Wissenschaft wird zur Ideologie. Die Kinder werden damit versaut. Dann spielen wir Gott und ändern das Wetter. Mit „Schönrede“ wird dann alles geglättet. Ergebnis: WUTBÜRGER!
Scholz‘ bizarre Mindestlohn-Show: Wenn etwas Populismus ist, dann das
Kommentar
Scholz überholt seine Genossen von links und fordert auf einmal einen 15-Euro-Mindestlohn. Schon wieder will er sich über die Mindestlohnkommission hinwegsetzen, die, wie SPD-Ministerin Nahles einst sagte, genau solche „Willkür und Populismus“ verhindern sollte.
Sebastian Thormann
@s_thormann

Passend zum Wahlkampf für die Europawahl am 9. Juni präsentiert Olaf Scholz eine neue Forderung: Der Mindestlohn soll rauf auf ganze 15 Euro. Damit hofft der Kanzler offenbar bei all jenen zu punkten, die in ihrem Geldbeutel bisher wenig davon gespürt haben, wie vermeintlich „sozial“ seine Regierung bisher gewesen sein soll.
Dass man dabei natürlich höheren Wohlstand und Löhne nicht einfach mit einem staatlichen Fingerschnippen herbeizaubern kann, dürfte eigentlich jedem klar sein, der inzwischen schon mal den Selbstbedienungskassen in Supermärkten oder Bestell-Terminals bei McDonald’s und Co. begegnet ist. Mitarbeiter um Mitarbeiter wird hier ersetzt. Automaten braucht man schließlich nur mit Strom zu entlohnen, nicht mit immer weiter nach oben kletternden Mindestlöhnen.
Man muss sich einmal vor Augen führen: Als die Große Koalition auf SPD-Druck 2015 den Mindestlohn einführte, lag dieser bei 8,50 Euro. Was Scholz jetzt fordert, ist fast doppelt so hoch. Vor allem aber ist es eben jener Populismus, den selbst die SPD damals noch verurteilte.
Klar, die Mindestlohneinführung an sich war schon populistisch, aber in typischer GroKo-Manier hatte man sich auf einen vermeintlich unpolitischen Mechanismus geeinigt, der weitere Erhöhung steuern sollte. Nicht Politiker, sondern Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter sollten den gemeinsam ausverhandeln.
Dafür schuf man die Mindestlohnkommission, aus drei Vertretern jeder Seite und einem von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gemeinsam bestimmten Vorsitzenden. Man habe sich darauf verständigt, dass „wir keinen politisch festgesetzten Mindestlohn wollen“, erklärte SPD-Arbeitsministerin Andrea Nahles damals. Sonst öffne man „Willkür und Populismus Tür und Tor“, so Nahles.
Genau diese Tür zum Populismus hat Scholz aber längst auftreten. Schon 2022 überging die Ampel die Kommission und erhöhte den Mindestlohn stattdessen per Gesetz von 10,45 auf 12,00 Euro. Jetzt will er das wiederholen und überholt damit zuletzt gar seinen linken Parteiflügel. Der hatte zwar auch Druck gemacht, aber keine konkreten Zahlen genannt.
SPD-Chef Klingbeil forderte eine „deutliche Erhöhung“, Co-Vorsitzende Esken wollte eine Reform der Mindestlohnkommission. Denn die folgt nun offenbar nicht mehr den politischen Wünschen der Genossen. Zuletzt beschloss man eine Erhöhung auf 12,82 Euro mit den Stimmen der Arbeitgeber und der unabhängigen Vorsitzenden. Die Gewerkschaftler hatten aber einen Mindestlohn von 13,50 Euro gefordert.
Esken möchte daher, dass es künftig nur noch einstimmige Entscheidungen gibt. So hofft sie offenbar der Gewerkschafter-Seite eine noch bessere Verhandlungsposition einzuräumen. Scholz derweil geht aber noch weiter als selbst die SPD-freundlichen Gewerkschaftler und will jetzt schon einen Mindestlohn von 14 Euro, der dann eben auf 15 Euro ansteigt.
Es ist eben jene pure Willkür, die Nahles zur Einführung des Mindestlohns noch kritisierte und verhindern wollte – oder zumindest vorgab. Für die SPD ist das alles jetzt aber Normalität: Für den Wahlkampf einfach immer höhere Zahlen in den Raum werfen. Zu welchen astronomischen Lohnvorstellungen das führt, kann man in den USA sehen, jenem Land, was die Selbstbedienungsautomaten als erstes eingeführt hat und wo sich linke Demokraten längst in ihren Forderungen gegenseitig überbieten und von einem Wunsch-Mindestlohn von 15 Dollar inzwischen zu 50 (!) Dollar pro Stunde .
Scholz für seinen Teil hat jedenfalls das deutsche Mindestlohn-Bieten losgetreten. Wohl auch, weil es das einzige ist, mit dem er vermeintliche Sozialpolitik machen kann. Der Ampel-Haushalt – wenn nicht gerade verfassungswidrig – hat schlicht keinen Platz für noch weitere Sozial-Leistungen, Subventionen oder Steuer-Geschenke. Wenn der Staat also die Steuergelder schon ausgegeben hat, ist Scholz‘ Lösung jetzt: Sollen die Unternehmen, ob klein oder groß, doch die Last für seine Sozialpolitik tragen.
Er befiehlt den 15-Euro-Lohn und die Privatwirtschaft zahlt, so der Plan. Dass das zu weniger Jobs, mehr Arbeitslosen und einer Preisinflation durch die staatlich in die Höhe getriebenen Lohnkosten führen wird, ignoriert der Kanzler lieber erstmal. Es ist schließlich Wahlkampf.
Die gravierende Gefahr politisch manipulativer KI-Monopole
Deutschland ist vom Weg der vernunftorientierten Aufarbeitung seiner Geschichte abgekommen!

