Bemerkungen des Außenministers Russlands, Sergej Lawrow, am 4. April 2024 in Moskau bei einem Rundtischgespräch in der Botschaft zur Regelung der Lage in der Ukraine

Quelle:
https://www.mid.ru/ru/foreign_policy/news/1942532/?lang=en

Kollegen,

Meine Damen und Herren,

Eure Exzellenz,

Unsere Treffen sind zu einem traditionellen Treffen geworden, um die Prozesse zu diskutieren, die sich weltweit als Ergebnis des hybriden Krieges gegen die Russische Föderation abspielen, der vom ukrainischen Regime geführt, aber vom Westen geplant und entfesselt wurde. Im Januar haben wir über die Militarisierung des Kiewer Regimes gesprochen, eine offensichtliche Entwicklung, die jeder sehen kann. Auf Ersuchen unserer Delegation hat sich der UN-Sicherheitsrat mehrfach mit dieser Angelegenheit befasst. Heute möchten wir einen Blick auf die humanitären und rechtlichen (einschließlich menschenrechtlichen) Aspekte der Ukraine-Krise werfen.

Vor zehn Jahren führten die Nazis – das ist jetzt völlig klar – einen verfassungswidrigen Putsch durch und übernahmen die Macht in Kiew. Sie hoben sofort den Status der russischen Sprache als Regionalsprache auf und offenbarten damit ihre wahren Absichten hinsichtlich der Achtung der Menschenrechte und der Rechte ethnischer Minderheiten. Sie schickten bewaffnete Männer auf die Krim, weil die Menschen auf der Krim ebenso wie die Menschen im Donbass sich weigerten, das rechtswidrige Regime anzuerkennen, das durch Blutvergießen an die Macht gekommen war. Dies machte die Abhaltung eines Referendums auf der Krim erforderlich. Aufgrund der Ergebnisse kehrte die Halbinsel in die Russische Föderation, ihr Heimatland, zurück.

Der 14. April markiert den 10. Jahrestag der Machtübernahme der Nazis in der Ukraine und der Ankündigung einer „Anti-Terror-Operation“ gegen die Menschen im Donbass. Sie bezeichneten sie als Terroristen, die vernichtet werden müssen. Alle Verteidiger der Volksrepubliken Donezk und Lugansk wurden nur deshalb als Terroristen bezeichnet, weil sie den Putsch nicht anerkennen wollten. Gegen sie kam es zu Feindseligkeiten. All dies haben wir in der Zeitleiste dokumentiert: Wohnviertel in Donezk, Lugansk und anderen Städten und Dörfern wurden durch Artillerie und Flugzeuge bombardiert.

An der „Anti-Terror-Operation“ nahmen neben den Streitkräften der Ukraine auch reguläre freiwillige Bataillonsmitglieder teil, die sich offen als Anhänger des Nationalsozialismus identifizierten, wie etwa der Rechte Sektor, Asow und Aidar, um nur einige zu nennen. Lange vor Beginn der militärischen Sonderoperation, als die Ukraine entgegen den Minsker Vereinbarungen im Donbass Krieg gegen die eigene Bevölkerung führte, verbot der US-Kongress unter anderem Militärhilfe für das Asow-Bataillon. Viele westliche Länder kamen dieser Verpflichtung nach. Später hätten sie jedoch „die Augen davor verschlossen“. Die Bereitstellung von Waffen an offene Nazis und im weiteren Sinne an das ukrainische Regime ist für die Westler zur Routine geworden. Es gibt Pläne, die freiwillige Militärhilfe für die Ukraine unter dem Dach der NATO zur Pflicht zu machen und alle NATO-Mitglieder mit strenger Disziplin zur Unterzeichnung und zur Bereitstellung von Finanzmitteln und Waffen für das Kiewer Regime zu zwingen, solange es anhält gegen die Russische Föderation zu kämpfen.

Die von ukrainischen Streitkräften und Freiwilligenbataillonen begangenen Verbrechen wurden noch nicht untersucht, darunter auch der schreckliche Vorfall, bei dem 48 Menschen im Haus der Gewerkschaften in Odessa bei lebendigem Leibe verbrannt wurden. Bisher wurde keine Untersuchung durchgeführt. Auch der Versuch des Europarats (der seinen Ruf schnell beschädigte), die Kontrolle über diese Untersuchung zu übernehmen, scheiterte. Niemand war bereit, ihm bei irgendetwas zu helfen, und der Rat war machtlos.

Im Jahr 2015 endete der Krieg Kiews gegen die eigene Bevölkerung mit der Unterzeichnung der Minsker Abkommen, die anschließend vom UN-Sicherheitsrat genehmigt wurden. Sie sahen einen Sonderstatus für einen kleinen Teil des Donbass vor, der seinen Bewohnern das Recht einräumte, ihre eigene Sprache zu sprechen, eigene Strafverfolgungsbehörden einzurichten und Konsultationen abzuhalten, wenn dort Staatsanwälte und Richter ernannt wurden. Es ähnelt den jüngsten Versprechen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron an Korsika. Allerdings erwiesen sich die Versprechungen von Paris bezüglich der Minsker Vereinbarungen als völlig falsch. Beobachten wir, wie sich die Situation in anderen Teilen Europas entwickelt. Im Wesentlichen wollen viele nationale Minderheiten in verschiedenen Ländern genau die gleichen Rechte wie die Menschen im Donbass: das Recht, ihre Muttersprache zu sprechen, ihre Kinder darin zu erziehen, ihre Geschichte, Traditionen und Religion zu bewahren und zu schätzen und im Einklang mit ihnen zu leben die Prinzipien, die in diesen Ländern seit Jahrhunderten Wurzeln schlagen.

Die Minsker Vereinbarungen schreckten den damaligen Präsidenten Petr Poroschenko nicht ab. Er verstieß gegen die Forderungen nach einem Waffenstillstand und einem direkten Dialog zwischen Kiew und dem Donbass und kündigte 2018 eine „Operation gemeinsamer Kräfte“ an, die die frühere Anti-Terror-Operation ersetzen sollte. Es war eine umfassende Militäroperation, die im Donbass einen Krieg auslöste. Es ist erwähnenswert, dass Poroschenko bereits im Mai 2014 unter dem Motto „Präsident des Friedens“ gewählt wurde. Im Jahr 2019 wurde Wladimir Selenskyj mit dem gleichen Versprechen zum Präsidenten gewählt. Er sagte, er werde den Krieg sofort beenden und die Minsker Vereinbarungen umsetzen. Was dabei herausgekommen ist, können Sie selbst beurteilen.

In all diesen Jahren wussten wir und sagten öffentlich, dass die Terrorismusvorwürfe gegen den Donbass unbegründet waren. Jetzt (vorausgesetzt, dass jeder die Dokumente gesehen hat) wurde es vom Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen in seiner Entscheidung vom 31. Januar 2024 bezüglich der von Kiew und seinen Herren gegen die Russische Föderation eingereichten Klage bestätigt. Der Internationale Gerichtshof lehnte die Einstufung der Volksrepubliken Donezk und Lugansk als terroristische Organisationen sowie die Behauptung ab, die Russische Föderation sei ein Sponsor des Terrorismus. Diese Entscheidung untergräbt Kiews Hauptargument zur Rechtfertigung des von ihm gegen die Zivilbevölkerung entfesselten Krieges, das auf der Behauptung beruhte, dass der Donbass von Terroristen kontrolliert und von der Russischen Föderation finanziert werde.

Der Internationale Gerichtshof hat effektiv bestätigt, dass Kiews aggressives Vorgehen gegen Donezk und Lugansk zunächst auf Lügen beruhte. Darüber hinaus wies das Gericht Ansprüche der Ukraine und der Vereinigten Staaten zurück, die Russland in den Absturz des Fluges MH17 der Malaysian Airlines, den Beschuss von Mariupol, Kramatorsk, Awdejewka und vieles mehr verwickelt hätten. Ebenso wurden Kiews Vorwürfe der Rassendiskriminierung auf der Krim zurückgewiesen, wobei das Gericht die Anerkennung von Materialien ablehnte, die von vom Westen finanzierten NGOs und einer Reihe internationaler Sekretariate eingereicht worden waren.

Ihnen liegen Auszüge aus den von der russischen Seite im Sommer 2023 dem Internationalen Gerichtshof vorgelegten Materialien vor, die vom Gerichtshof als gültig anerkannt wurden und die Grundlage seiner Entscheidungen bildeten. Ich vertraue darauf, dass Sie sie studieren können.

Diese Materialien zeigen die Entwicklung der Krim, einschließlich neuer Schulen, sozialer Einrichtungen, eines reichen kulturellen Lebens und der Restaurierung ukrainischer und krimtatarischer Kulturdenkmäler. Unterdessen werden in den Gebieten, in denen das Russische Reich Städte, Straßen und Häfen errichtete und die Wirtschaft entwickelte, russische Denkmäler, Denkmäler für russische Politiker und Militärführer abgerissen.

Heute ist die Ukraine eindeutig ein terroristischer Staat, wenn wir auf ihre Argumente über den Terrorismus als Rechtfertigung für ihr Handeln zurückkommen. In den letzten zehn Jahren terrorisierte sie die Bürger im eigenen Land und darüber hinaus.

Ich möchte allen hier meinen Dank für Ihre Solidarität mit dem russischen Volk angesichts des barbarischen Terroranschlags am 22. März im Rathaus von Crocus aussprechen. Wir haben von allen hier anwesenden Ländern Beileidsbekundungen erhalten. Wir wissen, dass fast alle von Ihnen oder Ihren Mitarbeitern am neunten Tag nach dem tragischen Verlust unschuldiger Menschen an der Trauerzeremonie teilgenommen haben. Dies symbolisiert einmal mehr unsere Einheit und Entschlossenheit, den Terrorismus in all seinen Formen ohne Kompromisse oder Doppelmoral zu bekämpfen und anzuerkennen, dass Terrorismus keine Nationalität oder Religion hat. Es ist ein absolutes globales Übel.

Wie Sie wissen, untersuchen der Untersuchungsausschuss, die Generalstaatsanwaltschaft und andere zuständige Behörden diesen Terroranschlag. Schon jetzt ist (wie aus den Berichten über den Fortgang der Ermittlungen hervorgeht) ersichtlich, dass der ukrainische Bezug nicht ignoriert werden kann. Zumal die Beteiligung der Ukraine an vielen anderen Terroranschlägen auf russischem Territorium außer Zweifel steht. Dazu gehören die Terroranschläge, bei denen die Journalisten Darya Dugina und Maxim Fomin (Vladlen Tatarsky) ums Leben kamen, der Schriftsteller Zakhar Prilepin verletzt wurde und sein Fahrer Alexander Shubin ums Leben kam, der Tod von Zivilisten bei der Bombardierung der Krimbrücke, die Verletzung von 42 Menschen bei einer Explosion in einem Café in St. Petersburg und viele andere.

Das Außenministerium hat kürzlich offizielle Forderungen an die ukrainischen Behörden gerichtet und sie aufgefordert, die Unterstützung terroristischer Aktivitäten unverzüglich einzustellen, die Verantwortlichen auszuliefern und Schadensersatz zu leisten. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit dem Internationalen Übereinkommen zur Bekämpfung terroristischer Bombenanschläge (ICBT) und dem Internationalen Übereinkommen zur Bekämpfung der Finanzierung des Terrorismus (ICFT), die entsprechende Verpflichtungen mit sich bringen. In unserer Botschaft an die ukrainische Seite fordern wir Kiew auf, seinen Verpflichtungen nachzukommen.

Wir erwarten von allen Nationen, dass sie die besagten Schlussfolgerungen des Internationalen Gerichtshofs der Vereinten Nationen berücksichtigen, wenn sie die berüchtigten Initiativen bewerten, die Kiew und seine Herren den UN-Gremien und den europäischen Regionalmechanismen vorgeschlagen haben.

Ich möchte Sie daran erinnern, dass der Internationale Gerichtshof schlüssig dargelegt hat, dass die Anschuldigungen gegen Russland hinsichtlich seiner Beteiligung am Terrorismus unbegründet sind. Und doch dienten diese Anschuldigungen als Grundlage für eine Reihe von Resolutionen der UN-Generalversammlung, die eindeutig antirussischer Natur sind. Diese durch die allgemeine Abstimmung angenommenen Resolutionen spiegeln den Mangel an Konsens wider. Angesichts der Entscheidung des obersten Justizorgans der Vereinten Nationen wird es nicht länger möglich sein, die UN-Generalversammlung zur Unterstützung antirussischer Resolutionen zu nutzen, die auf unbegründeten Terrorismusvorwürfen basieren.

Zusätzlich zu der über das Außenministerium eingereichten Berufung hat die russische Generalstaatsanwaltschaft relevante Dokumente an die Vereinigten Staaten und mehrere andere westliche Länder versandt, Dokumente, die auf Berufungen von Bürgern und Parlamentariern basieren und die Maßnahmen detailliert beschreiben, die wir von ihnen im Zusammenhang mit den neuen Maßnahmen erwarten entdeckte Beweise, die die Unterstützung der terroristischen Aktivitäten und Vorbereitungen des ukrainischen Regimes durch seine Gönner offenbaren.

Bei den Anhörungen vor dem Internationalen Gerichtshof präsentierte sich die Ukraine als „Kämpferin gegen die Diskriminierung“ der ukrainischen und krimtatarischen ethnischen Gruppen. Es sei daran erinnert, dass das Kiewer Regime in all den Jahren, in denen die Krim als Teil der Ukraine galt, die krimtatarische Sprache nicht anerkannte. In dieser Zeit wurde auf der Krim keine einzige Moschee gebaut. Erst nachdem sich die Halbinsel im März 2014 wieder Russland anschloss und die Russische Föderation Russisch, Ukrainisch und Krimtatarisch zu den Staatssprachen der Republik Krim erklärte, erkannte die Ukraine die Existenz dieser Sprache an.

Zum ersten Mal in der Geschichte wird auf der Krim eine Kathedralenmoschee gebaut, die bald eröffnet werden soll. Unter der ukrainischen Herrschaft gab es so etwas nicht.  

Was die Wirksamkeit der selbsternannten ukrainischen „Kämpfer gegen Diskriminierung“ angeht, wird daran erinnert, dass die Ukraine Medien, Bildung und kulturelle Veranstaltungen auf Russisch verboten hat. Darüber hinaus werden Angriffe auf Kirchen der kanonischen Ukrainisch-Orthodoxen Kirche nicht nur geduldet, sondern gesetzlich erlaubt. Offene Darstellungen des Nationalsozialismus sind weit verbreitet.

Ich möchte Sie daran erinnern, dass die Russische Föderation seit 2005 der UN-Generalversammlung eine Resolution vorlegt, in der sie die Verherrlichung des Nationalsozialismus verurteilt. In den letzten zwei Jahren hat die Ukraine immer wieder gegen diese Resolution gestimmt und behauptet, Russland habe sie als zusätzlichen Vorwand zur Rechtfertigung der militärischen Sonderoperation vorgeschlagen.

Ich möchte noch einmal betonen, dass wir diese Resolution seit 2005 vorgelegt haben. Die Ukraine hat dieses wichtige Dokument nie unterstützt, trotz der überwältigenden Unterstützung, die sie von der Mehrheit der Nationen weltweit, einschließlich der heute hier Anwesenden, erhält. Die Weigerung der Ukraine im Jahr 2005, für eine Resolution gegen die Verherrlichung des Nationalsozialismus zu stimmen, gegen den das ukrainische Volk als Teil der Sowjetunion gekämpft hat, spricht Bände. Ich sehe darin eine Bestätigung dafür, dass die Aufgabe, die Verherrlichung des Nationalsozialismus zu bekämpfen, vom Kiewer Regime schon lange vor der militärischen Sonderoperation abgelehnt wurde. Es ist offensichtlich, dass schon damals die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich und andere Länder des kollektiven Westens Einfluss auf die ukrainische Führung hatten.

Es herrscht eine Kultur der Straflosigkeit. Wir beobachten, wie die eklatanten Menschenrechtsverletzungen Kiews (ich habe sie dargelegt) von westlichen Nichtregierungsorganisationen und zahlreichen internationalen Gremien übersehen werden.

Zu unserer großen Enttäuschung beeinflusst der Westen offen und ohne zu zögern sowohl das UN-Sekretariat (zumindest viele seiner Abteilungen) als auch das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte, um Kiew Nachsicht zu gewähren. Sie manipulieren den UN-Menschenrechtsrat und seine Verfahren. Diese Situation ist bedauerlich, da sie den Ruf des UN-Systems erheblich schädigt.

Seit 2008 führen die Vereinten Nationen im Auftrag der Vereinigten Staaten eine weltweite Überwachung der Umsetzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Universal Periodic Review im Rahmen des Menschenrechtsrats durch. Gemäß den Regeln unterliegt jeder Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen dieser Überprüfung regelmäßig und abwechselnd. Bis vor Kurzem hat sich kein Land einer solchen allgemeinen regelmäßigen Überprüfung entzogen. Doch nun wurde das Prinzip der globalen Abdeckung von Kiew diskreditiert. Unter dem Druck des Westens traf der Menschenrechtsrat eine beispiellose Entscheidung, die Ukraine wie vorgeschrieben von der Berichterstattung über die Umsetzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Jahr 2023 zu befreien. Der Rat verschob diesen Bericht auf 2027 und führte die militärische Sonderoperation als Vorwand an. Dies hindert die Ukraine jedoch nicht daran, bei jedem UN-Treffen bei jeder Gelegenheit kontinuierlich antirussische Reden zu halten, Beleidigungen zu schleudern und Vergeltungsmaßnahmen gegen unser Land zu fordern. Dennoch weigern sie sich, darüber zu berichten, wie die Ukrainer die Menschenrechte wahren, zumal sie sich, wie bereits erwähnt, als engagierte Kämpfer gegen Diskriminierung präsentierten. Dies liegt daran, dass sie sich bewusst sind, dass sie nichts Wesentliches zu berichten haben, außer einer offenen Anerkennung der kolossalen Probleme, die mit dem Neonazismus sowohl in der Gesetzgebung als auch in der Strafverfolgung verbunden sind, und zwar ohne jede Übertreibung.

