Gotthold Krapp: Was verstehen wir unter Bildung?

Erstellt am 28. April 2024 von sascha313

Pädagogik

Der Begriff „Bildung“ gehört erst seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zum pädagogischen Wortschatz. Ursprünglich bezeichnet „Bildung“ die äußere Ge­stalt (das Bild) eines Dinges oder eines Lebewesens einschließlich des Menschen, auch den Prozeß dieser Gestaltung des Äußeren von Stoffen oder Lebewesen durch einen Künstler oder die Natur (vgl. zum Beispiel: „Die Himmelskörper sind runde Massen, also von der einfachsten Bildung, die ein Körper haben kann“ [Kant]).

Was verstand man im 18. Jahrhundert unter „Bildung“ und „Erziehung“?

Dich­ter und Denker der deutschen bürgerlichen Klassik und zeitgenössische Pädagogen verwenden „Bildung“ auch für die geistig-sittliche Gestalt, also in gewissem Sinne die „innere“ Gestaltung des Menschen, und für den Prozeß dieser geistig-sittlichen Gestaltung. Damit tritt „Bildung“ neben den älteren Begriff „Erziehung“, ja vielfach an dessen Stelle (vgl. zum Beispiel: ,,Er [Wilhelm, G. Kr.] überzeugte sich, daß er nur auf dem Theater die Bildung, die er sich zu geben wünschte, vollenden könne.“ [Goethe]. „Von dem, was wir als Menschen wissen und als Jünglinge gelernt haben, kommt unsere schönste Bildung und Brauchbarkeit“ [Herder].

„Allgemeine Emporbil­dung der inneren Kräfte der Menschennatur zu reiner Menschenweisheit ist ober­ster Zweck der Bildung, auch der niedersten Menschen. Übung, Anwendung und Gebrauch seiner Kraft und seiner Weisheit in den besonderen Lagen und Umständen der Menschheit ist Berufs- oder Standesbildung. Diese muß immer dem allgemeinen Zweck der Menschenbildung untergeordnet sein“ [Pestalozzi].)

Das fortschrittliche Bürgertum und die Pädagogik

Diese Übertragung des Wortes Bildung in den Bereich des Pädagogischen drückt Bestrebungen des fortschrittlichen Bürgertums aus. Das aufstrebende Bürgertum be­kämpft die alten feudalistischen Verhältnisse in ihrer Gesamtheit, damit auch die Erziehung und die Erziehungseinrichtungen im Feudalismus. Die Erziehung im Feudalismus wird als bloße Abrichtung des Menschen erkannt. Der Mensch wird abgerichtet zu einer bestimmten Konfession, zu einer auf Treu und Glauben hinzu­nehmenden religiösen Doktrin, und er wird abgerichtet zu einer bestimmten Profes­sion, für einen bestimmten Stand oder Beruf. In beiden Fällen sieht man auf einen äußeren Zweck, nicht auf die Entfaltung der menschlichen Anlagen und Kräfte. Außerdem ist Erziehung im Feudalismus auch insofern ein bloßes Abrichten, als man den Menschen entweder mit einem halbverstandenen Wissensballast vollstopft oder ihn zu äußeren Umgangsformen mechanisch anlernt. So ist der überkommene Begriff „Erziehung“ mit entscheidenden Mängeln behaftet. Die Ideologen des auf­strebenden Bürgertums bemühen sich deshalb, ihre neuen, besseren Erziehungsbestrebungen auch mit einem neuen Begriff – dem der „Bildung“ – zu kennzeich­nen.

Die Forderung nach allgemeiner Menschenbildung

Im Vordergrund dieser neuen pädagogischen Bemühungen steht der Gedanke, der Mensch habe das Recht, primär als Mensch schlechthin gebildet zu werden. Es ist die Forderung nach allgemeiner Menschenbildung, die Denker und Pädagogen des aufstrebenden Bürgertums immer wieder erheben. Allgemein soll die Bildung in einem doppelten Sinne sein:

  • Einmal sollen alle Anlagen und Kräfte des Menschen entwickelt werden, und zwar möglichst gleichmäßig, damit eine harmonische Per­sönlichkeit entsteht (humanistisches Bildungsideal).
  • Zum anderen sollen alle Men­schen eine solche allgemeinmenschliche Bildung erhalten, wenn auch meist ent­sprechend der unterschiedlichen sozialen Stellung des einzelnen in verschiedenem Ausmaß und mit unterschiedlichen Akzenten (bürgerlich-demokratisches Bildungs­ideal).

Es geht nicht nur um das Wissen!

Dabei wird hervorgehoben, daß es nicht genügt, dem Menschen viele Wissens­inhalte zu vermitteln. Auch allgemeine Fähigkeiten und Gewohnheiten sind zu entwickeln, etwa das Denkvermögen oder der Drang, sich um Bildung selbst zu bemühen (Kräftebildung). Und es wird auch .erkannt, daß der Bildungsvorgang ein aktiver Prozeß ist, daß sich der Mensch nur durch Auseinandersetzung mit der Um­welt und dem Bildungsgut entfaltet. So kommt man zur Forderung nach Selbsttätig­keit des Schülers oder Zöglings.

