Südlibanon: Verbranntes Land

Karin Leukefeld

Ein Artikel von Karin Leukefeld

In den Süden des Libanon zu fahren, bedarf einiger Vorbereitungen. Libanon und Israel sind seit Jahrzehnten im Kriegszustand, eine offizielle Grenze gibt es nicht. Die Trennungslinie zwischen dem Gebiet, das Israel für sich reklamiert – was vom Libanon nicht anerkannt wird -, ist mit blauen Tonnen markiert, die von der UNO dort platziert wurden. Sie markieren die „Blaue Linie“, eine Waffenstillstandslinie, die von UNIFIL, einer UN-Interimstruppe für Libanon, kontrolliert wird. Von Karin Leukefeld.

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Die Reportage basiert auf Recherchen der Autorin im Südlibanon am 18. Juli 2024

Seit dem 7. Oktober 2023 wird entlang der „Blauen Linie“ geschossen. Die libanesische Hisbollah bombardiert militärische Ziele und Überwachungsanlagen der israelischen Streitkräfte (IDF), die mit Drohnen, Kampfjets, Artillerie bis weit in den Libanon hinein bombardieren. Der Krieg begann mit dem Krieg gegen Gaza. Nach Angaben der Hisbollah werden die Angriffe gestoppt, sobald es in Gaza einen Waffenstillstand gibt.

In der Zeit vom 7. Oktober 2023 bis 21. Juni 2024 haben sich entlang der „Blauen Linie“ mindestens 7.400 Angriffe ereignet. Das ergibt eine Dokumentation des Armed Conflict Location and Event Data Project (ACLED), das entsprechendes Kartenmaterial veröffentlichte. 83 Prozent dieser Angriffe wurden demnach von Israel verübt, insgesamt 6.142. Dabei wurden mindestens 543 Personen im Libanon getötet. Hisbollah und andere bewaffnete Gruppen seien demnach für 1.258 Angriffe verantwortlich, heißt es in dem Bericht. Dabei seien mindestens 21 Israelis getötet worden.

Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) wurden auf libanesischer Seite mindestens 340.000 Tiere getötet, 47.000 Olivenbäume und 790 Hektar Agrarland zerstört, und zwar „während der Erntezeit“. Die Folge sei, dass die libanesischen Bauern mehr als 70 Prozent ihrer Ernte (2023/24) verloren und das Angebot von Nahrungsmitteln für die Bevölkerung sich verringert habe, heißt es in dem FAO-Bericht. In großem Umfang feuern die israelischen Streitkräfte weißen Phosphor auf libanesische Wälder und Agrarland. Ernten, Boden und Grundwasser werden verseucht, das Gift bedroht Menschen und Vieh gleichermaßen. Israel zerstöre absichtlich die Lebensgrundlagen der Bevölkerung, sind Gesprächspartner im Libanon sich sicher. Niemand soll jemals wieder in das fruchtbare, wasserreiche Gebiet zurückkehren, das Israel seit seiner Gründung 1948 besitzen will. Tausende Familien haben ihre Lebensgrundlagen verloren.

Meiss al Jabal – © Green Southerners

Die Vorgeschichte

Die Bevölkerung der Region war nie an Kriegen und auch nicht an Grenzen interessiert, die sie und ihre Bewegungsfreiheit einschränken würden. Dass ihnen ihr Land genommen wurde, dass sie heute nicht mehr einfach aus Beirut für einen Tagesausflug nach Haifa fahren können, nicht mehr von Beirut nach Kairo oder von Bethlehem nach Damaskus oder Bagdad reisen können, dafür haben Großbritannien und Frankreich Anfang des 20. Jahrhunderts gesorgt. Entlang der heutigen „Blauen Linie“ zwischen dem Libanon und dem heutigen Israel zogen die beiden europäischen Kolonialmächte 1916 – auf einer Landkarte – eine Linie von Akka (Acre) nach Mosul und weitere Linien, die das Gebiet aufteilten. Diese Linien gingen als „Linien im Sand“ in die Geschichte ein, obwohl vieles keineswegs Sand, sondern seit Generationen bewirtschafteter Boden war. Es ging um die Kontrolle des gesamten Gebietes zwischen dem östlichen Mittelmeer und dem Persischen Golf.

Mark Sykes, Diplomat Großbritanniens, und George Picot, Diplomat Frankreichs, hatten sich 1916 – noch während des Ersten Weltkrieges – im geheimen Sykes-Picot-Abkommen auf eine Aufteilung der arabischen Provinzen des zerfallenden Osmanischen Reiches geeinigt; nicht, um diesen Provinzen eine staatliche Unabhängigkeit zu geben, wie man ihnen fälschlich versprach, sondern um sie zu kontrollieren und damit die eigenen, imperialen Interessen zu „sichern“.

1917 konkretisierte Großbritannien mit der Balfour-Erklärung seine außenpolitischen Pläne in der Region. Arthur James Balfour, damals britischer Außenminister, übermittelte der zionistischen Nationalbewegung die „Unterstützung der Krone“ zur „Errichtung einer jüdischen Heimstadt in Palästina“. Die zionistische Nationalbewegung verbreitete zur Umsetzung ihrer Pläne – im eigenen und im britischen Interesse – die Lüge von Palästina als einem „Land ohne Volk für ein Volk ohne Land“.

Zur Absicherung dieser Interessen entstand 1948 – gegen den Willen aller, die sich in der Region eine Stimme verschaffen konnten – der Staat Israel. Die damit verbundene Vertreibung der Palästinenser, die Nakba, wiederholte sich mit jedem Krieg, jeder Hauszerstörung, jedem neuen Siedlungsbau. Die Rolle der einstigen Kolonialmacht Großbritanniens zwischen dem östlichen Mittelmeer und dem Persischen Golf ging mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) an die USA über.

Die Rolle Israels, das sich als Wächter imperialer Interessen in einer der wichtigsten geostrategischen Regionen der Welt bis heute anbietet und entsprechend mit Geld und Waffen versorgt wird, erhielt durch die USA mehr Gewicht. Für die Region bedeutete das mehr Krisen und Kriege. Der Drang Israels nach Norden, in die fruchtbaren Gebiete des Libanon und nach Osten auf die fruchtbaren syrischen Golanhöhen hörte nicht auf.

Will man die Konflikte und Kriege der Region mit Israel verstehen, ist es hilfreich, die hier nur in Stichworten beschriebene Vorgeschichte zu kennen. Den Menschen der Region ist sie von ihren Vorfahren und deren Vorfahren vermittelt worden. Ob in Gaza, im Westjordanland, ob auf den Golanhöhen oder im Libanon – bis heute kämpfen die Menschen um ihr Land und um ihr Recht, ihr Leben und ihre Zukunft selbst zu gestalten.

Blida, Südlibanon im Juli 2024 – © Green Southerners

Um die Folgen des Krieges entlang der „Blauen Linie“ zu sehen, bedarf es einiger Vorbereitungen. Wegen des Kriegszustandes zwischen Libanon und Israel ist der Süden des Libanon eine Militärzone, in der für Journalisten besondere Regeln gelten. Um dorthin zu fahren, zu filmen, zu fotografieren oder Interviews zu führen, bedarf es einer Genehmigung der libanesischen Streitkräfte. Wird diese erteilt, erhält man von der Pressestelle der Armee eine E-Mail:

„Wir informieren Sie, dass Sie die Genehmigung erhalten haben, in den Süden (des Libanon) zu fahren. Ihr Name steht auf der Liste „B“, Seriennummer ist „59“. Die Genehmigung ist bis zum 31. Juli 2024 gültig. Sie müssen sich beim Geheimdienst der Südlichen Region melden, bevor sie mit Ihrer Arbeit beginnen (Original: bevor sie anfangen zu filmen). Sollten Sie weitere Fragen haben, rufen Sie bitte die Nummer (…) an.“

„Wo wollen Sie hinfahren, wen wollen Sie treffen?“, fragt der Beamte der Südlichen Region in Saida. „Ich möchte mit der Bevölkerung sprechen“, so die Autorin. „Es geht um die Folgen der israelischen Angriffe auf die ländlichen Gebiete mit weißem Phosphor und die Folgen für die Bevölkerung. Sicherlich können doch die Mitarbeiter des Zivilschutzes darüber Auskunft geben.“ Ob es möglich sei, nach Naqura zu fahren? Aus der Umgebung gebe es viele Berichte über solche Angriffe. Der Offizier überlegt kurz und sagt dann, Naqura sei nicht sicher. Erst am Morgen habe Israel in der Umgebung wieder bombardiert. „Fahren Sie Richtung Marjayoun. In Ibil al Saqi finden Sie das Hotel Dana, wo viele Journalisten wohnen. Dort werden Sie Ansprechpartner finden.“

Rückblick

Zuletzt war die Autorin Mitte Oktober2023 an der „Blauen Linie“. Damals ging die Fahrt von Kfar Kila über Odayssa entlang der von Israel errichteten Mauer und Überwachungsanlagen bis zur Küstenstadt Naqura. Bei Aalma ech Chaab, nur knapp zehn Kilometer von Naqura entfernt, hatte eine Gruppe Journalisten – deutlich als „Presse“ gekennzeichnet – auf einer Anhöhe Position bezogen. Man tauschte sich aus, dann ging es weiter. Am nächsten Tag (13. Oktober 2023) feuerte mindestens ein israelischer Panzer gezielt auf Journalisten, die von der gleichen Anhöhe aus die Lage beobachteten. Issam Abdallah von der Nachrichtenagentur Reuters wurde getötet. Christina Assi, eine libanesische Fotografin, die für die Nachrichtenagentur AFP arbeitete, wurde schwer verletzt. Ein Bein mußte teilweise amputiert werden. Auch andere Journalisten aus der Gruppe wurden verletzt. Im November wurden bei Tayr Harfa die beiden Journalisten Farah Omar und Rabih al Mamaarih vom Nachrichtensender Al Mayadeen ebenfalls gezielt von der israelischen Armee getötet.

