Die WHO will sich bekanntlich dank eines Beschlusses von der letzten Mitgliederversammlung zu einer Art Weltregierung für Klimawandel und Gesundheit aufschwingen. Nicht nur bei Corona, sondern auch bei Klima wird in einem Artikel Falschinformation verbreitet. Nun wurde ein Teil davon in der Überschrift korrigiert.
Aber zunächst nochmal die Erinnerung, was bei der letzten WHO-Mitgliedsversammlung ohne jede Diskussion als Beschluss durchgebracht wurde. Die Resolution WHA77.14 über Klimawandel und Gesundheit wurde ohne Debatte angenommen und öffnete der WHO die Tür, um einen weiten Bereich normaler menschlicher Aktivitäten als potenzielle Bedrohung für die Gesundheit zu bezeichnen und damit in den Zuständigkeitsbereich der abgehobenen Wirtschaftsbürokraten der WHO zu fallen. Was das für Folgen haben wird, ist hier nachzulesen.
Jedenfalls verbinden die WHO-Bürokraten bereits regelmäßig Klimawandel und Gesundheit, allerdings auf falsche Weise und mit falschen Daten. Am 1. August2024 veröffentlichte der Direktor der WHO-Region Europa Hans Kluge einen Artikel mit dem falschen und irreführenden Titel, der im Webarchiv hier noch auffindbar ist:
Tatsächlich werden in der Studie, auf die sich Kluge mit seiner Falschaussage stützt, aber nur 49.000 Tote auf extreme Hitze zurückgeführt und der Rest auf moderate Hitze. Als Reaktion auf öffentliche Kritiken darauf, wie in diesem Artikel, sowie durch eine direkte Kritik von Bjorn Lomborg wurde die Überschrift ohne weitere Bemerkungen so abgeändert:
Allerdings ist noch immer die Falschaussage des wachsenden Trends enthalten („with numbers set to soar“). Wahr ist vielmehr, dass eine am 24. Mai 2024 veröffentlichte weitere Studie der gleichen Autorengruppe zum Schluss kommt, dass die altersstandardisierte Hitzetodesrate in Europa um 10,27 % pro Jahrzehnt gesunken ist. Also Besorgnis ist offenbar nicht angebracht und Kluge hat die Studie nicht gelesen oder nicht verstanden.
Weiters unterlässt es Kluge darauf hinzuweisen, dass in Europa 4 von 5 temperaturbedingten Todesfällen durch Kälte auftreten. Den 179.000 Hitzetoten stehen nämlich laut der Studie 657.000 Kältetote gegenüber. Wie üblich liegt die WHO entweder aus Unwissenheit oder Absicht daneben.
Krass war, was die WHO bei der Definition der „Herdenimmunität“ getrieben hat. Ursprünglich hieß es, sie entstehe durch Infektion und Impfung, im Oktober 2020 wurde Infektion gestrichen und nur Impfung als Ursache anerkannt. Darauf gab es heftige Reaktionen weshalb sie im Dezember so abgeändert wurde, dass zuerst Impfung und dann Infektion erwähnt wurde, wie noch immer auf der Webseite der WHO zu sehen.
Es wird also noch immer wahrheitswidrig explizit behauptet, dass diese Herdenimmunität durch Impfung erreicht werden könnte und auch sollte. Mittlerweile mussten selbst Top Leute von Pfizer und der WHO zugeben, dass durch eine Impfung in den Oberarm bei Atemwegsinfektionen prinzipiell keine Herdenimmunität erreicht werden kann, da diese Impfung weder vor Infektion noch vor Ansteckung Anderer schützen kann.
Das ist die WHO, die zu 80 Prozent finanziert wird von der Pharmaindustrie und von Oligarchen, die direkt oder indirekt von den Aktivitäten der WHO finanziell profitieren.
Die Freiheit des Menschen als nächstes Gut und Voraussetzung jeder Würde (Symbolbild:Pixabay)
Unser Schicksal in der Hand des Staates? Schiller zeigt in seinem Wilhelm Tell, dass Freiheit unveräußerlich ist. Sein Aufruf zum zivilen Ungehorsam bekommt heute ungeahnte Brisanz. Die kulturelle Aneignung unserer eigenen Kultur hilft, einen klaren Blick zu bewahren in Zeiten des Wahnsinns. Denn Entwurzelung war schon immer ein Werkzeug der Macht. Gessler, der grausame Reichsvogt, lässt darin einen Stab aufstellen und setzt seinen Hut darauf. Nun müssen sich die Untertanen jedes Mal beim Vorbeiweg vor diesem Hut verbeugen. Wilhelm Tell tut das nicht.