Bildung und Erziehung im Frühkapitalismus

Diese neuen pädagogischen Bestrebungen dienen dem aufstrebenden Bürgertum in seinem Emanzipationskampf. Sie offenbaren zugleich, daß das junge Bürgertum teilweise die Interessen der anderen unterdrückten Klassen und Schichten mit ver­tritt. Aber der Klassencharakter der bürgerlichen Gesellschaft verhindert die Reali­sierung dieser progressiven Bildungsforderungen weitgehend. Das klassische bür­gerliche Bildungsideal wird entsprechend der kapitalistischen Wirklichkeit deutlich gewandelt. Die allgemeine Herrschaft des Besitzes in der bürgerlichen Gesellschaft führt zur Verquickung von Besitz und Bildung.

Der Klassencharakter der Bildung

Im Gegensatz zum bürgerlich-demokratischen Bildungsideal finden die Besitz­losen, besonders die Arbeiter, kaum Zugang zu den Bildungsgütern. Sie haben nicht die Möglichkeit, all ihre Anlagen und Kräfte zu entfalten. Im großen und ganzen erhalten sie lediglich eine solche Ausbildung, die sie befähigt, brauchbare Ausbeu­tungsobjekte abzugeben (Klassencharakter der Bildung).

„Wenn die Bourgeoisie ihnen (den Arbeitern, Kr.) vom Leben so viel läßt, als eben nötig ist, so dürfen wir uns nicht wundern, wenn sie ihnen auch nur so viel Bildung gibt, als im Interesse der Bourgeoisie liegt. Und das ist so viel wahrlich nicht.“ (Engels.)

Die Abrichtung der Besitzlosen als Produktivkraft

Die Ausbildung der Arbeiter trägt nach wie vor den Charakter der Abrichtung für einen äußeren Zweck, ist wesentlich „Heranbildung zur Maschine“ (Marx/Engels). Die Besitzlosen stellen also die „ungebildete“ Klasse dar, die Besitzenden bezeichnen sich als „gebil­dete“ Klasse. Das stimmt insofern, als sie sich Bildung kaufen können oder als Klasse weite Bereiche des Bildungsgutes – die sogenannte „höhere“ Bildung – monopolisieren (Bildungsmonopol der Besitzenden). Andererseits ist auch die Bil­dung der herrschenden Klasse weit entfernt vom Bildungsideal der bürgerlichen Klassik.

Bildung – ein Vorrecht der Ausbeuterklasse

Entsprechend der sich im Kapitalismus vertiefenden Trennung von körperlicher und geistiger Arbeit ist die Bildung der Besitzenden und Herrschenden ein­seitig eine intellektuell-ästhetische, besonders eine sprachlich-literarische Bildung (Verengung des humanistischen Bildungsideals). Die Abhängigkeit der Bildung vom Besitz und das Vorrecht des Reichtums, von der Arbeit – besonders der körperlichen Arbeit – befreit zu sein, führen darüber hinaus zu einer Verflachung des Bildungs­begriffs.

„Bildung“ und die Umgangsformen der soganannten „Elite“

Äußere Merkmale und angelernte Fertigkeiten des reichen Müßiggängers werden – jedenfalls im allgemeinen Sprachgebrauch – mehr und mehr als Zeichen von „Bildung“ gewertet: Hände frei von Spuren einer Arbeit in der Sphäre der materiellen Produktion, richtige Kleidung in bezug auf die jeweilige Gelegenheit, auch mit einem angemessenen Einschlag der Mode, äußere Umgangsformen ein­schließlich konventioneller Höflichkeitsfloskeln, ein Halbwissen von allen Dingen, von denen in „Gesellschaft“ die Rede ist.

Die Klassentrennung im Kapitalismus

Auch die pädagogische Theorie folgt diesem Wandlungsprozeß. Ihre Vertreter werden zu Apologeten der Bildungsverhältnisse im Kapitalismus. An die Stelle der Überzeugung, daß auch im Ärmsten alle Anlagen und Kräfte entwickelt werden können, tritt der Versuch, den Armen die Fähigkeit zum Erwerb einer umfassenden Bildung abzusprechen (spätbürgerliche Begabungstheorie). Die Kritik bloßer Ab­richtung wird abgelöst durch das Bemühen, Folgeerscheinungen fehlender Bildungs­möglichkeiten als „Natur“ der Volksmassen auszugeben, an der die dem Volk zu vermittelnde Bildung zu messen sei (Theorie der „volkstümlichen“ Bildung).

Die Beschränktheit der bürgerlichen Bildung

Die For­derung nach Kräftebildung wird verzerrt zur These, man könne mit einem „Mini­mum von Wissensstoff ein Maximum von … Fähigkeiten“ entwickeln (Verabsolu­tierung der sogenannten „formalen“ Bildung). So erweist sich das zur Herrschaft gelangte Bürgertum als unfähig, seine eigenen Bildungsforderungen zu realisieren. Mehr noch: Im Interesse seiner Herrschaft ist es sogar außerstande, sie weiterhin zu vertreten,

Das Bildungsideal der Arbeiterklasse

Es ist die Arbeiterklasse, die als progressivste Kraft der Gesellschaft das pädago­gische Erbe des aufstrebenden Bürgertums übernimmt und es gemäß ihren weiter­reichenden Zielen und auf Grund ihrer wissenschaftlichen Theorie von der Entwick­lung der Gesellschaft und der Persönlichkeit vervollkommnet. Das humanistische Bildungsideal wird vom Proletariat wieder in seiner ursprüng­lichen Allseitigkeit gefaßt, aber entsprechend der fortgeschrittenen gesellschaftlichen und technischen Entwicklung und des neuen sozialistischen Menschenbildes. So ver­steht die sozialistische Pädagogik unter humanistischer Bildung neben dem Wissen und Können auf den Gebieten der Sprache, der Literatur und der Kunst vor allem auch eine umfangreiche naturwissenschaftlich-technische und ökonomische Bildung.