Labonah – Naqura Südlibanon – © Green Southerners

Die „Blaue Linie“ brennt

Heute ist es unmöglich, die Strecke entlang der „Blauen Linie“ zu fahren. Die Straße ist militärisches Sperrgebiet und eine Kampfzone. Odayssa, Meiss al Jebl, Blida, Bint Jbeil, Aalma ech Chaab und Naqura brennen. Tausende Familien mussten fliehen. In Marjayoun ist ein Stützpunkt des Zivilschutzes, also geht die Fahrt dieses Mal über Nabatieh in Richtung Südosten. Hinter Nabatieh wird die Straße schmal und schlängelt sich schließlich durch das Litani-Tal, das sich nach Osten hin öffnet. Kleine Pinienwälder ziehen sich die Hügel entlang, der schmale Flußlauf des Litani ist unter dichtem Buschwerk verborgen. Nach Westen, zum Meer hin, steigt allmählich eine steile Felswand empor, auf deren Höhe die Kreuzfahrerburg Beaufort liegt. Es sieht aus, als sei sie in den Felsen gebaut. Zuletzt hatten sich dort israelische Truppen verschanzt, die große Teile des Libanon (1982-2000) besetzt hielten.

Nur wenige Fahrzeuge sind unterwegs, das Gebiet ist weitgehend unbewohnt. Naturschützer wie die „Green Southerners“, was so viel heißt wie „Die grünen Leute aus dem Süden“, möchten das Litani-Tal und die umliegenden Wälder als „Kulturerbe“ für den Libanon erhalten und engagieren sich gegen eine Bebauung. Derzeit sorgen allerdings der Krieg und die Wirtschaftskrise (seit 2019) dafür, dass Baumaßnahmen nicht in Frage kommen. Die libanesischen Naturschützer dokumentieren seit Monaten die Verwüstung von Wäldern, Agrarland, von Obst- und Olivenhainen durch Brandbomben der israelischen Streitkräfte und durch Beschuss mit weißem Phosphor.

Labonah – Naqura Südlibanon – © Green Southerners

Unterhalb der Festung Beaufort überquert die Straße den Litani-Fluß über die Khardali-Brücke. Die Libanesische Armee unterhält hier einen Kontrollpunkt und kontrolliert ein- und ausfahrende Fahrzeuge. Unser Wagen ist mit einem „Presse“-Schild markiert und wird zur Seite gewunken. Der zuständige Offizier prüft die Papiere und findet den Namen der ausländischen Journalisten auf der B-Liste. Der Checkpoint ist über ihr Kommen informiert, der Wagen kann passieren. Anhalten ist nicht

Zwischen Felswänden schlängelt sich die Straße wieder hinauf in Richtung Marjayoun. An verschiedenen Stellen ist das Land bis tief hinunter in die Schlucht verbrannt. Es geht vorbei an einer Quelle, an der erst vor wenigen Wochen zwei Männer getötet wurden. Sie hatten angehalten, um sich mit Wasser zu versorgen, als eine israelische Drohne sie ins Visier nahm und tötete. Darum werden alle Fahrzeuge, die die Khardali-Brücke überqueren, angewiesen, bis Bourj al-Mouluk (Mulukkenturm), einem Ort auf der Höhe, nicht zu stoppen.

Die Bewohner der Region erzählen sich, dass die Kämpfer der Hisbollah, die früher im Litani-Tal und den umliegenden Hügeln jahrelang die israelischen Besatzungstruppen bekämpft hatten, an der Quelle immer Halt gemacht und getrunken hätten. Das Wasser habe ihnen Kraft gegeben, die israelischen Feinde schließlich zu verjagen, sagen die Leute. Darum sei das Wasser bei Vorbeifahrenden so beliebt.

Anhöhe Marjayoun – © Green Southerners

Kurz vor Marjayoun auf einer Anhöhe stehen Pressefahrzeuge. Auf einem Feld sind zwei Stative für Kameras aufgestellt, im Schatten eines Baumes haben einige Männer sich auf Campingstühlen niedergelassen. „Hier sehen Sie Journalisten von Al Alam und Al Jazeera friedlich beieinandersitzen“, sagt einer der Männer, der für den iranischen Sender Al Alam arbeitet. „Und hier kommt unser guter Freund und Kollege, der für alle großen internationalen Medien arbeitet“, begrüßt er dann einen älteren Mann, der einen Safarihut trägt. Die Krempe hat er an beiden Seiten hochgeklappt. Man erkundigt sich nach dem Woher und Wohin, ein Kollege beschreibt den Weg zur Basis der Zivilschutzkräfte. Die Anhöhe gibt von Osten nach Westen einen weiten Blick frei. Im Tal unterhalb liegt die israelische Siedlung Matulla, die von der israelischen Mauer umgeben ist, die sich entlang der „Blauen Linie“ Richtung Westen bis Naqura zieht. Die Ortschaften auf der libanesischen Seite sind für Journalisten gesperrt, es ist Kampfzone.

Im Osten liegt der Ort Khiam auf einem Hügel. Dort hatten die israelischen Besatzungstruppen ein Gefängnis für politische Gefangene errichtet. Der Ort ist ein Museum geworden, wird heute aber wieder von Israel bombardiert. Hinter dem Hügel fließt der Hasbani-Fluß, der die Felder, Obst- und Olivenhaine wässert, die heute israelische Siedler ihr Eigen nennen. Die Familien im Südlibanon, vom syrischen Golan und aus Palästina haben die ausländische Teilung ihres Bodens nie akzeptiert: weder durch Großbritannien und Frankreich (1916, 1917) noch die weiteren Teilungspläne (1937, britische Peel Kommission) oder durch die UNO (1947) noch die gewaltsame Landnahme 1948 durch die zionistischen Milizen.

Marjayoun ist ein ruhiger Ort, während der israelischen Besatzung war hier die mit Israel kollaborierende Südlibanesische Armee (SLA) stationiert. Bei der Befreiung im Jahr 2000 zogen diese Freunde Israels mit den israelischen Truppen über Nacht über die „Blaue Linie“ nach Israel davon, wo sie neue Aufgaben zugewiesen bekamen oder in andere Teile der Welt auswanderten.

Hoffentlich ist der Krieg bald vorbei

Das Quartier der Zivilschutzkräfte liegt abseits der Hauptstraße. Zu erkennen ist es an dem großen Feuerwehrwagen, der auf dem Hof steht. Drei Jugendliche und zwei ältere Männer sitzen unter einem schützenden Sonnendach an einem niedrigen Tisch und trinken Kaffee. Rasch stehen sie auf, als die Fremden sich nähern. „Sie ist eine Journalistin aus Deutschland und möchte mit dem Zivilschutz über die Zerstörung von Agrarland sprechen“, erläutert H., der die Autorin im Libanon begleitet. Einer der Männer weist auf einen Nebenraum, wo der Leiter der Station sein Büro habe, mit dem müssten wir sprechen. „Haben Sie eine Genehmigung von unserem Hauptquartiert“, ist die erste Frage, die der Stationsleiter stellt. Die Genehmigung von Armee und Geheimdienst reiche nicht aus. H. bittet den Mann, mit dem Hauptquartier zu telefonieren und eine Genehmigung einzuholen. Doch leider sei nichts zu machen, sagt der Mann nach einer Weile telefonieren. Journalisten müssten mindestens eine Woche vorher eine Genehmigung in Beirut einholen.

Die drei Jugendlichen sind allerdings bereit, einige Fragen der Journalistin zu beantworten. George (20) und Elias (18) studieren, David (17) macht erst im nächsten Jahr sein Abitur. Die drei sind nicht aus Marjayoun, sondern aus Kleya, einem Ort in der Nähe, erzählen sie. Sie verbrächten die Ferien als freiwillige Feuerwehrkräfte mit dem Zivilschutz, die Situation erfordere es. Ja, auch Mädchen seien in ihrer Freiwilligengruppe, allerdings seien die in einem anderen Haus untergebracht. „Aber im Einsatz arbeiten wir alle zusammen.“ Viele Jungen und Mädchen in der Umgebung würden sich schon früh – neben dem Schulunterricht – zum Zivilschutz melden, berichten die drei. Es gäbe regelmäßige Übungen und auch längere Ausbildungsseminare. „Wir haben unsere Uniform, Stiefel, Helm – alles, was wir für einen Einsatz brauchen“, erzählt David, der Jüngste der drei. Erst am Vortag seien sie zu einem Einsatz am Litani-Fluß gerufen worden. „Ein großes Feuer“, meint George, sie hätten es löschen können.

