
Das sogenannte Selbstbestimmungsgesetz wurde im Bundestag gestern befürchtungsgemäß mit deutlicher Mehrheit mit den Stimmen der Ampelregierung sowie der verbliebenen Abgeordneten der Linken verabschiedet. Lediglich neun FDP-Abgeordnete – darunter die von mir geschätzte Linda Teuteberg – haben dagegen gestimmt. Bei der SPD enthielt sich die bekannte Frauenrechtlerin Leni Breymaier der Stimme (was ich dennoch enttäuschend finde, da sie mit einem Nein hätte Rückgrat zeigen und ein Zeichen setzen können, dass es in der SPD doch noch Menschen mit gesundem Menschenverstand gibt). CDU, AfD und BSW haben das Gesetz bis auf wenige Enthaltungen abgelehnt.
Fakt ist, dass dieses Gesetz auch von der großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wird und das war den Abgeordneten auch vollkommen bewusst. Trotzdem haben sie wieder einmal ihren Auftrag, zum “Wohle des Volkes” zu entscheiden, ignoriert und ein weiteres Gesetz verabschiedet, das von der weltanschaulichen Agenda von “Aktivisten”, längst institutionalisierten NGOs und Lobbygruppen durchgesetzt wurde und sich nicht der im Grundgesetz vorgesehenen demokratischen Willensbildung verdankt, wie so viele weitere ideologische Gesetze ihn dieser Zeit.
Missbrauch Tür und Tor geöffnet
Gravierend ist, dass dieses “Selbstbestimmungsgesetz” dem Missbrauch Tür und Tor öffnet. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass vor allem biologische Männer dieses Gesetz zum eigenen Vorteil ausnutzen werden – und zwar häufig auf Kosten der biologischen Frauen. Aus diesen Erfahrungen heraus haben Länder wie die Niederlande ein solches Gesetz erst gar nicht verabschiedet – und Schweden und England, nachdem sie die schlimmen Fehlauswirkungen erkannt hatten, diese Gesetze wieder weitgehend zurückgenommen. In Deutschland hingegen darf die simple, medizinisch unbestrittene Wahrheit , dass es nur zwei biologische Geschlechter gibt, fortan nicht mehr gelten – weil die Mehrheit des Bundestags beschlossen hat, dass das Geschlecht ein “gesellschaftliches Konstrukt” sei, das es zu “überwinden” gelte. Man kann sich diesen Wahnsinn nicht mehr ausdenken.
Zukünftig soll also mit bis zu 10.000 Euro bestraft werden, wer die frühere Geschlechtsidentität eines Transmenschen benennt. Wer also zukünftig Markus/Tessa Ganserer, der ohnehin nur über die Frauenquote für die Grünen in den Bundestag einziehen konnte, als Mann bezeichnet, was er biologisch unbestritten ist, muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen.
Zombifizierung der Gesellschaft
Was das Gesetz in der Realität an weiteren fatalen Folgen haben wird, möchte ich an einigen Beispielen zeigen: Ab Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes dürfen Eltern, die sich eine Tochter gewünscht, aber einen Sohn bekommen haben, diesen einfach zu einer Tochter umdeklarieren und ebenso umgekehrt. Ich möchte mir nicht vorstellen, was es für so eine kleine Kinderseele bedeutet, zum Opfer der abseitigen Wünsche der eigenen Eltern zu werden und nie einen natürlichen Bezug zum eigenen Körper entwickeln zu dürfen. Ein weiteres Beispiel sind Mädchen in der Pubertät, die mit den natürlichen Veränderungen ihres Körpers hadern (was in diesem Alter fast immer der Fall ist): Mit dem neuen Gesetz dürfen sie mit Pubertätsblockern ihre natürliche Entwicklung zur Frau stoppen. Das Gleiche gilt für pubertierende Jungs, die Angst vor der “Vermännlichung” ihres Körpers haben oder sich diese Angst von experimentierfreudigen Transaktivisten oder “progressiven” Psychologen einreden lassen. In solchen Fällen kann dann übrigens auch gegen den Willen der Eltern bei 14 bis 18jährigen die Gabe von Hormonblockern und irreversiblen geschlechtsangleichenden Operationen ermöglicht werden – wenn Familiengerichte dies so entscheiden. Und da dort ebenfalls viele progressive, linksgrün sozialisierte “Richter*Innen” Dienst tun, dürfte dies in vielen Fällen auch so kommen.