Kommentar von Dennis Riehle
Es ist noch nicht allzu lange hier, da schien Deutschland auf einem guten Weg, die Aufarbeitung seiner dunklen Vergangenheit insoweit vorangetrieben zu haben, als dass die Kollektivschuld bei denjenigen nicht mehr zur Charakterlichkeit gehörte, die weit nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden – und aus der Historie vornehmlich die Mahnung zur Verantwortung für ein „Nie Wieder“ der grausamen Dehumanisierung von Holocaust und Nationalsozialismus mitnahmen, ohne sich in geißelnder Haftung für das zu entschuldigen, was Vorfahren angerichtet hatten. Deshalb galt noch im vergangenen Jahrzehnt das Bekenntnis zu Konservativismus, Bürgerlichkeit und Patriotismus als Tugend des Bewahrens von Identität, Heimat und Prinzipien. Und es war auch nicht verwerflich, sich als rechts zu bezeichnen. Doch nur Augenblicke später wandelte sich die Definition dessen, was mit Blick auf die persönliche Herkunft als ansehnlich, respektiert und wertgeschätzt galt. Mittlerweile ist man aus Sicht der politischen Korrektheit sogar innerhalb der CDU ein Extremist, wenn man sich für eine stringente Regulierung der illegalen Einwanderung ausspricht – oder im Bundestag die Nationalflagge hochhält. In einem kaum vergleichbaren Tempo hat sich die Segregation, Brandmarkung und Denunzierung einer ganzen Bevölkerungsklientel dynamisiert, nachdem das Linke in diesem Land – von SPD über Grüne bis Sozialisten – die Kompassnadel an sich riss und den Wertemaßstab hinsichtlich des Guten und Bösen kurzerhand umdeutete. Plötzlich fand sich derjenige, der die Christdemokraten wählt, kurzerhand in einem Sammelbecken von ehrenwerten Persönlichkeiten unterschiedlicher Couleur wieder, denen der Stempel von Rassismus und Demokratiefeindlichkeit aufgedrückt wurde.
So galten Positionen und Auffassungen als anrüchig, verwerflich und unmoralisch, die man einst als Ausdruck der Mitte verstand. Samt Etikettierung wurden jene für vogelfrei erklärt, die die monokausale Ursache des Klimawandels in Frage stellten, die von der Ampel angestoßene Energiewende als widersinnig betrachteten, Geschlechtervielfalt und Non-Binarität in den Bereich des Unnatürlichen verorteten, Gasheizungen in ihre Keller einbauten, SUV mit Verbrenner-Motor fuhren, Fleisch aßen, für die Ukraine Frieden forderten oder sich erdreisten, von ihrem Grundrecht auf gleiche, faire und unabhängige Wahl Gebrauch machten – indem sie eine politische Kraft wie die AfD favorisierten, welche eine staatliche Behörde als verfassungsfeindlich betrachtet. Allein vom Hörensagen liefen diejenigen als blökende Schafe in der Menge mit, die sich an diesem Schauspiel der Vorführung ihrer Freunde, Nachbarn und Kollegen beteiligten – und ihnen bisweilen sogar die Menschlichkeit absprachen, indem man sie wortspielerisch zu Ratten erklärte oder zum Keulen preisgab. Mithilfe einer der durch die Regierung inszenierten Medienkampagne wurde suggeriert, der seit Jahrzehnten in deutschen Behörden gängige Begriff der Remigration sei mit Deportation – und damit dem Ansinnen des Verbringens von Millionen Bundesbürgern in die Wüste – verbunden. Dank Verzerrung, Übertreibung, Manipulation und Lüge konnte in den Köpfen einer naiven Gesellschaftskohorte das Bild des Dämons aufrechterhalten werden, der am Ende nichts Anderes einforderte, als die Rückkehr zu Vernunft, Pragmatismus und Rechtsstaatlichkeit – und sich dabei gegen Verbote, Kasteiung, Gängelung, Bevormundung und Freiheitsentzug aussprach.
Ein gesundes Bewusstsein für die eigenen Wurzeln und die damit verbundenen Abstammungsmerkmale der ethnischen, historischen, sprachlichen, sozialen und anthropogenen Gemeinschaft ist nicht nur Ausdruck von Stolz auf all das, was die Republik besonders nach 1945 an Aufarbeitung, Wiederaufbau und Neuorientierung geleistet hat. Sondern es beflügelt auch den Zusammenhalt in Zeiten einer wachsenden Entfremdung und Polarisierung, setzt Eckpfeiler des Miteinanders und gibt Sinn und Halt auch für diejenigen, die als Gast in unser Land kommen. Daher ist eine völkische Ideologie nicht anstößig, sondern die Voraussetzung für das Gelingen einer behutsamen Öffnung gegenüber dem Anderen, welcher im Zweifel auch darauf angewiesen ist, ein Rahmengerüst vorzufinden, von dem er sich leiten lassen kann. Ein Land mit Selbsthass und Eigenverachtung ist nicht attraktiv für jene, die mit der Absicht zu uns kommen, ein Teil des Ganzen zu werden. Wenn Kritik am Konzept des Multikulturalismus fremdenfeindlich sein soll, dann sind nahezu alle Völker auf diesem Globus despektierliche Desavouierende – weil sie die Überzeugung leitet, dass eine sich in gesundem Maße für das Inkludieren des Unbekannten aussprechende Einheit nur dann erfolgreich sein wird, wenn eine die Richtung vorgebende Mehrheit als Leuchtturm bereitsteht, um sich auf ihn verlassen zu können. Pluralistische Traumvorstellungen und Utopien von einem Sammelbecken unterschiedlichster Konformitäten, denen es an einer sie verschweißenden Philosophie über das Assoziierende fehlt, sind die Abrissbirne für eine Spezies. Das Kumulieren von evolutionär nicht umsonst zunächst separierten Stämmen, Gruppierungen und Verbänden zu einer zwanghaft verordneten Entität mag den Neosozialisten in diesen Tagen ein Ziel sein. Widerspruch hiergegen ist weder rechtsextrem noch xenophob, sondern überall sonst auf dem Globus ein Zeichen von Selbstbewusstsein, Festigkeit und Würde. Wer solch eine Definition ablehnt, hat von diesen Eigenschaften wohl selbst nichts verinnerlicht.
UK Inexplicable Desire to Start WW3
By Drago Bosnic
The history of Russophobia goes back centuries in many Western countries. The perpetual fear and hatred for the Eurasian giant pushed Europe into a bloodbath several times in the last two centuries, resulting in dozens of millions of dead and the “old continent” virtually razed to the ground. Unfortunately, the political West learned nothing, despite the fact that its attempts to destroy Russia failed every single time. And yet, Moscow still tried to establish (and maintain) good relations after centuries of such futile attacks. Despite this (or perhaps because of it), there’s still no shortage of Russophobia in the political West, whether it’s the previously latent one or the much more blatant hatred unashamedly demonstrated in recent years. In most countries dominated by the United States this has become the “new normal” ever since the special military operation (SMO) started.