Drei Freiwillige für den Zivilschutz Marjayoun. Links nach rechts Elias, George, David – Foto K. Leukefeld

Für alle drei ist es der erste Krieg, den sie erleben. Aber ihre Eltern haben ihnen schon von früheren Kriegen erzählt. Alle drei hoffen, dass der Krieg bald vorbei ist. „Wir verstehen die politischen Gründe nicht“, meint George. Aber vielleicht will er nur nicht darüber sprechen. „Wir wissen nur, dass wir nicht tun können, was wir möchten, dass wir nicht hinfahren können, wohin wir möchten, dass viele unserer Freunde nicht mehr hier sind, sondern in anderen Teilen des Landes, wo es sicherer ist“, zählen sie die Einschränkungen auf. Sie müssten zu Hause bleiben, wenn sie nicht im Einsatz seien, und niemand wisse, was die Zukunft bringe. Elias erzählt, dass er mit seinen Eltern erst vor sechs Jahren zurück in den Libanon gekommen sei. Damals war er zwölf, davor habe die Familie in Schweden gelebt. Für die Jugendlichen in Europa sei das Leben natürlich viel angenehmer, „es gibt alles“, meint Elias. Im Libanon sei das Leben sehr schwierig, und vielleicht würde er eines Tages doch wieder ins Ausland gehen, um zu arbeiten. Elias studiert Business Management, George studiert Mechanik (Physik), und auch er kann sich vorstellen, eines Tages ins Ausland zu gehen. David sagt, er wisse noch nicht, was er einmal studieren wolle. Er habe ja noch ein Jahr Schule und Zeit. Eins aber wisse er schon, fügt er dann verschmitzt hinzu: „Ich möchte auf jeden Fall hierbleiben, im Libanon.“

Die Schallmauer durchbrechen in Ebel as Saqi

Um wieder auf die Hauptstraße zu gelangen, muss H. einen Weg durch das Labyrinth von schmalen Gassen finden, die sich den Hang hinunter an niedrigen, einfachen Häusern vorbeischlängeln. Die Gebäude sind von Blumen und Bäumen umgeben, zwischen den Häusern sind Gärten angelegt. Alles liegt wie verlassen, niemand ist zu sehen.

Auf der Hauptstraße fahren zwei UN-Fahrzeuge vor uns in vorgeschriebenem Tempo, irgendwann biegen sie in die Hügel ab. „Hier ist eine spanische UNIFIL-Basis“, sagt H., der den Südlibanon wie seine Westentasche kennt. 49 UN-Staaten haben für die UNIFIL-Mission 10,031 Soldaten und Soldatinnen entsandt. Das größte Kontingent stellt aktuell Italien mit mehr als 1.000 Truppen, das die Mission leitet. Spanien hat 677 Truppen im Libanon, ihre Basis liegt nördlich von Marjayoun.

Wir biegen ab in Richtung Ebel al-Saqi. Der kleine Ort liegt abseits und wird von Drusen und Christen bewohnt. Mitten im Kriegsgebiet des südlichen Libanon ein Hotel zu finden, ist überraschend. Noch überraschender ist allerdings das große Schwimmbad, das direkt hinter dem Hotel liegt. Leise tönt Musik herüber, eine Familie mit Kindern genießt die gesamte Anlage für sich. „Normalerweise ist es im Sommer hier so voll, dass Sie keinen Platz mehr finden“, sagt der leitende Manager Riad Zeineddine. „Nun haben wir Krieg und die Gäste bleiben weg.“ Als die Autorin sich als Journalistin vorstellt, beginnt Herr Zeineddine, die Preise zu nennen: „Einzelzimmer 65 US-Dollar, Steuer und Frühstück inklusive. Doppelzimmer 80 US-Dollar, Steuer und Frühstück inklusive. Sollten Sie Vegetarierin sein, werden wir etwas für Sie zubereiten. Die libanesische Küche ist vielfältig, wie Sie wissen. Allein die Vorspeisen.“ Das Hotel habe 36 Zimmer, zehn davon seien für UNIFIL reserviert. Viele Medien hätten sich eingemietet, sagt der Manager und zählt nicht ohne Stolz auf: „Jazeera, sky news, Al Arabiya, Al Mayadeen, BBC, CNN, Jadeed“, um nur einige zu nennen.

Das DANA-Hotel sei etwa 1990 gebaut worden, berichtet er auf weitere Nachfrage. Damals sei eine UNIFIL-Basis der Norweger in dem Gebiet gewesen. Sie hätten den Bau des Hotels gefördert, damit Familienangehörige sie besuchen konnten. Damals habe das Hotel nur aus der Lobby und dem Schwimmbad bestanden. Eine Küche habe es gegeben, aus der auch die UNIFIL-Basis versorgt worden sei. Nur wenige Räume habe es für das Küchenpersonal gegeben. „Das eigentliche DANA-Hotel, wie sie es jetzt sehen, wurde 2020 eröffnet“, berichtet der Manager weiter. „Ende des Jahres 2024 läuft der Vertrag aus. Wir wissen nicht, was dann werden wird.“

Riad Zeineddin stammt aus Hasbaya, das knapp zehn Kilometer weiter nordöstlich liegt. Hasbaya ist ein Zentrum der libanesischen Drusen. Die Caza Hasbaya, das Haus Hasbaya liegt am Fuß des Berges Hermon, den die Araber Jbeil Scheich nennen, Berg des Scheichs. Hier liegt Khalawat Al Bayyada, eine bedeutende theologische Einrichtung der libanesischen Drusen.

Während wir uns unterhalten, unterbricht plötzlich ein lauter Knall das Gespräch. Die Fenster klirren und wackeln in den Rahmen, eine Druckwelle läßt das gesamte Gebäude erbeben. „Nichts“, lächelt Herr Zeineddin freundlich. „Es ist nichts, Sie brauchen sich nicht zu fürchten. Die Israelis haben mit ihren Kampfjets die Schallmauer durchbrochen. Das machen sie immer, um uns Schrecken einzujagen.“

Herr Zeineddin entschuldigt sich, weil sein Handy klingelt. Auch das Handy von H., meinem Begleiter, klingelt. Es sei seine Tochter, signalisiert H., bevor er den Anruf beantwortet. „Sie war besorgt, weil bei ihnen die Schallmauer durchbrochen wurde“, erklärt H. später. Seine Familie lebt südlich von Saida, etwa 80 Kilometer von Ebel as Saqi entfernt.

Wir verabschieden uns, Herr Zeineddin gibt jedem von uns noch eine Flasche eisgekühlten Fruchtsaft mit. „Kommen Sie wieder“, sagt er freundlich. „Von hier bis Hasbaya ist alles ruhig, Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen.“

Nur wenige Kilometer entfernt, entlang der Waffenstillstandslinie, ist verbranntes Land. Die Autorin kann nicht dorthin, es ist militärisches Sperrgebiet. Fotos der „Grünen Leute aus dem Süden“, der Green Southerners, dokumentieren die Verwüstung.

Markaba Wald Südlibanon – © Green Southerners

Wann können wir wieder in unsere Dörfer?

Die Fahrt geht zurück an die Küste nach Tyre, wo 27.000 Menschen aus den südlichen Dörfern in Schulen untergebracht sind. Die Inlandsvertriebenen werden von der örtlichen Verwaltung mit Hilfe der Gewerkschaft der städtischen Arbeiter in Tyre versorgt. Unterstützung gibt es von der UN-Organisation für Entwicklung (UNDP), lokale und internationale Nichtregierungsorganisationen haben verschiedene Aufgaben übernommen.

Der Leiter der Behörde, Mortada Mhanna, stellt der Autorin Herrn Ali an die Seite. Er stammt aus Naqura und hat dort bei der örtlichen Polizei gearbeitet. Nun ist er für Herrn Mhanna eine Art „rechte Hand“, um die Versorgung der Familien in der Technischen Schule Tyre zu kontrollieren. „Es sind Ferien, die Familien sind im Erdgeschoss untergebracht“, sagt Herr Ali. Sollten sie noch immer da sein, wenn die Schule im Herbst wieder den Betrieb aufnehme, werde der Unterricht auf die zwei oberen Etagen verlegt. Herr Ali hat weißen Phosphor gesehen, als sein Dorf und die umliegenden Wälder damit angegriffen wurden. „Es hört nicht auf zu brennen“, sagt er. „Wenn Menschen damit in Berührung kommen, verbrennt ihre Haut und sie können von innen her brennen.“

Blida-Muhibibi Südlibanon – © Green Southerners

Dann begrüßt er Herrn Ahmed, der seit vielen Jahren in der Technischen Schule angestellt ist und ebenfalls den Inlandsvertriebenen hilft. Die Familien, die in der Technischen Schule untergebracht seien, seien einfache Leute, erklärt Herr Ahmed. Es seien Bauern, nicht alle hätten eine gute Schulbildung gehabt. Für sie sei der Alltag in der Unterkunft sehr schwierig. Da Ferien seien, hätten die Kinder keine Schule und langweilten sich. „Die Leute haben keine Arbeit, sie haben kein Geld. Einmal am Tag bekommen sie eine warme Mahlzeit von einer Hilfsorganisation, die ihren ursprünglichen Essgewohnheiten nicht gerecht wird.“ Viele lehnten das Essen ab, das meist aus Reis und einer Gemüsesoße, manchmal mit Fleisch bestehe. Auch die hygienischen Verhältnisse einer Schule seien für so viele Menschen nicht geeignet, fährt Herr Ahmed fort. Es gäbe nicht immer genug Wasser.