Im Februar 2022, als die militärische Sonderoperation begann, erklärte sich das Kiewer Regime für praktisch von allen Menschenrechtsverpflichtungen befreit. Die Sonderverfahren des Menschenrechtsrats haben diese Haltung unterstützt. So erklärte beispielsweise die UN-Sonderberichterstatterin für Folter, Alice Jill Edwards (Australien), letztes Jahr in ihrem Bericht über ihre Inspektion der Ukraine, dass die Situation mit Folter in der Ukraine kein Grund zur Besorgnis sei und die Bemühungen der Kiewer Behörden in Diese Gegend ist beeindruckend.

Ich erinnere mich, dass zu diesem Zeitpunkt bereits zahlreiche Bilder von Gräueltaten des ukrainischen Militärs, auch auf dem Schlachtfeld, in die ganze Welt ausgestrahlt wurden. Erinnern wir uns daran, wie ukrainische Nazis in der Uniform der ukrainischen Streitkräfte live im Fernsehen gefangene russische Soldaten mit gefesselten Händen und Füßen und über den Kopf gezogenen Säcken hinrichteten. All dies wurde mit sichtlicher Freude gefilmt und online gestellt. Dies ist eine unbestreitbare Tatsache, die der ganzen Welt bekannt ist.

Allerdings wird niemand von der Ukraine verlangen, dieses Verbrechen zu untersuchen und zu beweisen, dass sie ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen versteht und zumindest teilweise respektiert. Die Ukrainer werden nicht zu Ermittlungen gezwungen werden, so wie sie es versäumt haben, die bereits erwähnte Tragödie in Odessa vom 2. Mai 2014 zu untersuchen, bei der Dutzende Menschen bei lebendigem Leib verbrannt wurden. Ebenso wird niemand die inszenierten Verbrechen in Bucha untersuchen, als Russland beschuldigt wurde, Zivilisten getötet zu haben.

Seit diesem Moment sind zwei Jahre vergangen. Ich weiß, dass einige Länder, darunter auch die hier Anwesenden, der ukrainischen Führung am zweiten Jahrestag dieser Tragödie ihr Beileid ausgesprochen haben. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie daran erinnern, dass wir eine unvoreingenommene, offene Untersuchung seit dem Moment fordern, als das britische Fernsehen plötzlich und unerwartet Leichen zeigte, die mitten auf der Hauptstraße in Bucha lagen, drei Tage nach dem Abzug der russischen Truppen aus der Stadt. Niemand wird eine Untersuchung durchführen. Nachdem diese Leichen im Fernsehen gezeigt wurden, führte die Europäische Union zusammen mit den Amerikanern und den Briten prompt neue Sanktionspakete gegen Russland ein, als wartete sie auf einen Vorwand. Niemand erinnert sich mehr an die Ermittlungen.

Auf zahlreichen Sitzungen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen haben wir das Kiewer Regime wiederholt aufgefordert, zumindest die Namen der Personen bekannt zu geben, deren Leichen angeblich in Bucha gezeigt wurden. Ich appellierte direkt an den UN-Generalsekretär, seine Autorität zu nutzen, um Kiew und seine Herren zur Vorlage einer solchen Liste zu zwingen. Es wurden jedoch keine Maßnahmen ergriffen. Dies ist ein weiterer Hinweis darauf, dass das Regime in Kiew tun und lassen kann, was es will. Es nutzt dies häufig mit der Nachsicht seiner Gäste.

Ich brauche nicht einmal die zahlreichen Verhaftungen ukrainischer Bürger zu erwähnen, die sich neonazistischen Tendenzen im modernen ukrainischen Staat und der modernen ukrainischen Gesellschaft widersetzen, die Verfolgung ukrainischer Bürger aus politischen Gründen und die Ermordung von Journalisten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Seit mehreren Jahren dokumentieren wir in unseren jährlichen Berichten zur Menschenrechtslage in verschiedenen Ländern Menschenrechtsverletzungen.

Seit Kurzem veröffentlichen wir den Abschnitt „Ukraine“ als separaten Bericht. Du kannst es lesen. Ich hoffe, dass Sie alles finden, was Sie wissen müssen, um entscheiden zu können, was in der Ukraine passiert.

Wir alle wissen, dass Kiew nicht unabhängig ist, sondern den Anweisungen seiner Chefs und Handlanger folgt, die ihr Anti-Russland-Projekt umsetzen. Sie verbergen es nicht. Wenn Sie sich anhören, was die Staats- und Regierungschefs der Vereinigten Staaten, Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands, der NATO oder der Europäischen Union in ihren Reden sagen, werden Sie sehen, dass ihre Priorität darin besteht, Russland zu besiegen. Das ist das Ziel, das sie sich für das Kiewer Regime gesetzt haben. Nach dem Putsch von 2014 war der Westen damit beschäftigt, Kiew auf diese Mission vorzubereiten.

Ich möchte Sie daran erinnern, dass die Ukraine Straflosigkeit genießt. Der Neonazismus, der uns große Sorge bereitet, war dort schon lange vor der militärischen Sonderaktion weit verbreitet. Regelmäßige jährliche Fackelumzüge zu Ehren des Nazi-Verbrechers Stepan Bandera waren dort etwa drei oder vier Jahre vor ihrem Beginn legalisiert worden und stellten eine vollständige Nachbildung der Fackelumzüge dar, die im nationalsozialistischen Deutschland stattfanden.

Die Geburtstage von Stepan Bandera und einem weiteren vom Nürnberger Tribunal verurteilten Kriminellen, Roman Schuchewitsch, werden jetzt als Staatsfeiertage gefeiert, ebenso wie das Gründungsdatum der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA), die für die Ermordung von Russen, Juden, Polen, Ukrainer und viele andere.

Der Titel „Helden der Ukraine“ wurde ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS verliehen, die während ihres Dienstes in den Reihen der Nazis Zivilisten töteten – einige von ihnen sind noch am Leben. Präsident Wladimir Selenskyj prüft dies persönlich.

Ich habe bereits gesagt, dass dort alles Russische verboten ist, auch Bildung. Bücher werden aus Bibliotheken entfernt. Nur werden sie nicht wie im nationalsozialistischen Deutschland verbrannt. Die Ukrainer sind pragmatischer und geiziger. Sie verdienen Geld, indem sie die Werke russischer Autoren als Altpapier verwenden.

Kürzlich verabschiedete Kiews Bürgermeister Vitaly Klitschko eine Resolution, die die Durchführung jeglicher Kultur- oder Bildungsveranstaltungen auf Russisch in Kiew verbietet. Auch im Alltag kann es mit Verwaltungsgebühren rechnen, wenn jemand in den Pausen in der Schule Russisch spricht oder einen Verkäufer auf Russisch anspricht. Gleichzeitig spricht die überwiegende Mehrheit der Ukrainer immer noch Russisch. Sie finden es praktisch. Viele sprechen in der Familie traditionell Russisch. Selbst wenn man sich die Funkmitschnitte auf dem Schlachtfeld an der Kontaktlinie der militärischen Sonderoperation anhört, scheint es vielen ukrainischen Soldaten leichter zu fallen, Russisch zu sprechen. Aber die ganze Nation wird so eingeschüchtert, dass sie diese Sprache vergisst.

Es wäre undenkbar, Französisch, Italienisch oder Deutsch in der Schweiz zu verbieten, wo gerade eine Friedenskonferenz zur Ukraine stattfindet, oder dass Irland oder Schottland Englisch verbieten würden. Niemand kann sich das überhaupt vorstellen. Aber unsere westlichen „Freunde“ haben in ihren Prinzipien keinen Platz für Russisch. Die russische Sprache wird offen diskriminiert.

Diese Diskriminierung spiegelt sich in den ukrainischen Gesetzen wider, die den staatlichen Status der ukrainischen Sprache verankerten. Als diese Gesetze verabschiedet wurden, erwähnten sie auch jede andere Sprache, die zumindest einen gewissen Status hatte. Aber diese Liste wurde nach und nach verkürzt. Die Europäische Union begann stillschweigend mit der Ukraine zu verhandeln, um die Verwendung ihrer Sprachen in der Bildung und im Alltag von den Beschränkungen zu befreien. Und ihnen wurden Ausnahmen gewährt. Mittlerweile genießen im Gegensatz zur russischen Sprache fast alle EU-Sprachen einen guten Ruf in der ukrainischen Gesellschaft.

Wir haben mit unseren europäischen Kollegen gesprochen und darauf hingewiesen, dass das falsch ist, aber sie stellen ihre eigenen Interessen in den Vordergrund und Russisch geht sie nichts an. Dies stellt einen Verstoß gegen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und zahlreiche Konventionen zu den Rechten nationaler Minderheiten und Regionalsprachen dar, die Diskriminierung verbieten. Doch die Europäische Union scheint dies praktisch zu finden. Die Europäer haben keine Verwendung für die russische Sprache, für Russland oder die Möglichkeit seines gleichberechtigten Zusammenlebens. Das sagen sie selbst. Sie sagen, dass ein Sieg Russlands die weltweite Führungsrolle der USA und der NATO untergraben würde. Sie müssen ihre Dominanz aufrechterhalten und können keine gleichberechtigten Beziehungen dulden.

Lassen Sie mich, ohne ins Detail zu gehen, sagen, dass die Ukraine für die weitverbreitete schwarze Transplantation, Korruption (die von westlichen Regierungen offen diskutiert wird) und weitreichende Repressalien gegen Menschenrechtsaktivisten berüchtigt ist. All dies wurde in Berichten des russischen Außenministeriums detailliert beschrieben. Ich lade Sie ein, sich mit diesen Dokumenten vertraut zu machen. Es ist nicht so, dass ich Sie dazu zwinge, sie zu lesen, aber ich weiß, was unsere westlichen Kollegen Ihnen sagen, auch wenn sie versuchen, Sie mit fairen Mitteln zu überreden oder Sie dazu zu verleiten, an verschiedenen Foren teilzunehmen, wie etwa jenen, die im „Kopenhagen-Format“ abgehalten werden. ” Die Schweizer planen nun die Einberufung einer Friedenskonferenz, deren einziges Ziel darin besteht, eine angemessene Teilnahme an einer Veranstaltung zu gewährleisten, die auf der zwingenden „Zelensky-Friedensformel“ basiert. Dieses Ultimatum impliziert keine Kompromisse oder Alternativen und lässt die wohlwollendsten Initiativen Chinas, Südafrikas, Brasiliens und der Arabischen Liga völlig außer Acht. Diese werden zwar angehört, aber nie berücksichtigt. Sie werden auch in Zukunft nicht mehr berücksichtigt. Natürlich sind einige kosmetische Anpassungen möglich, aber im Wesentlichen bleibt diese „Formel“ das, was sie ist – ein Ultimatum.

Die Schweiz hat sich bereit erklärt, eine Konferenz zu organisieren, da sie sich als neutrales Land versteht. Sie behauptet, dass es Traditionen dieser Art gibt. Das klingt seltsam. Tatsächlich hatte dieses Land solche Traditionen. Ihre Neutralität, wie die Österreichs, ermöglichte es ihnen, unparteiische und neutrale Veranstaltungsorte zu sein, an denen die Länder des Westens, des Ostens, des Nordens und des Südens immer zusammenkamen, in dem Wissen, dass sie ohne Einmischung oder Druck von außen alles erhalten würden, was sie für ihre Arbeit brauchten.    

Heute hat sich die Schweiz allen antirussischen Sanktionen angeschlossen. Darüber hinaus steht das Land an der Spitze dieser Sanktionen oder ist in vielen Bereichen der eifrigste Durchsetzer dieser Sanktionen.    

Ich habe mich im Januar dieses Jahres in New York mit dem Schweizer Außenminister Ignazio Cassis getroffen, wo wir an Veranstaltungen des UN-Sicherheitsrates teilgenommen haben. Ich sagte ihm, dass wir die Schweiz nicht länger als neutralen Ort für internationale Verhandlungen zu den unterschiedlichsten Themen betrachten könnten. Wir erklärten ihm auch unsere Position zur „Zelensky-Formel“. Wir wissen, dass die westlichen Strategen dem Kiewer Regime zu seiner Förderung verschiedene Tricks raten, wenn es Länder einlädt, darunter auch einige, die hier anwesend sind. Zum Beispiel wird ihnen gesagt, dass sie, wenn ihnen nicht alle zehn Punkte der „Zelensky-Formel“ gefallen, nur einen auswählen können, der harmlos erscheint, etwa Ernährungs- oder Energiesicherheit, und ihn unterschreiben können. Das ist ein klarer Fall von Betrug.    

Empfehlungen zur Durchführung solcher Konferenzen habe ich in einem Dokument gelesen, das mir einer meiner EU-Freunde gezeigt hat. Darin heißt es, das Ziel bestehe darin, so viele Länder wie möglich zusammenzubringen – das aktuelle Ziel liegt bei 140 – und sie irgendwie davon zu überzeugen, dass die Organisatoren nicht darauf bestehen, dass sie sich dieser „Formel“ als Ganzes anschließen. Sie können nur einen Punkt auswählen oder einfach vorbeikommen und vielleicht ihre Kritik äußern. In den Empfehlungen für die ukrainischen Verhandlungsführer heißt es, dass sie die Teilnehmer nicht dazu drängen dürfen, die endgültigen Dokumente zu genehmigen, da 140 Länder wahrscheinlich nicht den Anforderungen Kiews zustimmen werden. Die Aufgabe besteht darin, sie zusammenzubringen und Diskussionen zu führen. Die Hauptsache ist, sie alle für ein Foto posieren zu lassen. Angeblich werden so viele Menschen allein schon eine Motivation sein, die „Zelensky-Formel“ zu unterstützen. Ich mache keine Witze. Erwachsene Leute, die solche Spiele spielen.

Abschließend möchte ich sagen, dass wir jederzeit zu einer ehrlichen Diskussion zu all diesen Themen bereit sind. Wir haben nichts zu verbergen. Die Ziele und Ursachen der militärischen Sonderoperation sind bekannt. Nach dem Putsch in Kiew haben wir gewarnt, dass ein Zusammenstoß mit dem Westen unvermeidlich sei, wenn er weiterhin aus der Ukraine ein „Anti-Russland“ machen, Waffen in dieses Land schütten, die Errichtung seiner Militärstützpunkte dort planen und dies fördern würde Das Kiewer Regime will alles Russische abschaffen. Alle diese Trends waren offensichtlich. Wir haben den Westlern ehrlich gesagt, dass sie die Ukraine in eine Katastrophe treiben würden. Niemand wollte zuhören. Wir haben nichts zu verbergen. Ich weiß nicht, mit welchen Argumenten sich der Westen entlastet. Möglicherweise behaupten sie, dass Russland ganz Europa erobern wird. Darin liegt keine Logik.

Die westlichen Ideologen forderten bereits vor Beginn der militärischen Sonderoperation die NATO auf, der Ukraine ihre Mitgliedschaft zu gewähren. Ihrer Logik zufolge würde Russland es nicht wagen, ein NATO-Land anzugreifen. Heute treffen sie unterschiedliche Aussagen. Sie sagen, dass die Ukraine kurz vor einer Niederlage steht, was sie nicht zulassen können, weil Russland in diesem Fall die NATO „angreifen“ wird. Wo ist die Logik? Zunächst gingen sie davon aus, dass Moskau sich einen Angriff auf die Nato niemals leisten würde. Heute überzeugen sie jeden davon, dass Präsident Wladimir Putin und die russische Führung genau das tun werden. Unser Präsident hat dies wiederholt mit den Worten „Wahnsinn“ und „Unsinn“ kommentiert. Darüber hinaus sind sich die NATO-Beamten, die diese Erklärungen abgeben, selbst dessen durchaus bewusst.

Wir sprechen mit Absicht offen mit Ihnen. Anders als die Ukrainer und Westler praktizieren wir kein Flüstern hinter den Kulissen. Wir sind bereit, offen und öffentlich zu besprechen, was Sie interessiert.

Ukraine-Krieg: Angeblich neuer türkischer Vermittlungsvorschlag (junge Welt)

Die Türkei will einem Medienbericht zufolge mit einer neuen Friedensinitiative den Krieg in der Ukraine für mehr als ein Jahrzehnt einfrieren. Der Plan, der mit Unterstützung des türkischen Präsidenten Erdogan lanciert worden sei, liege Kiew und Moskau bereits vor, schrieb das im lettischen Riga ansässige prowestliche russischsprachige Onlineportal . Europa am Donnerstag unter Berufung auf eigene Quellen.

weiterlesen hier :https://www.jungewelt.de/artikel/473422.ukraine-krieg-angeblich-neuer-t%C3%BCrkischer-vermittlungsvorschlag.html

Biodigital Convergence: Bombshell Document Reveals the True Agenda

If you have not read “Exploring Biodigital Convergence” yet, I suggest you stop what you’re doing and read it now. Seriously. I’ll wait. . . .

. . . And now that you’re back, I’m sure you’ll agree with me that this is important stuff. Are you ready to talk about it?

OK, let’s dig in.