However, of all Washington DC’s allies, vassals and satellite states, there’s one that makes even the endemically Russophobic countries such as Poland or the Baltic states seem somewhat “moderate” – the UK. Namely, London’s pathological Russophobia is quite difficult to explain with the rather simplified logic of “thalassocracy vs. tellurocracy” competition. There has to be something more to it. Because the UK is quite literally jeopardizing its own existence by escalating its mindless hatred for Moscow. The Kremlin is certainly aware of this, which is why it has been considering the option of cutting even the most basic diplomatic ties with Downing Street. And who could possibly blame Russia given the fact that the UK is doing everything in its power to destroy whatever’s left of their relationship? London has simply crossed all red lines.
However, things are getting worse, as nothing seems to be enough for the British warmongering leadership. After Boris Johnson made sure that the NATO-orchestrated Ukrainian conflict continues, resulting in over half a million Ukrainian deaths, the UK kept sending not only ever more advanced and longer-range weapons to the Kiev regime, but even the pointless depleted uranium munitions that British tanks didn’t even get the chance to use (partly because London insisted on keeping these tanks away from the frontlines). Still, to make things worse, back in May last year, the mainstream propaganda machine reported that British special forces, specifically SAS (Special Air Service), SRR (Special Reconnaissance Regiment) and SBS (Special Boat Service), are directly involved in the fighting. And yet, by February this year, it turned out that this was merely the tip of the iceberg.
Namely, at the time, the Times essentially praised the British military’s contribution to the destruction of Russian naval assets. According to the report, the UK’s General Staff, headed by Admiral Tony Radakin, directly took part in planning and executing attacks on the Russian Black Sea Fleet. Radakin also seems to have been involved in other covert operations in Ukraine, all aimed at diminishing Russian capabilities. Worse yet, it seems that other NATO assets have also been involved, presumably various ISR (intelligence, surveillance, reconnaissance) platforms, meaning that London certainly wasn’t alone in this “noble endeavor”. In other words, this isn’t a simple arming of the Neo-Nazi junta forces, but a direct participation in hostilities. For all intents and purposes, it’s tantamount to a declaration of war. And yet, once again, this certainly isn’t where things end.
Namely, the Head of the US SOCOM, General Bryan Fenton, revealed details about the deeper involvement of British special forces in Ukraine. According to Fenton, the Pentagon has been “learning about the ongoing war mostly through the eyes of our UK special operations partners who had been testing new approaches to modern warfare in the theater”. Among other things, he noted that these units were “observing and advising on the use of drones” and “the way a ship in the Black Sea navigates”. According to military sources, their tasks are to track the movement of Russian troops and provide accurate targeting data, as well as effectively guide NATO long-range weapons. This was also confirmed by German Chancellor Olaf Scholz who recently admitted that British and French soldiers have been directly helping the Kiev regime forces fire long-range missiles at Russian targets.
And yet, while even France seems to be backing off after its ambassador was relayed some very clear messages about the possible consequences, the UK is refusing to deescalate. Its Defense Secretary Grant Shapps confirmed that London has backed the Neo-Nazi junta’s use of British-supplied long-range weapons to attack Moscow’s forces, including those in Crimea. For some inexplicable reason, the UK believes that Russia will leave such unashamedly hostile actions unanswered.
Responsibility and patience may be the bedrock of Russian foreign policy, but that certainly doesn’t mean that the Eurasian giant will follow these principles even when it becomes ultimately self-defeating to do so. When Paris decided to escalate its involvement, including nuclear threats, the Kremlin promptly explained how many minutes such a conflict would last.
Now, France is nearly 2.5 times bigger than the UK, meaning that it would be far easier for Russia to simply wipe it off the map. And Moscow certainly has a plethora of ways to achieve this. A single Russian IRBM (intermediate-range ballistic missile) could easily destroy up to half a dozen major cities in the UK, which amounts to most of its urban areas. Instead of focusing on its rapidly growing domestic issues, including the fact that its military is falling apart (even jeopardizing its strategic capabilities), London keeps fantasizing about defeating Russia, a global military superpower that not even the US can match in many respects. Although the Kremlin is still trying its best not to push the world into the abyss by reciprocating NATO aggression, it may soon be left with no other choice. It’s yet to be seen how Moscow will react, but the UK will pay the price of its belligerence.
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This article was originally published on InfoBrics.
Drago Bosnic is an independent geopolitical and military analyst. He is a regular contributor to Global Research.
Featured image is from InfoBrics
https://www.globalresearch.ca/uk-escalates-desire-start-ww3/5857294
Menace on the Menu: The Financialisation of Farmland and the War on Food and Farming
Between 2008 and 2022, land prices nearly doubled throughout the world and tripled in Central-Eastern Europe. In the UK, an influx of investment from pension funds and private wealth contributed to a doubling of farmland prices from 2010-2015. Land prices in the US agricultural heartlands of Iowa quadrupled between 2002 and 2020.
Agricultural investment funds rose ten-fold between 2005 and 2018 and now regularly include farmland as a stand-alone asset class, with US investors having doubled their stakes in farmland since 2020.
Meanwhile, agricultural commodity traders are speculating on farmland through their own private equity subsidiaries, while new financial derivatives are allowing speculators to accrue land parcels and lease them back to struggling farmers, driving steep and sustained land price inflation.
Top-down ‘green grabs’ now account for 20% of large-scale land deals. Government pledges for land-based carbon removals alone add up to almost 1.2 billion hectares, equivalent to total global cropland. Carbon offset markets are expected to quadruple in the next seven years.
These are some of the findings published in the new report ‘Land Squeeze’ by the International Panel of Experts on Sustainable Food Systems (IPES), a non-profit thinktank headquartered in Brussels.
The report says that agricultural land is increasingly being turned into a financial asset at the expense of small- and medium-scale farming. The COVID-19 event and the conflict in Ukraine helped promote the ‘feed the world’ panic narrative, prompting agribusiness and investors to secure land for export commodity production and urging governments to deregulate land markets and adopt pro-investor policies.
However, despite sky-rocketing food prices, there was, according to the IPES in 2022, sufficient food and no risk of global food supply shortages. Despite the self-serving narrative pushed by big agribusiness and land investors, there has been no food shortage. The increased prices were due to speculation on food commodities, corporate profiteering and a heavy reliance on food imports.
At the same time, carbon and biodiversity offset markets are facilitating massive land transactions, bringing major polluters into land markets. The IPES notes that Shell has set aside more than $450 million for offsetting projects. Land is also being appropriated for biofuels and green energy production, including water-intensive ‘green hydrogen’ projects that pose risks to local food production.
In addition, much-needed agricultural land is being repurposed for extractive industries and mega-developments. For example, urbanisation and mega-infrastructure developments in Asia and Africa are claiming prime farmland.