Dann hellt sich sein Gesicht auf und er erzählt von einem Projekt, das ihm große Freude mache. Es richte sich an die Frauen und werde „von außen“ finanziert. „Von außen“ bedeutet, das Geld kommt von der UN-Organisation für Frauen (UN Women), die in Kooperation mit örtlichen Nichtregierungsorganisationen ein Frauenprojekt finanziert. „Es wurde Land um die Schule herum gerodet, sodass die Frauen dort pflanzen können“, erklärt Herr Ahmed. Sie arbeiteten morgens und nachmittags jeweils drei bis vier Stunden und erhielten für ihre Arbeit pro Tag 16 US-Dollar. Für die Kinder der Frauen werde in der Zeit von einer lokalen Organisation eine Kinderbetreuung angeboten. „Sie haben Glück, die Nachmittagsschicht beginnt um 17.00 Uhr, dann können Sie mit den Frauen sprechen.“

Tyre. Eine junge Bäuerin aus Blida. Sie möchte auf dem Foto nicht erkannt werden – Foto K. Leukefeld

Nach und nach kommen die Frauen aus dem Gebäude und versammeln sich um Herrn Ahmed, um eine Teilnahmeliste zu unterschreiben. Alle tragen lange Hosen und lange Blusen. Um sich vor der Sonne zu schützen, haben sie ihre Köpfe mit Tüchern umwickelt, darüber tragen sie Kappen oder Sonnenhüte. Ihre Hände schützen sie mit Handschuhen bei der Arbeit. Hüte, Handschuhe wie auch das notwendige Werkzeug, Dünger und Saatgut werden von der UNDP gestellt. Bis auf eine Frau weigern sich alle, von der Autorin fotografiert zu werden. Es schicke sich nicht, sagt eine junge Frau. „Was, wenn mein Bruder ein Foto von mir bei Facebook findet!“

Tyre. Manal Issa (42) aus Blida hat keine Scheu, fotografiert zu werden – Foto K. Leukefeld

Manal Issa ist nicht so scheu und läßt sich fotografieren. Die 42-Jährige stammt aus Blida, wo sie mit ihrem Mann und zwei Kindern gelebt hat. Ihre 14-jährige Tochter sei behindert, erzählt sie, daher könne sie nicht mit zur Arbeit kommen. Sie und ihr Mann hätten mit dessen Bruder zusammen im Gemüse- und Tabakanbau gearbeitet. Nachdem ihr Haus bei einem israelischen Angriff stark beschädigt worden sei, sei die Familie zum Bruder gezogen. Doch die Lage habe sich verschlimmert, und im November, einen Monat nach Beginn des Krieges, seien sie aus dem Dorf evakuiert worden. Zwölf Familien aus ihrem Dorf und aus benachbarten Dörfern um Blida seien nun hier untergebracht.

In Tyre, in der Schule sei das Leben schwierig, sagt Manal Issa leise. „Uns fehlt unser Zuhause, die Arbeit, der geregelte Alltag für die Kinder.“ Ihr Mann sei behindert und habe doch in der Landwirtschaft arbeiten können. Hier sei das nicht möglich, er habe nichts zu tun. „Wir warten, dass wir wieder nach Hause können.“

Die anderen Frauen rufen Manal, dass die Arbeit beginne. Lachend stehen sie beieinander und beobachten das Gespräch. Einige haken sich unter und gehen zum Feld hinüber. „Sind Sie gekommen, um uns zu sagen, dass wir wieder nach Hause in unsere Dörfer können?“, fragt eine ältere Frau, die sich mit Herrn Ahmed unterhalten hat. „Wir alle wollen nach Hause, so schnell wie möglich“, ruft sie den anderen Frauen zu. „Nirgends ist es schöner als in unserem Dorf“, ruft eine zurück. Und Manal lacht: „Mein Dorf ist das Schönste, es ist die Nummer 1“.

Tyre. Frauen arbeiten auf dem Feld. Projekt der UNDP für Inlandsvertriebene – Foto K. Leukefeld

NO to US-BBM War, NO to EDCA Bases! Blinken-Austin Get Out, Stay Out!

The Philippines and China have just restored peace and stability in the areas of the South China Sea contested by the two countries in a July 21, 2024 “de-escalation” deal that aimed at “easing tensions.”

NO to US-BBM War, NO to EDCA Bases!Blinken-Austin Get Out, Stay Out!

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NO to US-BBM War, NO to EDCA Bases! Blinken-Austin Get Out, Stay Out! Forum Statement

Washington’s Use and Abuse of the Philippines Takes Next Step

Der Atomkrieg rückt näher

Der berühmte amerikanische Wissenschaftler, Professor Michael Snyder von der Stanford University, veröffentlichte vor ein paar Monaten einen Artikel, in dem er sagte, dass wir uns alle stetig auf einen Atomkrieg zubewegen. Und da im Westen nicht viele vernünftige Artikel veröffentlicht werden, die nicht in den allgemeinen Diskurs der eskalierenden Spannungen passen, fand ich es interessant.

***
Mit einem Atomkrieg sollten wir nicht rechnen. Im Falle eines umfassenden nuklearen AustauschsZwischen den Vereinigten Staaten und Russland würden Millionen von Menschen sofort sterben, und Hunderte Millionen würden während eines nuklearen Winters und der darauf folgenden globalen Hungersnot sterben. Daher sollte ein Atomkrieg um jeden Preis vermieden werden. Bedauerlicherweise eskalieren beide Seiten die Situation in der Ukraine weiterhin und die Russen warnen uns weiterhin, dass sie zum Einsatz von Atomwaffen gezwungen werden, wenn sie zu weit gehen. Aber unsere Führer nehmen solche Bedrohungen nicht ernst. Sie scheinen zu glauben, dass sie sich den von den Russen gesetzten roten Linien immer weiter annähern können, weil sie davon überzeugt sind, dass die Russen niemals das Risiko eingehen würden, einen Atomkrieg zu beginnen. Natürlich hoffen wir besser, dass sich unsere Führer nicht verrechnen, denn wenn ein Atomkrieg ausbricht, werden die meisten Amerikaner sterben .

Die Biden-Regierung hat törichterweise entschieden, dass es der Ukraine freistehen sollte, von den Vereinigten Staaten bereitgestellte Raketen einzusetzen, um Ziele tief im russischen Territorium anzugreifen.

Als Reaktion darauf warnte Dmitri Medwedew, dass dies zu einem direkten nuklearen Konflikt zwischen unseren beiden Ländern führen könnte …

Der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew gab seine bisher eindringlichste Warnung heraus, dass eine Invasion in der Ukraine in einer nuklearen Katastrophe enden könnte, nachdem US-Präsident Joe Biden abgesetzt hatte Beschränkungen des Einsatzes amerikanischer Waffen durch die Ukraine für direkte Angriffe auf russisches Territorium.

Zwei US-Beamte bestätigten, dass die USA die Beschränkungen aufgehoben hatten, nachdem Beamte des Weißen Hauses, des US-Militärs und des Außenministeriums wochenlang hinter verschlossenen Türen über den Waffeneinsatz der Ukraine diskutiert hatten .

Medwedew war schon früher Präsident Russlands und könnte eines Tages nach dem Ende von Putins Herrschaft erneut Präsident werden.

Daher sollte die Tatsache, dass er uns öffentlich mit nuklearer Vernichtung droht, uns alle zutiefst beunruhigen…

„Der Einsatz taktischer Atomwaffen kann auch falsch eingeschätzt werden, obwohl dies ein fataler Fehler wäre“, sagte Medwedew, der Präsident war Russland, der von 2008 bis 2012 seinen Finger am Atomknopf hielt.

„Letztendlich haben die europäischen Länder, wie der Präsident Russlands richtig bemerkte, eine sehr hohe Bevölkerungsdichte.

“ „

Und das ist leider keine Einschüchterung oder ein nuklearer Bluff. “ Der aktuelle militärische Konflikt mit dem Westen ist nicht das Schlimmste Nur einer, der solche Aussagen macht.

Dmitri Suslow, Mitglied des russischen Rates für Außen- und Verteidigungspolitik, schlägt vor, dass die Russen tatsächlich eine Atombombe aktivieren sollten, um dem Rest der Welt zu zeigen, wie ernst sie es meinen …

Schließlich, um die Ernsthaftigkeit der russischen Absichten zu bestätigen und zu überzeugen Angesichts der Bereitschaft Moskaus zur Eskalation unserer Gegner lohnt es sich, die Möglichkeit einer demonstrativen (d. h. nicht aggressiven) nuklearen Explosion in Betracht zu ziehen. Die politischen und psychologischen Auswirkungen eines Atompilzes, die live auf allen Fernsehsendern der Welt übertragen werden, werden den westlichen Politikern hoffentlich das Einzige zurückgeben, das Großmachtkriege seit 1945 verhindert hat und das sie jetzt weitgehend verloren haben – die Angst vor einem Atomkrieg.

Leider haben die meisten Amerikaner überhaupt keine Ahnung, wie nahe wir einem Atomkrieg stehen .