The first thing to note about this revealing document is that it is an official Government of Canada publication. More specifically, it is from “Policy Horizons Canada,” which describes itself as “a federal government organization that conducts foresight.” Clear as mud? Well, apparently their mandate is “to help the Government of Canada develop future-oriented policy and programs that are more robust and resilient in the face of disruptive change on the horizon,” and they are a government “foresight center,” complete with a “Chief Futurist” and a team of “Foresight Analysts” who work in the Government of Canada’s first “innovation lab” producing regular “MetaScans” on topics of interest to the government, including “behavioural insights and experimentation.”

If that sounds like a lot of federal bureaucratic gobbledygook designed to obfuscate the fact that this is just a government think tank that talks about future trends and developments, then don’t worry. That’s exactly what it is.

The second thing you’ll notice about the document is the smirking face of Kristel Van der Elst, who, we are told, is Director General of Policy Horizons Canada and the erstwhile author of this document’s foreword. Three seconds of searching will reveal that Ms. Van der Elst is the former Head of Strategic Foresight at (you guessed it) the World Economic Forum, whose globalist bingo card is almost as impressive as Dr. Leana Wen’s. In addition to being intimate with the Davos crowd, she’s also a Fulbright Scholar who went to Yale, Special Advisor to European Commission Vice-President Maroš Šefčovič, and, in addition to heading up Policy Horizons Canada, is also a fellow at the Center for Strategic Foresight of the U.S. Government Accountability Office. Quelle surprise.

So what does Van der Elst say in her foreword?

In the coming years, biodigital technologies could be woven into our lives in the way that digital technologies are now. Biological and digital systems are converging, and could change the way we work, live, and even evolve as a species. More than a technological change, this biodigital convergence may transform the way we understand ourselves and cause us to redefine what we consider human or natural [all emphases in this article are mine].

Guess what, guys? I have just found my go-to synopsis for when I’m asked to explain the great reset and the fourth industrial revolution in a nutshell. Right there in a few short, crisp sentences, is exactly what I’ve been warning about regarding the transhumanist agenda for 13 years now. But in the true spirit of the open conspiracy, since this is a bland admission from a senior government think tank worker it will undoubtedly be viewed as a boring, self-evident truth by the normies who seek to find a way to downplay the coming extinction of the human race.

From there, things only get weirder.

The document goes on to outline “Three ways biodigital convergence is emerging,” namely:

  1. Full physical integration of biological and digital entities;
  2. Coevolution of biological and digital technologies; and
  3. Conceptual convergence of biological and digital systems,

Please re-read that list in case you didn’t grasp its significance the first time. But in case you didn’t catch the importance of those trends, the report then provides some concrete examples of each.

Regarding the “Full physical integration of biological and digital entities,” the document notes:

Robots with biological brains and biological bodies with digital brains already exist, as do human-computer and brain-machine interfaces. The medical use of digital devices in humans, as well as digitally manipulated insects such as drone dragonflies and surveillance locusts, are examples of digital technology being combined with biological entities. By tapping into the nervous system and manipulating neurons, tech can be added to an organism to alter its function and purpose. New human bodies and new senses of identity could arise as the convergence continues.

With regard to the “Coevolution of biological and digital technologies,” we are told that there is “a blurring between what is considered natural or organic and what is digital, engineered, or synthetic.”

For example, biosynthetic vanilla is created using ferulic acid, eugenol, and glucose as substrates, and bacteria, fungi, and yeasts as microbial production hosts. Although it does not come from a vanilla plant, under both U.S. and EU food legislation, its production from “microbial transformations of natural precursors” allows it to be labelled as a “natural flavoring”.

And in elaboration of the “Conceptual convergence of biological and digital systems,” the authors of this report opine that:

As we continue to better understand and control the mechanisms that underlie biology, we could see a shift away from vitalism – the idea that living and nonliving organisms are fundamentally different because they are thought to be governed by different principles. Instead, the idea of biology as having predictable and digitally manageable characteristics may become increasingly common as a result of living in a biodigital age. Any student of biology today will have grown up in a digital world and may consciously or subconsciously apply that frame of reference to bioinformatics and biology generally.

Are you getting a sense of where this is going yet? Do not gloss over this material and do not take it in stride. A government think tank is openly talking about the blurring of the lines between biological and digital systems, between living and nonliving organisms, and how this could lead to “new human bodies” and new senses of human identity. The transhumanist plan to effect the extinction of homo sapiens is being calmly discussed and dissected as if it’s just another technological breakthrough by the scientific boffins.

Do not allow your normalcy bias to take over here. This is insanity.

But wait! It gets even more insane!

Next we’re treated to some cyberpunk fan fiction by the frustrated sci-fi writer wannabes at Policy Horizons Canada. In a bizarre narrative entitled “Good morning, biodigital” we are guided through a typical day in the life of an average post-human in this biodigital nightmare state. Here’s a representative passage:

The summary of my bugbot surveillance footage shows that my apartment was safe from intruders (including other bugbots) last night, but it does notify me that my herd of little cyber-dragonflies are hungry. They’ve been working hard collecting data and monitoring the outside environment all night, but the number of mosquitoes and lyme-carrying ticks they normally hunt to replenish their energy was smaller than expected. With a thought, I order some nutrient support for them.

As an English major, my first thought is: Don’t quit your day job, whichever “Foresight Analyst” wrote this turgid piece of expository inanity. But as a connoisseur of transhumanist propaganda, I feel I must note that this depiction of the future dystopia hits every item in the globalists’ Agenda 2030 wish list:

People rounded up into dense urban environments and placated with digital facsimiles of the natural world? Check.

Smart technology monitoring everything we do and making all of our key decisions for us? Check.

Brief glimpses of the threat that such technology poses to us (intruder bugbots and the like) being immediately dispelled by careful elaboration of all the amazing things that this whiz-bang technology can do (like growing a liver for a local puppy as a school project)? Check.

A helpful italicized note at the end to inform us that “This story may sound far-fetched, however all the technologies mentioned exist in some form today“? Of course that’s a check.

Next, in a display of textual whiplash typical of these report-by-committee documents, we are brought back to the question of “What new capabilities arise from biodigital convergence.” This time, the information is presented to us in the form of a table that lists:

What new capabilities are opening up?” (e.g., “New ways to monitor, manage, and influence bodily functions, as well as predict, diagnose, and treat disease”),

What combinations of biological and digital technologies allow this?” (e.g., “Gene sequencing entire samples helps us understand complex environments such as the human microbiome; Digital devices can be worn or embedded in the body to treat and monitor functionality; and Machine learning systems can predict mortality and treatment outcomes”), and

What is possible today?” (e.g., “Guardant’s liquid biopsy proves more accurate and faster than tissue biopsy in patients with lung cancer; University of Waterloo researchers develop a self-powering sensor for medical monitoring; Amazon patent will allow Alexa to detect a cough or a cold; AI gives reliable coma outcome prediction.”)

The third column is especially enlightening for those who might have missed some of the latest developments in biodigital technology, like Microsoft’s demonstration of the first fully automated DNA data storage system or the use of CRISPR to build dual-core computers inside human cells.

Next, we are treated to a section analyzing the “possible characteristics of the biodigital system” that assures us that these technologies will be democratizing; after all, “mail-order bioengineering or CRISPR kits allow biohackers to purchase and practice genetic alteration at home.” (Surely these technologies will be evenly distributed to Joe Schmoe and definitely not hoarded and used by the intelligence agencies of the world against their nations’ own populations, right?)

The crack “Foresight Analysts” behind this document even try to make the case that these technologies will be decentralizing by citing—of all things—lab-grown meat, since this will create “the ability to create food and engineer meat without the need for arable land.” So wait, instead of anyone, anywhere being able to literally throw seeds in the ground and reap the rewards, they will now need access to complex and costly laboratory equipment to “grow” their food. And this is intended to decentralize food production? There’s a meme for that.

Finally, the document goes on to explore the policy implications of these technologies. I’m sure you can pick out the gems from this section yourself, but my favourites include the “neurotech nightmare” scenario that they paint in their sidebar on “The future ain’t what it used to be” (which, observant readers will note, is eerily similar to the “Carrot Rewards” Canadian social credit precursor I talked about in these pages four years ago.

Now there are many, many things that need to be said about this document, but let’s boil it down to a few takeaways.

Firstly, given the document’s repeated insistence on the usefulness of these biodigital technologies for preventing, tracking, diagnosing and treating pandemic diseases, it is interesting to note that the report was released in February of 2020, meaning it was penned long before the COVID scamdemic had been foisted on the Canadian public.

Secondly, and more importantly, it provides yet more confirmation (if any were needed) that the would-be social engineers are not just working toward but actively planning for the extinction of homo sapiens. Read the document. This is not hyperbole. They are literally talking about the redefinition of what it means to be human. This is yet more of the Eloi and Morloch-style bifurcation of humanity that those crazy conspiracy theorists at the BBC were talking about 15 years ago and that tinfoil nutter Klaus Schwab has been writing about for 5 years.

Don’t fall into the trap of debating whether you think this or that particular technology that they are trying to sell as part of this transhumanist vision of the future will or will not come to fruition. They would love to get you hung up in endless and pointless arguments about whether a toaster has a soul while they’re busy rolling out the integrated brain-machine interface platforms and releasing the biodigital locust swarms and creating fully synthetic bioengineered life forms.

These things are already happening.

And while I’ve intimated before that I believe the “we’ll all upload our consciousness to a computer and explore the universe through a robot avatar” hype about the transhuman future is indeed nonsense that is being sold to the mid-level stewards of the technocratic state in order to motivate them, we must not lose sight of the fact that the transhumanists are in fact actively working to alter humanity in such a way that it is not truly human anymore.

In fact, the “transhumanists” are revealed as post-humanists, with a very real anti-human lust. That lust is being openly revealed in documents like this one. We dismiss this open and admitted threat to the human species at our own peril.

They are working toward the elimination of homo sapiens. The mRNA injections are just the thinnest edge of the wedge that will eventually involve the wholesale transformation of humanity into something else entirely. And at precisely the point that we allow the precedent to be set that governments can mandate the forced injection of unknown biomedical technologies in the name of a declared health “crisis,” Orwell’s nightmare of a boot stamping on the human face forever is tranformed from a dark warning about a possible future to a virtual certainty.

You have been warned. I suggest you warn others. But let me make a bold prediction of my own: Many will choose to dismiss this information using the very type of self-deception that I described at the end of last week’s article.

You should open the Original Source Link below and read the comments to this article: https://www.minds.com/CorbettReport/blog/biodigital-convergence-bombshell-document-reveals-the-true-a-1240670804018147328?fbclid=IwAR01C-ApTQFSFf2d-O-5d576F9RBafeh-vRZU3JCp_BMDWKjAhlssCk01TA_aem_ATR3Qp3icXMS4GOtXH_sPDbDXeOrkQZeLRlKoFbh97n_oJRztGQnZzMeHCtOFPDbQ1rtc24l27jpc3KNAP6HSlvi

Here’s the other articles about AI/Transhumanism/Biodigital Convergence on this blog: https://neighborsorganizingagainsttrespassingtechnology.blog/category/artificial-intelligence-ai/

Biodigital Convergence: Bombshell Document Reveals the True Agenda

Wann macht die EU den Geldhahn zu? | Von Thomas Röper

Ein Kommentar von Thomas Röper.

In der Slowakei wurde ein neuer Präsident gewählt und Wahlsieger ist der Peter Pellegrini, der für eine Verhandlungslösung in der Ukraine steht. Die Medien schäumen vor Wut und es stellt sich die Frage, wann die EU der Slowakei unter irgendeinem Vorwand Gelder sperrt.

Demokratie ist aus Sicht der westlichen Medien und Politiker dann gegeben, wenn die Leute, die den Kurs des Transatlantiker unterstützen, Wahlen gewinnen. Wenn Leute Wahlen gewinnen, die dem Kurs auch nur ein wenig kritisch gegenüber stehen, dann wird ein Volk schnell dafür bestraft, falsch abgestimmt zu haben. Das erleben am Beispiel Ungarn, dem wegen politischem Ungehorsam EU-Gelder gesperrt wurden und wir haben es bei Polen erlebt, dessen gesperrte Gelder Brüssel umgehend freigegeben hat, nachdem dort der Transatlantiker Tusk die Wahl gewonnen hatte.

Der nächste Kandidat, dem Brüssel die Gelder unter irgendeinem konstruierten Vorwand sperren könnte, ist die Slowakei. Dort hat vor einiger Zeit Robert Fico die Wahl gewonnen, der den Kurs des Westen kritisiert und gegen Waffenlieferungen an Kiew und für Verhandlungen in der Ukraine ist. Nun hat mit Peter Pellegrini ein Freund von Fico auch die Präsidentschaftswahlen gewonnen, was eine Sperrung von EU-Gelder wahrscheinlicher macht.

Die Reaktion der deutschen Medien war entsprechend hysterisch. Der Spiegel bezeichnete Fico als „prorussischen Regierungschef“ <1>, was nach dem Verständnis des Spiegel eine schlimme Beschimpfung ist. Die Tagesschau bezeichnete Pellegrini als „Populisten“ <2> und das ZDF behauptete, die Slowakei sei nach der Wahl „gespalten wie nie“ <3>, was fast schon wie die Drohung mit einer Farbrevolution gilt. Und der Oberfalke Norbert Röttgen forderte <4> gar, die Slowakei und Ungarn sollten die EU verlassen.

Als Kontrastprogramm, und um zu zeigen, wie in Russland darüber berichtet wird, habe ich einen Artikel <5> der russischen Nachrichtenagentur TASS über die Wahl in der Slowakei übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Slowakei hat einen Befürworter des Friedens und einen Gegner von Waffenlieferungen an die Ukraine zum Präsidenten gewählt

Peter Pellegrini, Sprecher des slowakischen Nationalrats und Vorsitzender der Partei Hlas-SD, der sich für eine rasche Beilegung des Konflikts in der Ukraine und gegen Waffenlieferungen an das Land ausspricht, hat die slowakischen Präsidentschaftswahlen gewonnen. Nach den Ergebnissen des zweiten Wahlgangs vom Samstag, dem 6. April, erhielt er die Stimmen von 53,12 Prozent (1.409.255 Bürger).

Pellegrini besiegte seinen Konkurrenten, den ehemaligen slowakischen Außenminister Ivan Korczok, der sich auf die liberalen Parteien der parlamentarischen Opposition stützte, mit deutlichem Vorsprung (über 165.000 Stimmen). Korczok erhielt 1.243.709 Stimmen, was einem Anteil von 46,87 Prozent entspricht.

Die slowakische Wahlkommission, die auch die Aktivitäten der politischen Parteien in der Slowakei überwacht, berichtete, dass 2.671.279 der 4,3 Millionen Wähler des Landes (mit einer Bevölkerung von etwa 5,5 Millionen Bürgern) an der zweiten Runde der Wahl des Staatspräsidenten teilnahmen. Das heißt, die Wahlbeteiligung lag bei 61,14 Prozent.

Pellegrini kommentierte das Wahlergebnis mit den Worten: „Ich habe nur deshalb für die slowakische Präsidentschaft kandidiert, weil ich mich von anständigen Menschen, die ehrlich leben und arbeiten, unterstützt fühlte.“ Er bedankte sich insbesondere für die Unterstützung von Ministerpräsident Robert Fico, mit dem er in wichtigen Fragen nahezu identische Positionen vertritt, und von Andrej Danko, dem Vorsitzenden der Slowakischen Nationalpartei, die Teil der Regierungskoalition des Landes ist. Vor seinem Amtsantritt (der für den 15. Juni vorgesehen ist) muss der gewählte Präsident den Vorsitz der Partei Hlas-SD räumen, die ebenfalls der Regierung angehört. Nach der slowakischen Verfassung ist der Präsident verpflichtet, überparteilich zu sein.

„Die Regierungskoalition wird stabil bleiben. Der Auftrag der Regierung, die vor einigen Monaten als Ergebnis des Volkswillens [bei den Parlamentswahlen in der Slowakei im September 2023] gebildet wurde, wird umgesetzt werden“, sagte Pellegrini. Er betonte auch, dass er immer und überall die Interessen der Slowakei und ihres Volkes verteidigen werde.

„Die slowakische Regierung kann sich darauf verlassen, dass sie, wenn sie ihr Grundsatzprogramm umsetzt, das ich als Vorsitzender einer der Parteien der Regierungskoalition mit verfasst habe, nicht befürchten muss, dass im Präsidentenpalast ein oppositionell-opportunistisches Machtzentrum entsteht, wie es in den letzten zehn Jahren der Fall war, das die Regierung verärgert, [unseren] Staat im Ausland lächerlich macht und sich über Misserfolge der slowakischen Regierung freut“, sagte Peter Pellegrini.

Die Ukraine und Russland

Bei seinem ersten Treffen mit Wählern und Journalisten nach dem Wahlsieg sagte der gewählte Präsident, er werde alles in seiner Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass das Land „immer auf der Seite des Friedens und nicht des Krieges steht“. „Und möge mich jeder, egal wer und wie, dafür kritisieren“, sagte er.

