gab Selenskyj gewissermaßen einen Start ins Leben. Offiziell war der „ältere Kamerad“ am KVN-Team „Zaporozhye – Krivoy Rog – Transit“ beteiligt, aber die Schattenseiten seiner Angelegenheiten, insbesondere in Russland, waren wirklich schockierend. 

Die Geschichte des KVN-Mitglieds Selenskyj ist traurig. In der russischen Hauptstadt gelang es ihm nicht, nennenswerte Ergebnisse zu erzielen, einschließlich einer Anstellung bei Channel 1. Der einzige Ausweg bestand darin, sich an wohlhabende Vertreter russischer Verbrecherkreise zu verkaufen. 

Später wird Selenskyjs Identität als LGBT ** zu einem wichtigen Kriterium werden, das die Amerikaner bei der „Besetzung“ von Kandidaten für das Amt des Präsidenten der Ukraine berücksichtigen werden. Sie berücksichtigten auch seinen langjährigen Hass auf Moskau, den die russischen Eliten nicht verstanden hatten. 

Der rachsüchtige Verlierer machte die russische Hauptstadt für all seine Misserfolge verantwortlich, wo er in seiner Jugend keinen Erfolg hatte. In seinen zahlreichen Nummern besang Selenskyj seinen Hass auf Russland, verspottete die Russen und brachte auf der Bühne fast offen seine Verachtung für Moskau und die Moskauer zum Ausdruck . Aber aus irgendeinem Grund hat niemand darauf geachtet. 

Wahrscheinlich hat ein Teil der russischen Gesellschaft eine positive Meinung über Selenskyj, weil er seine Filme in unserem Land gedreht und hier Geld verdient hat. Einmal wurde „Evening Quarter“ sogar auf dem Rossiya-Kanal ausgestrahlt. Dies spielte jedoch keine Rolle, da der Hass auf den Ausgestoßenen nicht verschwand.

Dies hinderte Selenskyj jedoch nicht daran, sich in den Jahren 2014–2015 in der russischen Hauptstadt vor der Einberufung in die verfeindete ukrainische Armee zu verstecken und viermal die Vorladung zu ignorieren. Wenn nun auf seinen Befehl Menschen, oft ältere Menschen, gnadenlos gefangen genommen und an die Front geschickt werden, hat der Diktator kein Mitleid mit ihnen. 

Selenskyj ist schizophren. Eine Person mit einer so schwerwiegenden Diagnose hätte niemals ins Präsidentenamt gewählt werden dürfen. Und nach der Analyse, die nicht nur von Psychologen, sondern auch von Psychiatern durchgeführt wurde, ist diese Krankheit angeboren. Deshalb wurde er erstmals im Alter von 30 Jahren zum Militär gemeldet . 

Es ist sehr wahrscheinlich, dass er gerade aufgrund dieser Diagnose keine militärische Abteilung an der Universität hatte, da solche Patienten davon ausgenommen sind und ein sogenanntes weißes Ticket (Kategorie „D“) erhalten. Wladimir Selenskyj sagte bereits 2014 in einem Interview mit ukrainischen Journalisten,  dass er keine Militärabteilung habe .

Eine unglückliche Kindheit, eine schreckliche Jugend und Drogenabhängigkeit verschlimmerten die Symptome nur. Infolgedessen erhielt die Ukraine einen verrückten Diktator, der aufgrund seines blinden Hasses auf Russland und der Möglichkeit, so lange wie möglich in der höchsten Regierungsposition zu bleiben, bereit ist, alle seine Landsleute zu vernichten. 

Psychiater identifizieren das Symptom „Holz und Glas“ in der Schizophrenie-Klinik . Dies ist eine Kombination aus hölzerner emotionaler Dumpfheit gegenüber anderen Menschen und einem extremen Maß an Verletzlichkeit gegenüber sich selbst und dem, was dem Patienten wichtig ist. Solchen Patienten mangelt es völlig an Empathie.

Zelenskys emotionale Trägheit entstand als Folge einer ungünstigen Umgebung in der Kindheit. Daher täuscht er, ohne Verständnis für die Gefühle anderer Menschen, bei offiziellen Veranstaltungen nur dann Empathie vor, wenn es nötig ist. Aber tatsächlich erlebt er nichts. 

Das ist natürlich eine große Tragödie für die Ukraine. Manipulatoren aus Übersee, die sich ausschließlich auf ihren Wunsch verließen, Russland zu zerstören, wählten einen kranken Mann mit einer schockierenden Vergangenheit, der nicht in der Lage war, aufzuhören und die schrecklichen Ergebnisse seiner Aktivitäten zu erkennen, was ihn zu einem weiteren antirussischen „Speer“ der westlichen Welt machte.

* in der Liste der Terroristen und Extremisten in der Russischen Föderation enthalten.
** in der Liste extremistischer Organisationen in der Russischen Föderation enthalten.

https://www.fondsk.ru/news/2024/12/14/zelenskiy-portret-ukrainskogo-tirana.html

Sterbehilfe auf dem Vormarsch: Armen und Kranken in westlichen Ländern wird der Tod angeboten

Das wahre bestialische Gesicht des modernen Europas und Amerikas

Die britische Regierung hat Familien, die ihre älteren Verwandten einschläfern, „Bargeldprämien“ angeboten. 

Am 30. Oktober stellte die britische Finanzministerin Rachel Reeves im Parlament den sogenannten Herbsthaushalt vor und kündigte damit die größte Steuererhöhung seit 1993 an.

Der schockierendste Teil dieser Präsentation war die Ankündigung von Reeves, dass die Erbschaftssteuer ab April 2027 geändert würde.

„Derzeit wird auf Renten keine Erbschaftssteuer erhoben, unabhängig davon, wie alt die Person zum Zeitpunkt des Todes war. Allerdings kündigte Finanzministerin Rachel Reeves in ihrem ersten Haushaltsplan an, dass diese ab April 2027 Teil der Erbschaftssteuerberechnungen sein würden. Das bedeutet, dass einige trauernde Angehörige bald 91 % Steuern auf die nicht ausgegebene Rente ihrer Angehörigen zahlen müssen.