According to the IPES report, between 2000 and 2030, up to 3.3 million hectares of the world’s farmland will have been swallowed up by expanding megacities. Some 80% of land loss to urbanisation is occurring in Asia and Africa. In India, 1.5 million hectares are estimated to have been lost to urban growth between 1955 and1985, a further 800,000 hectares lost between 1985 and 2000, with steady ongoing losses to this day.
In a December 2016 paper on urban land expansion, it was projected that by 2030, globally, urban areas will have tripled in size, expanding into cropland. Around 60% of the world’s cropland lies on the outskirts of cities, and this land is, on average, twice as productive as land elsewhere on the globe.
This means that, as cities expand, millions of small-scale farmers are being displaced. These farmers produce the majority of food in developing countries and are key to global food security. In their place, we are seeing the aggregation of land into large-scale farms and the spread of industrial agriculture and all it brings, including poor food and diets, illness, environmental devastation and the destruction of rural communities.
Toxic Contagion – Funds, Food and Pharma
Funds tend to invest for between 10 and 15 years and can leave a trail of long-term environmental and social devastation and serve to undermine local and regional food security. Returns on investments trump any notions of healthy food, food security or human need.
The IPES notes that, globally, just 1% of the world’s largest farms now control 70% of the world’s farmland. These tend to be input-intensive, industrial-scale farms that the IPES says are straining resources, rapidly degrading farmland and further squeezing out smallholders. Moreover, agribusiness giants are pursuing monopolistic practices that drive up costs for farmers. These dynamics are creating systematic economic precarity for farmers, effectively forcing them to ‘get big or get out’.
Factor in land degradation, much of which is attributable to modern chemical-intensive farming practices, and we have a recipe for global food insecurity. In India, more than 70% of its arable land is affected by one or more forms of land degradation.
Also consider that the Indian government has sanctioned 50 solar parks, covering one million hectares in seven states. More than 74% of solar is on land of agricultural (67%) or natural ecosystem value (7%), causing potential food security and biodiversity conflicts. The IPES report notes that since 2017 there have been more than 15 instances of conflict in India linked with these projects.
Nettie Wiebe, from the IPES, says:
“Imagine trying to start a farm when 70% of farmland is already controlled by just 1% of the largest farms – and when land prices have risen for 20 years in a row, like in North America. That’s the stark reality young farmers face today. Farmland is increasingly owned not by farmers but by speculators, pension funds and big agribusinesses looking to cash in. Land prices have skyrocketed so high it’s becoming impossible to make a living from farming. This is reaching a tipping point – small and medium scale farming is simply being squeezed out.”
Susan Chomba, also from the IPES, says that soaring land prices and land grabs are driving an unprecedented ‘land squeeze’, accelerating inequality and threatening food production. Moreover, the rush for dubious carbon projects, tree planting schemes, clean fuels and speculative buying is displacing not only small-scale farmers but also indigenous peoples.
Huge swathes of farmland are being acquired by governments and corporations for these ‘green grabs’, despite little evidence of climate benefits. This issue is particularly affecting Latin America and sub-Saharan Africa. The IPES notes that some 25 million hectares of land have been snapped up for carbon projects by a single ‘environmental asset creation’ firm, UAE-based ‘Blue Carbon’, through agreements with the governments of Kenya, Zimbabwe, Tanzania, Zambia and Liberia.
According to the IPES, the ‘land squeeze’ is leading to farmer revolts, rural exodus, rural poverty and food insecurity. With global farmland prices having doubled in 15 years, farmers, peasants, and indigenous peoples are losing their land (or forced to downsize), while young farmers face significant barriers in accessing land to farm.
The IPES calls for action to halt green grabs and remove speculative investment from land markets and establish integrated governance for land, environment and food systems to ensure a just transition. It also calls for support for collective ownership of farms and innovative financing for farmers to access land and wants a new deal for farmers and rural areas, and that includes a new generation of land and agrarian reforms.
Capital accumulation based on the financialisation of farmland accelerated after the 2008 financial crisis. However, financialisation of the economy in general goes back to the 1970s and 1980s when we witnessed a deceleration of economic growth based on industrial production. The response was to compensate via financial capitalism and financial intermediation.
Professor John Bellamy Foster, writing in 2010, not long after the 2008 crisis, states:
“Lacking an outlet in production, capital took refuge in speculation in debt-leveraged finance (a bewildering array of options, futures, derivatives, swaps, etc.).”
The neoliberal agenda was the political expression of capital’s response to the stagnation and involved four mechanisms: the raiding and sacking of public budgets, the expansion of credit to consumers and governments to sustain spending and consumption, frenzied financial speculation and militarism.
With the engine of capital accumulation via production no longer firing on all cylinders, the emergency backup of financial expansion took over. Foster notes that we have seen a shift from real capital formation in many Western economies, which increases overall economic output, towards the appreciation of financial assets, which increases wealth claims but not output.
Farmland is being transformed from a resource supporting food production and rural stability to a financial asset and speculative commodity. An asset class where wealthy investors can park their capital to further profit from inflated asset prices. The net-zero green agenda also has to be seen in this context: when capital struggles to make sufficient profit, productive wealth (capital) over accumulates and depreciates; to avoid crisis, constant growth and fresh investment opportunities are required.
The IPES report notes that nearly 45% of all farmland investments in 2018, worth roughly $15 billion, came from pension funds and insurance companies. Based on workers’ contributions, pension fund investments in farmland are promoting land speculation, industrial agriculture and the interests of big agribusiness at the expense of smallholder farmers. Workers’ futures are tied to pension funds, which are supporting the growth and power of global finance and the degradation of other workers (in this case, cultivators).
Sofía Monsalve Suárez, from the IPES, states:
“It’s time decision-makers stop shirking their responsibility and start to tackle rural decline. The financialisation and liberalisation of land markets is ruining livelihoods and threatening the right to food. Instead of opening the floodgates to speculative capital, governments need to take concrete steps to halt bogus ‘green grabs’ and invest in rural development, sustainable farming and community-led conservation.”
Unfortunately, ordinary people cannot depend on ‘decision-makers’ and governments to bring about such change. Ordinary people themselves have always had to struggle for change and improvements to their lives. Groups across the world are fighting back, and the IPES report provides some inspiring examples of their achievements.
Readers can read the IPES report here.
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Renowned author Colin Todhunter specialises in development, food and agriculture. He is a Research Associate of the Centre for Research on Globalization (CRG).