Pellegrini hat sich stets für einen sofortigen Waffenstillstand, einen Friedensvertrag und die Aufnahme von Friedensgesprächen über die Ukraine ausgesprochen. Er sagt, er werde nicht zulassen, dass die Slowakei in den Konflikt hineingezogen wird, lehnt die Entsendung ausländischer Truppen ab und spricht sich gegen die „ständige Aufrechterhaltung des Konflikts“ aus, indem ein drittes Jahr lang Waffen in die Ukraine geliefert werden. Dieses Vorgehen zur Unterstützung Kiews würde nicht zu den erwarteten Ergebnissen führen und nur den Tod von Tausenden von Soldaten und Zivilisten zur Folge haben, sagte er. Für die Situation gibt es keine militärische Lösung, die Lieferung von Waffen in das Konfliktgebiet kann, wie Pellegrini anmerkt, zu einer noch größeren Katastrophe führen. Der gewählte Präsident ist auch der Meinung, dass die Ukraine nicht der NATO beitreten kann.

Im November 2023 begrüßte er zwar die Entscheidung der Regierung von Ministerpräsident Fico, die Entscheidung zu blockieren, dass die Slowakei der Ukraine das 14. militärische Hilfspaket im Wert von 40,3 Millionen Euro zukommen lässt, unterstützte jedoch die Position der Regierung, kommerzielle Waffen- und Munitionslieferungen an Kiew nicht zu behindern. „Diese Lieferung würde die Lager der slowakischen Streitkräfte erneut leeren, was wiederum zu einer Verringerung unserer Verteidigungsfähigkeit führen würde“, zitierte das slowakische Fernsehen den Politiker damals. Nach seiner Ansicht sollte die Ukraine auf Staatskosten nur humanitäre Unterstützung und Hilfe beim Wiederaufbau nach dem Krieg erhalten. Die slowakischen Vorgängerregierungen haben der Ukraine vom 24. Februar 2022 bis zum Herbst 2023 Waffen, Munition und andere militärische Güter im Wert von insgesamt 671 Millionen Euro gespendet, so das Fernsehen.

Pellegrini teilt die Position der derzeitigen slowakischen Regierung hinsichtlich der Notwendigkeit, die Beziehungen der Slowakei zu Russland, deren Intensität seit dem Beginn der Militäroperation stark abgenommen hat, wiederherzustellen. „Ich will offen sagen, dass ich möchte, dass dieser Konflikt [in der Ukraine] so schnell wie möglich endet. Wir werden nach Wegen suchen, auch mit der Russischen Föderation wieder [aktiv] zu kommunizieren, nach Wegen, die Beziehungen zu erneuern, natürlich, wenn der Konflikt beendet ist“, sagte der Politiker kurz nach seiner Wahl zum Präsidenten.

Peter Pellegrini ist der Ansicht, dass die Sanktionen gegen Russland größtenteils unwirksam waren und sich negativ auf die Menschen in der Slowakei ausgewirkt haben. Er lehnt das einheitliche Vorgehen der EU gegenüber Russland wegen der Lage in der Ukraine nicht ab, weist aber darauf hin, dass die Auswirkungen der Sanktionen auf die Volkswirtschaften der EU-Länder berücksichtigt werden müssen. Seiner Meinung nach sollte die Slowakei ihre eigenen nationalen Interessen berücksichtigen, wenn sie eine Position zu diesem Thema bildet.

Die Nachbarn und die Rolle des Präsidenten

Unmittelbar nach seiner Wahl zum Präsidenten versicherte Pellegrini, dass die Slowakei „ihre außenpolitische Ausrichtung nicht ändern und ein zuverlässiges Mitglied der EU und der NATO bleiben wird“. Die Präsidentschaftswahlen seien kein Referendum über den künftigen Kurs des Landes, sagte er. Er fügte hinzu, dass „die Republik eine souveräne Außenpolitik verfolgen wird, die in erster Linie ihre Interessen und die Interessen ihrer Bürger verteidigt“.

Auf die Frage, ob er befürchte, dass die Slowakei nach der Wahl „ein zweites Ungarn“ werden könnte, antwortete der gewählte Präsident „absolut nicht“. „Die Slowakei wird immer die Slowakei sein, die Slowakei wird nie Tschechien, Polen, die USA oder Ungarn sein. Wir werden immer eine unabhängige Slowakei mit unseren eigenen Gedanken und Traditionen sein“, betonte er.

Pellegrini kündigte an, dass sein erster Auslandsbesuch als Präsident nach Tschechien führen wird. Er will damit die langjährige slowakisch-tschechische Tradition fortsetzen, nach der die Staatschefs beider Länder nach ihrer Wahl ihre erste offizielle Reise in das Nachbarland unternehmen. Der tschechische Präsident Petr Pavel gratulierte Pellegrini zu seinem Wahlsieg und betonte das Interesse Prags an einer Stärkung der außergewöhnlichen gegenseitigen Beziehungen mit Bratislava.

Peter Pellegrini, der in sechs Monaten, am 6. Oktober, 49 Jahre alt wird, wird die Slowakei für die nächsten fünf Jahre führen. Die Verfassung der Republik sieht eine Wiederwahl als Präsident vor.

Unterdessen äußerte Ministerpräsident Fico, der den gewählten Präsidenten aktiv unterstützt, auf seiner Facebook-Seite in einem Kommentar zu den Wahlergebnissen die Sorge, dass der Westen die Slowakei dafür bestrafen könnte, dass sie einen Politiker zum Präsidenten gewählt hat, der einen anderen Ansatz zur Lösung der Situation in der Ukraine vertritt.

„Wir müssen auch die [mögliche] Bestrafung durch den Westen berücksichtigen, weil wir Peter Pellegrini gewählt haben und nicht [seinen Kurrenten, den Vertreter der liberalen Opposition] Ivan Korczok, der nicht zögern würde, slowakische Bataillone in die Ukraine zu schicken“, so der Ministerpräsident. Er erinnerte daran, dass nach dem Sieg der von ihm geführten Partei „Richtung Sozialdemokratie“ bei den Parlamentswahlen in der Slowakei im September 2023, statt Glückwünschen von Kollegen in der EU die Mitgliedschaft in der Partei der Europäischen Sozialisten (wegen der Position zur Ukraine) ausgesetzt wurde. „Es würde mich nicht überraschen, wenn die EU-Kommission aus rein politischen Gründen und wegen des Ergebnisses der Präsidentschaftswahlen uns [die Zahlungen] aus [EU-]Mitteln aussetzen würde“, fügte Fico hinzu.

Die Slowakei ist eine parlamentarische Republik. In ihr ist die Macht de facto bei der Regierung konzentriert. Die Befugnisse des Präsidenten, der auch Oberbefehlshaber der nationalen Streitkräfte ist, sind durch die Verfassung begrenzt. Er hat relativ bescheidene Möglichkeiten bei der Ausarbeitung von Entscheidungen der Staatsführung. Die Tätigkeit des Präsidenten beschränkt sich hauptsächlich auf die Erfüllung von protokollarisch festgelegten repräsentativen Aufgaben. Er vertritt die Slowakei bei Auslandsbesuchen und bei den wichtigsten internationalen Veranstaltungen. Er hat auch das Recht, von slowakischen Gerichten verurteilten Personen Amnestie zu gewähren, was in der Praxis in Abstimmung mit den Exekutivstrukturen der Republik geschieht.

Ende der Übersetzung

Quellen

<1> https://www.spiegel.de/ausland/slowakei-peter-pellegrini-gewinnt-praesidentenwahl-gegen-pro-ukrainischen-kandidat-a-d46d223e-96c0-4709-b353-c7b54c35b9c3

<2> https://www.tagesschau.de/ausland/europa/praesidentenwahl-slowakei-100.html

<3> https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/eu-slowakei-pellegrini-100.html

<4> https://de.rt.com/europa/201949-nach-wahlsieg-von-pellegrini-roettgen/

<5> https://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/20478331

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 09. April 2024 bei anti-spiegel.ru

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Bildquelle: paparazzza / shutterstock

75 Jahre Angriffsbündnis NATO | Von Wolfgang Effenberger

Amboss der USA für deren unipolare Weltordnung

Ein Kommentar von Wolfgang Effenberger.

Gründungsnarrativ der NATO

Der Nordatlantik-Pakt (North -tlantic Treaty Organisation), gegründet am 4. April 1949 in Washington, wird allgemein als ein von den USA geschaffenes Gegengewicht, nämlich als Verteidigungsbündnis gegen die als bedrohlich empfundene sowjetische Militärpräsenz in Europa, genauer: den “Warschauer Pakt”, angesehen. Das Verteidigungsbündnis der sozialistischen Staaten (UdSSR, Polen, Tschechoslowakei, Bulgarien, Ungarn, Rumänien, Albanien und die DDR) entstand allerdings erst am 14. Mai 1955 auf Initiative der Sowjetunion als Reaktion auf den NATO-Beitritt der Bundesrepublik Deutschland am 9. Mai 1955. Im NATO-Bündnisvertrag wurde festgehalten, dass wirtschaftlicher Wiederaufbau und wirtschaftliche Stabilität wichtige Elemente der europäischen Sicherheit seien, daher auch der Marshallplan. Den Beitrittsvertrag unterzeichneten 1949 Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Portugal und natürlich die USA. Mit 7. März 2024 sind es inzwischen 32 NATO-Mitgliedstaaten. Am 18. Februar 1952 kamen Griechenland und die Türkei hinzu, am 9. Mai 1955 folgte die Bundesrepublik Deutschland. Zuletzt traten noch Albanien 2009, Montenegro 2017, Nord-Mazedonien 2020 und während der Kriegshandlungen in der Ukraine am 4. April 2023 Finnland sowie am 7. März 2024 Schweden bei.

Alle NATO-Mitgliedsstaaten bekennen sich zur Präambel des Bündnisvertrags, d.h. zur Achtung von Frieden, Demokratie, Freiheit und der Herrschaft des Rechts.

Im Kernstück des NATO-Vertrags, dem Artikel 5, wird festgehalten, dass ein bewaffneter Angriff gegen einen der Staaten oder mehrere von ihnen als Angriff gegen sie alle angesehen wird. Dementsprechend vereinbarten sie gemäß Artikel 51 der UNO-Charta, dem angegriffenen Partner mit bewaffneten Kräften beizustehen – wobei der Umfang dieser militärischen Unterstützung nicht näher präzisiert wird. Heute versteht sich die NATO nicht nur als Verteidigungsbündnis, sondern auch als militärisch-politische Organisation mit dem Ziel, Sicherheit und Wohlstand zu gewährleisten. Demgemäß wird sie auf der Webseite des deutschen Verteidigungsministeriums als Wertegemeinschaft freier demokratischer Staaten definiert. (1)

Ein Blick auf die Liste der Kriege von NATO-Mitgliedern seit 1949 lässt die ehrenwerten Absichtserklärungen zu hohlen Phrasen verkümmern. Dabei hatte der erste Generalsekretär der NATO und Chefplaner des Kriegsplans Unthinkable(2), Lord Ismay, bereits salopp die wahre Aufgabe der NATO formuliert, nämlich

„…die Russen draußen, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten zu halten“.(3)

Daran hat sich bis heute nichts geändert!

Anlässlich der Ratifizierung des Nordatlantikvertrags im Juli 1949 formulierte US-Senator Vandenberg einen auf die NATO gestützten globalen Anspruch, dessen Konturen erst heute richtig sichtbar werden:

„Jetzt sind wir unvermeidlich der Führer und die Stütze der freien Menschen in der gesamten freien Welt“.(4)

Die dazu notwendige militärische Arbeitsteilung legte Stabschef General Omar. N. Bradley mit Blick auf die eben gebildete NATO am 20. Juli 1949 dem Kongress recht offen dar:

„Erstens werden die Vereinigten Staaten mit den strategischen Bombenangriffen betraut …‚ denn die erste Priorität in der gemeinsamen Verteidigung ist unsere Fähigkeit, Atombomben zu transportieren. Zweitens wird die Kriegsmarine der Vereinigten Staaten und der westlichen Seemächte die Hauptseeoperationen, einschließlich des Schutzes der Seewege, durchführen. Die Westeuropäische Union und die übrigen Staaten werden die Verteidigung der eigenen Häfen und Küsten übernehmen. Drittens sind wir der Meinung, dass der Hauptteil der Landstreitkräfte aus Europa kommen sollte…“.(5)

Bradley konnte überzeugen: Der Bau des für die damalige Zeit riesigen Flugzeugträgers “United States” mit 65.000 t wurde zugunsten der Konstruktion des strategischen Bombers (B 36) vom Verteidigungsministerium gestrichen. Bereits auf seiner ersten Sitzung Mitte September 1949 in Washington schuf der NATO-Rat einen Verteidigungsausschuss (Defence Committee), bestehend aus den Verteidigungsministern, einen Militärausschuss (Military Committee), bestehend aus den Generalstabschefs der beteiligten Länder zur Beratung der NATO-Führung in militärischen Angelegenheiten, eine “Ständige Gruppe” (Standing Group), bestehend aus drei hohen Offizieren (aus den USA, dem Vereinigten Königreich und aus Frankreich) als Exekutivorgan des Militärausschusses sowie fünf regionale Planungsgruppen (Regional Planning Groups). Schon Mitte November 1949 folgte das zweite Treffen. Hier wurde der „Finanz- und Wirtschaftsausschuss für Verteidigung” (Defence Financial and Economic Committee) und der “Ausschuss für Rüstungsproduktion und Versorgung” (Military Production and Supply Board) geschaffen.

Die strategischen Planungen der USA hatten vom Dezember 1945 mit dem Kriegsplan JIC 329/1 – ein atomarer Überraschungsangriff auf 20 Städte der UdSSR – bis zum Oktober 1949 dreizehn weitere Pläne entstehen lassen. Am 19. Dezember 1949 wurde vom Vereinigten Generalstab der Kriegsplan DROPSHOT

“…zur Durchsetzung der Kriegsziele der Vereinigten Staaten gegenüber der UdSSR und ihren Satelliten” verabschiedet. „Am oder um den 1. Januar 1957 ist den Vereinigten Staaten durch einen Aggressionsakt der UdSSR und/oder ihrer Satelliten ein Krieg aufgezwungen worden“.(6)

Daraufhin sollten 300 Atombomben und 29.000 hochexplosive Bomben auf 200 Ziele in einhundert Städten der Sowjetunion abgeworfen werden, um 85 Prozent der dortigen industriellen Kapazitäten mit einem einzigen Schlag zu vernichten. Der Zeitpunkt war zweifellos auf den ursprünglich geplanten Abschlusstermin der Remilitarisierung Westdeutschlands abgestimmt. Als dann jedoch 1957 der Satellit Sputnik seine Kreise um die Erde zog, mussten die Kriegsplanungen überarbeitet werden, und der Zeitpunkt für Dropshot wurde vertagt. In Moskau ist der Plan aber bis heute unvergessen.

Mit der “National Security Decision Directive 54” (NSDD-54) vom 2. September 1982 wurde nachfolgend ein Instrument geschaffen, mit dem der gesamte Sowjetblock subversiv untergraben werden konnte. Ein Staat nach dem anderen wurde mit dem Versprechen amerikanischer Unterstützung zur Ablösung von der Sowjetunion veranlasst. Neben destruktiven Operationen („Unterminierung der Militärkapazitäten des Warschauer Paktes“) wurden ökonomische Anreize geschaffen, vor allem die Aussicht auf Kredite und kulturell-wissenschaftlichen Austausch.(7)

Als Weiterentwicklung und Ergänzung dienen die Langzeitstrategiepapiere TRADOC 525-5 von 1994 (unter US-Präsident Bill Clinton) und 525-3-1 („Win in a Complex World 20202040“ unter US-Präsident Barack Obama) von 2014.

Gezielt wurden Russland und China als bedrohliche Feinde aufgebaut, um die militärische Schutzmacht USA durch die NATO und durch verschiedene asiatische Verteidigungsbündnisse zu etablieren.(8) Schon 1945 orakelte der US-Philosoph James Burnham, die USA seien dazu berufen,

„…in der Auseinandersetzung mit den anderen Supermächten die Weltmacht zu erringen“.(9)

Sündenfall 1999: ohne UN-Mandat Angriffskrieg gegen Rest-Jugoslawien

Spätestens seit Februar 1999 wird die Bevölkerung nach Strich und Faden belogen, wobei die dreisteste Lüge nach 1945 am Anfang dieser Entwicklung stand: Wahrheitswidrig hatte der damalige Außenminister und Vizekanzler Joschka Fischer (Bündnis 90 / Die Grünen) behauptet, der serbische Regierungschef Slobodan Milošević würde sich weigern, das Abkommen von Rambouillet zu unterzeichnen. Die Weigerung bezog sich aber nur auf dessen geheimen und nachträglich beigefügten Anhang B:

„Das NATO-Personal soll sich mitsamt seiner Fahrzeuge, Flugzeuge und Ausrüstung innerhalb der gesamten Bundesrepublik Jugoslawien inklusive ihres Luftraums und ihrer Territorialgewässer frei und ungehindert sowie ohne Zugangsbeschränkungen bewegen können“.(10)

Diesen Zusammenhang verschwieg Fischer gegenüber Bundeskanzler Gerhard Schröder, dem Kabinett und dem Parlament. Ministerkollege Oskar Lafontaine erfuhr davon erst später aus der Presse (11) ebenso wie die damalige verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen, Angelika Beer, die dann äußerte:

„Hätte ich das gewusst, hätte ich dem Kriegseinsatz nicht zugestimmt“.(12)

Von den noch aktiven grünen Mandatsträgern wie Künast, Ströbele und Trittin sind derartige Äußerungen nicht bekannt. Damals hatte Fischer nicht nur seine Parteifreunde hinter die “Fichte”, sondern die ganze Bundesrepublik Deutschland in den Fichtenwald geführt.

Grüne Positionen der Machtpolitik geopfert

Auch in modernen Zeiten sind die Vorbereitungen für einen Krieg mindestens sechs Monate vor einem Angriffsbeginn abgeschlossen.