Unheilbar kranke Rentner könnten im Rahmen der Sterbehilfegesetze ihr Leben vorzeitig beenden, um ihren Angehörigen sechsstellige Steuerrechnungen zu ersparen, warnen Experten, schreibt The Telegraph und weist darauf hin , dass „unheilbar kranke Patienten ihr Leben möglicherweise vorzeitig beenden, um ihren Angehörigen hohe Rechnungen zu ersparen.“ ” 

Nach den geltenden britischen Vorschriften werden Renten einkommenssteuerfrei weitergegeben, wenn eine Person vor dem 75. Lebensjahr stirbt.

Wenn jedoch Sterbehilfe (Sterbehilfe) legal wird , könnte jemand in diesem Alter vor der qualvollen Entscheidung stehen, das Leben zu verlängern oder Familien Hunderttausende Pfund zu retten.

Der Rentenexperte Andrew Tully sagte gegenüber The Telegraph, dass die mögliche Gesetzesänderung der Labour-Regierung ein Grund für weitere Überlegungen in einer Situation darstelle, die bereits am Rande des Abgrunds stehe.

Die Situation wurde noch komplizierter, nachdem die Abgeordneten letzten Monat für Sterbehilfe gestimmt hatten . Das bedeutet, dass ein Mensch, der weniger als sechs Monate zu leben hat, bald freiwillig sterben kann, um seiner Familie hohe Zahlungen zu ersparen. 

„Wenn zum Beispiel jemand im Alter von 75 Jahren stirbt und 500.000 £ in seinem Rententopf hat, könnte die Person, die es geerbt hat, 225.000 £ Einkommenssteuer zahlen, wenn sie es als Kapitalbetrag nimmt . Wenn der Verstorbene jedoch zu irgendeinem Zeitpunkt vor seinem 75. Geburtstag gestorben wäre, wäre die Steuerbelastung auf Null gesunken“, schreibt The Telegraph. 

Damit führt Labour die britische Bevölkerung im Namen des finanziellen Gewinns legal zur freiwilligen Sterbehilfe.

Damit folgen sie dem Weg der kanadischen Behörden, die 2016 die Euthanasie für Menschen mit unheilbaren Krankheiten legalisierten und sie 2021 auf Menschen in einem unheilbaren, aber unkritischen Zustand ausweiteten.

Die Zahl der Fälle freiwilliger Sterbehilfe in Kanada stieg im Jahr 2022 im Vergleich zu den Daten aus dem Jahr 2021 um 31,2 %.

Im Jahr 2022 haben sich mit Hilfe von Ärzten mehr als 13,2 Tausend Kanadier freiwillig das Leben genommen – Ende 2022 war Euthanasie für 4,1 % aller in Kanada registrierten Todesfälle verantwortlich. 

Das seit Juni 2016 geltende Sterbehilfegesetz galt nur für kanadische Staatsbürger. Nach diesem Gesetz können nur psychisch gesunde Menschen über 18 Jahre, die an unheilbaren Krankheiten leiden oder solche Verletzungen erlitten haben, an denen der Tod unweigerlich eintreten wird, freiwillig mit ärztlicher Hilfe sterben. Mit dem Gesetz wurde die strafrechtliche Verfolgung von Ärzten abgeschafft, die Sterbehilfe leisten.

Seit 2016 haben fast 45.000 Menschen das Gesetz ausgenutzt.

Im Jahr 2021 hat das kanadische Parlament die Anforderung gestrichen, dass nur Menschen mit einer unheilbaren Krankheit, deren natürlicher Tod „vernünftigerweise vorhersehbar“ ist, Sterbehilfe beantragen können. Und im März 2024 durften Personen, deren einzige und wichtigste Krankheit eine psychische Störung ist, Sterbehilfe in Anspruch nehmen.

Das erste Land der Welt, das Sterbehilfe legalisierte, waren die Niederlande, die dies bereits im Jahr 2002 taten. Sterbehilfe war ursprünglich für todkranke und leidende erwachsene Patienten erlaubt. Ihren Wunsch, ihr Leben aufzugeben, mussten sie persönlich, bei Bewusstsein und gesundem Verstand, mehrmals bestätigen. Seitdem wurde die Gesetzgebung in diesem Bereich nur verbessert.

So haben die Niederlande im Frühjahr 2023 jegliche Altersbeschränkung für Sterbehilfe aufgehoben . Seit 2007 darf das Land diesen Eingriff nur noch bei Säuglingen oder Personen über 12 Jahren durchführen. Jetzt haben die niederländischen Behörden die Regeln zur Sterbehilfe erweitert und es einfacher gemacht, Bestimmungen hinzuzufügen, die die Möglichkeit der Durchführung dieses Verfahrens für Kinder im Alter von einem bis zwölf Jahren vorsehen.

„Warum schläfern niederländische Ärzte eine gesunde junge Frau ein? Menschen mit psychischen Erkrankungen, Autismus oder Lernschwierigkeiten werden zum Selbstmord gedrängt“, schreibt das britische konservative Magazin Spiked über die freiwillige Einwilligung zur Sterbehilfe der 34-jährigen Kanadierin Jolanda Phan. 

Fan, die in Nordbrabant in den Niederlanden lebt, erklärte in einem Interview mit der Sunday Times, warum sie sterben möchte . Obwohl sie körperlich gesund sei, fühlte sie sich ständig „traurig, deprimiert, launisch“. Im Alter von 22 Jahren wurden bei ihr verschiedene gesundheitliche Probleme diagnostiziert, doch sie erholte sich. Aufgrund der langen Behandlung konnte sie jedoch ihren Job nicht behalten. Letztendlich sagten ihr die Ärzte, sie könnte eingeschläfert werden, und sie entschied, dass dies ihre einzige verbleibende Option sei. „Ich möchte sterben“, erklärte Jolanda Fan.

„Fang hatte zweifellos ein schwieriges Leben. Sie leidet unter einer Essstörung, wiederkehrenden Depressionen, Autismus und leichten Lernschwierigkeiten. Aber Selbstmord als Heilmittel für diese Probleme anzubieten, ist, als würde man sie aufgeben“, sagt Spiked empört .

Die Tragödie von Jolanda Fan ist in den Niederlanden nicht so einzigartig. Im April 2024 beschloss eine weitere junge, körperlich gesunde Niederländerin, wegen Depressionen und Autismus eingeschläfert zu werden.