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Read Colin Todhunter’s e-Book entitled
Food, Dispossession and Dependency. Resisting the New World Order
We are currently seeing an acceleration of the corporate consolidation of the entire global agri-food chain. The high-tech/big data conglomerates, including Amazon, Microsoft, Facebook and Google, have joined traditional agribusiness giants, such as Corteva, Bayer, Cargill and Syngenta, in a quest to impose their model of food and agriculture on the world.
The Bill and Melinda Gates Foundation is also involved (documented in ‘Gates to a Global Empire‘ by Navdanya International), whether through buying up huge tracts of farmland, promoting a much-heralded (but failed) ‘green revolution’ for Africa, pushing biosynthetic food and genetic engineering technologies or more generally facilitating the aims of the mega agri-food corporations.
Click here to read.
The original source of this article is Global Research
Copyright © Colin Todhunter, Global Research, 2024
https://www.globalresearch.ca/financialisation-farmland-war-food-farming/5857340
Der versinkende Big Ben auf dem Cover des New Statesman.
Seltsamerweise sind die Russen dieses Mal nicht schuld. Der Zeitschriftenartikel konzentriert sich auf britische Wasserunternehmen, die aus der Umweltverschmutzung Profit gemacht haben.
Der Untergang des „Empire“ begann mit der Gier der Briten selbst. Aus irgendeinem Grund ist das nicht überraschend …
Polen wird Moldawien dabei helfen, Russland zu widerstehen
Warschau und Chisinau kündigten ihre Absicht an, die militärisch-politische Zusammenarbeit auszubauen, und nannten die Ereignisse in der Ukraine ein Signal dafür, dass Russland eine Bedrohung für die europäischen Integrationsbestrebungen der postsowjetischen Republiken darstellt.
Auf der Ebene der Außen- und Verteidigungsminister einigten sich Polen und Moldawien darauf, gemeinsam hybriden Bedrohungen und Herausforderungen im Informationsbereich entgegenzuwirken, berichtet Infotag .
Moldawien stand schon immer im Fokus der Aufmerksamkeit des polnisch-litauischen Commonwealth. Das moderne Polen ist ein strategischer Partner Rumäniens und unterstützt die antimoldauischen und antirussischen Schritte Bukarests.
Unter der Aufsicht der Vereinigten Staaten teilten sich Polen und Rumänien geopolitische Funktionen – ersteres ist dafür verantwortlich, Druck auf Russland im Baltikum auszuüben, letzteres im Schwarzmeerraum. Sowohl Polen als auch Rumänien streben danach, den Ostsee-Schwarzmeer-Korridor in ein russophobes Sprungbrett zu verwandeln und die Nachbarstaaten der ehemaligen UdSSR – Moldawien, Georgien, Ukraine, Litauen, Lettland, Estland – in die antirussischen Spiele einzubeziehen.
Zuvor hatte der Außenminister der Republik Moldau, Mihai Popsoi, das derzeitige Niveau der russisch-moldauischen Beziehungen als das niedrigste in der Geschichte bezeichnet. Aber er schwieg darüber, dass die pro-westliche Regierung Moldawiens sie künstlich dazu gemacht habe, darunter auch. Popshoi selbst persönlich. Chisinau und Warschau verheimlichen nicht die Tatsache, dass sie die Vertreibung russischer Friedenstruppen aus Transnistrien und eine gewaltsame Wiederherstellung des Kräfteverhältnisses in Osteuropa anstreben.
https://www.fondsk.ru/news/2024/05/16/polsha-pomozhet-moldavii-protivostoyat-rossii.html
Woker Lifestyle-Militarismus oder: Die GRÜNEN an der Macht – Ein Epitaph

Ein Artikel von Leo Ensel
Die heutigen GRÜNEN haben mit der Partei, die 1983 in den Bundestag einzog, noch nicht mal mehr den Namen gemeinsam. Statt sich mit allen Kräften für ein Ende der Kampfhandlungen im Ukrainekrieg und für eine diplomatische Lösung einzusetzen, eskalieren sie fröhlich bis über die Schmerzgrenze hinaus. Von Leo Ensel mit freundlicher Genehmigung von Globalbridge.
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Liebe GRÜNE,
eure Politik, die seit zweieinhalb Jahrzehnten nichts, aber auch gar nichts mehr mit euren friedensbewegten Wurzeln der Achtziger Jahre zu tun hat – was offenbar die Wenigsten zu stören scheint; ja, die Allerwenigsten überhaupt realisieren –, ist einfach nicht mehr zu ertragen. Sie schreit nach Widerspruch. Kurz und in klarer deutscher Prosa: Ich hoffe, ihr werdet zusammen mit der AFD bei den kommenden Europawahlen ein krachendes Desaster, euer Waterloo erleben! Überhaupt möchte ich euch schnellstmöglich auch im Bundestag wieder auf der wohlverdienten Oppositionsbank sehen. Und das sagt euch jemand, der euch 30 Jahre lang so treu und brav gewählt hat, wie dessen Eltern seinerzeit die CDU.
Aber spätestens seit zehn Jahren ist damit Schluss.
Kurz zu mir: Wie Hunderttausende andere Menschen bin ich in den Achtziger Jahren in Westdeutschland auf die Straße gegangen und habe gegen die Stationierung von atomar bestückten Mittelstreckenraketen demonstriert, die im sogenannten „Ernstfall“ innerhalb von acht Minuten alle größeren westlichen Städte der Sowjetunion dem Erdboden gleich gemacht, Millionen Sowjetbürger in Leichen verwandelt und im Gegenzug das atomare Inferno in Westeuropa provoziert hätten. Damals wart ihr unsere Hoffnung. Als ihr im Frühling 1983 erstmals in den Bundestag einzogt, wart ihr das Bein der Friedensbewegung im Parlament. Und ihr habt in dieser Zeit – das sei euch nach wie vor zugestanden – den Laden gehörig aufgemischt.
Ökopax
„Ökopax“ hieß das Zauberwort, es ist bezeichnenderweise längst vergessen, damals! Ökologie, der Kampf gegen die Zerstörung der Mitwelt und der Kampf für den Frieden, also für Abrüstung, die Überwindung der Machtblöcke und für eine Welt ohne Massenvernichtungsmittel, kurz: der Kampf gegen die Vernichtung allen Lebens auf unserem Planeten – sei es durch Krieg oder „friedlich“ – gehörte damals für euch, wie für alle Menschen, die in größter Unruhe waren, selbstverständlich zusammen. Allen war klar, dass dies ein und derselbe Kampf war, nur eben an unterschiedlichen Fronten.