Was verstehen die Marxisten unter Bildung?

Wenn alle Fähigkeiten des Menschen entwickelt werden sollen, dann muß dabei die den Menschen charakterisierende Fähigkeit zu arbeiten, die Natur seinen Zwecken dienstbar zu machen und damit die Voraussetzung für alle Kultur zu schaffen, an erster Stelle berücksichtigt werden. Daraus ergibt sich die besondere Bedeutung der polytechnischen Bildung und auch der körperlichen Ausbildung. Vergleiche den Aus­spruch von Karl Marx:

„Unter Bildung verstehen wir drei Dinge: Erstens: Geistige Bildung. Zweitens: Körperliche Ausbildung, solche, wie sie in den gymnastischen Schulen und durch militärische Übungen gegeben wird. Drittens: Polytechnische Er­ziehung, welche die allgemeinen wissenschaftlichen Grundsätze aller Produktions­prozesse mitteilt, und die gleichzeitig das Kind und die junge Person einweiht in den praktischen Gebrauch und in die Handhabung der elementaren Instrumente aller Geschäfte“ (s. Marx und Engels über Erziehung und Bildung).

Die Verwirklichung einer humanistischen Bildung

Daraus folgt auch, daß zur humanistischen Bildung sowohl eine umfas­sende Allgemeinbildung als auch eine solide berufliche Bildung gehören. Dabei ist es ein Hauptanliegen der Arbeiterklasse, da jeder Mensch einer solch hohen All­gemein- und Berufsbildung teilhaftig werden kann. Das Proletariat beseitigt die Widersprüche und Grenzen, die dem bürgerlich-demokratischen Bildungsideal an­haften. Jeder Mensch soll das gleiche Recht auf Bildung im Sinne der Entwicklung all seiner Anlagen und Kräfte haben. Bildung soll uneingeschränkt zum Gemeingut aller werden.

Bedeutung der Bildung für das praktische Leben

Ein wesentliches Kennzeichen des Bildungsbegriffs der Arbeiterklasse ist das Her­vorheben der Nützlichkeit und Brauchbarkeit der Bildung für das praktische Leben. Das ist nicht im Sinne eines platten Utilitarismus zu verstehen und bedeutet nicht Unterschätzung des theoretischen Wissens. Es richtet sich gegen die bloße Buch­gelehrsamkeit, gegen „die tiefe Kluft zwischen Buch und praktischem Leben“ (Lenin). Bildung muß zum besseren Erkennen und Bewältigen der gesellschaftlichen Auf­gaben, zur aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in allen seinen Sphären befähigen. Daraus ergeben sich Folgerungen für die Art und Weise des Bildungs­erwerbs, die ein tieferes Erfassen des Bildungsvorgangs als eines aktiven Prozesses bedeuten (Einheit von Theorie und Praxis bei der Ausbildung der Jugend, Verbin­dung von Schule und Leben, von Unterricht und produktiver Arbeit).

Vergleiche dazu: „Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben, das wird die rechte Mischung geben“ (Goethe) (s. Einheit von Theorie und Praxis; Verbindung des Unterrichts mit produktiver Arbeit).

Die Bildung in der sozialistischen Gesellschaft

Die Arbeiterklasse übernimmt nicht nur die progressiven Bildungsforderungen des aufstrebenden Bürgertums und vervollkommnet sie zu einer Bildung neuer Quali­tät, sie ist vor allem auch die einzige Kraft, diese zu realisieren. Mit der Errichtung der sozialistischen Gesellschaft, in der Ausbeutung und Unterdrückung beseitigt sind, ist gesellschaftlich die Möglichkeit und die Notwendigkeit einer allseitigen Bildung gegeben. Der wachsende Lebensstandard aller Menschen erlaubt in zuneh­mendem Maße ihre allseitige Entfaltung, die Entwicklung der Produktivkräfte macht sie in zunehmendem Maße erforderlich. Indem wir den Aufbau des Sozialismus voll­enden, können wir uns,

„gestützt auf den steigenden Wohlstand der Bevölkerung und ein immer besser und mannigfaltiger ausgebautes Bildungswesen, die hohe Aufgabe stellen, unser ganzes Volk zur gebildeten Nation zu entwickeln“ (Ulbricht).


Die Einheit von Bildung und Erziehung

Der von der bürgerlichen Klassik geschaffene pädagogische Begriff „Bildung“ ver­mochte nicht, den älteren Begriff „Erziehung“ zu verdrängen. Im heutigen Sprach­gebrauch stehen beide Begriffe nebeneinander und werden in der Umgangssprache nicht streng unterschieden (s. Erziehung). Die sozialistische Pädagogik ist um eine exakte Terminologie bemüht. Zu diesem Zweck versucht sie auch, den beiden Grundbegriffen im Bereich des Päd­agogischen eine spezifische Bedeutung zu geben. Die Gesichtspunkte der Unter­scheidung ergeben sich aus der Analyse des pädagogischen Tuns.

Sozialistische Pädagogik in der Schule

Das pädagogische Tun umfaßt folgendes: Zunächst werden einzelne Fakten und Tatsachen vermittelt. So lehrt man Namen und Lage der größeren Orte eines Landes, die Oberflächenformen einer Landschaft. Man vermittelt historische Daten, erzählt von historischen Persönlichkeiten. Es werden Naturerscheinungen beobachtet und besprochen, etwa die Lichtbrechung und die Aggregatzustände der Stoffe. Das Ver­mitteln und Erarbeiten solcher Tatsachen führt zu Kenntnissen der Schüler.