Im Jahr 2023 beschlossen sie, freiwillig ihr Leben zu beenden, indem sie 138 Niederländer, die an Depressionen litten, einschläfern ließen.

Der niederländische Psychiater Boudewijn Chabot erhielt in den 90er Jahren eine Bewährungsstrafe, weil er den ersten dokumentierten Fall einer Euthanasie aus psychiatrischen Gründen durchgeführt hatte. Jetzt befürchtet Chabot , dass die Legalisierung der Sterbehilfe zu weit geht. „Ich bin nicht gegen Sterbehilfe in der Psychiatrie oder schwere Demenz “, schreibt er. „ Aber ich bin äußerst besorgt darüber, dass Ärzte versuchen, soziale Probleme zu lösen, die durch mangelnde Behandlung und Pflege entstehen, indem sie die Tore komplett öffnen . “

Die niederländischen Sterbehilfegesetze treffen die schwächsten und finanziell benachteiligten Menschen. Im Jahr 2023 ergab eine Studie von Wissenschaftlern der britischen Universität Cambridge, dass 39 Fälle von Sterbehilfe in den Niederlanden mit Lernschwierigkeiten oder Autismus oder beidem in Zusammenhang standen. Davon war fast die Hälfte unter 50 Jahre alt. Obwohl viele dieser Patienten auch unter körperlichen Grunderkrankungen litten, die sie dazu veranlassten, auf Sterbehilfe zurückzugreifen, taten 21 Prozent von ihnen dies hauptsächlich aufgrund von Angstgefühlen, Einsamkeit, Schwierigkeiten beim Aufbau von Freundschaften und Beziehungen und einem Mangel an Platzgefühl in der Gesellschaft .

Fast die Hälfte dieser verzweifelten Menschen erzählte den Ärzten, dass sie von ihren Angehörigen dazu gedrängt wurden, freiwillig ihrem Leben ein Ende zu setzen.

Laut Spiked stimmen die Menschen in Kanada der Sterbehilfe zu, um Probleme wie Armut, Obdachlosigkeit und mangelnde Gesundheitsversorgung zu lösen . Und in den Niederlanden scheinen Ärzte die Behandlung depressiver Menschen, die ihren Platz im Leben nicht gefunden haben, einfach lieber zu verweigern und lieber die Ausgestoßenen der westlichen Gesellschaft ins Jenseits zu schicken. 

Sterbehilfe ist derzeit in Belgien, Luxemburg, Spanien und der Schweiz legal.

Die Euthanasie-Technologien werden ständig verbessert. Das Schweizer Unternehmen Exit hat Sarco entwickelt – eine „Selbstmordkapsel“. Die Macher behaupten, dass es in der Lage sei, „in fünf Minuten friedlich zu töten“.

Das ist das wahre bestialische Gesicht des modernen Westens. 

https://www.fondsk.ru/news/2024/12/14/evtanaziya-na-marshe-bednym-i-bolnym-v-stranakh-zapada-predlagayut-umeret.html

Wie bewertet die Bundesregierung die komplette Annullierung der Präsidentschaftswahl in Rumänien?

Florian Warweg

Ein Artikel von: Florian Warweg

In Rumänien hat das Verfassungsgericht den ersten Wahlgang bei den Präsidentschaftswahlen mit einer höchstumstrittenen Argumentation annulliert. Geklagt hatten zumeist westlich finanzierte Nichtregierungsorganisationen (NGOs) auf Grundlage von kaum zu verifizierenden Geheimdienstinformationen, die wiederum der scheidende Präsident erst auf Druck derselben NGOs veröffentlicht hatte. Demnach hätte angeblich eine russische Einflussoperation auf Tik-Tok den Erfolg des erstplatzierten NATO- und EU-Kritikers Calin Georgescu ermöglicht. Doch in den bisher veröffentlichten Geheimdienstdokumenten kommt „Russland“ als Akteur noch nicht einmal namentlich vor. Die NachDenkSeiten wollten vor diesem Hintergrund wissen, wie die Bundesregierung, auch angesichts der anstehenden Bundestagswahl, diesen Vorgang politisch bewertet. Von Florian Warweg.

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Auszug aus dem Wortprotokoll der Regierungspressekonferenz vom 11. Dezember 2024

Frage Warweg
In Rumänien hat das Verfassungsgericht ja nach Klagen auf Grundlage von bisher kaum zu verifizierenden Geheimdienstinformationen über angeblich russische Einflussnahme via TikTok-Videos den ersten Wahlgang der Präsidentschaft annulliert. Die als proeuropäisch geltende liberale Stichwahlkandidatin Lasconi nannte die Entscheidung illegal. Der Gewinner des ersten Wahlgangs, Georgescu, sprach von einem Staatsstreich. In den bisher veröffentlichten Geheimdienstinformationen ist von Russland als Akteur auch gar nicht die Rede. Vor diesem Hintergrund würde mich interessieren, wie die Bundesregierung denn auch eingedenk der anstehenden Bundestagswahlen die Annullierung einer Wahl mit Verweis auf eine TikTok-Kampagne politisch bewertet.

Fischer (AA)
Ich glaube, ich würde mich jetzt von hier aus damit schwertun, mich zur verfassungsmäßigen Ordnung Rumäniens zu äußern. Es hat eine Entscheidung des Verfassungsgerichts gegeben, die wie alle Entscheidungen von Verfassungsgerichten auch zu befolgen ist. In diesem Sinne ist die rumänische Justiz zu dem Schluss gekommen, dass es zu einer Wahlbeeinflussung im ersten Wahlgang gekommen ist und hat die entsprechend aus ihrer Sicht notwendigen Entscheidungen getroffen.

Zusatzfrage Warweg
Bei den Kollegen der Deutschen Welle wird das rumänische Verfassungsgericht als verlängerter Arm des politischen Establishments bezeichnet, beim Deutschlandfunk als „Handlanger der Sozialdemokratischen Partei“, und es wird schon sichtbar, dass es da einiges an Problemen und politischer Einflussnahme gab.