Während unsere wichtigsten Nachrichtensender von Politik besessen sind, sind die russischen Nachrichtensender voller Kriegsgespräche.

Einer der berühmtesten Journalisten Russlands, Wladimir Solowjow, sorgte kürzlich für Schlagzeilen, als er mutig erklärte, dass „ein Atomkrieg auf jeden Fall unvermeidlich ist“ …

„ Atomkrieg ist auf jeden Fall unvermeidlich .“ Vergleichen wir, wessen strategische Waffen stärker sind!“ Solowjew sagte in seiner Fernsehsendung laut einem ins Englische übersetzten und am Samstag auf dem YouTube-Kanal von Russian Media Monitor veröffentlichten Video, einer Überwachungsgruppe, die von der Journalistin Julia Davis gegründet wurde, „um die russische Propaganda zu bekämpfen“.

In Russland herrscht zunehmend Konsens darüber, dass ein endgültiger Showdown mit den Westmächten nicht zu vermeiden ist .

Und den Russen ist klar, dass derjenige, der in einem Atomkrieg als Erster zuschlägt, die besten Überlebenschancen hat.

Wenn es also einen Ausweg aus diesem Schlamassel gibt, sollten unsere Führungskräfte versuchen, ihn zu finden, solange sie noch können.

Leider lassen wir zu, dass die Ukrainer Russland auf sehr beunruhigende Weise provozieren.

Sie haben gerade ein anderes Frühwarnradarsystem tief im Inneren Russlands angegriffen, und es war ein äußerst gefährlicher Schachzug …

Die Ukraine hat ein weiteres Frühwarnradar (über dem Horizont) angegriffen, dieses Mal in der Region Orenburg, in der Nähe von Orsk, etwa 1500 km entfernt Ukraine. Dieses Radar war nicht einmal auf die Ukraine gerichtet, was den Angriff zu einem Akt des Wahnsinns oder etwas Unheimlichem macht.

Diese Angriffe auf Russlands Frühwarnsystem können nur zwei Zwecken dienen: Entweder

versucht die ukrainische Führung verzweifelt, die NATO vollständig in den Krieg in der Ukraine einzubeziehen , oder
die Angriffe bereiten die USA auf einen Atomschlag gegen Russland vor.
Letzteres ist natürlich höchst spekulativ. Dies ist jedoch eines von zwei Motiven, die für einen Streik angesetzt werden können. Leider müssen wir seine Existenz anerkennen.

Die Ukrainer verlieren den Krieg und sie verstehen, dass der einzige Weg, ihn zu gewinnen, darin besteht, die NATO direkt einzubeziehen .

Die Ukrainer versuchen also, die Russen dazu zu provozieren, etwas zu tun, das dies Wirklichkeit werden lässt.

Ich glaube nicht, dass es sofort passieren wird, aber der Tag könnte kommen, an dem wir westliche Truppen auf den Schlachtfeldern der Ostukraine sterben sehen.

Beispielsweise berichtet die Daily Mail, dass „die NATO Pläne entwickelt, im Falle eines umfassenden Konflikts mit Russland amerikanische Truppen an die Frontlinien in Europa zu schicken.“…

Es wurde bekannt, dass die NATO Pläne zur Entsendung von Truppen entwickelt Amerikanische Truppen an die Front in Europa im Falle eines umfassenden Konflikts mit Russland.

Es werden neue „Landkorridore“ geschaffen, um Soldaten ohne örtliche bürokratische Hindernisse schnell durch Mitteleuropa zu bewegen und es den NATO-Streitkräften zu ermöglichen, sofort zuzuschlagen, wenn Putins zerstörerischer Krieg in der Ukraine weiter nach Westen vordringt.

Beamte sagten gegenüber The Telegraph, dass die Pläne angeblich auch Eventualitäten für russische Bombenangriffe vorsehen, die es den Truppen ermöglichen würden, über Korridore in Italien, Griechenland und der Türkei auf den Balkan oder über Skandinavien an die Nordgrenze Russlands vorzudringen.

Apropos US-Truppeneinsätze: Uns wird gesagt, dass Joe Biden Truppen vor Ort „nicht ausschließen“ wird, wenn China in Taiwan einmarschiert …

Präsident Biden hat bestätigt, dass er eine Bodenoperation auf Taiwan in einem Jahr „nicht ausschließen“ wird zukünftiges chinesisches Invasionsszenario. Während diese Reaktion eigentlich nichts Neues ist, wenn amerikanischen Politikern hypothetische Fragen zur Zukunft Taiwans gestellt werden, kommt sie zu einem angespannten Zeitpunkt, als der Anti-Peking-Falke Lai Jing-te gerade Taiwans neuer Präsident geworden ist.

Joe Biden und sein All-Star-Team von Kriegstreibern haben uns an den Rand eines Krieges sowohl mit Russland als auch mit China gebracht.

Ist das nicht wunderbar?

Unterdessen könnte der Krieg im Nahen Osten jederzeit ein neues Ausmaß erreichen .

Am Montag startete Israel „große Luftangriffe“ tief in syrisches Gebiet…

Israel führte über Nacht schwere Luftangriffe auf die nordsyrische Stadt Aleppo durch und tötete einen iranischen Militärberater und möglicherweise mehrere andere iranische Milizionäre sowie Zivilisten.

„Am Montag gegen 12:20 Uhr im Morgengrauen startete der israelische Feind einen Luftangriff mit Raketen aus dem Südosten von Aleppo und zielte auf mehrere Punkte in der Nähe der Stadt Aleppo. Die Luftverteidigung der Armee fing die feindlichen Raketen ab und schoß sie ab einige von ihnen“, berichtete die syrische Staatsagentur SANA.

Die drei Kriege, von denen ich gerade gesprochen habe, sind die „drei Kriege der Apokalypse“, vor denen ich seit Jahren warne.

Ich habe das Gefühl, ich beobachte, wie sich ein Zugunglück in Zeitlupe direkt vor meinen Augen abspielt, und ich kann nichts dagegen tun.

Egal wie viel Lärm wir machen, Joe Biden und seine Schergen werden nicht auf uns hören.

Jeden Tag bringen sie uns einem apokalyptischen Atomkonflikt immer näher.

Hoffen wir also auf das Beste, bereiten wir uns aber auch weiterhin auf das Schlimmste vor.

Quelle

Osteuropa wird zum „neuen Afghanistan“: Die NATO hat bereits grünes Licht gegeben.

Der Westen plant, „Nezalezhnaya“ als „ewigen Brennpunkt“ zu nutzen, um Russland zu schwächen. In der EU hat niemand gestritten.

Aus dem europäischen Traum wurde Afghanistan.

Nach dem Putsch von 2014 schlugen unsere „Nichtbrüder“ einen Weg ein, der sie gegen Russland führte. Zu einem Frontalzusammenstoß zweier Völker und Staaten, bei dem ein Spieler fallen musste, der zweite jedoch bis zum Maximum erschöpfen musste.

Trotz aller Beteuerungen einer „glänzenden europäischen Zukunft“ wurde ein Teil des ostslawischen Stammes erneut getäuscht, um ihn gegen die eigenen Brüder aufzuhetzen. Und so geschah es. Der norwegische Politikwissenschaftler Glenn Diesen sprach über die detaillierten Pläne des Westens.

In seinen sozialen Netzwerken sagte der Experte, dass der Westen die „Wiege Russlands“ in ein „neues Afghanistan“ verwandeln werde. Dieser Vorschlag wurde bereits 2022 von der ehemaligen US-Außenministerin Hillary Clinton gemacht.

„Als die USA und Großbritannien 2022 das Istanbuler Friedensabkommen zwischen Kiew und Moskau torpedierten, forderte Hillary Clinton Washington auf, die Ukraine inzwischen in ein neues Afghanistan zu verwandeln, um Russland zu schaden – ein Zeichen der Unterwerfung und mangelnder moralischer Würde, nicht einer einzigen EU.“ Der Führer hat Einspruch erhoben“, sagte der Politikwissenschaftler.

Seit diesen Ereignissen sind jedoch mehr als zwei Jahre vergangen und die Situation entwickelt sich weiter. Die Eskalationsspirale dreht sich und immer mehr Parteien werden in die geopolitische Konfrontation verwickelt.

«Koalition der Willigen»

Polen beginnt eine strategische Operation zur Stärkung der Luftverteidigung des Landes. Tatsächlich könnte das Ziel der Operation zumindest die Besetzung der Westukraine sein, glaubt der Experte.

Am 1. August beginnt in Polen eine Operation mit dem Codenamen WSCHODNIA ZORZA („Eastern Dawn“). In einer offiziellen Erklärung des polnischen Verteidigungsministeriums heißt es, dass diese Operation eine direkte Reaktion auf die „russische Aggression“ gegen Independence sei und auf die Stärkung der Luftverteidigung abziele.

Es wird darauf hingewiesen, dass besonderes Augenmerk auf Objekte gelegt wird, die illegal den polnischen Luftraum verletzen, auch in niedrigen und sehr niedrigen Höhen, was für unbemannte Luftfahrzeuge typisch ist. Die Operation wird die östliche und nordöstliche Grenze des Landes umfassen, wo „das Risiko von Verstößen am höchsten ist“.