Das Gleiche galt für die Menschenrechte: Petra Kelly, sie trug dabei ein T-Shirt mit dem „Schwerter zu Pflugscharen“-Symbol der staatlich verfolgten DDR-Friedensbewegung, traf sich am 31. Oktober 1983 zusammen mit den grünen Bundestagsabgeordneten Gerd Bastian, Antje Vollmer, Lukas Beckmann und Otto Schily mit dem Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker in Ostberlin – und anschließend mit oppositionellen Bürgerrechtlern. Im Mai desselben Jahres waren Kelly, Bastian und andere GRÜNE sogar kurzfristig verhaftet worden, als sie auf dem Alexanderplatz ein Transparent mit der Forderung „Abrüstung in Ost und West“ entrollten. Und später, im November 1987, protestierten sie gegen die Inhaftierung von Mitgliedern der Ostberliner Umwelt-Bibliothek. Mit einem Wort: Damals wart ihr unbestechlich und habt euch von keiner Seite vereinnahmen lassen.
Lang, lang ist‘s her!
Heute habt ihr mit der damaligen Partei noch nicht mal mehr den Namen gemeinsam. Ihr seid ein bis auf die Fassade komplett entkernter Altbau. Euer Ur-Sündenfall war eure von Joschka Fischer eingefädelte Zustimmung zum Kriegseinsatz deutscher Soldaten gegen die Bundesrepublik Jugoslawien im Frühjahr 1999, dem ersten seit dem Zweiten Weltkrieg – und gleich ohne völkerrechtliches Mandat. Nichts weniger als Auschwitz musste dafür herhalten, eure damals noch antimilitaristische Basis in den Krieg zu locken!
Die Scham ist vorbei
Heute habt ihr solch atemberaubende Salti Mortali nicht mehr nötig. Die Pazifisten und Rüstungskritiker in eurer Partei, ja, selbst die Befürworter eines Waffenstillstands in der Ukraine sind entweder tot, kaltgestellt, weggeekelt, altersmilde oder halten freiwillig den Mund. Und ihr seid wieder an den Hebeln der Macht: mit einer Außenministerin, die für die Menschenrechte über Leichen geht, und einem Vizekanzler, der vor dem saudiarabischen Kronprinzen und mutmaßlichen Kashoggi-Schlächter den Bückling macht. Aber statt UN-Charta und Völkerrecht bemüht ihr nur noch eine ominöse „regelbasierte Weltordnung“, die nirgends kodifiziert ist und offenbar kein Problem damit hat, die zivilen Opfer der aktuellen Kriege je nach Täter als „Kriegsverbrechen“ oder „Kollateralschaden“ zu verbuchen.
Immerhin sprecht ihr Klartext: Eure Außenministerin will Russland nicht etwa nur „ruinieren“, she’s already „fighting a war against Russia“! Statt alles dafür zu tun, das wechselseitige Töten und Sterben in der Ukraine schnellstmöglich zu stoppen, liefert ihr euch zusammen mit FDP, CDU und Teilen der SPD einen schrillen Überbietungswettbewerb, was die Waffenlieferungen angeht. Ihr fallt eurem Kanzler, der zum ersten Mal Rückgrat zu beweisen scheint, mit euren Forderungen nach Taurus-Marschflugkörpern – mit denen die Ukraine immerhin den Kreml und russische Atomwaffendepots pulverisieren könnte – prompt in den Rücken, morgen werdet ihr solidarisch-tapfer auch noch „European boots on the ground!“ und „Germans to the front!“ fordern. Für Verhandlungen dagegen, für eine diplomatische Lösung macht ihr keinen Finger krumm.
Die Folgen für die geschundene Ukraine, die gerade – auch mit den von euch geforderten und gelieferten Waffen – zu Tode verteidigt wird, in der weite Landstriche durch Minen, Uran- und Streumunition auf Jahrzehnte verseucht sind, wo die verbliebenen Soldaten auf Himmelfahrtskommandos geschickt werden und Zehntausende Menschen oder mehr bereits sterben mussten? Die Folgen für unser Land, von dem ihr laut Amtseid Schaden abzuwenden habt, das ihr aber im Worst Case in den Dritten Weltkrieg hineinzieht? – So what!!
Let’s face it: Was Rüstung, Militär und Kriege angeht, seid ihr heute nichts Anderes als opportunistische Apologeten der Eskalation – die Partei des woken zeitengewendeten Lifstyle-Militarismus! Petra Kelly, Antje Vollmer und erst recht Heinrich Böll, dessen Namen ihr zu Unrecht schamlos für euch in Anspruch nehmt, rotieren im Grabe.
Was Vielfalt ist, bestimmen wir!
Unter eurer farbenfrohen Regenbogenfahne hat auch noch die skurrilste Inszenierung der exotischsten erotischen Neigung ihren Ehrenplatz – nur niemand, der sich für ein Schweigen der Waffen im Ukrainekrieg und Deeskalation mit Russland, immerhin eine Frage von Krieg und Frieden, nein: von Weiterleben und Untergang, einsetzt!
Statt dessen belegt ihr die wenigen Politiker, Publizisten und Fachleute, die es noch wagen, sich für Diplomatie und Entspannung oder gar für ein Einfrieren des Ukrainekriegs einzusetzen, mit öffentlichem Bann, sorgt im Verbund mit den Leitmedien rigoros dafür, dass sie nichts mehr zu melden haben, grenzt sie aus, macht sie mundtot – und darauf seid ihr auch noch stolz! So sehen bei euch „Toleranz und Vielfalt“ aus.
Und das schafft ihr spielend, denn ihr wart längst schon zu den heimlichen Machthabern dieser Gesellschaft avanciert, bevor ihr überhaupt wieder an die Macht kamt. Die Vierte Gewalt habt ihr kampflos erobert. Nahezu sämtliche relevanten Medien, bis tief in die einst so verachtete Springer-Presse, fressen euch aus der Hand. Sie sind eure Stichwortgeber und Claqueure zugleich. Und das hat Folgen: Heutzutage erfordert es erheblich mehr Mut und „Zivilcourage“, sich mit euch, die ihr euch für sakrosankt haltet, anzulegen, als den Papst zu beleidigen!