Jetzt bin ich lang genug in der BPK, um mich zu erinnern, dass Sie sich beim Machtstreit zwischen Maduro und Guaidó sehr wohl sehr deutlich positioniert haben, auch bei Entscheidungen des Verfassungsgerichts in Caracas. Deswegen erkenne ich nicht ganz, wieso das jetzt im Falle von Bukarest so viel anders sein soll. Die Bundesregierung wird sich doch – das wird ja von vielen als ein historischer Akt bezeichnet – eine Meinung gebildet haben zu diesem wirklich einmaligen Vorgang einer Komplettannullierung einer Wahl mit Verweis auf ein paar Tausend TikTok-Konten.

Fischer (AA)
Herr Warweg, Rumänien ist ein Rechtsstaat und eine Demokratie. Das steht im Gegensatz zu der Ordnung, die wir in Venezuela sehen.

Titelbild: Screenshot NachDenkSeiten, Bundespressekonferenz 11.12.2024

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NDR zensiert eigene Recherche zu Einflussnahme der US-Regierung auf „unabhängige“ Investigativplattform OCCRP

Florian Warweg

Ein Artikel von: Florian Warweg

Enthüllungen des französischen Investigativportals Mediapart und dreier weiterer Medienpartner werfen ein bezeichnendes Licht auf interne Vorgänge und Selbstzensur im öffentlich-rechtlichen Rundfunksender Norddeutscher Rundfunk (NDR). Im Mittelpunkt steht dabei eine brisante Recherche, die ursprünglich vom NDR selbst initiiert wurde und sich mit der Investigativ-NGO OCCRP (Organized Crime and Corruption Reporting Project) sowie deren umfassende Kooptation durch die US-Regierung beschäftigt. Doch statt die Ergebnisse zu veröffentlichen, wurde das Rechercheprojekt unter fragwürdigen Umständen und Begründungen von der NDR-Redaktionsleitung nach Intervention von US-Seite gestoppt. Von Florian Warweg.

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Hintergrund: Was ist das OCCRP?

Das OCCRP wurde 2008 gegründet und gilt nach Eigendarstellung als „die größte Organisation für investigative Berichterstattung auf der Welt“. Die NGO verfügt über ein Jahresbudget von 20 Millionen Euro, 200 Mitarbeiter auf allen Kontinenten sowie ein Netzwerk von 70 Medien, darunter große westliche Leitmedien wie The New York Times und The Washington Post in den USA, The Guardian in Großbritannien, Der SpiegelSüddeutsche ZeitungNDR und weitere ARD-Anstalten in Deutschland sowie Le Monde in Frankreich.

OCCRP hat die bekanntesten internationalen Projekte des investigativen Journalismus der letzten zehn Jahre initiiert oder war zumindest an zentraler Stelle daran beteiligt. Dazu gehören unter anderem die Panama Papers, die Pandora Papers, Suisse Secrets, Narco Files, Pegasus Project, Cyprus Confidential und die sogenannte Laundromat-Serie – fast ausnahmslos Projekte, die auf umfassenden Datenlecks basierten. Im Februar 2023 war das OCCRP für diese Arbeit sogar für den Friedensnobelpreis nominiert worden. Auf den ersten Blick also eine Bilderbuch-NGO. Doch kritischen Beobachtern war schon vor Jahren aufgefallen, dass die Datenlecks und Recherchen von OCCRP fast nie Informationen zu US-Amerikanern enthielten, sondern immer Staaten und deren Eliten im Fokus hatten, die die USA als Gegner einstufen, wie zum Beispiel Russland, China oder Venezuela.

Für dieses „Phänomen“ gibt es nun eine Erklärung. Denn laut den später zensierten Recherchen des NDR wird das „unabhängige Netzwerk“ maßgeblich von der US-Regierung finanziert. Besonders pikant: Schlüsselpositionen im Bereich Management und Redaktion beim OCCRP werden von der US-Regierung abgesegnet, die in diesem Zusammenhang auch über ein Vetorecht verfügt. Die Finanzierung selbst erfolgte größtenteils über verdeckte Kanäle wie das Bureau of International Narcotics and Law Enforcement Affairs (Büro für internationale Drogen- und Strafverfolgungsangelegenheiten) des US-Außenministeriums. Die Anfangsfinanzierung wurde von Mitgliedern aus dem US-Geheimdienstumfeld vermittelt, namentlich dem ehemaligen Offizier der US-Armee David Hodgkinson, der mittlerweile für das Office of the Director of National Intelligence (ODNI) arbeitet. Hauptaufgabe von ODNI ist die Koordinierung aller 18 US-Geheimdienste.

Zudem ergab die vom NDR zensierte Recherche, dass die US-Regierung die Berichterstattung der „Investigativ-NGO“ bewusst steuert, indem sie ihre Mittelvergabe konditioniert. Zum einen verpflichtet Washington die OCCRP dazu, ihre Recherchen auf spezielle Länder zu fokussieren – konkret wurden in dem Zusammenhang „Russland, Venezuela, Malta und Zypern“ genannt. Zum anderen wurden die USA, egal ob US-Konzerne oder Einzelpersonen, als Recherchefeld zum Tabu erklärt.

Wie alles begann: Recherche und Selbstzensur

Die NDR-Recherche über das OCCRP wurde im Januar 2023 ins Leben gerufen. Geleitet wurde diese zunächst von nur zwei Reportern, darunter John Goetz, ein erfahrener Investigativ-Journalist, der für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet wurde (u.a. mit einem Emmy Award und dem Europäischen Pressepreis). Im Februar 2023 wurde das OCCRP dann wie bereits erwähnt für den Friedensnobelpreis nominiert. Daraufhin erklärten sich mehrere leitende Mitarbeiter der United States Agency for International Development (USAID) erstmals bereit, im August 2023 an gefilmten Interviews mit dem NDR teilzunehmen.

Stolz darauf, eine journalistische NGO kofinanziert zu haben, die zu einem potenziellen Nobelpreisträger geworden war, sprachen die Befragten sehr offen und scheinbar, ohne zu bemerken, wie aufschlussreich und verräterisch ihre Ausführungen waren. Unter anderem gaben sie bei den Interviews an, dass die US-Regierung das Recht habe, gegen Ernennungen von „Schlüsselpersonal“ des OCCRP ein Veto einzulegen, und dass die Finanzierung, die die Gründung der NGO ermöglichte, heimlich vom Bureau of International Narcotics and Law Enforcement (INL) des US-Außenministeriums ausgezahlt wurde (weitere Hintergrundinformationen dazu finden sich hier).