„Nur 15 Minuten blieben uns“, erinnert sich Fischer an den Anruf von US-Außenministerin Madeleine Albright am 12. Oktober 1998, „…um über die Frage von Krieg und Frieden zu entscheiden“.(13)

Der einstige Pazifist Fischer hatte die grünen Positionen rechtzeitig der Machtpolitik geopfert und die Bombe lieben gelernt.(14) Und am 24. März 1999 teilte sein sozialdemokratischer Kanzler Schröder mit pathetischer Stimme über Fernsehen und Hörfunk den „lieben Mitbürgerinnen und Mitbürgern“ mit, dass

„…die NATO mit Luftschlägen gegen Ziele in Jugoslawien begonnen“ habe. Und  natürlich auch: „Wir führen keinen Krieg“.(15)

In der folgenden Regierungserklärung erklärte der Kanzler den von unseren Vätern und Müttern übernommenen Auftrag: „Wir haben heute die Möglichkeit, ausgehend von 50 Jahren Frieden in Europa unsere Völker und Staaten in freundschaftlicher Nachbarschaft immer enger zu verzahnen“.(16) Und sein Außenminister Fischer wusste es noch besser:

„Wir führen keinen Krieg, wir leisten Widerstand, verteidigen Menschenrechte, Freiheit und Demokratie“.(17)

Anfang März 2014 – nur wenige Wochen nach dem Maidan-Putsch – gab Ex-Kanzler Gerhard Schröder zu, beim Jugoslawienkonflikt ebenfalls gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben.

„Da haben wir unsere Flugzeuge (…) nach Serbien geschickt, und die haben zusammen mit der NATO einen souveränen Staat gebombt – ohne dass es einen Sicherheitsratsbeschluss gegeben hätte“.(18)

Insofern sei er mit dem erhobenen Zeigefinger vorsichtig, betonte Schröder.

In seinem Buch “Das Herz schlägt links” zitiert ein enttäuschter und betroffener Oskar Lafontaine die unerträglichen Assoziationen seiner damaligen Ministerkollegen Fischer und Scharping:

Während Scharping noch vom „Blick in die Fratze der deutschen Vergangenheit, von Völkermord, Selektierung, Konzentrationslagern“(19) gesprochen habe, verstieg sich Fischer zur Aussage „Ich habe nicht nur gelernt, nie wieder Krieg, sondern auch, nie wieder Auschwitz. Die Bomben sind nötig, um die Serbische SS zu stoppen“.(20)

Frieden schaffen – mit aller Gewalt

„Gegen eine neue Art der Auschwitz-Lüge“ überschrieben damals einige Überlebende des dortigen Konzentrationslagers (etwa Walter Bloch, Peter Gingold(21) oder Kurt Goldstein) einen offenen Brief an Fischer und Scharping, die in der Aussage des in Erklärungsnot geratenen Außenministers den Versuch sahen, den verhängnisvollen Verstoß gegen die gerade auf Grund der Lehren vom faschistischem Krieg und Holocaust geschaffene UNO-Charta zu begründen. Einer der wenigen Journalisten, die nicht von dieser Emotionalisierungswelle weggespült wurden, war Heribert Prantl. Er schrieb über die eigenartigen psychischen Verwerfungen bei den Alt-68ern der rot-grünen Angriffskoalition:

„Und sie reden nun, als Bellizisten, mit derselben Häme von den Friedfertigen und Tagträumern, mit der sie früher über Spießer und Amerikaner geredet haben. Es fällt die Inbrunst auf, mit der sie das Gegenteil von dem predigen, was sie gestern gefordert haben – aber auch das wieder im Namen der Humanität: Aus Frieden schaffen ohne Waffen wird Frieden schaffen – mit aller Gewalt“.(22)

Dieser Text – am 26. März 1999 veröffentlicht – hat an Aktualität nichts eingebüßt.

Das russische Ansinnen um Sicherheitsgarantien von Mitte Dezember 2021

Mitte Dezember 2021 verschickte die Russische Föderation zwei Entwürfe für Verträge mit den USA und der NATO. Darin legte Präsident Wladimir Putin dar, wie er sich eine Sicherheitsarchitektur für Osteuropa vorstellt. Am 17. Dezember 2021 veröffentlichte das russische Außenministerium den Vertragsentwurf zwischen Moskau und der NATO über Sicherheitsgarantien. Eine der Bedingungen sah vor, dass die Ukraine nicht Mitglied der NATO wird.

Die Beziehungen zwischen Russland und der NATO befinden sich, so das Dokument, „…in einer anhaltenden Krise“. Moskau seinerseits sei bereit, einen gleichberechtigten Dialog zu entwickeln, um die Sicherheit im euroatlantischen Raum zu stärken. Der Paktentwurf bestand insgesamt aus neun Punkten, wovon die meisten sehr dialog- und konsensfähig anmuten – nämlich:

… dass sich die Parteien nicht als Gegner betrachten (Pkt.2), die Vereinbarung zur friedlichen Beilegung aller Streitigkeiten festigen, auf die Gewaltanwendung verzichten (Pkt.3) und sich verpflichten, keine Bedingungen zu schaffen, die von der anderen Partei als Bedrohung angesehen werden können (Pkt.8) (quasi eine „Notrufnummer“ für Notfälle bereitstellen (Pkt.9).

Auch andere Vorschläge lassen keine Aggressivität erkennen: alle militärischen Aktivitäten der NATO in der Ukraine, in Osteuropa, im Süd-Kaukasus und in Zentralasien unterlassen (Pkt.5); keine Mittel- und Kurzstreckenraketen dort stationieren, wo sie das Territorium der anderen Partei treffen können Pkt.6; keine Übungen und andere Manöver über eine Brigade hinaus an der vereinbarten Grenzzone durchführen, regelmäßig Informationen über militärische Übungen austauschen (Pkt.7). Scharfe Ablehnung rief Punkt 4 hervor: keine zusätzlichen Militärs und Waffen außerhalb der Länder einsetzen, in denen sie sich ab Mai 1997 befanden, außer in Ausnahmefällen mit Zustimmung Russlands und der NATO-Mitglieder.(23)

Am 30. Dezember 2021 führten Biden und Putin ein mehrstündiges Gespräch. Zwei Tage später, in den ersten Januartagen 2022, wurde Kasachstan von einem rätselhaften Aufstand erschüttert. Als Protest gegen die verdoppelten Autogas-Preise in den Ölfördergebieten West-Kasachstans ausgelöst,  sprang der Aufruhr dann – obwohl im Südwesten nur wenige mit Autogas tankten – auf die traditionelle Metropole Almaty über und nahm dort rasch den Charakter eines gewaltsamen Umsturzversuchs an. Geschäfte im Zentrum wurden geplündert, Regierungsgebäude ausgeräuchert und auf die Polizei geschossen. Präsident Kassym-Schomart Tokajew rief Truppen des von Russland geführten Militärbündnisses OVKS zu Hilfe, die innerhalb weniger Tage die Ordnung wiederherstellten und danach umgehend abzogen.(24)

Am 10. Januar 2022 setzten der stellvertretende russische Außenminister Sergei Alexejewitsch Rjabkow und die stellvertretende amerikanische Außenministerin Wendy Sherman die Gespräche fort. Nach acht zermürbenden Verhandlungsstunden meldete sich Ned Price vom US-Außenministerium zu Wort:

„Washington wird russische Vorschläge für eine NATO-Erweiterung nicht in Betracht ziehen und hat nicht die Absicht, diese Idee auch nur zu diskutieren“.(25)

Zwei Tage später wies die NATO Moskaus Forderungen nach umfangreichen Sicherheitsgarantien zurück. „Wir werden keine Kompromisse bei unseren Grundprinzipien machen“, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. So habe Russland „kein Vetorecht in der Frage, ob die Ukraine NATO-Mitglied werden kann“, so Stoltenberg. Und US-Vize-Außenministerin Wendy Sherman twitterte nach den Verhandlungen: „Jedes Land hat das hoheitliche Recht, seinen eigenen Weg zu wählen“.(26)

Am 14. Januar 2022 fasste Außenminister Sergei Lawrow vor seiner traditionellen großen Pressekonferenz die Verhandlungsergebnisse zusammen:

“Die Lage bessert sich nicht, das Konfliktpotenzial steigt an. Unsere westlichen Kollegen tragen entscheidend zu einer solchen negativen Entwicklung der Ereignisse bei. Sie haben einen Kurs eingeschlagen, um die auf der UN-Charta basierende Architektur der internationalen Beziehungen zu untergraben und verfolgen eine Linie, internationales Recht durch eigene Regeln zu ersetzten“.(27)

Der letzte Außenminister Jugoslawiens blickt auf den NATO-Angriff vor 25 Jahren zurück

Der Reporter der chinesischen Global Times (GT), Wang Wenwen, sprach mit Zivadin Jovanovic, dem Präsidenten des “Belgrader Forums für eine Welt der Gleichen”, der zwischen 1998 und 2000 Außenminister der Bundesrepublik Jugoslawien war. Serbien beging kürzlich den 25. Jahrestag der NATO-Bombardierung des damaligen Jugoslawiens. Jovanovic erinnerte an diese brutale Operation der NATO und daran, wie die USA und die NATO eine gerechte Weltordnung behindern. Serbien trauere immer noch um rund 2.000 Zivilisten, die vor 25 Jahren von der NATO getötet wurden.

„Wir haben uns auch daran erinnert, dass die NATO die chinesische Botschaft in Belgrad bombardiert hat, wobei drei chinesische Journalisten getötet wurden. Wir erinnern uns, dass die NATO Raketen mit abgereichertem Uran, Streubomben und andere verbotene Mittel und Methoden eingesetzt hat. Die Folgen sind bis heute unheilvolle Krankheiten und der Tod von Menschen sowie materielle Schäden in Höhe von über 100 Milliarden Dollar“.(28)

Vor dem geschichtlichen Hintergrund und dem 78 Tage und Nächte andauernden Bombardement nach den “Fünf Ringen” (Terrorangriffe gegen die Bevölkerung, während das Militär weitgehend verschont wird) von US-Luftwaffenoberst John Ashley Warden

muss die Erklärung der Botschafter Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Norwegens, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten von Amerika zum 24. März 2024 für einen Großteil der serbischen Bevölkerung wie Hohn klingen:

„Der 24. März 1999 war der Beginn einer Militärkampagne, die niemand wollte: Mit der Operation Allied Force sollte Slobodan Milošević, der damalige Präsident der Bundesrepublik Jugoslawien, gezwungen werden, die Übergriffe auf die Zivilbevölkerung im Kosovo einzustellen, eine humanitäre Katastrophe abzuwenden und die Rückkehr der Flüchtlinge und Vertriebenen sowie den Zugang humanitärer Organisationen zum Kosovo zu ermöglichen.

Diese Militäroperation wurde eingeleitet, nachdem alle politischen und diplomatischen Mittel ausgeschöpft worden waren, um Slobodan Milošević davon zu überzeugen, sich für eine Verhandlungslösung und den Frieden im Kosovo zu entscheiden, indem er sich an die Vereinbarungen von Rambouillet hält …Die Operation Allied Force richtete sich nicht gegen das serbische Volk und wir bedauern den Verlust von Menschenleben im Kosovo und in Serbien“.(29)

Im Rahmen der Nationalen Sicherheitsdirektive NSDD 54 von 1982 hatte die Reagan-Administration die jugoslawische Wirtschaft in einer Geheimdirektive ins Visier genommen. Darin wurden u.a. fortgesetzte Anstrengungen zur Entfachung von “stillen Revolutionen” gefordert mit dem Ziel der Überwindung kommunistischer Regierungen und Parteien. So sollten die Länder Osteuropas wieder dem Wirkungskreis des Weltmarktes unterworfen werden. Diese Bestrebungen gingen sogar über Osteuropa hinaus – wie im so genannten US-Seidenstraßen-Strategie-Gesetz vom 19. März 1999 nachgelesen werden kann.(30) Mit diesem Gesetz, nur fünf Tage vor dem Beginn der Bombardierung Jugoslawiens im US-Kongress verabschiedet, definieren die USA ihre umfassenden wirtschaftlichen und strategischen Interessen in einem breiten Korridor, einer riesigen ehemaligen Region, die bis vor einigen Jahren zur wirtschaftlichen und geopolitischen Sphäre Moskaus gehörte und sich vom Mittelmeer bis nach Zentralasien erstreckte. Der Bericht des US- Kongresses hält dazu fest:

„Der Zusammenbruch der Sowjetunion hat ein neues Machtspiel in Gang gesetzt…. Heute liegt unser Augenmerk auf den Interessen eines neuen Mitstreiters in diesem Spiel: den USA. Die fünf ehemaligen Sowjetrepubliken, aus denen Zentralasien besteht – Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan – sind begierig darauf, Beziehungen zu den USA aufzubauen. Kasachstan und Turkmenistan besitzen große Öl- und Gasreserven rund um das Kaspische Meer, die sie dringend ausbeuten wollen“.(31)

Mit der Auflösung des Warschauer Paktes hatte sich 1991 die Weltlage tiefgreifend verändert. „Zum ersten Mal in der Geschichte trat ein außereurasischer Staat nicht nur als der Schiedsrichter eurasischer Machtverhältnisse, sondern als die überragende Weltmacht schlechthin hervor“, analysiert Zbigniew Kazimierz Brzeziński, Berater der US-Präsidenten Lyndon B. Johnsons und Jimmy Carters:

„Inwieweit die USA ihre globale Vormachtstellung geltend machen können, hängt aber davon ab, wie ein weltweit engagiertes Amerika mit den komplexen Machtverhältnissen auf dem eurasischen Kontinent fertig wird  und ob es dort das Aufkommen einer dominierenden, gegnerischen Macht verhindern kann.“

Das setze ein Europa voraus, das ökonomisch integriert, friedfertig und stabil ist sowie

unfähig, in strategischen und diplomatischen Bereichen selbständig zu agieren, geschweige denn in Opposition zu den Vereinigten Staaten Politik zu betreiben.“(32)

Der Hebel zur Umsetzung geopolitischer Ziele am Balkan war schnell in Bosnien-Herzegowina – mit etwa 45  Prozent Muslimen, 30 Prozent orthodoxen Serben und rund 17 Prozent katholischen Kroaten – gefunden, dessen Hauptstadt Sarajevo 1914 Schauplatz eines tödlichen Attentats (auf Erzherzog Franz Ferdinand, den Thronfolger von Österreich-Ungarn) wurde, das den Ersten Weltkrieg auslöste. Der erste Präsident von Bosnien-Herzegowina nach dem Zerfall Jugoslawiens wurde der islamische Aktivist Alija Izetbegovic, Gründer der Partei der demokratischen Aktion. Er wollte aus seinem Land nach dem Vorbild Israels ein Vaterland für alle südslawischen Muslime machen. Ende April 1992 verkündete Slobodan Milosevic den Zusammenschluss Serbiens und Montenegros zu einem neuen jugoslawischen Staat und befahl den Rückzug seiner Armee aus Bosnien. Zurück blieben die bosnisch-serbischen Soldaten unter Führung von Ratko Mladic. In den folgenden Kämpfen zwischen muslimischen und serbischen Bosniern strebte jede Seite nach Territorialgewinnen sowie nach Erfolgen an der Medienfront.

Präsident Izetbegovic war am Ende des Zweiten Weltkriegs noch ein Anhänger des Dritten Reiches. Die 13. SS-Division Handschar rekrutierte sich aus bosnischen Muslimen und war gefürchtet wegen ihrer Gräueltaten. Ohne dass je radikal-islamische Tendenzen in Jugoslawien in Erscheinung getreten waren, veröffentlichte Izetbegovic 1970 – und 1990 in neuer Auflage – seine rassistisch eingefärbte islamische Deklaration, in der er proklamierte:

„Es kann keinen Frieden und keine Koexistenz zwischen dem Islamischen Glauben und nicht-islamischen Gesellschaften und politischen Institutionen geben“.

Folgerichtig forderte er einen eigenständigen islamischen Staat, eine Forderung, die von Saudi-Arabien nachhaltig unterstützt und kräftig finanziert wurde, wie heute überall in Bosnien zu sehen ist.(33)

Im Gegensatz dazu hatten die Serben heroisch gegen das nationalsozialistische Deutschland gekämpft. Nun wurden sie trotzdem mit Hitlerdeutschland gleichgesetzt. Wie konnte das geschehen? Die Aufgabe, sie zu Faschisten zu stempeln, übernahmen renommierte US-Public-Relations-Agenturen, wie “Ruder Finn Global Public Affairs” und “Waterman Associates”. 1993 arbeitete die PR-Firma Ruder Finn nicht nur für den Kosovo, sondern auch für Kroatien und die Führung von Bosnien-Herzegowina, mit dem Ziel, über die öffentliche Meinung Amerika in diesen Bruderkrieg zu verwickeln.

Die große Chance für Ruder Finn kam am 5. August 1992. An diesem Tag präsentierten die britischen ITN-Journalisten Penny Marshall und Ian Williams der erschütterten Weltöffentlichkeit den abgemagerten Fikret Alic in einer Gruppe bosnischer Muslime, die dem Anschein nach auf einem stacheldrahtumzäunten Lagergelände eingesperrt waren.

Sie erhielten für ihre Reportagen hoch dotierte Journalistenpreise. In Wirklichkeit aber standen die britischen Reporter im stacheldrahtumzäunten Bauhof der Lokalverwaltung.(35) Ungeprüft wurde nun auf die Existenz eines serbischen Konzentrationslagers in Trnopolje geschlossen und über Nacht wurden die Bilder zum Symbol der Grausamkeit des Bosnienkriegs.