Das dialektische Denken

Außer­dem werden sie befähigt, gesetzmäßige Zusammenhänge zwischen zwei oder mehre­ren Tatsachen zu erkennen.

  • So lehrt man nicht nur, daß es einen größeren Ort dieses oder jenes Namens gibt und wo er liegt, sondern auch, warum er sich gerade an die­ser Stelle des Flußlaufes entwickelte.
  • Man lehrt, warum eine Landschaft gerade diese Oberflächenform hat und eine andere jene.
  • Nicht nur einzelne Ereignisse der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution werden behandelt, sondern es wird auch über den sozialen Anlaß der Revolution gesprochen. Lehrer und Schüler werden erarbei­ten, warum die Revolution zum Siege des Proletariats führen konnte.
  • Über eine historische Persönlichkeit wird nicht nur berichtet, sondern es werden auch die ge­sellschaftlichen Wurzeln ihrer Handlungen und Leistungen dargelegt.
  • Die einzelnen Naturerscheinungen werden nicht nur beobachtet, sondern man dringt auch zu den ihnen zugrunde liegenden Naturgesetzen vor.

Durch dieses Vordringen zu Zusam­menhängen und Gesetzmäßigkeiten, zum Wesen eines Dinges, eines Vorgangs oder einer Erscheinung werden die Kenntnisse zu Erkenntnissen. Sie sind die Bausteine der wissenschaftlichen Weltanschauung.

Das Wissen und das Können

Kenntnisse und Erkenntnisse faßt man unter dem Begriff des Wissens zusammen. Mit der Vermittlung von Wissen sind bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten zu üben, ist das Können zu entwickeln.

  • So sind Dispositionen zu allgemeinen intellek­tuellen und körperlichen Leistungen und viele spezielle Fähigkeiten auszubilden: sauberes und deutliches Schreiben, richtiger und zutreffender Ausdruck (mündlich und schriftlich),
  • Erkennen eines mathematischen Lösungsweges, Singen einfacher Melodien vom Blatt, elementare Fähigkeiten im künstlerischen Gestalten usw.
  • Es ist auch notwendig, einige spezielle Fähigkeiten so zu vervollkommnen, daß sie automati­siert ablaufen können.
  • So ist zu erreichen, daß die Schüler schnell schreiben können oder das kleine Einmaleins und die Grundrechenarten sicher beherrschen. Solche automatischen Komponenten von Fähigkeiten heißen Fertigkeiten. Fähigkeiten und Fertigkeiten faßt man unter dem Begriff des Könnens zusammen.

Was sind die Hauptaufgaben der sozialistischen Pädagogik?

Die Hauptaufgaben des pädagogischen Tuns, die stets in einem einheitlichen Prozeß verwirklicht werden – Wissen und Können zu vermitteln und wertvolle sittliche Verhaltensweisen zu entwickeln –, liefen es als zweckmäßig erscheinen, bestimmte Bereiche dieses Prozesses mit den, pädagogischen Grundbegriffen Bildung oder Er­ziehung zu bezeichnen, um in der theoretischen Durchdringung das Wesen des Pro­zesses besser zu erfassen. Die Vermittlung oder den Erwerb von Wissen und Können bezeichnet man als Bildung, und zwar im Sinne des Bildungsvorgangs und des Bildungsergebnisses. Zielgerichtetes und bewußtes Einwirken auf das sittliche Ver­halten bezeichnet man als Erziehung, und zwar ebenfalls im Sinne des Erziehungs­vorgangs und des Erziehungsergebnisses (s. Erziehung).

„Non scholae sed vitae discimus“ *

Man kann den Unterschied zwischen den Fachtermini Bildung und Erziehung grob auch so fassen: Bei der Heranbildung der jungen Generation handelt es sich stets um zweierlei, um das Fähigmachen und um das Bereitmachen. Man muß die heran­wachsende Generation befähigen, das Werk der Erwachsenen fortzusetzen. Man muß aber auch ihre Bereitschaft wecken, sich das gesellschaftlich notwendige Wissen und Können anzueignen, die erforderlichen Eigenschaften zu erwerben und im Ver­halten zum Ausdruck zu bringen.(*abgewandelter Spruch: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“)

DDR: Bildung und Erziehung reifer, sozialistischer Persönlichkeiten

Jeder Pädagoge und pädagogisch Tätige in unserer Republik hat die Aufgabe, die jungen Menschen zu befähigen, beim Aufbau des Sozialismus tatkräftig mitzuarbeiten. Dazu müssen sie hohes Wissen und Können erlangen. Zum anderen müssen Lehrer und Erzieher die Bereitschaft der Schüler wecken, ihre ganze Kraft für den Sieg des Sozialismus einzusetzen, unsere Errungen­schaften zu mehren und gegen feindliche Anschläge zu schützen. Dazu sind die jun­gen Menschen zu sozialistischen Verhaltensweisen zu führen. Das Fähigmachen bezeichnet also den Bereich der Bildung, das Bereitmachen der Erziehung.
Bilden und Erziehen ist ein einheitlicher Prozeß. Die terminologische Unterschei­dung beruht auf gedanklicher Analyse, um die komplexe pädagogische Praxis besser zu fassen und zu überschauen.