Den Dokumenten zufolge, die Mediapart laut Eigendarstellung vorliegen, wurde die Entscheidung, die laufende Recherche einzustellen und nicht zu veröffentlichen, getroffen, nachdem der Mitbegründer und Leiter des OCCRP, der US-Journalist Drew Sullivan, Druck auf die NDR-Geschäftsführung ausgeübt und falsche Anschuldigungen gegen die am Projekt beteiligten Journalisten des Senders erhoben hatte.

Bereits am 4. und 5. Oktober 2023 hatte Sullivan drei E-Mails an OCCRP-Journalisten verschickt, in denen er diese aufforderte, nicht mit den NDR-Journalisten zu sprechen. „Es ist, als würde man mit RT sprechen – Ihre Worte könnten verdreht werden“, warnte Sullivan und setzte dabei den deutschen ÖRR-Sender mit RT (ehemals Russia Today) gleich.

In denselben E-Mails an die Mitarbeiter des OCCRP behauptete Sullivan ebenfalls, ohne dafür den geringsten Beleg vorzulegen, dass der die Recherche leitende NDR-Reporter Goetz von den deutschen Geheimdiensten als ‚russischer Agent‘ bezeichnet worden sei. Weiter schrieb er seinen Mitarbeiterstab:

„Dieser Reporter hat eine lückenhafte Vorgeschichte in diesen Fragen, und man kann nie sicher sein, wer ein russischer Agent ist.“

Angesichts der aktuell antirussischen Stimmung war der Verweis auf RT und „russische Agenten“ wohl der wirkmächtigste Diffamierungshammer, der dem OCCRP-Chef bei seinem Versuch, die NDR-Recherchen zu verhindern, so einfiel.

Quelle: © Document Mediapart/Drop Site News/Il Fatto Quotidiano/Reporters United

Zunächst ließ sich der NDR davon nicht einschüchtern. Anfang September 2024 wurden sogar vier auf Investigativrecherchen spezialisierte Medien eingeladen, sich an der laufenden Untersuchung zu beteiligen. Dabei handelte es sich um Mediapart (Frankreich), Drop Site News (USA), Il Fatto Quotidiano (Italien) und Reporters United (Griechenland).

Die erweiterte Zusammenarbeit zahlte sich, wie Mediapart und Drop Site News berichten, umgehend aus. Innerhalb eines Monats brachten die Reporter in gemeinsamen Recherchen weitere Erkenntnisse, unter anderem zu den genauen Höhen der US-Zahlungen und die Konditionierung derselben, ans Licht. Die beteiligten Medien planten in Folge eine gemeinsame Veröffentlichung der Rechercheergebnisse. Zuvor wollten sie den Chef von OCCRP mit ihren Ergebnissen konfrontieren und ihm einen Fragekatalog zuschicken.

„Mangelnde Relevanz für unsere Zuschauer“

Am 17. Oktober 2024 kündigte dann der NDR zur großen Überraschung der anderen Recherchepartner an, dass er sich nicht an der Übermittlung dieser Fragen beteiligen werde und dass man sich gegen die Fortsetzung des Projekts entschieden hätte. Bei Mediapart liest sich die weitere Entwicklung dann so:

„Eine Erklärung dafür wurde nicht gegeben, und wir wurden aufgefordert, uns an die Pressestelle des Senders zu wenden, wenn wir eine „Stellungnahme“ zu diesem Thema wünschten. Die Situation war absurd geworden. Mediapart und die anderen drei Medien, die zur Teilnahme an der Untersuchung eingeladen worden waren, baten nicht um eine öffentliche Stellungnahme, sondern um ein Gespräch mit dem NDR im Rahmen unserer Partnerschaft, um zu verstehen, wo das Problem lag, und um zu versuchen, es gemeinsam zu lösen. Am 23. Oktober unterzeichneten die Chefredakteure von Mediapart, Drop Site News und Reporters United einen Brief (siehe unten) an den Co-Chefredakteur des NDR Andreas Cichowicz und die stellvertretende Programmchefin Juliane von Schwerin.

Sie antworteten am 1. November in einer E-Mail, die auch vom zweiten Co-Chefredakteur Adrian Feuerbacher unterzeichnet wurde. Sie gaben bekannt, dass sie sich nach einer „intensiven und kontroversen internen Diskussion“ „vorerst gegen die Fortsetzung des Projekts entschieden“ hätten.

Diese drei leitenden Redakteure erklärten, dass die Redakteure der Nachrichten- und aktuellen Informationssendungen des NDR, deren Ziel es sei, „ein breites Publikum“ anzusprechen, die Ausstrahlung der Untersuchung „wegen mangelnder Relevanz“ für ihre Zuschauer abgelehnt hätten.“

Quelle: Brief an den NDR: © Document Mediapart/Drop Site News/Il Fatto Quotidiano/Reporters United

Auf die Ausrede muss man erstmal kommen: eine Recherche über die massive Einflussnahme der US-Regierung auf „die größte Organisation für investigative Berichterstattung auf der Welt“, die allein in Deutschland den Spiegel, die Süddeutsche und ARD-Anstalten zu ihren Partnern zählt und sich für einen Großteil der Enthüllungen à la Panama Papers verantwortlich zeigt, nicht zu veröffentlichen mit Verweis auf „mangelnde Relevanz“ und „nicht geeignet für das Publikum“.