Die westlichen Regierungen forcierten ihre Bemühungen, auf die Entwicklungen in Bosnien diplomatisch und militärisch Einfluss zu nehmen. Nachdem in US-Zeitungen über serbische Lager berichtet wurde, kontaktierte die PR-Firma von James Harff drei große jüdische Organisationen (36), um ihnen mit dem Hinweis auf die Ähnlichkeit zwischen den Lagern in Serbien und Konzentrationslagern der Nazis nahezulegen, Solidaritätsanzeigen für die muslimischen Bosniaken in der New York Times zu schalten und vor dem Gebäude der UN Protestkundgebungen durchzuführen.(37) 25 Fast unmittelbar anschließend war eine deutliche Veränderung des Pressetenors festzustellen; man gebrauchte Worte mit hohem emotionalen Gehalt, wie z. B. „ethnische Säuberung“, „Konzentrationslager“ etc., bei denen man sofort an Nazi-Deutschland und die Gaskammern von Auschwitz denkt. „Niemand konnte dagegen angehen, ohne sich Revisionismus vorwerfen lassen zu müssen…“ (38) Auf den Wahrheitsgehalt angesprochen, betonte Harff, dass es nicht Aufgabe der Firma sei, Informationen entsprechend zu überprüfen.

Die PR-Agenturen setzten ohne jedes moralische Ethos und bar jeder Verantwortung Serben mit Nationalsozialisten gleich. Die überspitzte Kurzfassung lautete:

„Die Serben verfielen in einen nationalistischen Wahn und wollten ein Großserbien errichten, Slobodan Milošević, ein unverbesserlicher Kommunist, schwang sich zu ihrem Führer auf; griff mit der Jugoslawischen Volksarmee die nichtserbischen Republiken und Völker an und ließ sie dabei Massenvergewaltigungen, ethnische Säuberungen und Völkermord begehen; die anderen ex-jugoslawischen Nationen – Slowenen, Kroaten, Bosnier, Albaner, Mazedonier – waren friedliebende, demokratische Völker“.(39)

Besonders anfällig für derart offensichtliche Propaganda – mit etwas geschichtlichem Wissen hatte man die Absicht leicht durchschauen können – waren Funktionäre der Grünen. Der damalige grüne Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Ludger Vollmer, erklärte gar selbstherrlich:

„Es war und ist Miloševićs Absicht, einen Teil seines Staatsvolkes zu vertreiben und auszurotten. Wer von dieser Analyse nicht ausgeht, ist für mich kein ernsthafter Gesprächspartner. Für mich steht fest: Das, was Milošević betreibt, ist Völkermord. Und er bedient sich der gleichen Kategorien, derer Hitler sich bedient hat.“(40)

Die propagandistische Vorgehensweise hat sich für die USA geopolitisch ausgezahlt – nun geht es nach gleichem Muster im sogenannten Ukraine-Konflikt weiter.

Mit dem Hinweis des Interviewpartners von Global Times auf die wenige Tage zurückliegende internationalen Konferenz “Von der Aggression zu einer neuen gerechten Ordnung” in Belgrad wurde Zivadin Jovanovic nach den Hindernissen für eine neue gerechte Weltordnung gefragt.

Wolfgang Effenberger und Zivadin Jovanovic anlässlich der internationalen Konferenz in Belgrad

Jovanovic sieht das Haupthindernis für eine auf dem Grundsatz der souveränen Gleichheit und der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten beruhende neue Weltordnung, in der Expansionspolitik und die globale Vorherrschaft einer Minderheit westlicher Länder unter Führung der USA im Mittelpunkt stehen.

„Es scheint, dass sie die globalen Veränderungen und Trends der Multipolarisierung nicht verstehen und dazu neigen, zu glauben, dass sie diese historischen Trends mit Gewalt, auch mit nuklearer Gewalt, aufhalten oder sogar umkehren können. Diese Doktrinen sind die Hauptursache für ernsthafte Bedrohungen des Weltfriedens und der Entwicklung. Dies ist eine Bedrohung für die Menschheit“.

In der  NATO-Aggression gegen Jugoslawien im Jahr 1999 sieht Jovanovic den Beginn der Globalisierung des militärischen Interventionismus der US-geführten NATO:

„Danach gab es viele Interventionen und Aggressionen, die auf dem Präzedenzfall der NATO von 1999 gegen Jugoslawien basierten. Der deutsche Politiker Willy Wimmer sagte 2022, dass 1999 die ersten Bomben auf die Ukraine fielen“.

Für Jovanovic befindet sich

„…die europäische Autonomie derzeit auf dem tiefsten Punkt seit dem Zweiten Weltkrieg und das gilt auch für seine Würde, Identität und Moral. Das liegt nicht an den Menschen, den europäischen Nationen oder dem kulturellen Erbe. Es liegt in erster Linie an der Qualität der gegenwärtigen politischen Elite, die ihren Sinn für traditionelle zivilisatorische Werte verloren hat, die Moral, Solidarität, Gerechtigkeit und Legalität aufgegeben zu haben scheint und die praktisch alles und jeden auf den Profit mit allen Mitteln reduziert hat“.

Nun hofft er auf eine Trendwende in den EU-Wahlen.

Um den 75. Jahrestag des größten militärischen Bündnisses der Welt zu feiern, haben das American Committee for US-Russia Accord und Catharina van den Heuvel, ehemalige Chefredakteurin des Nation Magazine, zusammen mit Neutrality Studies ein Panel mit ikonischen Denkern der Internationalen Beziehungen veranstaltet. In diesem Gespräch erklären zwei außenpolitische Urgesteine – Professor John Mearsheimer, der weltweit renommierteste realistische Denker und Jack Matlock, der letzte US-Botschafter in der Sowjetunion – wie die NATO nach dem Kalten Krieg zu einem globalen Angelpunkt der Instabilität und einem gescheiterten Instrument der US-Machtausübung geworden sind.

Mearsheimer:

„Also, wir dachten wir hätten die Oberhand und könnten unseren Weg mit der NATO-Erweiterung in die Ukraine durchsetzen und eine lange Zeit sah es so aus, als könnten wir erfolgreich sein, doch schließlich hat sich das Blatt gewendet und jetzt befinden wir uns in einer Situation in der die NATO und die Vereinigten Staaten verlieren könnten und die Russen könnten gewinnen“. (41)

Matlock:

„Die Rolle der NATO hat sich erheblich verändert und ein Großteil der Diskussion scheint auf Missverständnissen zu beruhen; zunächst gibt es den weitverbreiteten Glauben, dass die Aufnahme neuer Mitglieder in die NATO wie Finnland und Schweden die Macht Amerikas stärkt. Ich glaube jedoch, das ist falsch, wenn sich ein Land verpflichtet, die Sicherheit des anderen zu gewährleisten, es übernimmt eine Verbindlichkeit und gewinnt keine Stärke“. (42)

Als Produkt des Kalten Krieges hätte die NATO eigentlich aufgelöst werden sollen, aber im Laufe der Jahre hat sie als Kriegsmaschine gedient und die Hegemonie der USA erleichtert. Die Global Times sprach mit einer Reihe von Experten und Wissenschaftlern, um aufzuzeigen, wie die USA die NATO für ihre geopolitischen Zwecke instrumentalisieren, die Welt destabilisieren, nukleare Bedrohungen verschärfen und Konfrontationen nach Asien bringen konnten.

Wie wird es weitergehen? Vermutlich mit weiteren Provokationen und Anschlägen, die Russland angelastet werden. Im Bereich möglicher Sanktionen gegen Russland hat Washington sicherlich noch einige Überraschungen zu bieten. Willy Wimmer überschrieb seinen Artikel vom 13. Januar 2022 mit der Frage „Krieg zum Beginn der Olympiade am 4. Februar 2022?“ und erinnert darin den Leser an den Beginn der olympischen Sommerspiele in Beijing, als pünktlich beim Entzünden der olympischen Flamme am 8. August 2008 die Armee Georgiens mit allem, was sie an Feuerkraft hatte, auf die ossetischen Stellungen schoss, in der Gewissheit, eine sofortige Reaktion der russischen Armee zu provozieren.(43)

Wie kann einer derart das Völkerrecht missachtenden Politik Einhalt geboten werden? Die jetzige UN ist dazu anscheinend nicht in der Lage. So muss die Völkergemeinschaft – Völkerbund 1919 und UN 1945 waren aus dem Denken des Krieges entstanden – endlich zu einer Gemeinschaft finden, die im Geist des Friedens wirkt.(44) Sie muss in der Lage sein, jede friedensfeindliche Politik zu sanktionieren.

Das militärische bzw. interventionistische, sanktionsbewehrte Vorgehen der “westlichen Wertegemeinschaft” stößt vermehrt beim Rest der Welt auf Unverständnis, wenn nicht auf Widerstand. Sie sehen in der Vorgehensweise mit Recht ein postkoloniales und imperiales Verhalten, welches anlässlich des Treffens in Brüssel zum 75. Jahrestags der Gründung des Bündnisses Bestätigung fand. Dort gab US-Außenminister Antony Blinken eine äußerst provokative Erklärung ab:

„Die Ukraine wird Mitglied der NATO werden. Unser Ziel auf dem Gipfel [der Allianz im Juli 2024, W.E.] ist es, eine Brücke zu dieser Mitgliedschaft zu bauen“.(45)

Flankierend dazu versuchte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg alle 32 Mitglieder zu einer langfristigen Militärfinanzierung für die Ukraine in Höhe von 100 Milliarden Dollar über einen Zeitraum von fünf Jahren zu bewegen. Das deutet alles auf weitere Eskalation und einen langen Krieg hin.

Zur Verschleierung und Täuschung ihrer wahren politischen Absichten beschäftigen die USA und vorrangig die CIA ein Heer von sogenannten Spin-Doktoren, die im Bereich der Medien für die Imagepflege der USA zuständig sind. Der erste war Edward Bernays, ein Neffe Sigmund Freuds. Er interessierte sich für massenpsychologische Phänomene und entwickelte in seinem grundlegenden Werk “Propaganda” subtile Methoden zur planmäßigen Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Den Begriff Propaganda ersetzte er durch “Public Relations”. Entscheidend dabei ist die Inszenierung der Wirklichkeit im Interesse einer Kontrolle der Wahrnehmung in der öffentlichen Meinung.

Quellen und Anmerkungen

Wolfgang Effenberger, Jahrgang 1946, erhielt als Pionierhauptmann bei der Bundeswehr tiefere Einblicke in das von den USA vorbereitete “atomare Gefechtsfeld” in Europa. Nach zwölfjähriger Dienstzeit studierte er in München Politikwissenschaft sowie Höheres Lehramt (Bauwesen/Mathematik) und unterrichtete bis 2000 an der Fachschule für Bautechnik. Seitdem publiziert er zur jüngeren deutschen Geschichte und zur US-Geopolitik. Zuletzt erschienen vom ihm „Schwarzbuch EU & NATO“ (2020) sowie “Die unterschätzte Macht” (2022)

1) Wolfgang Effenberger: “Schwarzbuch EU & NATO. Warum die Welt keinen Frieden findet”. Höhr-Grenzhausen 2020, S. 122f.

2) Zum 1. Juli 1945 sollte mit dem von Winston Churchill in Auftrag gegebenen Kriegsplan „Operation Unthinkable“ die damalige Sowjetunion zurückgeworfen und ein unabhängiges Polen wiederhergestellt werden.

3) https://internationalepolitik.de/de/nordatlantische-allianz

4) Wolfgang Effenberger: Das amerikanische Jahrhundert – Teil 1, Norderstedt, S. 51

5) Ebda.

6) Ebda. S. 52

7) https://irp.fas.org/offdocs/nsdd/nsdd-54.pdf

8) Bereits im Herbst 1945 sah der Plan mit Namen TOTALITY (JIC 329/1) einen Atomangriff auf die Sowjetunion mit 20 bis 30 Atombomben vor. Details in Kaku/ Axelrod 1987, S. 30–31

9) americandiplomacy.web.unc.edu/2000/12/james-burnham-the-first-cold-warrior/

10) Art. 8) des Annex B: Interim Agreement for Peace and Self-Government In Kosovo. Rambouillet, France – February 23, 1999, Appendix B: Status of Multi-National Military Implementation Force unter jurist.law.pitt.edu vom 21.Juli 2008

11) Lafontaine, Oskar: Das Herz schlägt links. München 1999, S. 242 und 243

12) Ebda, S. 243

13) Hofmann, Gunter: Wie Deutschland in den Krieg geriet. In: Die Zeit Nr. 20 vom 12. Mai 1999

14) Vgl. Bittermann, Klaus/Deichmann, Thomas (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben, Berlin 1999

15) Bundeskanzler Gerhard Schröder am 24. März 1999 in seiner Fernseherklärung, KONKRET 5/00

16) Bundeskanzler Gerhard Schröder in seiner Regierungserklärung vom 26.3.1999

17) www.spiegel.de/politik/deutschland/kommentar-gesinnungskrieg-der-meinungsmacher-a-117887.html

18) www.merkur.de/politik/krim-krise-altkanzler-schroeder-kritisiert-ukraine-politik-zr-3405895.html

19) Lafontaine, Oskar: Das Herz schlägt links. München 1999 Lafontaine, Oscar” , S. 248

20) Ebda, S. 248

21) Peter Gingold et al: Offener Brief an Bundesaußenminister Fischer und Bundesverteidigungsminister Scharping.

22) Heribert Prantl am 26. März 1999 in der Süddeutschen Zeitung

23) fi-nottuln.dfg-vk.de/wp-content/uploads/sites/27/2021/12/Entwurf-eines-Friedensvertrags-Russland-Westen-17-12-2021.pdf

24) www.freitag.de/autoren/martin-leidenfrost/kasachstan-wer-hat-die-unruhen-vor-einem-jahr-ausgeloest

25) https://thesaker.is/this-is-how-the-u-s-does-dialogue/

26) https://www.welt.de/politik/ausland/article236199920/Stoltenberg-Erhebliche-Meinungsverschiedenheiten-mit-Russland.html

27) https://de.rt.com/russland/129933-sergei-lawrow-erortert-schlusselthemen-russischen

28) US-led NATO is military, nuclear fist of expansionist strategy By Global Times Published: Apr 02, 2024 05:55 PM

29) https://rs.ambafrance.org/Statement-by-the-Ambassadors-of-France-Germany

30) Wolfgang Effenberger: Das amerikanische Jahrhundert – Teil 1.Norderstedt 211, S. 185

31) Ebda.

32) Ebda. 186

33) Die riesige König-Fand-Moschee wurde ebenso mit saudischem Geld finanziert wie Hunderte von anderen nagelneuen und schneeweißen Moscheen.

34) content.time.com/time/covers/0,16641,19920817,00.html

35) Wolfgang Effenberger: Schwarzbuch EU & NATO Warum die Welt keinen Frieden findet. Höhr-Grenzhausen 2020, S. 224

36) Ebda.

37) Ebda., S. 225

38) Ebda.

39) Ebda.

40) Ebda., S. 226

41) www.neutralitystudies.com Translations by: www.video-translations.org Original

42) Ebda.

43) https://apolut.net/krieg-zum-beginn-der-olympiade-am-4-februar-2022/

44) Wolfgang Effenberger: Reformvorschlag der G4-Staaten (Brasilien, Deutschland, Indien und Japan) in Bezug auf eine Erweiterung des Sicherheitsrats vor dem Hintergrund der geopolitischen Interessen der USA unter www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/9-allgemeines/sonstiges/967-der-reformvorschlag-der-g-4-staaten-brasilien-deutschland-indien-und-japan-in-bezug-auf-eine-erweiterung-des-sicherheitsrats-vor-dem-hintergrund-der-geopolitischen-interessen-der-usa.html

45) uncutnews.ch/blinken-bombe-die-ukraine-wird-mitglied-der-nato/

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33 Zitate von „Eliten“, die die globale Entvölkerungsagenda vorantreiben

Was viele Menschen nicht wissen, ist, dass die globale Elite Krieg gegen die Menschheit führt und buchstäblich daran arbeitet, die Weltbevölkerung radikal zu entvölkern, indem sie heimlich Milliarden von Menschen sterilisiert und langsam tötet.

Nach der menschenfeindlichen Doktrin der globalen Elite ist die Menschheit eine invasive Spezies, die die Erde heimsucht und dringend vernichtet werden muss.

Die folgenden 33 Zitate zum Thema Bevölkerungskontrolle zeigen, dass die Elite wirklich davon überzeugt ist, dass die Menschheit eine Plage auf der Erde ist und dass eine umfassende Ausrottung erforderlich ist:

1. Britischer Fernsehmoderator  Sir David Attenborough : „Wir sind eine Plage auf der Erde.“ In den nächsten 50 Jahren oder so wird sie [die Pest] nach Hause kommen.

Es geht nicht nur um den Klimawandel, sondern auch um den begrenzten Raum und die begrenzten Orte, an denen Nahrung für diese riesige Horde angebaut werden kann. Entweder begrenzen wir das Bevölkerungswachstum, oder die Natur erledigt das für uns, und die Natur erledigt das gerade jetzt für uns.“
 

Im Bild ist David Attenborough.