Wilhelm Tell ist Schillers letztes vollendetes Werk. Er weiß um seinen baldigen Tod. So kann das Drama wohl als Quintessenz von Schillers Schaffen bezeichnet werden: Freiheit ist die Quintessenz des Menschseins. Hier verfängt sich die Brisanz Schillers für die heutige Zeit. Zunächst war Schiller begeistert von der Französischen Revolution. Dann schlug diese um und entwickelte sich zu einem fürchterlichen Blutbad. Er war enttäuscht von den Entwicklungen. An den Jakobinern kritisierte er, dass sie in schlechter utopischer Manier ein abstraktes Menschenbild aufbauten und die Menschen nach diesem umerziehen wollten.
Veränderte Zeitrechnung
Die Erziehungsversuche waren nicht nur von nackter Gewalt gezeichnet. Es wurden auch subtilere Mittel angewandt: Die Bürger sollten unter anderem durch veränderte Sprache erzogen werden. Plötzlich gab es Worte, die man nicht mehr benutzen durfte und andere, die man gebrauchen musste. Bis hinein in das persönliche Leben gingen die Vorgaben der Jakobiner. Man durfte etwa nicht mehr beten oder musste sich an eine veränderte Zeitrechnung anpassen. Angst ging um, und die Gespräche in der Öffentlichkeit und im Parlament erlahmten. Über die Verhältnisse im damaligen Frankreich ist das Buch von Stefan Zweig über Joseph Fouché sehr empfehlenswert.
Den Menschen wurden die Wurzeln entzogen. Damit machte man sie gefügiger. Was früher war, ist schlecht; was jetzt gilt, ist gut. Die Kirche, die den Menschen über Jahrhunderte geknechtet, aber auch Halt gegeben hat, wurde zusammen mit dem Adel handstreichartig aus der Geschichte geworfen und gegen die Wissenschaft ausgetauscht. Alle diese Erziehungsmaßnahmen gingen einher mit einer Hypermoral, die daherkam wie die Heilige Inquisition. Der Scheiterhaufen wurde durch die Guillotine ersetzt. Was Schiller zunächst an der Französischen Revolution faszinierte – „eine Gasse der Freiheit“, eine neue Staatsform, Menschenrechte – stieß ihn später ab. Denn was richtig und gut war, bestimmten nun die Jakobiner in willkürlicher Gewaltherrschaft.
Die Aufgabe der Politik nach Schiller
Das gute Leben der Menschen ist der Ausgangspunkt Schillers. Der Mensch nährt sich und seine Familie, fällt seine Entscheidungen, entfaltet sich nach seiner Manier. Die Politik hat ausschließlich dafür zu sorgen, dass der Mensch so leben kann, wie er selbst für sich entscheidet. In das Leben des Menschen hat sich die Politik nicht einzumischen. Mit Wilhelm Tell erschuf Schiller das „Festspiel einer gelingenden Revolution“. (Rüdiger Safranski), Sein Held, Wilhelm Tell, ist ein gestandener, fertiger und selbständiger, gewiss eher konservativer Mann. Man muss nicht an ihm herummodeln, man muss ihn nicht umerziehen. Tell ist unpolitisch. Unpolitisch insofern, als er keinen Macht- und Gestaltungswillen über andere Menschen hat. Er ist nur seiner Integrität und der Freiheit verpflichtet.
Wer seiner eigenen Wahrheit verpflichtet ist, den kann es in tyrannischen Zeiten leicht in die Politik spülen. Schillers politischer Freiheitsbegriff hat zwei Stoßrichtungen: Zum einen die defensive Variante: Die Freiheit verteidigen, sich nicht beugen lassen, sich nicht brechen lassen, sich nicht vor einem Hut verneigen. Dazu kommt die offensive Variante: „Eine Gasse für die Freiheit“, sagt Tell. Es geht darum, sich aktiv für die Freiheit einzusetzen und sich diese zu nehmen. Im Drama Wilhelm Tell endet letzteres mit dem Tyrannenmord an Gessler. Der ist aber nicht ideologisch oder politisch motiviert, sondern erfolgt aus der Notwendigkeit heraus, in Freiheit leben zu können. Tell wird von der Geschichte in seine Aufgabe hineingerissen, greift diese mutig auf und entfaltet damit unbeabsichtigt enorme politische Wirkung. Dann geht er wieder zurück in sein altes Leben und nimmt die Arbeit als Bauer wieder auf. Seine Aufgabe sah er nur darin, die Freiheit zu verteidigen und zu schaffen. Darüber hinaus hatte er weder politische Karrierewünsche noch Ambitionen zur Macht. Das ist es, was Schiller der Politik zudenkt: Der Gestaltungswille über andere Menschen und über die Welt ist grundsätzlich ein Missbrauch der Macht. Die Politik ist Dienerin der Menschen und hat sich nicht anzumaßen, diese formen und deren Leben in bestimmte Bahnen lenken zu wollen.