GOTTHOLD KRAPP

Quelle: Heinz Frankiewicz et al. „Pädagogische Enzyklopädie“ (2 Bde.). VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften Berlin, 1963, Bd. 1, S. 122-126.

pdfimage Gotthold Krapp – Bildung

Produktionssteigerung in den Metallindustriebetrieben der DVRK

Pyongyang, 30. April (KCNA) – Die Metallindustriearbeiter in der Provinz Nord-Hamgyong der DVRK steigern die Produktion durch eine Massenbewegung für technische Innovationen. Die Industriebetriebe haben den wissenschaftlich-technischen Lernraum zu einer Basis für das Erlernen von Fachwissen gemacht, das für die Tätigkeit der Beschäftigten geeignet ist, um die Effizienz zu steigern. Der Kim Chaek Eisen- und…

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Pyongyang, 30. April (KCNA) – Die Metallindustriearbeiter in der Provinz Nord-Hamgyong der DVRK steigern die Produktion durch eine Massenbewegung für technische Innovationen. Die Industriebetriebe haben den wissenschaftlich-technischen Lernraum zu einer Basis für das Erlernen von Fachwissen gemacht, das für die Tätigkeit der Beschäftigten geeignet ist, um die Effizienz zu steigern.

Der Kim Chaek Eisen- und Stahlkomplex hat die technische Innovationsbewegung zur Arbeit der Massen selbst gemacht, um die Produktion zu steigern. Die Arbeiter und Techniker der Hochofenwerkstätten Nr. 1 und 2 haben die Methode zur Bedienung des Ofens aktiv angewandt, um die Charge weit zu erhöhen und so gute Produktionsergebnisse zu erzielen.
Die Arbeiter des Zweigwerks für Sauerstoffabscheider haben verschiedene Arten von Ausrüstungen und Zubehör verbessert und technische Maßnahmen zur Steigerung ihrer Effizienz ergriffen.

Die Techniker und Schmelzer des Puryong-Ferrolegierungswerks haben ihre Tages- und Monatspläne gewissenhaft ausgeführt und sich auf die Lösung verschiedener wissenschaftlich-technischer Probleme konzentriert.
Das Chongjin-Stahlwerk und die Chongjin-Strukturstahlfabrik haben eine technische Garantie für die Einsparung von Produktionskosten und die Steigerung der Stahlproduktion geliefert.
Auch die Arbeiter des Musan-Bergbaukomplexes haben rentable Abbau- und Sprengmethoden sowie neue technische Innovationen eingeführt, um eine wesentlich höhere Konzentration des Eisenerzes zu erreichen.

Quelle: http://www.kcna.kp (Juche113.4.30.) – http://www.kcna.kp/en/article/q/99951032bbf1d4f244f751daa76bbe10.kcmsf

USA: Bandera-Lobby greift an. Experte für ukrainischen Faschismus, Moss Robeson, von Nationalisten attackiert und verletzt – Von Susann Witt-Stahl (junge Welt)

weiterlesen hier:
https://www.jungewelt.de/artikel/474439.oun-b-bandera-lobby-greift-an.html

Todd et Freud au chevet des occidentaux – Nicolas Bonnal

Par Nicolas Bonnal

Pepe Escobar a bien résumé récemment les observations de Todd. Elles me conduisent à rapprocher cet auteur de Freud quand, dans son Inquiétante étrangeté (que j’ai beaucoup évoqué dans mon livre sur Kubrick), ce dernier évoque les démêlés du narcissisme psychique avec la réalité et – l’expression est presque comique – ses véhémentes protestations.

Le plus important est là, rappelle Escobar :

« 1. Au début de l’opération militaire spéciale (SMO) en février 2022, le PIB combiné de la Russie et de la Biélorussie ne représente que 3,3% de celui de l’Occident réuni (en l’occurrence la sphère de l’OTAN plus le Japon et la Corée du Sud). Todd s’étonne que ces 3,3%, capables de produire plus d’armes que l’ensemble du colosse occidental, non seulement gagnent la guerre, mais réduisent à néant les notions dominantes de l’«économie politique néolibérale» (taux de PIB). »

C’est Kubrick (toujours lui…) qui fait dire à un de ses généraux génocidaires yankees qu’on est face à un tas de moujiks ignorants. Donc avec 3% du PNB des USA, ou de l’Espagne (qui refile, Pierre déshabillant Paul, ses Patriot à Z.), ou de Monaco, la Russie tient tête à tout l’occident. On verra quand l’Otan enverra ses troupes : opération barbe roussie réussie !

Puis on se rapproche de Freud :

« 2. La «solitude idéologique» et le «narcissisme idéologique» de l’Occident – incapable de comprendre, par exemple, comment «l’ensemble du monde musulman semble considérer la Russie comme un partenaire plutôt que comme un adversaire». »

Et je vais citer Freud (voyez mon texte sur Freud politiquement incorrect – et Dieu qu’il l’était, comme le rappela Onfray –exemplaire dédicacé à Mussolini !) :

« L’analyse de ces divers cas d’inquiétante étrangeté nous a ramenés à l’ancienne conception du monde, à l’animisme, conception caractérisée par le peuplement du monde avec des esprits humains, par la surestimation narcissique de nos propres processus psychiques, par la toute-puissance des pensées et la technique de la magie basée sur elle, par la répartition de forces magiques soigneusement graduées entre des personnes étrangères et aussi des choses (Mana), de même que par toutes les créations au moyen desquelles le narcissisme illimité de cette période de l’évolution se défendait contre la protestation évidente de la réalité. »

C’est pareil pour tout : invasion migratoire, abolition des sexes, nazisme sanitaire, dette immonde, catastrophe ou sabotage écolo-politique : l’occident veut nier toute réalité. Il est gnostique au sens bouffonnant du terme. Cette tendance ancienne (perçue déjà par Poe, Nietzsche ou Tocqueville) s’est accélérée avec Internet, comme je l’avais montré dans mon bouquin publié en 2001 et qui s’était retrouvé (horresco referens…) Une du Monde des Livres. J’avais aussi évoqué les techno-lords (notion qui m’a été piquée aussi depuis) et cette technognose qui doit déboucher nûment sur leur homme-robot.