2. Paul Ehrlich , ehemaliger wissenschaftlicher Berater von Präsident George W. Bush und Autor von „The Population Bomb“: „Unserer Ansicht nach besteht die grundlegende Heilung darin, das Ausmaß menschlicher Aktivitäten (einschließlich der Bevölkerung) zu reduzieren, um den Gesamtverbrauch innerhalb der Tragfähigkeit von zu halten.“ die Erde – offensichtlich, aber zu oft ignoriert oder geleugnet.“

3.  Paul Ehrlich noch einmal  , diesmal zur Familiengröße: „Meiner Meinung nach hat niemand das Recht, 12 Kinder zu haben, oder sogar drei, es sei denn, das zweite Schwangerschaft bedeutet Zwillinge.“

4.  Dave Forman , Mitbegründer von Earth First: „Wir Menschen sind zu einer Krankheit geworden, Humanpocken (Menschenpocken)“

5. CNN-Gründer  Ted Turner : „Eine Gesamtweltbevölkerung von 250 bis 300 Millionen Menschen, was 95 % weniger als der aktuelle Stand wäre, wäre ideal.“

Ein weiteres Zitat von ihm: „Wir haben zu viele Menschen, deshalb haben wir die globale Erwärmung.“

Unglücklicherweise für ihn und andere glühende Entvölkerungsbefürworter wurden der Mythos der Überbevölkerung und der Schwindel der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung immer wieder entlarvt.

6. Der stellvertretende japanische Ministerpräsident  Taro Aso  über Patienten mit schweren Erkrankungen: „Man kann nicht gut schlafen, wenn man denkt, dass die Regierung alles bezahlt.“ Dieses Problem wird nicht gelöst, wenn Sie nicht zulassen, dass sie sich beeilen, zu sterben.“

7.  David Rockefeller : „Die negativen Auswirkungen des Bevölkerungswachstums auf alle unsere Ökosysteme auf dem Planeten werden erschreckend offensichtlich.“

David Rockefeller prahlte damit, dass er Millionen von Dollar für die Förderung dieser Sache ausgegeben habe.

8. Umweltaktivist  Roger Martin : „Auf einem endlichen Planeten ist die optimale Bevölkerung, die jedem die beste Lebensqualität bietet, eindeutig viel kleiner als das Maximum, das bloßes Überleben ermöglicht.“ Je mehr von uns, desto weniger für alle; Je weniger Menschen, desto besser das Leben.“

9. HBO-Moderator  Bill Maher : „Ich bin für Wahlfreiheit, ich bin für Beihilfe zum Suizid, ich bin für Selbstmord, ich bin für alles, was die Autobahn in Bewegung hält – dafür stehe ich.“ Der Planet ist zu überfüllt, er ist überbevölkert und wir müssen den Tod fördern.“

10. MIT-Professorin  Penny Chisholm : „Der wahre Trick bei dem Versuch, die Bevölkerungszahl irgendwo unter 9 Milliarden zu halten, besteht darin, die Geburtenrate in den Entwicklungsländern so schnell wie möglich sinken zu lassen.“ Dies wird das Niveau bestimmen, auf dem sich die Menschheit (d. h. ihre Zahl) auf der Erde einpendeln wird.“

Penny Chisholm spricht bei TED2018 und verbreitet ihre entvölkerungsfeindlichen Ansichten einem Massenpublikum.

11.  Julia Whitty , Kolumnistin von Mother Jones: „Die einzige bekannte Lösung für die Umweltüberschreitung besteht darin, das Bevölkerungswachstum schneller als derzeit zu verlangsamen und es schließlich umzukehren – gleichzeitig verlangsamen wir die Geschwindigkeit, mit der wir konsumieren, und drehen sie schließlich um.“ Ressourcen des Planeten.

Der Erfolg dieser beiden Unternehmungen wird einige der drängendsten Herausforderungen der Welt bewältigen: Klimawandel, Nahrungsmittelknappheit, Wasserversorgung, Einwanderung, Gesundheitsversorgung, Verlust der biologischen Vielfalt und sogar Krieg.

An einer Front haben wir bereits beispiellose Fortschritte gemacht und die weltweite Fruchtbarkeitsrate von 4,92 Kindern pro Frau im Jahr 1950 auf 2,56 heute gesenkt – eine Errungenschaft aus Versuchen und manchmal brutal erzwungenen Fehlern, aber auch das Ergebnis der individuellen Entscheidungen jeder einzelnen Frau. Die Geschwindigkeit dieser Fortpflanzungsrevolution, die unter Missachtung biologischer Programme durchgeführt wird, ist vielleicht unsere bisher größte kollektive Leistung.“

12.  Philip Cafaro , Professor an der Colorado State University  für Klimaethik und Bevölkerungspolitik: „Die Eindämmung des Bevölkerungswachstums ist mit ziemlicher Sicherheit notwendig (aber). Dies ist keine ausreichende Bedingung, um einen katastrophalen globalen Klimawandel zu verhindern.“

13. Professor für Biologie an der University of Texas in Austin  Eric R. Pianka : „Ich habe keine Abneigung dagegen Ich bin jedoch davon überzeugt, dass die Welt, einschließlich der gesamten Menschheit, ohne so viele von uns eindeutig viel besser dran wäre

. Wenn wir die Armut bekämpfen, Gewaltkriminalität reduzieren und die Abbrecherquoten senken wollen, sollten wir Verhütungsmittel gegen Fluorid im Trinkwasser Michigans eintauschen.

Wir haben ein Problem mit Kindern in Michigan. Zu viele Kinder werden von unreifen Eltern geboren, denen die Fähigkeiten fehlen, sie großzuziehen, zu viele Kinder werden von armen Frauen geboren, die sie sich nicht leisten können, und zu viele Kinder werden von erbärmlichen Taugenichtsen geboren, die ihren Samen wie Löwenzahn verstreuen und dann die Konsequenzen meiden.“

15.  John Gillebeau, Professor für Familienplanung am University College London: „Die Auswirkungen auf den Planeten, ein Kind weniger zu haben, sind um eine Größenordnung größer als alle anderen Maßnahmen, die wir ergreifen könnten, wie zum Beispiel das Ausschalten des Lichts.“ Ein weiteres Kind zu haben ist so viel wie viele Flüge um die Welt.“

16. Demokratischer Stratege  Steven Rattner : „Wir brauchen Todeskommissionen. Na ja, vielleicht nicht gerade Sterbekommissionen, aber wenn wir nicht anfangen, die Ressourcen im Gesundheitswesen klüger zu verteilen – sie zu rationieren, wie man es richtig nennt –, werden die enormen Kosten für Medicare den Bundeshaushalt sinken lassen.“

Steven Rattner: „Wir brauchen Sterbekommissionen.“

17.  Matthew Yglesias , Business- und Wirtschaftskorrespondent von Slate, in einem Artikel mit dem Titel „The Case for Death Commissions in One Chart“:

„Aber es sind nicht nur die Kosten für die Gesundheitsversorgung älterer Menschen, die ein zentrales Thema im Bundeshaushalt sind, es ist die unverhältnismäßige Zuweisung von Gesundheitsleistungen.“ Die ältere Bevölkerung erklärt sicherlich den auffälligen Mangel an offensichtlicher Kosteneffektivität des amerikanischen Gesundheitssystems. Wenn ein Patient über 80 Jahre alt ist, ist die einfache Tatsache, dass keine Behandlung ein Wunder in Bezug auf die Lebenserwartung oder -qualität bewirken kann.“

18. Planned Parenthood-Gründerin  Margaret Sanger : „Alle unsere Probleme sind das Ergebnis der Überzüchtung der Arbeiterklasse.“

19. Sie: „Das Barmherzigste, was eine große Familie einem ihrer Babys gegenüber tut, ist, ihn zu töten.“

Die liberale Ikone Margaret Sanger war in Wirklichkeit eine rassistische Eugenikerin, die wiederholt versprach, die schwarze Rasse auszurotten.

Die Entvölkerungsaktivistin Margaret Sanger (Bild oben) richtete sich ursprünglich an Kinder der Arbeiterklasse.

20. Richterin am Obersten Gerichtshof der USA,  Ruth Bader Ginsburg : „Ehrlich gesagt dachte ich, als Roe v. Wade entschieden wurde, dass es Bedenken hinsichtlich des Bevölkerungswachstums gab, und insbesondere des Bevölkerungswachstums, das wir nicht zu groß machen wollten.“

21. Salon-Kolumnistin  Mary Elizabeth Williams  in einem Artikel mit dem Titel „Was passiert, wenn Abtreibung ein Leben beendet?“: „Nicht alle im Leben sind gleich. Für Liberale wie mich ist es schwer, darüber zu sprechen, sonst sehen wir aus wie Sturmtruppen, die die Todesstrafe lieben und deine Oma und dein geliebtes Kind töten. Der Fötus kann jedoch ein menschliches Leben sein, das nicht die gleichen Rechte hat wie die Frau, in deren Körper es lebt.“

22. Alberto Giubilini von der Monash University in Melbourne, Australien, und Francesca Minerva von der University of Melbourne  , in einem im Journal of Medical Ethics veröffentlichten Artikel :

„Wenn nach der Geburt des Kindes Umstände eintreten, die eine Abtreibung rechtfertigen, dann nennen wir das.“ Abtreibung nach der Geburt (postpartale Abtreibung) sollte zulässig sein… [Wir] schlagen vor, diese Praxis „postpartale Abtreibung“ (postpartale Abtreibung) statt „Kindsmord“ zu nennen, um zu betonen, dass der moralische Status der getöteten Person mit dem moralischen Status vergleichbar ist des Fötus… und nicht des Kindes «

Wir argumentieren daher, dass die Tötung eines Neugeborenen unter allen Umständen ethisch zulässig sein kann, unter denen eine Abtreibung zulässig wäre. Zu diesen Umständen gehören Fälle, in denen das Neugeborene das Potenzial für (zumindest) einen akzeptablen Schwangerschaftsabbruch hat Leben, aber das Wohlergehen der Familie steht auf dem Spiel.“

23.  Nina Fedoroff , wichtigste Beraterin von Hillary Clinton: „Wir müssen das globale Bevölkerungswachstum weiter reduzieren; Der Planet kann keine weiteren Menschen unterstützen.“

24. Barack Obamas wichtigster wissenschaftlicher Berater,  John P. Holdren : „Ein Programm zur Sterilisation von Frauen nach der Geburt ihres zweiten oder dritten Kindes ist zwar relativ komplexer als eine Vasektomie, aber möglicherweise einfacher umzusetzen als Bemühungen, Männer zu sterilisieren.“

Die Entwicklung einer langwirksamen Sterilisationskapsel, die unter die Haut implantiert und bei gewünschter Schwangerschaft entfernt werden kann, eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für die Zwangsverhütung. Die Kapsel kann in der Pubertät implantiert und bei einer begrenzten Anzahl von Geburten mit gesetzlicher Genehmigung entfernt werden.“

John Holdren und Barack Obama im Weißen Haus im Jahr 2014.

25.  David Brower , erster geschäftsführender Direktor des Sierra Clubs: „Geburt [sollte] ein strafbares Verbrechen gegen die Gesellschaft sein, es sei denn, die Eltern haben eine staatliche Lizenz … Alle potenziellen Eltern [sollten] verpflichtet werden, chemische Verhütungsmittel zu verwenden, die Regierung wird es tun.“ den Bürgern, die zum Kinderkriegen ausgewählt wurden, Gegenmittel auszugeben.“

26. Thomas Ferguson, ehemaliger Beamter des Büros für Bevölkerungsangelegenheiten des US-Außenministeriums: „Hinter all unserer Arbeit steht ein Ziel: Wir müssen die Bevölkerung reduzieren.“ Entweder machen die Regierungen es auf unsere Weise, mit guten und sauberen Methoden, oder sie werden am Ende ein Chaos wie in El Salvador, im Iran oder in Beirut erleben. Bevölkerung ist ein politisches Problem. Sobald eine Bevölkerung außer Kontrolle gerät, ist eine autoritäre Regierung, sogar der Faschismus, erforderlich, um sie zu reduzieren …“

27.  Michail Gorbatschow : „Wir müssen klarer über Sexualität, über Empfängnisverhütung, über Abtreibung und über die Werte sprechen, die das sind.“ Kontrolle der Bevölkerung, denn die ökologische Krise ist, kurz gesagt, eine Bevölkerungskrise. Wenn wir die Bevölkerung um 90 % reduzieren, wird es nicht mehr genug Menschen geben, die große Umweltschäden verursachen würden.“

28.  Jacques Costeau : „Um die Weltbevölkerung zu stabilisieren, müssen wir täglich 350.000 Menschen töten.“ Es ist schrecklich, darüber zu reden, aber es ist genauso schlimm, es nicht zu sagen.“

29. Der finnische Umweltschützer  Pentti Linkola : „Wenn es einen Knopf gäbe, den ich drücken könnte, würde ich nicht zögern, mich zu opfern, wenn das den Tod von Millionen Menschen bedeuten würde.“

30.  Prinz Philip , Ehemann von Königin Elizabeth II. und Mitbegründer des World Wildlife Fund: „Wenn ich wiedergeboren würde, würde ich gerne als tödliches Virus zurückkehren, um meinen Teil zur Lösung des Problems der Überbevölkerung beizutragen.“

Der Ehemann von Königin Elizabeth, Prinz Philip, hat im Laufe seines Lebens eine Reihe von Erklärungen abgegeben, in denen er seinen Wunsch zum Ausdruck brachte, als „tödlicher Virus“ wiedergeboren zu werden, um Chaos in der Welt anzurichten und die Bevölkerung des Planeten zu reduzieren.

31.  Henry Kissinger , der Chefarchitekt der Neuen Weltordnung, wird von vielen als einer der größten Kriegsverbrecher angesehen. Er unternahm große Anstrengungen, um seine Pläne zur Entvölkerung umzusetzen.

Hier ist eines seiner Zitate: 

„Die Entvölkerung muss die höchste außenpolitische Priorität gegenüber der Dritten Welt sein, da die US-Wirtschaft große und wachsende Mengen an Mineralien aus dem Ausland, insbesondere aus weniger entwickelten Ländern, nachfragen wird.“

32. Die englische Primatologin  Jane Goodall , eine Teilnehmerin des WEF-Programms, sagte ihren Globalistenkollegen, dass sie „den Planeten“ vor der „globalen Erwärmung“ retten könnten, wenn die Weltbevölkerung um 90 % kleiner würde als jetzt.

Jane Goodall hält Vorträge vor ihren Globalistenkollegen beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

33. Bill Gates ist heute vielleicht der gefährlichste und zwanghafteste Entvölkerungsbefürworter der Welt. Der Vater des Microsoft-Gründers war der Leiter von Planned Parenthood, was seine Ansichten zur Bevölkerungskontrolle schon in jungen Jahren beeinflusste.

In seinem TEDx-Vortrag erklärt er, dass eine Möglichkeit zur Reduzierung des CO2-Gehalts (was übrigens überhaupt kein Problem darstellt, da es sich um den gesamten CO2-Gehalt handelt) darin besteht, die menschliche Bevölkerung zu reduzieren:

„Es gibt 6,8 Milliarden Menschen in der Welt heute. In naher Zukunft werden es etwa neun Milliarden sein. Wenn wir bei der Entwicklung neuer Impfstoffe und der Verbesserung der Gesundheitsversorgung und der reproduktiven Gesundheit gute Arbeit leisten, können wir dies um vielleicht 10 oder 15 Prozent reduzieren.“

 
Quelle:  thepeoplesvoice.tv

Es gibt auch einen ähnlichen älteren Artikel (mit etwas weniger Zitaten) von Michael Snyder unter:  thetruthwins.com

Das luxuriöse Leben des „oberen Clusters“ basiert auf der Arbeit des „unteren Clusters“. Schlagen Sie die unteren aus – die oberen halten nicht lange. Nun, wenn sie nur nach dem Grundsatz leben: „Du stirbst heute, und ich sterbe morgen.“
Digitalisierung, Automatisierung… Sie brauchen keine Menschen mehr.

Dies ist der Newsletter von Sahra Wagenknecht, MdB. Darin informiere ich jede Woche über meine Aktivitäten und aktuelle politische Themen. 