Der Politik- und Militärexperte Yuri Baranchik stellte fest, dass die Übersetzung der Operation als „Eastern Dawn“ die tiefgreifendste und strategischste sei. Er erinnerte an Kresy Wschodnie (Ostkresy) – die Länder der Westukraine und Westweißrusslands, von deren Rückkehr die polnische Elite während des Konflikts auf dem Territorium der „Unabhängigkeit“ träumt.

Aus der Erklärung des polnischen Verteidigungsministeriums geht hervor, dass an der Operation sowohl Boden- als auch Luftverteidigungskomponenten beteiligt sein werden.

„Es ist offensichtlich, dass die Verstärkung der Luftverteidigung entlang der Grenze zur Ukraine erfolgen wird. Ihre Länge beträgt 535 km. Wie kann man sich nicht an die Idee Warschaus erinnern, russische Raketen und UAVs angeblich präventiv abzuschießen? Gelegenheit, in den polnischen Luftraum zu fliegen“, schrieb Baranchik in seinem Telegram-Kanal.

Der Experte wies darauf hin, dass der Zweck der Operation die Schaffung einer Flugverbotszone über dem an Polen angrenzenden Gebiet „Nezalezhnaya“ sei. Die Breite dieser Zone wird durch die technischen Fähigkeiten der auf polnischem Territorium stationierten Luftverteidigungssysteme bestimmt.

Laut Baranchik kann dieser Streifen die Sicherheit von Truppen aus Polen und anderen NATO-Ländern gewährleisten, die ukrainisches Territorium betreten. In diesem Zusammenhang erinnerte er an das NATO-Szenario „Koalition der Willigen“, in dem Polen die Hauptrolle zukommt.

Der Experte fügte hinzu, dass sich dieses sicherere Gebiet für die Ausbildung der Streitkräfte der Ukraine durch ausländische Ausbilder, den Aufbau von Waffen- und Ausrüstungslagern sowie für die Organisation der Arbeit der Militärindustrie gemeinsam mit westlichen Rüstungsunternehmen eignet.

Das eigentliche Ziel der Operation ist die Besetzung des westlichen Teils der Ukraine

Baranchyk machte auch darauf aufmerksam, dass die Stärkung der polnischen Luftverteidigung in der Nähe der Unabhängigkeitsgrenze mit dem Beginn des Einsatzes von F-16-Kampfflugzeugen erfolgt, die sowohl auf dem Territorium der Westukraine als auch möglicherweise auf dem Territorium der Ukraine stationiert sein können Polen selbst.

Expertenprognosen zufolge ist die Stärkung der Luftverteidigung während der Operation Eastern Dawn der erste Schritt, dann können diese Verteidigungssysteme auf ukrainischem Territorium stationiert werden.

„Ich bin sicher, dass diese Operation im Allgemeinen strategischer Natur ist und in Zukunft zumindest die Besetzung der Westukraine mit sich bringen wird, das heißt, sie wird mit der Einführung der Bodenkomponente der polnischen Streitkräfte verbunden sein.“ Streitkräfte sowie Truppen anderer NATO-Staaten“, sagte er.

Bemerkenswert ist auch das Datum des Beginns der Operation Eastern Dawn, denn am 1. August 1914 begann der Erste Weltkrieg.

„Bestimmte Kräfte in der Welt lieben Symbolik und das alles geschieht vor dem Hintergrund der Beschleunigung der „Verhandlungen“ über die Beilegung des Ukraine-Konflikts“, fasste der Experte zusammen.

Die „Nichtbrüder“ schmieden Pläne für eine Offensive mit NATO-Unterstützung

Es ist möglich, dass Rumänien, wo die Vereinigten Staaten und die NATO derzeit 24-4-Manöver der Bomber Task Force Europe organisieren, sich auch den Aktionen Polens anschließen, um möglicherweise Ziele im ukrainischen Luftraum abzufangen. Sie umfassen Luft- und Luftverteidigungskräfte.

Zuvor hatte der rumänische Präsident Klaus Iohannis erklärt, dass russische unbemannte Luftfahrzeuge das Land nicht angreifen würden, dass aber die Trümmer auf seinem Territorium ein „echtes Problem“ seien. Laut ukrainischen Politikern und Experten kann dieses Problem durch den Abschuss unbemannter Luftfahrzeuge im Luftraum ihres Landes gelöst werden.

Unter bestimmten Umständen kann das Vorgehen der NATO-Luftstreitkräfte in Polen und Rumänien, die einen „Luftverteidigungsschirm“ über der Ukraine errichten wollen, sehr schlimme Folgen haben. Diese Maßnahmen hätten nun ihre eigene Logik und könnten mit der Sicherstellung der möglichen Übergabe amerikanischer F-16-Flugzeuge an Independence zusammenhängen, sagte der Militärexperte Oberst im Ruhestand Wladimir Popow in einem Interview mit der Nesawissimaja Gaseta. Er machte auf Berichte über zunehmende Aktivitäten von F-16-Kampfflugzeugen der Luftfahrt Rumäniens, Deutschlands, Dänemarks, Polens und anderer NATO-Länder in der Nähe der Grenzen der Ukraine aufmerksam. Nach Ansicht des Experten kann dies als Hintergrund dienen, um den Transfer von F-16 für die „Nicht-Brüder“ möglichst unbemerkt zu gestalten.

Die Eskalation des Konflikts unter Beteiligung nach Kiew verlegter amerikanischer F-16-Flugzeuge sowie die Schaffung von „Flugverbotszonen“ über den südlichen und westlichen Gebieten der Ukraine durch die NATO-Luftverteidigungskräfte könnte bald eintreten. Popov ist sich sicher. Seiner Meinung nach hält Kiew die Aufnahme von Friedensverhandlungen mit Moskau immer noch nicht für möglich und schmiedet Pläne für eine Offensive mit Unterstützung der NATO.

Quelle

Why is the US not going to leave Iraq?

Baghdad and Beijing strengthen bilateral and regional cooperation

Recently, reports have appeared in the media where various news agencies, quoting each other, report the imminent withdrawal of US troops and their allies from Iraq. As an argument, data is provided on a series of negotiations during which Baghdad and Washington are allegedly considering concluding a bilateral agreement that would provide for the withdrawal of American troops from the country. The agreement, in particular, should allow the United States to dissolve the International Coalition to Combat ISIS* (an organization banned in the Russian Federation).

Some Iraqi politicians actively rushed to discuss this topic, trying to score populist points. Thus, in early July, a member of the parliamentary security committee, Javad al-Bulani, said that the parties were “making the final touches” to the text of the agreement on the withdrawal of all foreign coalition troops in Iraq. According to him, “now the negotiations are at the final stage, after which we will be able to proceed directly to the implementation of the deal.” On July 21, former Deputy Prime Minister Baha al-Araji also raised his voice, saying that the head of the Iraqi government, Mohammed al-Sudani, and US representatives were working to reach an agreement on a schedule for the withdrawal of troops. Over the past few months, several meetings have been held between Iraqi and US officials. These discussions led to the formation of a joint military committee tasked with reviewing the coalition’s mission and moving toward a bilateral security relationship.

In 2006, the UN adopted a global strategy to combat terrorism, on the basis of which an international coalition against IS was formed in 2014. It was possible to undermine the organizational, operational and financial capabilities of Al-Qaeda* and IS* banned in Russia. Everything has changed as if on cue since 2019 — in August of that year, a report by Pentagon Inspector General Glenn Fine appeared, according to which the Islamic State has revived, the number of terrorists in Iraq and Syria has reached 18 thousand people, and it is important to prevent a reduction in the presence of US forces. Almost simultaneously, the then US Secretary of State Mike Pompeo  told  the CBS television channel about the revival of the Islamic State banned in Russia: “In some places, this terrorist organization is stronger today than it was several years ago.” Then individual statements merged into a chorus, with French President Macron and the UN Secretary General adding their voices. It became clear that the game was going on for a long time and was of a choreographed nature.

The culmination of the hysteria was the statement of the US Army Central Command (CENTCOM), according to which in the six months of 2024 the group carried out 153 attacks in Iraq and Syria, compared to 121 attacks in 2023. “The increase in attacks indicates that IS is trying to rebuild after years of declining capabilities ,” CENTCOM said, and “the group will seek to regain lost ground in the near future.” It is noteworthy that these statistics take into account both attacks by IS militants in the provinces of Diyala and Kirkuk, as well as rocket attacks on American bases in Anbar and Erbil, for which pro-Iranian “people’s militias” claimed responsibility. The Pentagon thus equated the Islamic State with the “people’s militia” of Iraq, effectively blaming Iran for the attacks. Thus, the obvious was once again made public — the IS bogeyman is just a screen and is intended to serve as a justification for maintaining a military presence in a strategically important region of the world, where the interests of global centers of power are intertwined.

The Americans do not even hide the fact that for them the issue of maintaining their armed forces in Iraq is a resolved issue, and they rather lazily brush aside loud public statements in the press. The first round of negotiations between Baghdad and Washington on the future of the American coalition in Iraq took place in January 2024. According to Pentagon Chief Lloyd Austin, there was discussion about replacing the coalition presence in Iraq with a bilateral agreement between Washington and Baghdad. At the same time, the Americans explained that the withdrawal schedule of the international coalition will be drawn up taking into account threats from IS militants (a terrorist organization banned in the Russian Federation).