Wer ist der Mensch?
In unseren jetzigen Zeiten gilt wieder ebenso wie damals unterschwellig ein Menschenbild, nach dem der Mensch gebildet, erzogen, gemodelt werden müsse. Die mythologische “Software” zu diesem Gedanken bildet die Bibel mit der Idee, der Mensch sei „böse von Jugend auf“. Die heutige atheistische Wissenschaft, die zu Zeiten der französischen Revolution schon längst auf dem Vormarsch war, kommt im Grunde auch aus dieser Wurzel. Sie sieht den Menschen als bloßes biologisches Konstrukt, das man formen könne und auch müsse. Dass man heute die „Rettung des Planeten“ als Begründung dafür hernimmt, sich bis ins Intimste in das Leben des Menschen einzumischen, kommt aus diesem Gedanken.
Die ganze Glaubensinbrunst der früheren Menschen wirft sich nun auf die Wissenschaft. „Trust the science“ heißt es denn auch. “Der Wissenschaft” soll jetzt geglaubt werden, denn was die Wissenschaft erkannt habe, sei Wahrheit. Wissenschaft lebt aber allein von Misstrauen und von ständigem Hinterfragen. Wenn wir die letzten Antworten wüssten, wären wir aber gottgleich, „we would know the mind of God“. Steven Hawkins spricht es richtig aus: Wir würden das Geheimnis Gottes kennen. Aber wir kennen es nicht! Dieses Unvermögen anzuerkennen wäre die wahre heutige Aufgabe – nicht nur der Wissenschaft, sondern auch der Politik. Zu erkennen, dass wir nicht alles wissen können, dass es etwas Numinoses gibt, welches wir niemals mit wissenschaftlichen Maßstäben erkennen werden, etwas, das mit dem Denken nicht zu erfassen ist – dies anzuerkennen, würde uns helfen, unsere eigenen Ideologien nicht gar so ernst zu nehmen.
Unendliches Blickfeld nach oben
All die Blutbäder des 20. Jahrhunderts gehen auf die Ideologie zurück, dass wir wüssten, wo es lang geht: Der Stalinismus, der Nationalsozialismus, die blutige Kulturrevolution in China, die fürchterlichen Entgleisungen Pol Pots – all diese Menschheitskatastrophen folgten einem einzigen Gedanken: Wir aber kennen das Gehirn Gottes! Wir wissen, wie die Welt funktioniert, wir haben “das Betriebsgeheimnis Gottes” (Safranski) erkannt! Jetzt muss es nur noch umgesetzt werden, das Paradies auf Erden. Jetzt muss nur noch der Mensch so geformt werden, auf dass er gut werde.
Nur das Anerkennen, dass Wissen nach oben offen bleibt, garantiert uns Menschen unsere Freiheit. Nur dies garantiert uns immer wieder das unendliche Blickfeld. Nur wenn wir wissen, dass es noch vielmehr gibt, können wir aus allen Systemen ausbrechen und uns selbst werden. Nur wenn klar ist, dass es außer unser aller Wissen noch etwas anderes gibt, können wir unsere eigenen Ideen prüfen, und zwar anhand des wirklichen Lebens. Wenn wir mit unserem Wissen nach oben offen bleiben, erhalten wir uns den Mut zum ewigen Fortschritt. Nur dieses Anerkennen unseres Nichtwissens bietet Schutz vor dem geistigen Tod.
Schillers Freiheitsbegriff
Die Rechte, die da „droben hangen unveräußerlich“: Für Schiller gilt es, diese quasi gottgegebene Freiheit des Menschen zu achten, zu verteidigen und durchzusetzen. Menschenrechte können nicht von Machthabern verliehen oder genommen werden: man hat sie als Mensch einfach dadurch, dass man existiert. Es ist ein Naturrecht. Die Freiheit im Sinne Schillers kann uns nicht von der Politik gewährt werden. Aber die Politik ist dafür da, diese zu schützen. Im Übrigen auch gegen neoliberale Weltbeherschungspläne. Wer sind die Vereinten Nationen, die es wagen, uns Menschenrechte zu gewähren? Wer sie uns geben kann, kann sie uns auch wieder nehmen. Die Vereinten Nationen spielen sich zu Gott auf.