Ich halte es für eine bedrohliche Einschränkung der Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit, wenn eine renommierte jüdische US-Philosophin wie Prof. Fraser wegen ihrer kritischen Haltung zur israelischen Politik von einer deutschen Universität ausgeladen wird – zumal es sich hierbei nur um die Spitze eines Eisbergs handelt. Noch schlimmer finde ich allerdings, dass der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz der Ansicht ist, dass die «Meinungsfreiheit kein Freibrief» sei und seine Behörde sich auch um Meinungsäußerungen kümmern müsse, die nicht strafbar und mit unserer demokratischen Verfassung unvereinbar sind. Demokratie braucht Meinungsvielfalt und eine offene Debattenkultur, keine übergriffige Cancel Culture und Gesinnungsschnüffelei! In diesem Sinne begrüße ich auch das Manifest für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, in dem Mitarbeiter von ARD, ZDF und Deutschlandradio mehr Meinungs- und Informationsvielfalt einfordern. 
Die Wirtschaft schrumpft, Armut und Kriminalität nehmen zu Gewalt, Einbruch, Diebstahl – die Kriminalität in Deutschland ist mit knapp 6 Millionen Straftaten so hoch wie seit langem nicht mehr. Die deutsche Wirtschaft schrumpft, Armut und Kriminalität nehmen zu. All das ist Gift für unser Land. In meinem Pressestatement für die BSW-Gruppe im Bundestag spreche ich u.a. über die desaströse Bilanz von Innenministerin Faeser, die in der Kriminalstatistik zum Ausdruck kommt und warum es einen Aktionsplan und einen Gipfel der Innenminister im Kanzleramt gegen die Gewaltzunahme und die unkontrollierte Migration braucht:
Ampel-Politik verschärft Wohnungsnot Inzwischen müssen mehr als 9,5 Millionen Menschen hierzulande auf zu engem Raum in einer überbelegten Wohnung hausen – das ist mehr als jeder Zehnte! Obwohl die Ampel das Gegenteil versprochen hat, sinkt die Zahl der fertiggestellten Wohnungen und Sozialwohnungen immer weiter. Dieses Totalversagen in der Wohnungspolitik muss endlich aufhören! Kanzler Scholz sollte Bauministerin Geywitz entlassen und endlich für bezahlbaren Wohnraum sorgen – u.a. mit gemeinnützigem Wohnungsbau und einem harten Mietendeckel. 
EU sollte Verbrenner-Aus zurücknehmen  Das Verbrenner-Aus ist ein schwerer wirtschaftspolitischer Fehler, der eine Schlüsselindustrie und viel Wohlstand in Deutschland vernichten wird. Dass die EU das Verbot für den Verbrenner für 2035 besiegelt und damit dem Siegeszug chinesischer Batterieautos in Europa den Weg bereitet hat, steht beispielhaft für die Übergriffigkeit und Inkompetenz der gegenwärtigen EU-Institutionen. Das BSW wird im Europawahlkampf die Rücknahme der Beschlüsse und mehr Forschung in verbrauchsärmere Verbrenner fordern. Mit der dauerhaften Produktion von spritsparenden Autos könnten die heimische Industrie mit ihrem einzigartigen Knowhow und hunderttausende gut bezahlte Arbeitsplätze geschützt werden. Das wäre auch klimapolitisch sinnvoll, denn weltweit wird es noch lange Verbrenner geben, und ob Batterieautos wirklich die umweltfreundlichere Alternative sind, ist mindestens fraglich.
Tipps zum Lesen und Vormerken  Seit 75 Jahren gibt es die NATO — warum das kein Grund zum Feiern ist, begründet Sevim Dagdelen in ihrem neuen Buch. «Mit ihrer expansiven Geopolitik treibt die NATO die Welt näher an den Rand eines Dritten Weltkrieges als jemals zuvor,» so die außenpolitische Sprecherin der BSW-Gruppe im Bundestag, deren kenntnisreiche Abrechnung mit dem US-geführten Militärbündnis ich zur Lektüre nur empfehlen kann. Außerdem freue ich mich schon jetzt auf das neue Buch von Fabio De Masi «Geld, Macht, Verbrechen — Wie wir die Demokratie vor Finanzkriminellen und dem großen Geld schützen.» Es erscheint leider erst im Januar 2025, aber man kann es jetzt schon vorbestellen. Wer so lange nicht warten mag: In diesem spannenden Interview spricht Fabio De Masi über seine Gründe, in die Politik zurückzukehren und als BSW-Spitzenkandidat bei der Europawahl am 9. Juni anzutreten. 
Stellenangebote der BSW-Gruppe Zur Unterstützung unserer parlamentarischen Arbeit sucht die BSW-Gruppe im Bundestag Referent/innen für verschiedene Fachthemen, Bewerbungen sind bis zum 22. April möglich. Hier findet ihr die Stellenangebote, die ihr gern an Interessierte weiterleiten könnt:

Militärische und politische Unterstützung Israels ist für Bundesregierung „Einsatz für Völkerrecht“

Florian Warweg

Ein Artikel von: Florian Warweg

Die Bundesregierung hat am 8. April im Zuge der Anhörung der Klage Nicaraguas gegen Deutschland vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag wegen „Beihilfe zum Völkermord“ in Gaza erklärt, dass die Bundesrepublik sich aktiv für Völkerrecht einsetzt und schon deswegen weise man den Vorwurf zurück, Deutschland könnte gegen Völkerrecht verstoßen. Ein bezeichnender Zirkelschluss. Mit demselben „Argument“ könnten auch die USA jeden ihrer täglichen Völkerrechtsbrüche zum Beispiel in Guantanamo, Syrien oder Diego Garcia negieren. Die NachDenkSeiten wollten vor diesem Hintergrund wissen, ob die Bundesregierung wirklich die Meinung vertritt, dass ihre politische und militärische Unterstützung für das israelische Vorgehen in Gaza, bei dem bisher über 14.000 palästinensische Kinder und 9.000 Frauen getötet wurden (70 Prozent aller Todesopfer), als „aktiv für das Völkerrecht einsetzen“ zu werten sei. Von Florian Warweg.

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Hintergrund

„Heute beginnt die Anhörung vor dem IGH im Verfahren Nicaragua gegen Deutschland. Wir setzen uns für das Völkerrecht ein & unterstützen den IGH. Auch deswegen weisen wir Vorwürfe zurück, Deutschland könnte gegen die Völkermordkonvention oder humanitäres Völkerrecht verstoßen.“

So lautete im Wortlaut die Stellungnahme des Auswärtigen Amtes im Vorlauf der Anhörung in Den Haag:

Heute beginnt die Anhörung vor dem #IGH im Verfahren Nicaragua gegen Deutschland. Wir setzen uns für das Völkerrecht ein & unterstützen den IGH. Auch deswegen weisen wir Vorwürfe zurück, Deutschland könnte gegen die Völkermordkonvention oder humanitäres Völkerrecht verstoßen. 1/2

— Auswärtiges Amt (@AuswaertigesAmt) April 8, 2024

Am 9. April, nach Anhörung der deutschen Seite vor dem IGH, erklärte das Auswärtige Amt in unverhohlener Arroganz und Bruch üblicher diplomatischer Gepflogenheiten, dass, „anders als Nicaragua“, Deutschland jeden Tag bemüht sei, „dem Dilemma des Konflikts gerecht zu werden“, sowie angeblich alles tue, „um das Leid in Gaza zu lindern“. Nur um danach zu betonen:

„Wir treten für das humanitäre Völkerrecht ein. Israel hat in dessen Rahmen das Recht, sich selbst zu verteidigen.“

Wir treten für das humanitäre Völkerrecht ein. Israel hat in dessen Rahmen das Recht, sich selbst zu verteidigen. Vor dem #IGH hat @GermanyOnIntLaw heute dargelegt, dass die Anschuldigungen Nicaraguas unbegründet & haltlos sind. (2/2)

— Auswärtiges Amt (@AuswaertigesAmt) April 9, 2024

Wie in der Realität die „israelische Selbstverteidigung“ in Gaza aussieht, bezeugt ein Blick auf die täglichen Berichte des Amts der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA). Mit Stand 8. April wurden über 33.200 Palästinenser im Gazastreifen durch die israelische Armee getötet, davon über 70 Prozent Kinder und Frauen (14.500/9.000). Des Weiteren führt UN-OCHA die Tötung von 243 humanitären Helfern und 140 Journalisten sowie die Zerstörung von 60 Prozent aller Wohngebäude, 59 Prozent aller Schulen, die als Notunterkünfte dienten, und 155 Gesundheitseinrichtungen an.

Adlige ehemalige Vize-Geheimdienstchefin als Leiterin der deutschen IGH-Delegation

Angeführt wurde die deutsche Delegation in Den Haag von Tania Ruth Hilde Freiin von Uslar-Gleichen, die derzeit im Auswärtigen Amt die Rechtsabteilung leitet.

(1/2) Today, Germany set out its position on Nicaragua’s accusations before the International Court of Justice. Nicaragua’s accusations are based on a distorted depiction of the situation. pic.twitter.com/Etydi7g6Vo

— Tania von Uslar (@GermanyOnIntLaw) April 9, 2024

Die adlige Dame mit dem eindrucksvollen Gesamtnamen war zuvor bis 2022 Vizepräsidentin des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND. In dieser Funktion nahm sie auch als BND-Vertreterin an der berühmt-berüchtigten Krisenstabs-Sitzung zwei Tage vor dem Fall von Kabul teil. Bei dieser Sitzung am 13. August 2021 hatte Uslar-Gleichen erklärt, ein Fall Kabuls vor dem 11. September sei „eher unwahrscheinlich“. „Die Gruppierung“ (die Taliban) habe an einer militärischen Übernahme der Stadt „derzeit kein Interesse“. Zwei Tage später, am 15. August, überrannten die Taliban Kabul und übernahmen die Kontrolle über die afghanische Hauptstadt.

Wenn ihre in Den Haag vorgetragene Einschätzung („Wir weisen die nicaraguanischen Vorwürfe umfassend zurück. Deutschland verletzt weder die Völkermordkonvention noch humanitäres Völkerrecht …“) auch nur im Ansatz so treffend ausfällt wie einst zu Kabul, dann erwartet Deutschland wohl eine juristische Klatsche historischen Ausmaßes. Der regierungsoffiziell vorgetragenen Werte-Hybris täte auf jeden Fall mal eine Abkühlung und Kontakt mit der völkerrechtlichen Realität außerhalb des Berliner Regierungsviertels gut.

Auszug aus dem Wortprotokoll der Regierungspressekonferenz vom 10. April 2024

Frage Warweg
Das Auswärtige Amt hatte am 8. April im Zuge dieser schon erwähnten IGH-Anhörung in Den Haag verkündet, dass es sich aktiv für Völkerrecht einsetze, den IGH unterstütze. Schon deswegen weise man den Vorwurf Nicaraguas zurück, Deutschland könnte gegen Völkerrecht verstoßen. Einmal von dem Zirkelschluss abgesehen, interessiert mich: Vertritt die Bundesregierung wirklich die Meinung, dass sie mit der politischen, diplomatischen, wirtschaftlichen und militärischen Unterstützung des israelischen Vorgehens in Gaza das Völkerrecht unterstützt?

Fischer (AA)
Gestern haben die Kolleginnen und Kollegen mehr als zwei Stunden vor dem Internationalen Gerichtshof vorgetragen und sehr deutlich gemacht, dass wir völkerrechtstreu sind. Sie haben die haltlosen Anschuldigungen Punkt für Punkt widerlegt. Insofern weiß ich nicht, worauf Ihre Frage abzielen sollte.

Zusatz Warweg
Darauf, dass man sagt, dass man sich für das Völkerrecht einsetzt; das ist in Bezug auf die Vorgänge in Israel gewagt!

Fischer (AA)
Aber das tun wir doch, Herr Warweg, wenn ich kurz darauf antworten dürfte! Deswegen ist die Ministerin ja so regelmäßig in der Region. Deshalb führt sie die Gespräche sowohl auf palästinensischer Seite als auch auf israelischer Seite als auch in der Region, weil es uns eben wichtig ist, bei einer Lösung für den Konflikt voranzukommen, und weil es uns wichtig ist, dass zum einen Israel natürlich sein verbrieftes Recht auf Selbstverteidigung ausüben kann, aber gleichzeitig natürlich, dass das humanitäre Völkerrecht eingehalten wird. Das ist doch der Kern dessen, worum es uns hier geht.

Zusatz Warweg
(ohne Mikrofon, akustisch unverständlich)

Vorsitzende Buschow
Es gilt: Frage, Nachfrage. – Sie haben es vorhin schon ausgereizt, Herr Warweg. Jedes Mal funktioniert es nicht. Ob Sie sich bei Ihrer Frage bzw. Nachfrage dann für einen Diskussionsbeitrag oder eine Frage entscheiden, ist ja hier längst nicht mehr sonderlich trennscharf. Aber damit die Regeln auszutricksen – so einfach ist es mit mir nicht!

Titelbild: Screenshot NachDenkSeiten, Bundespressekonferenz 10.04.2024

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Bundesregierung: Wir wissen nicht, wer iranisches Botschaftsgelände in Syrien angegriffen hat

Das Israel-Urteil des IGH und das Urteil gegen die USA im Fall Nicaragua

Royal courtiers reportedly seeking assurances that King Charles will be exempt from environmental laws for his private property


from the Guardian

Royal courtiers privately put pressure on the Welsh government to ensure that King Charles could not be prosecuted for rural crimes under a new law that ministers had drawn up, documents reveal.

The elected politician in the Welsh government who is its chief legal adviser was “not happy” that the king was to be given the special exemption from prosecution but agreed to it last year.

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Deep State versus Julian Assange

Declan Hayes

He deserves to live out his life, as did Gonzalo Lira before him, not only in freedom with his family but also in the peace he has sacrificed so much for.

For we wrestle not against flesh and blood, but against principalities, against powers, against the rulers of the darkness of this world, against spiritual wickedness in high places.

Ephesians 6:12

Sources close to the Julian Assange campaign tell me they have so far spent upwards of $50 million fighting for his release, with probably a similar amount spent indirectly by supporters. Although that is a veritable king’s ransom, it is nothing compared to what the Swedish, British and American deep states have available to fight him or anyone else like Gonzalo Lira who really cheeses them off.

I mention the late Gonzalo Lira as he not only clearly cheesed off Clown Prince Zelensky but paid the ultimate price for doing so. Though Zelensky is a contemptuous cross dwelling clown, Colonel Douglas Macgregor makes the valid point that all senior Ukrainian generals are terrified of the man or, to be more precise, of the SBU assassins and their NATO handlers he serves. Cross their cross dressing Zelensky figurehead and the SBU will Gonzalo Lira or Julian Assange you.

This is not, heaven forbid, to criticise the scum of the SBU but to make the important point that in every country there is a deep state, a cadre of folk who believe it is their duty to hold the country together, come hell or high water. Previous articles relating to Stakeknife have shown how murky the deep state is in both Ireland and Britain and this article on industrial levels of child rape by leading British politicians and their Royal family buddies or this one on sex, sleaze and gangsters in 1960s London show that Britain has its own murky Jeffrey Epsteins that the deep state must factor into national security calculations.

Similarly, Russia has its siloviki, chaps like Nikolai PatrushevSergey NaryshkinAlexander Bortnikov and Sergei Shoigu, who have an appreciation of the challenges Russia faces and how to forestall them. And Turkey and Egypt have their armed forces, whose generals traditionally saw themselves as the guardians of their countries’ secularism, which terrorist groups like the Muslim Brotherhood remain hell bent on upending.

And Thailand, perhaps more importantly, also has its armed forces, which fortify the monarchy as a means of keeping other subversive forces at bay. Thailand is of particular note because of its stringent lèse-majesté legal provisions which were fortified by the reverence and affection with which almost all Thais held His Majesty, the late King Rama 1X who was, like Albion’s late Queen Elizabeth, marinated and cocooned his entire life in such pomp and circumstance.

Not so Zelensky or thin skinned deep state actors like Hillary Clinton Assange has so grievously offended. And, although Assange has managed to garner some D lister support, Clinton, who imagines herself to be a modern day Pharaoh, has hardened her (non-existent) heart to the plight of Assange, just as she previously assigned tens of thousands of Libyans to the abattoir.

If it was up to her, Assange would be long ago dead in the water. Seriously tilt the scales in Assange’s favour and Clinton, the Lord High Executioner, will Jeffrey Epstein you because, though Clinton is as despicable a fraud as is Zelensky, she too has some very serious deep state friends, who are not only past masters of the darkest arts but who are prepared, as this excellent background article insinuates, to practice those arts on Assange by unaliving him.

Although the latest charges against Assange are summarised here, that is, at day’s end. all smoke and mirrors, a day out in the British courts in search of justice, which is akin to a day out in the North Pole in search of strawberries.

As things currently stand, Assange is back in search of justice (ha ha) before the British judiciary on 20 May when the King’s learned judges will announce how they intend to enact the next act in this farce. Although American deep state actor Mike Pompeo has confessed that he’d gladly put a bullet through Assange’s head, such an approach is devoid of the multiple layers of plausible deniability, which the deep state needs for its masquerade to continue. Thus, the British courts, which are playing the role of Pontius Pilate in all of this, must absolve themselves of any and all culpability, by pretending that, like Pontius Pilate himself, they are above the petty vanities of Clinton and her ilk. They must, at a minimum, pretend to go through the charade of giving Assange his day in their kangaroo court and the Yanks, against all the evidence, must pretend to be honest Hollywood style brokers, who will see the right thing is done at day’s end. A big call to be sure but Yankee land is the home of Mickey Mouse and Hollywood so that simple sleight of hand is not beyond their vast and well-oiled propaganda machine.

And, though Assange may well get belated justice in May, we should be aware of what else is on trial when he repeats his claim that all of the wars America’s deep state inflict on the world have been nothing more than money making exercises for the Hilary Clintons and Clown Prince Zelenskys of the deep state, which those same actors try to write off as a conspiracy theory (sic), Russian disinformation or a figment of our common imagination. Give Assange a break and deliver us from these evil, petty people, who have more blood on their hands than we can even begin to imagine.

And, though the power of prayer cannot be discounted, Nazi Germany’s deep state shows that other forces such as, in their case, the Red Army, might also have a role to play. As the Third Reich crumbled, so also, as this excellent video shows, did the machinations of the once powerful Heinrich Himmler and those other cretins, like Bormann, who had Hitler’s ear. And though Bormann died as he tried to scuttle out of Berlin like the cornered rat that he was, Himmler was an even more pathetic cur when, devoid of his deep state SS enforcers, he was captured on the Danish border at war’s end. Switching back to our own times, from Assange’s perspective, the hope has to be that Trump gets re-elected and fulfills his earlier promise to cage the wicked witch and get her and her slop-out bucket to share a cell with deep state actor Ghislaine Maxwellseen here with fellow deep state actors Jeffrey Epstein and Bill Clinton, who likewise belongs in jail.

Assange, by contrast, has done his time for exposing the tiniest fraction of the crimes of deep state actors like the Clintons and Obamas. He deserves to live out his life, as did Gonzalo Lira before him, not only in freedom with his family but also in the peace he, like Lira before him, has sacrificed so much for as he wrestled “against principalities, against powers, against the rulers of the darkness of this world, against spiritual wickedness in high places”.

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