Die BSW-Vorsitzende Sarah Wagenknecht hat in einer beeindruckenden Rede im Bundestag zuletzt noch einmal versucht, an die Verantwortung und Vernunft der Abgeordneten zu appellieren: „Ihr Gesetz macht Eltern und Kinder zu Versuchskaninchen einer Ideologie, von der nur die Pharmaindustrie profitiert.“ Sie wurde ausgelacht. Die dystopischen Folgen, wenn es immer mehr junge Erwachsene gibt, deren Körper sich nie entwickeln konnte und die ein Leben lang auf alles verzichten, was ein erfülltes Sexualleben ausmacht – vor allem auch auf die Fortpflanzung und das natürliche Bedürfnis, eine Familie zu gründen -, mag ich mir kaum vorstellen. Jeder Gruselfilm ist harmloser als diese Zombifizierung der Gesellschaft.
Fetisch einer lauten und aggressiven Minderheit
Aber auch die Möglichkeit als Erwachsener durch einfachen Sprechakt das Geschlecht wechseln zu können, ist ein Irrsinn, der fatale Folgen vor allem für biologische Frauen haben wird. Hier sprach Frau Wagenknecht ebenfalls Klartext, als sie den Ampel-Fraktionen zurief: „Ihr Gesetz ist frauenfeindlich! Wenn sich jeder Mann per Sprechakt zur Frau erklären kann, gehören geschützte Frauenräume der Vergangenheit an.“ Als plakatives Beispiel hierfür nannte sie Spanien, wo ein solches Gesetz bereits verabschiedet wurde und sich als Folge prügelnde Ehemänner einfach zur „Frau“ erklärt hatten, um so Zugang zu just den Frauenhäusern zu bekommen, in denen ihre Opfer Schutz gesucht hatten. Aber auch im Sport werden Frauen die großen Verlierer sein: Es braucht in den meisten Sportarten nur drei biologische Männer, um Frauen vom Siegerpodest zu verdrängen. Genauso werden Frauen überall dort nicht mehr sicher sein, wo die Trennung nach Geschlechtern vor allem dem Schutz der Frauen dient, wie in der Umkleidekabine, Gemeinschaftsdusche, Frauensauna und überall dort wo Frauen das Bedürfnis haben, nur mit Frauen zusammen zu sein.
Dieses absurde Gesetz wurde verabschiedet, um einer kleinen, aber lauten und aggressiven Minderheit – den Transsexuellen beziehungsweise ihren politischen Vertretern – einen nahezu unendlichen Spielraum zu ermöglichen, ihren Fetisch auszuleben. Dies erfolgt auf Kosten von mehr als der Hälfte der Bevölkerung – den Frauen und Kindern. Der Einzige, der das Inkrafttreten dieses Gesetzes nun noch qua Amtes verhindern könnte, ist Bundespräsident Steinmeier – indem er sich weigern würde, es zu unterschreiben. Damit ist allerdings kaum zu rechnen; ich befürchte vielmehr, dass dieser Präsident, der sich noch nie durch besondere Volksnähe ausgezeichnet hat, gar nicht erkennt, wie sehr die große Mehrheit der Bevölkerung dieses Gesetz ablehnt und über seine Verabschiedung entsetzt ist. Nicht zuletzt übrigens gerade auch die von ihm sonst so geschätzten Zuwanderer aus islamischen Staaten, in deren Alltag queer- und transsexuelle Befindlichkeiten allerdings sowieso keine Rolle spielen und die solche bizarren Normen ohnehin ignorieren. Für alle anderen Menschen in diesem Land w
erden die Konsequenzen des Selbstbestimmungsgesetzes fatal sein.
Systematische Vernichtung der Bevölkerung. Alles läuft nach Davos Plan.