Unsere Freiheit existiert über alle Moden und Staatenbünde hinweg, weil sie von dem kommt, was keinen Namen hat. Nennen wir es Gott? Das Göttliche? Auf jeden Fall ist es das, was durch den Verstand niemals ganz erfasst werden kann. Aber sind wir denn nicht der Biologie ausgesetzt? Schiller spricht von Stoff und Form. Der Stoff ist das, was uns gegeben ist: Unsere biologischen Voraussetzungen, unsere Prägungen, unsere Krankheiten, die Inspirationen und Zumutungen, die von außen auf uns zukommen. Diesen Stoff zu nehmen und das eigenen Leben daraus zu formen: Darin liegt die Freiheit des Menschen begründet. Nur der Mensch allein kann sich formen. Es muss außer dem Stoff also noch die Möglichkeit der Form geben, sonst wäre keine Freiheit und damit auch kein Menschsein in Würde möglich. Wir geben dem Stoff, den wir mitbringen und dem wir ausgesetzt sind, Form. Wir formen aus der Materie des Lebens gleichsam ein unverwechselbares Kunstwerk: Das Kunstwerk unseres individuellen, einzigartigen Lebens. Durch die Reduzierung des Menschen auf die Materie, gleichsam auf den Stoff, geht seine Freiheit und damit seine Würde verloren. So ist es auch nicht verwunderlich, dass wir in den momentanen Zeiten nicht mehr so richtig wissen, was wir mit dem Grundgesetz anfangen sollen. Es ist das Wort von der Würde, das wir nicht mehr verstehen – denn Würde kommt aus der Freiheit. Folgerichtig erscheint es, dass in diesen Zeiten das Wort “Freiheit“ zur Floskel des Jahres 2022 erklärt wird. Wenn man es genau nähme, wäre dies ein Fall für den Verfassungsschutz… aber dies nur nebenbei.
Die Würde des Menschen ist unantastbar
Wenn wir das Grundgesetz und seinen ersten Artikel wieder verstehen wollen, müssen wir der atheistischen Wissenschaft ihren quasireligiösen Charakter nehmen und sie dahin stellen, wo sie hingehört: Sie ist ein Hilfskonstrukt. Sie muss uns Menschen dienen. Sie darf nicht als Herrschaftsinstrument benutzt werden. Wissenschaft muss ihrer ursprünglichen Aufgabe zugeführt werden: nämlich alles ständig zu hinterfragen und dies gilt insbesondere für ihre eigenen Erkenntnisse. Würde existiert nur durch Freiheit. Nur wenn Würde und Freiheit gegeben ist, kann der Mensch Ethik entfalten. Ein Menschenbild, das uns auf biologistisch determinierte Wesen reduziert, weiß nichts von Ethik, denn diese kommt aus dem Inneren des freien Menschen.
Ein derart reduziertes Menschenbild muss die innere Ethik durch eine Hypermoral ersetzen. Moral kommt von außen und entfremdet den Menschen. Das ist noch nie gut gegangen. In Zeiten, in denen Freiheit gegen Solidarität ausgespielt wird, befinden wir uns bereits auf dem Boden des Totalitarismus. Solidarität kann nur aus Freiheit kommen, sonst verdirbt sie und wird zum Kadavergehorsam. Schlimmer noch: sie fördert das Denunziantentum.
Tiefgründige Orientierung in Zeiten des Umbruchs
Mir, die ich seit zwanzig Jahren zwischen dem Land Schillers und dem Land Tells hin und her pendle und jedes Mal auf meinem Weg ins schweizerische Tessin an der Tellsplatte vorbeifahre, gibt Schiller eine tiefgründige Orientierung in diesen Zeiten des Umbruchs. Jetzt, wenn wir wieder erzogen werden sollen wie zu Jakobinerzeiten, wenn uns…
uns wieder gesagt wird, wie wir sprechen sollen, was wir nicht mehr sagen dürfen…
uns Wörter weggenommen werden, damit wir die entsprechenden Prozesse nicht mehr benennen dürfen…
uns gesagt wird, was wir essen sollen und was nicht, was wir denken sollen, und wem wir unter keinen Umständen zuhören sollen
Kunstwerke umbenannt werden und große Kulturschätze diskreditiert und marginalisiert werden…
…dann könnte uns der Geist Schillers nach oben hin öffnen. Dann wird Schiller wieder subversiv. Wir sollten ihn aus der intellektuellen Mottenkiste holen.