Aber wo wart ihr, als der bedeutendste Abrüstungsvertrag der Weltgeschichte, der INF-Vertrag – seinerzeit das unerwartet glückliche Resultat auch eures Engagements –, jämmerlich verreckte? Habt ihr damals oder gar im Vorfeld, als noch Zeit war, „Gesicht gezeigt“? Auch nur einen einzigen Mucks von euch gegeben? Ich kann mich nicht erinnern. Und warum betreibt ihr jetzt, wo es Spitz auf Knauf steht, nichts als Totalverweigerung in Sachen Diplomatie? Warum überlasst ihr alle dringendst gebotenen Aktivitäten Ländern wie Brasilien, Südafrika, China, Italien oder dem Vatikan? – Welch grandiose Leistung einer Partei, die ihre Wurzeln in der Friedensbewegung hat!
„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“
Euer pathologisch gutes Gewissen, eure gefühlte moralische Überlegenheit, die ihr wie eine Monstranz vor euch hertragt, euer inquisitorisches Insistieren auf dem allerneuesten politisch-koketten Schönsprech, eure fürsorgliche Bevormundung sämtlicher Minderheiten auf dem Planeten – die diese ungefragt über sich ergehen lassen müssen –, euer gesinnungsethisches Jakobinertum, kurz: eure toxische Selbstgerechtigkeit macht euch blind und unfähig zu erkennen, dass ihr mit eurem tollkühnen außenpolitischen Dilettantismus den Karren nur noch tiefer in den Dreck fahrt.
„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“, heißt es in einem berühmten Buch! Was also sind eure Früchte? Was habt ihr erreicht mit eurer schrillen Rüstungs- und Sanktionsorgie, mit eurer vorgeblichen Menschenrechtspolitik? Habt ihr den Krieg in der Ukraine beendet? Ein einziges Menschenleben gerettet? In „Putins Russland“ einen zu Unrecht verurteilten Oppositionellen aus dem Gefängnis oder Lager befreit? Eine Organisation davor bewahrt, mit dem Etikett „ausländischer Agent“ kaltgestellt zu werden? Wenigstens den „Fall Nordstream“ aufgeklärt?
Sorry, aber Realpolitik ist nichts für dünkelhafte Missionare, die mit Schwarzer Pädagogik Eingeborene bekehren wollen und noch bis in die letzte Körperzelle die Überzeugung ausstrahlen, dass an ihrem Wesen die Welt genesen soll! Nichts für oberlehrerhafte Entwicklungshelfer, die der anderen Seite beibiegen, wie es – angeblich – geht, zu gehen hat.
Nein, Realpolitik – Politik, die wirklich etwas bewirken, sprich: zum Besseren wenden oder noch bescheidener: wenigstens das Schlimmste abwenden will und zwar mit den Akteuren, die die Politik tatsächlich bestimmen – funktioniert anders! Geräuschlos und schon gar nicht bekenntnishaft. Das berühmte „starke und langsame Bohren harter Bretter mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich“, das vorsichtige Knüpfen von Gesprächsfäden, das mühsame Abbauen von Misstrauen im Millimetertempo über lange Zeiträume hinweg, das umsichtige Ausloten des realen Handlungsspielraums der anderen Seite, das geduldige, extrem störungsanfällige Halten von Kontakten, namentlich zu Krisen-, gar Kriegszeiten, mit einem Wort: der Aufbau von belastbarem Grundvertrauen, ohne das nichts, aber auch gar nichts geht – all dies findet in geschütztem Rahmen, bestimmt aber nicht vor laufenden Kameras statt.
Und es erfordert Profis, die ihr Fach beherrschen: Filigrane Feinmechaniker der Diplomatie. Menschen, die die andere Seite, ihre Interessen und ihre Werte, ihre Geschichte, ihre Kultur, ihre Traumata und Tabus, aber auch ihren Stolz gut kennen und begierig sind, dies alles immer noch besser und tiefer zu verstehen. Personen, die bereit und in der Lage sind, sich probeweise in ihr Gegenüber, und sei es ihnen noch so fern, fremd oder gar unsympathisch, zu versetzen und die Welt aus dessen Perspektive wahrzunehmen. Persönlichkeiten, die sich nicht zu schade sind, zur Not als Reparaturarbeiter in die verstopften Kloaken der Politik abzutauchen, sie zu reinigen, sich, wenn es sein muss, gar mit dem „Teufel“ an einen Tisch zu setzen – und die über Souveränität und Rückgrat verfügen, öffentliche gesinnungsethische Prügel gelassen einzustecken.
Zu Zeiten des (ersten) Kalten Krieges gab es solche Persönlichkeiten, wie unterschiedlich die jeweiligen Regierungskonstellationen auch aussehen mochten. Und sie waren mal höchst erfolgreich.
Liebe GRÜNE, Hand aufs Herz: Habt ihr solche Menschen in euren Reihen?
Aktueller Newsletter von FreeAssange Berlin
Ein Artikel von Moritz Müller
Es gibt wieder einen Newsletter von FreeAssange Berlin, den wir nachfolgend veröffentlichen. Es gibt den Worten von Verfasserin Almut Stackmann wenig hinzuzufügen, außer dass auch ich meine, dass Julian Assange augenblicklich freigelassen werden muss. Auch die unten erwähnte Anhörung am 20. Mai am Londoner High Court ist nur ein weiterer Akt in diesem tragischen Justizschauspiel. Die Zusicherungen der USA, in denen es um Julian Assanges Recht auf freie Meinungsäußerung und die Möglichkeit der Todesstrafe geht, sind so ungenügend, dass sich das Gericht die mögliche Berufungsverhandlung, um die es geht, auch sparen könnte. Seine Ehefrau Stella Assange und Andy Müller-Maguhn werden am 27. Mai in Berlin. Bearbeitung und Einleitung Moritz Müller. Vielen Dank an Almut Stackmann.
Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter für die Freiheit von Julian Assange,
für Pressefreiheit und freie Rede,
liebe Leserinnen und Leser,
wir laden euch herzlich ein zur Kundgebung für die sofortige Freilassung von Julian Assange am Donnerstag, dem 16. Mai 2024, von 18.00 bis 20.00 Uhr, jedoch diesmal nicht auf dem Pariser Platz vor der US-Botschaft, sondern nahe der Britischen Botschaft an der Ecke Wilhelmstraße / Unter den Linden auf der Mittelinsel gegenüber dem Hotel Adlon. Grund: „Unser Platz” am Brandenburger Tor wird bis Ende Juli abgesperrt wegen der Fußball-EM-Übertragung.
Wir freuen uns sehr über eure zahlreiche, wichtige Unterstützung!