Continuons avec Todd résumé par Escobar :

« 4. L’implosion, étape par étape, de la culture WASP, qui a conduit, «depuis les années 1960», à «un empire privé de centre et de projet, un organisme essentiellement militaire géré par un groupe sans culture (au sens anthropologique)». Voilà comment Todd définit les néocons américains. »

Cette implosion a été décrite par Kevin McDonald et surtout par Thomas Frank dans un livre demeuré non traduit : la conquête du cool. Frank évoque le rôle de la pub (et de Volkswagen) pour altérer le logiciel américain. Pour moi l’aspect le plus important est que « l’on peut ne pas reconnaître un peuple après cinq ans de reprogrammation. » Davos a donc raison. On fabrique du héros, du crétin, du lâche ou du cerveau en peu de temps. Remarquez, c’est ce que dit Platon déjà dans les Lois…

Pepe ajoute ensuite excellemment :

« 8. La critique acerbe de Todd sur l’esprit de 1968 mériterait un tout nouveau livre. Il évoque «l’une des grandes illusions des années 60 – entre la révolution sexuelle anglo-américaine et Mai 68 en France» : «croire que l’individu serait plus grand s’il était libéré du collectif». Cela a conduit à une débâcle inévitable : «Maintenant que nous sommes libérés, en masse, des croyances métaphysiques, fondatrices et dérivées, communistes, socialistes ou nationalistes, nous vivons l’expérience du vide». Et c’est ainsi que nous sommes devenus «une multitude de nains mimétiques qui n’osent pas penser par eux-mêmes – mais se révèlent aussi capables d’intolérance que les croyants de l’Antiquité».

Lipovetsky a très bien décrit cette ère du vide il y a déjà quarante ans. Et Debord parle déjà d’un conglomérat de solitudes sans illusions, et Pouchkine (dans Eugène Onéguine, traduction de ma femme) écrit génialement à vingt ans vars 1820 :

« Mais nous n’avons même pas de l’amitié.

Nous avons détruit tous les préjugés ;

On prend pour les zéros les autres gens

En se prenant pour le « un » sérieusement.

Tous – nous tendons vers Napoléon,

Et les bipèdes créatures, en millions,

Ne sont pour nous que des outils ;

Le sentiment pour nous est une étrange bêtise. »

Lignes extraordinaires. Disparition des corps intermédiaires ; l’individu nu devant le marché (Houellebecq, pour faire facile) ou devant l’Etat (Jouvenel).

Sur les USA, sujet essentiel tout de même :

« 5. Les États-Unis en tant qu’entité «post-impériale» : une simple coquille de machinerie militaire privée d’une culture axée sur l’intelligence, conduisant à «une expansion militaire accentuée dans une phase de contraction massive de sa base industrielle». Comme le souligne Todd, «la guerre moderne sans industrie est un oxymore». »

Notons que Baudrillard nie le déclin US comme d’autres : le pays au sens matériel est liquidé par son élite gnostique (Yvan Blot avait beaucoup insisté sur cette notion lors de nos entretiens), puissance militaire incluse, mais sa matrice informatique et médiatique – et maintenant pharmaceutique – imbibe le monde. Elle tient l’Inde et le Brésil sous sa coupe par exemple, Brics ou pas Brics. Quant au président chinois, on sait qu’il ne jure que par « son ami Bill Gates »… Avant de parler de Libération…

Sur l’Europe maintenant :

« 10. Le «suicide assisté» de l’Europe. Todd rappelle que l’Europe, au départ, c’était le couple franco-allemand. Puis, après la crise financière de 2007/2008, ce couple s’est transformé en «un mariage patriarcal, avec l’Allemagne comme époux dominant qui n’écoute plus son compagnon». L’UE a abandonné toute prétention à défendre les intérêts de l’Europe en se coupant de l’énergie et du commerce avec son partenaire, la Russie, et en se sanctionnant elle-même. Todd identifie, à juste titre, l’axe Paris-Berlin remplacé par l’axe Londres-Varsovie-Kiev : ce fut «la fin de l’Europe en tant qu’acteur géopolitique autonome». Et cela s’est produit seulement 20 ans après l’opposition commune de la France et de l’Allemagne à la guerre néoconservatrice contre l’Irak. »

Rappelons que Todd sur ce sujet comme sur d’autres s’est complètement trompé, qui annonçait sans preuves une Europe libre et vive dans son Après l’Empire. Ce titre était faux aussi : l’Empire croît et se multiplie – à chaque clic pour commencer. Malheur à qui recèle des déserts, comme dit Zarathoustra.

Enfin, on enfonce une porte ouverte :

« 11. Todd définit correctement l’OTAN en plongeant dans «leur inconscient» : «Nous constatons que son dispositif militaire, idéologique et psychologique n’existe pas pour protéger l’Europe occidentale, mais pour la contrôler». »

On verra si la réalité (qui vit encore en contact avec elle, terrestre ou céleste ?) peut encore quelque chose contre le monde virtuel que notre « amer Caïn » a mis en place pour contrôler le monde ou ce qui reste de nos vieilles et fainéantes nations européennes. Le triomphe de l’OMS dans quelques semaines va nous rappeler qui est le maître.