Viele Wissenschaftler, Ärztinnen, Journalistinnen, Historiker mussten in den letzten Jahren (seit Corona) das Land verlassen oder wurden ihrer Existenz beraubt. Andere haben bizarre Gerichtsverfahren am Hals oder werden als Nazis und Antisemiten ausgegrenzt und gecancelt. Sie alle waren nur ihrer Integrität verpflichtet. Dafür haben sie alles aufs Spiel gesetzt. Sie wurden gefährlich, denn wo Wahrheit im Raum steht, ist die Lüge bedroht. Wir leben nicht in einer Diktatur, auch wenn das von vielen Menschen mehr und mehr so gefühlt wird.
Der Unterschied zwischen Diktatur und Totalitarismus
Bei einer Diktatur haben wir einen Tyrannen, auf den wir wenigstens unseren Hass richten können. Das innerste Wesen ist herausgefordert in Zeiten der Diktatur. Das schon. Aber es ist leichter, gedanklich bei sich zu bleiben mit einem Tyrannen als Gegenüber. Man weiß, wo der Feind sitzt. Im Totalitarismus hingegen gibt es nicht den Einzelnen, der alles lenkt. Wie bei den Jakobinern damals sind die wahren Machthaber im Hintergrund; man kennt sie kaum. Aber es wird eine Atmosphäre der Angst verbreitet, die Schere im eigenen Kopf wird täglich größer. In die Lüge wird ein Tropfen Wahrheit gemischt, dann ist der Verstand verwirrt: Mit Waffen etwa werden Menschenleben gerettet, Freiheit wird zur Seifenblase, Krieg ist Frieden und im Gleichschritt marschieren wir für unsere Werte, wir müssen kriegstüchtig werden, damit wir friedlich bleiben. Es wird ein Menschenbild inszeniert, das so tut, als sei es die Wahrheit. Biologische Grundwahrheiten werden beliebig mit Feuereifer verteidigt oder je nach Gusto ignoriert. Aus zwei Geschlechtern werden über hundert, und noch nie gesehene Viren bedrohen die Menschheit. Das Wetter, welches die Meteorologie nicht einmal drei Tage vorher zuverlässig voraussagen kann, zerstört den gesamten Planeten und wir Menschen tragen in guter alter biblischer Manier Schuld daran.
Ablassbriefe der Moderne sind Impf- oder Ökozertifikate, und das Fegefeuer der christlichen Hölle ist der drohende Hitzetod auf der Erde, wenn wir uns nicht gehorsamst umerziehen lassen. Wissenschaft verkommt zur Begründung für Zwangsmaßnahmen. Auseinandersetzungen verlaufen im allerkleinsten geistigen Raum. Wer anders denkt und spricht, wird aus der Gemeinschaft der Gläubigen ausgeschlossen. Schlichte Worte wie Freiheit, Würde, Größe, Geist scheinen zu verblassen oder geraten in den Verdacht, „rechts“ zu sein. Der Mensch verkommt zur “Person”. Holen wir sie uns wieder zurück, unsere Freiheitsrechte, die „da droben hangen unveräußerlich“. Wollen wir Mensch bleiben, müssen wir uns diesem Prozess stellen. Er beginnt im eigenen Inneren. Denn Schiller hat nicht nur von Freiheit geschrieben: er war tatsächlich frei, innerlich unabhängig.
Gewonnen wird E120, auch Cochenille genannt, in der Tat aus einer Laus – und zwar aus der weiblichen Cochenille-Schildlaus. Allerdings handelt es sich bei E120 nicht …
Food-Info.net> E-numbers > E100-200 E120: Carmine, Carminic acid, Cochineal . E120(i) Carmine E120(ii) Cochineal extract . CI 75470 . Origin: Natural red food colour isolated from the insects Dactylopius coccus, living on different species of succulents.E120(i) is the pure colour, whereas E120(ii)
Nur mit klarer Kennzeichnung Insekten als Lebensmittel
In der EU wurde im Januar 2023 ein weiteres Insekt als neuartiges Lebensmittel zugelassen. Die Insektenprodukte gelten als alternative Proteinquelle zu Fleisch oder Fisch. Sie dürfen unter anderem Brot, Nudeln oder Chips zugesetzt werden – aber nicht ohne entsprechende Kennzeichnung.
Mittwoch, 8. Februar 2023
3 Min. Lesedauer
Heuschrecken heißen in Mexiko „Chapulines“ und sind ein sehr beliebter Snack. In Europa sind auch einige Insekten zum Verzehr zugelassen. Foto: mauritius images / Marcos Castillo / Alamy
Welche Rolle spielen Insekten in der Ernährung in Deutschland bislang?
Bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern standen essbare Insekten noch nicht auf der Einkaufsliste. Dies spiegelt sich auch im Konsumverhalten wider. In einem Marktcheck der Verbraucherzentralen (2020) zeigte sich, dass im Supermarkt kaum Insektenprodukte zu finden waren. Nur 32 Produkte wurden identifiziert.
Schneller fündig wird man online. Hier werden sie in den verschiedensten Formen angeboten: als Snack im Ganzen, wie etwa frittierte gewürzte Heuschrecken, in Schokolade oder Honig, gemahlen als Insektenmehl, sowie als Proteinriegel und -pulver für Sportlerinnen und Sportler. Frischware oder gar lebende Speiseinsekten bietet der Handel in Deutschland bislang nicht an.
Welche Insekten sind derzeit in der EU für den Verzehr zugelassen?
Juni 2021: Mehlkäfer (Tenebrio molitor), im Larvenstadium getrocknet.
November 2021: Wanderheuschrecke (Locusta migratoria), gefroren, getrocknet, pulverförmig.
Februar 2022/ Januar 2023: Hausgrille (Acheta domesticus), gefroren, getrocknet, pulverförmig/ teilweise entfettetes Pulver
Januar 2023: Buffalowurm/Getreideschimmelkäfer (Alphitobius diaperinus), gefroren, pastenartig, getrocknet, pulverisiert.
Wie muss gekennzeichnet werden, dass ein Produkt Insekten enthält?
Lebensmittel, die Insekten enthalten, müssen dies in ihrer Zutatenliste klar und verständlich kennzeichnen. Dabei müssen der lateinische und der deutsche Name genannt werden. Zusätzlich muss angegeben werden, in welcher Form das Insekt verwendet wurde, zum Beispiel Pulver oder Paste. Für alle im Rahmen der Novel-Food-Verordnung zugelassenen Insekten sind zudem Maßnahmen zur Allergenkennzeichnung und Keimreduktion vorgeschrieben.
May 28, 2024Die NovelFood-Verordnung (EU) 2015/2283 legt Vorschriften für neuartige Lebensmittel fest. Sie löste mit 1. Jänner 2018 die bis dahin geltende Verordnung (EG) Nr. 258/97 zu neuartigen Lebensmitteln ab. In der NovelFood-Verordnung werden ganz allgemein Regelungen für …
Welche Insektenarten sind als Lebensmittel zugelassen? (Stand Mai 2024)
Insekten enthalten Chitin, ein Polymer; seine Anreicherung im Körper, die beim aktiven Verzehr von Insekten unvermeidlich ist, ist schädlich: Chitin reichert sich in der Lunge oder im Darm an, aktiviert Immunzellen, was letztendlich zu Onkologie oder Entzündungs- und Atemwegserkrankungen führen kann .
Es hat schon seinen Grund, dass in der Bundesrepublik die dritte Plenartagung des 20. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas recht abfällig beurteilt wurde. Medien und … Zukunftsfestweiterlesen
Hintergrund ist der Einfluss Chinas und Russlands im US-amerikanischen „Hinterhof” – militärische und wirtschaftliche Interessen dahinter. Die Kommandeurin des Südkommandos der Vereinigten Staaten (US-Southcom), Generalin Laura Richardson, hat auf dem Aspen Security Forum einen Marshallplan für Lateinamerika vorgeschlagen. Ein solches Programm, wie es die USA nach dem Zweiten Weltkrieg zur Förderung der Wirtschaft in Westeuropa einsetzten, sei eine Möglichkeit, dem Einfluss Russlands und Chinas in der durch die Covid 19-Pandemie geschwächten Region entgegenzuwirken. Von Hans Weber.
Nachdem ich mir die Bilder der gestrigen Querdenken Demo in Berlin angesehen habe, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass wichtige Schwerpunkthemen gesetzt wurden, die bislang kaum thematisiert wurden. Zumindest nicht in großen Demonstrationen.
Die überaus wichtige Forderung nach Frieden mit Russland, die Palästina-Solidarität und eine klare NATO-Kritik standen mit im Vordergrund und brachten zig-Tausende auf die Strasse.
Das wurde auch in vielen Gesprächen klar, die ich nach der Demo mit Unterstützern der Proteste bei mir im Anti-War Cafe geführt habe.