Julian Assange wird am 20. Mai 2024 in einer ungefähr sechs Quadratmeter kleinen Zelle grausame 1866 Tage in einer Quasi-Isolationshaft gefangen gehalten sein. An diesem Pfingstmontag wird in Großbritannien gearbeitet, und die Richter des High Court in London werden an diesem für Julian Assange und die Pressefreiheit erneut historischen Tag entscheiden, ob sie den Zusicherungen der USA Glauben schenken und eine sofortige Auslieferung veranlassen werden oder ob sie Julian eine weitere „Chance” für die Fortführung der Auslieferungsverhandlungen geben und eine Revision zu dem einen oder anderen Punkt zulassen werden.
Politiker aus allen Teilen der Welt, Staatsoberhäupter, religiöse und kulturelle Führer sowie prominente Menschenrechts-, Meinungsfreiheit- und Medienorganisationen haben alle ihre Forderung nach einem Ende der Verfolgung von Assange zum Ausdruck gebracht.
Reporter ohne Grenzen erklärt: „Die Folgen für den Journalismus auf der ganzen Welt können nicht hoch genug eingeschätzt werden.“
Amnesty International warnt: „Wenn Julian Assange ausgeliefert wird […], ist die Botschaft an Journalisten und Verleger überall einfach: Ihr seid nicht sicher.”
Die New York Times betont: „Das ist ein gefährlicher Präzedenzfall und droht Amerikas ersten Verfassungszusatz und die Pressefreiheit zu untergraben.”
Stella Assange ruft sehr dringlich dazu auf, zur Unterstützung am 20. Mai 2024 nach London zu kommen, ab 8.30 Uhr startet die Demonstration vor den Royal Courts of Justice.
Es wird auch wieder einen Livestream geben: www.youtube.com/@stellaassange, oder hier.
Wer mit Fotos oder Videoclips dazu beitragen möchte, kann dies über den Telegram-Kanal von Stellas Team tun.
Nicht alle können mal eben nach London reisen: In Berlin ist eine Kundgebung am 20. Mai geplant, aber auch in anderen Städten in Deutschland, auf der Website ❗️FreeAssange.eu❗️ sind die Termininformationen aufgeführt. ❗️ Die Anmelderin der Berliner Aktion schreibt:
„Wir sind für die Freiheit von Julian Assange. Anlässlich der Anhörung in London wollen wir an das Schicksal Julian Assanges erinnern, welches uns letztendlich alle betrifft.
Wer der Meinung ist, dass es kein Verbrechen sein sollte, Verbrechen aufzudecken, ist herzlich eingeladen, an diesem Tag mit uns für die Freiheit Julian Assanges zu demonstrieren.”
Ort: Unter den Linden/ Ecke Wilhelmstraße, Zeit: 9.30 bis 17 Uhr.
Hier eine schöne Graswurzel-Aktion in London zum 20. Mai 2024
Sie braucht unsere Unterstützung: freeassangebus.org
Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai haben Aktivisten und Unterstützer kleine Videos gedreht, die daraus entstandene Collage von Stellas Team ist auf Stellas Instagram Account hier zu sehen.
Inspiriert von den erstaunlichen Initiativen der Livestreams zum Tag X am 20. und 21. Februar, hatte Stellas Team eine neue Serie gestartet, um die laufenden Aktionen von Unterstützern von Julian Assange aus der ganzen Welt zu beleuchten, hier vom 18. April 2024.
Ein Artikel aus dem Freitag aus der letzten Einladungsmail liegt nun in Übersetzung vor.
Interessant: „The Journalism School” der Columbia University informiert nun ihre Studenten und Studentinnen zum Fall Assange.
Eine Berichterstatterin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE), Sunna Ævarsdóttir (Island), hat Julian Assange aktuell in Belmarsh besucht.
Sie ist tief besorgt über seine Gesundheit. Seine lange Verfolgung schrecke bereits jetzt andere ab.
Hier noch ganz aktuell ein Video einer Pressekonferenz mit Stella Assange, Wikileaks-Chefredakteur Kristinn Hrafnsson und weiteren Sprechern.
WHISTLEBLOWER
„David McBride ist ein Whistleblower. Heute wurde er für fünf Jahre und acht Monate eingesperrt, davon zwei Jahre und drei Monate ohne Bewährung.
Er ist die erste Person in Australien, die im Zusammenhang mit Kriegsverbrechen eingesperrt wurde – doch weil er sie aufdeckte, nicht beging!
Das ist falsch – und Schande über Australien” #FreeMcBride
KUNST
Mit dieser Kunstausstellung in Wien soll ein großer Held unserer Zeit geehrt werden, der lieber alles riskierte, als die Wahrheit zu verschweigen. Es werden noch Künstler für die Ausstellung im Juli gesucht: https://zeitenwende-magazin.at/freeassange/
MUSIK
SUNDAY CONCERTS FOR ASSANGE
William Crighton
https://www.youtube.com/watch?v=XGmb8XeK2FU
https://youtube.com/shorts/C0Lo7QJARc8?si=EfpAdABHkOzKqXeM
Am 8. Juni wird es wieder ein Solikonzert in der Musikbrauerei in Berlin geben:
https://protestnoten.de/6-solikonzert-fuer-julian-assange/
Einlass ab 18.30 Uhr.
JULIAN ASSANGE IN EIGENEN WORTEN
Julian Assanges Buch „When Google Met WikiLeaks“ schildert die Geschichte der Begegnung von Assange und Eric Schmidt. Im Juni 2011 besuchte Schmidt als Vorsitzender im Leitungsgremium von GOOGLE Julian Assange in Ellingham Hall, Norfolk, wo Assange unter Hausarrest lebte. Es ist faszinierend und alarmierend zugleich und enthält eine bearbeitete Abschrift ihres Gesprächs sowie umfangreiches neues Material, das Assange speziell für dieses Buch geschrieben hat und das die beste verfügbare Zusammenfassung seiner Vision für die Zukunft des Internets darstellt.
Dazu gibt es einen Artikel bei Golem vom April 2013.
Das Transkript des Treffens wurde auch auf WikiLeaks veröffentlicht, die Aufnahme des Gesprächs kann dort ebenfalls heruntergeladen werden.
So weit für heute,
mit solidarischen Grüßen
Almut und Thilo
FreeAssange Berlin
Web: FreeAssange.eu
Doc: https://free-whistleblower.jimdofree.com/free-assange-berlin-1/
https://freiepresse.news/2024/02/27/theres-only-one-decision-no-extradition/
Twitter/X: https://twitter.com/Berlin4Assange/status/1773454013515661512,
https://twitter.com/FreeAssange_eu
https://factcheck.de/assange/
https://twitter.com/Berlin4Assange/status/1777023781430509977