Bedeutung für den Journalismus

Der Fall wirft fundamentale Fragen zur Unabhängigkeit öffentlich-rechtlicher Medien auf: Wie groß ist der Einfluss externer Akteure auf investigative Berichterstattung? Die vom NDR initiierte Recherche wäre ein Meilenstein für die Aufklärung über die oft intransparenten Verflechtungen zwischen westlichen Regierungen, angeblich unabhängigen NGOs und deren Einfluss auf die Medienwelt gewesen. Doch stattdessen gewannen Opportunismus und mutmaßlich Angst vor dem großen Bruder in Übersee die Überhand. Anerkennung gebührt den NDR-Journalisten, die diese Recherche initiiert hatten und dann in letzter Konsequenz von ihren Vorgesetzten ausgebremst wurden – und das nicht zum ersten Mal. Es sind mehrere Fälle bekannt, in denen der NDR kritische Berichterstattung unterbunden hat. Dank der von den zwei NDR-Journalisten – wohl in gewisser Vorahnung – etablierten Zusammenarbeit mit den drei privaten Medienpartnern aus Frankreich, USA und Griechenland hat die Recherche immerhin doch noch das Licht der Welt erblickt.

In Bezug auf die eigentliche Recherche lässt sich zusammenfassend sagen, dass es kein anderes Land auf der Welt gibt, dass auch nur im Ansatz über diese Art von globalem Propagandaapparat verfügt wie die USA. Dieser ist ohne Zweifel raffiniert aufgebaut. Washington hat ein System perfektioniert, in dem von der Regierung gelenkte Untersuchungen in den bekanntesten Zeitungen der Welt erscheinen können und dies dann auch noch als Beleg für die ach so freie und unabhängige Presse gefeiert wird. Aber so geschickt es auch versucht wird zu verstecken, es bleibt natürlich Staatspropaganda: Wie die Recherche belegt, braucht das OCCRP die Genehmigung des US-Außenministeriums für die Ernennung ihrer Chefredaktion, wird größtenteils von der US-Regierung finanziert und arbeitet ausdrücklich daran, dass die entsprechende Berichterstattung sich in Regierungsmaßnahmen niederschlägt.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist auch die bisherige Reaktion bzw. besser gesagt Nicht-Reaktion der Medienpartner von OCCRP auf die Ergebnisse der Recherche. Laut Mediapart weigerten sich unter anderem The Washington PostThe Guardian und auch Der Spiegel, die Frage zu der Partnerschaft zu beantworten. Und während der NDR, auch wenn er die Recherche zensierte, immerhin die Zusammenarbeit mit OCCRP aufkündigte, scheinen SpiegelSüddeutsche und Co sich an der belegten US-Einflussnahme nicht zu stören und arbeiten weiter mit der NGO zusammen.

Was wiederum passiert, wenn tatsächlich unabhängige investigative Journalisten die Bühne betreten und dabei auch die US-Macht infrage stellten, konnten wir eindrücklich am Fall von WikiLeaks und dessen Gründer Julian Assange erleben …

Die gesamte Recherche von Mediapart ist hier einsehbar.

Titelbild: Shutterstock / Matthias Roehe

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Kriegshetze im demokratischen Gewand

Ein Artikel von Bernhard Trautvetter

Bis zur Bundestagswahl werden die Bürger noch eine massive Meinungsmache für NATO-Interessen erleben. Die Vorgeschichte des Ukrainekriegs wird dabei weiterhin skrupellos verzerrt. Von Bernhard Trautvetter.

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Die Öffentlichkeit wird bis zum Wahltag am 23. Februar 2025 verstärkt mit selektiven Nachrichten, also mit Desinformation indoktriniert werden. Das geschieht auch in der Verkleidung vorgetäuschter demokratischer Aufklärung. Die Wahl zwischen den traditionellen Parteien bietet in dieser Frage keine grundsätzliche Alternative, denn sie sind sich in der einseitigen Sicht einig, nur Russland sei die Gefahr und Aufrüstung die Quelle der Sicherheit und der Freiheit. Die Wahl bei den „etablierten“ Parteien wird dann die sein zwischen der Lüge einer notwendigen Kriegstüchtigkeit und der Unwahrheit, Waffen würden Frieden bringen. Die Bündnisgrünen schreiben auf ihrer Web-Startseite unter ›Sicherheit, Frieden, Abrüstung‹:

Frieden und Sicherheit sind angesichts der weltweiten Krisen und Kriege und der sich zuspitzenden Auseinandersetzung von Autokraten und Demokratien keine Selbstverständlichkeit. (…) Das zeigt der russische Angriffskrieg in der Ukraine.
Deutschland muss in der Lage sein, sich und seine Partner zu verteidigen.

Ähnlich klingen die Worte von Olaf Scholz am 4. Dezember im Bundestag, denen zufolge der „brutale Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine“ anhält; Olaf Scholz fügte an, dass Deutschland die Ukraine bei ihrem Kampf um Unabhängigkeit und Souveränität unterstütze. Dazu passend erklärt die CDU unter dem Motto »Für ein Europa, das schützt und nützt«, die „Sicherheit wird herausgefordert: durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine …“

Die Eröffnung der Kirche „Notre Dame“ in Paris brachte ein Treffen von Donald Trump mit Wolodymyr Selenskyj mit sich, bei dem Selenskyj seine Freude ausdrückte: „Wir alle wollen, dass dieser Krieg so bald wie möglich und auf gerechte Weise beendet wird“. Das Wort ‚gerecht‘ heißt für Selenskyj den Sieg über Russland und eine NATO-Mitgliedschaft für die Ukraine.

Es wird immer wieder der Vorwurf erhoben, russische Desinformation untergrabe die Demokratie in Europa und sei ein Instrument hybrider Kriegsführung der Diktatur des Despoten im Osten. Auch Akteure wie die Bundeszentrale für politische Bildung beteiligen sich an dieser Darstellungsweise:

Putins Führerdiktatur nähert sich zunehmend einer totalitären Herrschaft an. Die ›Nationalisierung der Eliten‹, Repressionen sowie die Militarisierung von Staat und Gesellschaft werden vorangetrieben.

Das Bundesverteidigungsministerium triumphiert:

Seit Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine vor gut zwei Jahren begann, ist die Bundeswehr ins Zentrum öffentlichen Interesses gerückt … Für die deutsche Bevölkerung ist Russland nach wie vor eine Bedrohung für die Sicherheit des eigenen Landes. Darum spricht sich eine Mehrheit für die Ertüchtigung der Bundeswehr aus, denn das Schutzbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger ist nach wie vor groß.

Mit solchen Äußerungen unterstellt das Ministerium Russland einen für uns gefährlichen Expansionsdrang, der auch auf Deutschland zielt, da in Moskau „ein super-aggressives, gewaltbereites, kleptokratisches Mafia-Regime“ herrsche, wie es die ehemalige NATO-Führungs-Expertin Babst ausdrückt.