Aufgefallen ist mir allerdings eine fast naiv wirkende Solidarisierung mit Personen, die auch diesmal diese Demo zentral organisiert haben und dazu aufgerufen haben. Dazu zählt auch Heiko Schrang, der mit der Herausgeberin der Epoch Times befreundet ist, die die antikommunistische Falun Gong Sekte unterstützt. LINK
Meine Kritik gilt weiterhin insbesondere dem fast aussschliesslichem Fehlen von Kritik an der US-Politik und der EU-Politik in Lateinamerika und Venezuela. Ausserdem kritisiere ich die Tendenzen der Dämonisierung Chinas und die Kritik an der Rolle Chinas in der Corona-Krise und den Lockdowns in chinesischen Großstädten. Diese Kritik teile ich in keiner Weise.
Wir haben während der Corona-Krise immer wieder unseren Standpunkt klargestellt und die Zulassung von Medikamenten und Impfstoffen gegen Covid-19 aus Russland, Kuba und China gefordert. berlin-gegen-krieg.de
Zitieren möchte ich in diesem Zusammenhang noch die Berliner Friedensaktivistin Laura von Wimmersperg:
Sie erklärte in einem Interview sinngemäß: In einer Frage, von so grundsätzlicher Bedeutung wie Frieden oder Krieg, könne man sich Spaltung oder Ausgrenzung nicht leisten.
Vorbehalte der „Alten“ Friedensbewegung gegenüber den neuen Gruppen seien nicht mit ein paar Gesprächen abzubauen, das sei ein längerer Prozess. Eine große und vielfältige Friedensbewegung erreiche man nur mit dem Fokus auf ein gemeinsames Ziel.
„Die Friedensbewegung der Achtzigerjahre konnte nur deshalb so groß werden, weil sie sich auf ein Ziel fokussiert hatte.“ LINK
Comunicado.- La tarde del pasado viernes 26/07, el Partido Comunista de Venezuela denunció que su líder, el compañero Héctor Alejo Rodríguez, Secretario de Relaciones Internacionales del PCV, está siendo
víctima de un proceso administrativo fraudulento en su lugar de trabajo, con el que intentan llevarlo ante los tribunales.El compañero Héctor Rodríguez ha trabajado durante casi una década en el Ministerio de Petróleo y fue notificado a principios de julio de un proceso de destitución administrativa en su contra, acusándolo falsa y fraudulentamente de estar involucrado en una “presunta desviación y facilitamiento de combustible a factores de extrema derecha, quienes pretender generar un clima de violencia y desestabilización en todo el país durante las elecciones presidenciales del 28 de julio”.El Partido Comunista Brasileño repudia con vehemencia este ataque judicial del gobierno de Maduro contra el PCV. Como si no fuera suficiente que el gobierno venezolano haya montado un fraude judicial para “designar” una dirección ilegítima al PCV y secuestrar legalmente sus siglas, ahora vuelve a utilizar el Poder Judicial contra el PCV, esta vez con acusaciones falsas contra un destacado dirigente del Partido con el objetivo de condenarlo a prisión.El PCB expresa su solidaridad irrestricta con su hermano Partido Comunista de Venezuela y su líder Héctor Rodríguez y llama una vez más al gobierno venezolano a detener de inmediato la persecución al PCV, a poner fin a todos los procesos judiciales contra sindicalistas y comunistas, a devolver la sigla del PCV al glorioso Partido Gallo Rojo y detener su giro político hacia la derecha y contra las libertades democráticas.¡TODA SOLIDARIDAD AL PARTIDO COMUNISTA DE VENEZUELA!¡MADURO, QUITA LAS MANOS DEL GALLO ROJO!
Partido Comunista Brasileño
Comité Central – Secretaría de Relaciones Internacionales
Paris / The Israeli occupation army used the “David’s Sling” system to intercept rockets fired from Gaza towards Tel Aviv, after the Iron Dome failed in this mission, according to what the Al Arabiya correspondent reported.
This is the first time that the occupation has used this type of system against rockets launched from the Gaza Strip
Israel began developing David’s Sling in 2006. In August 2008, Israeli defense companies Rafael and Raytheon signed an agreement to develop the system.
What is “David’s Sling”?
The American website “Missilethreat” (missilethreat.csis.org), which specializes in military and defense affairs, stated that “David’s Sling”, known in Hebrew as “Magic Scepter”, is an Israeli short- and medium-range air and missile defense system used to counter low-flying aircraft, ballistic and guided missiles such as “cruise”, and those with a range of between 100 and 200 kilometers.
This system bridges the gap between the Iron Dome system for intercepting short-range missiles and the Arrow system for intercepting long-range missiles, which are used by Israel.
What are the components of David’s Sling?
The David’s Sling Weapon System (DSWS) includes a trailer-mounted vertical missile launcher, a control radar (ELM-2084), an operation and interception station, and missiles known as “Stanners.”