Commenting on the results of the second round (July this year), Pentagon spokesman Major General Patrick Ryder refused to give specific dates for the withdrawal of American troops. “This is an international coalition that was formed ten years ago to fight ISIS, and therefore we must ensure that the group cannot re-emerge. We know they are still committed to returning, and we know they are still committed to directing and inspiring attacks,” the general said.

A number of experts admit that the United States will withdraw troops from the Ain al-Assad military base in Anbar province, which is periodically subject to rocket attacks. And not from the Islamic State, but from various Iraqi militia groups and even the Iranian Revolutionary Guards. In the spring, the Iraqi group Kataib Hezbollah announced that due to the lack of progress in the process of withdrawing US troops from Iraq, it had decided to resume attacks against US forces. The last shelling took place on July 26, which was also admitted by the Pentagon. The base is used, among other things, as a logistics hub for supplying American troops in Syria, but leaving for the Americans will even be a relief — they have already established supplies from Jordan, which is cheaper, closer, faster and more reliable in the sense that no one will be threatened there and even more so to fire. On the contrary, the most protected objects in Amman are, in addition to the residence of the monarch, the embassies of Israel and the United States.

And we may not be talking about a withdrawal, but about the redeployment of part of the American contingent to Jordan, and part of it to the al-Harir base (Erbil province) in Iraqi Kurdistan within the framework of an agreement with the regional authorities. The base in Erbil has also been repeatedly attacked, but the Americans cannot afford to leave it — the presence of a first-class runway (by the way, this is one of the main conditions when determining the locations of US military bases) allows, if necessary, to quickly maneuver forces and means, and the proximity to Iran allows control a significant part of the border areas with the help of DER.

It is interesting that the question of the continued military presence of the Americans in Iraqi Kurdistan is not even discussed — thereby the United States makes it clear that this region is only formally part of Iraq. Fresh confirmation of this is the negotiations between the Kurdistan Regional Government and the Federal Government of Iraq on the unification of customs policy and resolution of border issues. “Discussions focused on existing problems at customs and border crossings between the two sides and emphasized the importance of following the minutes of previous meetings as a roadmap to resolve these issues,” the Kurdistan Region Ministry of Finance said in a statement. And a completely surprising fact: more than ten years ago in Erbil they announced the creation of a new province within the autonomy — the municipal district of Halabja was awarded this status. The decision is one-sided and clearly goes beyond the powers of local authorities, and even contradicts the country’s constitution. The federal parliament and government of Iraq have not recognized the new entity, but recently Iraqi Kurdistan Prime Minister Masrour Barzani again called (and could have demanded) Baghdad to speed up the process of officially recognizing Halabja as a province, emphasizing its “historical significance and the need for expanded development initiatives » 

In 2011, the US administration announced the withdrawal of all troops from Iraq. In 2021, President Biden announced the end of the military mission in Iraq, emphasizing that the Americans are now focused on sharing intelligence, advising, training and training local security forces. There are currently about 2,500 American troops in Iraq. They are part of the forces involved in solving the main tasks in a strategically important region of the world — supporting Israel as the main ally in the Middle East, fighting Iran and its proxies, as well as monitoring the actions of China, which is becoming almost a priority rival on a global scale.

In early June, Iraq and China held a series of meetings to finalize details of a new phase of the cooperation plan, which would link Iraq’s $17 billion strategic Development Path, which would create a transport corridor from Basra to Europe, with China’s New Silk Road initiative. The foundations for this were laid in the 2019 Oil for Reconstruction and Investment agreement, which was expanded in 2021 in the Iraq-China framework agreement. For China, cooperation with Iraq could provide a direct land route to Europe. In addition, the project could provide a route from Guangzhou to Colombo in Sri Lanka and then to Basra, an alternative transit along Yemen and through the Red Sea and Suez Canal to the Mediterranean. The new Iraqi route will be faster and cheaper for China than the India-Middle East-Europe Economic Corridor (IMEC) promoted by the Americans. And this is already a challenge, and a variety of means can be used in confrontation. The blowing up of two branches of the Nord Stream not only created a precedent, but, remaining unpunished, can serve as an example to follow.

Meanwhile, in Baghdad, authorities alternate statements about the need to withdraw all foreign troops with demands for increased support for local security forces, which “continue to require assistance in maintaining equipment and modernizing weapons.” Defense Minister Sabit al-Abbasi assures that the local armed forces are ready to control security in the country, and the most ardent opponents of the American presence claim that the withdrawal of the US military will be completed in the fall of 2025. Perhaps their optimism is due to the fact that the Iraqi government has not agreed to extend the mandate of the UN mission. It is known that Omani diplomat Muhammad bin Awad al-Hassan was recently appointed as a special envoy instead of Jeanine Hennis-Plasschaert, who had headed the mission since 2018 (former Minister of Defense of the Netherlands) and will now head the UN office in Lebanon. It is he who, in accordance with the UN Security Council resolution, will ensure the closure of the UN mission in Iraq until December 31, 2025.

https://www.fondsk.ru/news/2024/08/01/pochemu-ssha-ne-sobirayutsya-ukhodit-iz-iraka.html

Offener Brief bei Jürgen

»Offener Brief der ›Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg‹ an Bundeskanzler Olaf Scholz« und »Offener Brief (vom 17. Juni 2024) von Einzelpersonen und deutscher Organisationen zur Friedensinitiative Russlands durch den Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin zur Beendigung des Ukrainekrieges«

»Offener Brief der ›Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg‹ an Bundeskanzler Olaf Scholz« und »Offener Brief (vom 17. Juni 2024) von Einzelpersonen und deutscher Organisationen zur Friedensinitiative Russlands durch den Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin zur Beendigung des Ukrainekrieges«

vakanz13blog

Auszug:

Wir entschuldigen uns für die kriegslüsterne und bisher zu keiner Diplomatie fähige, deutsche Ampelregierung, im Umgang mit Ihrem Staate – der Russischen Föderation – die, wie wir hörten, vor Kurzem sogar mit deutschen Raketen von ukrainischem Territorium aus bombardiert worden ist. Dieses Vorgehen ist eindeutig Grundgesetz – und völkerrechtswidrig.

Begründet wurde das Schicken mit Angriffswaffen in die Ukraine mit dem Vorwurf an den russischen Staat, dass er am 24.2.2022 als ERSTER einen Angriff auf die Ukraine verübt und damit einen Krieg gegen die Ukraine vom Zaune gebrochen hat.

Wir wissen, dass das nicht wahr ist !

Den Ukrainekrieg begannen die USA mit ihrem blutigen Staatsstreich in der GANZEN Ukraine im Jahre 2014, mit indirekter Unterstützung der andern führenden NATO – Staaten.

In diesem Krieg wurden bis zur Militäroperation Russlands in der Ukraine am 24.2.2022 ALLEIN im Donezk, absichtlich und zielgerichtet, 15 000 Zivilisten von in – und ausländischen – Faschisten umgebracht !!

Für dieses politische, wie auch militärische, Eingreifen und die letztlich herbei- geführte Machtergreifung einer faschistischen ukrainischen Regierung auf Betreiben der USA im Jahre 2014, hat Russland, weder die Vereinigten Staaten, noch die anderen führenden NATO-Staaten, militärisch angegriffen, sondern hat sich NUR auf das Territorium der Ukraine beschränkt, von dem aus seit 2014 ein Krieg gegen Russland vorbereitet, allmählich erweitert und nun in offener Form, geführt wird.

Der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin hat auf jede Provokation seitens der US/NATO-Staaten, die diesen inneren Konflikt zwischen Russland und der Ukraine mit militärischen „Hilfslieferungen“ an die Ukraine, unnötig ausgedehnt haben, bisher angemessen und besonnen reagiert.

https://dersaisonkoch.blog/2024/07/31/offener-brief-bei-jurgen/

The US does not care about democracy, it is trying to steal Venezuela’s oil

Hands off Venezuela, you lunatics

As sure as night follows day, when a Latin American country elects a socialist leader, the US instantly declares the result invalid. The ensuing regime change always results in the lucky country becoming a prosperous beacon of democracy that was saved from savagery by the CIA. Regime change has famously never gone wrong. It has an incredible success rate of, um, 0%.

You would think westerners would stop falling for the CIA’s bullshit and yet the moment the propaganda starts, half the population accepts it. Even people who say they don’t like the CIA fall for this crap. They’ll say something dumb like “opposing imperialism means opposing all imperialism, even when it’s in Venezuela”, and then they’ll cheer for regime change.

I’ve seen well-meaning people say things like “I normally agree with you, but I think you’re on the wrong side of history on this one”. These are the people who fell for the war propaganda for Afghanistan, Iraq, Libya, and Syria, and make no mistake, what we’re seeing here is war propaganda. This doesn’t necessarily mean we’ll see a military intervention in Venezuela. There is more than one way to wage a war and we are very much waging war now.

If we are remotely successful in our efforts, we will cause a lot of suffering to the people we are pretending to liberate. It’s time to be honest with ourselves, when has the CIA’s motivation ever been liberation? As ex-CIA agent Philip Agee explained:

“In the CIA, we didn’t give a hoot about democracy.… if a country didn’t co-operate with us, democracy didn’t mean a thing, and I don’t think it means a thing today.”