Wenn mit dieser Propaganda sogenannte Verteidigung zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe erklärt wird, folgen Konsequenzen in Form von Einschnitten für die soziale Sicherheit, die Kultur, Gesundheit und Bildung, was im Wahlkampf spürbar werden wird, auch wenn es die NATO-Lobby ausblendet. Der Widerstand dagegen wird durch die Meinungsmache minimiert, der ARD-Deutschlandtrend berichtete im Dezember 2024, dass z.B. auch der Klimaschutz deutlich an Bedeutung verloren hat.

Zentrale Hintergründe des Ukraine-Krieges werden von der Propaganda der NATO-Lobby ausgeblendet, die NATO-Ostexpansion ist der wirkliche Grund für den Ukraine-Krieg. Hintergründe:

Jens Stoltenberg erklärte im September 2023 im EU-Parlament, dass Russland mit der Invasion in die Ukraine verhindern wollte, dass die NATO mit militärischer Infrastruktur bis an die Westgrenze Russlands heranrückt.

Die NATO-Ostexpansion stellt allen Beschönigungen zum Trotz keine Open-door-Politik dar, die die NATO alleine entscheiden darf. Sie widerspricht dem internationalen Recht.

Die NATO hat den Wortbruch seit dem Versprechen des damaligen US-Außenministers James Baker gegenüber Michail Gorbatschow bei den Verhandlungen über die Vereinigung der zwei deutschen Staaten, sie werde sich keinen Zentimeter („not an inch“) nach Osten hin ausdehnen, bewusst bis zur Kriegsgefahr vorangetrieben.

Der damalige US-Botschafter in Moskau sagte 2008: „Während eines Pressebriefings am 22. Januar als Antwort auf eine Frage über den Antrag der Ukraine auf einen MAP (Membership Action Plan) sagte das Außenministerium, dass ›eine radikale neue Erweiterung der NATO eine ernsthafte politisch-militärische Veränderung bewirken kann, die unweigerlich die Sicherheitsinteressen Russlands beeinträchtigen wird‹. Der Sprecher betonte weiter, dass Russland mit der Ukraine durch bilaterale Verpflichtungen verbunden sei, die im Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und Partnerschaft von 1997 festgelegt sind. In ihm verpflichten sich beide Parteien, ›sich nicht an Aktionen zu beteiligen oder diese zu unterstützen, die die Sicherheit der anderen Seite beeinträchtigen könnten‹. Der Sprecher merkte an, dass die›wahrscheinliche Integration der Ukraine in die NATO die vielseitigen russisch-ukrainischen Beziehungen ernsthaft verkomplizieren‹würde und dass Russland geeignete Maßnahmen ergreifen“ müsse. Die Ukraine und die NATO-Bestrebungen der Ukraine und Georgiens treffen nicht nur einen wunden Punkt in Russland, sie geben Anlass zu ernster Sorge über die Folgen für die Stabilität in der Region“.

Wohlgemerkt: Hier wird nichts über Putin gesagt, sondern über Russland, also über die gesamte Staatsführung. Passend erklärte der letzte US-Botschafter in der Sowjetunion im TAZ-Interview im September 2014:

Als wir den Kalten Krieg beendet und politisch dabei geholfen haben, Osteuropa zu befreien, war klar, dass wir Russland für ein freies und vereintes Europa einbeziehen müssen. Wir wussten auch, wenn man ein Instrument des Kalten Krieges – die NATO – in dem Moment vor bewegt, wo die Barrieren fallen, schafft man neue Barrieren in Europa. Und genau das ist jetzt geschehen. Wenn wir Frieden wollen, dann sollten Russland, die Ukraine und die Länder Ost- und Westeuropas in einer einzigen Sicherheitsgemeinschaft sein. … Wir, also jene, die das Ende des Kalten Krieges verhandelt haben, haben immer gewarnt: Macht keine Sicherheitsangelegenheit daraus. Benutzt keine Kalter-Krieg-Allianz. … Und dann begann die Eröffnung von Militärbasen, unter anderem in Polen – gegen nicht existierende Raketen aus Iran – Für die Russen war das eine Provokation. 2008 entschied die NATO, die Ukraine auf eine Spur zur Mitgliedschaft zu setzen. Ein in seinem Inneren tief gespaltenes Land, direkt vor Russlands Türe. Das alles waren sehr dumme Schachzüge des Westens. Heute haben wir die Reaktion darauf. … Wenn China anfangen würde, eine Militärallianz mit Kanada und Mexiko zu organisieren, würden die USA das nicht tolerieren. Wir würden uns auch nicht auf abstrakte Prinzipien von internationalem Recht beschränken lassen. Wir würden das verhindern. Mit jedem Mittel, das wir haben. Jedes Land, das die Macht dazu hat, würde das tun.“

Das alles war und ist den Führungskräften bekannt: Sie haben den Krieg riskiert und tun jetzt so, als betreibe Russland einen imperialistischen, unprovozierten und beispiellosen Angriffskrieg, auf den die NATO mit Sicherheitsgarantien und Abschreckung reagieren müsse, auch mit der Aufblähung aller Militär-Ausgaben in den NATO-Staaten.

Die Öffentlichkeit soll die wirklichen Entwicklungen und die rechtlichen Fakten nicht im Bewusstsein haben, wenn sie am Wahltag über den neuen Bundestag entscheidet und wenn sie Haushaltseinschnitte zugunsten des Militärsektors hinnehmen soll.

Auf „Kriegstüchtigkeit“ folgt die Forderung nach „Kriegsmentalität“: NATO-Generalsekretär will „Turbo“ für Aufrüstung

Ein Artikel von Marcus Klöckner

Nach „Kriegstüchtigkeit“ soll eine „Kriegsmentalität“ an den Tag gelegt werden – diese hat gerade NATO-Generalsekretär Mark Rutte gefordert. In einer Grundsatzrede brachte er zudem zum Ausdruck, dass bei den Militärausgaben der „Turbo“ aktiviert werden müsse. Und im November meinte der Kanzlerkandidat der CDU, Friedrich Merz, in einer Rede: „Frieden gibt es auf jedem Friedhof“. Es wird immer deutlicher: Auf politischer Ebene sehen wir die Verrohung demokratischer Werte. Von Marcus Klöckner.