The missile used in this system has a range of 300 kilometers, consists of two stages and is capable of intercepting targets at an altitude of up to 15 kilometers.
The David’s Sling system uses a three-pulse solid-fuel motor, capable of reaching speeds of Mach 7.5. The first two pulses accelerate the missile through its initial trajectory, while the third is activated for an intercept maneuver and builds up speed before interception.
Stunner has no warhead, but hits targets directly. The asymmetrical “dolphin-shaped” nose of the missile consists of a 3D AESA radar, a dual electro-optical and infrared search system, and an advanced multi-sensor circular (360°) search sensor capable of operating in all weather conditions.
For midcourse guidance, the missile receives updates from the system’s ground-based radar via a data link. Each Stunner costs about $1 million to produce.
Launch and radar unit
Each launch unit can carry up to 12 missiles. All launch units and parts of the Stunner missile are manufactured in the United States.
In surveillance mode, the radar can track up to 1,100 targets over a range of 474 kilometres, and can electronically scan the airspace at a 120-degree angle and 50-degree elevation.
To provide 360-degree surveillance, the ELM-2084 can rotate its antenna array at a rate of 30 revolutions per minute. It can track up to 200 targets per minute at ranges of 100 kilometers.
In April 2017, then-Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu announced the activation of the David’s Sling system, during a ceremony held at the Hatzor base in central Israel. Netanyahu said that it “may dissuade those who want to attack Israel from doing so.”
On July 23, 2018, Israel used the system for the first time to intercept two OTR-21 Tochka (SS-21) short-range ballistic missiles launched from Syria.
The United States played a significant role in funding the development of the David’s Sling system. From 2006 to 2020, Washington provided $1.99 billion in aid to support the system’s development.
Der Industriegigant Thyssenkrupp baut bei einem seiter Tochterunternehmen 400 Stellen in Deutschland ab. Im Ausland ließe sich effizienter produzieren, heißt es in der Begründung des Unternehmens. Besonders das Saarland zittert.
Der Automobilzulieferer Thyssenkrupp Automotive Body Solutions, Teil des Thyssenkrupp-Konzerns, will bundesweit 400 Arbeitsplätze abbauen. Das berichtet die Saarbrücker Zeitung. Schon seit 120 Jahren agiert das Unternehmen in Deutschland. Inzwischen verliert man jedoch immer mehr das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Dabei gerät vor allem der Hauptstandort des Unternehmens im Saarland in den Fokus des Abbaus.
Als Begründung für den Stellenabbau nannte man von Unternehmensseite die Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen, die sich insbesondere in letzter Zeit negativ verändert hätten. Wegen der immer höher werdenden Produktionskosten könne man vielfach mit Niedriglohnländern nicht mehr konkurrieren. Dem Unternehmen falle der Schritt dennoch schwer: Wie man dem SWR mitteilte, habe man schon seit längerer Zeit versucht, die Abläufe in Deutschland „zu verbessern und effizienter zu machen“. Unter dem Strich blieben diese Bemühungen jedoch ohne Erfolg.
Die unternehmensinterne Umstrukturierung sei nun unumgänglich. Die Produktion und die daran hängenden Arbeitsplätze sollen zunehmend ins Ausland verlagert werden. So sollen die Thyssenkrupp-Standorte in Indien, China, Polen, Portugal und in den USA erweitert werden, heißt es vom Unternehmen. Auch in der Verwaltung von Thyssenkrupp sollen jedoch Stellen gestrichen werden. Wie das konkret ausgestaltet werden soll, könne das Unternehmen wohl erst zum Ende der Neu-Ausrichtung, voraussichtlich in einem Jahr, sagen.
Den Mitarbeitern versprechen könne man allerdings, dass das Unternehmen die Umstellung möglichst fair gestalten wolle: „Es ist unser erklärtes Ziel, gute Lösungen für alle betroffenen Mitarbeitenden zu finden“, so ein Unternehmenssprecher von Thyssenkrupp. Dennoch bleiben die Mitarbeiter weitgehend im Ungewissen.
Auch der Gewerkschaft reichen diese unverbindlichen Aussagen nicht: Laut der Gewerkschaft IG Metall beinhalte der Thyssenkrupp-Plan „außer der Flucht in Billiglohnländer nichts“, so Thorsten Dellmann, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Saarbrücken. Für die saarländische Hochwaldregion, in der das Hauptwerk von Thyssenkrupp Automotive Body Solutions steht, ist der Stellenabbau ein herber Schlag. Das Unternehmen ist einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region.