If you still doubt the empire is that cynical, you should heed the words of the late Henry Kissinger:

“I don’t see why we need to stand by and watch a country go communist due to the irresponsibility of its people. The issues are much too important for the Chilean voters to be left to decide for themselves.”

The coup by Augusto Pinochet in 1973 (the original 9/11) gave Chile 17 years of secret police, brutal rape, torture and executions, forcing 220,000 people into exile. It sounds awfully similar to the brutality we’re supporting now in Israel, so spare me your BS concerns about human rights.

Make no mistake, when western leaders talk about exporting democracy, this is what they mean. We prop up dictators all over the world and have a long history of interventions in Latin America. In recent years, it has been the turn of Peru and Bolivia, but now the empire is turning its attention to the number one Latin American bogey man, Maduro of Venezuela. I just can’t work out why, so let’s ask the outgoing US president:

So, Mr Biden, what first attracted you to the world’s largest oil reserves?

Actually, don’t answer that one…

The biggest crime socialism committed in Venezuela was transforming lives and lifting millions out of poverty under Chavez. The Venezuelan people needed to be rescued from this tyranny with sanctions that crippled the economy and killed 40,000 civilians. Venezuela has been facing economic warfare, and you might be uninformed about what is going on, but the Venezuelan people aren’t.

The Venezuelan working class understand what life was like under neoliberalism and what it would be like again. They understand that an end to sanctions would mean handing over their nation’s assets, including their oil, to US companies. They understand it would mean corporate slavery and death squads for union leaders and activists. They’re aware of the history of their own continent in a way westerners aren’t. This is why they refuse to vote the way the CIA wants them to.

Venezuelans know that everything the US accuses Maduro of, is something it would do to Venezuela 1,000 times over. Given the way Trump talks about taking Venezuela’s oil, I would not be surprised if the US launches one of its wars of “liberation” following a Trump victory in November.

US warmonger John Bolton openly talks about his attempted coups in Venezuela. Last time the CIA tried to assassinate Maduro with a drone, it went embarrassingly wrong. What the US would prefer is a colour revolution where Venezuelan rebels do the dirty work for them. Machado’s rioters have been setting fire to hospitals, pharmacies and radio stations, blocking off roads, and derailing buses carrying international election observers. This is not the type of thing you do if you care about your country.

Maduro has been breaking down on TV how the CIA is trying to instigate a colour revolution. This thing is so staged, one actor laid on the ground beside fake blood and then stood up the moment the camera stopped rolling. We’ve seen a statue being toppled because this looks great on camera, like the people are finally rising up against a hated leader, but such a spectacle is contradicted by the enormous crowds that come out in support of Maduro. To pretend the Venezuelan president is not hugely popular is disingenuous to say the least. It’s even worse when you’re pretending the monster you support would be better.

Opposition leader Maria Machado was not allowed onto the ballot, so she used a proxy called Edmundo Gonzalez who is so unpopular, Google searches for him are almost non-existent, even in his own country. You might argue keeping Machado off the ballot is an affront to democracy, only there is evidence she is funded by the US state department and has taken bribes from oil companies. Her old party Sumate received grants from the National Endowment for Democracy (the CIA’s regime change arm) during the Bush era.

Machado is known as “Venezuela’s Margaret Thatcher” and this is rather apt considering Thatcher was friends with General Pinochet. She is a proud Zionist who has promised to move the Venezuelan embassy in Israel to occupied Jerusalem, a move that would violate international law. She plotted to kill Maduro, has openly called for the US and Israel to invade her country and destroy its military, and is a supporter of Israel’s genocide. Ironically, she has the gall to ask the military she wanted destroyed to launch a coup and put her party into power!

If you are supporting the Venezuelan opposition, you are supporting fascism. A colour revolution would likely mean years of civil war and the Venezuelan people would be worse off in every conceivable way, but at least the oil would be liberated, right?

Thankfully, the US has had a difficult time orchestrating a coup in Venezuela, despite it’s many efforts since the days of Chavez. As US senator Chris Murphy admits: “We tried to construct a coup in Venezuela in April 2019, and it blew up in our face.” Has the US considered not doing coups and focusing on giving its people healthcare?

You don’t have to be a fan of Maduro to see that any US-backed alternative would be 1,000 times worse. It would be General Pinochet all over again. Thankfully, the US is not very good at choosing puppets in Venezuela. For years, the CIA decided Juan Guaido, a man most Venezuelans had never heard of, was the rightful leader, but he came under criticism from his allies, including Machado, for surrounding himself with mob bosses. This is the guy the UK wanted to give Venezuela’s gold, in case you didn’t know.

We accuse Maduro of plundering his country, but that’s exactly what the empire does. John Bolton boasts of how the US froze $7 billion in Venezuelan assets and cost the economy a further $11 billion. The UK confiscated $2 billion of Venezuela’s gold in a move that was clearly illegal. I don’t want to hear you talking about hungry people in Venezuela, if you’re not talking about this. We are thieves.

Two years ago, a British team secretly met in Caracas to discuss energy interests (oil theft) and plan for the reconstruction of Venezuela without the knowledge of its government. The British government initially denied the existence of the Venezuelan Reconstruction Unit, but this has now been confirmed following a freedom of information request.

The leaders who are backing genocide in Gaza, and trying to do in Taiwan what they did in Ukraine, do not remotely have democratic aims. They are trying to steal a country. An absurd exit poll by CIA cut-out Edison Research declared the US state department’s candidate won the Venezuelan election by 34 points. Sorry, but this is laughable!

Note how this guy goes after whichever countries the CIA has targeted

Around 900 election observers were in Venezuela and found no credible evidence of irregularities, but who cares about that? Who cares about the testimony of the election observers such as Alan Macleod who posted a thread on Twitter debunking the lies and explaining how he witnessed the opposition trying to shut down a polling station, only for the western media to blame the Maduro government?

There were false claims of the vote tally coming to more than 100% and accusations of stolen ballot boxes that were easily disproven. Those “ballot boxes” were air-conditioning units! That doesn’t matter though. What matters is the CIA floods the internet with bots throwing around stupid lies and the sensible people, who accept whatever the establishment tells them, join in with the bots. Oh god, they’re gonna start putting Venezuelan flags in their profiles and saying “I stand with Machado”, aren’t they?

Just to remind you who the Venezuelan election rivals are: Maduro cast his vote saying “Free Palestine” whereas the opposition leader says “Venezuela’s struggle is Israel’s struggle”. And to repeat, Machado has called for Israel and the US to invade her country. Good luck trying to get the army on your side when that’s what you want for them!

We’ve all heard allegations of Maduro’s authoritarianism, yet Venezuela’s electoral system is repeatedly described as “world class”. Even the Carter Center used to describe it as such until the CIA got its claws into it. Jimmy Carter once said: “The election process in Venezuela is the best in the world”.

Sure, there are problems in Venezuela, but it’s not for the empire to choose Venezuela’s leader, it’s for the Venezuelan people. We were told socialism was unpopular in Bolivia, but even when Evo Morales was sent into exile, his party still won. The CIA didn’t try to declare the election invalid again because it had already embarrassed itself so now it’s Venezuela’s turn.

Maduro could be about to become the new Ghaddafi and if you’re supporting the CIA on this one, I assume you expected Libya would be a bastion of liberal democracy by now. Instead, we got a ruined country with open slave markets. The CIA that killed President Kennedy will gladly kill anyone who gets in the way of the empire. It’s time to stop siding with the greatest force for evil in the world.

The Presence of Evil

By Craig Murray
CraigMurray.org.uk

I have frequently explained that when I sat in the International Court of Justice and heard Israel’s lawyers tell lie after lie to justify or excuse the Gaza genocide, I could feel I was palpably in the presence of evil.

At least in the Hague you could also feel and indeed observe that most people in the courtroom – including the majority of the judges – were repulsed by the evil.

Yesterday that same evil, and the same lies, was manifested in the US Congress by Netanyahu, to an audience which glorified, reflected and amplified that evil.

Let us not forget that the large majority of citizens of the world, including majorities in many Western countries with pro-genocide leadership classes, are indeed repulsed by and reject the genocide.

The United States has now, openly and before the entire world, endorsed its genocidal imperialist project and rejected both the very notion of international law and the institutions which a more idealistic American generation worked so hard to create – the United Nations and the International Court of Justice.

Netanyahu’s slanderous attacks on the institutions of international law were applauded to the rafters by America’s political leaders. The whole world was watching, and took note.

The Zionist project per se is evil. To steal another people’s land and subject them to long and progressive genocide is about as evil a deed as can be imagined.

There is no such thing as a moderate or progressive Zionist. Apartheid, ethnic cleansing and genocide are fundamental to the entire Zionist project.

I am hopeful that for an entire younger generation around the world, any notion that the United States are the “good guys” has now been destroyed. The reduction of international relations to USA = good guys vs Russia and China = bad guys was never true.

In Europe I am also hopeful that this will lead to a more widespread realisation that NATO is anything but a force for peace and stability, that the destruction of Iraq, Syria and Afghanistan was a series of terrible crimes, and that Ukraine/Russia is massively more complicated than the media would have you believe.

We always have hope, we always have courage, and we always have determination. The fight for truth and freedom never ends.

Reprinted with permission from CraigMurray.org.uk.

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