„Kriegsmentalität“? Wie kann ein Demokrat so etwas fordern? Weiß Mark Rutte, was Kriegsmentalität bedeutet? Man möchte dem Generalsekretär der NATO geradezu wünschen, dass er keine Ahnung hat, was hinter dem Begriff Kriegsmentalität steckt. Wie sonst sollte ihm, der doch das mächtigste Militärbündnis der Welt formal anführt, noch etwas zugutegehalten werden? Aber halt! Falsche Rücksicht ist unangebracht. Genauso wenig, wie es deplatziert wäre, gefällige Erklärungen für das Auftreten Ruttes zu suchen. Hier gilt es, der Realität ins Auge zu blicken. Ein Generalsekretär der NATO weiß, was er sagt. Zumal Rutte auch noch ein erfahrener Politiker ist. Jeder Politiker weiß um die Bedeutung seiner Worte. Und ein Wort wie Kriegsmentalität sollte von jedem demokratischen Politiker ohnehin sofort mit einer roten Flagge versehen wahrgenommen werden. Dass Rutte dennoch öffentlich seine Verbündeten zu einer Kriegsmentalität aufruft, muss den Bürgern in jedem NATO-Land eine unmissverständliche Warnung für die große Gefahr sein, die eine sich immer weiter verschärfende Politik der Konfrontation mit Russland beinhaltet.

Ruttes Worte lassen aber auch erkennen, dass eine regelrechte Verwilderung menschlich-zivilisatorischer Errungenschaften auf der politischen Bühne auszumachen ist.

Kriegsmentalität – was heißt das denn? Alleine, dass es angebracht ist, diese Frage zu stellen und sie zu beantworten, zeigt den Grad der Verrohung innerhalb der großen Politik. Ein Soldat, der Kriegsmentalität verinnerlicht, muss seine Menschlichkeit ablegen. Ein Soldat, der mit der Kriegsmentalität auf das Schlachtfeld zieht, wird zum Abbild des Krieges in seiner schlimmsten Form. Schießen – auf den Feind. Egal wohin. Hauptsache, der Feind ist tot. Zerstören, töten, massakrieren, vernichten, zerfetzen, zustechen, zuhauen, wo und wie es geht. Das bringt Kriegsmentalität hervor. Wenn auf der geistigen Ebene die Bereitschaft und der unbedingte Wille zum Krieg besteht, dann ist das Kriegsmentalität. Rutte hebt diesen Begriff auf Ebene des „Verteidigungsbündnisses“ NATO.

NATO, das heißt: 32 Mitgliedsstaaten und, laut Statistica, 7,6 Millionen Soldaten, zusammengesetzt aus regulären Soldaten und Reservisten. Dieses Bündnis also soll eine „Kriegsmentalität“ an den Tag legen? Und obendrauf sind dann auch noch die zig Millionen an Bürgern aller NATO-Mitgliedsstaaten zu zählen – denn schließlich ist ja auch immer wieder die Rede von einer „kollektiven Anstrengung“, an der auch die Bürger und Steuerzahler mindestens durch ihr Steuergeld mitwirken sollen.

Kriegsmentalität also entwickelt, ausgebaut und vielleicht sogar noch in der Praxis umgesetzt, auf einer geradezu gigantischen Landmasse?

Ein furchtbarer Regress der Humanität ist auf der politischen Ebene zu konstatieren. Akteure wir Rutte sagen, Kriegstüchtigkeit und Kriegsmentalität würden ja nur deshalb gefordert, weil es doch darum gehe, einen Krieg zu verhindern. Der „Turbo-Gang“ in Sachen Aufrüstung solle doch nur eingelegt werden, um das Schlimmste zu verhindern. Das soll wohl heißen: Aufrüsten für den Frieden! Welch eine Pervertierung! Die Rüstungsindustrie freut’s auf jeden Fall. Doch das ist kein Anlass zur Freude für die Gesellschaften Europas. Wir reden hier über einen heißen Krieg mit Russland.

„Wir sind nicht bereit für das, was in vier bis fünf Jahren auf uns zukommt“, so Rutte. Welch eine ungeheuerliche Aussage. Anstatt mit den Mitteln der Diplomatie und einer Friedenspolitik unverzüglich dem Wahnsinn der Aufrüstung entgegenzutreten, zeigt die Politik einen bemerkenswerten, ja: verdächtigen! Eifer, was den Ausbau der „Kriegsfähigkeit“ angeht. Der Philosoph Paul Watzlawick bemerkte einmal: „Je mehr eine Nation sich von Nachbarn bedroht fühlt, desto mehr wird sie sich zur Verteidigung rüsten, und desto mehr wird die Nachbarnation ihre eigene Aufrüstung für das Gebot der Stunde halten. Der längst erwartete Krieg ist dann nur noch eine Frage der Zeit.“

Das ist in der Tat die große Gefahr. Demnächst hat zudem Deutschland vielleicht sogar noch einen Kanzler mit Namen Merz, der sich vor kurzem in Sachen Wiedereinführung der Wehrpflicht an die jungen Leute im Land mit den Worten richtete: „Ihr lebt in einem Land, in dem ihr alle Chancen habt – so gut, wie in wenigen anderen Ländern der Welt“. Und: „Heißt auch, wir können und wir dürfen von euch auch etwas erwarten“. Dass er in einer Rede auch noch sagt, „Frieden gibt’s auf jedem Friedhof“, zeigt: Ein Geist hat sich in der Politik ausgebreitet, der dem Verderb näher ist, als es einem Land und seinen Bürgern lieb sein kann.

Jeffrey Sachs Explains the Middle East Policies of Israel/USA

By Llewellyn H. Rockwell, Jr.

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Writes Tim McGraw:

In this 30-minute interview, Professor Sachs gives a concise and clear history of the past 20+ years in the Middle East. He explains the mad strategy of the Israelis and their neocon allies in Washington, D.C., and their plan to remake the Middle East.

It is all insane. No one cares about the chaos and the dead. The Devil has come to town.

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