Priez fort.

Sources :

Comment l’Occident a été vaincu

The Kiev regime must not get away with it

Stephen Karganovic

It is impermissible for civilians to be used as props for political propaganda narratives.

The neo-Nazi regime in Kiev engages in an unperceived, generously glossed over but extremely grave violation of humanitarian principles. It is one of many breaches in that regard, of course. But it must be held to account for this and ultimately for every single one.

In the zone the regime still controls in Ukraine, as Russian troops advance the neo-Nazi junta compels the local population to abandon its habitations and to withdraw alongside the retreating Ukrainian armed forces. Since generally that occurs in predominantly ethnically Russian areas, the reluctance of the population to withdraw with what it regards as occupation troops is understandable. For that reason, this hideous practice on the part of the Ukrainian authorities also unmistakably exhibits the legal elements of ethnic cleansing.

The political objective behind these compulsory population movements is to project the propaganda illusion that the civilian population in Ukraine are averse to the arrival of Russian forces and would prefer to live under Kiev regime rule.

Reports of forced deportation of local residents are plentiful (also see herehere, and here). A quick search of the internet will yield much additional evidence.

Western governments and “human rights monitors” have remained utterly silent about this egregious conduct, which in the past they would have denounced vociferously whenever the perpetrators could be presented as actors hostile to the collective West’s political interests. In the present case, however, the perpetrators happen to be their Ukrainian proxies, recently rewarded with another tranche of multibillion dollar largesse. Hence the studious silence of the Western governments and media. The enablers are loath to publicise their vassals’ transgressions.

What does international humanitarian law have to say about the forced displacement of civilians during armed conflict?

Individual or mass deportations are prohibited, regardless of their motive, by the Fourth Geneva Convention (Art. 49). Deportation refers to the forced transfer of civilians (or other persons protected by the Geneva Conventions) from the territory where they reside to the territory of the occupying power or to any other territory, whether occupied or not. Such acts are prosecutable according to the universal jurisdiction principle (Geneva Convention IV on Civilians, Art. 147). They can also be constitutive elements of crimes such as ethnic cleansing and genocide.

There is a degree of ambiguity in the scope and application of the norm, which in Article 49 holds that “individual or mass forcible transfers, as well as deportations of protected persons from occupied territory to the territory of the Occupying Power or to that of any other country, occupied or not, are prohibited, regardless of their motive.”

The presence of the related concept of “population transfer” further complicates the legal analysis because it seems to describe a forced movement of the population which takes place within the national territory and thus, perhaps, under the direction of the domestic authorities.

The norm as stated in the Convention is of little practical effect in the absence of credible jurisprudence, in the form of authoritative judicial interpretation. In the instant case, what we have in the way of interpretation originates mainly from the Hague Tribunal (ICTY) and the International Criminal Court (ICC) which are hardly politically independent legal sources.

With those caveats, it nevertheless appears that the reprehensible practice of forced deportation of civilians when the Kiev regime, as the domestic authority, engages in it formally may not be a violation of Article 49 as it is currently interpreted. That, however, is for reasons which are entirely of a technical nature and have nothing to do with the substance of the matter. International humanitarian law is silent on the regime’s practice because the lawgiver could not possibly have conceived of the circumstances at hand. This is a situation where domestic authorities, charged with the duty of care for the local civilian population, which includes respect for their elementary human right to express a preference with regard to where they wish to be, are acting in the manner that normally would be expected of a foreign Occupying Power. If foreign occupation authorities treated a local population which was unwilling to leave their homes and refused compulsory “evacuation” the way the Kiev regime treats its own citizens, that would clearly be prohibited and would constitute an indisputable violation of international humanitarian law. It is important to observe that the impact on the civilian population does not vary based on which party in the conflict, foreign or domestic, is engaging in involuntary deportation. To those who are impacted, it makes no substantive difference whether the same act is being committed by foreign forces or by agents of the “domestic authorities.” Both forms of identical conduct should therefore be regarded as equally illegal and culpable. And in both cases the perpetrators must be identified and punished.

The issue under consideration is of extreme humanitarian concern and must be addressed, if not by Western controlled mechanisms such as ICC then certainly by Russia’s war crimes investigative Committee because it falls squarely under the latter’s purview.

Until now the harsh practice in Ukraine of moving civilians around like pieces on a chessboard has mainly affected inhabitants of small towns and rural settlements near the line of contact. But one rightfully fears what may be in store for large population centres such as Kharkov as the Russian advance inexorably proceeds. Will the neo-Nazi regime as it retreats forcibly vacate those cities as well of their inhabitants, in emulation of what Pol Pot had done in Phnom Penh?

Recognition of the gravity of this issue highlights once again the critical importance of formulating well in advance an adequate jurisdictional basis for the Committee’s work. Forced deportation of civilians against their will on territory controlled by the Kiev authorities technically may not be illegal, but if so that exposes a loophole in existing international humanitarian law. The war crimes investigative Committee has the option of expanding the reach of the existing prohibition by also making compulsory deportation ordered by domestic authorities a legitimate subject of criminal investigation. Once it is established, the war crimes Tribunal must be empowered under the terms of its mandate to judge acts of compulsory deportation by whatever party committed, and regardless of the deficiencies of international humanitarian law, as it now stands, on that subject.

The pending Ukrainian war crimes proceedings are a prime opportunity to affirm the right of civilians that their preferences with regard to remaining or evacuating must be respected by the warring parties. One assumes that a certain number of civilians who sympathise with the Kiev regime may voluntarily decide to withdraw with its forces, and their wishes must also be respected.

It is impermissible for civilians to be used as props for political propaganda narratives. Unfortunately, in this case international humanitarian law inadvertently makes that possible. That loophole must be plugged, immediately and decisively. The investigative and judicial organs that will be scrutinising war crimes committed in Ukraine have an unparalleled opportunity to set an important precedent by bringing the normative situation as it currently stands in line with reality.

Why Haiti became a failed state and is unlikely to recover

Strategic Infographics

Victor Jeifets, a Russian scholar specializing in Ibero-American studies, explained in an interview with International Review TV show why Haiti is doomed to never-ending violence. Below are the major takeaways.

The exhibition of NATO armoured vehicles and weapons captured by Russian forces in Ukraine has triggered a hysterical reaction in the West. This is the kind of negative publicity that arms manufacturers fear the most.

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Corea del Norte: “Es solo cuestión de tiempo que el mundo vea la derrota de EE.UU. en Ucrania”

Desde el Ministerio de Defensa de la RPDC subrayaron que «ninguna cantidad de armas avanzadas entregadas a Kiev puede derrotar al Ejército ruso».

Los suministros de misiles de largo alcance estadounidenses “nunca inclinarán la balanza a favor de Ucrania en el campo de batalla”, declararon desde el Ministerio de Defensa de Corea en un comunicado emitido en relación con la reciente entrega de misiles balísticos ATACMS a Kiev por parte de EE.UU.

De acuerdo con Defensa, Washington, que hasta ahora se había mantenido al margen de la entrega de este tipo de armas al Ejército ucraniano, “ha demostrado una vez más su verdadera cara de destructor de la paz, agravando la escalada del conflicto mediante la entrega de misiles”.

Recordando que EE.UU. ya había proporcionado municiones de uranio empobrecidomuniciones de racimo y otras armas pesadas al régimen de Vladímir Zelenski, señaló que al aumentar su ayuda militar, Washington intenta “cambiar el curso de la guerra que se desarrolla en su contra más seriamente que nunca“.

“Los misiles de largo alcance proporcionados por EE.UU. nunca inclinarán la balanza a favor de Ucrania en el campo de batalla, sino que avivarán la imprudente histeria de confrontación de la camarilla marioneta de Zelenski”, subrayó.

Según el Ministerio norcoreano, aunque la Casa Blanca asegura que los suministros militares a Kiev harán más seguro a su propio país, es “solo cuestión de tiempo que el mundo vea cómo Estados Unidos se hace más vulnerable y la derrota de Washington en el campo de batalla ucraniano“.

Ninguna cantidad de armamento avanzado y ayuda militar puede derrotar al heroico Ejército y pueblo de Rusia“, concluyó.

Acusan a EEUU de proteger a Israel ante justicia internacional

Señaló que ambos países deben «defender conjuntamente los objetivos y principios de la Carta de la ONU y salvaguardar firmemente los intereses comunes de los países del Sur Global».

Bolivia y China tienen la intención de profundizar sus relaciones y seguir “resistiendo a la intimidación y defendiendo la equidad y la justicia”, declaró el ministro de Asuntos Exteriores chino, Wang Yi, tras reunirse con su homóloga boliviana, Celinda Sosa Lunda, en Pekín.

De acuerdo con Wang, China y Bolivia son “tradicionalmente amigos y ambas partes siempre se han entendido y apoyado mutuamente”, y especialmente en los últimos años, las relaciones entre los dos países “se han desarrollado positivamente, lo que ha contribuido a la revitalización del proceso de desarrollo e industrialización de Bolivia”.

Recordando que en el 2025 se celebrará el 40.º aniversario del establecimiento de relaciones diplomáticas, Wang también señaló que el fortalecimiento y el desarrollo de la asociación estratégica entre Pekín y La Paz es la política establecida por el Gobierno chino, dispuesto a promover esta cooperación a un nuevo nivel.

Añadió que China y Bolivia deben cooperar estrechamente en estrategias multilaterales, así como “defender conjuntamente los objetivos y principios de la Carta de la ONU y salvaguardar firmemente los intereses comunes de los países del Sur Global”. “China y Bolivia comparten la misma visión, se oponen a la intimidación y defienden la equidad y la justicia”, subrayó.

Bolivia y China “siempre han estado cerca como hermanos”

Ministry of Foreign Affairs the People’s Republic of China

Por su parte, Sosa declaró que “aunque Bolivia y China están lejos, siempre han estado cerca como hermanos”. “Agradecemos a China su valioso apoyo a largo plazo al desarrollo económico y social del país. Los bolivianos consideran a China como un importante socio estratégico”, afirmó.

Según la canciller, La Paz “espera aumentar el nivel de cooperación en los ámbitos económico y comercial, y da la bienvenida a las empresas chinas para que inviertan en Bolivia y ayuden al proceso de industrialización del país”. Subrayó que Bolivia está dispuesta a “promover activamente el desarrollo de la relación entre China y América Latina”.

“Bolivia espera fortalecer la cooperación con China a través de actividades multilaterales como de los BRICS, para proteger mejor la independencia y soberanía de cada país, y desempeñar un papel positivo en el avance del proceso mundial de multipolaridad y el establecimiento de un orden internacional más justo y razonable”, subrayó.

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